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Die Stadt Khorinis # 1
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05.01.2003, 20:16 #151
Melyssa
Beiträge: 742

Melyssa schaute etwas erschrocken von ihrem Bier auf. Sie war noch ganz in Gedanken gewesen, Gedanken wie sie nur an dieses dumme Wolfsfell kam und es diesem dämlichen Frauenfeind da oben in der Kaserne mal so richtig zeigen konnte.

"Oh...ich...nein noch nicht", sie musterte den Kerl, der da in einiger Entfernung vor ihr stand. Er schien zur Miliz zu gehören, seiner leichten Rüstung nach zumindest, ein Laufbursche wie sie es ebenfalls bald sein würde. Wenn sie irgendwann in diesem Leben noch diese verdammten Felle beschaffen konnte...
"Aber ich hoffe ich werde auch bald dazugehören."
Sie ließ das restliche Bier in der Flasche im Kreis drehn.
05.01.2003, 20:19 #152
Alonso
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Die Kaserne erhob sich vor Alonso's Augen, hier waren die Milizsoldaten stationiert. Die Milizsoldaten trainierten sich im Hof im Einhandkampf, überacht wurden sie dabei von einem gewissen Wulfgar. Lord André befand sich im Gefangenentrakt der Kaserne.
Alonso trat ein. Lord André unterhielt sich mit eine Frau. Alonso wollte nicht unhöflich sein, darum wartete er bis André ihn bemerkte und ansprach.

=Lord André= "Ja? Was willst du Ritter?"
=Alonso= "Lord André?!"
=Lord André= "Ja, bitte?"
=Alonso= "Lord Carthos schickt mich! Ich soll sie von einem bestimmten Vorkommnis informieren!"
=Lord André= "Nun dann junger Ritter! Berichtet mir!"
=Alonso= "An einem Bürger der Stadt wurde ein Mord begangen, bei dem Täter handelt es sich um einen Schwarzmagier! Deshalb sind alle ankommenden Schwarzmagier sofort festznehmen und ins Obere Viertel zu bringen!"
=Lord André= "Ein Schwarzmagier?! Hmm...Okay hier nimm dies für deine Mühen!"

Lord André warf Alonso einen Beutel voller Gold zu.

=Alonso= "Danke! Girion sagte ich soll mir hier ein Waffe abholen! Wo und bei wem bitte?"
=Lord André= "Geh in die Kasernenschmiede, Peck gibt dir nach was du verlangst!"

Alonso verabschiedete sich von Lord André und der Frau und ging in die Kasernenschmiede, Peck stand hinter einer Theke ringsum ihn waren Regale aufgestellt, alle voll mit Schwertern.

=Alonso= "Ich schätze du bist Peck! Ich soll mir hier ein Schwert abholen!"
=Peck= "Ah einer der vielen Neuen! Hier dein Schwert! Ah, warte! Wie ist dein Name?"
=Alonso= "Mein Name ist Alonso!"
=Peck= "Alonso aha, Girion will, dass du dieses Schwert bekommst!"
=Alonso= "Warum?"
=Peck= "Keine Ahnung, es ist keine Einhänderwafe! Es ist ein Zweihänder, er sagte, du wärst ziemlich gut mit deinem Breitschwert. er will, dass du dich nun mit Zweihändern vertraut machst!"

Alonso nahm das Schwert an sich und ging die Stufe der Kaserne hinunter.
05.01.2003, 20:25 #153
Kano
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Kano lehnte sich an die Wand.
"Was hindert dich denn noch daran? Ich denke doch, sie können jeden Freiwilligen gebrauchen. Der Krieg hat viele Opfer gebracht, mehr Tote, als man ausgleichen kann...und sie lehnen ab? Nun gut, du bist sicher nicht das, was man sich unter einem Krieger vorstellen mag, aber ich denke doch, dass du dich selbst genug einschätzen kannst, um so eine Entscheidung zu treffen...Woran scheitert es denn?"
Jetzt fragte er hier auch noch fremde Leute aus, aber er war schon immer recht neugierig, auch so ein Bestandteil der unstillbaren Abenteuerlust...
05.01.2003, 20:34 #154
Melyssa
Beiträge: 742

