World of Gothic Archiv > Rollenspiel
Das Sumpflager #12
Seite 7 von 17 « Erste 3  4  5  6  7  8  9  10  11 Letzte »
07.07.2003, 17:40 #151
Carras
Beiträge: 1.377

Carras hatte sich noch lange mit Samantha unterhalten doch am nächsten Tag hatte er sich wieder Richtung Hof aufgemacht.

Er wollte heute noch mit Crowner in das Amazonenlager, Carras war ziemlich gespannt darauf.
07.07.2003, 22:56 #152
Sirius
Beiträge: 1.059

Xephon hatte auch an diesem Tag nichts Unternommen. Da sein Körper heute überhaupt nicht angestrengt wurde, schlief er sehr unruhig.
Er wurde wieder einmal von Alpträumen geplagt, nach nicht allzu langer Zeit schrak er, wie vor zwei Tagen, aus seinem Bett hoch. Genauso verschwitzt wie letztes mal, genauso erschrocken wie letztes mal.
"Warum hab ich bloß diese Alpträume? Was mache ich falsch?"
Er wollte seine Alpträume unbedingt loswerden und dachte nach wie er es am besten anstellen konnte. Aber ihm fiel nichts ein. Xephon stand auf und stopfte sich seine alte, ziemlich ramponierte Wasserpfeife. Er wollte ein wenig rauchen und sich dabei beruhigen. Ob er diese Nacht noch schlafen gehen sollte, wusste er nicht.
08.07.2003, 09:41 #153
Samantha
Beiträge: 12.569

Samantha gähnte und fuhr dann im Bett auf. Etwas Hartes stach sie in den Hintern, genau unter dem Fell auf dem sie lag. Quiekend fuhr die hohe Templerin auf und schaute nach, was sie da so piesackte. Ihre suchende Hand beförderte einen Packen Nusseckern zutage.
"Böses Viech! Versteck deine Vorräte doch woanders, mein Bett ist kein Abstellplatz!", ärgerlich beförderte sie die Nusseckern quer durch den Raum.
Sogleich kam ein aufgeregtes Hörnchen angehüpft und sammelte die kostbare Ladung wieder ein. Lauthals schnatternd schimpfte es die Sumpflerin aus und verschwand dann vollbeladen wieder nach draußen.

Samantha brummelte noch ein bisschen ärgerlich vor sich hin und beschloss dann ein bisschen was für ihre Kondition zu tun, wenn sie schon mal so früh wach war.
Sie verließ also ihre Hütte und trabte los. Vorbei an Nebelschwaden, verschlafenen Sumpfhaien und ruhig daliegenden Hütten steuerte sie die Pyramide an. Sie umrundete das Gebäude zweimal, bog dann in Richtung des Sees ab und drehte dort noch ein paar Runden. Auf dem Rückweg hielt sie atemlos inne. Mit einem Satz war sie auf den Armen und begann mit einigen Liegestützen. Als sie genug davon hatte, trabte sie weiter, nur um dann ganz plötzlich vor einem quiekenden Molerat zu stehen. Und sie hatte ihr Schwert nicht mit. Wie schlau von ihr.
Die hohe Templerin hielt inne und musterte das Tier. Das Molerat schien aufgebracht, wie man seinem Gequieke entnehmen konnte. Schon steuerte es auf sie zu.
Aber Samantha wäre keine Templerin, wenn sie nicht immer eine Notwaffe zur Hand hätte. Schnell zog sie das Messer von ihrem Gürtel und machte mit dem Viech kurzen Prozeß. Quieker erfüllten die Morgenluft, Blutspritzer tauchten auf den Felsen auf, bis die Templerin zufrieden ihr altes Messer wieder einsteckte. Das Ding leistete noch gute Dienste.
Sie nahm ein bisschen Fleisch mit und beschloß ein ordentliches Frühstück daraus zu machen.
Fröhlich pfeiffend kehrte sie zu ihrer Hütte zurück.
08.07.2003, 17:09 #154
Enzanie
Beiträge: 385

