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Das Kastell des ZuX # 16
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02.01.2003, 01:31 #1
tor zum kastell
Beiträge: 108
Das Kastell des ZuX # 16
der weg war mühsam, und nun schau!
dort auf dem höchstem fels zu sehn,
die hohe burg, der finstre bau.
bleib vor dem dunklen tore stehn

__________an der hohen felsenwand
__________der alte turm und das kastell
__________leuchten weithin übers land
__________flieh nun wandrer, laufe schnell

im hause spukt es, sieh dich vor:
es warnt ein dunkles blutiges tor!
ein käuzchen weint, es ruft dich heim.
vergiss die angst und tritt herein.

__________um den turm die raben kreisen,
__________die weit ins land sehn, weit und alt.
__________sie wissen viel, die alten weisen
__________ihr schrei wohl in den ohren hallt

der zux streckt seine bleiche hand
mit hilfe seiner dunklen mächte
die nacht sinkt nieder auf das land
als ob sie nimmer weichen möchte.

__________zwei bleiche wächter an der wand
__________fordern dich zur demut auf.
__________eines mächtgen magiers hand
__________zwangen sie am tor hinauf.

genagelt an des tores holz
weit die arme ausgebreitet
künden sie vom hohen stolz
der des kastelles willen leitet

__________märtyrern gleich ans kreuz gebunden
__________sank auf die brust ihr kopf herab
__________mit efeu war der fuß umwunden
__________des eingangs bogen war ihr grab

an jedem flügel einer hing
brüder noch im tod sie waren
'ne krähe sich ein auge fing
bald kamen sie in ganzen scharen

__________die haut in fetzen hing vom schädel
__________gebleichte knochen überall
__________ehdem der körper stark und edel
__________so war der tod sein tiefer fall

das fleisch verdorrt und abgenagt
skelette hell im mondenschein
dies mahl den raben wohl behagt
hier mußte keiner hungrig sein

__________die schädel blank im mondenschein,
__________die knochen hell im lichte leuchten
__________der anblick fährt durch mark und bein
__________betrachtern sie lebendig deuchten.

als warnung an den wandersmann
war'n die toten auserkoren
kam er nur als narr hier an
nichts er hatte hier verloren

__________so sollte es nun jedem geh'n
__________der hierher kam aus übermut
__________vor diesem tor blieb jeder steh'n
__________hier war man besser auf der hut.

in demut kam man zum kastell
um zu bitten, nicht zu fordern
nur, wes geist war klar und hell
konnt' hoffen, beliar zu ordern.

__________war die hilfe erst gewährt
__________war sie ein versprechen
__________und dies gelübde nie verjährt
__________sonst würd's das tore rächen.
02.01.2003, 02:25 #2
meditate
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meditate erwachte.

irgendetwas war anders als sonst. sie lag einen moment still im bett und überlegte, was das eben war. dass sie geweckt hatte. ihr zimmer befand sich jetzt im turm, vielleicht war das ja auch nur das ungewöhnliche.

trotzdem stimmte etwas nicht.

meditate setzte ihre füße auf den boden und da war ihr plötzlich, als würde das kastell vor furcht erbeben.

was bei beliar war hier los? auch das licht war ein anderes als sonstß irgendwie sah die nacht heute bedrohlicher aus, nicht so vertraut.

die hüterin zog sich schnell an und griff nach ihrem stab. sie würde das kastell mal durchstreifen und prüfen, was los war.
02.01.2003, 02:54 #3
blutfeuer
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blutfeuer und prophet gingen in das refektorium und setzten sich. wie immer erschien der beste rote wein, den das kastell zu bieten hatte, sogar geschliffene kristallgläser hatten die dämonen spendiert.

nach so langer zeit der trennung hatten die beiden auch einen guten tropfen verdient.

blutfeuer hatte das glas gerade abgesetzt, als auf einmal ein dunkler tiefer ton durch das kastell dröhnte. erschrocken hielt blutfeuer inne. was war denn jetzt los?
02.01.2003, 03:00 #4
meditate
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sie war gerade auf dem weg ins refektorium, als die glocke des turmes auf einmal begann, einen dröhnenden und klagenden ton von sich zu geben.

