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Wir haben es doch einfach...
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18.04.2004, 11:20 #26
Sir Legolas
Beiträge: 36

na da mach ich doch auch mal ein, zwei Anmerkungen :

1. Zeitfaktor: Auch wenns manchmal schade ist, aber die grosse Masse der Spieler ist nunmal durch andre Aktivitäten so ausgelastet, dass sie nicht jeden tag mehrere Stunden am Stueck spielen kann. Bei einem Spiel wie BG2 verliert man da recht schnell den Faden (ging mir beim ersten Mal so: musste ne mehrwöchige Pause einlegen und wusste hinterher gar nicht mehr genau , was ich machen sollte). Jeder Spielentwickler, der groessere Stückzahlen verkaufen will, muss dieser tatsache rechnung tragen. Natürlich konnte man bei BG2 die SPieldauer gewaltig verkürzen, wenn man sich an die Hauptquest gehalten hat, aber dabei geht dem Spiel imho auch ne menge athmosphäre verloren (charquests usw.).
Abgesehn davon beweisen gerade die Ost-RPGs, dass man auch in kürzeren Spielen eine Menge Story unterbringen kann. weniger Spielzeit kann also kein Argument gegen gutes RPG sein.

2. Schwierigkeitsgrad: Ich finde die Spiele von heute nicht zwingend zu leicht. Man vergisst gerne, dass ein Spiel wie NWN auch für Leute spielbar sein muss, die keine Regelexperten sind und deswegen nicht mit hochoptimierten chars spielen. Klar, dass es mit solchen optimierten chars dann gerne zu einfach wird. Man hat aber diverse Möglichkeiten, neue Herausforderungen zu suchen, sei es durch einen höheren Schwierigkeitsgrad oder durch eine charklasse, die man sonst nicht spielt.

3. Raetsel: gegen gute Raetsel haette ich nichts einzuwenden, aber die gab es auch frueher schon nur in wenigen Faellen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie oft ich mich tierisch drüber aufgeregt habe, dass ein raetsel nicht durch logisches Nachdenken, sondern nur durch wildes rumprobieren zu lösen war. Genau deswegen gings mit den adventures auch so bergab, deswegen trauere ich dem Mangel an Raetseln nicht wirklich hinterher.

4.Questen: Auch da waren die games früher nicht immer besser, und dass NWN soviel Kritik hat einstecken muessen, lag wohl vor allem daran, dass die Spieler von BG2 so verwoehnt waren. Ich mag quests, die in welcher Form auch immer mit der Haupthandlung verknüpft sind, im Idealfall die Handlung sogar vorantreiben, während ich quests, die ans game drangeklatscht werden, damit der Spieler noch paar zusatz-xp bekommt, gar nicht abkann.

5. Preis: naja gerade bei RPGs stimmt das Preisleistungsverhältnis, und wers immer noch zu viel findet, muss halt ein halbes Jahr warten, bis er das game zum budgetpreis bekommt. Bei NWN bekommt man für 110 Euro minimal 90 h Spielzeit, dazu noch die Möglichkeit, unzaehlige Mods zu spielen oder gar bei Onlinewelten mitzumachen. wer das zu teuer findet, den halte ich fuer ein kleines bisschen weltfremd.

Alles in allem finde ich eigentlich, dass sich das genre sehr zu seinem vorteil verändert hat. Spiele von frueher hatten oft auch keine gescheite Story, die raetsel waren oft einfach nur unfair (nicht zu verwechseln mit knackig) und technisch haperte es naturgemäss oft an vielen Stellen. Das selbermappen von Karten (um ein Beispiel zu nennen) brachte zwar einen gewissen Spassfaktor mit sich, hielt aber auch auf und konnte sehr schnell in Frust umschlagen. Das einem so etwas heutzutage abgenommen wird, halte ich nicht grundsaetzlich für schlecht, kann man sich doch so mehr aufs eigentliche Spiel konzentrieren. Und für die Freaks gibts ja immer noch Spiele wie Wizards & Warriors oder Wizardry 8 ;)
18.04.2004, 12:10 #27
Drako der Große
Beiträge: 1.555

Na ja, es stimmt schon, die Spiele werden kürzer, und qualitativ, na ja, auch nicht unbedingt besser um es freundlich auszudrücken.

