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Die Oberstadt # 2
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03.09.2003, 20:42 #101
Longbow
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Long hatte die Aussage des Lords kaum überrascht. Es war schon zu erwarten, dass nicht mehr Krieger aus der Stadt entbehren werden konnten. Wäre ja auch zu dumm, wenn sie mit dem Erz wiederkommen würden und die Stadt wäre nicht mehr da. Aber dass der Kommandant und Lord selbst mitkommt, überraschte ihn auch wieder. Das ersetzte einige Paladine und Ritter.
„Mich freut es, dass ihr auch mitkommt. Doch bitte ich dabei um Ratschläge und Unterstützung eurerseits, da es das erste Mal für mich ist, dass ich ein solches Kommando hab und es das erste Mal ist, dass so viele Menschenleben von meinen Befehlen abhängen.“
Der Kommandant willigte ein. Es blieb ihm ja auch kaum was anderes übrig. Außerdem lag es ja auch in seinem Interesse den Konvoi sicher hin und her zu bringen.
Mit einem Handdruck bedankten er sich beim Lord und begab sich dann wieder in die Kaserne.
04.09.2003, 16:10 #102
Eorl
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Glühendes Stahl vibrietre unter dem Schlag des Hammers und sandte den Lärm der Schmiede durchs Oberviertel. Auf dem Tisch neben dem Amboss lagen Rüstungsteile aus schwarzen Ketten geschmiedet, andere kühlten in einem Bottich Wasser ab, der in der Nähe der Wand stand. Die Hitze aus der Esse lies die Luft unter dem Abzug flirren, und die Temperatur in der Schmiede war um einiges höher als die der sonnigen Gassen, obwohl eigentlich noch Sommer war. Eorl bearbeitete eine Beinschiene, die die Schienbeine des Trägers schützen sollte.
Eine Schienbeinschützende Beinschiene. Er musste sich dazu unbedinkt ein Wortspiel ausdenken, das er dem nächsten Käufer an den Kopf werfen konnte. Die Worte klangen einfach zu abstruß. Inzwischen war er mit dem Resultat seiner Arbeit zufrieden, auch wenn die Rüstung noch lange nicht fertig war. Er hatte die Kettenglieder verdreht, so dass sie, wenn sie flach auflagen, fat ein Schuppenähnliche Panzerung bildeten. Dadurch bot das ganze auch halbwegs schutz gegen Pfeile, wenngleich es gegen Bolzen machtlos war, und gezielten Schüssen nicht standhalten würde. Trotzdem war es von Vorteil die Schicht aus Ketten so abgeflacht wie möglich zu halten, denn dadurch wurde das Hemd weitaus weniger unhandlich und die Bewegungsfreiheit wurde weniger eingeschränkt. Dafür war das verschmieden so gedrehter Ringe eine langwierigerer Prozess und verlangte auch mehr Sorgfalt von dem Schmied, als ein groberes Kettenhemd. Solange das Ergebniss allerdings zufriedenstellend war, machte das Eorl nichts aus. Da Rüstungen wie er sie herstellte extrem wertvoll waren, konnte er von einer verkauften Rüstung vor einigen Wochen noch immer leben, und wenn er richtig informiert war, würde bald ein neuer Ritter aufgenommen werden, der dann ebenfalls einer Rüstung bedurfte. Und da er von den Standartausführungen jeweils drei auf Lager hatte, konnte er sich in Ruhe der schwarzen Rüstung widmen, deren nächstes Stück nun in der Esse rot glühte und darauf wartete das Eorl ihm seine finale Form gab und, mit den anderen Teilen die bereits fertig waren oder noch folgen würden, zu einer Rüstung zusammenfügte.
04.09.2003, 19:04 #103
Irock von Elladan
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Wie fast jeden Abend machte der Magier Irock noch einen kleinen Spaziergang durch das obere Viertel von Khorinis. Es dämmerte bereits, die letzten Sonnenstrahlen verschwanden allmählich. Es war wieder still auf den Straßen der Oberstadt geworden. Die Bürger und einige Paladine hatten sich bereits schlafen gelegt. Nun wachte die Miliz über diesen Stadtteil. Die Lichter auf der Straße und in den Häusern wurden entzündet.

Auch Irock kehrte bald in seine warme Stube zurück. Es war in den letzten Tagen wirklich sehr kalt im Gegensatz zu vorigen Woche geworden. Das leise knisternde Feuer des Kamins erwärmte den Körper und die Seele des jungen Magiers. In einem kleinen Gebet dankte er Innos und Adanos für alles was er hatte. Danach aß er ein wenig und dachte nach.

