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Das Kastell des ZuX # 12
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24.08.2002, 09:57 #176
stressi
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Stressi hatte das dringende Bedürfnis, sofort zum Brunnen zu gehen und er hatte nicht die Absicht, diesem Bedürfnis nicht nachzugehen. Dazu war sein nächtlicher Taum einfach zu schön gewesen.
Also lief er besonders schnell in den Hof und beugte sich über den Brunnenrand. Es war nichts zu sehen. Nur das Wasser hatte eine seltsame milchige Färbung.
Würde dieses Wunderwesen des Brunnens wieder auftauche? Oder hatte es dieser schreckliche Schattendämon getötet?

Stressi hatte keine Antwort und der Schwertlehrer ließ auch auf sich warten. So ließ er sich auf einer Bank nieder und beobachtete, wie die Wolken über den Himmel schwammen. Wie im Wasser. Und wo war die Nixe?
24.08.2002, 15:13 #177
{-NaThAnO-}
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Mitlerweile beherrschte der hohe Schwarzmagier die 2. Stufe der Magie Beliars schon sehr gut. In den letzten tagen hatte er weiter an seiner Technik und der Intensität der Zauber gearbeitet, was sich ausgezahlt hatte. Nun wartete er auf den Lehrmeister der Magie Beliars, um seine Prüfung ablegen zu können. Doch weiterhin hatte Nathano kein noch so kleines Lebenszeichen des Hohepriesters erkannt, also musste noch gewartet werden.

Á propos warten.... Da war doch dieser Sumpfler, der etwas von Nathano wollte! Mit diesem gedanken stand der Einhand-Lehrmeister ungewöhnlich früh auf und legte Robe, Gürtel und Schwert an.
"Dann wollen wir diesen Sumpfler mal nicht mehr lange warten lassen!"

Nach einem kurzen Zwischenstop in der Küche, ging Nathano mit einem Glas Wein in der Hand nach Auskunft eines Dämonen in den Innenhof, wo er dann auch den Sumpfler auf einer Bank sitzen sah. Gemütlich ging er auf ihn zu und sprach ihn an.

"Seid gegrüßt, Sumpfler Stressi! Mir ist zu Gehör gekommen, dass Ihr nach meiner Person gefragt haben sollt. Wie kann ich Euch helfen?"

Nathano setzte sich neben Stressi und nippte an seinem Weinglas.
24.08.2002, 15:29 #178
stressi
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Stressi hatte den ganzen Vormittag wehmütig in den Brunnen gestarrt. Immer und immer wieder. Er hatte Speisen hineingeworfen, sogar ein bisschen Alkohol, aber nichts hatte sich geregt.
als der Magier ihn ansprach war er so in Gedanken versunken, dass er heftig erschrak. Aber er wollte dem Fremden auf keinen Fall berraten, warum er hier war.
Also wich er ein bisschen aus.


"Ich warte auf den Schwertkampflehrer des Kastells. Ich habe bei Meister Talas den Schwertkampf erlernt und er meinte, bevor er mich zum Meister machen kann, soll ich die Techniken der anderen Lehrer kennen lernen. Ich habe mit allen gekämpft, lediglich hier im Kastell muss ich noch warten."
24.08.2002, 15:43 #179
{-NaThAnO-}
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"Na was für ein Zufall!", Nathano lächelte und trank sein Glas aus, "So wie es aussieht sitzt der Einhand-Lehrmeister des Zirkels direkt neben Euch! Und weiter noch: Er wird Euch bestimmt bei der Erfüllung Eures Auftrages helfen.

Wie zu hören war, hatte Nathano heute seinen lustigen Wesenszug an das Tageslicht gelassen, was eigentlich nicht die Art des hohen Schwarzmagier war. "Wollen wir gleich anfangen? Lasst uns dazu in einen Übungsraum gehen, dann können wir eventuelle Störungen der anderen Bewohner vorbeugen. Folgt mir!"