"Ich bin nicht das was man sich unter einem Krieger vorstellen mag?", erwiderte das Mädchen erbost und funkelte den Rekruten böse an. Sie hatte ihre Stimme unwillkürlich erhoben und ein paar Milizen vom Marktplatz schauten schon neugierig herüber.
"Ich werd euch noch allen zeigen was man sich unter mir vorzustellen hat!"
Melyssa leerte die Bierflasche und bekam sich dann zum Glück wieder ein. Sie brauste immer leicht auf wenn man sie an ihren empfindlichen Stellen traf. Und dies war eindeutig eine.
"Ich will dir sagen wieso ich noch nicht dort oben bei den anderen hock und mein Spielzeug durch die Luft wirbel. Der Depp verlangt doch wirklich zehn Wolfsfelle von mir, bevor er mich aufnehmen will!"
05.01.2003, 20:39 #155
Kano
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Achherje, war wohl ein bisschen empfindlich...
"Tut mir leid, ich wollte nicht deine Fähigkeiten als Kämpferin in Frage stellen, wie gesagt denke ich, du hast dir das gut überlegt und hältst dich selbst für fähig. Also tue ich das auch, ich kenne dich ja nicht um es selbst einschätzen zu können."
Kano holte einen Apfel hervor, rieb ihn etwas sauber und fing an zu essen.
"Aber...", er entschloss sich dann doch erstmal zu schlucken..."...das mit den Wolfsfellen, hast du schon eine Idee, wie du das anstellen wirst? Ich meine zehn Wölfe...und sie treten im Rudel auf...da brauchst du einen wirklich guten Plan, bevor du das angehst..."
05.01.2003, 20:45 #156
Carthos
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Mit langsamen Schritt marschierte der Lord durch die Strassen der kleinen Hafenstadt Khorinis. Er war schon viel Königreich herumgekommen, doch in dieser kleinen, doch sehr wichtigen Stadt war er bisher noch nie gewesen. Sein Weg führte ihn durch eine kleine Unterführung zu einem Platz an dem ein Wassermagier zu den Leuten predikte. Daneben stand ein großes Wirtshaus, welches jedoch nur spärlich besucht war.
An der nächsten Ecke wartete ein Tabakhändler auf Kundschaft. Vor seinen Füßen hatte er teure Teppiche ausgelegt um die Leute anzulocken.
Genau gegenüber wurde offensichtlich Freibier ausgeschenkt. Das ließ sich ein ehemaliger Erzbaron natürlich nicht entgehen. Ohne zu fragen schnapte er sich einen Krug und leerte ihn auf Anhieb bis zur Hälfte. Dann ging er ein paar Schritte weiter und blickte in Richtung des Osttores. Nach einem weiteren Zug war der Krug leer und fand seinen Platz wieder auf dem Tisch des Wirtes. Dann verschwand Carthos in der Kaserne. Hier sollte nach Angaben der Ritter im oberen Viertel die Stadtwache ihr Quartier haben, unter dem Kommando von Lord André.
Der Neuankömmling betrat einen der Räume und wusste sofort das er den mann gefunden hatte den er suchte. An der Tür stand eine der Miliz Wachen und mitten im Raum, hinter einem großen Buchständer stand ein Mann in einer Ritterrüstung.

Ihr müsst Lord André sein. Ich bin Lord Carthos, der der die Gruppe der alten Minenkolonie Bewohner hierher geführt hat.

André blickte von seinem Buch auf und lächelte Carthos an.

Lord Hagen hat mir schon bescheid gegeben. Ich heisse euch in den Reihen der Paladine willkommen. Über eure Vorgeschichte und das falsche Urteil wurde ich ebenfalls informiert. Ich freue mich das der gerechtigkeit am Ende doch zum Siege verholfen wurde.

Carthos marschierte durch den Raum und blickte in das Nebenzimmer. Dort gab es mehrere kleine Türen die mit Gittern versperrt waren, zweifelsohne das Stadtgefängnis.
Er wandte sich schliesslich wieder dem befehlshaber der Miliz zu, schliesslich wollte er noch einiges über die Stadt wissen. So verloren sich die beiden in einem langen Gespräch.
05.01.2003, 20:46 #157
Wardrag
Beiträge: 773

Nachdem Wardrag den halben Tag in der miefigen Kneipe verbracht hatte und weitere 40 Goldmünzen in die Tasche des Wirtes wandern ließ, ohne das der Typ in der Ecke sich auch nur einen Meter von seinem Platz bewegt hätte. Innerlich enttäucht verabschiedete er sich vom Wir,t zu dem er Mittlerweile schon eine fast Freundschaftliche Beziehung aufgebaut hatte - Das hatte zwar mächtig gekostet aber was tut man nicht alles für seine Freunde ?

Als Wardrag den Kopf aus der Tarverne steckte war es schon wieder ziemlich spät, die Sonne war bereits verschwunden und auch sonst schien nicht mehr besonders viel los zu sein. Der Widn war recht heftig und einsame Schneeflocken rieselten, vom Sturm kaltherzig durch die Gegend geworfen, langsam gen Boden. Die firsche Luft tat gut, denn in der Kneipe roch es nicht sehr angenehm.

Sein Selbstbewusstsein war ein wenig angesägt weil es ihm vorkam als hätte er den ganzen Tag nur rumgesessen und Däumchen gedreht. Ein wenig mehr angekanckst war es als er im Endeffekt wirklich nur rumgeseßen und Däumchen gedreht hatte - Da kam ihm der offene Bierschenke schon entgegen. Er bestellte ein Bier und wurde auch sogleich darauf hingewiesen das es völlig umsonst war, und das die Paladine es bezahlten. Achselzuckend nahm er dies hin und nahm einen kräftigen Schluck - Kühles Bier, das tat immer gut. Ausser ihm standen einige Bürger und 2, 3 Miizsoldaten herum Und...

Oh, das war mal eine freudige Überraschung. Tatsächlich ein junges Mädchen. Sie unterhielt sich mit einem Rekruten, jednefalls soweit Wadrag das beurteilen konnte. Gut möglich das er sich täuschte, er war noch nicht wirklich mit den Rängen der Garde vertraut, wie auch, war ja gerade mal ein paar Tage da. Wardrag stellte das Bier weg und wägte das Risiko ab, dem Rekruten seinen Geldbeutel abzunehmen. er war recht beschäftigt mit dem Mädchen, andererseits gehörten sie beide zur Stadtwache, was die Sache nicht ungefährlich machte. Ausserdem standen die beiden ein wenig Abseits der Gruppe... Plötzlich erhob das Mädchen die Stimme, kurz darauf nahm sie einen kräftigen Schluck. Langsam wurde er neugierig, also ging er auf die beiden zu ohne sie anzusprechen.
05.01.2003, 20:48 #158
Melyssa
Beiträge: 742