was war hier nur los? die glocke hatte meditate noch nie gehört. irgendetwas war im gange. wieder bebte der boden des gewaltigen gemäuerst und wie zur bestätigung schickte die glocke noch einen seufzer hinterher.

meditate befragte die dämonen, die ihr aber nur sagten, dass etwas geschehen sei. auf weitergehende fragen wussten sie keine antwort.
von überall aus dem kastell waren jetzt geräusche zu hören. türen öffneten sich und die anderen magier kamen aus ihren zimmern. die glocke hatte sie alle gerufen.
02.01.2003, 03:38 #5
Don-Esteban
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Der Meister des Zirkels befand sich in der Bibliothek. Gerade hatte er einen Gang zwischen zwei Regalreihen entdeckt, den er noch nie gesehen hatte. War der etwa neu? Neugierig betrachtete er die verzierten Buchrücken und versuchte, zu entziffern, was auf ihnen stand. Doch auf einmal ging ein Grollen durch das Kastell. War etwa eine Mauer eingebrochen? Jetzt zitterte der Boden. Hier und da fielen Bücher aus den Regalen und klatschten wie überdimsionale Regentropfen in unregelmäßigem Rhythmus auf die Fliesen. Irgendwo läutete eine Glocke. Seltsam.

Ein Erdbeben? Das war doch noch nie passiert. Beunruhigt verließ der Magier die Bibliothek, um im Kastell nachzuschauen, was passiert war. In den gängen begegneten ihm andere Magier, die ebenso verwirrt waren.
"Raus aus dem Kastell, wenn es einstürzt, sind wir hier drin verloren." Er rannte in Richtung des Innenhofes. Was war, wenn es mehr als nur ein Erdbeben war? was war, wenn es Beliar gefiel, seine Schützlinge zu sich zu holen? Oder war es ein großer Orkangriff? Er verdrängte derartige Gedanken. Solange nicht klar war, was geschehen war, brachten Spekulationen nichts.

Endlich, nach Durchquerung der Eingangshalle, erreichte der Magier endlich den Innenhof. Und hier sah er, was passiert war. Der ganze Himmel war in Aufruhr. Über der immergrünen Esche tanzten Linien aus magischen Blitzen. In wilden Mustern überlagerten sie sich. Da, wo sonst die zumeist unsichtbare Barriere, die nur hin und wieder ihr Vorhandensein durch ein drohendes Funkeln des blauen Firmaments preisgab, tobte nun der Aufruhr. Wild und immer wilder zuckten magische Entladungen vom Himmel, auf der Flucht vor ihren gleichartigen Verfolgern.

Ein Donnergrollen ertönte, unablässig von allen Seiten her erneuert, so daß der Lärm nicht abebbte. Es war wie ein Getöse eines Wasserfalls, nein, vieler Wasserfälle gleichzeitig. Immer wieder unterbrochen durch das Geräusch der Blitze. Atemlos staunend stand der Hohepriester im Innenhof. Hoch über ihm flogen die Raben, sahen das Kastell wie ein Spielzeughaus daliegen und in dem von hier oben kleinen Hof stand ein Mann und starrte in den Himmel.

DOn-Esteban mußte lachen. Nur selten hatte ihn jemand lachen gehört, doch jetzt war einer der seltenen Augenblicke. Er lachte aus vollem Hals. Die Barriere! Sie fiel in sich zusammen. Ja, sie würde fallen. Der Namenslose, der ihn nach dem Schwert gefragt hatte, hatte es tatsächlich geschafft. Was für ein Teufelskerl! Ja, er mußte es geschafft haben. Der Schläfer war verbannt und alle würden frei sein. Und tatsächlich.

