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14.03.2004, 09:47 #3026
Superluemmel
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[GM]Heimkehr -
Nacht hüllte sich um das Land, breitete ihre schwarzen Schwingen aus um den Himmel zu verdecken und den Weg für den Aufstieg des Mondes zu öffnen. Und mit der Nacht kam die Stille. Außer den hechelnden Hunden, den schleifenden Kufen und Frosts eigenem, gleichmäßigen Atmen war nur selten ein leises Rieseln zu hören, wenn sich einer der Bäume der auf ihm lastenden Schneemassen entledigte. Stumm wie die Schatten riesiger Wächter säumten die Nadelbäume die Straße, ihre weit über den schneebedeckten Weg reichenden Äste ließen den Eindruck eines endlosen Tunnels entstehen. Nur die sich hinter dem dichten Astwerk versteckende Sichel des Mondes störte den Eindruck der schwarzen Röhre. Und irgendwo in weiter Entfernung war Lichtschein zwischen den Baumsäulen zu erkennen. Ein einzelnes Fenster oder eine offenstehende Haustür, beinahe unsichtbar hinter den vorbeihuschenden Stämmen. Doch der bloße Anblick ließ Frosts Herz schneller schlagen. Er näherte sich seinem Ziel. Ein kalter Schauer lief seinen Rücken herunter. Nicht aufgrund der Kälte. Obwohl es beißend kalt geworden war, ignorierte er den eisigen Kuß der Nacht auf der Haut. Das brennende Verlangen, Esthera wiederzusehen, ließ ihn den Schmerz vergessen und heizte das Feuer in seinem Inneren weiter an.
Nur noch wenige Minuten und er würde sein Ziel erreicht haben. Thjerenfeldt war nur noch wenige hundert Meter entfernt. Schon bald würde sich der Wald auftun, den rasenden Schlitten ausspeien und den Blick auf das in der Dunkelheit schlummernde Dorf freigeben. Der Waffenmeister merkte längst nicht mehr, wie fest er die Zügel umklammerte, mit denen er die erschöpften Schlittenhunde immer weiter antrieb.
"Kommt schon, dieses kleine Stück schafft ihr", flüsterte er in den Fahrtwind, "Die paar Meter, dann bekommt ihr eure verdiente Ruhe..."
Er wusste selbst nicht, ob er zu den Hunden oder mit sich selbst redete. Es war auch unwichtig. Ebenso unwichtig wie die Kälte. Im Moment war alles unwichtig. Sobald er Thjerenfeldt erreicht hatte, konnte er sich über den Rest Gedanken machen. Das Licht tauchte wieder auf. Doch dieses Mal wurde es nicht wieder augenblicklich von einem Baumschatten verschluckt. Und schon nach wenigen Sekunden gesellten sich weitere Lichter hinzu, Lichter auf derselben Höhe, kleine Lichter, dann schmalere, die sich dafür in die Höhe streckten und zuletzt winzige Pünktchen, die sich leicht hin und her wiegten oder von Zeit zu Zeit flackerten, um dann mit neuer Kraft wieder zu erstrahlen. Dann preschten die Schlittenhunde aus dem dunklen Tunnel hervor und auf die leicht hügeligen Felder hinaus, die Thjerenfeldt auf dieser Seite umgaben. Im Schein der Fackeln und offenen Fenster waren die Umrisse mehrerer Häuser zu erkennen, die sich, umgeben von einer gut drei Schritt hohen Palisade aus mehr als mannsdicken Baumstämmen, in die Talsenke drückten. Frosts Wissen nach war der Wall zu Beginn als Schutz gegen die unzähligen wilden Tiere der Umgebung errichtet worden. Doch da die umherstreunenden Wölfe noch nie die Siedlung angegriffen hatten, diente sie nun einzig der Abschreckung von Räuberbanden, deren Anzahl in den vergangenen Jahren stetig zugenommen hatte. Thjerenfeldt war nie allzu groß gewesen. In den Jahren vor Frosts Odyssee waren zwar einige neue Seelen hinzugezogen, dennoch war die Siedlung nichts weiter als ein Dorf. Zwar gab es einen eigenen Schmied, der sein Erz jedoch meist direkt aus der Hauptstadt oder dem ein Stück weiter im Norden liegenden Jorbingen bezog, eine Taverne und gerade genug Bauern, um das Dorf im Notfall autark zu halten, doch wirklich attraktiv wurde Thjerenfeldt nur aufgrund des Handels. Frost glaubte nicht, dass jemals viel mehr als die ungefähr zwanzig Häuser ihren Sitz in diesem abgelegenen Tal finden würden. Einer der Gründe für diese Vermutung war, dass mehr einfach nicht geduldet wurden. Zu viele Menschen zerstörten den Frieden. Und ohne den Frieden würde der Handel untergehen. Deshalb wurde in Hammerfoldt selbst darauf geachtet, dass Thjerenfeldt in seinem jetzigen Zustand erhalten blieb.
In einiger Entfernung konnte der Waffenmeister den kantigen Umriss des Mühlrades erkennen, welches sich träge in der Khjer, jener Mischung aus einem Bach und einem Fluss, drehte, die sich quer durch das Tal wand um dann irgendwo inmitten des dichten Waldes zu verschwinden. Das Wasser der Khjer war selbst im kältesten Winter noch warm genug, um darin baden zu können. Kein Wunder, immerhin entsprang sie direkt aus der Quelle...
Hundebellen erwachte als erstes im Dorf, als sich der Schlitten dem niedrigen, hölzernen Tor näherte. Eine Fackel erwachte in der Dunkelheit, dann trat ein Mann in einfachem Lederharnisch aus den Schatten neben dem Tor, schaffte es gerade noch rechtzeitig, seine Hand vor den gähnenden Mund zu heben und blieb dann in der Mitte des Tores stehen. An einem der beiden Fackeln, die das Tor flankierten, war der Urheber des lauten Bellens angebunden und versuchte der Leine trotzend, seine näherkommenden Artgenossen zu begrüßen.
"Halt! Gebt euch zu erkennen!", kam die überraschend wache und kräftige Stimme des Torwächters als Begrüßung.
Frost brachte den Schlitten knapp zwei Meter vor dem Wächter zum Stillstand, ließ die Zügel fallen und sprang ab. Sein Gesicht hellte sich auf, als er Jergas erkannte. Der alte, brummige Wächter hatte das Tor schon bewacht als Frost zum ersten Mal nach Tjherenfeldt gekommen war. Manche Dinge schienen sich wohl niemals zu ändern.
"Jergas, alter Hund, du wirst einem alten Freund doch nicht den Durchgang verweigern?" begrüßte Frost den Wächter und klopfte ihm kameradschaftlich auf die Schulter.
"Zwick mich mal eben, ich hab ?nen komischen Traum...", brummte dieser nur und rieb sich mit der freien Hand die Augen.
"Zum Träumen ist es noch zu früh", meinte Frost und klopfte noch einmal fester auf die Schulter seines Freundes.
"Muss ich aber, sonst bild ich mir noch ein, Leute zu sehen, die seit sechzehn Jahren tot sind."
"Jetzt tust du mir aber Unrecht", entgegnete Frost mit gespieltem Tadel, "Ich werde zwar vielleicht langsam alt, aber ein Gespenst bin ich deshalb noch lange nicht."
