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Das Amazonenlager #7
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16.01.2003, 18:48 #101
Arson
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Als die hochgewachsene Kriegerin den Raum betrat, erhob sich Arson von seinem Stuhl und lächelte. Der Tee hatte die beißende Kälte des Winters aus seinen schmerzenden Gliedern verjagt, so dass sich der junge Ritter, abgesehen von den berennenden, aber nicht weiter schlimmen Schnittwunden relativ behaglich fühlte. Höflich erwiderte er den gruß der Dame mit einem freundlichen "Innos möge Euch beschützen", und ließ sich dann wieder auf dem Schemel nieder.
Die Frage nach dem Minental sorgte jedoch dafür, dass sich das Antlitz des Kämpfers verdüsterte.

"Es ist ein gottverlassener Ort. Orks, Monster und Verbrecher machen die Wege unsicher, die Burg wird gelagert, überall streuen wilde Tiere herum. Wenn ich euch einen Rat geben darf..."
Arson beugte sich vor.
"Haltet Euch fern von der ehemaligen Kolonie. Dort gibt es nicht außer den Tod."
Einige Sekunden der Stille folgten, nur unterbrochen von dem leisen Heulen des Windes und dem Knistern des rötlichen Kaminfeuers. Schließlich war es wieder Arson, der zögerlich das Wort ergriff.
"Wir haben bemerkt...dass Ihr ein Boot besitzt? Ihr hättet nicht zufällig noch ein paar Plätze frei? Wir müssen wirklich dringend nach Khorinis, und würden Euch dafür auch entlohnen."
Das beschwörende Funkeln in den Augen des erschöpften Kämpfers machte deutlich, dass er jedes Wort ernst meinte.
16.01.2003, 19:21 #102
Mykena
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Mykenas Miene hatte sich im Schein des prasselnden Kaminsfeuers etwas verdunkelt. Die Worte des Kriegers deckten sich nur zu gut mit den Beobachtungen der beiden Späherinnen. Die Orks waren mächtiger geworden, sie hatten den Fall der Barriere genutzt um sich im Minental auszubreiten. Es würde sich nur noch um Tage handeln, bis sie den Pass zur Ebene entdeckt hatten. Dann gab es keine Rettung mehr für die kleine Insel der Amazonen. Ihre Mauern waren zwar dick und das umliegende Wasser würde sie eine Weile schützen, aber gegen eine solche Übermacht von Orks hatten sie keine Chance.

Die Finger der Königin umschlossen ihren Speer fester, bis die Knochen hervortraten.
"Wir müssen etwas tun, sonst sitzen uns die Orks bald vor den Toren. Und soweit darf es nicht kommen..."
Sie verlor sich in Planungen. Jemand mußte rüber ins Tal und den Pass verschließen.
Ein Räuspern einer der Krieger brachte sie wieder zurück ins Gästehaus.
"Achja, das Boot. Natürlich könnt ihr euch eines ausleihen, am besten regeln wir das morgen bei Tagesanbruch. Jetzt erholt euch erstmal von den Strapazen, das Gästehaus steht euch offen."
Und schon grübelte die Königin schon wieder in Vorkehrungen gegen die Orks.
17.01.2003, 07:57 #103
Hummelchen
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Hummelchen war in ihrem Element. So viele Gäste und alle lobten ihre Küche. Die fremden Krieger sahen sie aus großen Augen an, als sie ihnen Hühnersuppe und Moleratschinken in Kräuterkruste servierte. So eine Küche waren die Burschen nicht gewöhnt. Ihre Feldküche war wohl eher etwas spartanisch.

Das allerschönste aber war, dass Blutfeuer wieder da war. Und sie war völlig heil und gesund. Sofort war im Lager eine ganz andere Stimmung. Die Bedrücktheit, die sich auf alle gelegt hatte, als sie von der Bedrohung aus dem Minental gehört hatten, war einem völlig unrealistischen Optimismus gewichen.