Wahrscheinlich würde er nun doch selbst ins Kloster aufbrechen um ein paar Dinge zu regeln. Vielleicht würde sich auch eine gute Gelegenheit finden, seinen Gehilfen mit Aufgaben zu beschenken.
Plötzlich klopfte jemand an der Tür. Irock stellte den Pokal, der mit gutem Klosterwein gefüllt war an die Seite und ging zur Haustür und öffnete sie. Vor ihm stand ein Soldat der Miliz. Dieser sagte:

Geehrter Magier, ich hoffe ich störe nicht all zu sehr. Haben sie an diesem Tag einen unbekannten Mann in braunem Mantel hier oben in der Oberstadt gesehen?

Der Wassermagier erwiderte:
Nein, doch sagt mir einmal warum ihr mich danach fragt.

Die Wache antwortete:
Entschuldigt, wir suchen einen Dieb, doch leider fehlt uns eine genaue Beschreibung. Einer der Bürger hier im oberen Viertel wurde am hellen Tag beraubt. Einige Leute konnten uns sagen, dass sie einen fremden Mann, der in einen braunen Mantel verhüllt war, gesehen haben. Wir denken dieser Herr ist der Schlüssel zu dem Diebstahl. Entschuldigt nochmals die Störung. Wir bitten euch, und alles was ihr erfahrt mitzuteilen.

Darauf bejahte Irock und der Soldat ging wieder. Kopfschüttelnd und zugleich überrascht setzte er sich wieder in den Sessel und las in einem Buch mit dem Titel: Wissen und Unwissenheit, was auch immer das heißen mag.
Der Titel war äußerst seltsam und hatte dadurch die Aufmerksamkeit des Magiers erworben.
05.09.2003, 13:13 #104
Eorl
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Eorl starrte einen Augenblick lang auf den zettel den ihm der Milizsoldat in die Hand gedrückt hatte, bevor er wieder verschwunden war um weitere Zettel zu verteilen, ohne sich darüber zu äußern was das Ganze sollte. Nicht das das jetzt noch nötig wäre. Die Nachricht war knapp und überaus klar. Begleitschutz für einen Erzkonvoi? das sollte interessant werden , dachte sich der Rüstungsbauer und lief die Treppe hinauf in den Wohnraum oberhalb der Schmiede. Dort packte er ein paar Heiltränke aus dem Kloster, etwas Wasser und ein bischen Essen in eine Tasche und hängte sie sich um. Da sErzschwert das Cifer ihm geschmiedet hatte nahm er aus der Truhe in der er die wertvolleren Sachen aufbewahrte und hängte es zu seinem Messer an den Gürtel. Dann eilte er zur Schmiede hinaus und hielt mit großen Schritten auf das Tor zu das in die Unterstadt führte. Er wollte sich schließlich nicht verspäten.
07.09.2003, 20:12 #105
Irock von Elladan
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Hellwach und dennoch in Gedanken versunken, so saß der Wassermagier Irock auf einem Stuhl im Keller seines Hauses. Irgendwann schloss er die Augen und konzentrierte sich. Stillschweigend uns bewegungslos begann er zu meditieren.
Während er absank zu etwas, dass ihn inspirierte, ging das Leben draußen in der Stadt weiter. Die Bürger taten das, was sie immer taten.

An diesem Tag wollte Irock ins Kloster aufbrechen, da er alle Angelegenheiten, die ihn in die Stadt getrieben hatten erledigt hatte. Doch er würde nicht lange im Kloster bleiben. Nein, er wollte dort nur einkehren um sich mit seinen Brüdern auszutauschen und ein paar Dinge abzuholen.

Er hatte beschlossen seinen Hauptwohnsitz nun ganz nach Khorinis zu verlegen. Im Kloster hatte er keine wichtigen Aufgaben zu erfüllen und darum brauchte man ihn dort so gut wie gar nicht. In der Stadt sah es anders aus. Hier konnte das Volk seinen weisen Rat gebrauchen. Außerdem hatte Vatras einen Helfer bitternötig.

