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Die Burg im Minental # 2
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18.10.2003, 14:21 #201
Shakuras
Beiträge: 3.243

"Die Realität ist die Magie und die Magie die Realität, doch diese Erkenntnis bleibt nur den Gläubigen vorbehalten.So labe dich an die Pracht, die dir der Gott des Feuers, der Gerechtigkeit und Wahrheit hier darbietet.Du bist ein Teil des Obersten selbst und trägst ein Teil seiner unendlichen Kraft in dir.

Der Ursprung ist der Glaube und aus dem Glauben enwickelt sich Wissen und Wissen ist Macht und Macht ist wiederum der Glaube - Innos.Du siehst, dass die Welt ein einzig großer Kreislauf ist.Geschaffen vom Schöpfer selbst, dessen Ursprung auf ewig ein Rätsel sein wird.

Du hast die Gabe - entsprungen aus dem Geiste - hinter den etlichen Schleiern zu schauen, die diese Welt umgibt.Schleier die schützen, damit Andere nicht vor der Pracht des Obersten erblinden, Schleier des Raumes und der Zeit, damit Andere ihr Schicksal nicht erblicken können und und und.Du wirst sie mit der Zeit alle aufgezeigt bekommen, so du den wahre Glauben in dir pflegst und liebst wie dein eigen Heim.

Lass uns zurückkehren und lass mich dich als deinen Meister unterweisen, denn es ist Innos' Wille."

Wie ein Sog zirkuliesierte der Geist des Offenbarers zurück ins Stille und allmählich - langsam .. ganz langsam - nahm der Alte wieder die Eindrücke der Außenwelt war.Er öffnete die Augen.
18.10.2003, 15:49 #202
Xyterion
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Lautlos glitt der Geist des hohen Novizen wieder in seinen Körper zurück. Erschöpft von den großen Anstrengungen lehnte sich der junge Mann an die morsche Bank.

Meister....

begann er, doch Shakuras unterband das Wort seines Schülers abruppt.

Es ist an der Zeit....
18.10.2003, 16:12 #203
Shakuras
Beiträge: 3.243

"Es ist an der Zeit zu lernen.Lass uns in den Tempel gehen, Bruder Xyterion.", sprach der Greis ruhig und eigenartigerweise "Dutzte" der Meister seinen Schüler nun, obgleich er es Tage zuvor nicht tat.Weshalb?

Shakuras drückte sich mit Hilfe seines Stabes hoch und schlug den Pfad zum Heiligtum ein.Emotionen der Zufriedenheit dehnten sich im Herzen der Gelehrten aus und stimmten sie - wie jeher auch - in wohlbefinden.

-

Für Xyterion müsste alles so Neu erscheinen.Immerhin wurde ihm eine ganz andere Perspektive dieser Welt geliefert.Der junge Mann hatte sicherlich Fragen über Fragen und lechtzte nach Antworten, aber noch war die Zeit dafür nicht gekommen.

-

Oben am Pentagramm angekommen, positionierte sich der Meister auf das Podest, wo einst selbst sein Meister stand und auf ihn selbst, Shakuras, würdig hinabblickte.Seit Generationen war dies eine Tradition und vermittelte den Stand eines Meisters und Magiers.


"Lausche meinen Worten, Xyterion.In Kürze erhälst du die Gabe Licht erschaffen zu können.Ich habe dir bereits Tage zuvor die Geschichte der Gaben erzählt.Wahre sie tief im Herzen, denn in ihnen wirst du Weisheit finden."
18.10.2003, 18:49 #204
Shakuras
Beiträge: 3.243

"Um das heilige Licht erschaffen zu können, musst du in dich gehen und horchen.Rufe dann die funkelnde Pracht zu Tage, die ich dir bei unserer Reise zeigte.Die Magie, die du sahest, wird sich zu einer hellerstrahlenden Kugel formen.Die Energie die du hörtest, wird sich zu einem tänzelnden Glanz der lieblichen Töne bilden und die Kraft, die du spührtest, wird sich in Wärme wandeln.

Vertraue deinem Glauben und lass ihn wirken.Diene der Magie als Kanalisator und die Magie wird dir dienen.Versuche es."

Shakuras zog eine Rune hervor und schnippste sie zu Xyterion.
19.10.2003, 15:28 #205
Xyterion
Beiträge: 686

Etwas unbeholfen strecke der hohe Novize beide Hände dem wertvollen Gegenstand entgegen, und versuchte diesen zu greifen. NAch mehrern gescheiterten Versuchen den Flug der Rune zu unterbrechen landete diese trotzdem sanft in dem von dewn Händen des Lehrlings gebildeten Bett. Entschlossen umfasste er die Rune mit seiner rechten Hand und regte seine Linke dem Himmel entgegen. Dieser zeige sich wolkenlos und Sonnendurchflutet. Doch das prächtige Bild verfinsterte sich Rasch. Der schwarze Schatten dunkler Wolken lag über dem Tempel und tauche die Umgebung in nächtliches Schwarz.

Shakuras blickte zu seinem Schüler...

Nun ist die Zeit gekommen, wirke den Willen Innos, zeige deine Macht!

Langsam senkte Xyterion seine linke Hand, schloss die Augen und konzentrierte sich. Sein Griff wurde immmer stärker, er spuhrte die verborgene Macht.