Nachdem das Zucken der Blitze immer wilder wurde und sich die Farbe der Barriere von einem blaßen blau bis zu einem leuchtenden purpur verändert hatte, wie es nur die schönsten Sonnenuntergänge hervorbrachten, ließ das donnernde Getöse plötzlich nach und die Magische Kuppel fiel in sich zusammen. Einfach so, als hätte jemand den Vorhang gezogen. es sah so einfach aus. Und doch änderte sich alles. Mit einem mal wurde ihm klar, daß das Kastell hier nicht mehr sicher war. Die Kuppel war Fluch uns Segen gleichzeitig gewesen.

Jetzt verblaßten die letzten Reste der einst so mächtigen Kuppel vor den Augen des Schwarzmagiers. Sie löste sich auf, wie ein Stück Pergament, daß den Flammen übergeben wurde. Hier und da zeigten sich Löcher, die immer größer wurden. Verirrte magische Blitze zuckten noch über den Himmel und suchten Anschluß. Doch die Barriere war nicht mehr. Nach ein paar Minuten verblaßten die letzten Reste der einst so mächtigen magischen Kuppel.

Majestätisch hatte sie sich über das Tal gespannt und mit einem unvergleichlichen Farbspiel war sie zu Grunde gegangen, als die Kraft, die sie aufrecht erhielt, verschwunden war. Magie war zu vielem fähig und doch gab es immer wieder etwas, das mächtiger war. Den Anblick der sterbenden Barriere brannte sich unauslöschlich in das Gedächtnis Don-Estebans ein. Noch begriff selbst er nicht, was es bedeutete, die Kuppel los zu sein. Sie war weg und würde nicht wieder kommen. Still stand er im Innenhof und fühlte das Nachlassen der stürmischen Windböen, die das Zusammenbrechen der Barriere begleitet hatten.
02.01.2003, 03:51 #6
meditate
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die hüterin war hinter dem don in den hof getreten und hatte dem schauspiel atemlos zugesehen. wie ein feuerwerk sprühten die blitze über den himmel und warfen ihre zuckenden lichter auf das alte gemäuer, dass tatsächlich aussah, als würde es tanzen. vor ihr stand ein lachender don und meditate flossen die tränen über die wangen.

die barriere fiel und sie würden frei sein. hingehn können wohin si wollten. sie würden ihre sachen nehmen und auseinanderlaufen, wie spreu in die der wind gefahren war.

wahrend don lachte, erfasste sie ein wilder schmerz. nein, sie wollte hier ganz gewiss nicht weg. dieser alte bau war ihre heimat, an diese stelle hatte beliar sie gestellt. hier würde sie nicht weichen. das ganze speltakel am himmel schien ihr nicht im geringsten festlich. das purpur des himmels hatte für sie die farbe von blut und schmerz.

bedrückt ging sie zurück in das gebäude. langsam und schleppend ging sie den gang entlang bis in den thronsaal. ihre hände glitten die kostbaren wandbehänge entlang und vor ihren augen entstanden die vielen geschichtten, die sie hier erlebt hatte. wie sie den don kennengelernt hatte und den mühsamen weg zur magie. die vielen begegnungen in der unterwelt, die freundi in der barriere und das viele leid, dass sie zusammen getragen hatten.

nein, sie war wirklich nicht glücklich in diesem moment. sie musste das ganze überdenken und ließ sich auf dem thronsessel nieder. noch immer perlten neue tränen aus den augen. sie konnte sie gar nicht zurückhalten.

klar war die barriere ein gefängnis gewesen, aber sie war auch vertraut, war heimat.
02.01.2003, 04:01 #7
blutfeuer
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die rufe der magier hatten auch blutfeuer ins freie getrieben. der himmel schien zu explodieren. schnell lief sie zu wuschel, der wütend und todesmutig zum himmel starrte und das chaos mit seinen spitzen lauten schreien perfektionierte.

wow, das war ja ein feuerwerk. da mussten sich auch die schönsten spektakel, die blutfeuer auf den jahrmärkten kennengelernt hatte, hinter verstecken.

hatte der typ im schläfertempel es doch geschafft.

blutfeuer war ja bis zum schluss der meinung geween, dass da sicher nichts dran war an der vorstellung, dass der erzbaron die barriere zusammenhielt, aber sie wurde ja nun wohl doch eines besseren belehrt.

