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Das Amazonenlager # 6
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23.10.2002, 11:49 #101
Thaleiia
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Thaleiia ging über den Hof um in Hummelchens gut besuchtem Speisesaal ein Mittagessen zu sich zu nehmen.

Freundlich grüßte die greise Magierin die jungen Mädchen. Es fanden sich immer mehr hier in dieser Gemeinschaft zusammen. Hier lebte es sich auch angenehm. Schade war nur, dass es immer noch Mädchen gab, die sich in den Händen der Erzbarone oder auch der Gurus des Sumpfes befanden.

Obwohl, die Sache mit dem Sumpf war wohl etwas diffiziler. Jedenfalls hatte es von daher noch nie Klagen gegeben.

Die Magierin setzte sich an einen Tisch in der Nähe der Küchentür und hoffte, Hummelchen irgendwie zu erwischen. Die Sache mit dem fehlenden Kristall musste angegangen werden.
23.10.2002, 11:56 #102
Hummelchen
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Hummelchen kam aus der Küche.

Das machte sie jeden Tag um zu begutachten, ob ihre Gäste auch zufrieden waren. Heute waren sie es ganz offensichtlich. Da entdeckte sie Thaleiia, die sich nicht so oft hierher verirrte.

"Was verschafft mir denn die Ehre, meine Liebe? Kann ich etwas für diech tun?"
23.10.2002, 12:01 #103
Thaleiia
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"Es ist gut, dass du mal vorbeischaust. Ich habe in der Tat ein Problem, dass von mir nicht gelöst werden kann. Wie du ja weißt, hab ich die Steine für das Pentagramm herbringen lassen, damit wir unseren Teleport wieder einrichten können. Leider fehlt aber ein Stein und ich kann ihn nicht fertig stellen. Kann ich dich damit beauftragen, mir jemanden zu suchen, der sich der Sache annimmt? So weit ich weiß, werden diese Steine nur im Orkgebiet gefunden. Es ist also eine nicht ungefährliche Angelegenheit. Könnte natürlich auch sein, dass man irgendwo auf den Märkten oder bei Sammlern einen findet. Er müßte auf jeden Fall faustgroß sein und von absoluter Klarheit, damit die Energieströme ohne Probleme fließen können.

Kannst du das übernehmen und mir dabei behilflich sein?
23.10.2002, 12:06 #104
Hummelchen
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"Das übernehme ich natürlich gern. Ich werde jemanden finden, der diese Aufgabe für dich löst.
Aber jetzt: warte eine Minute!"

Hummelchen ging schnell in die Küche und brachte einen Steintopf mit dem frisch gezapften Amazonenbräu mit und bat die Priesterin:

"Gib diesem edlen Tropfen deinen Segen. Ich will damit und mit den Schmiedearbeiten unser kleines Königreich wieder auf finanziell stabile Füße stellen. Das wird mit deinem Segen besser gelingen."

Die Priesterin nahm den Krug an sich und sagte zu, den Inhalt auf ihrem Altar der Göttin zu opfern und ihren Beistand zu erflehen. Dann verließ sie den Speisesaal.
23.10.2002, 14:51 #105
Shaela
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Erschöpft kam Shaela im Amazonenlager an und ließ sich auf ihr Bett fallen.
Doch nun fiel ihr auf, dass sie ja immer noch dreckig war, und das Bett nun auch.
Fluchend über ihre Dummheit wusch sich die Amazone erst mal, zog sich um, und reinigte auch das Bett.
Nun ging sie zum Speisesaal, sie hatte seit gestern Mittag nichts mehr gegessen.
Bald kam auch Hummelchen und brachte Shaela ein Hühnersuppe.
Die wird dich stärken meinte sie liebevoll und fügte hinzu: Wo warst du eigentlich die ganze Zeit?
Ich bin durch die Kolonie gewandert, mit ein paar andren Leuten. fing Shaela an, und erzählte die folgenden zehn Minuten von der Reise.
Nach einer kurzen Stille fragte Hummelchen:Hast du eigentlich Lust, den letzten fehlenden Stein zu Thaleia’s Pentagramm zu suchen? Ich denke, du wärst die Richtige für den Job.
Was für ein Stein? Und was fürn Pentagramm? fragte die verwirrte Kriegerin.
Achso, du weißt es ja noch gar nicht... fing Hummelchen an, und erzählte ihr von den Steinen und Thaleia.
Ja klar, gerne mach ich das. Hoffen wir nur, dass ich an den Orks und den andren Monstern da draußen vorbeikomme meinte Shaela, und verabschiedete sich von Hummelchen: Hat gut geschmeckt, danke!
Diese verabschiedete sich ebenfalls, und machte sich daran, die Küche zu putzen.
23.10.2002, 17:59 #106
Hummelchen
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Hummelchen stand wieder in der Schmiede und ließ die Hämmer klingen. Die Funken warfen hübsche Farbspiele auf die Wände ringsum und das Gesicht der Schmiedin war genauso rot wie ihre Katze, die sich in der Wärme des Schmiedefeuers räkelte.