Plötzlich ließ Jergas die Fackel fallen und packte Frost mit beiden Händen an den Schultern, um ihn kräftig zu schütteln. Das Bellen des Hundes wurde lauter. In einem der nahen Häuser erlosch das Licht hinter einem der Fenster, nur um dann an einem anderen zu neuem Leben zu erwachen.
"Verdammt nochmal, Frost! Wo warst du die ganze Zeit?! Niemand wusste wo du bist, geschweige denn was passiert war!"
Der Waffenmeister versuchte sicht mit sanftem Druck aus dem Griff Jergas? zu befreien, doch dieser ließ nicht los.
"Auf einmal heißt es, du seist tot, dann, du wärst verschollen! Ein anderer meint, du wärst des Verrats angeklagt worden und dann ein anderer plötzlich, dass du dich in Khorinis herumtreibst! Und jetzt tauchst du einfach so aus dem Nichts auf, als ob nichts geschehen wäre! Wo warst du?!"
"Das ist eine verflucht lange Geschichte", antwortete Frost, nachdem Jergas endlich aufgehört hatte, ihn zu schütteln. "Vielleicht stimmen all die Gerüchte. Oder zumindest ein Teil von ihnen." Ein Seufzer entfloh dem Krieger, als er daran dachte, wie viel er in den nächsten Tagen richtigzustellen hatte. "Ach Jergas, ich werde es dir bei Gelegenheit gerne erklären. Doch im Moment will ich nichts anderes als nach Hause. Ich muss Esthera sehen. Lass mich bitte durch."
Das Gesicht des Wächters zeigte nur zu deutlich, dass ihm die Antwort alles andere als gefiel. Dennoch meinte er schließlich mit seinem üblichen, brummigen Tonfall:
"Ja ja, geh du nur mal. Lass den Schlitten stehen, ich kümmer mich um die Hunde. Aber denk bloß nicht, dass du mir so einfach davonkommst."
"Danke Jergas, du bist ein echter Freund", der Waffenmeister klopfte dem Wächter abermals auf die Schulter.
Dann eilte er durch das Tor und die Straße hinab. Aus einem Fenster zu seiner rechten konnte er einen neugierig vorgestreckten Kopf sehen, der sich erkundigen wollte, wer den Lärm verursacht hatte. Doch als er an dem Haus vorbeikam, verschwand der Kopf schnell wieder. Er störte sich nicht weiter daran. Sofern kein Gott in einem Anflug von Langeweile sein Haus versetzt hatte, musste er noch durch den halben Ort. Es war eines der größten Häuser Thjerenfeldts, wie viele der anderen Häuser verfügte es ebenfalls über ein Obergeschoss, zudem allerdings noch über zwei zusätzliche Flügel und einen kleinen Innenhof. Er hatte damals eigenhändig beim Bau mitgeholfen, zusammen mit einigen seiner engsten Freunde. Das Ergebnis war in gewisser Hinsicht sicherlich als eigenwillig zu bezeichnen, da sich der übliche, hammerfoldter Baustil mit dem der eher dörfischen Blockhütten kreuzte. Somit bestand das Fundament aus festem Stein, das eigentliche Haus jedoch aus dickem Holz. Der vordere Teil konnte wohl als Hauptgebäude bezeichnet werden, dort befanden sich die am meisten genutzten Räume. Zudem beschränkte sich das Obergeschoss einzig auf diesen Bereich. Der Rest des Hauses spannte sich wie ein Ring um den Innenhof. Einen Abschnitt dieses Rings hatte er damals speziell für Gäste einrichten lassen, da er oft Besuch empfangen hatte, sofern er in Thjerenfeldt war. Meistens hatte es sich dabei um Freunde gehandelt, eher selten um Boten aus der Hauptstadt oder sonstigen, sogenannten "höheren Besuch".
Das Haus lag etwas abseits der restlichen Siedlung und der Weg schien noch einmal sechzehn Jahre zu dauern. Mit jedem Schritt, jeder vergangenen Sekunde wurde die Sehnsucht stärker, wollte sein Herz von innen verbrennen und ließ seine Gedanken in einem Tornado aus Gefühlen tanzen. Mit aller Gewalt hämmerte sein Herz gegen seinen Brustkorb, als ob es herausbrechen wollte um schneller zum Haus zu gelangen. Er dachte an Esthera, versuchte sich den lieblichen Glanz ihrer klaren, blauen Augen in ihrem sanften, schmalen Gesicht vorzustellen, das lange kastanienbraune Haar, das stets einen Hauch des Frühlings in sich zu tragen schien. Wie würde sie wohl reagieren, wenn sie ihn wiedersah? Hatte sie ihn nicht vielleicht schon vergessen? Der Gedanke schmerzte wie ein Schmerzstich in seiner Brust. Nein, das würde sie niemals. Unvorstellbar. Doch sie hatte mittlerweile Elistin geheiratet. Was, wenn sie es nicht nur getan hatte, um ihre und Sheyras Zukunft zu sichern? Frost glaubte zu spüren, wie er sich der Schwelle zum Wahnsinn annäherte. Er durfte nicht daran denken. Es waren falsche Gedanken, und er wusste es. Er würde zurückkehren und alles würde wieder in Ordnung kommen. Vielleicht würde es einige Zeit dauern, bis sich die Wogen geglättet hatten, doch dann konnte er wieder leben. Zusammen mit Esthera. Die sechzehn Jahre in Einsamkeit und Verzweiflung würden wie ein Alptraum verblassen. Und das Leben normal weitergehen.
In seinem Haus brannte noch Licht, als er endlich die schwere Holztür erreichte. Kurz blieb er stehen und trat den gröbsten Schnee von den Stiefeln, dann trat er an die Tür und hob die Hand um zu klopfen. Doch er führte die Bewegung nicht zu Ende. Konnte er wirklich einfach in dieses Haus treten? Mittlerweile waren sechzehn Jahre vergangen, seitdem er zum letzten Mal einen Fuß hinter diese Schwelle gesetzt hatte. Jergas hatte gemeint, dass niemand so recht wusste, was mit ihm geschehen war. Wahrscheinlich hielten ihn die meisten für tot. Konnte er nun ohne weiteres zurück in ihr Leben treten? Niemand rechnete mehr mit ihm. Selbst seine alten Freunde hatten ihn nicht mehr sofort erkannt. Was nach sechzehn Jahren auch kaum noch zu erwarten war. Vielleicht erkannte ihn nicht einmal mehr Esthera selbst. Jeder Schlag seines Herzens ließ Frosts gesamten Körper erzittern. Wie ging es Sheyra? Konnte sie sich überhaupt noch an ihren Vater erinnern? Jede verstreichende Sekunde brachte neue Fragen mit sich. Es gab kein Zurück mehr. Schwer durchatmend spannte Frost seine Hand. Dann klopfte er. Dreimal war das dumpfe Pochen seiner behandschuhten Faust auf dem dicken Holz zu hören. Im Haus klirrte etwas. Dann das Schaben eines Stuhls auf dem Boden. Der Waffenmeister schluckte. Er hörte schwere Schritte näherkommen. Sie plötzlich verstummen. Direkt hinter der Tür. Etwas klackte im Schloß. Er hörte wie ein Riegel zur Seite geschoben wurde.
Dann öffnete sich die Tür.
15.03.2004, 21:34 #3027
Superluemmel
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Zogg3r-Tourni3r -
quote:
Zitat von Fisk
[...] Demnächst gehts auf LAN und dann komm ich eventuell nach nem TEstspiel in nen GS-Clan *hähähä*