Blutfeuer sagte, sie würde sich das ansehen. Und wenn Blutfeuer das sagte, würde sie sich auch eine Lösung einfallen lassen.

Außerdem ging es Wuschel gut. Der hatte sich im Stall nach der notärztlichen Behandlung durch Shaela an Rosinante gekuschelt und die beiden ungeleichen Geschwister hatten offensichtlich auch irgendwie das große Los gezogen.

Hummelchen buk Kuchen. Duftenden gelben großporigen Festtagskuchen. Für alle, die einen Grund zur Freude hatten und für die unruhigen Soldaten auch. Der Fischer, in dessen Schiff Blutfeuer und der spacke Sumpfbaal gekommen waren, hatte sich bereit erklärt, für ein kleines Entgelt die Ritter mit nach Khorinis zu nehmen. Seitdem waren auch die Ritter etwas glücklicher. So versammelte sich das ganze Lager zu einem üppigen Frühstück, nach dem das Boot dann ablegen sollte.
17.01.2003, 08:19 #104
stressi
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Stressi fühlte sich rundum wohl hier. Das war ja ein tolles Lager. So viele bildschöne Frauen. Dass er hier nicht schon früher öfter mal eingekehrt war, konnte er sich kaum verzeihen.
Die blöde Überfahrt war zwar etwas anstrengend, zumal ein eiskalter Wind ihnen das Wasser ins Boot getrieben hatte und ihnen eine Eisschicht auf den Körper gezaubert hatte. Er konntte Wuschel verstehen, als der ins Wasser sprang, um schneller am Ufer zu sein. Er hätte es am liebsten nachgemacht.
Aber jetzt war ja alles wieder gut. Sie saßen hier beim Frühstück und er konnte sogar mal echte Ritter kennenlernen. Die waren netter, als er gedacht hatte.
völlig verblüfft war er, als er Arson erkannte.


"Wieso hast du denn das gemacht? Dich hier zu den Rittern geschlagen? Weißt du, dass die einen falschen Gott anbeten?"

Naja, da kam er bei Arson an die falsche Adresse. Der war völlig verstockt und begann sogar, ihn davon überzeugen zu wollen, dass der Schläfer ein Erzdämon sei!
die Dummen starben einfach nie aus. Dabei hatte der doch gar keinen so dummen Eindruck gemacht.
Trotzdem standen im Moment wichtigere Sachen auf dem Spiel. Die hatten von Orks erzählt - Hunderten und von Menschen, die an ihrer Seite kämpften. Das war kaum vorstellbar. Stressi beschloss, seine Bekehrungsversuche erst mal stecken zu lassen und hörte sich lieber genau an, was dort im Minental passiert war.
17.01.2003, 08:27 #105
blutfeuer
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"also den typen, diesen fischer kann ich empfehlen. der hat uns souverän durch die wellen geschippert. ich denke, der könnte eine fährlinie aufmachen, so gut hat er das gemacht."

blutfeuer grinste zu dem fischer hin, der ihr einen giftigen blick zurückwarf. irgendwann würde er sich noch bei ihr bedanken. wenn er jetzt beziehungen zu den rittern knüpfte, könnte er eines tages ein wichtiger mann für khorinis sein.

und wichtig hieß auch gold in der tasche.

vorausgesetzt natürlich, er schaffte die ritter heil nach khorinis.

"hier hast du meine karte, fischer. ich denk, du kannst sie besser gebrauchen. wenn du ja jetzt pausenlos hin- und herfährst.



pass gut auf sie auf. ich werd dir sicher öfter kunden schicken."

blutfeuer skizzierte die karte schnell ab und reichte sie dem fischer rüber mitsamt einem kleinen beutel voll gold.