Sie wollte der Kleinen Shaela unbedingt ein hübsches Schwert mitgeben, mit einer Scheide, die ihresgleichen suchte. Nicht , dass das Mädchen sonderlich geschickt damit war, aber die Schwertscheide würde Aufmerksamkeit erregen und jeder würde von ihr denken, dass sie eine besonders gute Kämpferin sei. Manchmal nahmen die Menschen auch den Anschein für die Wahrheit.

Hoffentlich sah sie das Mädel noch mal. Sie wollte ihr auch noch Erz mitgeben.
24.10.2002, 12:17 #107
Hummelchen
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Hummelchen stand in der Schmiede und unterhielt sich mit den Amazonen, die Shaela auf ihrer Expedition begleiten sollten. Sie hatten die schnellsten Scavenger gesattelt und die Haushofmeisterin übergab den Frauen Proviant, warme Decken und Waffen.
Auch einen kleinen Rest Kohle gab sie ihnen mit, die Nächte wurden schon erheblich kälter.
Im Orkgebiet war es gefährlich große Feuer zu entzünden, da waren die kleinen brennenden Steine schon ganz praktisch. Man müsste nur wissen, wo die zu finden waren. Das wäre wirklich praktisch so kurz vor dem Winter.

"So Mädchen, passt gut auf euch auf und kommt mir heil zurück. Und macht mir keinen Unsinn, bleibt dem alten Lager fern und haltet euch die Feuerwarane vom Hals. Bei Nacht bleibt am besten außerhalb des Orkgebietes, bei Nacht ist es einfach zu gefährlich.
24.10.2002, 12:44 #108
Shaela
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Gerade als Shaela aufstand, sprach sie eine andere Amazone an: Du sollst zur Schmiede kommen, Hummelchen will dir irgendwas geben.
Was die wohl wollte? Etwas verschlafen lief sie rüber zur Schmiede wo Shaela schon die Kunstschmiedin und Köchin hämmern sah.
Du hast mich hier her bestellt. Was gibt’s?
24.10.2002, 12:52 #109
Hummelchen
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"Ja, meine Kleine, es geht um deine Expedition. Diese Schwestern werden dich begleiten und bei deiner Suche unterstützen. Ich hab dir die beste Reitlehrerein zugeteilt, die sollte dir unterwegs schon beibringen, wie man unsere geflügelten Reittiere beherrscht. Und ich hab dir hier ein sehr schönes Schwert in einer wunderschönen Scheide rausgesucht. Diese Scheide hab ich für dich kunstvoll verziert. Ich hoffe, es bringt dir Glück. Du kannst das Schwert und seine Scheide ruhig herumzeigen und darauf hinweisen, dass wir im Amazonenlager solche Kunststücke und Verzierungen herstellen. Ich kann Kunden gebrauchen. Und für deine Unkosten geb ich dir ein Beutelchen mit 300 Erz mit. Übernachten könnt ihr im Schattenläufer. Der ist da ganz in der Nähe.
So meine Kleine. Dann wünsch ich dir Glück und gutes Gelingen und bringt den Orks Manieren bei."