Nach einer Ewigkeit erwachte der Magus aus seiner Meditation. Von Adanos Weisheit gestärkt, schrieb er nun einen Brief an seinen Gehilfen:

Jabasch, falls du gekommen bist um mir den Säbel zu bringen, so geh in das Haus und lege ihn dort ab. Den Schlüssel für das Haus wirst du schon finden. Denke einfach nach...
Sobald du deine Aufgabe erledigt hast werde ich dich mit einigen Kleinigkeiten entlohnen.
Auf bald, Irock von Elladan


Nach dem er den Zettel an der Haustür befestigt hatte, warf er sich seinen Mantel über und ging mit seinem Stab in der Hand zum Stadttor hinaus.
11.09.2003, 14:58 #106
Longbow
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Long hatte noch dafür gesorgt, dass das Erz sicher in die Schatzkammern der Stadt getragen wurde. Es sollte kein einziger Klumpen abhanden kommen. Doch als das erledigt war, ging er ohne große Umwege zu Lord Hagen, um seinem Kommandanten den Bericht vorzutragen.
Im Rathaus war wie immer alles ruhig. Das Klimpern der außerhalb des Hauses trainierenden Paladine klimperte herein, doch sonst war wieder nichts zu hören.
Lord Hagen erhob sich gleich und setzte ein Lächeln auf, als Long hereingelaufen kam. Ihn wunderte es ein wenig, sonst war der Paladin nie zu gut drauf. Die Rückkehr des Konvois schien ihm einen kleinen Lichtblick beschert zu haben. Long grüßte ihn mit Für Innos und begann dann:
„Zunächst lief auf dem Hinweg alles nach Plan. Kein Ork und kein Lee stellte sich uns in den Weg. Um in die Burg zu kommen, hatte Lord Carthos mit einigen Milizsoldaten und Rittern ein Ablenkungsmanöver gestartet, wobei ein Ritter fiel. Als die Orks dann auf die kleine Gruppe zu rannte, stürmte ich samt den Karren auf das Tor zu. Dabei fielen noch mal ein Bürger und zwei meiner Männer. Am nächsten Tag liefen dann zwei kleinere Gruppen los und konnte erfolgreich das Erz aus den drei Minen holen.“
„Wie viel ist es?“
„Nicht viel, gerade mal neun Kisten!“
„Bei Innos, das ist noch weniger als bei der letzten Expedition. Aber fahre fort.“
„Nun, dann stürmten wie gestern alle wieder aus der Burg. Zwei Söldner haben uns beim Ausbruch unterstützt. Dann gings aber ohne nennenswerte Probleme in die Stadt.“
„Und wie sieht es mit den Paladinen in der Burg aus? In welcher Verfassung sind sie?“
“Die Moral ist am Tiefpunkt. Besser wurde es auch nicht, als wir mit frischer Nahrung ankamen.“
Long holte einmal tief Luft und fuhr dann noch langsamer fort:
„Die Zahl der Orks hat noch mehr zugenommen. Wir können das nicht mehr lange so hinnehmen.“
„Ja, ich weiß. Ich werde schauen, was sich machen lässt. Aber nun erstmal zu dir. Du hast gute Arbeit geleistet. Einer der Paladine oder Kommandanten hätte es kaum besser machen können. Natürlich weiß ich, dass du tatkräftige Untersetzung von Kommandant Carthos hattest, aber den Oberbefehl hatte ich dir gegeben, und du hast ihn mit Bravur ausgeführt. Wegen deiner großen Verdienste, befördere ich dich zum Ritter!“
Das musste Long erstmal schlucken. Natürlich hatte er mit irgendeinem Lob gerechnet, aber gleich eine Beförderung.
„Ich danke euch, aber was ist mit meinem Posten als Hauptmann?“
„Den wirst du natürlich behalten. Nur weil du jetzt keiner der Miliz mehr bist, heißt das ja nicht, dass du diese nicht kommandieren darfst. Aber das war’s dann auch für den Moment.“
Der frischgebackenen Ritter lächelte ihm noch einmal zu und verließ das das Rathaus. Er schlenderte in Gedanken verunken zum Tor in die Unterstadt, aber dann kam ihm die Idee, sich schon gleich eine Rüstung anfertigen zu lassen. Schließlich hatte Eorl ja auch sein Haus in der Oberstadt.
Er suchte das Haus des Schmiedes auf und versuchte sich mit einem langen haaaaalloooooo? bemerkbar zu machen.
11.09.2003, 15:04 #107
Eorl
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Zurück aus dem Minental suchte Eorl zuallererst die Schmiede auf die er mit Cifer bewohnte. Er trat in den einzigen Raum des Untergeschosses, der Schmiede, Verkaufsraum und Werkstatt in einem war, und blickte sich aufmerksam um. An seinen Sachen war nicht gerührt worden, die Truhe in der er die schwarze Rüstung verstaut hatte, wahr immer noch sicher verschlossen, die Werkzeugkiste waren noch immer an ihrem Platz, und die Tür des Lagers war so sicher verschlossen wie er sie zurückgelassen hatte. Erleichtert darüber, dass das Oberviertel noch immer ein sicherer Ort war, ging er die Treppe hinter dem Tresen hinauf ins Obergeschoss. Dort räumte er die Tasche aus die er dabei gehabt hatte, und setzte sich dann in einen Sessel. Dort blieb er einige Zeit sitzen und dachte über die Dinge nach die er im Minental gesehen hatte. Es hatte ihn erschreckt zu sehen, wie verzweifelt die Lage in der Burg war, und wie zahlreich die Orks waren die sie umringten.
Nachdem er sich eine Weile ausgeruht hatte, ging er hinunter in die Schmiede, und holte die schwarze Rüstung heraus, an der er gearbeitet hatte, bevor er dem Konvoi ins Minental zugeteilt worden war. Er arbeitete einige Zeit daran, verband die einzelnen Teile die er schon gemacht hatte, schmiedete Schulterplatten und begann damit einen Brustpanzer herzustellen der zu der Rüstung passte. Nach einiger Zeit hörte er ein 'Hallo?' von der Straße her und drehte sich um. Da stand Longbow in der Tür, und wartete darauf das Eorl ihn bemerkte.
11.09.2003, 15:12 #108
Longbow
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Na endlich hatte er ihn bemerkt. Hatte ziemlich lange gedauert, aber nun ja auch egal.
„Tag, Eorl. Ich brauche eine Ritterrüstung. Aber nicht irgendeine, sondern eine besondere.“
„Tag, Hauptmann! Erstmal, wieso denn eine Ritterrüstung?“
„Hagen hatte mich gerade befördert! Aber gut, ich hab folgendes im Sinn. Zunächst eine ganz normale Ritterrüstung, dann aber auf den Schulterplatten die Arme entlang stacheln, wie es einige Drachenjäger haben und einen Pelz von den Schulterplatten über den oberen Teil des Rückens.“
11.09.2003, 15:19 #109
Eorl
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Erstmal Glückwunsch zur Beförderung. Was die Rüstung angeht:
'Zierde' ist ein bischen unpräzise. Was hättest du den gerne. Ornamente, Tiergestalten oder sowas? Und aus was möchtest du Stacheln? Sollen es Metalldorne sein oder sollen es Dornen einer Bestie sein, die eines Drachensnappers vielleicht? Es gibt viele Möglichkeiten solche Dinge herzustellen. Die Metalldornen wären wohl am einfachsten, aber die Trophähen wären natürlich viel beindruckender.

