World of Gothic Archiv > Rollenspiel
[GM] Das Kastell des ZuX #7
Seite 4 von 17  1  2  3  4  5  6  7  8 Letzte »
24.03.2002, 13:43 #76
meditate
Beiträge: 6.868

meditate erhob sich.

"sei mein gast heute nacht. morgen wird hawk zu mir kommen, meine kundschafter haben ihn hergebeten. du kannst dich dann direkt bei ihm erkundigen und deine entschlüsse fassen.

lass dir von den dämonen alles zeigen, ich muss mich wieder an meine studien begeben. es ist sehr wichtig, dass ich weiter komme. vielleicht auch für dich entscheidend."

damit erhob sich die magierin und ging wieder in die bibliothek.
24.03.2002, 14:50 #77
Tomekk
Beiträge: 2.456

Er stand auf. Er fühlte sich merkwürdig, war er doch erst wenige Stunden zuvor ins Kastell gekommen und war schwer verletzt gewesen. Als er an sich herabsah, bemerkte er, dass seine Wunden geheilt waren. Sofort überkam ihn ein starker Hunger und so verließ er den Raum.

Tomekk betrat das Refektorium des Kastells und setzte sich an die große Tafel, die in der Mitte des Raumes prangte. Sofort kam ein Dämonendiener an und fragte nach seinen Wünschen. Er bestellte sich eine Suppe und ein Stück gebratenes Fleisch, genau das Richtige nach einer so kräftezehrenden Rettungsaktion.

Nach kurzer Zeit kamen auch schon die gewünschten Speisen und er begann zu Essen. Die ersten Bissen hatten seinen Hunger jedoch erst angestachelt und so winkte er abermals den Dämonen herbei und bestellte sich nochmal dasselbe.

Nachdem er gespeist hatte, wollte er wieder zurück ins Sumpflager, und so verabschiedete er sich von den Magiern und trat den Heimweg an.
24.03.2002, 16:11 #78
Superluemmel
Beiträge: 3.057

Spät am Nachmittag erhob sich Frost von seinem Platz. Seine Hand glitt zu dem Eisbrecher, welcher neben ihm am Tisch gelehnt hatte. Der schwarzgepanzerte Krieger befestigte die Schwertscheide wieder an seinem Rücken, dann warf er einen letzten Blick in den Raum. Er schien alles wichitge dabei zu haben....

Dann begab er sich mit schnellen Schritten auf den Weg zum Eingangsportal. Frost brauchte Zeit, Zeit um mit sich selbst wieder ins Lot zu kommen und über seine Vergangenheit nachzudenken. Es war langsam an der Zeit, seine alte Identität wieder aufleben zu lassen.

Die großen Flügeltüren des Kastells schwangen wie von Geisterhand vor ihm auf. Frost sah noch einmal über seine Schulter in das Kastellinnere zurück, dann machte er sich mit kraftvollen Schritten auf den Weg ins Tal, einem ungewissen Ziel entgegen.
24.03.2002, 20:22 #79
Carthos
Beiträge: 5.043

die tür schwang auf und die gruppe sah in eine grosse halle.
ich denke wir gehen mal rein. ein gardist deutete auf die leichen an dem grossen tor.
achwas sollen die magier nur kommen, was können die schon ? wollen die uns vielleicht totblinken mit ihrem magie zeugs ?
selbstbewusst schtigg na drak durch das tor die gardisten folgten mit gezogenen schwertern. EY NOCHMAL JEMAND HIER IN DEM LOCH ?
24.03.2002, 20:35 #80
meditate
Beiträge: 6.868

meditate schrak von ihrem buch hoch. die stimme kannte sie doch! das war doch ... sie eilte in die eingangshalle und wirklich ... da war er.

"das ist aber eine freude. was treibt dich denn in unsere düsteren hallen?"

die streckte na drak die hände entgegen und wollte sie gar nich mehr loslassen. sie zog den erzbaron in das refektorium und bat auch die gardisten, ihr zu folgen. während die gardisten sich ans ende der tafel setzten, nahmen meditate und der erzbaron am anfang platz und meditate ließ für die männer erst mal auffahren.