Hummelchen stand noch eine Weile da und sah den Mädchen bei ihrem Ausritt zu. Sie winkte und sandte den Reisenden sogar eine Träne nach. Das musste schon sein.
25.10.2002, 15:12 #110
Mykena
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Mykena hatte sich gut eingelebt in das Lager dieser Frauen. Sie fühlte sich sogar schon richtig wie zuhause.
Man hatte ihr ein Zimmer im stilvollen Nebengebäude zugeteilt und Mykena hatte es bereits nach ihren Wünschen dekoriert. In einer Ecke stand das kuschelig weiche Bett, daneben ein kleines Schränkchen um den Kleinkram unterzubringen. Da Mykena jedoch ohne jegliches Hab und Gut in die Barriere geworfen worden war, glänzte das Schränkchen durch Leere. Es würde sich sicher noch füllen mit der Zeit, eine neue Rüstung hatte sie sich bereits gewünscht und Mykena brauchte nur noch hinüber gehen und sie sich abzuholen. Dann würden ihre jetzigen Kleider in der untersten Schublade Platz finden.

Links neben dem Schränkchen stand ein kleiner Tisch, auf den Mykena eine Vase mit einer frisch gepflückten Herbstblume gestellt hatte. Sie verlieh dem Raum etwas Leben. Neben dem Tisch stand nur noch ein hohes Regal, dann war das Zimmerchen auch schon gefüllt. Am liebsten war der jungen Frau jedoch das weiche Wolfsfell, dass man als Bettvorleger ausgebreitet hatte. Wenn man barfuß darauf stand, konnte man die flauschigen Härchen spüren.

Das einzige, dass Mykena nicht so behagte am Amazonenlager, war ihr komischer Aberglaube. Eine Göttin namens Donnra, was es nicht alles gab. Bisher hatte Mykena nichts von dieser seltsamen Donnra gespürt und so recht mochte sie auch nicht daran glauben. Die Hohepriesterin war ihr mehr als suspekt, sicher trieb sie in ihren dunklen Katakomben schreckliche Dinge. Aber wenn es den Frauen half, dann sollten sie halt an ihre Donnra glauben. Für Mykena war das nichts, das wußte die junge Frau ganz genau.

Wohlig streckte sich Mykena auf ihrem Bett aus und blickte hinaus auf den grauen Himmel. Alles war grau in grau, ein schreckliches Wetter. Am liebsten würde sie bis morgen liegen bleiben, aber sie wollte sich ja noch die Rüstung holen. Widerwillig erhob sie sich also wieder und ging hinüber ins Lager.
25.10.2002, 16:03 #111
Ronya
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Schon zum hundersten Mal stampfte Freya die schöne neue Holztreppe hinauf, um sie dann kraftvoll wieder hinabzupoltern. Das letzte Stück rutschte sie auf dem breiten Geländer hinab, hüpfte auf ein gespanntes Tuch zwischen der Tür links zum Lagerraum und dem Stützbalken rechts, der für den Halt der Decke sorgte. Durch das gespannte Tuch wurde Freya weiterkatapultiert, grapschte sich das Bettlacken, welches an einen Deckenbalken geknotet war, und schwang hinüber auf das große Sofa. Dort machte sie einen Purzelbaum und kullerte fröhlich auf das weiche Schattenläuferfell, welches den Platz vor dem Kamin zierte.
Dort blieb sie nach all dem Gepolter erstmal bäuchlings liegen und lachte.