Während er mit dem Hauptmann sprach räumte Eorl die schwarze Rüstung zurück in die Truhe. Vorerst würde er wohl nicht mehr daran weiterbauen können.
Ich kann dir übrigens auch eine normale Ritterrüstung leihen bis dein Spezialmodell fertig ist.
11.09.2003, 15:27 #110
Longbow
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Letzteres Angebot hörte sich schon mal ganz gut an. Long nahm es dankend an. Dann beschrieb er dem Schmied, wie das Fell aussehen sollte, welches Muster und von welchem Tier.
Zu den Stacheln sagte er, er wolle die eins Drachensnappers. Sicherlich waren die am härtesten und verliehen den größten Eindruck. Doch falls Eorl nicht an so was rankam, konnte er es auch ohne Probleme selber Jagen gehen.
11.09.2003, 15:34 #111
Eorl
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Gut, dann nimm diese Rüstung hier, und ich gebe dir Bescheid wenn ich die andere fertig habe. Schau einfach mal rein wenn du hier vorbeikommst, du wohnst ja in zukunft gleich nebenan.
Eorl holte eine Ritterrüstung aus dem Lager und überreichte sie Longbow. Dieser nahm sie glücklich an, und bedankte sich. Offenbar hatte er auch als Ritter nichts dagegen einzuwenden gedutzt zu werden.
Lass mich dir noch eine Frage stellen. Als Hauptmann kannst du mir die sicherlich beantworten. Ich habe gesehen wie viele Orks es im Minental gibt, wie zahlreich sie sind und wie groß ihre Schlagkraft ist. Er zögerte eine Weile, doch er musste fragen:
Es sind nicht genug, oder? Ich meine die Paladine und Ritter kämpfen tapfer, aber auf jeden von ihnen kommen zehn Orks, vielleicht sogar mehr. Glaube oder nicht sie können die Orks doch nicht alleine besiegen. Es sind einfach zu wenige.
11.09.2003, 16:27 #112
Longbow
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Er erschrak, als er hörte, was Eorl da sagte.
Er sollte im oberen Viertel schlafen? Niemals! Er wird weiterhin unten bei seinen ännern in der Kaserne schlafen.
Doch damit nicht genug, der Schmied setzte noch einen drauf. Aber dieses Mal hatte er Recht. „Es sind eindeutig zu wenig Ritter und Paladine, um das Minental von den Orks zu säubern. Aber wieso fragte du?“
11.09.2003, 16:33 #113
Eorl
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Naja ich habe einen Voraschlag dazu. Ich habe mir das im Minental ausgedacht.
Longbow nickte. "Dann lass mal hören.
Ich hatte mir das so vorgestellt: Wir können die Orks nicht alleine besiegen weil wir dazu zu wenig Leute haben. Wir können auch nicht darauf bauen das sie weniger werden, also müssen wir unsere eigene Armee vergrößern.
Longbow hörte jetzt aufmerksam zu und nickte:
„Soweit so gut, nur habe ich keine Ahnung wo du noch Leute auftreiben willst.“
Das ist es ja. Das brauchen wir gar nicht. Die Leute sind schon da, hier auf der Insel. Wir müssen sie nur dazu bringen das sie uns unterstützen.
„Longbows Augen wurden größer als er begriff worauf Eorl hinaus wollte:
„Du meinst die Söldner? Du willst die Söldner dazu bringen uns gegen die Orks zu unterstützen?“ Eorl nickte.
Die Söldner, die Leute aus dem Sumpf, den Orden, die Schwarzmagier, die Amazonen. Einfach alle die auf dieser Insel leben. Einige werden wahrscheinlich nicht mitmachen, aber ich glaube das wir von so ziemlich allen größeren Gruppierungen einige Leute als Unterstützung bekommen können. Und mit einer solchen Verstärkung wäre es um einiges leichter die Orks im Tal zu bekämpfen.
Der Gesichtsausdruck mit dem Longbow ihn anschaute zeigte Eorl das er wahrscheinlich erwartete das der andere als nächstes Beliar einen Treueschwur leisten würde, aber Eorl l
redete weiter ohne Longbow die Gelegenheit zu geben seine geistige Verfassung zu kritisieren.