"komm einfach mal wieder. wir haben waren für khorinis und werden deine überfahrten gut bezahlen."
17.01.2003, 13:33 #106
Arson
Beiträge: 687

Die trübe Sonnenscheibe hatte den Zenit ihrer flachen Bahn schon seit einiger Zeit überschritten, als Arson und seine beiden Kameraden sich in Richtung des kleinen Docks des Lagers bewegten. Ihre durch gutes Essen und eine erholsame Nachtruhe gestärkten Körper strahlten wieder jene nur mühsam gebändigte Kraft aus, die auch von den arg mitgenommenen Rüstungen und zerzausten Haaren nicht überschattet werden konnte. Lächelnd trat der ehemalige Novize an den Besitzer des Bootes, einen dürren Mann mittleren Alters, heran, packte dessen magere Hand und schüttelte sie mit seiner eigenen, gepanzerten Pranke.
"Innos sei mit Euch, guter Mann. Uns kam zu Ohren, Ihr würdet nach Khorinis aufbrechen. Sagt an, fänden drei wackere Gesellen noch Platz in Eurem trefflichen Boot? Seid versichert, dass der Gott des Feuers selbst Euch dafür danken wird - ebenso wie Euer Geldbeutel."
Arson grinste dem Fischer wissend in das wettergegerbte Gesicht.
17.01.2003, 14:13 #107
Clay
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Ein wenig mürrisch blickte der Fischer die drei Ritter an, doch drei Streitern des Herrn die Passage zu verweigern wollte er dann wohl doch nicht. Jedenfalls machte sein Kopf nach einiger Zeit doch die Andeutung eines Nickens. "Gut" rief Arson und schlug dem Fischer beherzt auf die Schulter. Seine Gefühle gut verbergend bat der Seemann die drei Gefährten in sein kleines Boot. Clay betrat als letzter unsicher das Gefährt. Bei der Überfahrt nach Gorthar hatte ihm diese Art zu reisen schon nicht die größte Freude bereitet, aber angenehmer als durch das Lager der verdammten Söldner zu marschieren, war es allemal. Verkrampft setzte sich der junge Ritter auf die schmale Sitzgelegenheit neben Arson und ließ sein Auge über das ruhige Wasser des Meers schweifen. Der Fischer löste die Taue und sprang dann ebenfalls auf Boot. Mürrisch setzte er sich auf die mittlere Bank, ergriff mit seinen starken Armen die beiden Ruder und begann gleichmäßig die Ruder zu bewegen. Erst langsam aber dann immer schneller werdend schob sich das kleine Boot über das kristallklare Wasser des Fjords. Der Wind wehte dem Ritter um die Nase und die Freude bald wieder in Khorinis zu sein, keimte in ihm auf.
17.01.2003, 17:22 #108
blutfeuer
Beiträge: 5.016

blutfeuer war nach dem frühstück ausgeritten und wollte bis nach drakia, um dort mal mit nienor zu sprechen. erstens hatte sie sie lange nicht gesehn und zweitens hatte don erzählt, dass sie dort sone art hauptmann geworden war. und da blutfeuer den beiden amazonen aufmerksam gelauscht hatte, als sie ihre beobachtungen aus dem minental schilderten, wollte sie mit ihrer lehrerin irgendeine art bündnis empfehlen.

allerding wurde sie an der brücke erst mal aufgehalten. die amazonen zeigten ihr einen typen, den sie schon seit einiger zeit auszufragen suchten. offensichtlich hatte der ihren namen genannt.

blutfeuer guckte den mann aufmerksam an. irgendwas in diesem vor schmutz und blut starrenden gesicht kam ihr bekannt vor.

sie sprang von dem vogel und ging auf den wegelagerer zu.

"kennen wir uns?"