"und nun erzähle."
24.03.2002, 20:41 #81
Carthos
Beiträge: 5.043

der erzbaron nahm erstzmal einen kräftigen schluck bier dann begann er zu erzählen. im alten lager ist momentan die hölle los. irgend so ein idiot ist nachts ins haus der erzbarone eingebrochen und hat bullits frau samt kind entführt. nun sind wir auf der suche nach ihnen. habt ihr etwas gehört oder gesehen wie hier jemand die berge nach süden richtung fjord überquert hat ? oder kennt ihr einen weg wie man herausfinden kann wo sich dieser kerl befindet ?
24.03.2002, 20:53 #82
meditate
Beiträge: 6.868

meditate sah den baron entsetzt an.

"ich weiß nichts davon und ich fürchte, ich werd dir nicht helfen können. ich hab zwar einen spiegel, in dem ich entfernte orte sehen kann, abr nur orte, an denen sich freunde befinden und da ich die frau von bulit nicht kenne, fürchte ich, ich kann dir kaum helfen.

aber du kannst mit deinen leuten hier gern übernachten. deine gardisten bekommen ein zimmer und für dich werd ich ein besonders schönes herrichten lassen. vielleicht finden wir ja mit dons hilfe einen weg. aber ich befürchte fast, dass ihr selbst suchen müsst."

meditate winkte einen der dämonen herbei und gab ihnen anweisungen.

"es tut mi leid, na drak. können wir morgen früh weiter reden? ich muss unbedingt noch ein buch schaffen. das ist sehr wichtig für mich, entschuldige mich bitte, ich wünsche euch eine gute nacht."

meditate erhob sich und ging wieder in die bibliothek.
24.03.2002, 21:15 #83
Carthos
Beiträge: 5.043

ein dämon führte na drak in ein extra grosses zimmer mit allem was man sich nur wünschen konnte. das bett war riesig, so das locker drei personen reingepasst hätten. als er nach fünf minuten jeden winkel gesehen hatte verliess er das zimmer wieder und ging zurück ins refektorium und von dort aus in die richtug in die meditate verschwunden war. als er sie in der bibliothek sah trat er leise ein und griff sich das erste buch das er fand und blätterte darin. es war in einer sprache geschrieben die er nicht kannte. deshalb stellte er es dort zurück wo er es hergenommen hatte. erst jetzt bemerkte er wie dick dieses war. ein freches grinsen erschien auf dem gesicht des barons. nach einem kurzen blick zu medi sah er das diese immer noch in ihr buch vertieft war. er stellte den dicken wälzer so das dieser ein paar zentimeter vor der wand stand. dann trat der baron leise zwei meter zurück und zog lautlos seinen zweihänder. nun wollte er es wissen. lautlos legte er noch ein zweites buch oben drauf damit die herausforderung wuchs. er führte das schwert über seinen kopf, holte aus und sprang gleichzeitig in die luft. mit voller wucht ließ er die grosse klinge auf die beiden bücher fallen. die robuste klinge durchschnitt die bücher als wären sie aus butter. doch na drak hatte so viel kraft in den schlag gelegt, das er den tisch auf dem die bücher lagen ebenfalls zerlegte. der erzbaron fiel aufgrund des schwungs zu boden, und die beiden tischhälften klappten auseinander und kippten ebenfalls um.
boah fett. er bewunderte sein schwert.
24.03.2002, 21:55 #84
meditate
Beiträge: 6.868

meditate war von ihren büchern aufgesprungen und wollte grad zum zerborstenen tisch laufen um na drak zu helfen, der mitten zwischen den trümmern saß und sich glücklich umschaute, als auch schon einer der schattendämonen auftauchte und den erzbaron an den haaren packte und in die höhe hob.

ohne rücksicht auf den hohen rang des gastes und seine verzweifelten abwehrbemühungen, schwebte der dämon in richtung kastelltor davon. der erzbaron, der mit seinem schwert heftig um sich schlug, nutzten alle versuche nichts, er kam nicht frei. das schwert fuhr durch den dämonen hindurch und hinterließ keine spuren.

schnell trat meditate dem dämonen in den weg.