Unser Ziel ist es doch den Laderaum des Schiffes mit Erz zu füllen und zum Festland zu fahren, oder? Das Schiff bietet aber nicht nur Platz für Erz sondern auch für eine recht große Besatzung. Wenn wir überall verkünden, das diejenigen die uns bei dem Kampf gegen die Orks am besten unterstützen einen Platz in dieser Besatzung bekommen, werden wir sicherlich viele der Bewohner ansprechen können. Viele Leute aus allen möglichen Gilden wollen nur eins: weg von Khorinis. Viele der ehemaligen Sträflinge haben lange genug hier festgesessen, einige der normalen Bewohner ebenfalls. Sie alle wären uns eine große Hilfe solange sie kämpfen können. Wenn wir dann im Minental die Oberhand gewinnen können wir unser Erz schürfen und uns danach aus dem Staub machen. Wir nehmen das Schiff, beladen es mit Erz und nehmen zusätzlich zur Garde noch die besten Kämpfer aller anderen Gilden mit zum Festland, die man kaufen oder anderweitig verpflichten kann. Wenn die Lage dort sich nicht auf wundersame Weise gebessert hat können wir die dort gut gebrauchen.
Eorl holte tief Luft und betrachtete Longbows Mienenspiel. Wahrscheinlich würde der andere ihn jetzt für total verrückt halten, aber vielleicht wahr die Idee ja auch gar nicht so schlecht.
11.09.2003, 17:31 #114
Longbow
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Long musste wieder mal kräftig schlucken. Schon die zweite außergewöhnliche Sache, die er heute gehört hat. Doch war die Idee seiner Meinung nach ganz gut, aber er war auch der falsche Ansprechpartner dafür.
„Die Kommandanten im Planungsraum sollten so was in die Hand nehmen. Am besten, du gehst zu ihnen und trägst es noch mal vor.“
“Ja, das weiß ich. Allerdings hab ich kaum eine Möglichkeit dort vorsprechen zu können.“
Öhm…joar, stimmt auch wieder. Aber ich hab Zugang dazu. Komm mit!“
Eorl willigte wie erwartet ein. Mit ihm im Schlepptau marschierte er durch den Türrahmen des alten Richterhauses. Die Milizwache nickte ihm nur noch zu. Sie wusste nun ja, wer er war und glaubte sicher, er wollte noch was wegen dem Konvoi planen.
11.09.2003, 18:32 #115
Carthos
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Carthos hatte sich nach seiner Rückkehr anderen Dingen gewidmet als dem Minental. Das was er dort gesehen und erlebt hatte bereitete ihm nicht gerade große Freude und er wollte alles so schnell wie möglich vergessen.
Eine kurze Ankündigung von einem der Milizsoldaten kündigte den Besuch des Hauptmanns und eines anderen Milizsoldaten an. Der Lord schaute von einem bekritzelten Blatt auf und wartete darauf das einer der beiden einen Grund für das Erscheinen nannte.
Was gibts ?
11.09.2003, 19:11 #116
Eorl
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Longbow ergriff das Wort und beantwortete die frage des Kommandanten:
" Wir sind hier weil Eorl hier mir eine Idee vorgetragen hat die ich eigentlich gar nicht schlecht finde, und weil ich glaube irh solltet zumindest davon wissen."
Der Lord nickte und wandte sich nun Eorl zu.
"Dann fang mal an." sagte er schlicht.
Eorl erzählte das ganze noch einmal dem Lord, Carthos hieß er wie er inzwischen erfahren hatte, und dieser hörte sich das ganze geduldig an. Anscheinend war die Sache gar nicht so abwegig wie es auf den ersten Blick klang, sonst hätte der andere ihn bestimmt schon rausgeworfen. Stattdessen hörte er sich alles an ohne Eorl auch nur ein einziges mal zu unterbrechen. Offenbar war er klug genug erstmal abzuwarten und sich nicht vorschnell zu äußern.
Klar ist er das. Schließlich ist er ein Lord. Dachte Eorl. Den Job kriegt man nicht weil man am lautesten schreien kann, dazu braucht es sicher eine Menge Erfahrung und taktisches Geschick
Als Eorl geendet hatte, schwieg der Lord einen Augenblick und Eorl fragte sich wie er die Sache wohl aufnehmen würde.
11.09.2003, 19:24 #117
Carthos
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Carthos gefiel die Idee die anderen Lager zu fragen nur teilweise. Den Sumpflern und den Magiern konnte man sicher trauen, aber diesem Söldnerpack wollte er keinen Handel vorschlagen. Dafür war er zu stolz.