Zeige deine Macht!

...wiederhohlte sein Meister

Allmählig maniefestierte sich die magische Energie, inder Hand des Wirkenden, doch die erhofften Lichtkugeln erschienen nicht, und die Dunkelheit bahnte sich weiter ihren Weg durch den heiligen Tempel.

Die Enttäuschung war Shakuras sichtlich anzusehen, Zweifel durchzogen seines alten Geist.

....Hatte er sich geirrt?....

Er konnte doch die Energie spühren, wieso gelang es seinem Schüler nicht das Licht zu rufen?

Doch die Energie wuchs, sie wuchs stetig weiter...doch Xyterion vermochte es sie weiterhin auf seine Hand zu fixieren.

Selbst ihn, der doch schon so vieles gesehen udn erlebt hatte, verwunderte das Schauspiel das sich ihm dort dabot. . .

Wie ist es einem einfachen hohen Novizen möglich, eine solch mächtige Kraft zu kontrollieren, wie kann er eine solche magische Energie bündeln....

Langsam hob Xyterion seinen Arm gen' Himmel.

Weiterhin konzentrierte sich die Energie auf die Hand des hohen Novize, doch noch immer erhellte kein Funke den dunkeln Tempel.

Erneut stellte sich der Greis die Frage. . .

Eine solche Macht, von einer einfachen Rune....immer mehr Rätsel tun sich auf...,und alle ranken sich um diesen einen Quell' geistiger Kraft

Doch nun, erkannte der alte Mann die unzäligen winzigen Lichtquellen, die im Bette der Finsterniss tänzelten.

Ruckartig öffnete Xyterion die Augen, und entfesselte die in der Rune gebundene Magie. Die winzigen Quellen sammelten sich, Stück für Stück, verwandelten sie sich in drei riesige Lichkugeln die Über die Hand Xyterions schwebten. Die manifestierte magische Energie nährte das magische Licht und ließ die Kugeln gar stetig wachsen.

Unfassbar....

Das eine Wort beschrieb das Empfinden des Lehrmeisters am deutlichsten. Noch nie zuvor hatte er erlebt wie einer seiner Schüler die Magie des Lichtes so wirkt.

Doch dann ertönte die Stimme des hohen Novizen. . .

ICH ZEIGE MEINE MACHT!

Der Schrei hallte durch den Tempel und ließ sogar Shakuras erschrecken.

Nach dem Ausruf Xyterions vereinten sich die drei Kugeln schließlich, und ließen einen Lichtkegel entstehen dessen ungeahnte Größe und die Kraft seines Lichts den Meister selbst blendete.

- Der heilige Tempel durchflutet vom heiligen Licht -

Das gleißende Licht strahlte Empor und trat den Kampf gegen die herrschende Finsterniss an...
24.10.2003, 22:31 #206
Longbow
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Inder Burg herrschte absolute Stille. Wo vor kurzem noch die Überlebenden der Schlacht lachten und sauften, war nun kein Mensch mehr. Die alten, müden Krieger waren wieder die einzigen Bewohner der Festung. Der Hauptmann schritt langsam mit voller Kampfausrüstung über den Burghof. Seine schweren Eisenstiefel schlugen stumpf im Rhythmus auf dem steinigen Boden auf. Die anderen Milizsoldaten und Paladinen guckten ihn mit offenen Augen an. In den Mienen seiner Kameraden erkannte er Angst, als ob nun der letzte Soldat der Verstärkung die Burg verließ und wieder die alte Schreckenssituation einsetzte, sie wieder jeden Tag den Tod fürchten mussten, dabei waren die Orks tot, zumindest in der Umgebung der Burg. War er der einzige glückliche Innosler in der Burg? Angst in der momentanen Situation zu haben, ist einem Streiter Innos nicht würdig. Dennoch war Long fest entschlossen, nun die Burg zu verlassen. Vielleicht könnte er ja noch irgendwie die Moral der Männer aufrecht erhalten, aber er musste wieder zurück in die Stadt. Zu lange verweilte er nun schon im Minental. Noch dazu waren längst alle anderen Söldner und Paladine nach Khorinis heimgekehrt und das schon seit langem erwartete Erz musste rüber gebracht werden. Garond hatte ihm einige Milizsoldaten und einen Ritter zur Verfügung gestellt, mehr konnte er trotz der momentan friedlichen Situation nicht entbehren. Nun durfte er also Massen an Erz mitten in der Nacht mit einer kleinen Eskorte nach Khorinis transportieren.
Er gab das Zeichen zum Abmarsch. Das große Eisentor war längst wieder geschlossen worden, vielleicht zum letzten Mal wurde es jetzt für ihn und den Karren geöffnet.
25.10.2003, 22:42 #207
Shakuras
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Die heiligen Strahlen des göttlichen Scheines traten den Kampf gegen die Finsternis an.Das Licht, geformt zu einer gleißenden Kugel, entsandte ihre erlösende Kraft und spießte sichtlich den Mantel der Schwärze auf.Die ziehenden Schattenwesen der Dunkelheit mussten weichen und das Knie vor den funkelnden Speeren beugen, wenn sie nicht das Opfer des allmächtigen Schweifes werden wollten.Der Kampf war gewonnen.