blutfeuer konnte ihren vogel schnappen und reiten wohin sie wollte. das war eine tolle vorstellung.
02.01.2003, 04:02 #8
Don-Esteban
Beiträge: 9.734

Der Schwarzmagier hatte bemerkt, daß hinter ihm jemand auf den hof getreten war. Doch hatte dieser jemand kein Wort gesagt und war dann wieder verschwunden, als er sich umdrehte. Er sah nur noch den Zipfel einer Robe, der wieder im Kastell verschwand. So lief er denn hinterher und erreichte meditate, als sie in den Thronsaal ging. Er durchschritt die Säulen und fand sie auf dem Thron sitzend. Tränen rannen ihr die Wangen herab.

"Was bedrückt dich? Hast du Angst, weil die Barriere weg ist? Fehlt dir der Schutz, den wir durch sie hatten? Jetzt werden wir uns selbst verteidigen müssen, Beliar hat es gefallen, die Kuppel zu nehmen. Doch wir haben die Zeit genutzt. Wir sind beständig stärker geworden und Beliar hat uns neue Magie geschenkt. Wir können uns selbst verteidigen vor den Angriffen der restlichen Welt. Verzweifel nicht. Wir sind nicht allein. Beliar ist mit uns. Und wenn jetzt auch vieles für immer verändert ist, ständiger Wandel ist nunmal das einzig Beständige in unser aller Leben." So versuchte er, seine Gefährtin in vielen Abenteuern zu trösten, so gut es ging.
02.01.2003, 06:49 #9
meditate
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er verstand es nicht. es ging nicht úm den schutz, es ging um die gemeinschaft. sie würde sicher zerbrechen, das bündnis mit beliar war kompliziert, es würde nicht halten.

sie würde bleiben. sie hatte den tod als konsequenz, ja als ziel des lebens begriffen. man lebte um zu sterben. aber wer akzeptierte das schon?

meditate schluckte die tränen hinunter und straffte sich.

"wir müssen erkunden, was draußen los ist."
02.01.2003, 08:03 #10
Zavalon
Beiträge: 1.025

Ein unnormales Beben erweckte Zavalon aus seinen, was war geschehen? Es kamen schemenhafte Gestalten darin vor. Verwischt, unklar... böse. Da hörte er Stimmen aus der Eingangshalle.

Schnell öffnete er per Zauberspruch seine Tür und rannte in Windeseile die Treppe herunter, wo er auch schon meditate und Don-Esteban im Innenhof sah.
"Was ist gescheh..."
Der Anblick der zerbrechenden Barriere: Blitze zuckten über das doch vorher so monotone Himmelsfeld. Fetzen endloser Energie lösten sich und endeten als Feuerwerk.

Was würde dieses Ereignis für Zavalon und vor allem auch für das gesamte Kastell bedeuten? Familie besaß er nicht mehr, er würde bei ihnen bleiben, sich fügen.
02.01.2003, 09:57 #11
XardasDiener
Beiträge: 98

XardasDiener hatte vergangen Wochen damit verbracht in den verschiedensten Büchern in der Bibliothek zu studieren. Meistens hatte er in seinem Zimmer gelernt. Dort war es einfach am stillsten. Zwischendurch hatte er natürlich auch was gegessen. Der zuvor vollkommen amgemagerte Mann hatte wieder sein Normalgewicht erreicht.
Ganz geheuer war ihm das Kastell immer noch nicht. Er schlief meistens relativ schlecht. Woran das genau lag wußte er selber nicht. Mal knarrte der Boden oder die Decke. Das wäre ansich nichts besonderes gewesen aber das knarrende Geräusch war irgendwie anders. Es war fremd als ob es nicht von dieser Welt käme. Möglicherweise stimmte das sogar.

Die Dämonen die er manchmal sah, machten ihm jedoch nichts mehr aus. Zu Beginn war er bei jedem Schatten oder Geräusch zusammengezuckt. Mittlerweile war seine Wunde sogar verheilt. Und das ungewöhnlich schnell.