phuu, da musste man ja die nasenflügel zusammenziehen. dieser geruch aus blut, schweiß und schlamm war unerträglich. der mann musste unbedingt in eine wanne.
17.01.2003, 17:57 #109
Shaela
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Seit gestern waren lauter Paladine, Ritter und noch so ein Baal aus dem Sumpf im Lager.
Anscheinend hatte Blutfeuer auch etwas damit zu tun... was wollten die nur hier? Die verabscheuten doch das Lager, wollten die gar das Lager überfallen? Und außerdem, was wollte dieser Sumpfler noch hier? Waren die nicht alle wie vom Schattenläufer gebissen weggerannt?
Genug Spekulationen, am besten, sie würde sich jetzt mal um einen von denen kümmern, waren immer noch müde, von was, wusste die hohe Amazone nicht.
Zuerst ging sie zu Hummelchen, Tee holen, und nun hielt sie Ausschau nach einem Innosler, der schwach und kränklich aussah. Sie musste nicht lange suchen, schon bald sah sie einen Ritter, dem in seiner viel zu großen Rüstung ein wenig kümmerlich aussah...
Also lief Shaela zu ihm, und sprach ihn an:
"Hey, Ritter!" Puuuh, der stank ja schlimmer als zehn Goblins zusammen, was hatte der nur getan? Oder stank der immer so? Auf jedenfall musste der unbedingt in die Wanne, ewig konnte der das Lager ja nicht verpesten. Als er sich zu ihr umdrehte (und eine weitere Duftwolke ihre Geruchsnerven benebelte) sprach sie weiter: "Ich hab einen Tee für dich, keine Angst schmeckt gut und macht auch gaaanz stark." Die Amazone fand, dass diese Redensart angemessen für ihn war, anders würde er den Kräutertee wohl eh nicht trinken.
17.01.2003, 19:18 #110
Yenai
Beiträge: 1.478

Yenai war etwas durcheinander. Wieso kam erst gar niemand und nun gleich zwei? Und was hatte er mit der ihm völlig fremden Teeverkäuferin zu tun? Warum rümpften alle die Nase, stank es hier so schrecklich? Konnten die sich nicht waschen?
Aber immerhin war blutfeuer da, das war das wichtigste. Mit einem „Maaaaamii...äh, blutfeuer!!“ stürzte sich der Ritter auf die entsetzt zurückweichende Amazone und umschlang sie. Warum reagierte sie denn nicht? War sie stumm vor Freude? Ja, das war es, ganz sicher. Ein kleines Geschenk würde ihr sicher die Sprache wiederbringen. Er riss der Teeverkäuferin das Getränk aus der Hand. „Hier, hab ich für dich mitgebracht.“, brabbelte Yenai, während seine Versuche, blutfeuer zu tränken, fast zu einer Verbrühung führten. „Ja, jetzt geht’s dir gleich viel besser, nicht wahr?“
Die andere Amazone ignorierte der Ritter geflissentlich, was stand sie da auch dumm rum. Nachher würde mit ihr ein ernstes Wörtchen zu rede haben, warum sie blutfeuer zwangen, in ihrem Verein mitzumachen. So konnte das ja nicht weitergehen.
17.01.2003, 19:32 #111
blutfeuer
Beiträge: 5.016

"yenai, yenai, bist du das? um gotteswillen, wie siehst du denn aus, wo kommst du her und wer hat dich so zugerichtet."

blutfeuer überwand ihre nase, die ihr zur flucht riet, und umschlang den kameraden der gefährlichsten expeditionen und schaffte es sogar, ihm einen dicken kuss auf die wange zu drücken.

"bin ich froh dich zu sehen. bei deinem geschick hatte ich schon befürchtet, dass du die scherben der barriere auf den kopf bekommst. was machst du hier bloß? du solltest in khorinis sein und dort den winter genießen. dabei läufst du hier rum, als wärst du grad den orks aus der vorratskammer entwischt."

blutfeuer trat einen schritt zurück, immer noch den tee in der hand.

"wo kommst du her. du bist doch nicht etwa wirklich...?"
17.01.2003, 19:47 #112
Yenai
Beiträge: 1.478