Hmm, deine Idee ist vielleicht die einzige Chance die wir haben. Jedoch sollte man seine Verbündeten sehr sorgfältig wählen. Hast du Lord Hagen davon schon erzählt ?
Das Minental ist unverkennbar ein Problem für uns, aber nur dort bekommen wir das magische Erz her, also müssen wir uns was einfallen lassen. Ich finde deinen Vorschlag vernünftig, jedoch neige ich nicht dazu irgendwelche Söldner um Hilfe zu bitten, auch wenn sie sicher gute Kämpfer sind. Aber letztenendlich liegt es an Lord Hagen die Verbündeten zu erwählen, am besten sprichst du mal mit ihm.
12.09.2003, 15:34 #118
Carthos
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Carthos hatte die halbe Nacht über die Idee von Eorl nachgedacht. Das Minental war wirklich ein verdammt heisses Pflaster geworden. Allerdings kamen sie nicht drum herum ihr Hauptaugenmerk auf dieses Gebiet zu richten. Nur dort gab es das magische Erz, von dem das Schicksal des Königreichs Myrthana abhing. Ohne das Erz hätte die Armee des Königs sehr schnell keine Waffen mehr und somit stand einer großen ork Invasion nichts mehr im Wege. Das Problem bestand in erster Linie darin, dass die Orks die Wege zwischen der Burg und den einzelnen Schürfstellen kontrollierten, somit gab es keine permanente Verbindung und kein Erztransport.
Der Paladin blickte stumm auf die große Karte der Insel. Es gab nur zwei Wege ins Minental, von Norden und von Süden. Im Osten schienen die Orks ihren Stützpunkt hinter einer großen Holzpallisade errichtet zu haben und im Westen begrenzte ein Bergmassiv den Talkessel. Vielleicht gab es eine Möglichkeit von Süden her in die alte Kolonie vorzustoßen, dann wäre man relativ schnell an der südlichen Schürfstelle am alten Turm des Dämonenbeschwörers. Nur kontne man den inde klapprigen Fischerbooten keine Paladine oder schwere Erzkisten
transportieren. Die Esmeralda lag hier vor Anker und war viel zu groß und träge um als Transportschiff zu fungieren. Es musste also ein Schiff her, das eventuell groß genug war um diese Arbeit übernehmen zu können.
Der Lord erhob sich von seinem Platz und ging hinüber ins Richterhaus um mit Lord Hagen über dieses Thema zu beraten. Schliesslich musste etwas passieren, wenn ihre Mission Erfolg haben sollte.
12.09.2003, 16:11 #119
Eorl
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Eorl kam aus dem Haus des Stadthalters, in dem Lord Hagen residierte, und ging hinüber zu seiner Schmiede. Gestern war es zu spät gewesen, deshalb hatte er erst heute Lord Hagen vorgetragen, was er zuvor schon Longbow und Carthos erzählt hatte. Zum dritten Mal hatte er den gesamten Plan heruntergeleiert und wieder war er mit einem verblüfften Gesicht belohnt worden. Trotzdem hatte Lord Hagen den Plan gutgeheißen, und hatte gesagt er wolle sich mit seinen Kommandanten beraten. Eorl war das recht. Er hatte nun erst einmal etwas anders vor, er musste noch die Drachensnapperdornen für Longbows Rüstung besorgen. Er ging in die Schmiede und zog sich um. Die Milizrüstung ließ er hier, nur ein einfachens Gewand und ein Kettenhemd zog er sich an, dazu noch einen Mantel, Stiefel und Hosen wie sie für einen Jäger typisch waren. Man durfte ihn auf keinen Fall as Soldaten des Königs erkennen, denn er hatte vor dorthin zu gehen, wo man immer ein paar Leute fand die käuflich waren. Und das wr der Hof von Onar. Dort würde er sicherlich finden was er suchte. Er verließ das Oberviertel und machte sich auf den Weg zum Osttor.
13.09.2003, 13:32 #120
Carthos
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Die Diskussion hatte fast die gesamte Nacht gedauert, doch schliesslich waren sie doch zu einem Entschluss gekommen. Ein kleines Schiff musste her, eins mit dem man ohen Probleme schwere Kistentransportieren konnte.
Der Lord hatte sich in das Richterhaus zurück gezogen und versuchte nun schematisch eine Zeichnung zu erstellen. Er hoffte das ein Bootsbauer daraus schlau werden konnte. In alten Büchern hatte er etwas über größere Fischerboote gelesen und übernahm nun die dort angegeben Maße in seine Zeichnung. Er würde eine Reihe von Leuten dafür benötigen, das wusste er. Bootsbauer, Tischler und Schmiede waren nur ein paar davon. Aus den verschiedenen Linien und Kritzeleien auf dem Blatt wurde allmählich ein Einmaster, mit kleiner Kajüte am Heck. Carthos warf noch einmal einen prüfenden Blick darauf und ging dann hinaus auf den Burghof. Sicher gab es irgend jemanden der gerade nichts zu tun hatte und sich etwas Gold verdienen wollte.
Sein Augenmerk fiel auf einen der herumstehenden Ritter, welchen er sogleich ansprach.