"Ruhe, verdammt, wie soll man denn hier arbeiten!", die Amazone Alexia war ja eigentlich ein recht ruhiges und geduldiges Gemüt, aber heute platzte ihr der Kragen. Erst diese verflixten Bilanzen, an allen Ecken und Enden des neuen Gebäudes hatten sie zuviel ausgegeben. Und jetzt stimmte auch noch die Endabrechnung nicht, irgendwo hatte sie eine Aufzeichnung vergessen. Zwei Tage mühevolle Arbeit waren nichtig geworden. Und heute Abend wollte die Königin die Aufstellung sehen!
Da kam ihr das Gepolter und Getrampel gerade recht, ihr schwirrte sowieso schon der Kopf.

Jetzt knallte sie nachdrücklich die Tür zu dem kleinen Nebenzimmer wieder hinter sich zu und setzte sich zurück an den Schreibtisch.
In der großen Halle auf dem Schattenläuferfell hockte die kleine Freya und starrte mit großen Augen auf die geschlossene Tür. Ui hatte die eine Laune heute. Kurz überlegte sie und krallte sich mit den Fingerchen in die weiche Unterlage, dann stand Freya auf und schlenderte in Richtung der Tür zum Nebenraum.
Leise knarrend öffnete sich das gute Stück und das kleine Mädchen streckte den Kopf hinein.

Alexia schaute genervt von ihren Papieren auf. "Was?", stieß sie brüsk hervor. Ihre Stimme machte der Kleinen mehr als deutlich, dass sie schnellstens wieder verschwinden sollte.
"Willst du nicht mal meine neue Erlebnisbahn mitmachen?", erwiderte Freya unschuldig.
"Nein, ich muss arbeiten. Und jetzt bitte geh, sonst werd ich nie fertig und die Königin wirft mich in den Fjord!"

Ihren Humor hat sie ja wenigstens noch behalten, dachte Freya, als sie zurück in die Halle tapste. Mal sehen was es draußen neues gab.
Leise schlüpfte sie hinaus in die Kälte und knallte die schwere Holztür hinter sich zu. Das würde Tante Alexia nochmal richtig durchgeschüttelt haben. Kichernd hüpfte Freya den Waldweg entlang zum eigentlichen Lager.
26.10.2002, 13:49 #112
Mykena
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Mykena war diesen Morgen schon sehr früh aufgestanden. Nachdem sie eine Runde im ziemlich kühlen Meer geschwommen und danach dreimal um die Insel gerannt war, um wieder warm zu werden, war sie in die Küche gegangen um zu frühstücken.

Das Frühstück hier war wirklich einmalig. Spartanisch, aber sehr gut. Frische Milch von irgendeinem Viehzeug, frisch gebackenes Brot und leckere Früchte.
Mykena machte der Köchin ein paar schmeichelnde Komplimente und ging dann hinaus. Es stürmte herbstlich, bunte Blätter wurden herumgewirbelt und tanzten in den Ecken des Innenhofes ihren letzten Tanz.
26.10.2002, 14:07 #113
Ronya
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Die Frau wollte gerade durch das große Tor gehen, als etwas gegen ihre Beine dotzte. Verwundert schaute sie sich um und versuchte herauszufinden, wer der Werfer war.

Freya kicherte.
"Hey, hier oben! Schau doch mal hoch!", rief sie hinunter zu der Frau.
Das kleine Mädchen thronte kichernd auf der Holzpalisade des großen Eingangstores und schaute hinunter zu Mykena. Neben sich hatte sie einen Stapel Zapfen gebunkert, mit denen sie auf die ahnungslose Frau geworfen hatte.

"Hast du dich aber erschrocken, gell?", Freya kletterte hinüber zur schmalen Eisenleiter und stieg die glitschigen Stufen hinab.
Unversehrt kam sie schließlich neben Mykena auf und strahlte sie an.
"Dich kenn ich noch nicht. Wer bist du?"
26.10.2002, 14:26 #114
Mykena
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Mykena hatte erstaunt zu dem kleinen Mädchen hinaufgeschaut. Dass sie da bloß mal nicht runterfiel. Mit einem unguten Gefühl beobachtete sie, wie die Kleine schließlich die Eisenstufe hinabkletterte und immer wieder abrutschte.
Sie schaute sich um. Hatte die Kleine denn keine Mutter? Kinder waren ihr schon immer suspekt gewesen. In ihrer Heimatstadt gab es nur freche Gören, außerdem waren sie immer so schrecklich neugierig. Dieses Exemplar hier schien nicht anders zu sein.