Und da freust du dich? ;)

Sacred ist ganz ordentlich und macht zumindest mir einiges an Spaß. Ist halt in etwa Diablo II ohne Kotztütengrafik und frei begehbarer Welt. Nur übernimmt es leider auch die schlechten Tugenden des Vorbilds. Ich sag nur: Bugs, Bugs, Käfer. Und wenig Insektenvertilgungsspray, da auch der dritte Patch noch nicht alle Fehler beheben konnte.
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Freilich kommt bei Daddelnews bald der Test online, wir hüten uns nur davor, halb fertige Versionen zu testen. Ja ja, böse Konkurrenz. Die essen wahrscheinlich auch Pizzen, ohne sie vorher zu backen.
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15.03.2004, 23:01 #3028
Superluemmel
Beiträge: 3.057
Zu guter letzt... -
Nein, ich habe nicht komplett alles durchgelesen. Und nein, ich will hier weder den Moralapostel, den Schleimer noch den Klugscheißer spielen oder sonstwie zum großen Rumdiskutieren anfangen. Ich habe nichts von dem gelesen, das von Carras veröffentlich wurde und ehrlich gesagt will ich's auch gar nicht lesen. Mir reicht's, ein paar Worte loszuwerden - Scheiß drauf, ob sie Sinn machen oder überhaupt bemerkt werden.