Fatalis ging durch das Sumpflager, nur um sich die schwafelnden Worte dieser komischen Baal Typen anzuhören, es war eigentlich recht schön hier, er verehrte die Natur zutiefst, sie war das, was die Menschen nicht waren. Rein und vollkommen. Ihm gefiel es hier so gut, dass er beschloss eine Weile hier zu bleiben, bis er wieder in der Stadt war, dauerte es sowieso noch eine Zeit und sonst, wo sollte er sonst hin? Ausserdem konnte er hier umsonst pennen, doch die Nächte auf dem boden von Dooooms Hütte waren alles andere als bequem. Er wollte sich endlich ein geeignetes Fell kaufen doch dazu musste er erstmal lernen, wie man den Viechern jenes abzog, denn das wusste er nicht und wollte es ehrlich gesagt auch gar nicht wissen.
Also war mal wieder nichts damit und was die Händler hier anging. Er hatte sich umgeschaut, es gab Schmiede, Krautverkäufer, Händler, Pfeifenbauer, Händler aber keiner bot ein Fell an, nichts zu machen.
Gestern pennte er schon auf nem Stihl, da der Boden zu hart war, wahrscheinlich wären die Goldmünzen trotz ihrer Härte, weicher gewesen als dieser verdammte Holzboden.
Nichts desto trotz ging er weiter durchs Lager, vielleicht begegnete er ja Doooom, den er heute noch nicht sah oder einem anderen Sumpfler, er wollte endlich mal ein paar Dinge einkaufen aber bis auf Kraut war bis jetzt nichts interessantes dabei.
08.07.2003, 19:50 #155
Angroth
Beiträge: 2.494

Angroth fühlte sich als habe er für eine Woche den Anschluss verloren, und erst heute hatte er unter Schwierigkeiten den Faden wieder aufnehmen können. Er fühlte sich nicht gut, er hatte etwas Kopfschmerzen und irgendwie war er nicht ganz bei sich heute, eine gewisse Unlust plagte ihn. Mit Unbehagen schüttelte er die Gedanken ab, versuchte sich zu konzentrieren. Er befand sich in einer Höhle, einer kalten und feuchten Höhle. Von den Wänden hallte es wider, Tropfen für Tropfen, immer wieder zerschellte einer von ihnen auf dem uralten Stein der den unsicher erscheinenden Boden bildete; zu verführerisch und einfach wirkte er, doch auch zu einfach würde man auf dem rutschigen und unebenen Grund ausrutschen und schnell in die Reiche der Götter eintreten.
Ein wenig klamm stand er auf, seine Kleidung war nass von der Feuchtigkeit. "Wie schaffen es meine Brüder nur hier zu wohnen?" schoss es ihm grummelig durch den Kopf. Steif wie er war lief er in Richtung Ausgang - zumindest wo er ihn vermutete. Was in der letzten Woche geschehen war entzog sich beinahe vollständig seines Wissens geschweige denn seiner Erinnerung, er musste geradezu abgekapselt worden sein, wovon auch immer.
Er wusste aber was er wollte: Seine neue Rüstung die sicher fertiggestellt war und auch ein neues Schwert. Jedoch wollte er zuvor noch ein wenig die Zeit totschlagen und nicht sofort wieder mit vollem Elan dabei sein. Also machte er große Umwege und hatte auch solche um einige freche Sumpfhaie zu machen, die eine willkommene Beute in ihm sehen durften. Unverhoffter Weise fand er einige Steine die wild umherflogen, vollkommen ausserhalb des Lagers und doch im Tal - ein versteckter Ort? Auf jeden Fall mochte er die gut und gern zwei Mannsköpfe umfassenden Steine nicht auf dem seinen spüren wollen. Doch ehe er sich´s versah erwischte ihn ein solcher mitten in der Magengegend und er wurde dank seiner unachtsamkeit zu Boden geworfen. Noch paralysiert rang er nach Luft und schaute wild um sich, er entdeckte einen Mann, eine großartige Person, einen Baal. Trotz seiner denkbar sehr ungünstigen Position und Situation schaffte er es in einem nie gesehenem und verspürtem Akt der Ehrfurcht, sich auf die Knie zu werfen um seinem geistigen Führer zu huldigen. War er von seiner mächtigen Magie getroffen worden?
08.07.2003, 20:12 #156
Tomekk
Beiträge: 2.456