Gefolgt von Stressi erreichte Nathano nach kurzem Marsch durch das Kastell die Übungsräume. Einen machte er auf und ließ Stressi passieren. Hinter sich machte Nathano die Tür zu - der Kampf konnte beginnen. Der Lehrmeister das Einhandkampfes zog Gladius Morti aus der Scheide und ließ es in der Hand kreisen. "Dann zeigt mal, was Ihr könnt!"
24.08.2002, 16:02 #180
stressi
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Das Schwert des Magiers war eine ungewöhnlich schöne Klinge, da kam sich Stressi dagegen richtig schäbig vor. Trotzdem zog er es und stellte sich in Abwehrstellung. Schon wieder sollte er also einen Trainingkampf mit echter Waffe austragen. Die Kämpfer hier hatten alle nen Vogel. Was hat ein Lehrer davon, wenn sein Schüler in der Ausbildung vor die Hunde geht.

Stressi blickte in die Augen des Magiers und suchte darin nach Zeichen. Als er einen Funken Spott darin zu erblicken glaubte schlug er zu. Umsichtig hatte er dabei das Schwert abgekantet, damit er den Magier nicht versehentlich veletzen konnte. Überraschenderweise wurde sein Schwert dennoch von seinem Gegner abgeblockt.
24.08.2002, 16:13 #181
{-NaThAnO-}
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Ein Funken bildete sich, als die beiden Schwerter aneinander knallten. Nathano hatte wohl bemerkt, dass Stressi sich aus irgendeinem Grund abhalten ließ, sein Schwert richtig zu halten. "Was soll denn das? Kämpft gefälligst richtig, ich erwarte aber von Euch, dass ihr Euch selbst abhaltet, wenn denn tatsächlich mal ein Schlag durch meine Deckund kommen sollte, mich zu verletzen. Der kampf ist gewonnen, wenn einer von uns den anderen umbringen KÖNNTE! So, lasst uns weitermachen!"

Nathano ließ sich in die Knie senken und hielt Gladius Morti knapp über dem Boden, bereit auf den nächsten Angriff.
24.08.2002, 16:32 #182
stressi
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Langsam kam Stressi immer näher, das Schwert ruhte in einer schräg nach unten gehalteten Position. Seine Muskeln spannten sich , das Schwert fand festen Halt, er ging en bisschen in die Knie und trat den letzten Schritt vor den Magier. Dann stemmte er sich gegen seine Waffe und lenkte mit einem heftigen Schwung das Schwert gegen den Magier. Es beschrieb einen engen Bogen bevor es scheppernd auf die Klinge seines Gegners traf. Doch verharrte es dort nicht länger. Stressi wirbelte herum, ging dabei noch stärker in die Knie
und ließ das Schwert in einer vollendeten und schräg nach oben gezogenen Drehung in die Seite Nathanos rasen...
24.08.2002, 16:48 #183
{-NaThAnO-}
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Nathano hatte diesen Sumpfler maßlos unterschätzt! Nur mit einer sehr ungesunden Beugung des Körpers nach hinten und einem beherzten Sprung konnte er der heransurrenden Klinge ausweichen, die einen klienen Ritz in die die Robe des Schwarzmagiers schnitt. Unsanft landete er mit dem Rücken auf dem Boden, stellte sich aber mit einer Rolle nach Hinten wieder auf. Und schon musste er wieder blocken, dann Stressi hatte nicht locker gelassen.

Doch diesmal gab Nathano der Klinge Stressis eine andere Richtung, indem er sie mit voller Kraft von der Seite traf und abwehrte, und sprng in die Entgegengesetzte Richtung, sodass Nathano nun die volle linke ungedeckte Seite von Stressi vor sich hatte. Ohne nachzudenken machte Nathano eine Drehung und ließ das Schwert in weitem Bogen auf Stressi´s Brust zufliegen...
24.08.2002, 16:57 #184
stressi
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Damit hatte der Schwertmeister aber seine eigene Deckung aufgegeben. Er hatte etwas übersehen , was Stressi sofort ausnutzte. Der ließ das Schwert auf sich zukommen und hielt das seine schräg dagegen. Dann ließ er das des Magiers einfach laufen und drückte kein bisschen dagegen. Dadurch glitt dessen Schwert nach unten und fast automatisch zur Seite.
Stressi drehte sich dieses Mal nicht weg oder parierte nicht, sondern sprang mit ganzer Kraft nach vorn bis ganz dicht an den Körper des Lehrers. So konnte der nicht mehr zuschlagen, weil er seinen Arm nicht mehr zur Seite bewegen konnte. Damit war ihm jede Kraft genommen. Das hatte er von Talas gelernt: wenn man die Klinge eines anderen nach unten drückt, bekommt man sie am Ende eigentlich immer selbst rein.
24.08.2002, 17:23 #185
{-NaThAnO-}
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Das war eine merkwürdige Aktion des Sumpflers. Jetzt hatte er Nathano zwar so weit in der Mangel, dass dieser nicht mehr angreifen konnte, doch andersherum war es genauso: Stressi konnte nicht angreifen, ohne dass er den Mangelgriff lösen musste. Doch dazu ließ es Nathano gar nicht erst kommen. Mit einem mal fing er an sich zu drehen, was als einzige Bewegung noch möglich war, winkelte den Arm an und rammte Stressi, zwar nicht mit voller kraft aber außreichend, den Ellenboden in die Seite. Die "Fessel" löste sich und Nathano stieß Stressie von sich. "Du bist ziemlich gut! Anhänglich, wenn ich das mal so sagen darf..."

