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21.02.2004, 09:31 #1
Dunkle Legionen
Beiträge: 4
NPC und Quest-Charaktere -
Dieser NPC-Account von Dark-Druid verkörpert wechselnde Personen. Er wird nur in Gorthar und/oder in Questthreads benutzt.

Die momentane Verkörperung:

Ein kleiner Kampftrupp der Anhänger des Ankhragha-Kultes zieht, ein mächtiges Artefakt, die Krone Erk’Hakras, mit sich führend, durch Gorthar, um das Geheimnis um den Auserwählten der Ankhragha zu lüften. Denn ohne jenen Erwählten kann der Kult sein Ziel, die Beschwörung der alten Dämonenkönigin, nicht erreichen.
Verfolgt werden sie von dem Krieger Druid und seinen Gefährten, die versuchen, die Krone in ihren Besitz zu bringen, um sie den Brüdern Erk’Hakras zu überreichen, damit diese sie in Verwahrung nehmen können, bis die Formation der Gestirne, die für das Wiedererscheinen der Königin unverzichtbar ist, vorübergezogen ist, und so die Anrufung der unheiligen Monarchin verhindert werden kann.


Kalor:

Skills:
Einhand 2
Schleichen 2
Bogen 2

Der Anführer des kleinen Trupps. Kalor ist ein verschlagener, listiger Mann, jedoch auch selbstsüchtig und machtgierig. Kurze, schwarze Haare zieren das Haupt des erfahrenen Kriegers, an dessen Vorderseite ein vernarbtes, misstrauisches Gesicht sitzt. Er trägt die Krone Erk’Hakras bei sich, um ihr das Geheimnis um den Auserwählten zu entlocken.
Als Rüstung dient ihm ein alter, abgewetzter Lederpanzer, den er über einem nicht minder oft getragenen Kettenhemd trägt. Über seine kräftigen Schultern hängt sein treuer Langbogen, am Gürtel neben dem Köcher die Scheide seines beidseitig geschliffen Kampfschwertes, das ihm lange Jahre gute Dienste leistete und schon so manchen Gegner auf dem Gewissen hat.


Hetrak:

Skills:
Einhand 2
Zweihand 2

Ein Baum von einem Mann. Seine Schultern ufern in eine wahnwitzige Breite aus, das Kreuz scheint dem eines Bären ernsthafte Konkurrenz machen zu wollen, genauso wie seine übermäßige Körperbehaarung. Die Hauptwaffe des bärtigen Riesen mit seinen langen, feuerroten Haaren ist ein riesenhafter, zweihändiger Hammer, der sich für gewöhnlich in einem starken Gehänge auf Hetraks Rücken befindet. Die vergleichsweise winzige Klinge eines Langschwertes hängt nur als Ersatzwaffe an seinem Gürtel.
Der schwere Körper des bärbeißigen, grobschlächtigen Mannes wird von einem dicken Plattenpanzer geschützt, der zwar eine gute Verteidigung bietet, die Bewegungen jedoch enorm verlangsamt.


Romul:

Skills:
Armbrust 2
Schleichen 1
Einhand 1

Ein kleiner, eher schmächtiger Mann, den man aufgrund seiner geringen Körpergröße selten in den vorderen Kampfreihen antrifft. Er zieht es vor, seine Gegner aus sicherer Entfernung – am liebsten gar von hinten – mit Bolzen zu spicken und nicht in den Nahkampf zu geraten, in dem er nicht sonderlich bewandert ist. Auch er ist von einer leichten Lederrüstung geschützt, auf seinem Rücken hängt eine scheinbar absolut überdimensionierte Armbrust und es ist ein Rätsel, wie der Hänfling dieses Monstrum mit solcher Fingerfertigkeit und Geschwindigkeit gespannt bekommt. Im Kampf jedoch wird man sich eher die Frage stellen, wie man seinen zielgenau abgefeuerten Geschossen, die standardmäßig in den 2 Köchern seines Gürtels ruhen, am besten entkommen kann. Neben selbigen Köchern baumelt auch ein kleines Kurzschwert in einer ledernen Scheide.