Inzwischen war der Baal schon ausserordentlich gut im Umgang mit der Sturmfaust. Die Steine, die er jetzt wegschleuderte, als wären sie nichts, waren so schwer, dass er sie kaum hätte tragen können. er streckte die Hand aus und schon flog wieder ein Stein hinfort. Als er aufsah, sah er, dass ein Mensch direkt in der Flugbahn des Steines stand, und er wollte diesen noch warnen, doch es war zu spät. Mit voller Kraft traf der Stein den Templer in den Magen. Tomekk rannte sofort hinüber und half dem Mann beim Aufstehen.

"Angroth, du mußt wirklich besser aufpassen. Wenn solche Steine durch die Gegend fliegen, schaut man nach vorne und nicht nach oben. Wie hast du es eigentlich zum Templer geschafft? So würdest du ja nicht mal einen Ork bemerken, der sich dir von vorne nähert" Tomekk schüttelte den Kopf und half dem Templer entgültig auf. Ganz klar, das war nicht seine sondern Angroths Schuld gewesen. Der Junge passte einfach nicht auf.
08.07.2003, 20:37 #157
Angroth
Beiträge: 2.494

Tomekk war der Baal also! Nunja, die Arroganz eines Baals hatte der ehemalige Templerführer aber gerne angenommen, ganz zweifellos schob er alle Schuld von seinem unfehlbaren Tun. Doch ... tat er denn fehlbares? War er nicht ein Baal und somit direkter Auserwählter des Schläfers geworden? War diese sogenannte Arroganz nicht berechtigt und nur Ausdruck für den Stolz ein ebensolcher zu sein? Eigentlich hatte der Baal auch recht, schliesslich war Angroth wahrlich nicht im Vollbesitz seiner selbst an diesem angehenden Abend.

"Tut mir Leid, ich weiss unter solchen Umständen auch nicht wie ich es schaffe zu überleben!" Er grinste verschmitzt und ließ sich aufhelfen. Dabei spürte er wie sein Brustkorb sich etwas deformiert anfühlte, es stach ziemlich und brannte etwas, aber er war nicht Krieger geworden um sich von einem Stein aufhalten zu lassen (das der Stein von einem Magier kam machte die Sache ja noch schlimmer, aber das verdrängte der Templer lieber). Dann führte er weiter aus: "Ich habe mir überlegt was ich mir für ein Schwert holen soll, denn ich weiss absolut nicht wo meine getreue Erzklinge "Glaubenshüter" ist. Hast du sie gesehen nach unserem Kampf gegen diesen ... hm ... Abschaum?"
08.07.2003, 20:59 #158
Tomekk
Beiträge: 2.456

Tomekk achtete gar nicht auf Angroths Worte, er war viel zu überrascht, dass der Templer schon wieder aufstehen konnte. Das mußte doch weh tun. Hätte der Baal etwas höher gezielt, wäre Angroth jetzt einen ganzen Kopf kürzer (:D). Aber als Angroth sein Schwert erwähnte, kam Tomekk die Erinnerung zurück. "Klar, dein Schwert habe ich. Ich habe es aufgesammelt, nachdem du es bewußtlos losgelassen hast, und habe es gut verstaut. Leider habe ich dann in Gorthar vergessen, es dir zurück zugeben. Warte, ich hole es kurz."

Tomekk ließ den Templer kurz alleine, während er sich zum Tempel begab und von dort das Schwert holte, bevor er damit wieder zu Angroth zurückkehrte. "Hier hast du es zurück. Dieses Schwert ist wirklich gut, muß ich sagen. Man sieht ihm kaum an, dass es schon so viel mitgemacht hat" Er reichte Angroth das Schwert und schlug ihm dann auf die Schulter, was diesen leicht Stöhnen ließ. Scheinbar hatte er den Stein doch nicht so gut weggesteckt, wie er tat.
08.07.2003, 21:13 #159
Angroth
Beiträge: 2.494

Mit Freude ohnegleichen durfte er das Schwert in seine Hände nehmen, mit einer kaum zu beschreibenden Befriedigung und einem Gefühl der Freiheit strich er langsam über die Schneide, nickte zu des Baals Worten und machte einige Probeschwünge, die er aber allzu bald unterließ da seine Brust drückte und er nur schwer atmen konnte. Ein kratzen in seinem Hals ließ ihn husten, heftig und ausgiebig. Als er sich die Lippen vom Speichel abwischte war dieser leicht rot, doch der Krieger schüttelte nur ignorant den Kopf.

