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[GM]Die Suche nach Ironia
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11.03.2002, 20:18 #76
blutfeuer
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blutfeuer warf den bogen auf den rücken und zog ihr schwert. im selben moment krallte sich das vieh in ihre haare und begann an ihr zu ziehen, mann war das vieh stark.

sie spürte, wie sie von der felskante weggezogen wurde und hieb verzweifelt mit dem swchwert in richtung des häßlichen geflügelten weibes. und super - es kreischte wie alle schwer getroffenen weiber und der griff lockerte sich. im selben moment wurde die schönheit von einem pfeil in den hals getroffen woraufhin das gekreische verstummte.

blutfeuer sah nach oben und entdeckte über sich eine fröhlich lächelnde nienor, der es ganz offensichtlich spaß machte, endlich einmal ihre bogenkünste zeigen zu können.

blutfeuer stieß einen lauten jubelschrei aus und legte den nächsten pfeil in den bogen. danach steckte sie sich wieder zwei pfeile zwischen die zähne und versuchte, sich zu lümmel zu drehen, auf den die flatterweiber es besonders abgesehen hatten.

blutfeuer zielte und pfffft trudelte die nachste dame in den abgrund. triumphierend steckte sie den daumen nach oben und winkte nienor zu. sie waren schon ein tolles team.
11.03.2002, 20:29 #77
Saturas
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Plötzlich stand auch noch die Gestalt mit der schwarzen Robe und dem Schulterpanzer an der Kante. Er hatte einen Blitz vorbereitet, in der Hoffnung, das Flugvieh absacken zu lassen.
Gerade noch schaute er wie in Zeitlupe den surrendenen Pfeilen der blutfeuer nach...
Dann liess er den Blitz auf ein herannahendes Tier los. Er verfehlte nicht. Einige Sekunden dauerte es, dann musste Sarevok die Kampfmagie zurückziehen, sonst wäre der Blitz auf ihn selbst zurückgesprungen.
Doch er reichte. Eine Harpie weniger am Himmel.
Sarevok hielt Aussschau nach weiteren erreichbaren Zielen und lud so schnell wie möglich einen neuen Blitz auf.
Doch urplötzlich wurde er von der Seite attackiert. Zum Glück fiel er nicht herab, sondern konnte sich auf den sicheren Felsboden hinter sich werfen. Das blaue Zucken an seiner Zauberhand verschwand natürlich und hastig zog er sein Schwert.
Er konnte gerade einen Frontalangriff blocken und musste liegenbleiben. Die Harpie stürzte sich sofort wieder auf Sarevok.
Wagemutig stellte er einfach sein Schwert gerade auf neben sich...tatsächlich spiesste sich der Angreifer selbst auf. Sarevok stach noch mit dem Schwung des Aufstehens zu, die Klinge ragte aus dem Vogeltier hinten heraus.
Sarevok steckte sein Schwert nicht weg, er machte sich auf weitere Überraschungsangriffe bereit.
11.03.2002, 20:42 #78
hoRny aPe
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aPe versuchte verzweifelt, das Seil durch Hin- und Herschwenken in eine für Frost günstige Position zu bringen. Lange würde es der schwarze Krieger dort unten nicht mehr aushalten, er brauchte Hilfe, sofort.

Ein gelles Kreischen ließ den Affen erschrocken zusammenzucken. Er wirbelte herum und starrte direkt in das abstoßende Antlitz einer Harpye, die sich genüsslich mit der Zunge über die gelblichen, entsetzlich spitzen Zähne leckte.
Dann doch lieber Medusa....
Das Vogelvieh stürmte heran, riss seine Klauen nach vorn und ließ die scharfen Krallen geradewegs aufs aPe's Hals zurasen. Der hohe Novize rettete sich in letzter Sekunde durch einen beherzten Hechtsprung zur Seite. Er rollte sich ab, riss noch in derselben Bewegung sein Schwert aus der Scheide und ging in Kampfstellung. Nienor hatte ebenfalls ihren Einhänder gezogen und näherte sich dem einzelnen Federvieh von der Seite. aPe stieß einen gellenden Kampfschrei aus, täuschte links an, tauchte unter den rasiermesserscharfen Klauen hindurch und hieb der Dame mit einem gezielten Schlag das rechte Bein ab. Vor Schmerzen bäumte sich das Monster auf, schlug wild und unkontrolliert mit den Schwingen um sich, welche im selben Moment Bekanntschaft mit der Klinge der Amazone machten. Unter Gebrüll und Jubelgeschrei begruben die beiden Kämpfer das zappelnde Ungeheuer unter ihren Schwertern. Ein letzter Hieb, ein letztes Kreischen, ein bisschen Blut und die Harpye war Geschichte.