Igar:

Skills:
Schleichen 2

Ein seltsamer Bursche. Igar ist von hagerer Gestalt, wirkt fast ein wenig zerbrechlich. Gekleidet in ein schlichtes, aber warmes schwarzes Gewand hat der junge, glatzköpfige Mann außer seinen beiden Erzdolchen keinerlei Waffen bei sich. Die braucht er aber auch gar nicht.
Sein Körper ist eine Waffe. Und eine höchst effektive noch dazu.
Vor ihm sollte man sich in Acht nehmen. Er ist lange nicht so ungefährlich, wie es auf den ersten Blick scheint!


Migal:

Skills:
Armbrust 2
Stabkampf 2
Schleichen 2

Niemand weiß Genaues über den verschwiegenen, gut gebauten Mann. Keiner kennt seine genauen Absichten und Ziele, keiner auch nur ein Wort aus seiner Vergangenheit. Überhaupt spricht Migal kaum ein Wort, beobachtet lieber, ständig suchen seine scharfen, grünen Augen die Umgebung ab. Seinen kräftigen Körper verbirgt er unter einem weiten Mantel aus braunem, gegerbten Leder, das Haupt, von dem lange, weiße Haare herabfallen, unter einem abgewetzten, alten Schlapphut, eine steife Nietenrüstung schützt vor Angriffen.
Um seinerseits anzugreifen besitzt der Krieger einige schlagkräftige Argumente. Eine leichte, schnell zusammenlegbare Repertierarmbrust findet ihren Platz in zusammengefalteten Zustand am Oberschenkel des Mannes, ein prall gefüllter Köcher hängt stets daneben. Sein ständiger Begleiter ist weiterhin ein kräftiger, metallbeschlagener Kampfstab, den er nicht nur als Gehstock zu benutzen weiß... Für den Notfall hat er immer einige Wurfklingen unter seinem Mantel.

zugelassen in Gorthar und Questthreads
21.02.2004, 09:37 #2
Dunkle Legionen
Beiträge: 4
[Q] Das Land Gorthar # 7 -
Zischend bahnte sich die stählerne Spitze des Bolzens ihren Weg durch das weiche, warme Fleisch, zerfetzte mit immenser Wucht Blutgefäße, Organe und Knochen gleichermaßen, bevor sie schließlich zum Stillstand kam und der gefiederte Schaft zitternd aus dem gepeinigten Leib ragte. Schmerzgeplagt heulte die getroffene Kreatur auf, knickte kurz mit den Hinterläufen ein, nur um direkt darauf noch wütender vorwärts zu stürzen. Ein weiteres Mal entlud die Armbrust klackend ihre tödliche Fracht, schleuderte das nächste Geschoss in Richtung des knurrenden Wolfes, der durch den Schuss zur Seite geworfen wurde, sich einige Male auf dem staubigen Boden überschlug und nun endgültig liegen blieb. Ungerührt blickte Romul sich um, prüfte, ob einer der anderen seine Hilfe brauchte.
Sie war nicht gefordert. Wie zu erwarten. Sie alle waren erfahrene Krieger, ein Rudel Wölfe stellte nicht die geringste Gefahr für sie dar. Ohne Hast beförderte er einen weiteren Bolzen zu Tage, spannte die riesenhafte Kriegsarmbrust, die in seiner Armbeuge ruhte, und legte wieder an...

Brüllend ließ Hetrak seinen Hammer auf das bemitleidenswerte Wesen unter ihm niederfahren, erwischte es mit voller Wucht auf dem Rückgrat. Das laute Jaulen verebbte in ein leises, knurrendes Röcheln, als die Knochen unter der Last des stählernen Monstrums mit einem Krachenden Geräusch barsten, das Tier fast sprichwörtlich in den Boden gestampft wurde. Die pure Kampfeslust sprach aus den zusammengekniffenen Augen des rothaarigen Riesen, als er die mächtige Waffe wieder in die Höhe wuchtete und nach einem weiteren Opfer für selbige spähte. Plötzlichspürte er, wie etwas an seinem linken Bein zerrte. Eines der angreifenden Geschöpfe hatte sich ihm von hinten genähert und zugebissen. Die mehrere Millimeter dicken Panzerplatten ließen sich von diesem Biss jedoch nicht im Geringsten beeindrucken, mehr als ein seichtes Drücken war unter ihnen nicht zu spüren.
Wieder schwang der bärbeißige Hüne den schweren Hammer, fegte den jaulenden Wolf mit einem wohlplatzierten Hieb förmlich davon. Einige Meter weiter schlug der geschundene Leib wie ein nasser Sack auf dem Boden auf...