"Wie wäre es wenn wir darauf einen trinken? Ich habe die Waffe wirklich vermisst, und ausserdem schulde ich dir noch was!"
08.07.2003, 21:22 #160
Tomekk
Beiträge: 2.456

Tomekk nickte seinem Templerfreund zu und so gingen die beiden zu Aidars Taverne. Wie immer war das Betreten der Taverne alleine schon eine echte Herrausforderung für den Kreislauf, wenn einem die warme und feuchte Luft entgegenschlug, sobald die Tür geöffnet wurde. "Aidar, zwei Met bitte!", bestellte Tomekk für Angroth und sich und ließ sich dann an einem der Tische nieder. Bevor sie ihre Unterhaltung fortsetzten, holte Tomekk einen Traumruf hervor und zündete ihn sich an einer Kerze auf dem Tisch an. Kurz darauf gesellte sich grüner Rauch zu dem, der schon seit Stunden in der dicken Luft der Taverne stand. Kaum zu glauben, dass es Menschen gab, die das hier zwölf Stunden am Tag und länger aushalten konnten. Tomekks Kopf fühlte sich jetzt schon wie in Watte gepackt an.
08.07.2003, 21:40 #161
Angroth
Beiträge: 2.494

Mit Entsetzen und doch unfähig rechtzeitig ein Wort aus den malträtierten Lungenflügeln quellen zu lassen musste er mit ansehen, wie Tomekk den Traumruf an der Kerze anzündete. "Wieder ein Seemann tot, die armen Kerle!" schnurrte er in Gedanken vor sich hin, so dass es niemand hören konnte. Doch er konnte wieder einmal nicht näher auf seine gedanklichen Ausführungen eingehen, denn das frischgebrachte Bier harrte seiner auf dem Tisch. Durch den qualm hindurch drang der verlockende Duft des Honigweins doch an seine Nase und er genoss es.

Vorsichtig als handele es sich um heisses Wasser nippte er an dem Getränk und spürte die weiche Flüssigkeit seine Kehle hinunterfließen. Es war wunderbar zu spüren wie das wohltuende Gesöff seinem Gaumen schmeichelte. Er setzte bedächtig den Krug wieder ab und wandte sich an den rauchenden Baal. "Wie steht es mit deinem Magietraining, mein Freund? Ich spüre ja das es vorangeht ..." Ein Schmerz durchzuckte seinen angeschlagenen Torso als er eigentlich zu lachen gedachte.
08.07.2003, 22:13 #162
Tomekk
Beiträge: 2.456

Tomekk genoß den Traumruf sichtlich und wand sich dann dem Met zu, der wohltuend seine Kehle hinabfloß und einen süßen, stechenden Geschmack zurückließ. Was für ein Met war dies? Angroth mußte es doch eigentlich wissen. "Angroth, sag mir, aus welchem Honig ist dieser Met gemacht? Er schmeckt anders als der, den ich sonst trinke, aber sehr gut." Tomekk nahm noch einen weiteren Schluck von dem Getränk. "Ja, du hast Recht. Das Magietraining macht große Fortschritte. Bald schon werde ich von Meister Hundder die Rune des Traumvergehens erhalten. Danach fehlt nur noch der mächtigste aller Zauber, die Kontrolle." Tomekks Augen wurden leicht glasig, während er sprach. Er konnte es kaum fassen, dass er schon bald solch große Macht in Händen halten würde.
08.07.2003, 22:25 #163
Angroth
Beiträge: 2.494

Kontrolle. Das hörte sich nach absoluter Gewalt und Macht an. Nach zwanghaftem Durchsetzen des eigenen Willens. Nach ungebändigter Herrschaft. Aber auch nach Angst, Unfreiheit und Willenlosigkeit. Eine Kraft die Angroth nicht zu besitzen mochte, zuviel Verantwortung und Gefahr lagen dahinter verborgen. Wahrlich, Macht war verbunden mit Gefahr, je mehr Macht man besaß umso gefährlicher wurde das Leben. Zuerst stiegen die Werte proportional an, doch irgendwann gewann die Gefahr immer an Überhand, denn sie ruht nie und ist überall, und jeder Riese wurde einmal schwach. Nein, Solche Macht wollte Angroth, Templer des Schläfers, nicht in seinen Händen wissen.