Nathano ging zum Angriff über. Stressi hatte sich auch wieder gefangen und erwartete den Angriff schon. Der hohe Schwarzmagier rannte direkt auf Stressi zu und hielt das Schwert hoch über den Kopf. Plötzlich ließ er es nach unten in Richtung Stressi sausen, der der Klinge auswich und einen gegenangriff startete. Damit hatte Nathano gerechnet, und schmiss sich unter der Klinge Stressis hindurch genau in die Beine von selbigen. Stressi schwankte und schließlich viel er unsanft. Nathano wollte gerade triumpfierend die Klinge an Stressis Kehle halten, als dieser sich zur Seite rollte und das Schwert auf Nathano´s Rücken zuschwingen ließ. Nathano war überrascht und warf sein Schwert reflexartig gegen das des Angreifers. Beide Schwerter vielen einige Meter weiter zu Boden, da die Wucht des Aufpralls zu stark war, als dass einer der beiden Kontrahenten sein Schwert halten konnte. Nathano und Stressi saßen sich also gegenüber, unbewaffnet und ratlos.

"Unendschieden würde ich sagen... Ihr seid verdammt gut, wisst Ihr das? Macht weiter so, trainiert und Ihr werdet bald einer der besten Einhandmeister der Kolonie!" Nathano stand auf, holte sein Gladius Morti und schritt aus dem Übungsraum "Ihr wisst ja, wos lang geht!", warf er noch in den Raum und ließ Stressi bei sich.
25.08.2002, 02:31 #186
PropheT
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Das Kastell lag in einer ungewöhnlichen und befremdlichen Stille, als sich dunkler Rauch, der den Anschein hatte, das gedämmte Licht der flackernden Kerzen aufzusaugen, die die gemäldebehangenen Wände der Korridore des alten Gemäuers säumten, aus den Rillen des rot aufflammenden Pentagrames löste.

Zwei dunkel gekleidete Gestalten manifestierten sich in den finsteren Rauchschwaden und von einem Augenblick zum nächsten, war das Spektakel zu Ende .

Wortlos schritten die beiden Priester die mit Stille behafteten Gänge dieser altehrwürdigen Mauern entlang. Nur das fortwährende Aufstoßen ihrer schweren Stiefel, die immer wieder ein stumpfes, kaltes Klacken von sich gaben, als sie auf den glatten Steinboden trafen- nur jenes dumpfe Geräusch, das durch die Nacht glitt, war Zeugnis, daß überhaupt noch Leben in den Jahrtausend alten Mauern steckte. Die überbleibenden Eindrücke, die auf die Priester einwirkten, waren mit einer nicht greifbaren, einer fremden Leblosigkeit behaftet.

Die beiden Priester wußten, daß etwas Neues diese Mauern mit einer aeonalten Energie durchfluten würde- schon bald würde sich das Angesicht dieser lächerlichen Institution nach ihren Wünschen und Ansichten umformen.
Dem Zirkel, mit all seinen erbärmlichen Dogmen und lachhaften, menschlichen Handlungsweisen, sollte bald eine dunkle Renaissance erfahren, die wieder auf die Ursprünge, auf die vergessene Ära des Leides und des Peins, zurückblicken sollte und sie verinnerlichen würde.

Die in Vergessenheit geratenen Tore aus schwarzem Gold würden wieder in ihrer herrlichen Grausamkeit erstrahlen und durch sie würden die Namenlosen, die alten Schatten einkehren und ihren rechtmäßigen Platz einnehmen und den Menschen wieder den Status zukommen lassen, den ihnen zugestanden werden sollte- den Status einer dienenden Sklavenrasse.