Plötzlich wurde er von einem lauten Geräusch, er vermochte nicht zu sagen ob es sich um ein Gewitter handelte oder um ein Erdbeben oder um etwas anderes, aus seiner Gedankenwelt gerissen.
02.01.2003, 11:36 #12
Inachos
Beiträge: 81

Inachos hatte gestern Abend beschloßen das der Weg zu sienem bett zu weit für ihn seie, also war er spät in der Nacht, mit höchst roten Augen über einem der Bücher zusammengebrochen. Da lag er nun, mit dem Kopf auf Seite 213, die Arme schlaff auf dem Tisch - Zumindest so lang, bis der Boden unter ihm erzitterte. Völlig orientierungslos schreckte er auf und kippte samt Stuhl nach hinten über - Was auch seinen Bruder geweckt hatte, welcher ebenfalls in der Bibliothek eingeschlafen war. Lauthals schlug die Glocke und riß noch so manchen Magier auds dem Schlaf. Die einzigen die desinteressiert waren, konnten fliegen und machten kommunikation zur Qual : Die Dämonen.Sazabi starrte sienen bruder verstört an.

"Ja, ich war das nicht !" stellte dieser vorsichthalber fest und erntete dafür verständnisslose Blicke umherstehender Unbeteiligter. Das würde Inachos nie vergessen - Zum ersten, und auch wohl zum letzten mal sah er seinen Bruder mit ratlosem Gesichtsausdruck. Einige Magier waren in den Hof verschwunden, als die beiden Magier-Brüder dies erkannten waren sie ebenfalls schnell im Hof und bekamen ein schier unglaubliches Schauspiel geboten - Die Barriere löste sich auf ! Einige waren sogar im Schlafaufzug erschienen und sie alle starrten gebannt gen Himmel - Es war der schiere wahnsinn. Was war passiert ? Was würde der Don dazu sagen ? Hoffentlich wüsste er was zu tun seie, was geschehen war - Wer, wenn nicht er ?
02.01.2003, 16:59 #13
Don-Esteban
Beiträge: 9.734

Der Don eilte durchs Kastell. Es würde sich vieles ändern. Doch zuerst brauchte er eine Spruchrolle für den Teleport zum Kastell. Er würde Sador holen. Die Kneipe konnte er vergessen. Das Geld, was sie bis jetzt eingebracht hatte, würde für eine neue reichen müssen. Der Wirt würde drüber hinwegkommen. Vielleicht würde er lamentieren, aber immernoch besser, als von den Orks abgeschlachtet zu werden. Bald verließ er den Bau durch das Tor.
02.01.2003, 20:22 #14
PropheT
Beiträge: 3.117

Blutfeuer war den anderen auf den Hof gefolgt, neugierig wie sie war, folgte sie gedankenlos ihrem jugendlichem Gemüt, das sie aus dem Mauern des Kastells zu dem gerade eintretenden Spektakel führte.

Doch PropheTs Weg, seine schmerzende Verheißung, hatte für ihn einen anderen Weg vorgesehen.

Geschwind machte er sich in sein Zimmer auf. In der Ecke lag schon sein ganzes Hab und Gut, das sich in einem großen, zugeschnürten Beutel befand.

Das letzte Zeugnis, das noch darauf hinwies, daß hier einmal jemand gewohnt hatte, fand schnell seinen neuen Bestimmungsort auf den Schultern des Priesters.

Mit einem letzen, fast leeren Blick, bedachte PropheT der alten Zeiten, seine Erlebnisse, die ihm während seiner Zeit hier im Kastell widerfahren waren und kehrte diesem Lebensabschnitt unwiderruflich den Rücken.


In einem dunklen Umhang gehüllt trat der Hoheprister aus dem Kastelltor in den Hof.

Während die anderen gespannt dem Ende der Barriere mit wehmütigen oder freudigen Augen entgegenblickten, nutzte PropheT den Schutz der nächtlichen Dunkelheit, um unbemerkt seinem Schicksal entgegenzutreten.