Er nickte langsam von seiner gedanklichen Reise zurückkehrend: "Schön, ich freue mich." Doch er zog die Worte in die Länge wie einen ranzigen Kaugummi, eine unerklärbare Furcht schlich sich in seinem Geist ein. Auf das Met kam er nicht mehr zurück, Geheimnisse seine Kunst verriet er ohnehin nicht.
08.07.2003, 22:38 #164
Tomekk
Beiträge: 2.456

Tomekk sah Angroth merkwürdig an, als dieser so komisch sprach. "Scheinbar bist du genauso müde wie ich" Tomekk grinste. "Ich denke, wir sollten für heute Schluß machen. Wir können uns ein andermal weiter unterhalten. Gute Nacht, Angroth." Tomekk erhob sich vom Tisch und zahlte Aidar die beiden Krüge Met, bevor er die Taverne verließ. Die Nacht kam ihm sonderbar frisch vor, aber wahrscheinlich lag das nur an der feuchten Hitze, die in der Taverne herrschte. Länger als ein, zwei Stunden konnte man es da drin wirklich nicht ohne weiteres aushalten. Der Baal zündete sich noch einen Traumruf an, und schritt langsam in Richtung Tempel, um den Traumruf auch zu Ende rauchen zu können, bevor er dort ankam. Nach dem Aufenthalt in der Taverne war die kühle Briese der Nacht ein wehrer Segen für ihn, und er genoß es mit jeder Faser seines Körpers.

Aber egal, wie langsam man auch geht, irgendwann kommt man am Ziel an. Auch in dieser Nacht war das nicht anders. Tomekk warf den Traumruf hinab ins Wasser, wo dieser zischend verlosch, und stieg dann die Treppen zum Tempel hinauf. Als er im Eingang verschwand, gähnte er noch einmal müde. Morgen war ja auch noch ein Tag, wenn nichts dazwischen kam.
09.07.2003, 11:40 #165
Rango
Beiträge: 830

...in Träume gehüllt, in denen Nackte Frauen ihr unwesen treibten und böse Piraten die Messer züggten, in denen man schon tausend Tote erlebt hatte und man schon zig mal reich war, hatte Rango schon lang nicht mehr durchleben dürfen. Wegen diesem Gedanken hatte Rango auch die ganze Nacht nicht geschlafen. "Wieso lässt mich der Schläfer auch nicht Träumen? Hat er mich verlassen? Darf ich nicht mehr teil haben an seiner Güte?" Der hohe Novize saß auf dem Bett und überlegte. "Vielleicht stellt er mich aber auch auf die Probe...aber wieso sollte er das tun?" fragen über fragen überkamen ihn, und er sah nur einen Ausweg, er musste etwas Spazieren gehen um sich sammeln zu können. Den Alltag von sich wegstoßen, und sich wieder mehr mit den Tatsachen seines eigene Lebens auseinandersetzten. Über die Vergangenheit und Zukunft grübeln...
Warum schoßen ihm jetzt nur so viele Gedanken durch den Kopf? Würde er krank werden, oder war es zu viel Sumpfkraut?
Nahe dem Tempelplatz, setze er sich an die Seitenwand einer Hütte ins Gras und beobachtete die Baal's wie sie den Brüder und Schwestern, den Novizen und Novizinen des Schläfers Worte Predigten...
09.07.2003, 14:49 #166
xChrizzx
Beiträge: 151

Die letzten Tage tat Chrizz nichts besonderes, die Alpträume wurde ständig schlimmer, aber auch deutlicher. Chrizz wollte garnicht Wissen was ihm die Kreatur zu sagen hatte, ignorierte es deshalb auch.
Die Zeit war gekommen, Chrizz war froh endlich das Lager verlassen zu können, der Wirt in der Taverne teilte Chrizz mit das Uncle wieder nach Khorinis losgezogen war. Schliesslich wollte sich Chrizz auch auf den Weg machen, Besarius, von dem Chrizz aschon lange nichtsmehr gehört hatte wusste bereits das Chrizz wegzehen würde.