"Ich bin Mykena", erwiderte sie kurz und ließ schon wieder ihre Blicke schweifen. Da aber kein anderer da war, mußte sie wohl oder übel das Kind fragen.
"Sag mal, Kleine, wo bekomme ich hier denn eine schöne neue Rüstung?"
26.10.2002, 14:58 #115
Ronya
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Freya merkte genau, dass diese Frau sie nur für ein unwissendes Kind hielt. Na die würde sich auch noch wundern. Freya nahm sich vor, dass sie die erste war, der sie demnächst einen Streich spielen würde. Hinterlistig kicherte sie.

"Komm mit, ich zeigs dir", sagte sie dann und zog die Frau hinter sich her, "meine Mami ist grad dort und sucht nach Rüstungen die genäht werden müssen. Die kann das nämlich ganz toll."
Sie durchquerten den Innenhof und stiegen eine kleine Treppe hinab zum Lager.
"Und sie wird dir sicher auch eine Rüstung geben. Aber nur wenn du lieb zu ihr bist."
26.10.2002, 15:10 #116
Mykena
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Mykena mußte wider Willen grinsen. Wie selbstbewußt die Kleine schon war. Irgendwie erinnerte das Mädchen sie an sie selbst als sie noch klein gewesen war.
"Das ist aber nett von dir", versuchte sie es etwas freundlicher, "deine Mami ist also Näherin hier? Meinst du sie kann mir auch das Loch hier in meiner Rüstung stopfen?"
Mykena deutete auf ihre Hüfte, wo ein stück Saum aufgerissen war.

Das Mädchen nickte heftig und führte sie schließlich zwischen Stoff und Leder hindurch zu einem schmalen Tisch, an dem eine Frau saß und sich konzentriert über etwas Stoff beugte. Ihr blondes Haar fiel ihr dabei von der Schulter nach vorn und verdeckte ihre linke Gesichtshälfte. Das restliche Haar hatte sie hinter ein Ohr geklemmt.

"Seid gegrüßt. Ich bin Mykena. Euer Töchterchen hat mir erzählt ihr seid für die Rüstungen zuständig? Ich benötige nämlcih dringend eine neue.."
26.10.2002, 18:44 #117
Jamira
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Jamira stach sich vor Schreck fast in den Finger. Sie war so in ihre Arbeit vertieft gewesen, dass sie die beiden gar nicht herankommen gehört hatte.
Jetzt stand sie auf und reichte der jungen Frau die Hand.
"Oh, du bist also unsere neue Schwester. Ich hab bereits von deiner spektakulären Ankunft gehört", sie zwinkerte Mykena freundlich zu, "ich bin Jamira. Eigentlich wohn ich drüben im neuen Gästehaus, deshalb sind wir uns wohl auch noch nicht begegnet."
Jamira legte den Stoff beiseite und musterte Mykena wegen ihrer Körpergröße.
"Wir werden eine schöne Rüstung für dich suchen, Schwester. Einen Augenblick."
Und schon verschwand sie zwischen all der Kleidung und begann herumzukramen.
27.10.2002, 00:11 #118
Mykena
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Mykena hatte sich neugierig in dem Lagerraum umgeschaut, während Jamira in dem scheinbaren Chaos Rüstungen zusammensuchte, die ihr passen könnten.
Kurz darauf kam sie auch tatsächlich mit einer größeren Ansammlung wieder zum Vorschein.

Mykena nahm erfreut die Stücke entgegen und suchte sich eine besonder schöne mit einem weichen Rand aus Wolfsfell heraus.
"Die gefällt mir, kann ich sie gleich anprobieren?", fragte sie die Amazone.
Als Jamira nickte verschwand Mykena flink hinter einem Regal und kam nach kurzer Zeit in der neuen Rüstung wieder zum Vorschein. Sie paßte wie angegossen.