Der Greis konnte das eben Passierte noch nicht so recht fassen.Er hatte schon viele begabte Schüler gesehen und unterrichtet, doch dieses Kind, Xyterion, stach gar als eine Besonderheit unter den gelehrigen Ausnahmen hervor.
Xyterion erinnerte den alten Meister an seine damalige Zeit zurück, als er den ersten Schritt auf den Pfad der Magie setzte.Er war der Einzige von all den Schülern und Magiern, der schon mit 13 Jahren in den ersten Kreis der Gaben eingewiesen wurde.Er besaß schon zu Kindesalter einen festen Glauben und vor allem eine enorme Kraft, die der seines jetzigen Schülers gar nun glich!


"Ich.. bin sprachlos,.. Xyterion.Solch ein Talent und .. solch ein Hang zur Magie sah ich bis jetzt nur noch bei Einen und zwar bei mir, .. als ich damals unterwiesen wurde.Du überrascht und verwunderst mich.Ich denke, ich habe dich unterschätzt."
26.10.2003, 07:06 #208
Xyterion
Beiträge: 686

Als das grelle Licht langsam verschwand und die dunklen Schatten wichen, erkannte der alte Meister das Bild des Geschehens. Erschöpft lag sein gesegneter Schüler auf dem kalten, geheiligten Stein, dem Boden des Tempels. Mit letzten Kräften drehte Xyterion sein Kopf gen' Haupt seines Meisters...

Ich bin zu tiefst geehrt Meister..ich danke euch...
26.10.2003, 13:31 #209
Shakuras
Beiträge: 3.243

Der Greis bemerkte, dass die Kraft seines Schülers wich und er langsam zu Boden ging.Es setzte eine Art Lähmung ein, die zum Vorschein trat, wenn man sich übernommen hatte.Shakuras stieg vom Podest und wanderte zu Xyterion.Er stützte ihn und half ihn...

-

Bedächtig ließ er den jungen Mann zu Bett und deckte ihn behutsam zu.
Er fischte noch eine Rune empor, die dazu bemächtigt war, eine Flamme entfesseln zu können.Diese legte er auf den Nachttisch, der neben dem Bett des Jüngling stand, ab und verließ schweigend das Gemach.

Xyterion brauchte nun Ruhe...
29.10.2003, 11:16 #210
Irock von Elladan
Beiträge: 1.476

Die beiden weißen Hände, die aus den weiten Ärmeln der dunkelblauen Robe hervorragten umklammerten leicht das Lesepult, jenes vor dem Magus stand. Ein Buch mit weisen Worten der Gelehrsamkeit lag darauf. Die volle Aufmerksmakeit des Magier war diesem Werken zu dieser Stunde ganz und gar geschenkt. Die Seiten waren mit Zeichen, die Wörter in der alten Gelehrtensprache bildeten, gefüllt. Jene durchwanderten den Geist des Mannes, jener sich als Magier Adanos bezeichnete.

Plötzlich beendete der Glaubenslehrer sein Studium. Für diesen Tag war es genug, was sich in seinem Geist gesammlet und gefestigt hatte. Sein Gesicht war blass und eine leichte Schwäche, die vom Bewegungsmangel hervorgehoben war ließ ihn nur langsam einen Schritt nach dem anderen machen.

Schließlich trat er vor dne Eingang des Feuermagiertempels und blickte wie so oft in den letzten Wochen über dne Hof. Viel Anderes als seine magische Schulung hielt ihn nicht mehr an diesem Ort. Wahrlich wurde es auch dafür Zeit. In seiner Weisheit, die ihm von Innos und Adanos zuteil geworden war, schritt er über den Hof der alten Burg des Minentals. Die Mannen beobachteten ihn und sahen eine gerade aufgerichtete gehende Person mit zusammengelgten Armen.
Das Funkeln der Macht und seiner Geweihtheit ließen ihn respektvoll aber auch hochnäsig erscheinen. Einige der Wachen grinsten und machtne dumme Bemerkungen, dabei wussten sie jedoch nicht das die Ohren des Meisters weit reichten. Die Respektlosigkeit, die man den Magiern entgegenbrachte war in dieser Stunde unter einigen Menschen verbreitet. Nicht einmal ein Gruß erreichte darum die Gestalt des Dieners Adanos.


Sie werden wissen das Adanos in seiner Weishiet straft als auch beglückt und so soll er an allen Menschen tun.

Nun, vor dem Bruch in der Mauer, am tiefen Hang gen dem mit Gestinsbrocken übersehtem Boden, der unterhalb der beschädigten Mauern lag. Der Magier, der anders war, aber dennoch gleich den anderen dienend den Geboten der zwei Götter, stand nun da. Er blickte jetzt finster, sein Blick erspähte das weite Land.

Irgendwann würde seine Zeit kommen, dann würde auch er das Wort der Götter mit deren Gaben weit verbreiten. Noch war er ein Magier ohne große Gaben, auch wenn er die Kenntnisse besaß. Ein Gelehrter dessen Ziele weit und nur auf ewigen Pfaden erreichbar waren.

Tat er das Richtige? War er wirklich auf dem rechten Weg, den er so angestrebt hatte? War Adanos bei ihm, in seiner Angst? Viele Fragen die er sic heinst vor seinem Weihe immer wieder gestellt hatte kamen nun über ihn hereingebrochen. Es gab keine Antworten, auch wenn er überzeugt war, dass Innos Licht ihn lenken und somit den Schlüssel zur Offenbarung der Antworten geben würde.