"Ha, hehe, du denkst doch nicht wirklich ich bin lebensmüde und stell mich in ein Rudel hungriger Wölfe und schlachte sie einfach mal so ab! Oder doch?"
Doch, er hatte es geglaubt. Zumindest besagte das seine jetzige Miene eindeutig. Männer, es war doch wirklich immer dasselbe.
Melyssa verdrehte die Augen.
"Nene mein Lieber, ich werd wohl kaum so blöd sein und mich von einem Wolfsrudel zerfleischen lassen. Ich werd mir mein Fell schon anderswo besorgen, mal schaun wer am Hafen solches Zeug vertreibt.."
Sie hatte ihre Flasche geleert und ließ sie nun über die Mauer segeln. Kurz darauf hörte man unten einen dumpfen Aufprall und heftige Protestschreie einiger Halunken, die die dunklen Hafenecken als Umschlagplatz benutzten.
Melyssa grinste.
05.01.2003, 21:01 #159
Kano
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Ach Quark...es war zu phantastisch, dass sie das so hätte vorgehabt haben können.
"Oha, du willst Andre betrügen? Hui, sehr riskant. Ich würde dir das nicht unbedingt raten. Wenn dich jemand verrät, dann hättest du sicher ein Problem...Ich weiss ja nicht, ob dich das in deiner Ehre verletzt, aber wenn du willst kann ich dir helfen die Viecher zu töten."
Was für eine Idee war das denn wieder...aber was tat man nicht alles, für ein bisschen Spass. In der Stadt rumhängen, das war nun wirklich nichts. Da war so ein Patrouillengang doch viel interessanter. Und etwas Training an Wölfen konnte auch nicht schaden.
"Was meinst du?"
05.01.2003, 21:09 #160
Larson
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Einen Lehren Marktplatz , das war das erste was Larson erblickte , als er die Stadt betrat Sonen Mist fluchte er vor sich hin Machen die Faule Hunde einfach Feierabend .... naja Morgen ist ja auch noch ein Tag dachte er dann bei sich und schaute sich dann um , was man um diese Zeit hier noch Geöffnet haben könnte .

Von weiter hinten ertönte Gelächter und im Licht einiger Fackeln kannte man einige Leute an einem Stand stehen sehen , ausserdem schienen die sich auch noch gut zu amüsieren . Gibs da was umsonst oder was ? fragte er einen Bürger , der gerade auf dem weg nach Hause zu sein schien . Das ist nen Freibierstand erwiderte dieser Mürrisch und ging weiter ohne auf das freundliche Danke zu reagieren. Freibier irgendwie war das eines von Larsons absoluten Lieblingswörtern , aber da dies art von getränk die Angewohnheitzu haben schien , besonders Schnell alle zu werden . machte er das er so schnell wie möglich dorthin kam .

Sich beim Wirt einen Krug des Getränks abholend , ließ er sich dann an der Mauer nieder , die Tasche mit seinen Fellen Nebensich stellend genoss er das Würzige wohlschmeckende Getränk , aber bevor er den Krug ganz ausgetruncken hatte wurde Larson plötzlich von einer Müdigkeit ergriffen . Siedend heiß viel ihm ein , das er heute schon eine menge Bier getrunken hatte und ausserdem eine Grosse flasche Wein . Ein Spruch den er mal gehört hatte ging ihm noch durch den Kopf Bevor er selig einnickte .

Wein und Bier empfhel ich dir , aber Bier und Wein das lass sein
05.01.2003, 21:09 #161
Melyssa
Beiträge: 742

Melyssa musterte mit sichtlicher Skepsis den Mann vor ihr. Nunja, Muskeln hatte er schon. Sein Schwert schien auch etwas zu taugen. Aber ob er damit auch umgehen konnte? Ganz unbedarft schien er nicht. Aber im Endeffekt war es eh sein Problem, sie konnte zur Not immer noch wegrennen wenn sich ihr Begleiter als eine komplette Niete herausstellen würde.
Das mit Ehre hatte was. Das war ihr noch gar nicht in den Sinn gekommen. Klar, wenn sie die Viecher selbst tötete konnte sie sich hinterher wesentlich ruhiger vor Lord André stellen. Nicht dass sie Skrupel gehabt hätte. Aber so ne Kriegerehre, das war was was sie sich noch beschaffen mußte.

"Naja gut, einen Versuch ist es wert. Vielleicht schaffen wir es in zwei Anläufen, es müssen ja nicht gleich zehn Wölfe auf einmal sein."
Sie kniff ein Auge zusammen.
"Aber jetzt erzähl mir bloß nicht dass machst du einfach so selbstlos. Sag, was verlangst du dafür?"
05.01.2003, 21:20 #162
Kano
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Oh, etwas dafür verlangen, da hatte er gar nicht dran gedacht. Aber jetzt wo sie es erwähnte, hmm.
"Ja hmm, keine Ahnung, darüber hab ich noch nicht nachgedacht.
Ich weiss nicht, muss ich denn etwas dafür wollen? Vielleicht nimmst du es einfach hin und arbeitest an deiner allgemeinen Meinung...oder wenigstens an der über mich. Wenn wir bald in der selben Einheit sind, dann sollten wir miteinander klar kommen, du wirst sicher nicht weit kommen, wenn du jeden so angehst und alles auf eigene Faust versuchst."
Klang irgendwie weise, aber wenn er etwas gelernt hatte, dann das.
Kano hatte die letzten paar Minuten ein paar Blicke in die Stadt geworfen und sah jetzt wieder zu ihr rüber, auch die drei Meter verringerte er etwas, ohne aber aufdringlich zu wirken...
05.01.2003, 21:34 #163
Melyssa
Beiträge: 742

Er verlangte nichts? Wirklich nichts?
Jetzt war Melyssa aber wirklich skeptisch. Kannte der die Gesetze der freien Natur nicht? Eine Hand wusch die andere, er konnte doch nicht einfach nichts verlangen....
Aber nagut, wenn er unbedingt drauf bestand. Er sollte sein Nichts haben.