Nur ein flüchtiger Blick schweifte vom Boden in Richtung Himmel, an dem sich noch die letzten Blitze dem unausweichlichem Ende verwehren wollten.

Seine Freunde hatte er hinter sich gelassen. Auf dem Weg, den er zu beschreiten hatte, war kein Platz für belanglose menschliche Tugenden und Eigenschaften.

Auf seinem Pfad war Schwäche ein Luxus, den er sich nicht leisten konnte- dieser Weg war der kalten, gefühllosen Realität gewidmet.

Moral und der Zeit unterworfenen Ideologien, wären nur ein unnützes, entbehrliches Laster, das ihn an der konsequenten Umsetzung seines Vorhabens hindern würde. Freundschaft war vergänglich und somit für ihn ohne weitere Relevanz.

Vielleicht gab es in späteren Zeiten wieder Platz für menschliche Schwächen. Momentan würden diese Regungen aber von einer inneren Kälte erbarmungslos verschluckt.

Im Schatten der Gebüsche hielt er inne. Sein Blick war auf den Bergpaß gerichtet, der ihn in die neue Welt bringen sollte.

Entschlossen stachen seine blauen Augen in Richtung Freiheit. Ein gehässiges Schmunzeln huschte über das ansonsten ausdruckslose Gesicht des Magiers - fest umschlang seine Hand sein Schwert. Der gefürchtete wie auch ersehnte Zeitpunkt seiner Rache war gekommen.....
02.01.2003, 22:38 #15
Malicant
Beiträge: 212

Unermüdlich schleppte Malicant einen weiteren Bücherstapel aus der Bibliothek in den Turm. Die Barrere war gefallen, nur wenige Tage nachdem er hineingeworfen worden war, und jetzt trieb ihn irgend etwas zur Eile an. Dieses Etwas sagte ihm auch, dass er fast fertig war, aber noch nicht ganz...
Eine innere Stimme, so schien es. Eine Stimme, die Malicant derzeit voll und ganz in ihrer Gewalt hatte, die ihm sagte, er solle bleiben...
Und also würde er bleiben.
02.01.2003, 22:53 #16
olirie
Beiträge: 1.642

Olirie hatte gerade mit der Reparatur des Übungsraumes abgeschlossen, als die Erderschütterungen begannen und die Glocke Leutete. Sofort rannte er vors Kastelltor und als er gen Himmel schaute, stockte ihm der Atem.

Die Barriere verhielt sich seltsam instabil, sie verlor an Kraft, das konnte in den Augen des Schwarzmagiers nur eins bedeuten. Beliar selbst war gekommen, um alle Bewohner der Kolonie in sein Reich zu holen.

Das war ein Freudentag für den kompletten Zirkel, ihr Herr und Meister würde sie zu sich holen.

Vor Freude liefen olirie die Tränen in die Augen und er lief schreiend und lachend vor den Kastelltor umher und wartete auf seinen Herrn.

Doch nichts geschah, da, die BArriere verschwand, doch Beliar erschien nicht. Dennoch war olirie überglücklich, er musste scih nun zwar noch etwas gedulden, bis sein Herr ins diesseits kam, doch dafür war er nun frei, befreit von dem magischen Gefängnis, der Barriere.
03.01.2003, 00:09 #17
Sador der Wirt
Beiträge: 391

Die Eingangshalle: Die Schatten der Säulen, die akkurat ausgerichtet auf den Boden fielen, wurden unterbrochen von einem bläulichen Schimmern, das einen Besucher ankündigte. Und in der Tat, ein überaus ungewöhnlicher Besucher erschien unittelbar darauf. Sador stand, auf sein Holzbein gestützt, mitten in der Halle und sah sich erstaunt um. "Oh, so... groß hab ich das gar nicht mehr in Erinnerung." Dann humpelte er zur Seite und wartete auf den Don.
03.01.2003, 00:16 #18
Don-Esteban
Beiträge: 9.734