Endlich erkannte blutfeuer ihn wieder, und sogar einen Kuss hatte sie ihm gegeben! Freudestrahlend erklärte Yenai: „Doch, ich bin wirklich zum Schluss gekommen, dass Fleischwanzen besser schmecken als Scavenger. Ich weiß, dass sich das zuerst erschreckend anhört, aber wenn du erst einmal probiert hast, wirst du mir mit Sicherheit Recht geben. Außen knusprig - innen zart. So muss gutes Insekt schmecken.“ Die Amazonen schienen ob seines unglaublichen Fachwissens leicht verwirrt, doch das machte nichts. „Um deine erste Frage zu beantworten, ich habe mir meinen Weg zu dir freikämpfen müssen, durch sämrliche Ork-Legionen Myrthanas. Also wurde ich dabei etwas dreckig, aber ich habe mich natürlich nicht aufhalten lassen und bin nun hier. Allerdings macht Kämpfen ganz schön hungrig. Du hast nicht zufällig einige Fleischwanzen, am besten paniert?“, erkundigte sich der Ritter hoffnungsvoll, „Oder wenigstens ein gutes Stück Scavenger?“
17.01.2003, 19:54 #113
Mykena
Beiträge: 568

Mykena beobachtete aus dem Fenster der ersten Stocks, wie die drei ritterlichen Besucher Unterschlupf in einem Fischerboot gefunden hatten. Nun, dann war ja alles geklärt.
Zufrieden drehte sie sich auf dem Absatz herum, als ihr Blick auf der große Gemälde im ausladenden Treppenhaus fiel. Eine Kampfszene war dort abgebildet, Männer mit schweren Rüstungen und scharfen Schwertern drängten eine Horde Monster zurück, haarige Wesen ohne jegliche Schönheit.

Die Szene erinnerte sie an die Orks im Minental. Sofort verfinsterte sich das Gesicht der Königin wieder. Sie mußten bald handeln. Noch war Gelegenheit den Pass zu sperren.
Mit entschlossenen Schritten stieg sie hinab ins Parterre und trat hinaus auf den Hof.
17.01.2003, 20:10 #114
blutfeuer
Beiträge: 5.016

"dann komm mal mit, du wirst die leckersten sachen zu essen bekommen, die hummelchen auf lager hat, das versprech ich dir. aber komm mir erst wieder unter die augen, wenn ich mich mit dir auch bei hummelchen sehen lassen kann. immerhin will ich mit meinem genialen beschützer eindruck machen. am besten, du läßt dir von dieser amazone mal das waschhaus zeigen. vielleicht ist ja noch warmes wasser da und wenn du sie lieb bittest, schruppt sie dir ja vielleicht sogar den rücken."

blutfeuer brachte ihren wuschel wieder in den stall, was der mit ein paar quengligen tönen ung bissen in ihren arm quittierte.

dann lief blutfeuer in den speiseraum und hummelchen begann ein abendbrot der sonderklasse vorzubereiten.
17.01.2003, 20:23 #115
Shaela
Beiträge: 273

Ewig konnte das nicht so weitergehen, dass dieser... merkwürdige „Yenai“ überall seine Duftnoten hinterließ. Doch wie wollte sie den in die Wanne bringen? Leicht würde das sicher nicht werden...
Mit Fleischwanzen konnte man ihn wahrscheinlich locken, das war ja anscheinend Yenais Lieblingsspeise. Vielleicht eine Spur von panierten Fleischwanzen zur Wanne legen... Doch wieso sollte er dann in die Wanne steigen? Wenn Shaela eine Fleischwanze in sie legen würde, könnte Yenai auch ohne in die Wanne zu steigen sie nehmen. Ach, er würde sie eh nicht entdecken. Es musste eine Idee her, und zwar eine ziemlich simple... gar nicht so einfach...

Nun, vielleicht konnte man ihm ja eine Geschichte von einem Seeungeheuer in dem großen See (die Wanne) auftischen, und er würde sich aufmachen, es zu besiegen. Doch dafür war er wohl zu feige.

Inzwischen hatte Shaela auch Hunger bekommen, und beschloss, erst einmal zu Hummelchen zu gehen, die könnte ihr ja auch noch Fleischwanzen panieren.

Zurück auf dem Innenhof entschloss sich die hohe Amazone, einfach ihn mit einem Spruch zu locken, wie „Ein echter Mann badet jeden Tag“ oder „Blutfeuer mag am liebsten frisch gebadete Paladine“. Ja, der war gut, mit dem würde sie es versuchen!