"Ok einverstanden. Ich erwarte dich morgen bei Sonnenaufgang am Südtor, falls dich der Mumm über Nacht nicht verläßt. Und ich hoffe du weißt auch wie man diesen Viechern das Fell über die Ohren zieht. Eine angenehme Nachtruhe wünsche ich."
Melyssa stieß sich von der Mauer ab und schlenderte an einem kleinen Taschendieb vorbei, den sie mit einem langen Blick bedachte. Sollte er es wagen sich an ihren Taschen zu vergreifen...
Schließlich war sie im Gasthaus verschwunden. Sie hatte gehört dass man dort auch kostenlos gut nächtigen konnte, sicher besser als in der alten Hütte im Hafenviertel.
05.01.2003, 21:43 #164
Telma
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Telma lief in ihrer Hütte herum, immer wieder ab und auf. Wie man spüren konnte, langweilte sie sich wieder einmal, wo doch Khorinis ihr einige abwechslungsreiche Aufgaben bieten könnte. Wie es ausschaute, lief ihr Leben wie immer.
Das einzige was sie ein wenig abgelenkt hatte, war der Fall der Barriere, ab dem Zeitpunkt dachte sie nur noch an Eray. Sie hoffte, dass er leben würde und vielleicht auch noch sich in Khorinis blicken lassen würde, doch nach all den Sachen, welche zuvor geschah, glaubte sie nicht wirklich daran.
Doch eines hatte sie vor, sie wollte sich der Milliz anschließen, von der sie neulich gehört hatte, auch wenn es ein komisch war, da sie ja eine Frau ist.
Nachdem sie müde war vom ganzen hin und her in der Hütte, lief sie zu ihrem Fenster und starrte hinaus. Auf dem ersten Blick hatte sie nicht etwas auffälliges gesehen, außer einigen Bewohnern und vielen Hütten.
Doch auf dem zweiten Blick fiel ihr etwas auf, sie sah einen Ritter, der in einer Ecke saß, er schwer zu erkennen im Schatten. Doch dann erschrack sie ein wenig, da dieser Kerl sie auch noch anschaute, doch es blieb nicht nur dabei, plötzlich stand er auf und lief zu ihr hin.
Schnell lief Telma selbst zu ihrem Dolch und steckte diesen zur Sicherheit ein. Und auch gleich darauf klopte die Tür.
Sie bewegte sich langsam hin und öffnete sie. Der Mann stand nur da und schaute sie an, er wirkte glücklich.
Telma wirkte auf überrascht, das Gesicht, welches sie da sah, kam ihr sehr bekannt vor. Sie konnte es einfach nicht glauben, es war Eray.
"Eray, bist du es wirklich? Ich kann es nicht glauben."
"Ja ich bin es, mensch bin ich froh dein Gesicht zu sehen, wie lange es doch her ist. Doch hab ich auch gleich eine Bitte an dich, nenne mich bitte hier nicht mehr "eray", so hieß ich mal und ich will das es Vergangenheit bleibt, es würde nicht gut kommen, wenn man mich hier wieder erkennen würde nach all dem Vorfall."
"Ja, gern, wie möchtest du denn nun genannt werden?"
"Man spricht seit langem mit "Taurodir" an.
"Ich werde es mir merken, komm doch hienein, draußen ist es ziemlich kalt."
Telma und Ritter schritten sich von der Tür weg und setzen sich danach hin. Sie begannen ein wenig zu plaudern und beide wirkten ziemlich glücklich, schon sehr lange kannten sie sich.
Doch dann kam eine schlechte Frage von Taurodir, welche sich Telma nicht gewünscht hatte.
"Ähm, hast du zufällig meine Eltern gesehen? Ich warte schon lange vor ihrer Hütte, doch bisher hat sich noch keiner blicken lassen, zugern würde ich ihre warmen Gesichter sehen."
Telma bekamm kein Wort hinaus, zu schlimm wäre die Nachricht, sie schlurkste und senkte ihren Kopf zum Boden.
"Was hast du denn? Hat es was mit meinen Eltern zu tun? So sag es mir doch!"
"Sie...sind...tot."
Für eine weile herrschte Stille, der Ritter schien es nicht glauben zu können, welche eine schlechte Nachricht es sein müsste.
Er begann zu weinen, er war am Ende, er wollte doch zu gern ihre Gesichter sehen...
05.01.2003, 21:45 #165
Kano
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Die war wirklich schlimm, hatte sie gar nicht zugehört? Kinder...andererseits war er selbst ja auch noch recht jung, wo hatte er eigentlich die klugen Sprüche her? Nunja, auch egal, sie waren immerhin recht gut.
So lehnte er nun an der Mauer...da fiel ihm auf, das Fell über die Ohren ziehen, das konnte er gar nicht, zu dumm. Da müsste man noch jemanden finden. Kano stieß sich von der Wand ab und ging langsam in Richtung Treppe. Fast wäre er über einen Penner gestolpert, der da...aber Moment, waren das nicht? Ohne größere Acht zu geben, beugte er sich runter und sah in die Tasche, Wolfsfelle, na wunderbar. Ein Jäger also, ausgezeichnet, der könnte die Wölfe häuten. Und ein paar Felle hatte er auch schon dabei, das machte die Sache doch ungemein einfacher...
Kano sah sich kurz um, nahm dann die Felle und machte sich schnurstracks in die Kaserne davon, hatten sie also nur 9...8...7...6...5...4... vier Wölfe zu jagen, das würde die Angelegenheit beschleunigen...
05.01.2003, 22:27 #166
Melyssa
Beiträge: 742