Kurz darauf erschien der Don. Nach einem kurzen Orientierungsblick sah er den wartenden Sador mit seiner Kasse unter dem Arm. "Ah, ich habe hier deinen Schlüssel. Bewahre ihn auf, als Andenken an die Taverne. Sie war vielleicht pro forma mein Eigentum, doch sie war dein Leben." Sador grummelte griesgrämig irgendetwas in seinen Bart. Sentimentalitäten lagen ihm offenbar nicht. Wahrscheinlich rechnete er in Gedanken schon den täglichen Verlust durch. Er steckte den Schlüssel ein und ließ sich dann vom Don in eins der Gästezimmer bringen.
03.01.2003, 00:22 #19
stressi
Beiträge: 1.158

Stressi war den steilen Weg zum Kastell herauf gekommen, weil er den Weg absuchen wollte, den er mit Blutfeuer zurückgelegt hatte. Hier waren ihm noch keine Orks begegnet, aber ihre dumpfen Trommeln hatten seinen Weg begleitet, als wollte sie ihn daran erinnern, dass die Zeit der Menschen vorbei sei. Das war doch wirklich sehr merkwürdig, dass die Orks genau zu dem Zeitpunkt zur Schlacht aufmarschierten, als die Barriere fiel, als ob es da einen Zusammenhang gab.
Am Tor zum Kastell fiel ihm auf, dass die Gerippe heute keinen Ton sagten. Das Tor schwang lautlos auf und ließ den Baal ein.
03.01.2003, 00:38 #20
blutfeuer
Beiträge: 5.016

blutfeuer kam in die eingangshalle, weil sie sich um ihren kleinen wuschel kümmern wollte, als plötzlich das tor aufschwang und stressi reinkam.

"he, was machst du denn hier? ich wollt mich grad fertig machen, das kastell wieder zu verlassen. es ist hier nicht geheuer. andauernd zittert hier der boden. als wollte der berg einkrachen.
und wenn beliar sein kastell zu sich holt, will ich nicht unbedingt hier in dem alten kasten bleiben. so gut ist die küche ja nun auch wieder nicht, dass ich dafür sterben würde.

apopros essen, wolln wir ins refektorium gehn? so richtig sich den wanst vollschlagen bevor ich mich aufmache in die große freiheit wär keine schlechte idee."

die beiden gingen in das refektorium, wo sie bei einem knusprigen molerat-braten und spritzigem bier ihre vermutungen bezüglich des sturzes der barriere austauschten.
03.01.2003, 00:49 #21
meditate
Beiträge: 6.868

die hüterin hatte den ganzen tag nicht geschlafen. sie hatte in den spiegel gestarrt und sich mit der kore unterhalten, die ihr empfahl, sich nicht aus dem turm zu entfernen. die vision hatte sie nicht umsonst gehabt.

sie blätterte in den büchern und versuchte die rätsel zu lösen, die der fall der barriere stellte. aber trotzdem musste sie irgendwas essen. sie bat einen dämonen, ihr etwas aus der küche bringen zu lassen.

nach kurzer zeit kam das krokomaul persönlich und brachte ihr ein duftiges omelett mit pilzen und den von ihr so geliebten pritzligen rotwein.

meditate konnte sich nicht verkneifen, den küchendämonen von ihren befürchtungen zu erzählen, obwohl er die dinge sicher nicht nachempfinden konnte. sie brauchte aber unbedingt eine fühlende seele und wenn ein dämon gefühle gezeigt hatte, dann war es dieses geschickte krokodilmaul.

meditate nahm das glas und ging zum fenster. sie öffnete es weit und starrte lange in diesen unendlichen himmel. kein blitzen mehr, keine blauen grenzen, nur weite...

plötzlich sah sie etwas am horizont, dass den himmel partiell entflammte. was war denn das? ein komet? aus feuer?

gespannt beugte sich die magierin dem zeichen am himmel entgegen, das ganz zielgerichtet auf das kastell zuhielt.

was war das? ein gellender langgezogener schrei dröhnte in ihren ohren! das war etwas geflügeltes! ein feuervogel? nein ... es war ... ein drachen! ein flammender feuerdrachen, der unmittelbar am kastell vorbeiflog, wendete und dann ds kastell zu umkreisen schien.

meditate stürzte an die tür, riss sie auf und schrie nach dem don.
03.01.2003, 00:50 #22
GlutaeusMaximus
Beiträge: 4.745

Der Hohepriester wankte in das Refektorium. Hier stimmte irgendetwas nicht. Das dumme Trommeln hatte ihn schon länger am Schlaf gehindert. Da feiern die im Neuen Lager wohl mal wieder ne Party... dachte er sich. Doch der Lärm kam aus der falschen Richtung, nicht aus dem Neuen Lager, eher vom Sumpf her...