Erfreut drehte sich die junge Frau im Kreis.
"Sitzt doch perfekt, nicht wahr?"
27.10.2002, 00:16 #119
Jamira
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Jamira lächelte.
"Wie geschaffen für dich. Ein wahrlich schönes Stück. Einer meine Lieblingsrüstungen. Von jetzt an ist sie dein."
Sie stand auf und wuschelte ihrer Tochter im Vorbeigehen liebevoll über den Kopf.
"Zeit fürs Bett, meine Kleine."
Das Mädchen setzte zum Protest an, doch Jamira schüttelte bestimmt den Kopf.
"Nein, keine Widerrede. Geh sofort hinüber ins Gästehaus, ich komm auch bald nach."

Sie schaute der Kleinen noch nach, dann wandte sie sich wieder der neuen Amazone zu.
"Sie wird dich vor vielen Gefahren schützen."
27.10.2002, 22:52 #120
Mykena
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"Das ist wirklich wahnsinnig lieb von dir", Mykena drehte ich immer wieder in ihrer neuen Rüstung und fühlte sich pudelwohl.
"Ich habe vor, ein bisschen durch die Barriere zu reisen. Mal in alle Lager schaun, außer dem alten Lager natürlich. Und ein bisschen mehr über die Barriere zu erfahren. Hast du irgendwelche Tipps für mich?"
Mykena zupfte an ihrer Schulter herum und blickte dann Jamira zufrieden an.
27.10.2002, 22:56 #121
Jamira
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Jamira zog den Faden aus der Nadel und legte ihre Arbeitsutensilien in ein dafür vorgesehenes Etui.
"Eine Reise durch die Barriere? Das ist wirklich eine gute Idee. Ich kann dir ein paar empfehlenswerte Orte nennen. Und noch ein bisschen Proviant besorgen." Sie zwinkerte.
"Weißt du was? Komm doch einfach morgen früh ins Gästehaus, dort werde ich dir dann bei einem ausgiebigen Frühstück alles erzählen."

Sie lächelte Mykena zu. Eine Frau voller Tatendrang, das war ihr schon klar. Sie sah sehr entschlossen aus. Sie wußte, was ihre Zielen waren.
"Also dann, ich erwarte dich morgen früh."
Und damit packte sie ihre Sachen zusammen und trat hinaus in den dunklen Hof.
28.10.2002, 07:15 #122
Hummelchen
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Hummelchen und die Amazonen hatten am Wochenende den Wein von den großen Fässern, in denen er gereift war, auf die kleineren Fässer gezogen. Jetzt sollte das fertige Getränk in die Lager gebracht werden.

Also beluden am Morgen die Amazonen vier Fässer in zwei Boote und machten sich auf den Weg. Diese erste Lieferung sollte eher klein sein und zur Unterstützung der Verhandlungen dienen. Hummelchen wollte neue Preise aushandeln. Von den heftigen und erfolgreichen Bemühungen ihrer Schwester Blutfeuer wusste sie zu diesem Zeitpunkt ja noch nichts.

Sie sah dén beiden Booten noch eine Weile hinterher, die sich in Richtung Sumpflager entfernten. Dann ging sie zurück in die Küche.

Auf dem Platz verhielt sie jedoch einen Moment und ging dann noch einmal in den Weinkeller. Sie füllte einen kleinen Krug mit Amazonenbräu ab und versiegelte ihn mit einem Korken. Dann ging sie den Weg zum Gästehaus der Amazonen. Sie würde Jamira einen Besuch abstatten und ihren Vorrat aufstocken.
28.10.2002, 08:34 #123
Mykena
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Es war fast noch dunkel, als Mykena aus dem Nebengebäude trat und sich auf den Weg zum neuen Gästehaus machte. Sie hatte ihre neue Rüstunge an und stellte fest, dass sie genau das Richtige war für diesen Winter. Das eingearbeitete Fell hielt mollig warm, der luftige Schnitt mit allen möglichen Aussparungen sorgte dafür, dass es nicht zu warm wurde.