"lass ihn los. er ist mein gast und hat es sicher nicht mutwillig gemacht. ich bitte dich, lass noch einmal gnade vor recht ergehen."

der dämon sah seine hüterin unwillig an und öffnete dann einfach seine hand. der baron stürzte zu boden und hinterließ in den händen des dämons lediglich eine ziemlich dicke haarsträhne.

meditate sah ihn wütend an

"was denkst du eigentlich wo du hier bist? das ist nicht dein burghof und das sind nicht deine trainigsgeräte. das sind wertvolle bücher. es tut mir ja leid, wenn du nicht weißt, wozu man bücher benutzt, aber gewiss nicht zum schwertkampftraining. du hast glück, dass wir durch den schwur freunde fürs leben sind, sonst würde ich dich jetzt einsperren lassen und zwar in eines der finsteren verliese in unseren kellern. so werde ich dich nur in deinem zimmer einschließen lassen, damit du keine weiteren schäden anrichten kannst."

sie winkte einem anderen dämonen zu, den erzbaron in sein zimmer zu geleiten und ihm zur beschäftigung ein fässchen bier mitzugeben. der dämon packte den baron am arm und ließ ihn nicht mehr los, so viel der baron auch fluchte und um sich trat.

"ach und noch etwas, mein lieber freund, ich erwarte mindestens eine vierstellige spende für die kasse des kastells. wir können immer erz für bedürftige gebrauchen. und neue tische wären auch nicht schlecht, also machen wir eine zahl mit 4 Nullen daraus und einer anderen zahl am anfang. ich denke, du wirst das verkraften."

meditate ging zurück in die bibliothek, wo die dämonen gerade dabei waren, die bücher wieder zu flicken und die trümmer wegzuräumen. meditate schüttelte den kopf und begab sich wieder an ihre lektüre.
25.03.2002, 00:15 #85
Don-Esteban
Beiträge: 9.734

Zum Glück wußte der Don nichts von diesen Ereignissen. Daß der Bücherbestand des Kastells aufs übelste mißbraucht und zerstört wurde, hätte ihn sicher dazu verleitet, den Baron ungeachtet der daraus folgenden diplomatischen Verwicklungen zu den schönsten magischen Experimenten einzuladen, und zwar nicht als Gast, sondern als Teil des Experimentes. Zu beobachten, wie sich eine dicke Eisenrüstung unter magischem Einfluß wie Butter verformte, ohne Rücksicht auf den in ihr steckenden Körper zu nehmen, hätte ihn sehr glücklich gemacht und darüber hinaus auch ein bisschen klüger.

Doch den Don beschäftigte anderes. Ihm gingen ständig die Worte "Glauben ist Wissen. Magie ist der Schlüssel" durch den Kopf. Er hielt es nicht mehr aus und machte sich auf an die Stelle, wo sich der Runenraum befand.
"Runenraum!" Die Linien der Tür erschienen. Jetzt kam es darauf an. Don-Esteban holte noch einmal tief Luft und machte dann seine Ideen war. Das was bislang nur in seinem Kopf existierte, wurde nun Realität. Und tatsächlich, er befand sich im Runenraum, es hatte funktioniert.

Mit einem Lichtzauber verschaffte er sich einen Überblick über die verstaubten Regale, in denen fein säuberlich die Runen einmal vor langer Zeit von einem unbekannten Vorgänger aufgestapelt worden waren. In ordentlich ausgerichteten Stapeln lagen die einzelnen Runen da, an ihrer Stirnseite eine Beschriftung ans Regal angebracht, wo stand, um was für Runen es sich handelte. Ein paar Plätze waren leer. Dort fehlten die Runen. Eines Tages würde er neue Runen herstellen. Da war er sich sicher.

Und dann gab es da noch ein Regal, das etwas von den anderen getrennt war. Dort waren keine Runen untergebracht, sondern Bücher. Neugierig nahm der Schwarzmagier eins davon aus dem Regal und blies die Staubschicht herunter. Als er es aufschlug, sah er, daß es sich um ein Werk zur Bestimmung von unbekannten Artefakten handelte, Standardprüfungen, magische Versuche und anderes waren dort aufgelistet, die Reihenfolge bei der Erkenntnissuche und Listen der bisher bekannten Artefakte waren hinzugefügt. Der Don stellte das Werk wieder zurück und sah in andere Bücher des Regals. Auch diese behandelten Fragen der Artefaktmagie. Er würde sie sich alle durchlesen.