Agonie und Furcht würden sich über die Erde und den Menschen, wie eine schwarze und alles verzehrenden Welle aus zähem Pech und Öl, ergießen, mit den Priestern und ihren Anhängern als Bindeglied zu den Namenlosen. Als Spitze dieses neuen und glänzenden Zeitalters. Eine Antlitz einer erleuchteten Ära, einer wahrhaftigen Religion .

Der Smaragd war verloren, aber irgendwo in den tiefen des Kastells, würden sie auf eine Antwort, eine Lösung stoßen, die die goldenen Tore öffnen würde und die Kluft zwischen den Dimensionen aufheben konnte.
25.08.2002, 14:03 #187
olirie
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Gut gelaunt ging Olirie nach oben, doch was ihm da in die Augen fiel, verdarb ihm die Stimmung. Er sah auf seinem Tisch die Überreste der Wölfe, die er einst erlegt hatte, die musste er unbedingt loswerden, doch wohin damit? Wo sollte er sie hin bringen, jedenfalls durften sie unter keinen Umständen hier im Kastell bleiben. So umwickelte eer sie mit der Waranhaut und verschloss den Sck mi Hilfe der Waran Klauen. Dann versteckte er das Bündel unter seiner Robe und verließ das Kastell eilligst.
26.08.2002, 01:38 #188
stressi
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Stressi hatte angesichts der späten Stunde eine weitere Nacht im Kastell verbracht. Es war jetzt an der Zeit in den Sumpf zurückzukehren und sich bei seinem Meister zu melden. Er hatte die Aufgabe erfüllt.
Um Abschied zu nehmen war er wieder auf den Hof gegangen und hatte endlose Stunden am Brunnenrand gesessen und in die Tiefe geschaut. Er würde nicht eher ruhen, bis er das seltsame, eindeutig weibliche Wesen wiedergesehen hatte. Er wusste seltsamerweise auch, dass es noch lebte und der Dämon es nicht getötet hatte.
Er würde wiederkommen zu seiner Nixe.
Als es schon so dunkel war, dass er im Brunnen nichts mehr erkennen konnte, verließ er das Kastell in Richtung Sumpflager.
27.08.2002, 21:04 #189
PropheT
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Die beiden Priester hatten sich mittlerweile in ihre Gemächer im dritten Stock aufgemacht.
Eine kleine hölzerne Wendeltreppe mündete an einem Erker, der den Ansatz für den großen Ostturm des Kastells bildete.
Das Ende der Treppe war mit einer schweren Stahltür versehen, dessen Mitte und Ränder mit fremden Runenornamenten gesäumt waren, die aus dunklen Juwelen gearbeitet wurden.
Hinter der Tür führte dann eine weiter Wendeltreppe in die überliegenden Ebenen des Turmes.

Maximus begab sich gleich in sein Zimmer, um dort in seinen Aufzeichnungen weitere Hinweise zu suchen und PropheT machte sich nach einem kurzen Aufenthalt in seinem Gemach wieder auf in die Bibliothek, um seinerseits nach Aufzeichnungen der vergangenen Jahrhunderten zu suchen, in der Hoffnung dort Schriften zu finden, die seltsamen und auffälligen Ereignissen, die sich im Kastell zugetragen hatten, protokollierten.

Zuvor setzte PropheT noch einige der Ornamente, unter Verschiebung und Drücken selbiger, in die richtige Reihenfolge und verschloß somit die Tür zum dritten Stock wieder mit einem magischen Siegel.
27.08.2002, 23:57 #190
Alei
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Alei schlug das Buch zu und ließ es wieder an seinen Platz im Regal schweben. Dann erhob er sich und verließ die Bibliothek. Auf dem Weg durch die Gänge griff er kurz unter seine Robe und holte das Amulet hervor, strich mit den Fingern über die Oberfläche des schwarzen Steines und ließ es dann wieder unter der Robe verschwinden.