Doch, was sah sie da: Yenai kam auf sie zu und bat sie, ihm den Weg zum Waschhaus zu zeigen. Erfreut zeigte Shaela ihm das Waschhaus. Was war denn mit dem geschehen?
17.01.2003, 21:00 #116
Yenai
Beiträge: 1.478

Normalerweise hätte sich Yenai strikt geweigert, auch nur die Hände in Wasser zu tauchen (Wie er wusste, war Wasser gesundheitsschädlich und immer kalt), doch wenn blutfeuer ihm keine Wahl ließ, musste es wohl so sein. Er ließ sich von der Teeverkäuferin den Weg zum Waschhaus zeigen, wo schon einen Wanne voll warmem Wasser bereitstand. Trotz erheblicher Bedenken vonseiten des Ritters schaffte es dir Amazone schließlich, ihn in die Badewanne zu locken (Aber nur, wenn sie sich umdrehte und nicht guckte!)

Ein Paladin kannte ja bekanntlich keinen Schmerz, aber das war schon eine harte Glaubensprüfung. Yenai versuchte, sich an das letzte Mal zu erinnern, als er gebadet hatte. Lange her, aber er glaubte, damals diese Bürsten zum Wegschrubben des Schmutzes verwndet zu haben. Also fing er an, ungeschickt an sich herumzubürsten, wobei die Hälfte des Badewassers über Bord ging. Schließlich jedoch war es geschafft und der tapfere Recke durfte mit gewaschenem Körper und ohne Rüstung, dafür aber mit bequemen Tageskleidern, zu blutfeuer zurück.

Yenai war gerade auf dem Weg, als ihm die Teeverkäuferin einfiel. Schnell rannte er zurück und erlaute ihr, sich wieder umzudrehen. Misstrauisch starrte er sie an. Hatte sie auch ganz sicher nicht gespickt? Nunja, war ja auch egal, blutfeuer wartete schon. Wenn er jetzt eine Ahnung hätte, wo er hin musste....
17.01.2003, 22:08 #117
meditate
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meditate hatte von ihrer wirtin erfahren, dass sich im speisesaal bei hummelchen eine lustige gesellschaft eingefunden hatte, die dort zu ehren von blutfeuers heimkehr ein festessen von hummelchen spendiert bekam. die magierin sollte nur hingehen. es würde ihr sicher gefallen.

blutfeuer? da war sie also wieder. zuletzt hatte sie das mädchen gesehen, bevor das kastell zerrissen wurde und die barriere fiel. das war ja eine schöne nachricht. schnell zog sie sich einen mantel über und lief durch den schnee zum haupthaus.
17.01.2003, 22:51 #118
Mykena
Beiträge: 568

"Oh, was feiern wir denn feines", Mykena war zu der kleinen illustren Gesellschaft gestoßen und musterte die Anwesenden. Soviele Fremde wie im Moment waren schon lange nicht mehr im Lager gewesen. Aber Blutfeuer war zurück, na wenn das keine Freude war. Kein Wunder dass wieder Leben in ihr verschlafenes Nest kam.

"Ich freu mich schon auf Hummelchens Köstlichkeiten wie nie zuvor. Wir haben wirklich Glück eine solch begabte Köchin unter uns zu wissen."
Sie nahm am Kopfende der Tafel Platz und blickte in die Runde. Durchweg fröhliche Gesichter, die Anspannung war für einen kurzen Abend gewichen. Morgen würden wieder die quälenden Gedanken über die Orks wieder Einkehr in den Köpfen der Amazonen halten. Aber heute noch sollten sie ein bisschen feiern, sich Mut für das Bevorstehende aneignen.
"Auf die Amazonen!", sie hob ihr Glas mit Amazonengebräu und begann dann mit den restlichen hungrigen Tafelgästen sich über Hummelchens Kochkünste herzumachen.
18.01.2003, 02:27 #119
stressi
Beiträge: 1.158