Nachdem er nun das Rätsel des Runenraumes gelöst hatte, wandte sich der Magier wieder zum und verließ diesen Raum auf dem selben Wege, wie er gekommen war. Wortlos ging er in die Bibliothek, um sich dort wieder Beliars Hauch hinzugeben.
25.03.2002, 08:24 #86
meditate
Beiträge: 6.868

meditate rieb sich die augen. ganz offensichtlich wurde sie langsam müde. sie klappte die bücher zu und stellte fest, dass sie in der nächsten nacht wohl mit den praktischen übungen würde beginnen können.

darauf freute sie sich unbändig. gerippe nach ihren vorstellungen tanzen zu lassen, sollte doch ganz neuen spaß ins leben bringen. vergnügt schnappte sie sich das letzte buch und beschloss ins bett zu gehen. vorher wollte sie aber noch na drak aus seinem luxusgefängnis befreien.

sie klopfte vorsichtig an die tür und trat ein. natürlich hatte der baron das fäßchen geleert und lag in voller montur auf dem bett, das kleine fass selig lächelnd in den armen halten. sicher hatte er sich etwas anderes vorgestellt, was er da im arm hielt.

als meditate ihm das fass aus den armen nahm, schrak na drak auf und schaute sie erfreut an.
25.03.2002, 08:33 #87
Carthos
Beiträge: 5.043

"oh, hallo! was machst du denn an meinem bett? darf ich dich einladen dich zu mir zu setzten, teure freundin?"

bei diesen worten verfinsterte sich die miene des erzbarons. ihm fiel gerade in diesem moment ein, was am gestrigen abend vorgefallen war.

"meinst du das etwa im ernst mit dem vielen geld? das war doch nur ein alter tisch und noch viel ältere schwarten. die sind doch niemals 10.000 Erz wert."

der erzbaron erhob sich von seiner lagerstatt und baute sich vor meditate auf.

"überhaupt, was soll das mir zu drohen. vergiss nicht, ich bin ein erzbaron und habe mittel und möglichkeiten, euren alten schuppen mitsamt seinem gespensterplunder gehörig das fürchten zu lehren."
25.03.2002, 09:17 #88
meditate
Beiträge: 6.868

"ach komm, mein alter freund. das war keine drohung. ich bin mir sicher, dass du dem kastell ohnehin schon immer eine ordentliche summe spenden wolltest.

wie bist du eigentlich darauf gekommen, die bücher zu zerlegen? bücher sind der kostbarste besitz des kastells. in büchern wird die weisheit vergangener jarhunderte gespeichert und für die nachwelt aufgehoben. bücher sind größere schatztruhen als die, die du in deinem erzbaronenhaus hast. also ich bitte dich sehr herzlich, unsere schätze zu respektieren und dich vernünftig zu benehmen.

ich kann ja verstehen, dass deine kräfte sich manchmal bahn brechen und irgendwas zerstören wollen, aber frag mich dann lieber. wir haben einmalige möglichkeiten. es gibt bei uns räume, in denen du mit dämonen kämpfen kannst. die würden all dein können herausfordern und du könntest trotzdem nie gegen sie gewinnen. das wären ebenbürtige gegner für einen erzbaron und nicht die unschuldigen bücher.

ich geh jetzt schlafen. du wirst ja sicher weiter ziehn um nach jamira und ihrer tochter zu sehn. wenn du wieder einmal vorbeikommst, kann ich dir sicher auch eine trainigseinheit mit einem gerippe spendieren."

meditate erhob sich und ging auf die tür zu

"ach und noch was, ich weiß, wann du heute nacht den dämon gebeten hast, dich auf die toilette zu bringen. denn wir blinke-blinke-heinis wissen nicht nur angeblich alles, wir wissen natürlich auch, wann du ****** gegangen bist. ich wünsch euch jedenflls viel erfolg auf eurer suche. und übrigens: ich weiß doch, dass du für deine waffensammlung immer auf der suche nach wertvollen stücken bist. red einfach mal mit nienor. die hat waffen, da werden dir die augen herausfallen."

