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10.04.2004, 21:28 #3126
Sir Iwein
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wie ist das nun mit gomez? -
Ist das bei jedem Mal Durchspielen so gewesen?
Und sind die anderen Gardisten im Thronsaal auch tot?
10.04.2004, 21:43 #3127
Sir Iwein
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Abwesenheiten #2 -
Bin bis Montag Nachmittag weg.
12.04.2004, 14:48 #3128
Sir Iwein
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Die Stadt Khorinis #32 -
Während Vincent schon langsam sicherer wurde, hätte Iwein es mit Flint am liebsten gleich aufgegeben. Der Bursche trainierte zwar verbissen, doch mittlerweile hatte er schon Dutzende von Pfeilen völlig daneben geschossen - die lagen jetzt außerhalb der Stadtmauern, im Wald. Und das, obwohl er in nur fünf Metern Entfernung zur Scheibe stand. Die Pfeile kosteten auf die Dauer, und einen schlechteren Schüler hätte Iwein sich kaum vorstellen können.
"Halt, Flint!", rief er streng. "Jetzt gehst du noch zehn Schritt zurück, das ist ja jämmerlich mitanzusehen. Wenn du aus fünf Metern schießen willst, dann nimm besser gleich eine Nahkampfwaffe. Und nochwas... ab jetzt bezahlst du mir jeden einzelnen Pfeil, den du ins Jenseits beförderst. Vielleicht hilft das etwas. Ich habe Geduld mit meinen Schülern, doch du nagst an der Grenze."
12.04.2004, 16:02 #3129
Sir Iwein
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Die Stadt Khorinis #32 -
"Ha, na siehst du!", rief Iwein seinem Schüler zu. Er lächelte leicht, kaum merklich. Es war alles nur eine Frage der entsprechenden Druckmittel. Und Bauern besaßen nun einmal kaum Gold. Wenn man ihnen da drohte, ihre Ersparnisse einzukassieren, spurten sie gleich.
Auch, wenn das Ergebnis noch immer nicht blendend war, so war dies doch ein Anfang. Wenigstens flogen nun beinahe keine Pfeile mehr in die Wildnis. Darauf ließ sich aufbauen.
"Noch etwas!", meinte Iwein ernst und schritt zu Flint heran. Der hielt kurz inne. "Ich sehe dir an, wo deine Gedanken sind. Du bekommst deinen Ring zurück, sobald du mit dem Training fertig bist. Das schwöre ich dir, bei meiner Ehre. Und nun mach weiter und denke einstweilen nicht mehr an deinen Ring! Ich verschwinde jetzt hier, hab noch ein paar Dinge in der Stadt zu erledigen."
Während er nämlich so nachdenklich Flint und Vincent beim Schießen zugesehen hatte, waren seine Gedanken plötzlich wieder bei ihr gelandet. Die junge Kriegerin ohne Namen. Er hatte sie seit Wochen nicht mehr gesehen. Er wusste nicht einmal, wo sie untergebracht war. Die Schlafbaracke der Kaserne hatte sie nie genutzt. Bei all den dreckigen Milizen kein Wunder. Vielleicht würde Taurodir ja etwas wissen...
12.04.2004, 16:22 #3130
Sir Iwein
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Abwesenheiten #2 -
Ich ebenfalls.;) (hey, dieser Spamm steht mir rechtmäßig zu)
12.04.2004, 16:25 #3131
Sir Iwein
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DGI Avatare & Signaturen #5 -
Hm, die Avas werden sowieso in letzter Zeit recht wenig genutzt. Wenn irgendjemand was machen will, dann wären vielleicht ein paar neue Sigs ganz nett, aber dringend brauchen wir nichts.
13.04.2004, 08:44 #3132
Sir Iwein
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Geburtstage #3 -
@Bloodeye
Na, du bist ja auch erst seit 27.03. dabei, also einige Zeit nach deinem Geburtstag. Da darfste uns nicht böse sein.;) Aber Glückwunsch nachträglich.
13.04.2004, 20:33 #3133
Sir Iwein
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Storyfehler-Sammlung -
Die Barriere wurde erschaffen, um das magische Erz vor Beliar zu schützen. Nicht, damit die Gefangenen nicht entkommen konnten (das war nur der Vorwand, damit der König zustimmte).
13.04.2004, 20:45 #3134
Sir Iwein
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Problem mit einem Suchenden -
Erzeuge das Geräusch einfach nochmal, z.B. indem du noch einen Suchenden ansprichst oder durch Beten an einem verseuchten Innosschrein.