Melyssa hatte oben im großen Schlafraum des Gasthauses noch kurz aus dem Fenster geschaut und wollte sich gerade wieder ihrem Bett zuwenden, als ihr etwas auf der Treppe auffiel. War das nicht...?
Tatsächlich, da kramte doch wirklich dieser Rekrut von vorhin in fremden Taschen herum. Er schien etwas weiches erbeutet zu haben, genau konnte Melyssa das nicht erkennen. Felle etwa?

Nichts gutes ahnend hob sie eine Braue. Soweit war es also mit seiner eigenen Kriegerehre her. Na das würde sich ja morgen noch herausstellen.
Sie gähnte ausgiebig und fiel dann schlaftrunken in das nächste Bett. Morgen würde sie denen allen zeigen dass... ja was... noch bevor sie zuende gedacht hatte war sie eingeschlafen...
05.01.2003, 22:44 #167
Arson
Beiträge: 687

Bleich und voll stand der Mond am klaren Winterhimmel, lächelte müde auf die dunklen Straßen von Khorinis herab. Dumpf hallten die Schritte der angeheiterten Nachtwachen von weiß getünchten Häuserwänden wider, der warme Schein der Kamine drang durch die schmalen Ritzen der hölzernen Türen, trug das Gelächter der abendlichen Kneipenbesucher auf den stillen Marktplatz hinaus.

Coragon war wahrhaft ein Wirt, der seinen Namen verdiente. Fröhlich prasselten die hellen Flammen in den dafür vorgesehenen Feuerstellen, verjagten die winterliche Kälte aus der gut gefüllten Wirtschaft, knusprig gebratene Scavenger, aufgespießt an langen Eisenstangen, drehten sich langsam in der rötlichen Glut, fielen nach und nach dem Hunger der Gäste zum Opfer. Auch die großen hölzernen Bierfässer blieben nicht unangetastet. Ein erfreutes Raunen ging in diesem Moment durch eine beträchtliche Schar von Rittern, als sich der schwitzende Wirt mit einem enormen Tablett voller schäumender Krüge dem großen Gemeinschaftstisch näherte. Spritzend wurden die feuchten Gefäße durch die Runde gereicht, so dass schon bald ein jeder Recke bedient war.
Auch Arson war nicht leer ausgegangen. Gierig setzte er den Krug an seine Lippen, ließ das bitte Gebräu in großen Schlucken durch seine Kehle rinnen. Es war sein erstes Bier an diesem Abend, und er hatte es sich nach einem Tag voll hartem Training redlich verdient. Geräuschvoll stellte er das Gefäß zurück auf den Tisch, wischte sich mit der Hand über den Mund und grinste.

"Bei Innos, war ich durstig."
Sein Nachbar, ein breitschultriger Bär namens Haestan, schlug dem jungen Kämpfer derbe auf den Rücken.
"Pass auf, dass du dich nicht verschluckst, Bursche."
Allgemeines Gelächter war die Folge, in welches auch Arson einstimmte, sobald er sich von dem Klaps erholt hatte. Die Krüge wurden gehoben und es wurde angestoßen, die einen auf einen erfolgreichen Krieg, die anderen auf ein neues Leben.
"Wie sieht es in der Kolonie eigentlich aus?"
Arson blickte auf und sah in das grobe Gesicht eines Nordländers. Einskaldir war der Name dieses Kriegers, das wusste Arson, auch wenn sie sich bisher nur kurz unterhalten hatten hatte der ehemalige Sträfling den gewaltigen Mann als wortkarg, aber durchaus herzlich in Erinnerung.
"Die Kolonie...nun, es ist ein dunkler Ort, jetzt, wo die Barriere gefallen ist. Ein Schatten hat sich über das Land gelegt, und Orks und Schlimmeres treiben sich in den Wäldern herum. Ich hatte Glück mit heiler Haut zu entkommen."
Haestan nahm einen kräftigen Schlug aus seinem Humpen.
"Innos möge unsere Brüder schützen. Habens sicher nicht leicht dahinten, unsere Kameraden."
Einskaldir nickte und starrte in seinen Krug.
"Nur Mut, Brüder, Lord Hagen wird bald eine weitere Truppe entsenden. Wir werden sie dort heil wieder herausholen. Die Mächte des Guten stehen auf unserer Seite."
Zustimmendes Gemurmel, dann erhob sich ein hagerer Ritter am Ende der Tafel, in der Hand seinen schäumendes Bier.
"Auf unsere Brüder!"
Lautstark erwiderten die Krieger den Tost, abermals wurden Humpen in die Luft gestreckt, um Augenblicke später durstig geleert zu werden. Niemals würden die Ritter soweit gehen, sich wirklich zu betrinken, aber ein paar weitere Krüge würde der Wirt heute wohl noch loswerden, dessen war Arson sich sicher. Und er hatte nichts dagegen.
05.01.2003, 23:18 #168
Don-Esteban
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Die Leute in der Herberge redeten. Irgendetwas war in der Oberstadt passiert. Der Don hörte mit einem Ohr zu. Doch dann fiel das Wort Schwarzmagier. Verdammt. Einer des Zirkels? Das war genau das, was jetzt am wenigsten passte. Vorsichtig trat er näher, zum Glück hatte er die kostbare, schwarz und purpurne Robe bei seinen restlichen Sachen verstaut, als er gestern Nacht schlafen gegangen war. Jetzt saß er hier mitten im Winter und konnte seine Robe nicht mehr benutzen.