damit verließ meditate den raum.
25.03.2002, 10:02 #89
Carthos
Beiträge: 5.043

na drak packte seine sachen zusammen und trat auf den gang hinaus.
GARDE AUFSTEHN ICH WILL HIER WEG drei minuten säter kamen die gardistenaus einem nachbarraum noch im halbschlaf herausgepoltert.
mit schnellen schritten marschierte derbaron den gang hinunter und kurz darauf ereichten sie die eingangshalle. plötzlich fiehl ihm das angebot von meditate wieder ein. wartet hier, ich muss gerade meine sammlung vergrössern gehen die gardisten blieben in der halle stehen und na drak ging den weg den sie gekommen waren zurück.
HEY WER VERKAUFT HIER DIE SCHWERTER
der baron wartete fünf minuten. als er keine antwort bekam ging er zurück zu den garisten. in schnellem schritt verließ die gruppe das kastell.
25.03.2002, 15:32 #90
Saturas
Beiträge: 3.217

Saturas hatte von dem Tumult in der Bibliothek nur den letzten Teil mitbekommen und wollte sich da auch nicht einmischen. So was idiotisches aber auch, einfach Bücher mit einem Schwert zerfetzen.

Nun aber, nach einer erholsamen Nacht, war er wieder voll- bzw. wohlauf. Er machte sich auf zur Bibliothek. Komisch, dass er sie dieses Mal ohne Probleme fand.
Angekommen, suchte er sich Bücher über Götter, Göttlichkeit, göttliche Mächte und ähnliches heraus. Als er die entsprechenden Titel fand, nahm er sie sorgfältig heraus und legte sie auf einen Tisch, darauf schnappte er sich das oberste, "Die Götter und ihre Dramen". Seltsam, dachte sich der hohe Magier. Mit dem dicken Buch in seinen Händen machte er es sich im nächsten Sessel bequem und begann, zu lesen.
Natürlich war dies nur eine Zeitvertreibung, etwas netter ausgedrückt sinnvolle Ausnutzung der Zeit. Gespannt auf die neuesten Nachrichten von medi's Spionen sass er da und las, nebenbei erwartete er die Ankunft Hawk's.
25.03.2002, 19:54 #91
blutfeuer
Beiträge: 5.016

blutfeuer saß im hof des kastells und baute pfeile. sie saß auf einem der großen steine, die hier am rand der wasserkaskaden lagen und betrachtete sich jede der handgeschmiedeten spitezen ganz genau. sie hatte drei häufchen von pfeilschäften vor sich zu liegen und betrachtete auch die schäfte genau, bevor sie entschied, welcher schaft auf welchen haufen kam.

dann begann sie zunächst den haufen der dünnsten pfeile zu bearbeiten. vom küchendämonen hatte sie sich feine sehne geben lassen und einen riesenhaufen von federn. sorgsam suchte sie die passenden federn aus und band sie soiralförmig um den schaft, bis sie eine ganz bestimmte anordnung hatten. dann zog sie die sehne fest und legte sie in einen topf mit wasser. jetzt würde die sehne sich eng um den schaft legen und die federn wirklich festhalten. dann wurden die pfeile an einer warmen stelle, am besten am küchenherd getrocknet, bis sie sich wirklich festgezogen hatten. danach konnten die federn dann so beschnitten werden, dass sie dem pfeil nach dem abschuss eine rotation um die eigene achse verliehen, die dem pfeil beim auftreffen größere Kraft verleihen würde.

dann musste sie nur noch mit meditate reden und sich das passende gift geben lassen. das waren die giftpfeile.

nach einer weile war blutfeuer fertig und betrachtete zufrieden ihr werk. dann machte sie sich an den zweiten haufen, der ganz andere funktionen zu erfüllen hatte.
25.03.2002, 19:58 #92
Saleph
Beiträge: 3.877

Vier Banditen kamen mit einer Trage an, auf der ein Mann lag. Die Banditen schauten missmutig auf das Kastell, während der Mann auf der Trage zu schlafen schien. Die Männer klopften an die Tore des Kastells und ein Schwarzmagier trat hervor. Einer der Banditen sagte:"Hier, dieser Beutel ist für Don Esteban, ich weiß nicht was drin ist, er kommt von Saleph. Saleph sagt ihr sollt euch um diesen Mann hier kümmern." Den Banditen war es hier zu unheimlich und sie verschwanden auch bald wieder.
25.03.2002, 20:13 #93
Nienor
Beiträge: 631