Ansonsten, vielleicht hilft auch, wenn du einfach mal schläfst.
13.04.2004, 20:46 #3135
Sir Iwein
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Tachendiebstahl??? wo??? -
Öhm, ja, das heißt es. Die Mitgliedschaft in der Diebesgilde hat keine Auswirkungen - da können Angehörige jeder Gilde mitmachen.
14.04.2004, 14:34 #3136
Sir Iwein
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Lagerfeuer für allg. Gespräche über die Gilde #17 -
Jupp, das Interview ist schon klasse. Bin ja mal gespannt, ob´s mit Pferden/Reittieren noch was wird... naja, so wie sich´s anhört wohl eher nicht, aber mal schaun.
Und jo, der Orktöter schaut ja wohl hammermäßig aus.
14.04.2004, 16:03 #3137
Sir Iwein
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Die Stadt Khorinis #32 -
Wie eine Statue stand Iwein da, am südlichen Wehrgang der Kaserne, regungslos, und blickte starr zum Meer hinab, dessen Wasser heute grau schien, genau wie dieser graue Tag. Am Himmel zogen sich Wolken zusammen, und ein kräftiger Sturm blies vom Meer her und türmte das Wasser zu hohen Wellen auf. Noch hier hörte er, wie sie tosend an die Kaimauer und an die Klippen brandeten. Wieder einmal war er in Gedanken versunken, während er mit seinen Augen in die Ferne sah, irgendwo dorthin, wo sich Meer und Himmel berührten. Doch diese Stelle war heute nicht auszumachen, da war nur dieses triste Grau, das nahtlos ineinander überging.

Allein war Iwein in diesen grauen Tagen. Gut, er hatte vielleicht seine Schüler, aber mit denen konnte man nur trainieren oder ihnen Befehle erteilen. Das war es nicht, wonach der Ritter sich sehnte. Lieber wäre er wieder ein ganz normaler Milizsoldat gewesen. Damals hatte er wenigstens noch Kameraden gehabt, die man halbwegs "Freunde" nennen konnte.

Gerade wandte der Hauptmann sich ab und war im Begriff, zurück ins Kasernengebäude zu trotten, als jemand an ihm vorbeieilte, eine junge Frau. Überrascht blickte Iwein ihr hinterher. Ihr dunkelblondes Haar, zu einem Zopf gebunden, schlug wild um sich, während ihre Schritte sich fast überschlugen, als sie da den Wehrgang entlang stürmte wie vom Teufel gejagt. Mit raschen Schritten stieg sie die Treppe von der Kaserne hinab, rannte über das kleine Plateau mit dem einzelnen Baum und dann weiter zum Hafen.
"Mylady!", rief Iwein ihr hinterher, doch sie drehte sich nicht um. Wer war diese Frau? Er hatte ihr Gesicht nicht gesehen, doch irgendwoher kam ihm diese Gestalt mit der Kleidung bekannt vor. Vielleicht nur so ein Gefühl.

"Wartet!" Schließlich eilte der Hauptmann ihr hinterher, bis zur Kaimauer. Hier war sie seinem Auge vorhin entschwunden. Fiberhaft wanderten Iweins Blicke die Kaimauer entlang und wieder zurück. Da entdeckte er sie letztendlich, unten am Strand. Sie saß im Sand, das Gesicht von ihren Händen bedeckt.
Iwein kam vorsichtig näher. Sie konnte ihn höchstwahrscheinlich nicht hören, denn die Wellen übertönten hier jedes leisere Geräusch. "Kann ich... kann ich Euch helfen?", rief der Ritter ihr zu. "Wie ist Euer Name? So seht mich doch an!"
14.04.2004, 20:32 #3138
Sir Iwein
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Drachen Schuppen ??? -
Dieser Godar unterrichtet allerdings nur Drachenjäger, außerdem kosteen die Fähigkeiten "Drachen Ausnehmen" erst mal 1000 Goldstücke. Gestath ist also besser, außerdem muss man da eh hin, wegen Gorn.
15.04.2004, 09:12 #3139
Sir Iwein
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tunier -
Ne, gegen den Templer kann man nicht antreten.
15.04.2004, 19:51 #3140
Sir Iwein
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Die Stadt Khorinis #32 -
Als die junge Frau langsam den Blick hob und matt lächelte, da erst erkannte Iwein sie wieder. Seine Frage nach ihrem Namen beantwortete sie nicht, wie auch, sie konnte es ja nicht. Wie töricht von ihm, aber woher hätte er es wissen sollen. Doch sie lächelte trotzdem weiter, und plötzlich war Frieden in ihrem Gesichtsausdruck. Kummer und Zorn waren fast ganz gewichen, nur ein Schleier der Narben blieb in Iweins Erinnerung übrig. So schön sah sie jetzt aus, und auch über die Lippen des Ritters huschte unwillkürlich, kaum merklich, ein Lächeln.