Anscheinend sollte man die Mitbrüder darauf hinweisen, daß sie in Khorinis nicht als Schwarzmagier auftreten sollten, sondern sich hier unauffällig verhalten mußten. So eine Pleite, und das jetzt schon. Der Don packte seinen Kram zusammen und machte sich aus dem Staub. Die Robe wagte er nicht mehr anzuziehen. Schnell lief er durch die Gassen der Stadt. An einer Wand lehnte eine Wache. Er umging sie in großem Bogen. Da, der Durchgang zum Hafenviertel. Es war geschafft.

Jedenfalls, wenn es immernoch so lief, wie vor zwölf Jahren. Da traute sich die Miliz nicht hierher. Zu viele dunkle Ecken. Zu viele Schläger nachts unterwegs. Und wohl zu viel Dreck. Der übliche Gestank des Viertels schlug ihm entgegen. Er mußte lächeln, das war der Geruch, den er kannte. Tief eingebrannt in das Gedächtnis. Weiter rechts, da mußte das alte Lagerhaus sein. dort hatten immer irgendwelche Diebe ihr Beuteversteck gehabt. Manchmal hatte er als Junge dort herumgeschnüffelt. Mutproben nannten sie es damals.

Und ganz am Ende der Straße, direkt rechts, die windschiefe Taverne. Der Don machte, daß er hinein kam. Es stank nach Tran und Fisch. Wie immer.

"Ein Bier."
"Hol's dir selber ab." Der Umgang hier hatte wohl auch auf den Wirt abgefärbt.
Don-Esteban zuckte mit den Schultern, kam näher und griff sich den Krug, den ihm der Wirt auf die Theke gestellt hatte.
"Sag, gibts hier jemanden mit einem Boot?"
"Was bist'n du für einer? Wir sind hier am Meer, hallo. Dahinten in der Ecke sitzt Tumar, der is Fischer und hat ein Boot. Aber ich glaub nicht, daß der noch rausfährt. Die Orks fangen ja eh jeden weg, den sie kriegen können."

Don-Esteban schnappte sein Bier und machte sich auf in die ihm gezeigte Ecke. Dort saßen ein paar Männer, qualmend und Karten spielend. "Wer von euch ist Tumar?"
Drei wettergegerbte Gesichter sahen ihm entgegen. Einer der Männer antwortete "Wer will das wissen?"
"Ah, du also? Ich brauch jemanden, der mich mit seinem Boot die Küste entlang nach Süden fährt. Ich zahle gut. Bist du interessiert?"

Der Fischer sah ihn skeptisch an. "Was bist du denn für ein Vogel? Ich soll dich also mir nix dir nix mal eben an der Küste nach Süden schippern und du zahlst gut. Aha. Da mußt du aber ne Menge zahlen." Er lachte meckernd, während ihm die Gier in die Augen stieg. Die anderen fielen ein. Doch als ein schwerer Beutel auf den Tisch knallte, erstarb es. Tumar griff danach und Gold glitzerte. Schnaufend ließ er es durch die Finger gleiten. Auf einmal wurde er ganz nachdenklich. Nach ein paar Augenblicken des Überlegens meinte er dann "Na gut, die Zeiten sind hart genug. Wann solls losgehen?"

"Sofort."
"Oh, Ihr habt es aber eilig. Dann laßt uns gehen. Mein Boot liegt gleich vorne am Kai." Er stand auf. Don-Esteban folgte ihm. Und tatsächlich, am Kai lag ein eher klein zu nennendes Fischerboot, daß auf den Wellen schaukelte. Mit wenigen Handgriffen war das Boot vom Poller gelöst. Die Insassen segelten los. Eigentlich segelte nur Tumar. Der Don wühlte in seinem Bündel und zog sich seine Robe wieder über. Tumar schaute erstaunt. "Ihr seid ein Magier?"
"Nein. Pass auf die Wellen auf."

Der Fischer brummte etwas in seinen Bart, dann kümmerte er sich um das Ruder, während der Don es sich auf einer Kiste gemütlich machte. Der Wind blies steif, so daß das Boot ordentlich Fahrt machte. Bald war das Kap erreicht und Tumar drehte nach Süden ab. In Richtung Drakia. Immer an der Küste entlang. Morgen würden sie es erreicht haben.
"Was haltet Ihr eigentlich davon, daß die Barriere gefallen ist?"
"Deshalb will ich ja nach Drakia. Es ist nun wieder zugänglich", antwortete der Schwarzmagier. "Wer weiß, wie es dort jetzt aussieht."