Menschlichkeit bedeutete Schwachseeligkeit, doch der Glaube gibt mehr Kraft als man sich wünschen lassen könnte, dies sagte er sich, auf und ab. Bald dachter an das, was er vor kurzer Zeit gemurmelt hatte. War es denn so? War Adanos der Gerechte dem beide Seiten ein Wort waren? War er und seine ewigie Weisheit das Gleichgewicht zwischen Innos und Beliar?

Im Glauben konnte man wirklich nur glauben, denn die Wahrheit ist stets tief verborgen auch wenn die Lehren der alten Zeit tief in den Gedanken der Geweihten eingesprägt sind und ihnen daher als selbastverständlich vorkommen. Nun denn, der Kleriker wandte sich ab, von der zerstörten Mauer und sah erneut in das Innere des Hofes. Schwärze, sowohl in der Nacht, die nahte als auch in den Gefühlen und Hoffnungen vieler der Anwesenden. Gott verlassen war die Gegend dennoch nicht, auch wenn dies einen solchen Eindruck auf die Menschen machte.
Es wurde Zeit den ewigen Göttern im Gebet, als dies zu berichten, denn nur sie vermochten Antwort zu geben.


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Zeit verging..... Mittlerweile stand Irock in der Mitte des Pentagramms auf der zweiten Ebene. Seine Arme waren umschlossen und seine Augen geschlossen. Das Gebet hatte er anders als sonst begonnen. Er meditierte, wie er es schon lang nicht mehr getan hatte. Die magischen Energien, sie wuchsen. Der Magus spürte sie und wusste das es Zeit war den Zauber des Eisblocks zu wirken. Shakuras, sein Meister, wo war er? Es war egal, die berauschende Macht der Arkanenkunst zog ihn dahin. In Sekunden durchstreifte er Welten, die vollkommen aus bunter Kraft bestanden. Seine Willenskraft schützte ihn vor dem Zusammenbruch. Endlich war es soweit. Seine Augen öffneten sich. Im gleichen Moment hielt er auch den schwarzen Stab nach vorn. Dessen blaue Enden leuchteten. Dann bildeten sich Eiskristalle am oberen Teil, bis zum Schaft an dem der Anwender ihn hielt.

Langsam formte die magische Energie eine Eisgebilde aus tausenden von Kristallen. Vereint mit dem Glauben an Adanos, war es ihm nun möglich das ihm geweihte Element mit magischer Natur zu binden. Es dauerte wenige Minuten und das obere Ene des Stabes war vollkommen mit den Eiskristallen überseht, sie waren gewachsen und hatten somit einen gewaltigen splitternden Block geschaffen, der die Waffe umhüllte.

Erfreut und entspannt sah er sein Werk an und war stolz. Nun müsste er nur noch seinem Meister den Zauber vorführen. Erleichtert und den Göttern für ihre Gunst dankend schüttelte er das magisch Eis von seinem Stab, es verschwand spurlos.
30.10.2003, 13:14 #211
Melyssa
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Es war ein trüber Tag, ein dichter Wolkenschleier hatte sich über der Burg und dem ganzen Minental gebildet. Keine Sonne, nur tristes Grau. Inzwischen hatte sich die Burg wieder geleert, die Meisten derer, die sich hier zur Jagd auf die Orks eingefunden hatten, waren wieder gegangen. Auch Melyssa hatte sich dazu entschlossen, wieder zu gehen. In der Burg war niemand mehr, den sie kannte und es war zunehmend öder und eintöniger geworden. Wenn man so die Geschichten der einstigen Sträflinge und Amazonen hörte, da klang das alles viel aufregender, das lebhafte und verhasste alte Lager. Was war davon geblieben? Ruinen, in denen sich die Paladine verschanzten.

Ein tiefer Seufzer entrann ihr, dann packte sie ihre Sachen und ging zu Wirbelwind. Auch der Scavenger war es leid hier in der Burg angeleint zu sein. Immer wieder hatte er die Blicke der Soldaten ertragen müssen, wie sie ihn anglotzten und schon als Braten auf ihrem Spieß sahen. Aber die Amazone hatte stets darauf geachtet, dass ihm keiner zu nahe kam. Soweit kam es noch, ihr Reittier als Futter für die Paladine...Männer.

Melyssa band Wirbelwind los und blickte sich nochmal um. Es war wirklich leer, Zeit abzureisen. Aber wohin? Vielleicht erstmal in die Stadt, in der Stadt war immer was los und vielleicht konnte sie ja endlich eine Teleportrune ergattern. Irgendwer musste ihr doch da eine verschaffen können.
"Na mein Guter, dann wollen wir mal, was?`Bekommst dann auch noch was zu fressen, keine Sorge, aber erstmal müssen wir aus dem Tal raus. Hier ist eh alles tot..."
Sie stieg auf das Tier, welches sich diesmal ausnahmsweise nicht sträubte und bereitwillig steuerte es auf die Ramme zu. So verließen nun auch diese Beiden die Burg. Vorsichtig ging es die Orkramme hinunter und, unten angekommen, stob Wirbelwind davon, die Amazone fest im Sattel....
30.10.2003, 14:42 #212
Shakuras
Beiträge: 3.243

"Ihr habt also die Früchte Eurer Arbeit geerntet, Irock von Elledan.Ihr dürft Stolz auf Euch sein." Sekunden später löste sich aus dem Schatten einer Ecke auf der oberen Etage der Meister der Magie.Sein Gesicht war geziert mit einem sanften und zufriedenem Lächeln.