Bei ihren nächsten Worten erstarb es jedoch schlagartig, sein Mund klappte leicht auf. Kaum hatte sie ausgeredet, da fuhr ihre Hand zum Waffengurt. Sie riss den Dolch ruckartig heraus, ihre Hand wanderte blitzschnell damit zum Hals... es ging so schnell, und Iwein war noch immer wie paralysiert. Jetzt erst begriff der Ritter, und seine Augen weiteten sich.

"NICHT!!", rief er bebend, unfähig sich zu rühren. "TUT DAS NICHT!" Seine Stimme überschlug sich beinahe vor Entsetzen, sein Gesicht war schmerzverzerrt. All das auf einmal war wie ein Pfeil, der sich in sein Herz bohrte. Er musste das verhindern. Sie durfte nicht... "Ihr seid doch der einzige Mensch, dem ich etwas bedeute!" Er durfte sie nicht verlieren, nicht schon jetzt gleich, wo er doch gerade für einen Moment, für einen winzigen Moment, so glücklich gewesen war wie schon lange Zeit nicht mehr. Das durfte nicht gleich wieder aufhören.

In letzter Verzweiflung sprang er auf... seine Hand schnellte der ihren entgegen. Die Dolchklinge ruhte bereits an der Halsschlagader. Er umschloss ihren Arm mit festem, eisernen Griff und zerrte wie wild an ihm. Sie gab nicht nach, sie war so kräftig und fest entschlossen sich hier und jetzt das Leben zu nehmen. Ihre Finger packten den Dolchgriff so heftig, dass die Knöchel weiß hervorstanden.

"Ich bitte Euch!", wimmerte der Ritter mit heiserer Stimme und zerrte verzweifelt weiter an ihrem Arm. Tränen standen in seinen Augen, als sie sich mit einem Ruck befreite und er schließlich nachgeben musste. "Ich... ich liebe Euch doch. Tut das nicht..."
16.04.2004, 14:10 #3141
Sir Iwein
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Die Stadt Khorinis #32 -
Iwein fiel ein Stein vom Herzen, als der Dolch endlich aus ihrer Hand glitt. Er hätte es sich nie verziehen, wenn er sie hier hätte sterben lassen, in seinen Armen. Er hätte machtlos zusehen müssen, wie das einzige, das seinem Leben Sinn gegeben hatte, starb - wo er doch eben erst Hoffnung gefasst hatte. Er spürte, wie sie erschöpft zurücksank, und er hielt sie fest. Auf ihrem Gesicht war ein müdes Lächeln zu sehen, ihre Augen waren geschlossen. Vorsichtig küsste er sie auf die Stirn. Sie war ganz heiß. Ihr Brustkorb hob und senkte sich in kurzen Abständen. Die junge Frau musste völlig am Ende sein.

Hilfesuchend sah Iwein sich um, doch der Strand war verlassen. Kurzerhand entschloss sich der Ritter, sie selbst zur Kaserne zu tragen. Sie brauchte jetzt rasch ein Bett - und Ruhe. Mindestens einen ganzen Tag. Er hob ihren reglosen Körper vorsichtig aus dem Sand und es kostete ihn einige Kraft, als er sich erhob, trug er doch zusätzlich eine schwere Rüstung am Leib, doch das zählte jetzt nicht - er wollte sie einfach nur schnell in die Kaserne bringen.