"Wie solls da schon aussehen? Das war schon immer ein Kaff. Obwohl, vor vielen Jahren soll da mehr los gewesen sein, aber das muß hunderte von Jahren her sein. Damals gehörte Khorinis auch noch nicht zu Myrtana." Ein Brecher, der über die Steuerbord hereinkam, beendete das Gespräch. Ein Fluch des Fischers war alles, was noch kam. Dann kämpfte er verbissen gegen die rauhe Wintersee. Nahe an der Küste waren die Wellen hoch und wild, Felsen auf dem Meeresgrund machten die See unberechenbar, doch weit draußen auf dem Meer kreuzten die Galeeren der Orks.
06.01.2003, 00:23 #169
Alonso
Beiträge: 1.534

Es war spät geworden und Alonso maschierte durch Khorinis. Er hatte schon allerhand vom Hafenviertel gehört, man solle sich hüten dort hinzugehn, man könnte ja ausgeraubt und umgebracht werden, aber Alonso zweifelte daran, dass die Diebe und Banditen auch nur halb so gefährlich wie die des neuen Lagers in der Kolonie waren. Und ausserdem war Alonso ein stattlicher Ritter und erfahrener Kämpfer.

Das Meer, es war wie in Drakia! Das Mondlicht spiegelte sich auf seiner Oberfläche, die Schiffe wogten mit dem Wellen hin und her! Es wirkte so beruhigend auf den Ritter. Alonso setzte sich auf eine Bank am Ufer und schaute auf die See, als plötzlich...

Eine ihm wohlbekannte Stimme hinter ihm:
06.01.2003, 00:29 #170
.chr!S
Beiträge: 2.857

Alonso? Bist du das? vermag Chris zu sprechen, welcher wie ein Armer Penner Dreckig auf der Straße lag. Er konnte es nicht glauben, zusammen Gardist geworden, hatte sich dieser Junge Mann zu einem großen Krieger gewannt.
Bist du es wirklich? Fuhr der Milizsoldat fort. Wahrhaftig, die selbe kleine Nabe vom Kampf gegen die Fliegenden Viecher. Chris hatte heute schon zuviel Intus, damit er überlegen konnte ( ;) ).

Ja Chris das bin ich... Chris freute sich wahnsinnig auf ihn, da dieser Mann einer seiner besten und getreusten Freunde war, die Chris der kleine Bauernjunge je hatte.
06.01.2003, 00:42 #171
Alonso
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Alonso konnte es kaum glauben, sein treuer Freund Chris. Er hatte also überlebt und war auch nach Khorinis gekommen. Chris trug nun die Kleidung eines Milizsoldaten.

=Alonso= "Chris alter Freund! Ich dachte du seihst tot! Erzähl wie hast du es geschafft den Angriff der Drachen zu überleben?"
=Chris= "Ich war gerade nicht im Lager, plötzlich sah ich ein helles Licht, das Alte Lager stand in Flammen. Ich wollte natürlich helfen, also rannte ich so schnell ich konnte zurück, aber als ich ankam war es schon vorbei! Und du wie hast du es geschafft?"
=Alonso= "Frag mich nicht, das ist mir auch ein Rätsel! Ich war zur Zeit des Angriffs im Lager. Ich sah wie unzählige Bewohner des Alten LAgers einfach verbrannten. Ich konnte mit einem kleinen Trupp zusammen mit Carthos und ein paar anderen fliehen, wir nahmen sechs Kisten magischen Erzes mit uns. Dies erwies sich als äusserst hilfreich, da das Erz die Grundlage unserer Verhandlungen mit Khorinis war. Carthos hatte gute Beziehungen zu Lord Hagen und so wurde der Großteil von uns unter die Reihen der Truppen von Khorinis aufgenommen und wie ich sehe hast auch du deinen Weg zu uns gefunden! Erzähl, wo schläfst du? Hast du eine feste Unterkunft?"
06.01.2003, 10:08 #172
.chr!S
Beiträge: 2.857

=Chris=
Ne Zur Zeit schlafe ich auch der Straße, ich hab kein Gold, ich hab alles verloren! Ich denke ich werd mir mal irgendwo in der Wildnis ne Hütte zusammenbaun, aber ich weiß ned ob das so ne tolle idee ist, wegen den Orks, grinste Chris leicht aber doch bedrückt.
=Alonso=
Komm gehen wir einfach mal ein Stück die Straße runter, hier hat sich ja nicht gerade viel verändert, ausser überall diese Stimmen. Ich bin gespannt wie lange es noch bis zum Krieg zwischen den Orks und Menschen auf der Insel gehen wird.
=Chris=
Ja genau, ist nur ne Frage der Zeit. Gehen wir in die Kneipe, ich geb dir ein Bier aus, hab ja noch 10 Goldstücke. Was hältst du davon?
=Alonso=
Klar warum auch nicht, ist ja nicht verboten oder? lächelte der Krieger.
=Chris=
Erzähl wie ist es dir bissher hier ergangen, hast du eine feste bleibe und so weiter? Weißt du wo ich unterkommen kann?
=Alonso= ...
06.01.2003, 10:36 #173
Yerodin
Beiträge: 2.197