Dann erreichte er die Treppen, stieg die ersten Stufen hinauf, bis er im ersten Stockwerk war. Eigentlich wollte er in sein Quartier, doch dann stieg er auch noch die restlichen Stufen hinauf, bis in den dritten Stock. Hier war der Durchgang durch eine große, hölzerne Tür versperrt. Er versuchte, diese aufzudrücken, doch sie war verschlossen. Dann klopfte er einige male dagegen.
"Ich bin es, Alei. Lasst mich ein"
28.08.2002, 00:08 #191
GlutaeusMaximus
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Langsam und laut knarrend öffnete sich die Türe. Maximus stand dahinter. Das Knarren wäre eigentlich nicht nötig gewesen und auch die Geschwindigkeit der Türe war nur Spielerei, aber der Hohepriester stand auf gelungene Auftritte.

Für diesen hatte er noch einen gewaltigen Feuerdämon beschworen, der gelangweilt hinter ihm schwebte und nun die Türwache übernahm.

„Ich heiße euch willkommen junger Magier.“ Maximus hatte sich angewöhnt alle rangniedrigeren im Kastell als jung zu bezeichnen, auch wenn die meisten weitaus älter waren. Aber bisher hatte noch keiner gewagt ihm da zu widersprechen.

„Tretet ein und lasst mich die Türe wieder verriegeln. Es wird Zeit, dass wir mit unseren Plänen fortschreiten. Der Verlust des Smaragds hat uns weit zurück geworfen, aber dafür wird dieser Sumpfler noch bezahlen...“

„Ach ja, habt ihr etwas zu essen mitgebracht von unten? Wenn nicht könnt ihr gleich noch mal laufen!“
28.08.2002, 00:15 #192
Alei
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Alei war schon halb durch die Tür getretten, als er die letzten Worte von Maximus vernahm. Auf der Schwelle machte er kehrt und stieg die Treppen wieder hinab. Nach kurzer Zeit kam er mit Essen beladen wieder zurück und trat nun durch die Tür, die hinter ihm wieder verschlossen wurde. "Lass uns anfangen mit den Plänen. Ich kann es kaum erwarten." Die Worte klangen jedoch nicht so erwartungsvoll, wie er wollte, denn er hatte ganz schön an dem ganzen Essen zu tragen.

Sie gingen in den nächsten Raum und dort stellte Alei erstmal seine Last auf dem Tisch ab, woran sich die beiden auch sofort bedienten. "Wie sehen die Pläne bis jetzt aus? Hat einer von euch schon eine Idee?"
28.08.2002, 00:31 #193
GlutaeusMaximus
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Maximus stürzte sich auf das Essen. Er machte nur zweimal kurze Pausen um eine halbleere Flasche aus seiner Robentasche zu fischen. In kleinen Schlücken trank er seine Medizin, die sich langsam dem Ende näherte.

Nachdem der erste Hunger gestillt war wischte er sich den Mund am Ärmel ab und fing an zu sprechen: „Hm, Pläne haben wir schon aber noch nichts spezifisches, das ich euch mitteilen könnte. Das ist alles noch zu komplex. Zu viele Faktoren sind noch offen...“

„Hauptsache ist, dass wir jede Menge Erz benötigen. Der Handel mit Marion hat sich bewährt und sollte bei Gelegenheit wiederholt werden. D.h. ihr könnt euch mal nach, ähem… Handelsware umsehen. Bringt alles, was ihr brauchbar findet hier hoch, wir entscheiden dann über die weitere Verwendung.“

„So das war’s vorerst.“ Maximus winkte den Magier aus dem Raum und nahm noch einen Schluck aus seiner Flasche. „Moment, kommt mal zurück!“ der Hohepriester hatte eine Idee: „Ich wüsste da noch eine kleine Aufgabe die zu erledigen wäre. Meine Medizinvorräte neigen sich dem Ende zu. Ihr könntet mal zu Sador gehen und Nachschub kaufen.“

Maximus holte 400 Erz aus der Tasche und knallte sie auf den Tisch. „Sagt ihm Maximus benötigt Medizin und kommt nicht mit weniger als drei Flaschen zurück!“
28.08.2002, 00:37 #194
Alei
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Alei nahm die 400 Erz und ließ sie in seiner Robe verschwinden. "Sicherlich, Meister, drei Flaschen mindestens"
Er verließ das Stockwerk, schloß die Tür und verriegelte sie wieder magisch, dann stieg er die Treppen hinab. Unten angekommen schlenderte er durch die Gänge und erreichte so das Tor, welches sich für ihn auch sofort öffnete, um ihn hinaus zu lassen.