Die gaffenden Soldaten, die ihnen am Wehrgang und im Kasernenhof begegneten, beachtete er nicht, sondern trug sie direkt zu den Schlafräumen. Dort traf er zu seiner Überraschung Taurodir, Lyvîane und ihre Dienerin an, deren Blicke sich sofort erstaunt auf die junge Frau in Iweins Armen richteten. Der Ritter blickte sie kurz an, dann ging er zu den Betten.
"Ich hab sie so am Strand gefunden", murmelte er tonlos, legte sie behutsam auf ein Bett und breitete eine warme Decke über ihr aus. Dann fühlte er erneut ihre Stirn. Sie war noch immer heiß. Er würde hier bleiben. Sie sollte nicht noch einmal auf dumme Gedanken kommen, ja nicht einfach so verschwinden aus seinem Leben.
16.04.2004, 17:20 #3142
Sir Iwein
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Die Stadt Khorinis #32 -
In voller Montur stand Iwein da und blickte zu der jungen Kriegerin ohne Namen hinüber, die jetzt friedlich schlief. Ein letztes Mal überprüfte er seine Ausrüstung, bestehend aus Bogen, Köcher mit genügend Pfeilen, Langschwert und Kampfdolch. Er trug seine Ritterrüstung, hatte jedoch nur wärmende Lederstiefel an, denn ihm war mitgeteilt worden, der kommende Einsatz beruhe mehr auf Heimlichkeit und Überraschungseffekt. Eine Tatsache, die Iwein nicht gerade gefiel - doch wenigstens konnte er so seine Stärke im Umgang mit dem Bogen ausspielen.

Der Ritter zog seinen Gürtel stramm, warf der schlummernden Frau einen letzten Blick zu, hob die Hand zum Gruß an Taurodir und Lyvîane und schritt dann nach draußen. Etwas widerstrebte es ihm, gerade jetzt fortzugehen, andererseits suchte er das Abenteuer. Schon so lange war er untätig gewesen. Man musste in Form bleiben. Der Bote hatte ihm mitgeteilt, dass sich die Freiwilligen im Obergeschoss von Long´s Taverne zu einer Lagebesprechung sammeln würden. Viel mehr nicht.

Strammen Schrittes hielt der Hauptmann auf die Taverne zu und trat ein. Die Gaststube war wie immer prall gefüllt, und trotz der Verlockung durch eine kleine Mahlzeit bei einem kühlen Schluck stieg er kurzerhand die Treppenstufen hinauf ins Obergeschoss. Dort erblickte er sofort einige Soldaten, die sich um einen Tisch herum verteilt hatten. Zwei Paladine brüteten über einer Karte und waren gerade in ein Gespräch vertieft. Es waren Kano und Eorl. Iwein lächelte leicht und trat hinzu. Beruhigend, die beiden an der Führungsposition zu wissen.
"Schönen Abend, die Herren. Mein Bogen kämpft für euch."
16.04.2004, 17:55 #3143
Sir Iwein
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Die Stadt Khorinis #32 -
Iwein nickte seinem Kommandanten und Kano zu und schritt dann zu den Kutten hinüber. Eine von ihnen nahm er vom Stapel und breitete sie aus, seine Handfläche fuhr prüfend über den Stoff. Jede der Kutten hatte zusätzlich eine Kapuze angenäht. Im Schutze der Nacht und des Waldes würden sie kaum zu sehen sein, während sie ihre Brandpfeile abfeuerten. In seinen Gedanken stellte er sich bereits die bescheuerten Gesichtsausdrücke der Söldner vor.

Grinsend schritt er mit den Kutten unterm Arm zu den Soldaten hinüber. Viele waren es nicht, die er für tauglich am Bogen befand und ihnen einen der Mäntel reichte. Hoffentlich würde Typhus, sein Schüler, noch aufkreuzen. Der war ein guter Schütze. Doch immerhin war Kano dabei. Ihm würde auch das Kommando über die Schützen zustehen, das war sehr gut.

Indess hatte sich der matt erleuchtete Raum immer mehr gefüllt, nun aber würden sicherlich nicht mehr viele hinzukommen. Der Ritter trat wieder zu Eorl. "Ich habe eine kleine Truppe zusammengestellt, mehr werden nicht kommen." Dann wanderte sein blick über die Karte vom Hof und dem angrenzenden Wald. Ziemlich verwirrend, doch Kano würde schon wissen, was er tat, ebenso wie Eorl. Es lag jetzt an dem Kommandanten, Befehl zum Aufbruch zu geben.