Mit einem herzhaften Gähnen begann der heutige Tag für Yerodin. Langsam begann er sich zu strecken und streifte die Decke von seinem Körper. Überrascht bemerkte er das er noch immer in der Milizrüstung steckte, welche von seinen nächtlichen Aktivitäten ganz durchgeschwitzt war. Ihn hatten wohl mal wieder ein paar Alpträume zuviel heimgesucht, das war ihm das letzte Mal vor der Verbannung in die Kolonie passiert. Diese Stadt hatte keinen guten Einfluss auf den ehemaligen Schatten...
Yerodin war gespannt wie ihn sein Schüler am heutigen Tage finden wollte, er hatte sich nämlich noch ein Ziel gesteckt dessen Erfüllung für diesen Tag angesetzt war. Schlußendlich stand der frischgebackene Milizsoldat auf, schnappte sich seinen Beutel und verließ die Schlafräume der Kaserne. Der Soldat schritt an den trainierenden Soldaten vorbei, die wie jeden Tag von früh bis abends an ihrer Technik feilten und dabei immernoch lächerlich aussahen. Anfänger. Kurze Zeit später trat Yerodin in den Raum der Kaserne, der die Schmiede beherbergte. Freundlich begrüßte er Mortis, den Schmied, mit dem er schon gestern ein Gespräch geführt hatte.
"Hey Mortis, gut geschlafen?"
"Klar, du kennst mich doch. Nach getaner Arbeit fall ich ins Bett wie ein Sack voll Blei.."entgegnete Mortis mit einem schäbigen Grinsen.
"Okay, um an gestern anzuknüpfen. Gilt dein Angebot noch?"

Einige Zeit später verließ Yerodin die Kaserne wieder. Der heutige Tag begann von den Träumen abgesehen sehr gut. Endlich konnte er sein Geschäft weiterführen. Der Soldat grinste zufrieden und machte sich auf den Weg in die Taverne...
06.01.2003, 10:37 #174
Arson
Beiträge: 687

Eine einzelne Schneeflocke tanzte vom grauen Himmel hinab auf die kalte Erde, landete nass und weiß auf Arsons ungeschützter Nase. En geräuschvoller Niesanfall war die Konsequenz dieser kristallinen kleinen Störung. Als der ehemalige Novize sich endlich wieder aufrichtete, blickte er in das grinsende Gesicht des Ritters Einskaldir. Die Wangen des muskulösen Kriegers waren durch die winterlichen Temperaturen gerötet, die wasserblauen Augen sprühten vor Leben. Der Nordmann war in seinem Element.
"Ho Arson, Bruder! Komm her und hilf mir mit den Kisten!"
Der hochgewachsene junge Mann beeilte sich der Bitte seines Kameraden Folge zu leisten, stapfte eilig über den langen Steg des Docks, erklomm die schmale Holzplanke und stand schließlich auf dem gewaltigen Deck der Esmeralda, dem mächtigen Schiff der Paladine. Arson, dessen einzige Erfahrung mit diesen schwimmenden Ungetümen darin bestand, dass er einmal in dem winzigen Fischerboot seines Onkels mitfahren durfte, überwältigte der Anblick dieser riesigen Konstruktion aus Holz und Stahl. Die enormen weißen Segeln hingen in dicken Rollen unter den dicken Querstreben der Masten, selbst hier unten konnte der junge Ritter das Flappen hören, wenn sich der Wind in ihren losen Endstücken verfing. Eine Sekunde lang überlegte Arson, wie es wohl sein musste, mit einem solchen Schiff zu segeln, der brausenden See zu trotzen, Unwetter und reißende Strudel zu meistern. Sicher war das Handwerk des Kapitäns ein abenteuerlicher Beruf.
"Ho, Arson! Bei Innos, hast du das Schiff nun lange genug angestarrt?! Dann könntest du mir hier zur Hand gehen!"
Einskaldirs brummender Bass donnerte über das hölzerne Deck, und der ehemalige Sträfling beeilte sich, ihn beim Transport einer gewichtigen, länglichen Kiste zu helfen. Gemeinsam schleppten sie das schwere Stück die Planke hinunter bis auf den Dock, wo zwei weitere Ritter ihre Last übernahmen.
"Was habt ihr denn geladen? Blei?"
Arson rieb sich die schmerzenden Glieder und blickte den Nordmann mißmutig an. Dieser brach in dröhnendes Gelächter aus, klopfte seinem jungen Kameraden dann überschwenglich auf den Rücken.
"Stahl, Schleifsteine, Rüstungsteile, Waffen, Runensteine, all das was die Paladine in Khorinis nicht erwerben können. Natürlich haben wir aber auch Lebensmittel gelagert...und einige Bierfässer sind auch dabei."
Der kräftige Ritter zwinkerte Arson zu. Dieser musste bei dem Gedanken an eine warme Schenke und einen schäumenden Humpen Bier unwillkürlich lächeln.
Gemeinsam mit seinem Freund aus der Nordmark erklomm er erneut das Deck der
Esmeralda, um weitere Kisten und Truhen von Deck hinunter auf den Dock zu bringen.
06.01.2003, 11:11 #175
Alonso
Beiträge: 1.534

Alonso war erstaunt darüber, dass Chris nicht in der Kaserne übernachtete. Naja, helfen musste er ihm, das war klar.

=Alonso= "Wie du siehst bin ich Ritter und wir übernachten kostenlos im Oberen Viertel! Die Milizsoldaten schlafen doch eigentlich in der Kaserne. Du wirst schon deine Gründe haben warum du dort nicht schläfst! Ich hab mir noch ein paar Waffen aus dem Minentalmitgenommen, die sind hier verdammt wertvoll! Hab mir so gleich meine Lage hier gesichert! Hier nimm! Das sind 300 Goldmünzen!"
=Chris= "Mann das kann ich doch nicht annehmen!"
=Alonso= "Doch du kannst, ich sagte doch, dass ich genug habe! Nimm es! Damit solltest du mal einige Zeit in einer Herberge schlafen können."
=Chris= "Danke Mann, besser als auf der Straße zu pennen!"
=Alonso= "Was hast du jetzt vor? Ich meine was machst du jetzt hier in Khorinis?"
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