Die Spiele werden kurz, weil die Leute keine Zeit haben sich intensiv hinzusetzen und zu zocken, wie hier schon festgestellt wurde. Die Spiele werden einfacher (damit meine ich nichtmal unbedingt den Schwierikeitsgrad), die Story wird schlichter, und es geht mehr in Richtung H&S. Heute spielt man halt den Haudrauf der sich durch grafisch opulente Gegnerhorden schnetzelt und die Welt rettet.
Ich weis nicht in wie fern ich dahingehend über NWN urteilen kann, aber mich hat es einfach angeödet. Die Welt fand ich unnatürlich und steril, viel zu eckig. Das metzeln durch Gegnerhorden war nicht mein Ding, und sich erstmal für ein paar Zutaten durch endlose Gegnerhorden zu metzeln, ne. Da landete es in meinem Regal.

BG, das war ein schönes Spiel, ich will nicht bestreiten das der Metzelfaktor auch sehr hoch war, aber es war einfach lebendiger, die Chars interessanter (ja, ja, diese Zwei-Mann-Party in der OV von NWN hat mich auch tierisch angekotzt). Die Maps schön gezeichnet, das hat damals noch richtig Spaß gemacht.
Vampire - The Masquerade Redemption, auch ein wunderbares Spiel. Man metzelte sich zwar durch endlose Gegnerhorden (NWN lässt grüßen), aber die Story lies einen mit dem Hauptchar mitfiebern, man rettete zwar unter'm Strich auch die Welt, aber im großen und ganzen folgte man nur der großen Liebe des Hauptchars. Auch ein Spiel das ich nur jedem empfehlen kann.
Gothic (ich hab nur 2 gezockt), eines meiner favorisierten Spiele weil die Welt so wunderschön anzuschauen war, so lebendig. Diese Welt war glaubwürdig, das hat auch richtig Spaß gemacht zu spielen.

Morrowind war wohl meine größte Enttäuschung, die Welt war steril, steriler ging es nicht. Keine Bäume nichts. Morrowind war bei mir sehr schnell im Regal verschwunden.

Aber wie schon festgestellt werden die Stories einfacher, aber warum? Ganz einfach weil keiner Lust hat einen kleinen Schmied oder Schuhflicker zu spielen, weil keiner den kleinen Magier-Adepten, sondern nur den großen Erzmagus spielen will, weil keiner den fahrenden Krieger spielen will der kaum über die Runden kommt, sondern nur die Metzelmaschine die sich alleine gegen Armeen stellt und siegt.
Ich persönlich würde mir eine glaubhafte, lebendige Welt wünschen in der man seinen persönlichen Char reinsetzen kann, einfach, und ohne großartigen Hauptplot. Die NSC's sollten auf das reagieren was er ist, man sollte sich frei bewegen können und schauen wie man über die Runden kommt. Da brauch es keinen Ich-rette-die-Welt-im-Alleingang-Hauptplot, da reicht imo einfach das existieren.

So jetzt habe ich viel geschrieben und meinen roten Pfaden verloren...
18.04.2004, 21:03 #28
Mescalero
Beiträge: 338

Zum Thema Schwierigkeitsgrad:

Ich finde gar nicht das die Gegner im Kampf schwieriger zu besiegen sein sollten. Manche sind schon schwer zu knacken, und bei BG konnte man sich auch ziemlich einfach durch alles durchmetzeln. Aber bei BG fand ich andere Schwierigkeiten sehr herausfordernd. Das man Golems nur mit stumpfen Waffen töten konnte, und Magiegolems nur mit nichtmagischen Waffen. Ich weiß noch wie ich mich das erstemal als ich nen Magiegolem getroffen hab wunderte warum ich nicht verletzen konnte. Als Epic Character hatte ich natürlich keine nichtmagischn Waffen mehr und musste erst zu irgendsoner Goblin Leiche zurückkehren um eine zu finden...
Oder das man Trolle mit Feuer oder Säure zerstören musste bevor sie wiederauferstanden sind, das war manchmal gar nicht so einfach und hat auch sehr zur Atmosphäre beigetragen.
18.04.2004, 22:39 #29
Mort R'azoul
Beiträge: 690

Ja, da hast schon Recht, hatte mich das erste Mal recht gewundert, warum der Troll nicht mehr aufstand in nwn ^^

Aber ich denke mal, dass der Trend (leider) in diese Richtung weiterziehen wird. BG3, dass ja vielleicht wieder in ne andere Richtung gesteuert hätte, ist ja erst einmal ungewiss, was damit passiert. Vampire 2, sieht mir bisschen stark nach shooter aus, aber es soll ja grossen rpg-anteil, wollen mal hoffen :D