Soeben trat Long polternden Schrittes ein. Der Paladin schien leicht verärgert darüber, dass seine Taverne einfach so ohne Weiteres zur Lagebesprechung genutzt wurde. Iwein hielt sich pfeifend zurück, er war unschuldig. Sollte Eorl sich rechtfertigten.
16.04.2004, 19:22 #3144
Sir Iwein
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Rund um Khorinis #18 -
Es fing bereits leicht an zu dämmern, als die kleine Kolonne Bogenschützen, bestehend aus zwölf Mann, in geordenten Zweierreihen das Stadttor durchschritt. Sie liefen strammen und zügigen Schrittes den Berg hinauf in Richtung Taverne, von wo aus sie ihren Weg zum Hof des Großbauern fortsetzen würden. Voran gingen zwei Paladine, Statthalter Kano und Hauptmann Iwein. Doch nun erkannte man kaum, welchen Rang sie inne hatten, waren sie doch wie alle anderen in schwarze Mäntel mit Kapuze gehüllt, um möglichst wenig aufzufallen.

Iwein blickte zurück. Beinahe jeden einzelnen dieser Männer hatte er selbst ausgebildet, allesamt junge, abenteuerlustige Soldaten, die ein wenig Sold kassieren und nebenbei dem fetten Onar in den Arsch treten wollten. Jeder trug einen Bogen mit sich und ein Schwert unterm Mantel. Hoffentlich würde alles glatt verlaufen und Eorl und seine Mannen konnten rasch das Saatgut erbeuten, sodass dann allesamt den geordneten Rückzug antreten konnten. Es wurde kaum ein Wort geredet, und die Stimmung war angespannt.

Dann sah er aus den Augenwinkeln zu Kano hinüber. Denselben Bogen wie Iwein trug er über der Schulter. Sein alter Lehrmeister hatte den Befehl über die Schützentruppe. Er hoffte nur, dass Eorl ihm alles sorgfältig unterbreitet hatte.
16.04.2004, 19:48 #3145
Sir Iwein
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Onars Hof #18 -
Die Pfeile zischten davon, ein jeder entzündet. Der Himmel verdunkelte sich für einen Moment, ehe sie über dem Hof niedergingen. Flüchtig blickte Iwein zurück zum Hauptweg und dem Eingang zum Talkessel. Bei Innos, hoffentlich würden Eorl und seine Mannen rasch anrücken. Es konnte nicht lange dauern, bis die Brandpfeile ihre Position verraten würden.
Abermals nahm der Ritter einen Pfeil aus seinem Köcher und legte ihn auf die Sehne. Kurz hielt er ihn in die Fackel, dann hob er den Bogen an.
"Feuer!", befahl er mit gedämpfter Stimme. Abermals knallten die zwölf Bogensehnen in kurzen Abständen, und wieder schwirrten die Pfeile zum Hof. Dort musste jetzt helle Aufregung herrschen. Wenn die Pfeile trafen, oder gar ein Gebäude in Brand setzten, war dies umso besser - doch ihr eigentliches Ziel war nur die Ablenkung, und das hätten sie kaum besser umsetzen können.
16.04.2004, 20:51 #3146
Sir Iwein
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Absprachen fürs RPG #5 [SFZ] -
Jo, Eorl meinte, das gehört in RuK, daher spielt sich jetzt der Großteil außerhalb des Onar-Threads ab... geht da so ein bisschen unter, aber jetzt kann man auch nix mehr machen.
16.04.2004, 21:19 #3147
Sir Iwein
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Onars Hof #18 -
Stille. Kein Pfeil flog mehr durch die Luft, und beinahe völlige Dunkelheit lag mittlerweile über dem Land. Nur Orkaugen hätten sehen können, wie nun nur mehr zehn vermummte Gestalten die Mulde verließen und zurück Richtung Talausgang huschten. Iwein nickte Kano zu. Eorl und die anderen hatten hoffentlich genug Zeit gehabt, in all dem Chaos und der allgemeinen Verwirrung ihre Sache zuende zu bringen. Ein bisschen widerstrebte es Iwein, so klammheimlich abzuziehen, ohne einem einzigen Söldner entgegen getreten zu sein. Doch so wollte es der Kommandant.
Iwein starrte angestrengt in die Dunkelheit, irgendwo dort, wo Sekobs Hof liegen musste. Doch er sah natürlich rein gar nichts. Lediglich einige Laute, die er nicht deuten konnte, hallten über die weiten Felder heran."Lass uns vorne am Waldrand auf sie warten, es kann sein, dass es noch zu Kämpfen kommt und sie mit ihren Karren Feuerschutz brauchen", sprach der Ritter gedämpft an den Statthalter gewandt.
16.04.2004, 21:38 #3148
Sir Iwein
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Rund um Khorinis #18 -
Vorsichtig kroch Iwein hinter seinem Busch hervor, ein Stück in Richtung der Lichter, die von Sekobs Hof kamen. Was geschah dort? Jetzt erst vermochte der Ritter die Geräusche zu deuten, die da übers Feld heran hallten. Dort wurde gekämpft. Deutlich hörbar war das aufeinander Treffen von Schwertern, auch einige Kampfschreie drangen an Iweins Ohr. Im Schein eines Lichtstrahls, der aus der Eingangstür fiel, sah er zwei Gestalten miteinander ringen. Die Augen des Hauptmanns weiteten sich.
Rasch robbte er zurück zu Kano und den anderen. "Die Söldner sind da, sie kämpfen", flüsterte er dem Paladin zu, an dem es jetzt lag, schnell zu befehlen. "Ich kann unmöglich sagen, ob es nur drei oder vier oder gar ein Dutzend sind. Bleiben wir hier in Deckung?"
16.04.2004, 21:58 #3149
Sir Iwein
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Rund um Khorinis #18 -
Iwein nickte Kano zu und richtete seinen Blick wieder auf das Geschehen. Tatsächlich waren es nur drei oder vier Männer, mit denen es Eorl und seine Männer zu tun hatten. Und obwohl in diesem Moment alles so glimpflich auszugehen schien, fragte sich der Ritter doch, als er sah, wie einer der Gardisten von einem Pfeil getroffen zusammensank, wozu sie das alles veranstalteten. Ein bisschen Saatgut, was war das schon. Nur ein strategischer Zug, um dem fetten Onar ein wenig zu schaden. Nichts bedeutendes, und das jetzt, wo doch der Krieg mit den Orks tobte. Verfluchte Bauern...