Chrizz machte sich auf, aus der Taverne raus, über die Stege und Brücken aus Holz ging er nach Süden, der Weg war schwer für Chrizz, weil viele Erinnerungen wurden geweckt und der Abschied viel Chrizz schwer.
Besarius, ein guter Freund von ihm.....das Sumpfgas und die Häuser....die Umgebung und die Sumpfluft....all das würde Chrizz vermissen. Doch viel wichtiger war es, aus diesem Tal herauszukommen, die Träume waren schlimmer für Chrizz als alles andere was in dieser Welt vorhanden war.
So machte sich Chrizz dann nurnoch an der Stelle wo sich die Bretter kreuzten nach Osten auf um zum Haupttor im Südosten zu gelangen.
Die letzten Gedanken gingen Chrizz noch durch den Kopf und er verabschiedete sich sogar von den Wachen.
"Leb Wohl, Fremder.Gute Reise!" antworteten sie und Chrizz machte einen großen Schritt nach Außerhalb der Gemäuer des Sumpflagers.
09.07.2003, 16:40 #167
Kano
Beiträge: 2.622

Wieder und wieder schwang der Ritter seine schwere Zweihandklinge unter der sengenden Hitze der Sonne, die unbarmherzig auf das Lager darnieder prasselte. Aber was sollt's, was einen nicht umbrachte, machte einen stärker, das sagte sich der Krieger immer wieder. Unzählige imaginäre Gegner hatte er schon niedergestreckt und es waren noch reichlich davon da, die es alle zu bezwingen gab. Längst hatte sich der Kämpfer einen eigenen Stil angeeignet, duckte sich unter Schwerthieben hinweg, parierte, konterte, vernichtete, was immer es war, eines ging geschmeidig ins andere über, es war eine einzige fließende Bewegung, die Feind um Feind nieder streckte. Sicher würde er sich bald der Prüfung seines Meisters stellen können, ganz sicher sogar...
09.07.2003, 16:58 #168
Abaddon
Beiträge: 1.783

Abaddon war hart zu Kano. VIel länger hatte er ihn trainieren lassen als seine gewöhnlichen Schüler aber er wußte das vieles unberührtes Potential in ihm steckte welches in seinen derzeitigen Übungen deutlich zu Tage drang. Doch ein jeder Schüler hat Talente welche nicht durch einen Lehrmeister geweckt werden können und an diese Grenze war der Ritter nun gestoßen. Die Zeit der letzten Prüfung war gekommen.

Gemächlich Schritt der Templerführer zu seinem hart trainierenden Schüler.

Haltet ein Kano. Ihr seid bereit euch der letzten Prüfung eurer Ausbildung zu stellen. Wahrlich soll diese nach eurer langen Zeit des Lernens eine besondere sein.

Nachdem Kano seinen Zweihänder weggesteckt hatte zog Abaddon zwei Tücher aus seiner Gürteltasche. Eines davon warf er Kano zu. Elegant umfasste der Hüter des Glaubens sein eigenes und band es sich um die Augen.

Körperliche Stärke und Kondition sind eine Sache. Wachsamkeit und Vertrauen auf seine gesamten Sinne und seinen Gott ist eine andere. So lasset ihr euch von eurem Gott führen so wie mich die Hand des Schläfers leiten wird.