Erstmal was zum Merken: "Man sieht nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen. Mit dem Lesen verhält es sich genauso."

Denkt dran, wir befinden uns hier in einem Forum. Wie das Geschriebene aufgefasst wird, liegt ganz im Ermessen des jeweiligen Lesers. Wenn beispielsweise jemand schreibt: "He, du Saftsack!", mag das der eine User als harmlose, wenn auch überspitzt ironische Begrüßung auffassen, ein anderer hingegen als böswillige Pöbelei. Selbst wenn auf Smileys zurückgegriffen wird, ist die Aussage teilweise immer noch nicht eindeutig. Es fehlt einfach der direkte Kontakt zum Gegenüber. Und es wird einfach zu gerne etwas böswilliges unterstellt (Nein, ich nehme mich hier ganz und gar nicht aus).
Kurz: Obwohl ich nicht sämtliche Einzelheiten kenne, wage ich es einfach mal zu behaupten, dass hier einige Leute aneinander vorbeireden. Gut wäre es wohl, wenn einfach mal alle Beteiligten ein, zwei Tage die ganze Angelegenheit ruhen lassen würden um die nötige Distanz zu gewinnen und sich dann noch einmal im persönlichen Gespräch zu begegnen. Macht aber eh kein Sack, da die Welt von Spontanreaktionen regiert wird.

Ach, jetzt hab ich hier eh schon so viel Moralpredigt gehalten, da kann ich's mir auch gleich mit ein paar Leuten verscherzen.

@Carras: In Champ reinprügeln macht Spaß. Aber am Ende könnte sich der Schmerz bei dir selbst finden.

@Champ: Zu deiner von Malar angesprochenen Überlegung mit der Entbannung: Wart bitte noch die oben erwähnten, ein, zwei Tage mit diesem Urteil. Derzeit sind die Gemüter noch zu überhitzt, als dass irgendwer wirklich sachlich diskutieren würde. Wenn Carras sich eben diese Chance vollends verbaut haben sollte, könnte er es aus einer bloßen Überreaktion getan haben. Verständlich, ich denke jeder würde sich über einen Bann aufregen. Vergiss seine Seite nicht, irgendwo ist doch jeder gleichzeitig Opfer und Kläger. Oder irgendwie so...

Gruß,
Superluemmel.
16.03.2004, 19:13 #3029
Superluemmel
Beiträge: 3.057
Zu guter letzt... -
So, und jetzt lasst einfach mal Carras und Champ die ganze Sache ausdiskutieren, dann wird das schon wieder. Bringt ja doch nichts, wenn jetzt jeder seinen Salzstreuer zückt ;)
Die beiden regeln das schon.
16.03.2004, 19:36 #3030
Superluemmel
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Regeldiskussion # 12 -
Halt's für eine gute Idee. Vor allem auch, dass man dafür keinen Skill braucht. Wer einen Schild benutzen will, soll's tun, die anderen freuen sich über neue Bratpfannen in Schildgröße.
Für einen extra Beruf bin ich nicht; ich denke das lässt sich wie schon von Don vorgeschlagen problemlos über den Rüstungsschmied-Skill regeln.
17.03.2004, 10:51 #3031
Superluemmel
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Regeldiskussion # 12 -
Jungs, geht doch mal von dem ganzen Balancingzeugs etc. weg. Seht diesen Pseudo-Skill als Stilmittel, nicht mehr. Die Schilde sollen lediglich mehr Möglichkeiten zum Posten geben, mehr nicht. Übersetzt heißt das grob: Früher bist du beim Pfeilhagel hinter den nächsten Baum gehüpft, heute duckst du dich hinter deinen Schild sofern vorhanden. Oder auch nicht und fängst lieber die Pfeile mit dem Kopf auf. Liegt allein im Ermessen des Posters ;)
17.03.2004, 15:09 #3032
Superluemmel
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Regeldiskussion # 12 -
@Diego: Kleine Richtigstellung: Wenn die Feinde nah genug rankamen, um die Fernkämpfer überrennen zu können, war's eh schon wurscht. Da bringt auch kein Buckler mehr was. Hand- oder Faustschilde bringen einem Fernkämpfer rein gar nichts. Was es gab, waren mehr als mannshohe Schilde, die bei Belagerungen benutzt wurden um den belagernden Fernkämpfern Deckung zu geben. Die Dinger wurden jedoch fest im Boden verankert und waren definitiv nicht zum großen Herumtragen gedacht ;)
19.03.2004, 12:41 #3033
Superluemmel
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Thekengespräche #17 -
Mit Tee konnte ich selbst in Russland nicht viel anfangen. Am Morgen gibt's bestenfalls 'nen Kaffee, das muss dann für den Rest des Tages reichen. Tee drückt immner so unangenehm auf die Blase.
19.03.2004, 18:04 #3034
Superluemmel
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Zogg3r-Tourni3r -
@Claw: Vielleicht, sobald ich meinem Cheffe das Testmuster unterm Arsch weggeklaut hab ;)
21.03.2004, 21:18 #3035
Superluemmel
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Thekengespräche #18 -
@Bloody: Ok, du hast es so gewollt...