Gerade wollte der Hauptmann sich ein Stück vorwagen und einen Verletzten ungesehen in Sicherheit bringen, als er plötzlich aufschreckte. "Hier sind sie!!", brüllte jemand lauthals, nur wenige Meter entfernt, vom Feld her. Da erst erblickte Iwein sie. Die Söldner waren gekommen. Man hatte sie entdeckt. Jetzt mussten sie offen kämpfen, vielleicht so lange, bis auf einer Seite keiner mehr übrig blieb. Wie er es befürchtet hatte. Im Dunkeln erkannte der Ritter ihre genaue Zahl nicht, doch es waren diesmal mehr als drei oder vier.

"Sie greifen uns an, Männer! Zückt die Schwerter!!" Klingen fuhren aus ihren Scheiden, und im Nu waren sie einen heftigen Kampf mit den Ankömmlingen verwickelt ... "Eorl!", brüllte Iwein in die Dunkelheit, ohne zu wissen, ob der Kommandant ihn irgendwo hörte, während er den kräftigen Angriff eines vollgerüsteten Söldners mit Müh' und Not parierte. "Schafft die verdammten Karren weg, und dann raus hier!!"
16.04.2004, 22:32 #3150
Sir Iwein
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Rund um Khorinis #18 -
Keuchend überblickte Iwein die Gegend rund um den erleuchteten Hof. Ein paar der Söldner, die bisher mit Eorls Trupp gekämpft hatten, zogen sich nun zurück, sendeten aber noch ein paar Pfeile los, die durch die Dunkelheit auf den Hof zu schwirrten. Manche trafen ihr Ziel. Feige Ratten!

Die verbliebenen Söldner, scheinbar die Verstärkung vom Hof, kämpften noch eine Weile, doch dann zogen auch sie sich allmählich zurück, ohne zu schießen. Eorls fiese Taktik hatte sie letztendlich bezwungen. Iwein hörte indess, wie der letzte Karren sich rumpelnd in Bewegung setzte und den Feldweg Richtung Taverne hinauf holperte. Sie mussten weg, ehe noch mehr draufgingen, durch irgendwelche verirrten Pfeile oder Bolzen. Der Hauptmann selbst eilte zu den Karren und half, ihn den Hügel hinaufzuschieben.

Ein letztes Mal blickte er zurück.
Allein Eorl stand noch da, einem einzigen, wutschnaubenden Söldner gegenüber. Ob es Schweiß oder Wasser war, von dem der Kerl triefte, vermochte Iwein nicht zu sagen. Und irgendwo musste auch noch Kano sein, zumindest war er nicht bei den Karren. An Iwein lag es jedoch jetzt, die Wagen sicher zur Stadt zu bringen, während dort unten der letzte Kampf der Giganten ausgetragen wurde.
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