Er streckte dem Bruder des Wasser die Rechte entgegen und tat sie auf.In der dürren Hand fanden sich zwei Runen wieder.Zum einen die Rune des Feuerballs und zum anderen die der Teleportation.
"Nehmt sie an Euch, Wassermagier, denn ich muss fort.Ich habe noch etwas zu erledigen.Ihr, währenddessen, solltet Euch mit den entsprechenden Schriften beschäftigen.Ihr wisst, was ich meine! Lernt, um Adanos wohl dienen zu können."

Bedächtig nickte der Magus und nahm die Gaben entgegen.Ehrwürdig verneigte er sich noch vor seinem Meister.Ihm wurde eine große Verantwortung zu Teil.Er besaß nun zwei Runen - zwei Gaben, von denen er nicht wusste, wie sie einzusetzen waren.Sie könnten ihm helfen und zu neuer Macht befähigen, doch sie könnten auch das Ende für seinen Pfad bedeuten.Es lag nun in seiner Hand.

"Magie zu Ehren." "Magie zu Ehren, Priester Shakuras." Dann wandte sich die hagere Gestalt, von der jedoch eine gewaltige Macht ausging, ab und verließ den Tempel und kurz darauf auch die Burg mit all sein' Hab und Gut, das er schon zu Beginn, als er hierher kam, mit sich führte...
01.11.2003, 18:09 #213
Hemfas
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In der Burg waren einige finstere Gesichter abzulesen, jedoch schien ein Belagerungszustand derzeit nicht der Fall, so war doch auch ein gewisser Frohsinn zu erkennen. Einige grüßten den erkennbaren Novizen aus dem Kloster ehrfürchtig, andere wiederum bedachten ihn nur mit einem Kopfnicken.
Lange war es her, aber dennoch wusste Hemfas immer noch, wo die Kirche dieser Feste stand. Unter einem vollkommenen Nachthimmel trat er hinein in die heiligen geweihten Hallen seines Gottes, und ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit durchströmte ihn.
Hier konnte nichts herrschen ausser die Reinheit des Lichts. Langsam und beinahe schon vorsichtig schritt er über das Mosaik am Boden, immer weiter voran, bis das er eine Gestalt am Boden liegen sehen konnte! Ein wenig beunruhigt beschleunigte sich sein Gang, und neben der Gestalt sank er zu Boden. Ein Mann lag dort, scheinbar in den Mantel der Ohnmacht gehüllt.
Jedoch nach wenigen Versuchen ihn zu erwecken regte sich das erstarrte Gemüt von neuem, und fürsorglich sah der Alte wie sich der Zustand seines Klosterkollegen besserte.
02.11.2003, 07:00 #214
Xyterion
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Regunslos lag die Gestalt in dem weichen Bett edelster Federn des heiligen Tempels. Die große geistige Anstrengung der letzten Tage hatte seine Sinne vernebelt und seinen menschlichen Körper stark zugesetzt. Unfähig seine Augen zu öffnen verließ sich der hohe Novize rein auf sein Gehöhr und oftmals auf seinen durch den gelähmten Zustand seines Körpers stark eingeschränkten Tastsinn, um seine Umgebung zu bestimmen. So bemerkte der labile Geist, des Nächtens, eine Person, offenbar selben Glaubens, näher an seine Erholungsstätte schreiten. Durch wiederholtest oftmals grobes rütteln, versuchte der Unbekannte , seinem Bruder wieder die Allmacht seiner Sinne zu unterstellen und doch zeichnete sich allmählich der Efolg der äußeren Bemühungen ab....
04.11.2003, 17:55 #215
Hemfas
Beiträge: 274

Nach langer Zeit der vergeblichen Versuche den Bruder des Klosters zu erwecken, wollte der Alte gerade schon aufgeben als sich Leben in seinen Händen bemerkbar machte! Ja, der Mann dem Hemfas da beim wachwerden geholfen hatte schien sich endlich zu erholen.
In die blinzelnden Augen sah er, und ein warmes Lächeln umspielte das bärtige Gesicht Hemfas´. Wie lange der andere, deutlich jüngere Mann schon hier gelegen hatte vermochte der Novize Innos´ nicht zu beantworten oder zu wissen, jedoch sein Gefühl hatte ihm klargemacht einzugreifen. Vielleicht war es auch der Wille Innos - wer konnte das schon wissen?
Er ließ noch ein wenig Zeit verstreichen, die der zwangsläufigen Benommenheit Abhilfe zu schaffen bedacht war, dann ergriff er das Wort, leise und doch durchdringend, erfüllt von Freundlichkeit und Fürsorge:
"Magie zu Ehren!
Geht es euch gut? Ihr seht mitgenommen aus."
argwöhnisch prüfend musterte der Novize sein Gegenüber auf irgendwelche Verletzungen.
04.11.2003, 21:41 #216
Xyterion
Beiträge: 686

Der Klang der wohlgesonnen Worte gelang langsam, durch die mit dem Duft medizienischer Kräuter getränkte Luft, an das geschulte Ohr des Empfängers, und übermittelte durch die von ihm ausgelöste zaghafte Vibration, die schlichte Nachricht des hohen Novizen. Obwohl die Worte in sanften Ton gesprochen, schienen sie dem geschwächten Mann durch ihren geringen Nachhall doch eher dem Gebrüll einer königlichen Armee im Kampf gegen den tierischen Feind ganz Myrtanaas zu ähneln.