Blitzschnell zuckte der dicke, metallbeschlagene Stab nach unten, traf krachend den Schädelknochen eines Tieres, wechselte nur Sekundenbruchteile später seine Bewegungsrichtung und hieb mit dem anderen Ende noch einmal auf den pelzigen Kopf. Benommen wurde selbiger geschüttelt, doch sogleich stürzte der Wolf wieder vor. Instinktiv stieß Migal sich vom Boden ab, streckte die Beine während des sauberen Saltos, touchierte mit der rechten Stiefelspitze den weit geöffneten Unterkiefer des Angreifers. Noch bevor er den Sprung vollendete schnellte das harte Stabende wieder in die Höhe, prallte wuchtig gegen selbigen Unterkiefer. Zwei abgebrochene Reißzähne fanden ihren Weg aus dem Maul des Raubtieres, segelten in hohem Bogen umher, schlugen schließlich lautlos auf dem Boden auf. Das schmutzigbraune Ledercape flatterte leise Knarrend zur Seite, als der wendige Mann herumwirbelte und das nächste Mal zuschlug. Hart traf der Kampfstab den Wolf im Nacken, streckte ihn damit ein für alle Mal nieder...

Der Kampf war vorbei. Penibel säuberte Kalor die Klinge seines Kampfschwertes. Diese Arbeit war wichtig, wollte er seine Waffe noch etwas länger behalten, denn getrocknetes Blut war nicht unbedingt das, was sich ein gepflegtes Schwert wünschte. Seit vielen Jahren teilte die Klinge nun schon ihren Weg mit ihrem Besitzer, man konnte fast sagen, sie hatten sich aneinander gewöhnt, wäre das bei einem Gegenstand aus kaltem Stahl möglich.
Mit nahezu chirurgischer Gründlichkeit putzte der Krieger auch noch die letzten, unscheinbaren Reste des roten, dickflüssigen Lebenssaftes fort, flackernd spiegelten sich die rötlichen Zungen des kleinen Lagerfeuers auf der blanken, scharfen Schneide. Sirrend glitt sie wieder in ihre ledernes Bett, als sich der Mann von dem großen Findling abstieß, an welchem er eben noch gelehnt hatte.
„Gut gekämpft, Migal!“ Der etwas entfernt Sitzende schaute den hochgewachsenen, breitschultrigen Kalor nur kurz aus grauen, ausdruckslosen Augen an, wandte sich dann wieder ab und starrte reglos in die Dunkelheit.
„Komischer Kauz.“, knurrte der Anführer des kleinen Kampftrupps. Warum war ihm dieser Kerl bloß mitgeschickt worden? Klar, er konnte gut kämpfen – aber das konnten andere auch. Irgendetwas behagte ihm nicht an dem schweigsamen Mann, er strahlte etwas... undurchsichtiges aus. Kalor konnte es sich nicht genau erklären, konnte auch nicht sagen, was es war.
Seltsam.
Ein paar Sekunden noch blickte er zu Migal, wie er da saß, eingehüllt in seinen ledernen Umhang und den alten, abgewetzten Hut auf dem Kopf, unter dem sich einige weiße Haarsträhnen hervorstahlen und spielerisch im kalten Westwind umhertanzten. Dann wandte er sich ab, begab sich zu den anderen Dreien, die an der Feuerstele hockten und leise erzählten...
07.04.2004, 02:21 #3
Dunkle Legionen
Beiträge: 4
[Q] Das Land Gorthar # 7 -
„Halt!“
Ruckartig schnellte Kalors Faust in die Höhe, durchstieß die kühle, dunkle Nachtluft wie ein schwarzer Pfeil. Regungslos verharrte der Kämpfer, blickte angestrengt in die Ferne, die geballte Hand noch immer wie einen drohenden Schatten erhoben. Ein kalter Windstoß jagte über das Schlachtfeld, wehte die eisige Luft des alten, riesenhaften Gletschers, der, noch viele, viele Meilen entfernt, wie ein frostiger Monarch weit über Gorthar ruhte, zu dem stillen Corps der Männer, die sich hinter ihrem Anführer aufgebaut hatten, hinüber. Der Sand des verheerten Landes knirschte unter einem sich bewegenden Kampfstiefel, kurz bevor sich der durch eine abgewetzte Lederrüstung geschützte Mann wieder umwandte.
„Irgendwas nähert sich dort drüben“, antwortete er auf die stumme Frage, die ihm aus den Gesichtern seiner Männer entgegenschlug. Der kleine Trupp hatte sich verschätzt, als er sich entschied, das Schlachtfeld doch noch am gleichen Tage überqueren zu wollen. Die Sonne war hinter dem Horizont verschwunden, ehe sie das verfluchte Gebiet hinter sich hatten lassen können, doch sie hatten gehofft, wenigstens keiner der unseligen Kreaturen zu begegnen, die dem ehemaligen Schauplatz des Krieges zwischen der gorthanischen Armee und den verurteilten Gefangenen der khorinischen Barriere ihren schrecklichen Ruf verliehen. So, wie es nun aussah, war diese Hoffnung vergebens Gewesen.
„Bereitet euch auf einen Kampf vor!“ Ein leises Knurren lag in seiner Stimme, ehe er weitersprach und ein kaum merkliches, dunkles Grinsen über sein Gesicht huschte, „Machen wir dem Viech den Garaus!“