Scattered

There's emptyness
Inside my head
All thoughts are turning grey
Sometimes I feel
My body is
A thousand miles away
I think, I breathe, I feel, I live
But don't know what I do
Despite my will, my body acts
While I am damned to watch
My thoughts should be a part of me
But I'm sure they are not
Imprisoned by my mind I am
A slave to it's command
And while my whole self burns in pain
I just can't hear the... silence.


Untitled

Was schreibt man, wenn man schreiben will
doch nichts hat, das sich schreiben lässt
das Wort nicht recht zu fassen ist
und Gedanken sich gar nicht erst
denken lassen wollen
man setzt sich hin und
zückt einen Stift
schreibt ein Gedicht das
eigentlich keins ist
dessen Sinn sich zu
der Idee gesellt


So viel mal eben von mir als kleinen Quickie
25.03.2004, 18:52 #3036
Superluemmel
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Thekengespräche #18 -
Grad im Moment:

-Sonata Arctica - Shy
25.03.2004, 19:39 #3037
Superluemmel
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Thekengespräche #18 -
@Trulek: Ist auf der "Successor" zu finden. Und wenn du das Live-Album noch nicht hast, solltest du diesen Umstand schleunigst ändern ;)
27.03.2004, 11:29 #3038
Superluemmel
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Der "Wie seht ihr aus" Thread (die xxxste) -
Nette Männer gibt's doch eh nur im Märchen.
27.03.2004, 15:19 #3039
Superluemmel
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Die Gildenlosen #4 -
Fisk: Dann sollte dich vielleicht jemand darauf hinweisen, dass diese Ironie alles andere als erkennbar war. Ich hätte genauso wie Burath reagiert, wenn ich schneller gewesen wäre ;)
28.03.2004, 14:06 #3040
Superluemmel
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Thekengespräche #18 -
@Aeryn: Mit diesem Namen weckst du in mir traumatische Erinnerungen... *Schüttel*
28.03.2004, 18:35 #3041
Superluemmel
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Treffen auf der GC im August 2004 -
Ich bin ohnehin schon mit zwei Projekten vertreten, werd also auch auffindbar sein. Bloß hab ich keinen Peil, wo. Bin wahrscheinlich die ganze Zeit über am Rumwuseln, wenn ich mal gerade nicht meinen Cheffe davon abhalten muss, die kleinen Kinder zu snacken.
29.03.2004, 15:00 #3042
Superluemmel
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Die Gildenlosen #4 -
@Tak: Servus Genosse, und viel Glück bei den Lees. Ich muss dich nur in einem Punkt korrigieren - Die "stolzen Gildenlosen" sind irgendeine Legende, deren Wahrheitsgehalt zum absoluten Nullpunkt tendiert.
31.03.2004, 18:29 #3043
Superluemmel
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Thekengespräche #18 -
He Flint, was machst du denn hier? Moment, dieses mysteriöse "R" kommt mir doch bekannt vor...
Wenn ich nur wüsste, woher...