Gleichzeitig war das Geräusch der Klingen zu hören wie sie vom Rücken glitten und fest in den Händen der Krieger gehalten wurde. Abaddon stand still und hatte einen Ausdruck tiefster RUhe im Gesicht. Regelmäßig atmend fühlte er wie die Energien durch seinen Körper strömten. Er überließ Kano den ersten Angriff und wartete gespannt ab ob dieser seine Konzentration nutzen würde.
09.07.2003, 17:04 #169
Kano
Beiträge: 2.622

Der Ritter erinnerte sich an die Übungen, die er durchgestanden hatte, die seine Sinne geschärft hatten. Hören, riechen, spüren, darauf kam es nun an. Langsam und ruhig atmete Kano, er konnte hören wie sich der Wind an der Rüstung des Templers brach, konnte die Wärme auf seiner Wange spüren, die seine Rüstung durch das reflektierte Sonnenlicht abstrahlte. Mit einem schnell Schlag ließ der Krieger seine Klinge herumfahren, direkt auf den Templer zu. Ein hartes Klirren hallte durch den Sumpf, als die beiden mächtigen Schwerter aufeinander donnerten. Sogleich wichen beide ein kleines Stück zurück. Kano ließ es sich aber nicht nehmen, ein zweites mal anzugreifen, wieder in die Richtung, in der er seinen Lehrmeister wahr nahm. Wieder schoss die Klinge von oben herab auf diesen zu, viel zu laut, wie der Ritter empfand, wenn man nichts sah, achtete man eben doch mehr, auf solche Dinge...
09.07.2003, 17:54 #170
Angroth
Beiträge: 2.494

Der gestrige Tag war ohne besondere Vorkommnisse seinem Ende entgegengegangen, nachdem Tomekk verschwunden war hatte es auch den Templer in sein Bett gezogen; immerhin wärmer als in der Höhle während des Morgentaus. Gut hatte er geschlafen, und tief obendrein. Nichts hatte ihn gestört, noch nicht einmal seine angekratzte Brust schmerzte ihn und trübte seinen Schlaf. Jetzt endlich war er wieder erwacht, voller Tatendrang der wohl so leicht nicht zu befriedigen sein würde dieser Tage. Eine idyllische Periode des Friedens schien über das Tal gekommen zu sein, denn hier hatte er lange nichts mehr von Schwierigkeiten oder derartigem gehört.

Einen Teil seines Drangs konnte er damit zu dämpfen ersuchen, dass er nach Krieger und seiner nun sicher schon einige Tage wartenden Rüstung sehen konnte. Doch selbiger schien nicht anwesend zu sein, oder der Gotteskrieger war zu einem falschen Zeitpunkt gekommen. Später würde er es noch einmal versuchen, versprach er sich, als er wieder aus den von der Sommerhitze nun aufgeheizten Höhlen trat und in einen von dicken Wolken und doch strahlend blauen Himmel sah. Es war einfach nur ein guter Ort zum leben. Da es Zeit wurde seinen letzten Schlaf aus den Gliedern zu schlagen machte er sich auf, den Trainingsplatz direkt vor sich für seine Fertigkeiten zu nutzen; es bedurfte sicher einiger Übung um die alte Form zurück zu erlangen. Er war beinahe gestorben, und die Heilung schien einige seiner Muskeln aufgesaugt zu haben, jedenfalls fühlte er sich schwach bei seinem Tun.

Noch einige Zeit befasste er sich mit dem kompletten Übungspotential und gab sich eine konditionelle Kante, bevor er entschloss seinem erhabenen Gott seine Demut auszusprechen. Über die vielbegangenen und doch robusten Stege führte ihn der Weg zum Pyramidenvorplatz, seine Blicke wurden wieder von dem Prediger gefangen, der in seiner sehr wichtigen Position für die Novizen und Gläubigen vor sich die Arme ausgebreitet hatte und jedes Wort aussprach als beinhaltete es die Offenbarung seiner selbst. Charisma und einlullende Wärme klangen in der Stimme mit, nicht schwer war es so für den immer noch sehr Gebetsverbundenen Angroth also sich niederzuknien, auf das Schwert zu stützen und die Worte in sich aufzunehmen.
09.07.2003, 18:41 #171
Abaddon
Beiträge: 1.783

Abaddon vernahm das zischen der Klinge und machte eine schnelle Drehung nach Rechts worauf er den WIndzug der Klinge dicht an seinem Gesicht spürte. Er konterte mit einem Tritt in die Richtung aus welcher er Kanos Schwingungen vernahm. Diese Meditation machten sich halt bezahlt. Dummerweise konnte er die Entfernung nicht RIchtig einschätzen so das der Fuß nur leicht die Rüstung des Ritters berührte. Schnell sprang der Hüter des GLaubens mit einer Rolle zurück da Kano nach dem Tritt die neue Position seines Gegners kannte und zuschlug.