Hinter ihm schloßen sich die Torflügel wieder, und es schien ihm so, als würden ihn die beiden Gerippe am Tor ansehen. Er wand sich um, schüttelte den Kopf und ging los, bis zu Sadors Taverne war es ein weiter Weg.
28.08.2002, 16:21 #195
Alei
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Alei erreichte nun endlich wieder das Kastell. Er hatte sich Zeit gelassen, denn im Grunde hatte er gar keine Lust, sich den Zorn des Priesters aufzuladen. Was konnte er dafür, wenn dieser dumme Wirt regelmäßig seine Preise hochschraubte und neuerdings auch keine Flaschen mehr ausgab? Aber er wußte schon, dass dies Grund genug für Maximus war, auszurasten. Seit er seine "Medizin" nahm, war er sehr launisch.

Das Tor knarzte, als es sich für den jungen Magier öffnete und ihn einließ. Hinter ihm schloß es sich genauso geräuschvoll wieder und schloß die Außenwelt aus. Langsam stieg Alei die Treppen empor, gemächlich, denn er hatte es nicht eilig. Trotzdem erreichte er nach einer Weile das dritte Stockwerk, setzte die Ornamente um und öffnete die Tür. Hinter sich schloß er sie wieder und verriegelte sie magisch.

Dann betrat er den Raum, in dem er Maximus zurück gelassen hatte. Dieser war noch immer hier und erhob sich von seinem Stuhl, als Alei eintrat. Er konnte nicht erkennen, was der Priester vor seinem Eintreffen gemacht hatte. "Habt ihr es?", fragte dieser knapp. "Ja, Meister. Aber es gibt da ein Problem..." Alei zog die beiden Krüge hervor und stellte sie auf den Tisch. "Der Wirt erklärte mir, er gebe keine Flaschen, sondern nur versiegelte Krüge aus. Das war alles, was ich für euer Erz bekommen habe..."

Nun machte er sich auf das schlimmste gefasst.
29.08.2002, 01:03 #196
PropheT
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Ein kalter Windhauch ließ die Kerzen auf PropheTs Tisch aufflackern. Der gedämpfte Schein des Kerzenlichts versetzte die Seiten des Buches in ein wabendes Meer aus Buchstaben und Symbolen.

Die Augen des Priesters brannten, aber die akribischen Suche hatte sich ausgezahlt.
In einer verstaubten Ecke am Fuße der Regale im Ostflügel des Bibliotheksschiffs, stieß PropheT auf die Annalen des Kastells, in denen sorgfältigst alle Bewohner des Kastells der letzten zwei Jahrhunderte aufgelistet waren.

Der fingerbreite Staub, der auf dem obersten Buch lastete, ließ darauf schließen, daß jene eingebundenen Seiten aus Pergament ihre letzten Jahrzehnte abseits neugieriger menschlicher Blicke, in einem einsamen und unbeachteten Dasein, gefristet hatten.

Die Augen des Priesters wurden immer trüber, die Lider immer träger. Die Buchstaben fingen im schwummerigen Licht der Kerze an, sich aus den Seiten zu lösen und auf und ab zu tanzen.
Doch kurz vor dem Eindösen, sprang dem Magier aber eine interessante Textpassage ins Augen.
Adrenalien wurde durch die Adern des Priesters gepumpt und ließ in dem müden Körper einen neuen Funken des Ehrgeizes auflodern.

Etwa in der Mitte des Buches, datiert auf die letzten vier vorangegangenen Dekaden, wurden einige interessante Vermerke um mysteriöse Ereignisse, die sich in den Gemäuern des Kastells abgespielt hatten, aufgelistet. Diese Vorgänge wurden immer wieder in Zusammenhang eines jungen Schwarzmagiers Namens Vagnard gebracht.

Merendium; drittes Quartal im Jahr des Nyx.

Protokoll: Eron Nardes; Erzmagister des dunklen Zirkels.

Seit einiger Zeit sehe ich mit großes Besorgnis in Richtung unseres Jungmagiers Vagnard.
Nach der Rückkehr aus den Katakomben unserer heiligen Ruhestätte des Zirkels, konnte ich eine Wesesnveränderung erkennen, die dem Charakter Vagnards überhaupt nicht entspricht.
Vagnard benimmt sich seit einigen Tagen auffällig aggressiv, mißtrauisch und abwesend gegenüber sein Brüdern und Schwestern.
Auch seine Ansichten über die Werte des Zirkels und gegenüber unseren Bekenntnissen, zeigt er sich in seinem Verhalten äußerst negativ und aufrührerisch.
Seine Gedankengänge befassen sich stets nur mit einem einzigen Thema: "Die dunkle Renaissance", wie er sie stets zu nennen pflegt.