Langsam richtete sich Magier schmerzenden Hauptes auf, und erwiederte die freundliche Geste seines Bruders...

Ich...ich...danke euch ..für eure Hilfe...Bruder...doch hüllt... euren Geist... nicht in Sorge, meinem Körper fehlt es an nichts...
04.11.2003, 22:01 #217
Hemfas
Beiträge: 274

Hemfas trat einige Schritte auf diesem kühlen Steinboden zurück, sah immer noch genau nach dem jungen Mann und nickte, während er die Stirn kraus zog.
"Körperlich fehlt euch wirklich nichts, aber wer weiss wie es eurem Geiste geht? Ihr seht erschöpft aus, trotz der langen Ruhe die ihr zweifellos genossen habt. Wartet, ich hole euch etwas zu essen!"
Erinnerungen wurden wach, als er aus dem "Tempel" hinausgetreten war, über den Innenhof und hinein in die Kammer da der Proviant aufbewahrt ward. Er war hier einmal mit seinem Regiment gewesen, als er noch jung und grün hinter den Ohren war.
Es war ein Teil der Ausbildung, zumindest vor der Barrierenzeit, die Festung verteidigen zu lernen.
Im ganzen Reich war sie eine der besten und wehrhaftesten überhaupt, galt als uneinnehmbar - was sie bis heute souverän bestätigte.
Nachdem der Alte ganz in Gedanken versunken einen Laib Brot und einen Bottich Wasser beiseite geschafft hatte, um sie zu dem Schwachen zu tragen, stellte er sich endlich vor: "Ich bin Hemfas, Novize des Ordens.
Wer seid ihr, wenn mir die Frage gestattet ist?"
08.11.2003, 01:12 #218
Longbow
Beiträge: 4.035

Zwei völlig kaputt gelaufene Krieger durchtraten das Tor der Burg. Sie hatten es extra für sie geöffnet, war aber natürlich zu erwarten gewesen.
In der Burg war wieder alles still. Selbst hier gönnte sich nach der Schlacht die noch stationierten Soldaten mal ein paar Stunden schlaf. War auch gut so, was taugten denn auch ein paar müde Soldaten gegen die Orks? Doch ihm überkam gerade das gleiche Gefühl. Ein lautes Gähnen entwich ihm, direkt vor dem Paladin. Dieser reagierte aber nicht drauf, wahrscheinlich war es ihm schnuppe und er war genau so kaputt.
„Also, Taurodir! Dank dir für die Gesellschaft. Wird mich nun hinlegen. Gut’ Nacht!“
„Dir auch!“
Long verschwand anschließend im Ritterhaus und legte sich auf eine der harten Pritschen.
08.11.2003, 09:50 #219
Taurodir
Beiträge: 3.553

Endlich konnte sich der Paladin eine ruhige Nacht gönnen, nicht im Sinne, dass das Bett schön bequem war, nein, eher daher, dass ihn diesmal nicht dieser Traum quälte. Überhaupt vergass er seit den gestrigen Tag dieses Ereignis vorwegs, denn andere Dinge fanden nun in seinen Gedanken Platz.
Hier in der Burg war der junge Kommandant gern gesehen, nach seiner letzten Tat hier, so bekam er ein recht großes Zimmer, auch wenns nicht nötig gewesen war.
Ein wenig erholt von der Reise und dem Kampf gegen den Tormentor stand er von seinem bett auf. Es war auch mal wieder schön ohne Rüstung zu laufen, und keine eisige Kälte wie auf dem gebirge zu spüren, sondern sich das Feuer anzusehen, wie es da vor einem hinprickelte. Sein Körper fühlte sich warm an, dennoch schmerzten ihn noch einige Stellen, so wie seine Arme..
Wenn er seine Rüstung sich anschaute, die neben seinem Bett lag, bekam er auf seinem Gesicht nur ein Lächeln, viel hatte diese durchgemacht, und einige Löcher waren in dieser zu ersehen. Doch in Khorinis sollte sich schon ein fähiger Mann finden lassen, der diese Rüstung wieder zum Glänzen bringen würde..
Dabei dachte er an seine beiden Schüler, vielleicht sollte er die Burg schon früh verlassen, denn allmählich wurde es Zeit, dass er beiden nach dieser Reise nun entgültig alles beibringen sollte. Hier in der Umgebung waren sie nicht zu sehen, vielleicht hatten sie sich direkt auf den Weg zur Stadt gemacht.
Der Kommandant aß noch ein wenig vom Brot, und der Wurst, die daneben lag, trank alles mit einem kräftigen Schluck des Wassers hinunter, und zog sich dann langsam, damit ihm die Muskeln nicht zu sehr schmerzten, die Rüstung über. Zum Schluß klopfte er noch den Staub auf seinem Umhang weg, und zog diesen genauso wie seine Lederhandschuhe an. Bereit war er, seine Waffen hatte er bei sich, geruht und gegessen hatte er auch, so könnte Taurodir sich auf den Weg zur Stadt machen. Wie lange es doch her war, dass er dort gewesen war.
Jedoch wünschte sich der Krieger in der Nacht im Gebirge eher, dass er Telma auffinden sollte. Durch all die ereignisse geriet dies in Vergessenheit.
Als er aus der Tür schon hinaustrat, spürte der Paladin, dass das Wetter doch nicht so angenehm sei, wie er es sich in seinem Zimmer gedacht hatte. Doch hielt ihn sein Umhang recht warm...
Longbow schien noch zu schlafen, nun wusste er nicht, ob er auf ihn warten oder gleich aufbrechen sollte.
So setzte er seinen Körper an eine ruhige Ecke, und begann sich nach einer Pfeife zu sehnen, nun wurde ihm bewusst, wie schön doch die Stadt war, aller seiner Vorhaben und Wünsche könnte er dort erledigen, aber schon war er gespannt auf die Gesichter der Lords, nach seiner so langen Abwesendheit.
Da saß er jetzt, und wartete für eine kurze Zeit auf Longbow, vielleicht müsste er doch allein losziehen. Die Zeit verstrich...
08.11.2003, 10:48 #220
Longbow
Beiträge: 4.035