Während blutfeuer im Hof ihre Pfeile baute, konnte Nienor sie aus dem fenster ihres Zimmers sehen. Kurz entschlossen ging sie nach unten und gesellte sich zu ihrer ehemaligen Bogenschülerin. Als sie aus dem Zimmer herauskam, dachte Nienor zuerst, daß sie sich in den zahlreichen düsteren Gängen des Kastells verirren würde, doch stattdessen erreichte sie ohne Probleme die Eingangshalle und von dort aus auch den Innenhof, in dem immernoch blutfeuer saß und an ihren Pfeilen baute. Nienor setztze sich einfach daneben und schaute blutfeuer bei der Arbeit zu.
25.03.2002, 21:05 #94
blutfeuer
Beiträge: 5.016

"sieh dir das mal an. ich baue jetzt die pfeile, damit ich für jede situation die richtigen habe. diese pfeile haben spiralförmige federn, damit die pfeile rotieren. das soll ihnen mehr wucht verleihen. diese pfeile besitzen dünne, gehärtete holzspitzen, die vergiftet werden sollen.

die anderen pfeile sind aber mit gerden federn versehen. das stabilisiert ihren flug. sie treffen in der gleichen stellung auf in der sie abgeschossen sind."

blutfeuer rollte einen der pfeile zwischen ihren fingern. sie zeigte nienor erst die kerbe. dann drehte sie den pfeil um und zeigte ihr die flache spitze aus metall. sie nahm einen der pfeile mit einer flachen spitzez aus metall und steckte den rest zurück. nienor fand zuerst, dass er aussah wie jeder andere. sie sah blutfeuer fragend an:

"siehst du hier, wo die sehne hineingreift? man klemmt den pfeil so auf die sehne, dass die kerbe senkrecht steht. sagt dir das was?

so passt der pfeil auf die sehne, mit der kerbe von oben nach unten. wenn der pfeil im bogen liegt und wenn er trifft, befindet er sich genau in dieser stellung. und jetzt wirf einen blick auf die spitze.

siehst du, dass die auch senkrecht steht? genau wie die kerbe? spitze und sehne liegen in derselben ebene. der grund dafür ist, dass die pfeile für die jagd auf große tiere benutzt werden. die rippenknochen dieser tiere verlaufen senkrecht, genau wie die metallspitzen.

dadurch ist die wahrscheinlichkeit größer, dass sie durch die rippen dringen, ohne von ihnen aufgehalten zu werden."

dann reichte blutfeuer nienor die dritte kategorie pfeile, an der sie gerade arbeitete

"diese pfeile aber sind noch einmal anders. die spitzen sind um 90° gedreht. wenn diese pfeile in der kerbe liegen, ist die spitze waagerecht. diese pfeile sind nicht dafür gemacht, zwischen den rippen von tieren hindurchzudringen. die spitzen liegen waagerecht, weil man damit etwas anderes jagt.

etwas, dessen rippen waagerecht liegen. menschen."
25.03.2002, 21:38 #95
Nienor
Beiträge: 631

Nienor hörte interessiert zu. Ihre Pfeile hatten alle gedrehte Federn, die dem Pfeil im Flug einen stabilisierenden Drall verliehen. blutfeuer schien sich viele Gedanken über Pfeile und ihre Wirkungsweise zu machen. Nienor wußte nur eins. Die dritte Kategorie von Pfeilen würde sie niemals benutzen. Ihre Pfeile versah sie immer mit schwarzen Federn von Raben, dies tat außer ihr kein anderer, so daß sie ihre Pfeile auch in einem Haufen, indem Pfeile von anderen steckten wiederfand.

Nienor sah sich die geschmiedeten Pfeilspitzen genauer an. Es war gute Qualität. "Wo hast du die her?" fragte sie neugierig. Die Amazone war immer auf der Suche nach hochwertigen Pfeilspitzen. Im Amazonenlager war einfach keine Schmiedin da, die dies herstellte. So war sie auf andere Quellen angewiesen und versuchte auch imemr, ihre benutzten Pfeile wieder einzusammeln.
25.03.2002, 21:58 #96
blutfeuer
Beiträge: 5.016

die pfeilspitzen, die du gerade so ansiehst, habe ich mir im alten lager gekauft, aber sie sind dennoch nicht perfekt. ich werde weiter forschen, ob ich nicht einen meister darin entdecken werde.

viel mehr sorgen macht mir im moment der bogen. mir schwebt etwas anderes vor. ich habe jetzt ein schwert, dass genau zu mir passt. so muss es auch mit dem bogen werden. ich brauche MEINEN bogen. leider reifen meine vorstellungen im kopf erst langsam. ich muss mal mit der magierin meditate darüber reden. sie versteht so viel von der natur, hat mir sogar mal gesagt, dass die pflanzen ihr mitteilen, was sie für gaben dem menschen geben können. vielleicht kann sie die pflanzen ja mal fragen, woraus mein bogen sein soll.