Und jetzt ertönten auch noch dubiose Geräusche von Unten. Maximus sah sich um und suchte nach Jemandem, der ihm das Ganze erklären könnte und erspähte blutfeuer und stressi. Vorsichtig näherte er sich den Beiden und ging einen weiten Bogen um auf der entgegen liegenden Tischseite von blutfeuer anzukommen...
03.01.2003, 00:59 #23
Don-Esteban
Beiträge: 9.734

Nachdem Sador versorgt war, ließ sich der Don im Refektorium sehen. Hier tafelten blutfeuer und stressi. "Habt ihr denn nichts besseres zu tun, als euch den Bauch vollzuschlagen? Die Barriere ist weg, was sucht ihr noch hier?" Ein erneuter Erdstoß erschütterte das Kastell. "Orks brechen ein ins Tal und ich weiß nicht, wie lange das Kastell noch ein sicherer Ort sein wird. Aber esst euch ruhig satt." Er setzte sich zu ihnen. "Warum auch nicht", meinte er dabei in grimmigem Tonfall.

"Etwas fleischlose Kost und Wein", rief er einem der Schattendämonen zu, die hier bereit standen - oder schwebten? Doch es kam nicht dazu, daß er das Bestellte verspeisen konnte. Ja nicht mal zum kosten kam der Schwarzmagier. Ein lauter Schrei gellte durch die Gänge des Kastells, verfing sich in den Winkeln und wurde von den Wänden zurückgeworfen, verfielfacht und weitergeleitet. Die Akustik dieses Gemäuers war ein ständiges Rätsel. Dooooooooooon.... klang es ihm in den Ohren.

Jemand rief ihn. Die Stimme der Hüterin. Schnell sprang er auf, stürzte hinaus und ließ stressi und die Amazone einfach weiteressen, ohne ihnen noch die geringste Beachtung zu schenken. Die Hüterin hatte ihn gerufen. Schnell lief er die Gänge entlang, in die Richtung, aus der seiner Meinung nach der Schrei gekommen war. Bald stand er an einer Treppe, lief sie hinauf und kam in ein Zimmer. Hier stand meditate und starrte aus dem Fenster. Irgendetwas hatte ihr Angst gemacht.
03.01.2003, 01:00 #24
stressi
Beiträge: 1.158

Der Baal wunderte sich. So voll hatte er das Refektorium noch nie gesehen. Und dass Maximus sogar da war, war doch mal eine schöne Überraschung. Seit dem Gletscher hatte er ihn nicht mehr gesehen. Da gab es eigentlich viel zu erzählen.
Nur dass er es jetzt auch plötzlich spürte. Das Kastell erzitterte in seinen Grundfesten. Das war unglaublich beängstigend.


"Ich schlag mal vor, wir verschwinden hier schnellstens. Das find ich auch unheimlich."

Gerade als der Baal sich erhob, ertönte ein gewaltiger Schrei von draußen. Alle sprangen auf und rannten an die Fenster. so einen Schrei hatte hier noch niemand gehört.
03.01.2003, 01:05 #25
GlutaeusMaximus
Beiträge: 4.745

Der Magier wollte den Baal gerade fragen warum er den verschwinden wollte, das Kastell war doch der sicherste Ort, doch da erschallte der Schrei und sie standen alle am Fenster. Maximus sah nichts uns stupste dem Baal in die Seite:

"Siehst du was?"

Das sich blutfeuer auf seiner anderen Seite ans Fenster drängte war ihm - noch - nicht aufgefallen...
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