.................................


Sein Verhalten erscheint mir nunmehr unhaltbar für den Zirkel. Seine Vorstellungen nehmen immer bizarrere Formen an. Ich möchte sie fast schon als größenwahnsinnig und paranoid bezeichnen.

..................................................

Vagnard hat sich unseren Forderungen den Zirkel zu verlassen widersetzt. Wir vermuten, daß er sich in die unteren Kellergewölbe geflüchtet hat.

........................................................
Vagnard scheint von den weit verzweigten Katakombensystemen verschluckt worden zu sein. Unsere Such war bis zu dem heutigen Tage vergebens.

...........................................

Mein Patron hat mir gerade verkündet, daß einigen Mitglieder des Zirkels einen seltsamer Reif, besetzt mit dunklen Juwelen, dessen Inneren stets in einem unheimlichen Grün aufleuchtet, im Besitz des jungen Vagnards ausmachen konnten.

Zeugen zufolge, soll er sich von diesem seltsamen Reif nie getrennt haben und er sei immer bedacht darauf gewesen, diesen Besitz im Geheimen zu halten.



Die Protokolle endeten hier. PropheT war sich gewiß, daß in dieser Niederschrift der Schlüssel für ihr weiteres Streben lag.
Erschöpft und müden Geistes machte sich der Priester auf in seine Gemächer.
29.08.2002, 06:01 #197
meditate
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wieder war eine nacht vergangen und meditate war zu keinen ergebnissen gekommen.

sie hatte lediglich bemerkt, dass maximus und prophet wiedergekommen waren. und bei ihnen war noch ein neuer magier gewesen, den sie noch nicht kannte, ein neuer auserwählter im dienste beliars.

die magier versteckten sich eindeutig vor der hüterin. als diese die schattendämonen bat, ihr auskunft über das schaffen und tun der drei zu geben, verneinten diese und wiesen darauf hin, dass sie plötzlich zu einem gewissen bereich des kastells im 3. stock keinen zugang mehr hätten. die magier hätten dort einen starken schutzzauber installiert,

meditate wusste sich langsam keinen rat mehr. sie machte sich auf die suche nach don-esteban, um sich mit ihm zu beraten. aber dessen zimmer war leer und auch im labor war niemand zu sehen. dann erfuhr sie auf nachfragen, dass der don schon vor einigen nächten durch die versuchung abgeholt worden war.

diese nachricht betrübte und erfreute die magierin gleichzeitig, hatte sie doch die hoffnung, dass der don in kürze mit neuer energie aus dem reich ihres herrn zurückkehren würde. allerdings hieß das auch, dass sie sich noch gedulden müsse mit dem gegenagriff auf die magier, die sich plötzlich einen teil des kastells unter den nagel gerissen hatten.

meditate ging erst einmal schlafen. morgen würde sie sich um die sache kümmern.
29.08.2002, 23:33 #198
Alei
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Alei verließ das dritte Stockwerk wieder, als Myximus fertig war, ihm zu erklären, was er mit drei Flaschen meinte. Der Magier war der festen Überzeugung gewesen, Alei hätte, wenn er den Wirt nur genug eingeschüchtert hätte, genug "Medizin" mitbringen können. Er selbst fand dies nun auch immer mehr plausibel, doch nun war es zu spät, und ihm war es auch egal. Nachdem er die Tür wieder geschlossen hatte, stellte er die magische Versiegelung wieder her und stieg die Treppen hinab.

Unten angekommen wand er sich dem Refektorium zu, denn er war hungrig. Von dem vielen Essen, dass er mit nach oben gebracht hatte, hatte Maximus kaum etwas für ihn übrig gelassen. Er setzte sich an die große Tafel und bestellte sich einige Scavengerkeulen und fuhr den Küchendämonen scharf an, als die Scavengerkeulen, die er brachte, nur warm waren und nicht heiß. Als der Dämon dann wegflitzte und später verängstigt mit einigen dampfenden Scavengerkeulen wiederkehrte, begann Alei zu essen.