Guten Tag. Ich hätte hier eine kleine Aufgabe für euch. Ich brauche für dieses Schiff hier sämtliche Handwerker der Stadt und Umgebung. In erster Linie Bootsbauer, Schmiede und Tischler. Wenn ihr mir ein paar von ihnen herholen könnt, werde ich euch dafür entlohnen.
13.09.2003, 14:01 #121
Milgo
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Milgo war gerade auf dem Weg zu Claw und Gjaron, als ihn überraschender Weise der Lord antippte. Er wollte Tischler, Bootsbauer und Schmiede??? Außerdem, wieso Milgo? Er hatte nie ein einziges Mal mit dem Lord geredet. Sehr merkwürdig...
Milgo: Und wie viel Bootsbauer, Schmiede und Tischler wollt ihr? Vielleicht auch noch irgendwen anderes???
Carthos: Der Bootsbauer sollte einen Gehilfen haben, sonst noch einen Schmied und einen Tischler. Ach, ein Seiler wäre noch gut.

Milgo nickte und der Lord schritt davon. Ein Tischler war schnell gefunden, schließlich kannte er gleich zwei. Aber Gjaron würde wohl ehr passsen, er traute Claw nicht zu etwas für die Paladine zu machen... Ein Schmied? Wahrscheinlich aber kein Waffenschmied... Doch Schmiede gab es zur Genüge. Ein Seiler. Hm, das war schwerer. Und ein Bootsbauer? Das war nicht einfach. Doch er würde schon gute Leute finden... Schnellen Schrittes ging er aus der Oberstadt, in Richtung Kaserne.
14.09.2003, 19:09 #122
Milgo
Beiträge: 2.252