übrigens, die menschenpfeile benötige ich nur für eine einzige sache. wenn die bereinigt ist, dann werden sie nur noch orkpfeile heißen. aber so lange ich eine rechnung nicht beglichen habe, brauche ich diese menschenpfeile noch und werde sie immer griffbereit haben.

ich werd mich jetzt hinlegen. morgen versuche ich dann noch meditate abzupassen und dann muss ich mich endlich um die vervollkommnung meiner fähigkeiten zur jägerin kümmern müssen. ich werd mir wohl einen lehrer suchen müssen. mal sehn, wo ich einen finde."
25.03.2002, 22:15 #97
Nienor
Beiträge: 631

"Eine Sache willst du noch erledigen? Dann heißen die Pfeile Orkpfeile? Na, ich will nicht wissen, was das für eine Sache ist." Nienor nahm einen Pfeil und balanzierte ihn in der Hand. Dann sprach sie, mehr zu sich selbst, als zu blutfeuer "Die Sache mit dem Gift sollte ich mir auch nochmal durch den Kopf gehen lassen. Für die Jagd könnte das eine schöne Erleichterung werden. Aber nur, wenns nicht zu teuer wird, beim Kastell weiß man nie, ob man sich die Hilfe leisten kann." Dann legte sie den Pfeil weg, genoß den leichten Windhauch, der den Einzug des Frühlings ankündigte und ließ sich von blutfeuer noch ein bisschen über die Besonderheiten ihrer Pfeile erzählen.
25.03.2002, 22:26 #98
blutfeuer
Beiträge: 5.016

nach einer weile erhob sich blutfeuer und nahm die pfeile, ihren bogen und ihr kostbares schwert.

"ich würd gern schlafen gehn, kommst du mit? wer weiß, was die nächste zeit für uns bereit hält, welches abenteuer schon wartet."

die mädchen nahmen ihre sachen und gingen wieder ins kastell zurück, um sich richtig auszuschlafen.
26.03.2002, 08:05 #99
meditate
Beiträge: 6.868

meditate wollte nur noch ins bett. sie hatte nochmals alles durchgelesen, nachdem sie im übungsraum war und trotz aller versuche kein gerippe entstanden war.

mürrisch schlich sie in die küche um dort noch schnell einen happen zu essen.
26.03.2002, 08:14 #100
blutfeuer
Beiträge: 5.016

blutfeuer hatte wunderbar geschlafen und erwachte mit einem mordshunger. also führte sie ihr erster weg in die küche und hocherfreut stellte sie fest, dass dort meditate saß, die sie ja unbedingt sprechen wollte.

die magierin sah zwar müde aus, aber ihr anliegen war wichtig und sie konnte auf die müdigkeit irgendwelcher leute, die kein feeling für ein vernünftiges leben unter der sonne hatten, keine rücksicht nehmen.

"hallo, alte kräuterfrau. schön dass ich dich treffe, ich habe mehrere anliegen. und wenn du jetzt sagst, dass du müde bist, kann ich darauf leider keine rücksicht nehmen.

ich hab zwei anliegen. zum einen benötige ich ein bestimmtes pfeilgift. da ich die pflanzen hier in der barriere nicht so kenne, brauche ich den rat einer fachfrau. ich brauche ein gift, dass sich schnell zersetzt und nur lähmt. tödliche gifte kann ich erst mal noch nicht gebrauchen. weißt du da rat?

und zum zweiten: ich suche einen bogen. ich habe gehört, dass du mit den pflanzen reden kannst."

blutfeuer musste kiechern, die vorstellung war auch zu komisch.

"frag doch mal deine verbündeten pflanzen, wie der beste bogen für blutfeuer aussehen soll. sie mich einfach mal an, meine größe, meine kraft und teile das deinen pflanzen mit. ich kann mir vorstellen, das könnte doch zu einem erfolgversprechenden ergebnis führen."
Seite 4 von 17  1  2  3  4  5  6  7  8 Letzte »