Nach seinem Mahl, das zugegebenermasen üppig ausgefallen war, erhob er sich wieder und machte sich auf zum Labor des Don. Eigentlich hatte er ja keine Lust, die Nachricht von Sador zu überbringen, vor allen, da dieser ihm mit seinem überhöhten Preisen jede Menge Ärger eingehandelt hatte, doch er wußte, dass es auffallen würde, wenn er die Nachricht nicht überbrachte.

Der junge Magier erreichte des Dons Labor und klopfte an die Tür, doch nichts war zu hören. Er klopfte noch zwei mal, doch wieder kam keine Antwort. Da stemmte Alei sich gegen die Tür und öffnete sie langsam, steckte den Kopf durch den Türschlitz und lugte und das Labor. Es war leer. "Wenn er nicht da ist, werde ich ihm die Nachricht aufschreiben und auf seinen Tisch legen" Alei betrat das Labor, nahm ein leeres Stück Pergament und schrieb darauf:

"Sador der Wirt wünscht euch zu sprechen wegen dem "Kassensturz". Ihr sollt euch im Schattenläufer einfinden, sobald ihr die Zeit dazu findet."

Doch Alei schrieb nicht seinen Namen unter die Nachricht, denn ihm war etwas ins Auge gefallen. Dort, in einem der verstaubten Regale, standen einige Tränke. Er gedachte, diese mitzunehmen. Der Staub, mit dem sie bedeckt waren, wies darauf hin, dass ihr Besitzer sie nicht vermissen würde, und Alei würde sie als Bezahlung für seine Dienste nehmen, denn so eine Nachricht überbrachte sich ja nicht von selbst.

Er warf noch einen schnellen Blick zur Tür, dann ließ er die vier Manatränke unter seiner Robe verschwinden, ein weiterer Blick zur Tür, und die beiden Heiltränke folgten. Reiche Beute, wenn man bedachte, dass er nur gekommen war, um eine Nachricht zu überbringen. Maximus würde sein Fang sicher freuen. Schnell verließ der junge Magier das Labor wieder und verschloß die Tür.

Sofort machte er sich wieder auf in den dritten Stock, durch die Gänge, die Treppen hinauf. Dort löste er die magische Versiegelung und stellte sie wieder her, nachdem er durch die Tür getreten war. Triumphierend ging er zu Maximus, ein Lächeln auf den Lippen, und stellte die magischen Tränke vor ihm auf den Tisch. "Dafür macht Marion uns sicher einen guten Preis"

Maximus hatte genickt und ihn dann direkt losgeschickt, es zu verkaufen. Er würde bald Erz brauchen, um sich neue Medizin zu kaufen, weil Alei so wenig mitgebracht hatte. Also stieg er den ganzen Weg wieder die Treppen hinab und verließ dann zielstrebig das Kastell. Sein Ziel war das Neue Lager, wo er seine Ware schon loswerden würde.
30.08.2002, 01:48 #199
Alei
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Mitten in der Nacht kehrte Alei zurück. Er hatte zwar nicht das erwünschte Erz dabei, dafür jedoch etwas für ihn viel wertvolleres. Nachdem er durch das Tor ins Kastell gelangt war, ging er direkt hinauf in der dritten Stock und suchte sich dort einen ruhigen Raum. Dort verstaute er seine Vorräte, den Schnaps und den Wein von Marion, und begann, ordentlich von der bereits angebrochenen Flasche des Schnapses zu trinken.

Der Alkohol tat immer mehr seine Wirkung bei dem jungen Magier, denn er trank wirklich nicht häufig. Und so schlief er bald in dem Stuhl, in dem er saß, ein.
30.08.2002, 06:18 #200
meditate
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meditate hörte dem bericht des schattendämonen aufmerksam zu.

"wie kann es sein, dass hier dinge im kastell passieren, von denen ich nichts erfahre? mir ist die obhut anvertraut worden von beliar. es kann doch nicht sein, dass heir dinge geschehn, die sich meiner kenntnis entziehen. und wo bleibt dieser verdammte don. kannst du nicht gehn und ihn holen? er soll sich bitte mal ein bisschen beeilen. so schwer kann es ja wohl nicht sein, diesen läppischen versuchungen unseres herrn zu widersagen!"

meditate war hilflos und das machte sie wütend. sie legte sich nun schon selbst auf die lauer um dem seltsamen treiben der drei magier zuzusehen. wie sollte es nur weiter gehen?
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