Long streckte sich einmal, stieß ein paar Seufzer aus und begab sich dann raus aus dem Bett. Doch bereute er es schnell, unter der Decke war es um einiges wärmer gewesen. Er zog schnell seine Rüstung über, wusch sein Gesicht und bediente sich an dem noch vorhandenen Essen. Nach der Reise war es reine Feinkost für seinen Magen. Endlich wieder gebratenes Fleisch, Käse und Speck. Nicht zu vergleichen mit dem Essen, das er in der Stadt bekommen wird, aber schon mal ein Anfang.
Anschließend sah er vor, zu Garond zu laufen und nach eventuellen Befehlen zu schauen, die er in die Stadt bringen soll. Doch der Kommandant hatte was anderes für ihn:
„Morgen, Hautmann! Ich habe hier einen befehl von Lord Carthos. Führe ihn sofort aus!“
Überrascht las er den Brief. Er soll das Ork Gebiet erspähen, nur wie war ihm selbst überlassen. Warum stand nicht drin, sowieso hatte sich Carthos anscheinend nur bemüht diesen Lappen mit ein paar Zeilen vollzukrisseln. Aber es war ein Befehl, den er jetzt wohl auszuführen hat.
Er begab sich wieder nach draußen, wo er Taurodir erblickte, der ihn gleich ansprach:
„Morgen, Longbow! Ich werde nun in die Stadt zurückgehen. Wirst du mitkommen?“
„Nein, geht nicht. Hab den Befehl das Orkgebiet auszukundschaften. Aber ich würde mich für die Anwesenheit eines Paladins glücklich schätzen, immerhin wird das, denke ich, kein Kinderspiel für mich!“
08.11.2003, 13:07 #221
Taurodir
Beiträge: 3.553

"Gut, da mir eh die Knochen allmählich vom sitzen einschlafen, und es mich eh nach einer kleinen Wanderung sehnt, werd ich dich begleiten, auch wenns gefährlich sein sollte, zu verteidigen werden wir uns schon wissen. Aber danach werd ich mich dann wirklich auf den Weg zur Stadt machen, noch heute würde ich gerne dort ankommen."
Für einen Moment stoppte er mit dem Reden, blickte sich um, und genoss nur die Strahlen der Sonne, die soeben durch die Wolken ihren Weg zu ihm fanden. Es tat gut, und man bekam ein Gefühl, als ob jede Kraft wieder zurückkam..
"Also, ich bin bereit für unser kleines Abenteuer, meine Waffen sind bei mir, und sonst alles auch gut, wir könnten dann losgehen."
08.11.2003, 15:08 #222
Sir Iwein
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Japsend kamen Uncle und Iwein im Burghof an. Die Stimmung im ehemaligen alten Lager war wie eh und je. Ein paar Jungs trainierten, doch die meisten saßen nur auf der Mauer, fristenen ihr Dasein mit dem Warten darauf, dass irgendetwas passierte - entweder auf einen Angriff der Orks oder den Befehl zur Heimkehr von Lord Hagen. Wenn der Erztransport, der demnächst gestartet würde, sicher auf dem Festland ankäme, würden sie wohl endlich von ihrem Schicksal befreit sein.
Ein Ritter, der über der Ramme Wache stand und noch recht wach ins Tal hinunter spähte, begrüßte sie. Iwein verneigte sich knapp und sprach dann: "Seid gegrüßt, Ritter. Ich und mein Kamerad Uncle suchen zwei Paladine, Hauptmann Longbow und Kommandant Taurodir. Die beiden müssten hier in der Burg sein. Könnt Ihr uns sagen, wo sie sich aufhalten?"
"Sie sind hier gewesen, doch gerade eben haben sie die Burg durch das Tor verlassen, kurz, bevor ihr beiden eingetroffen seid. Wenn ihr euch beeilt, könnt ihr sie noch treffen."
Die beiden waren schon wieder fort? Nun gut, dann mussten Uncle und Iwein ihnen eben folgen, und aus der Bierpause wurde nichts. Eilig schritten sie erhobenen Hauptes den Hof hinunter zum Burgtor, dessen hartes, dickes Eisengitter wie immer geschlossen war. "Öffnet das Tor!", befahl Iwein, sein Ton war rau und stolz.
"Vergiss es!", drang die müde Stimme eines Waffenknechts von der Mauer über ihnen. "Wir haben vor ein paar Minuten das Tor für zwei Paladine geöffnet. Jetzt bin ich fertig. Und für zwei schäbige Soldaten von der Miliz werd ich mir das nicht nochmal antun."
Zerknirscht und peinlich berührt machte Iwein kehrt und schleifte Uncle hinter sich her, der sich anscheinend noch mit dem dummen kleinen Soldaten anlegen wollte. Dann mussten sie eben den Weg über die Ramme nehmen. An dem erstaunten Ritter schritten sie vorbei und kletterten dann die Mauer wieder herab, dann stiefelten sie eilig die Ramme hinunter und machten sich dann auf den Weg zum Burgtor. Vielleicht würden sie die beiden noch erreichen.
09.11.2003, 19:17 #223
Irock von Elladan
Beiträge: 1.476