Schnellen Schrittes eilte Milgo schnell zu Lord Carthos zurück um Bericht zu erstatten. Direkt einen Bootsbauer gefunden! Und er wusste, dass Gjaron den Auftrag nicht ablehnen würde... Schon bald war er beim Lord angekommen, der ihn verdutzt anschaute.
Milgo: Ich sollte ja für euch Leute finden. Nun, einen Tischler und eine Bootsbauerin habe ich schon.
Carthos: Ah, ja. Gut. Ich brauche dann noch dazu einen Baumeister.
Milgo: Gut, den werd ich auch noch finden...
14.09.2003, 19:22 #123
Carthos
Beiträge: 5.043

Carthos war überrascht, dass der Ritter ihm so schnell ein Ergebnis gerbacht hatte. Er wusste selbst wie schwer es ind er regel war einen Handwerker zu finden, der gerade für einen Auftrag etwas Freiraum hatte.
Der Lord hoffte, das sie so schnell wie möglich mit der Arbeit beginnen konnten.

Sehr gut. Schicke die Bootsbauerin so schnell wie möglich zu mir. Mit ihr muss ich als erstes sprechen.
14.09.2003, 19:29 #124
Milgo
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Milgo nickte, fragte sich ob eine Verbeugung übertrieben wäre, antwortete sich ja und ging in Richtung Unterstadt. Hoffentlich war Samirula immer noch im Hotel... Aber der Lord hatte relativ erstaunt ausgesehen, was ihn schon ein bisschen gefreut hatte... Schließlich wollte er irgendwann einmal auch ein General werden... So war es immer gut den Lord zu beeindrucken. Er war mittlerweile schon in der Unterstadt und ging nun in Richtung Marktplatz. Doch was war, wenn er keinen Seiler finden würde? Er kannte überhaupt keinen! Was würde dann passieren? Vielleicht würde ihn Carthos einfach niederstrecken zur Strafe! Nein, das war viel zu harmlos...
Samirula: Hallo, Milgo!
Milgo schreckte zurück. Dann lachte er.
Milgo: Gut dass ich dich sehe, du musst mitkommen. Du wirklich jetzt das obere Viertel sehen, und sogar zum Lord vergelassen werden!
Er nahm Samirula an die Hand und ging mit ihr schnellen Schrittes in Richtung Oberstadt und dann zum Lord. Die Wachen machten kaum Probleme, sie kannte Milgo und er wurde auch zum Lord vorgelassen. Samirula war etwas änglistlich und schüchtern, so dass sie ihn zuerst reden ließ.
14.09.2003, 19:53 #125
Carthos
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Milgo hatte wiedereinmal den Auftrag eim Eiltempo ausgeführt und kaum hatte er sich weider seiner Arbeit zugewandt, stand schon eine junge Frau vor ihm und der Ritter direkt dahinter.
Carthos sah zu der Bootsbauerin hinauf und bemerkte ihre Nervosität.

Seid gegrüßt. Ihr seid also die Bootsbauerin von der man mir erzählt hat. Es ist nicht einfach jemanden von eurem Fach noch in dieser Gegend zu finden, seitdem hier keine Schiffe mehr anlegen.

Der Lord nahm ein Stück Papier hervor, auf dem er das Schiff skizziert hatte.

Hier, so habe ich mir das alles vorgestellt. Ich bin kein sonderlich guter Zeichner und hoffe das ihr das wichtigste erkennen könnt. Wenn ihr Fragen zu irgendwelchen technischen Sachen habt, oder wissen wollt wie ihr was bauen müsst, fragt mich. Am besten schon jetzt gleich, wo wir schonmal alle hier stehen.
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