Ob Gegner nun schwieriger sein sollten oder nicht, ist wieder ne andere Frage...
In NWN sind die Gegner, die man so trifft einfach ein Witz, meine Diebin killt Golems mit ner Peitsche, also ohne Sneakattack etc, ok, die Mithral hab ich ausgelassen, aber alle anderen hat sie schneller gekillt als valen ^^
19.04.2004, 20:05 #30
K_Murx
Beiträge: 827

Zu einfach? Hmmm...
Mangels Material spiele ich gerade mal wieder NWN und hab als elfischer Barde/Barbar, zwei Waffen (dazu auch komplett verskillt. Macht mir aber Spaß) von Desther gewaltig eins auf die Mütze bekommen. Einfach mal den persönlichen "Charakteroptimierungsmodus" ausschalten und nicht alle Monsteritems mitnehmen. Ich frag mich echt, wie da Gelegenheitsspieler, die das unabsichtlich so machen durchkommen...
Vom Schwierigkeitsgrad von Gothic: DndR brauchen wir erst gar nicht zu reden, oder?
Sonst - was kam denn in letzter Zeit auf den Markt, was die Bezeichnung RPG verdiente? KotoR ist typisch Multiplattform&Megaseller - da war der niedrige Schwierigkeitsgrad zu erwarten.

Zudem, "Zu einfach" bezüglich der Story ist auch nichts wirklich neues - früher war das viel schlimmer. Böser Zauberer beschwört Dämon - Welt am Abgrund - Heldengruppe, Marsch! (Gut, gibt's auch heute noch). Wir sind nur alle von BG,Fallout&Ps:T verwöhnt. Hmm, und warum programmiert heute keiner mehr solche Spiele? Gute Frage! Wahrscheinlich, weil sie ein nicht unerhebliches Risiko sind. Ps:T verkaufte sich schon schlecht, Arcanum ganz schlecht. Tja, Kapitalismus...
Allerdings vertraue ich einfach mal darauf, das es früher oder später mal wieder ein "Nischenprodukt" geben wird - und bis dahin spiel ich halt mal wieder Civ3, Alpha Centauri, JA2, ... Oder ich versuche zum 5. Mal, mich mit Morrowind anzufreunden (was aber wohl wieder schiefgehen dürfte...).
Und, die RPGs waren schon mal tot. Dann kam die Renaissance und jetzt ist halt erst mal wieder die Luft ein wenig raus - das ändert sich wahrscheinlich auch mal wieder.

P.S.: Jederzeit speichern zu können finde ich nicht unpraktisch - wo ist denn der Reiz, das bekannte nochmal zu spielen? Gut, man macht einige Dinge dabei besser, aber häufig gab es da auch so Nervstellen, wo man dreimal starb bis man den Ort des vorherigen Todes wieder erreichte...
20.04.2004, 14:39 #31
tarin d'lurian
Beiträge: 564

da könnte man resümieren: alles scheisse
konsequenz: selber machen
womit? Aurora Toolset!
:D

naja also ich hab mir jedenfalls vorgenommen sobald ich hdu durch hab, werd ich anfangen die ganzen original kampagnen
mit einander zuverknüpfen und so ein grösseres stück faerun begehbar machen
(wir werden sehen was draus wird), das finde ich is auch n wichtiger faktor in nem spiel die grösse der welt und das erkunden,
das hab mich an BG 1 so begeistert, da hab ich für das erste level up so ca. 8 stunden gebraucht und bin die ersten 18 stunden am stück nur rumgerannt (BG1 war das erste spiel das ich länger als 24h am stück gezoggt hab)
und hab mir die welt angeschaut, bevor ich in die story richtig eingestiegen bin.

das hat auch NwN gefehlt. man konnte sich zwar im jeweiligen kapitel frei bewegen aber das hat halt seine nicht wirklich weitläufigen grenzen und hat dann immer
sone art schauplatz wo sich das geschehen abspielt und irgendwann ist dann szenenwechsel angesagt, da geht das gefühl von der grossen fantasy welt irgendwie verloren...

joa ich glaub das war mein beitrag heute

ok es hat nix mit der topic zu tun, gebs ja zu, könnt ihr ja löschen wenn ihrs doof findet ;)
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