Finster folgte Romul dem Blick Kalors, der sich mittlerweile wieder umgedreht hatte. Gegen den dunklen Horizont zeichnete sich deutlich ein schwarzer, schnell näherkommender Schemen ab, nicht lange und das Wesen, was auch immer es war, wäre heran. Langsam löste er die Metallschnallen, die das Monstrum von einer Armbrust auf seinem Rücken hielten, spannte selbige mit geschickten, routinierten Bewegungen und legte ruhig, mit beinahe stoischer Gelassenheit, ob der Gefahr die sich den Männern näherte, einen Bolzen ein. Er hörte wie auch neben ihm die Waffen gezogen wurden und den Weg in die Hände ihrer Besitzer fanden. Romul kniete nieder, bettete die Armbrust auf seinem Knie und wartete...

Die Gruppe aus erfahrenen Kriegern hatte sich in einer Reihe aufgestellt, alle Blicke waren auf das mittlerweile zu einem beachtlichen Klotz angewachsenen Schwarz gerichtet, dass sich ihnen noch immer stracks näherte. Es schien groß zu sein. Sehr groß.
Das Schlachtfeld hatte seine eigenen Gesetze, die der Natur waren außer Kraft gesetzt, der Stempel den sie der Welt aufgedrückt hatte, war hier nahezu vollständig verblasst. Eine unbekannte, doch starke Macht hatte sich hier niedergelassen, machte die widernatürlichsten Dinge geschehen, sobald es dunkelte. Des Tages hielt sie sich meist versteckt, tief im Herzen des unwirtlichen Landes, weit unter den verrosteten Waffen und Rüstungen und den ausgeblichenen Knochen, die ab und an noch als stumme Zeugen des lange zurückliegenden Kampfes aus dem Sand ragten.