Wieder einmal regnete es, als der Geweihte des Adanos im Torbogen des Tempels stand. Lange Zeit war vergangen seit dem ihm seine Meister mit neuen Aufgaben betraut hatte. Es gab keine Zweifel, nun war jedoch die Zeit gekommen in das Kloster zurückzukehren. Mit guter Laune kehrte der Kleriker in die kleine Bibliothek zurück, die er in den letzten Wochen als sein Studiumsarsenal betrachtet hatte.
Die alten Schriften waren mit weisen Worten gefüllt. Er hatte zudem aus einigen Schriften viel über die Feuermagier die zu Zeiten der Barriere hier gelebt hatten in Erfahrung gebracht. Mit einem Blick, der nichts aussagte starrte er nun förmlich auf seine Sachen, die in der Ecke ordentlich zurechtgelegt lagerten. Schließlich verstaute er alles in der beiliegenden Tasche und verließ den Raum. Seine Beine führten ihn auf die höhere Ebene. Dort wo sich das Pentagramm befand, dankte er Adanos für alles und zelebrierte im Zeichen für die erste bestandene Hürde eine kleine Opferung, indem er teuren Wein über den gesegneten Altar goss und mit einem letzten Gebet seine Abreise bekündete.
Die Zeit war nun endgültig gekommen. Der Ruf seiner heiligen Bestimmung hatte ihn eingeholt. So tat er das, was anlag. Mit der Tasche über die Schulter gelegt verließ er das Tempelgebäude. Mit einem letzten Blick besah er die heiligen Runen, die an den Wänden des Gemäuers prangen.
Dann wandte er sich endlich ab und ging über den Hof, hin zum Tor… Schon bald hatte es sich hinter dem Mann in blauem Gewand wider geschlossen.
12.11.2003, 22:06 #224
Hemfas
Beiträge: 274

Viele Tage waren vergangen, seit Hemfas dem sonderbaren Mann des Klosters geholfen hatte, doch stellte der Herr sich als ziemlich wortkarg heraus. Die Geduld des alten Mannes war nun auch erschöpft, schließlich hatte er nicht vor, gerade hier eines natürlichen Todes zu sterben.
So hatte er sich Wortlos abgewandt von jenem röchelnden Wesen im Bett, und war zum Tor hinausgelaufen, wo er die kühle Luft genoss.
Viel Zeit zum nachdenken hatte das Zögern des Magiers gegeben, und nun war er sich sicher, dass nicht die Priester Innos´ seine Hilfe brauchten, sondern dass er wieder in die Reihen der Streiter Innos´ treten sollte, wo er ebenfalls den Glauben seines Gottes verbreiten konnte, nur wieder mit dem Feuer, dass ihm auch einst innewohnte da er noch Offizier war.
So führte ihn sein Weg hinaus aus der Burg.
19.11.2003, 22:10 #225
JP_Walker
Beiträge: 359

Walker kam total Übermüdet und schlapp in der Burg an. Er wollte nichts mehr als schlafen gehen. Seine Verletztungen waren noch nicht ganz verheilt und das merkte er auch, denn er brauchte schon einige Anstrengung die Schwerzen, die der lange Fußmarsch mit sich führte zu verdrängen.

Walker schleppte sich Niederhängend hinüber zu dem Schlafsaal. Sein Schwert schliff er hinter sich her. Einige der Leute in der Burg starrten seine Rüstung an, andere sein Schwert und noch andere einfach seine Gangart.

Man konnte sich nicht auf alles gleichzeitig von seiner Gestalt konzentrieren. Walker riss die Eingangstür auf und stolperte in einen unten Gelegenen Saal, da dieser jedoch voll war ging er eine Etage höher.

Als er dort die Tür öffnete sah er nur freie Betten, Walker zog seine Rüstung aus und hängte sie über ein Bett am Fenster, Sein Schwert legte er unter das Kopfkissen und dann schmiss er sich auf das Bett. Er bewegte sich kein Stück mehr und man hätte meinen können, er wäre tot...
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