@All the others: Wie, ihr habt Mittwochs Unterricht? :D
01.04.2004, 10:35 #3044
Superluemmel
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Die Faithi wird eins! -
Och wie niedlich, da wird jemand ein Jahr alt. Das's ja putzig, und dazu noch direkt proportional zur Körpergröße!
Obowhl, für ein Hirn sind die knapp 1.70 gar nicht so übel...
Naja, dann stoß ich mal auf ein paar weitere Jährchen hier im Forum... *Saftflasche such*... an. Auf dass du auch die nächsten hundert Autounfälle überlebst (Du weißt ja, das gibt immer diese hässlichen, weißen Streifen am Kotflügel...), dich der Flohteppich irgendwann mal bis zum Kühlschrank lässt und... öhm... auf dass du... mehr Glück beim Ausweichen lästiger Lümmel hast. Genau.
Und denk an den semikondaktischen Kollaps der heliozentrischen Chronologieverhältnisse! Wenn es da zu einer Äquivalenz der efferenten Quantenneurologie kommt, dann... ist's aus mit dem Bohnenfuttern!
05.04.2004, 13:49 #3045
Superluemmel
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[GM]Heimkehr -
"Ich grüße euch Fremder."
Im hell erleuchteten Hauseingang stand Elistin. Mit der linken Hand die schwere Tür offenhaltend und mit der rechten imaginäre Staubkörner von seiner Schulter scheuchend, war seine schlanke, etwas gedrungen wirkende Figur in den ersten Sekunden nur als schemenhafter Umriss im unsteten Licht der Öllampe zu erkennen, die vom Wind erschrocken knapp unter der Decke des kleinen Vorraumes zitterte.
"Was ist euer...", mitten im Satz abbrechend, stieß er die Tür ganz auf, um den Schein der Lampe bis in das Gesicht der düsteren Gestalt vor ihm dringen zu lassen. Ein Windstoß verfing sich im Raum, strich im Vorbeiziehen durch Elistins schulterlanges, schwarzes Haar und ließ die Eckschatten im Takt der schwingenden Lampe wachsen und schrumpfen. Elistins Mund öffnete sich halb, als ob er etwas nachfragen wollte, sich dann jedoch eines Besseren besann. Für einen Moment kniff er die Augen zusammen, blinzelte, dann glitt sein Blick erneut über Frosts Gesicht, fuhr wie unsichtbare Finger jede einzelne Kontur nach, um den vertrauten, aber doch fremd wirkenden Mann vor sich endlich einordnen zu können. Schließlich verzogen sich die hinter dem Bart halb verborgen liegenden Mundwinkel zu einem unsicheren, aber dennoch freundlichen Lächeln.
"... Frost?"
Doch es war nicht Elistins Stimme, die leise, wie eine behutsam gezupfte Melodie fragend durch das Zimmer schwebte. In der Tür zum Hausflur war eine Gestalt aufgetaucht. Und die Welt hörte auf, zu existieren. Alles um den Krieger herum verblasste, verlor sich in der Unwichtigkeit der bloßen, materiellen Existenz und ließ Frost allein. Allein mit dem Titanen, der von innen gegen seinen Brustkorb klopfte und jede weitere Millisekunde, in der er regungslos in der Haustüre stand, zur Qual werden ließ. Allein mit dieser unscheinbaren Gestalt, deren zarter Körper sanft vom Flammenschein der sich im Wind wiegenden Lampe umschmeichelt wurde, seinen Blick mit unsichtbaren Ketten an sich fesselte und ihn die Welt um sich herum vergessen ließ. Der Anblick Estheras verschlang die angsterfüllte Unruhe, die sich im Verlauf der letzten Tage in dem Waffenmeister aufgestaut hatte, verbrannte mit glühender Intensität den Käfig aus Eis, der sein Herz seit sechzehn langen Jahren gefangen hielt. Er fühlte seine durch die Kälte und sehnsuchtsvolle Einsamkeit versteinerte Maske bröckeln, als sie von einem erneut aufflammenden Funken der einstigen Leidenschaft aufgebrochen wurde. Sein Bein bewegte sich ohne sein Zutun vorwärts, seine Schulter schob etwas oder jemanden unsanft zur Seite, als Frost langsam wie ein Schlafwandler auf die zierliche Gestalt unter dem Türrahmen zuschritt. Die schweren Kampfhandschuhe klirrten zu Boden, seine Rechte hob sich um die leichte Kurve von Estheras Kinn zu berühren. Zärtlich strichen seine Finger über ihre weiche, warme Haut, während sich seine Linke um ihre Hand faltete. Die bloße Berührung jagte wie eine Feuerwalze durch seinen Körper, fröstelnd wurde ihm erst jetzt gewahr, wie tief die Außentemperaturen mittlerweile gefallen waren.
"Du bist zurück..."
Estheras Augen glitzerten wie kristallklare, blaue Seen die etwas zu viel Wasser führten, als ihre Finger Frosts Wange berührten. Langsam glitten sie an ihr herab, brachten die kurzgeschorenen Barthaare zum Knistern und hinterließen auf ihrem Weg zu seiner Brust einen Strom wohliger Wärme. Eine einzelne Träne trat über das Ufer ihres linken Auges, kullerte als schillernde Perle über den Hügel ihres Wangenknochens und wurde von Frosts Zeigefinger sachte beiseite geschoben. Esthera weinen zu sehen, versetzte dem Waffenmeister trotz aller Wiedersehensfreude einen schmerzhaften Stich. Noch immer ihre Hand haltend, strich er vorsichtig, wie bei einer zerbrechlichen Rose, ein paar Strähnen des langen, kastanienbraunen Haares aus ihrem Gesicht. Mehr Tränen fanden ihren Weg zu ihrem schmalen Kinn, zu viele, um sie aufzuhalten. Die schillernde Spur, die von der ersten Träne hinterlassen worden war, wuchs zu einem Bächlein, welches schon bald von einem kleinen Sturzbach verschlungen wurde.
"Was ist mit dir geschehen?"