Als der Templerführer einige Schritte zurück ging merkte er das er sich in der nähe von Wasser befand. Er trat zu so das das Wasser nach vorne geschleudert wurde. ALs er hörte wie die Tropfen auf Kano RÜstung prasselten stürmte er los und vollführte einen kräftigen Schalg von Oben herab.
09.07.2003, 19:04 #172
Kano
Beiträge: 2.622

Wasserrauschen und -plätschern, verflucht, das machte es etwas verworren. Auch Kano vernahm das Wasser auf seiner Rüstung und nur Sekundenbruchteile später das dumpfe Geräusch, welches eine schwere Klinge verursachte, wenn sie die Luft bei einem Schlag zerschnitt. Gerade so konnte der Krieger sein Schwert anheben und den kraftvollen Hieb seines Lehrmeisters abwehren, zumindest so halb, denn nur dadurch, dass er dessen Klinge leicht abgleiten ließ, konnte er der imensen Wucht Herr werden. Doch andererseits bekam er selbst genau dadurch Schwung und konnte die Bewegung seines Schwertes nutzen um sie in einen Schlag übergehen zu lassen, der den Angriff Abaddons konterte. Auf Bauchhöhe raste die blutrote Klinge horizontal herum, auf den Hüter zu. Kano selbst ging bei dieser Attacke zusätzlich leicht in die Knie um seinem Gegner noch weniger Angriffsfläche zu bieten, sollte er den Hieb parieren können...
09.07.2003, 19:53 #173
Abaddon
Beiträge: 1.783

Abaddon bemerkte den Schlag seines Schülers zu spät. Er hob zwar das rechte Bein und wollte dann mit dem linke abspringen doch wurde dieses noch von der KLinge erfasst und brachte den Hüter zu Fall. Doch aus dieser Seitenlage heraus drehte er sich und trat Kano die Füße unter dem Körper weg. Dann sprang er mit den Händen ab, drehte sich eingie Male und landete auf den Füßen mit der Klinge in der Hand welche er während der Drehung aufgehoben hatte.

Als das Geräusch erklang welches Kanos Rüstung verursachte als er versuchte aufzustehen schlug er auf den am Boden liegenden und ließ die Klinge enorm schnell und stark herab sausen.
09.07.2003, 20:11 #174
Kano
Beiträge: 2.622

Noch lauter als das Tröpfeln des Wassers war wieder die herabsausende Klinge. Doch Zeit zum Blocken blieb keine. Nur ein eher reflexartiges als bewusstes Ausweichen folgte, dass den Ritter nur knapp rettete. Neben ihm schnitt sich Abaddons Klinge tief in den matschigen Boden, der Stahl muss eine gewaltige Wucht inne gehabt haben. Sofort griff der Ritter nach dem Schwert und hielt es in der Linken fest, einzig die erzverstärkten Panzerhandschuhe schützten dabei seine Hand. Im gleichen Zug raffte sich Kano noch einmal auf und zog sein Schwert mit sich, den Knauf voran zerrte er es keuchend nach oben und schlug damit da hin, wo er den Templer vermutete. Zwar traf er Abaddon von unten her gegen den Brustpanzer, allerdings riss ihn die Wucht mit, ließ ihn stolpern und zusammen mit dem Hüter des Glaubens im Sumpf landen. Er konnte spüren, wie dieser aufreibende Kampf an ihm zehrte, konnte er nur hoffen, dass es seinem Gegner nicht anders ging...
09.07.2003, 21:28 #175
Abaddon
Beiträge: 1.783

Abaddon erhob sich und schritt einige Schritte zurück. Seine Kraft schwand langsam und umfasste dann fest seine KLinge. Fest nahm er schwun und wirbelte die Klinge im Kreis. Immer und immer schneller. Mit diesem tödlichen Wirbelwind näherte er sich seinem Gegne welchen er ungefähr ausmachen konnte aufgrund seiner Aura.
Seite 7 von 17 « Erste 3  4  5  6  7  8  9  10  11 Letzte »