Leise klickend schlugen die vom Winde mitgetragenen Sandkörner gegen die Beinschienen Migals, der breitbeinig neben seinen Kameraden stand, den metallbeschlagenen Kampfstab ruhig in beiden Händen wiegend. Mit einem leisen, monotonen Flappen hüpfte sein altes Ledercape im Wind auf und ab, spielte den Tanzpartner für die langen, weißen Haarsträhnen, die unter dem weiten Schlapphut hervorlugten und von der beständigen, kühlen Brise erfasst wurden. Zusammengekniffene Augen fixierten die drohende Gefahr.
Langsam wurden Konturen erkennbar, fügten sich zu einem bizarren Bild zusammen. Das, was sich dort näherte schien von insektoider Natur zu sein, dunkle Bänder aus Chitin wölbten sich um einen riesenhaften länglichen Leib, getragen von sechs langen, dünnen, zerbrechlich wirkenden Beinen. Der Kopf, ein monströses Ungetüm, umschlossen von weiteren, festen Chitinplatten, beherbergte neben den überdimensionalen Facettenaugen zwei riesige, sich ständig bewegende Zangen, augenscheinlich groß genug, um einem erwachsenen Mann ohne größere Anstrengung einen Arm abzutrennen.
Und es kam näher...
18.04.2004, 03:20 #4
Dunkle Legionen
Beiträge: 4
[Q] Das Land Gorthar # 7 -
Klackend entlud die Armbrust ihre tödliche Fracht, schleuderte sie mit brachialer Gewalt ihrem Ziel, dem riesenhaften, schwarzen Leib des monströsen Insektoiden entgegen, der sich mit rasender Geschwindigkeit näherte. Mit unmenschlicher Wucht schlug der Bolzen durch die dicken Chitinplatten, die mit einem lauten Knall barsten, bohrte sich tief in den Körper des Käfers, schien ihm jedoch kaum zu schaden. Vielmehr steigerte der Treffer die Wut des Wesens, das einen zischenden Schrei ausstieß und mit unverminderter Geschwindigkeit auf die Gruppe erfahrener Krieger zuraste.
Mit beinahe stoischer Gelassenheit spannte Romul die gewaltige Armbrust, die er sein Eigen nannte, ein weiteres Mal, legte das nächste Geschoss in die geschnitzte Führungsrinne, hob sie auf, legte an und schickte den Bolzen auf seine tödliche Reise.

Bis auf einige Dutzend Meter war der Feind nun heran, nah genug, dass die Nahkämpfer der kleinen Kriegertruppe zum Zuge kommen konnten. Mit einem ohrenbetäubenden, wütenden Kreischen richtete das unselige Tier sich auf, als Kalors Klinge zum ersten Mal den Weg auf die harte Panzerung des Gegners fand, schabend daran hinabglitt. Ein weiterer nutzloser Hieb bestätigte die Ahnung des Kämpfers. Mit seinem Schwert war es sinnlos zu versuchen, die Körperplatten des Insekts durchdringen zu wollen – die Stellen zwischen den einzelnen Bändern waren seine Ziele, während Hetrak mit seinem Hammer und Migal, der Stabkämpfer, viel eher in der Lage waren, das Chitinkorsett zu durchschlagen. Vor allem unter den Hieben des rothaarigen Riesen musste es sich beugen, jeder Schlag forderte seinen Tribut in Form von geborstenen Platten und wild umherfliegenden Hornstücken.
Nicht viel Zeit blieb dem erfahrenen Mann, seine Erkenntnis zu verarbeiten, als die gefährlichen Zangen des Ungetüms genau an der Stelle zusammenschlugen, an der er vor einigen Sekundenbruchteilen noch gestanden hatte und von der er sich mit einem gewagten Hechtsprung einem Reflex folgend entfernt hatte. Geschickt rollte er sich über die Schulter ab, als plötzlich ein Bolzen nur wenige Zentimeter an seinem Kopf vorbeizischte. Ruckartig wandte er sich zu dem kleinen Romul um, doch dieser schien ihn gar nicht zu beachten. Mit routinierten Bewegungen machte er sich daran, seine Waffe wieder schussbereit zu machen.
Krachend barst eine weitere der Platten unter den schnell und rhythmisch kommenden, harten Schlägen Migals Kampfstab. Geschickt tänzelte der Mann vor dem Biest, Sand spritzte auf, als sich eins der Gliederbeine in den Boden grub und der beschlagene Stab ein weiteres Mal niederzuckte.

Der Kampf war in vollem Gange und es schien, als wäre die Kämpfergruppe in klarem Vorteil, als plötzlich etwas Unerwartetes geschah. Wie von Geisterhand beschworen, kam Wind auf, entwickelte sich innerhalb weniger Sekunden zu einem wahren Sturm. Mit einem keuchenden Heulen fegte er über die Ebene, riss den Sand mit sich, schleuderte ihn in Wildem Tanz durch die Luft, jagte sie den Kriegern entgegen ...
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