Ihr Blick glitt an Frost herab, bis er sich an ihre Hand heftete, die wenige Haarbreit über dem mattschwarzen Brustpanzer hängengeblieben war. Ein Kribbeln durchlief Frosts Körper, wie der Luftzug einer Hand, die dicht über seinen Rücken hinwegstrich. Und obwohl es nur ein Hauch war, glaubte er zu fühlen wie er jede einzelne Faser seines Körpers durchdrang. Für diese unsichtbare Macht bestand er aus nichts als einem Gitter, zwischen dessen Streben sein Wesen ausgebreitet hing. Der mysteriöse Windhauch verging in der Nacht und Frost blickte wieder in Estheras inzwischen von roten Schlieren leicht verklärte Augen. Als sie sprach, war ihre Stimme leise, als ob sie fürchtete, den gerade begonnnen Traum durch zu laute Worte vergehen lassen zu können.
"Ich weiß, dass vor mir noch immer derselbe Mann steht, der mir vor sechzehn Jahren versprach, bald zurückzukehren. Und doch hast du dich verändert... weniger äußerlich als in deinem Inneren... Du wirkst so... düster..."
"Und dennoch strahlt mein Herz vor Freude, wenn ich dich sehe."
Er lächelte, warm genug um sämtliche Kälte, die von den düsteren Hornplatten des Dämonenlords ausging, in der Ehrlichkeit seiner Antwort verglühen zu lassen.
"Ich habe die letzten sechzehn Jahre nur gelebt, um diesen Moment erfahren zu dürfen. So oft ich mein Schwert auch hob, ich tat es einzig und allein, um dich wiedersehen zu können. Und wie du weißt, musste ich auch Opfer bringen. Doch da wir nun endlich wieder vereint sind, weiß ich, dass sich jedes dieser Opfer gelohnt hat."
Esthera wandte den Kopf ab und blickte zu Boden. Frost spürte weitere, heiße Tränen die über den Rücken seiner Hand rannten und gen Boden stürzten.
"Es ist so lange her..." Er fühlte ihre Hand zittern, ihre schultern bebten leicht, als sie mit leiser Stimme weitersprach. "Nachdem du auf dieses Schiff gestiegen bist, hatte nie wieder jemand von dir gehört. Niemand wusste, wo du warst, geschweige ob du überhaupt noch lebtest. Jahrelang wartete ich auf eine Botschaft, irgendeinen Hinweis... Tag für Tag war das Warten umsonst... Selbst Elistin wusste nicht, was passiert war... Dann kam ein Brief von diesem Nek, in dem er schrieb, dass du in der Kolonie von Khorinis festsitzen würdest. Neuigkeiten vom Zusammenbruch der Barriere erreichten Hammerfoldt, doch von dir fehlte weiterhin jede Spur... Und jetzt... jetzt tauchst du einfach aus der Nacht auf..."
Der Krieger schob seine Hand sanft unter das Kinn seiner Geliebten, um erneut in ihr Gesicht blicken zu können.
"Glaube mir, ich würde lieber tausend Jahre in Beliars Feuern brennen, als dich auch nur für einen Tag freiwillig zu verlassen. Mögen die Götter jene Reise verdammen, die uns auf solch brutale Weise voneinander trennte. Jede Nacht, wenn mir der Gedanke an dich den Schlaf raubte, verfluchte ich mich dafür, jemals einen Fuß auf die Planken der Galeone gesetzt zu haben. Doch auch jedesmal, wenn Beliar bereits seine Klauen nach mir ausgestreckt hatte, gab mir das Verlangen, dich wiederzusehen neue Kraft. Und dennoch... konnte ich nichts tun, um früher zurückzukehren..."
Das Klacken einer schweren Tür beraubte den ständigen Luftzug seines Ursprungs, der Tanz der kleinen Öllampe verlor zunehmend an Wildheit. Als Frost daraufhin den Kopf drehte, sprang ihm die Erkenntnis, Elistin vollkommen überrant zu haben, mit der Gewalt eines Luzkan ins Gesicht. Gerade, als er zu einer Entschuldigung ansetzen wollte, winkte sein alter Freund jedoch ab.
"Denk gar nicht erst dran", meinte Elistin lächelnd, "Immerhin ist es dein Haus, in das du gerade eingefallen bist."
Er schob sich an Frost und Esthera vorbei und trat halb in den Hausflur hinein. Ein verschmitzt-freundliches Grinsen umspielte seine Mundwinkel, als er mit einer gespielt vornehmen Geste ins Hausinnere einlud.
"Ohne euch zwei stören zu wollen - Meint ihr nicht, dass es drinnen etwas gemütlicher ist? Außerdem siehst du so aus, als ob du einen Tee vertragen könntest, Frost."
"Danke für das Angebot, alter Freund", erwiderte Frost dankbar. Erneut hing sein Blick an Estheras, als er weitersprach. "Wir sollten wirklich reingehen. Die Nacht ist noch lang und ich denke, ich habe euch viel zu erzählen..."
05.04.2004, 14:04 #3046
Superluemmel
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OT-Thread fürs RPG -
Ich möchte mich hiermit bei all denjenigen Individuen entschuldigen, die den Verlauf meiner Quest mehr oder minder interessiert verfolgen (Angeblich soll es solche Menschen ja tatsächlich geben). Wie diejenigen wahrscheinlich sogar besser als ich selbst wissen, kommt diese ähnlich schnell voran wie ein festgetackertes Wiesel.
Das tut mir für all diejenigen Wahnsinnigen leid, die sich diesen geistigen Dünnschiss trotz einer Pünktlichkeit, die der Deutschen Bahn Konkurrenz machen könnte, immer noch antun. Leider ist es meinem eigenem Organismus derzeit jedoch unmöglich, schneller zu arbeiten. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich momentan entweder für das bald anstehende Abitur lerne oder auf der Theaterbühne stehe. Die übrigbleibende Zeit geht entweder für einen meiner Nebenjobs drauf (Vorausgesetzt, ich hab noch genügend Energie...), oder aber für einen kurzen Abstecher in die Öffentlichkeit. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich in der letzten Zeit kaum noch die Motivation finden kann, überhaupt zur virtuellen Feder zu greifen.
Für mich bleibt erstmal nur zu hoffen, dass sich diese Schreibblockade bald legt und ich demnächst mehr Zeit finde, um irgendwelchen Stuss vor mich hinzutexten.