Stressi fand am besten an Hummelchens Köstlickeiten einen flammenden Pudding, der in der Mitte auf dem Tisch stand. Den hatte die Köchin mit Feuerlikör übergossen und flammend hereingetragen und dann mitten auf den Tisch gestellt.
Das sah so schön aus, dass er das immer wiederholen musste. Er erwärmte den Feuerlikor in einer Kelle, entzündete ihn und goss ihn dann über den Pudding und immer und immer wieder erleuchete sein warmes blaues Feuer die Gesichter der Gäste.
Aus dem Kastell von den Schwarzmagiern saßen hier Meditate und der unheimliche Don-Esteban, der ihn damals unbedingt hinrichten wollte.
Dann saß bei ihnen die wunderschöne Königin der Amazonen und natürlich die unvergleichliche Blutfeuer mit ihrem tapferen Beschützer Yenai, der eigentlich zu den Ganoven des Alten Lagers gehört hatte.
Direkt neben ihm saß eine besonders liebliche Erscheinung, sie wurde ihm mit dem klingenden Namen Shaela vorgestellt. Sie war hier wohl die Herrin der Tiere und des bewaffneten Kampfes beim Reiten. Eine anmutige Frau, der man diese Kräfte gar nicht zutraute.
Außerdem saßen auch noch einige andere Amazonen am Tisch und unterhielten sich über die Bedrohung aus dem Minental.

Die Küche dieser Amazone war uvergleichlich. Stressi konnte Champ gut verstehen, dass er sich eine Rune hier in dieses Lager verschafft hatte. Er wollte auch eine. mal sehn, ob da was zu machen war.
Er wollte gerade anfangen zu sprechen, da betrat noch ein Frau den Raum, der man ihren Rang sofort ansah. So schritten nur Priesterinnen.
18.01.2003, 03:29 #120
Don-Esteban
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Insgeheim mußte der Schwarzmagier den Amazonen Respekt zollen. Hier lief alles geordnet ab. Jede hatte ihre Aufgabe, Gäste wurden zuvorkommend behandelt. Selbst die Paladine, bei denen es sich noch vor nicht allzulanger Zeit um Angehörige des nun zerstörten Alten Lagers (nur die belagerte Burg hielt den Feinden wie ein Fels in der Brandung stand) gehandelt hatte, wurden freundlich empfangen. Hier konnte man sih durchaus wohl fühlen, selbst, wenn die übliche Düsternis des Kastells fehle, an die sich der Hohepriester mittlerweile so sehr gewöhnt hatte, daß er sie eigentlich nicht mehr missen wollte.
Im Speisesaal hatte sich so eine illustre Runde eingefunden. Neben den beiden Schwarzmagiern und diversen Amazonen hatte sogar die Königin beschlossen, die Gäste mit ihrer Anwesenheit zu beehren. Der Ritter Yenai genoß sichtlich die Aufmerksamkeiten von blutfeuer, stressi schaute sich aufmerksam um. Vor einiger Zeit, dem Don schien es, als sei es Ewigkeiten her, hatte dieser Mensch aufgrund falcher Anschuldigungen am Abgrund zum Tod gestanden. Doch das war lange her.
Jetzt hieß es, die Kochkünste von hummelchen zu würdigen. Und wie ginge das besser, als damit, ordentlich was zu verdrücken? anerkennend mußte Der Magier feststellen, daß hier, nicht wie in der Burg, wo der Großteil der Nahrung aus Fleisch bestand, an seine Vorliebe für fleischlose Kost gedacht worden war.
18.01.2003, 03:53 #121
meditate
Beiträge: 6.868

nachdem sie die wundervollen feinen reistörtchen und den butterweichen fisch genossen hatte, langte stressi den nunmehr in alkohol ertränkten pudding aus der mitte, um ihn möglichst gerecht aufzuteilen. das war der geeignete zeitpunkt. meditate erhob sich und blieb einen moment stehn. das gespräch am tisch verstummte,

meditate sprach:

"ihr wisst, welches unglück über uns gekommen ist. die orks, drachen und anderes gezücht machen sich in khorinis breit und wir alle können die insel nicht verlassen, weil uns die orks in einen undurchdringlichen ring aus eisen und feuer eingeschlossen haben. wir werden also hier weiter leben müssen, zwar nicht mehr in den grenzen der barriere aber imme noch in grenzen. und wir haben einen feind, den wir nicht besiegen können, weil die unholde wie phönix aus der asche neu erstehen. unserem aller gott des abschieds und der ewigen ruhe nach dem tod hat es gefallen, das kastell an einen neuen standort zu versetzen, auf einen lieblichen fels in eine friedlichere waldgegend.

unser minetal ist verwüstet. die drachen haben es verbrannt und böse kreaturen leben jet´zt dort.

aber beliar hat es gefallen, aus dem kastell der turm herauszureißen und ihn hier zu belassen. inmitten eines kraters, umflossen von lava.

nach dem willen beliars soll ich diesen turm halten und ich soll in ihm leben. ich kenne natürlich nicht die pläne meines gottes, aber ich muss zurück in den turm. mein gefährte don-esteban hat zugesagt, mich dort hin zu begleiten. das wird ein sehr gefährlicher weg. wir werden ihn morgen antreten. ich habe eine bitte. wir müssen zwei truhen mitnehmen. könnt ihr uns einen scavenger und eine karre zur verfügung stellen? ich weiß zwar immer noch nicht, wie wir durchkommen sollen, aber was bleibt und übrig?

verehrte magierin, sehr geehrte königin, könnt ihr uns helfen?"
18.01.2003, 04:02 #122
blutfeuer
Beiträge: 5.016

blutfeuer sprang auf.

"das könnt ihr ganz sicher nicht allein machen. ich werde euch beschützen. euch magiern kann mann das sicher nicht allein überlassen. siehst du das nicht auch so, mein freund?"

damit stieß sie yenai vom stuhl, der trotz der festlichen reden schon die hochprozentige torte in sich hineinstopfte. er nickte nur mit vollen backen und verzückten augen. sicher träumte er schon wieder von heldentaten.

"mich braucht ihr schon deshalb, weil ihr euch einfach nicht verteidigen könnt gegen die vielen orks. außerdem möchte ich sehen, wie es da hinter den bergen aussieht."
18.01.2003, 04:03 #123
stressi
Beiträge: 1.158

Auch Stressi sprang auf.

"Ich bin auch dabei. Ich leih euch mein Schwert und meine Magie. Wir werden Euch den Weg freikämpfen und ihn mit Orkleichen pflastern."
18.01.2003, 04:07 #124
meditate
Beiträge: 6.868

"ich werd mich über jeden gefährten freuen, aber es kann sehr gefährlich werden. direkt neben meinem turm lebt ein feuerdrachen. dem darf man auch nicht zu nahe kommen.

lasst uns alles besprechen. ich würde sagen, wir machen uns morgen früh reisefertig und brechen auf, so dass wir bei tag den gebirgspass überwinden. vielleicht finden wir dann ja in den jenseiten höhlen noch mal ruhigen schlaf. danach werden wir nicht mehr schlafen können, bis wir in meinem turm angekommen sind."

die gruppe setzte sich wieder und es begannen lebhafte gespäche, die sich bis zum frühen morgen hinzogen.
18.01.2003, 04:12 #125
Hummelchen
Beiträge: 399

Mitgehn würde Hummelchen sicher nicht, aber sie würde der Gruppe das beste Proviant geben, was es gab und sie würde die Rüstkammen auf den Kopf stellen. Gerade hatte sie letztens sehr brauchbare kettenhemden gesehn, Die würden sich unter den Roben der Magier ganz gut machen.

Und dieser Yenai brauchte auch ne vernünftige Rüstung und ein echtes Männerschwert.

Hummelchen verzog sich in die Küche und begann zu backen. Bald erfüllte den Raum, in dem die Gruppe aß und diskutierte auch noch der Duft von frischgebackenem Brot und Streueselkuchen.
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