Als Mykena den kleinen Waldweg passierte, spürte sie die feuchte Luft in ihrem Gesicht. Nebel stieg auf, legte sich vor die dicken Stämme der Bäume und verdeckte sie fast ganz. Es schien, als schwebe der Wald in der Luft, man sah Blätter und Baumkronen, aber die Stämme verliefen sich im Nebel und waren schließlich nicht mehr zu erkennen.

Ein erstes Vögelchen begann zaghaft sein Morgenlied anzustimmen. Noch etwas heiser krächzte es ein paar Tönchen, streckte und reckte sich ausgiebig, und flatterte dann über die Amazone hinweg zu einer anderen Astgabel.
Eine Maus huschte verschreckt aus dem Unterholz und querte den Waldweg. Kurz hielt sie inne, starrte Mykena an und flüchtete dann in ein Erdloch nahe des Weges.

Endlich tauchte das kleine Gästehaus im Dunst einer Waldlichtung auf.
Mykena blieb kurz stehen, betrachtete sich den gemütlich wirkenden Bau und trat dann an die Türschwelle. Erwartungesvoll betätigte sie den Klopfer, einfach eintreten wollte sie erstmal lieber nicht.
28.10.2002, 13:36 #124
Hummelchen
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Hummelchen kam durch den Wirtschaftseingang und stellte das Fäßchen in den Vorraum und rief laut nach Jamira

"he Kindchen, hier ist eure Küchenfee! Ich hab euch was mitgebracht!"

Als Jamira und mit ihr im Schlepptau die kleine Freya erschienen, packte Hummelchen außerdem noch süße Quarkkeulchen aus und einen schönen vollreifen Moleratschinken. Dann ein Töpchen mit frischem Moleratschmalz und einen kleinen Käse.

"Freya, du solltest mal in den Park neben dem Tempel gehen. Dort habe ich reife Brombeerbüsche entdeckt. Die Beeren warten nur auf dich."

und zu Jamira

"du solltest mir einmal genau sagen, was du für deinen Haushalt hier brauchst, damit wir mal sehen können, was wir noch alles besorgen müssen. Immerhin musst du etwas für einen kleinen Imbiss vorrätig haben. Nicht immer ist die Küche noch geöffnet, wenn Gäste kommen.
Außerdem müssen wir uns unbedingt mal die Kleiderkammer vornehmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der kommende Winter da so eigene Herausforderungen für dich bereit hält."

Als ein leises Klopfgeräusch von der Eingangstür zu hören war, ging sie die Tür öffnen

"Aaahh, unsere misstrauische Kriegerin Mykena. Das ist ja schön, dass ich dich mal wiedersehe. Du könntest mir ja mal erzählen, welche Fertigkeiten du denn so mitbringst. Vielleicht kann ich dir ja noch ein bisschen bei der Ausrüstung unter die Arme greifen."
28.10.2002, 13:56 #125
Jamira
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Kaum hatte Hummelchen den Raum betreten, war was los. Die rundliche Frau schaffte es doch immer wieder mit ihren leckeren Köstlichkeiten die Stimmung zu heben.

"Hmm, das duftet aber gut", Jamira nahm den Schinken und die restlichen Sachen entgegen und stellte sie erstmal auf ein kleines Tischchen, um sie dann später in die Vorratskammer zu tragen.
"Die Speisekammer ist noch recht leer, ich kann immer etwas Essbares gebrauchen. Vor allem Schinken und Brot sollten wir noch einlagern, damit die Wanderer nicht hungern müssen. Und ein paar Fässer Amazonengebräu, das wird weggehen wie nichts."

Sie drehte sich zu Freya herum und strich ihr über den Kopf.

"Schau, meine Kleine, magst du nicht mal nach den Brombeeren schaun? Nimm einen großen Korb aus der Küche mit, vielleicht kann man daraus Marmelade oder Kompott machen."
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