Trotzdem ein dickes "Danke" an all jene Seelen, die zwischen gut und schlecht nicht unterscheiden können und deshalb ab und zu zur Lektüre von Texten letzterer Gattung greifen.
12.04.2004, 13:27 #3047
Superluemmel
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Noch mehr zum Gratulieren -
Ois Guade, zefix nommai!
Schaut's Spezis, des nenn i a Mundart. Sunst nix, ois kloar?
20.04.2004, 22:17 #3048
Superluemmel
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OT-Thread fürs RPG -
@Araskae: Gegen Absätze hab ich nichts zu sagen, wohl aber gegen Leerzeilen. Die stören meiner Meinung nach den Lesefluss recht enorm. Freilich muss das jeder für sich selbst entscheiden, für mich ist das jedoch ebenso ein Teil des Stils. Absätze können genauso eingesetzt werden wie normale Wörter oder Para- und Hypotaxenhäufungen. Sie heben bestimmte Ereignisse hervor und schließen einzelne Szenen ab. Leerzeilen machen das zwar ebenfalls, doch in einem stärkeren Maße. Wenn du mich fragst, stören die mehr, als dass sie helfen und strecken den eigentlichen Post nur unnötig.

Sorry, hatte zuviel Senf im Kühlschrank ;)
20.04.2004, 23:08 #3049
Superluemmel
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OT-Thread fürs RPG -
Freilich, ich sag ja auch nicht, dass ich jeden, der Leerzeilen einbaut, gleich kreuzige, vierteile, ihn dann erschieße um ihn schließlich mit dem Auto zu Rührei zu zerfahren ;)

Hab mir auch schon gedacht, dass du die von dir spezifizierte Art von Posts meinst. War aber eine gute Gelegenheit, um meinerseits mit lustigen Argumenten rumzuspucken. Ich persönlich benutze eben keine Leerzeilen, um die Übersicht zu wahren ;)
Da ich meine Posts (Zumindest auf Quests) genauso schreibe, wie ein übliches Manuskript, würden mich die Leerzeilen auf Dauer narrisch machen.
22.04.2004, 19:48 #3050
Superluemmel
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DER BÖSE DON-ESTEBAN (psst,... is nen Jubi ;) ) -
Tut mir leid, aber ich muss mich unglücklicherweise kurz fassen.
Es freut mich zu sehen, dass Don selbst nach drei Jahren noch immer durch diese Foren spukt. Wahrscheinlich weiß es niemand, aber nachdem ich mich bei WoG registiert hatte, postete ich nur für etwas über einen Monat. Danach folgte ein größeres Loch, welches erst mit dem September überbrückt wurde. Damals fand Gothic I wieder seinen Weg in mein CD-Laufwerk und ich gleichzeitig meinen Weg zurück ins Forum, da mir beim erneuten Durchspielen einige Secrets aufgefallen waren, über die ich mich mit anderen Freaks auslassen musste. Aufgrund meiner längeren Abwesenheit waren die meisten Leute unbekannte Gesichter für mich (Dank meiner gewaltigen Anzahl von unter 100 Posts war ich das wahrscheinlich ebenfalls für die meisten ^^). Der Name "Don-Esteban" war mir jedoch seltsamerweise im Gedächtnis hängengeblieben (Und da bleibt ohnehin nicht viel hängen), auch wenn ich heute leider nicht mehr weiß, warum eigentlich (Siehe vorige Klammer ^^).
Beim erneuten Posten im Forum fiel mir dann das Rollenspiel auf. Als langjähriger Spielleiterquäler empfand ich es natürlich sofort als meine Pflicht, meinen Arsch in selbiges Forum zu hieven, um dort jeden Sprachenkenner mit Rechtschreibfehlern (Zwei-Finger-Zielsuchsystem sei Dank) und nicht vorhandener Großschreibung zum vorzeitigen Ableben zu reizen und ein gewaltiges Tohuwabohu zu verursachen. Aus mir völlig unerfindlichen Gründen schien eine meiner völlig planlosen, stilistisch katastrophalen und regeltechnisch unerhörten Geschichten dem Don gefallen zu haben. Zumindest meinte er das in einer PM (Die hab ich immer noch, ich alte Fetischistensau. Könnte auch damit zusammenhängen, dass ich nahezu niemals ne PM krieg ^^). Vielleicht erhoffte er sich durch das Schreiben, dass ein ahnungsloser Newbie wie ich durch plötzliche Post von Seiten eines Moderators aufgrund eines semikondaktischen Kollapses innerhalb der dritten Herzkammer das Zeitliche segnen würde und dadurch den mit Neulingen meist verbundenen Stressfaktor gezielt eliminieren zu können. Sollte das der Plan gewesen sein, so ging er jedenfalls gewaltig schief.
Für mich halbe Portion war eine derartige Nachricht reichlich unerwartet, brachte jedoch einen gehörigen Motivationsschub mit sich. So machte ich mich daran, noch mehr sinnfreie Texte zu produzieren und das Forum bis zum Anschlag vollzumüllen. Bis zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich mit dem Schreiben selbst so gut wie nichts am Hut. Lesen ja, aber selbst schreiben? Dons kleiner Stein in Form einer popeligen PM hatte eine schnell wachsende Lawine ausgelöst, ohne die ich heute vielleicht zwar trotzdem schreiben würde (Die Ideen, selbst Schwachfug zu texten, existierte schon längere Zeit in meinem Hirn), allerdings wären die Fortschritte höchstwahrscheinlich mickrig ausgefallen. Durch das ständige Posten im Forum ging das hingegen erstaunlich schnell. Zumindest, was die Großschreibung anbelangt ^^.
Dafür möchte ich unserem ältesten RPG-Moderator danken.

Der Rest des Forums darf Donnie jetzt steinigen, da er mitverantwortlich dafür ist, dass ich euch mit geistigem Restmüll foltere.
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