Nun eilte aPe geschwind zum Abhang zurück, um Frost endlich das rettende Seil zukommen zu lassen...
11.03.2002, 20:51 #79
Superluemmel
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Da, eine weitere Harpyie steuerte von rechts auf Frost zu. Langsam wurde es hier dem Krieger eindeutig zu bunt. Aber in seiner derzeitigen Lage konnte er nicht viel ausrichten. Schnell schaute der Krieger über seine linke Schulter um eventuell besseren Halt auszumachen. Ungefähr zwei Meter unter ihm und einen Meter entfernt ragte eine kleine Felsplattform aus der Klippe. Wenn er es irgendwie schaffen könnte, dorthin zu gelangen.... Das Rauschen der Flügel zu seiner Rechten wurde immer lauter. Frost hatte keine Wahl ; entweder er handelte schleunigst oder er starb. Der Schmerz in seiner linken Hand wurde unerträglich und er drohte den sicheren Halt zu verlieren. Der Krieger raffte seinen restlichen Mut zusammen und spannte jeden einzelnen Muskel seines Körpers an. Noch einmal sog er zischend die Luft zwischen seinen Zähnen ein, dann stieß sich der Krieger mit aller Kraft von der Felswand ab. Seine linke Hand schloß sich um den Griff seines Schwertes, gerade noch bevor er vollends den Halt verlor. Hinter ihm ertönte ein erstauntes Kreischen, als die Harpyie mit voller Wucht mit dem Felsen kollidierte und mit gebrochenen Knochen gen Abgrund fiel. Die Zeit schien stillzustehen. Frost hörte das Rauschen des Windes in seinen Ohren, spürte seinen pumpenden Puls, das Adrenalin das durch seine Adern wogte und die kalte Luft die an seinem Gesicht vorbeizog. Mit nach vorne gestreckten Armen segelte Frost auf die schmale Plattform zu. Doch dann, ein Schatten tauchte vor ihm auf und bevor er sich versah, knallte er in etwas weiches, übelriechendes. Die Harpyie war mindestens genauso überrascht wie der Krieger. Trotzdem zerkratzten ihre Krallen Frosts Gesicht und hinterließen lange, blutige Striemen. Blindwütig hieb Frost mit seinem Schwert zu und hackte der Harpyie einen Flügel ab. Doch durch die Kollision hatte er an Schwung verloren und er sah gerade noch den rettenden Rand der Felsspitze an sich vorbei ziehen. Dann sah er direkt vor sich ein Seil. Instinktiv grif er zu und hielt sich fest. Durch den Schwung seiner eigenen Bewegung getragen, machte der Krieger abermals unliebsame Bekanntschaft mit der Klippenwand. Beinahe hätte er durch den Aufprall wieder das Seil losgelassen, aber irgendwie schaffte es Frost, sich doch noch festzuhalten. Schnell steckte er das Schwert in die Scheide und begann so schnell es ging, an dem Seil emporzuklettern. Nun war er ganz auf das Deckungsfeuer seiner Gefährten angewiesen.
11.03.2002, 21:16 #80
blutfeuer
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blutfeuer sah voller freude, dass die blöden flatterweiber sich mehr auf lümmel eingeschossen hatten und auf die leute oben auf dem felsen. irgndwie war sie nicht so interessant. vielleicht killten diese weiblichen monster ja lieber männer? vielleicht waren sie ja auch nur ne art amazonen?

nellas war sicher auch eigentlich ne heimliche harpyie. die würde die männer ja auch am liebsten aufschlitzen. ach war sie froh, nicht mehr bei dem verein zu sein. wie nienor das nur aushielt. die schien doch ganz in ordnung zu sein. männer waren doch eine der schönsten nebensächlichkeiten im leben. zum aufspießen viel zu niedlich. nur kleinkinder zerstören so lustige spielzeuge. nellas hatte wirklich was von einem kleinkind.

ungestört hatte blutfeuer die obere kante der felswand erreicht und zog sich hoch. eine weile musste sie liegen bleiben und verschnaufen.

naja, die fingernägel waren hin und die rüstung hatte auch etwas gelitten, aber erst mal lebte sie und die gefährten wohl auch alle. das war die hauptsache. sogar die eidechse war noch in einem stück.

nienor winkte ihr kurz zu und bedeutete ihr, sich erst mal auszuruhen, sie würden die sache schon im griff haben. erschöpft streckte blutfeuer die glieder und befühlte die schäden an ihrer kopfhaut, an der sich dieses vieh so leidenschaftlich festgehalten hatte. naja, würde wohl heilen, ohne dass sie mit glatze rumlaufen musste.
11.03.2002, 21:24 #81
hoRny aPe
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"Ähm, Leute, wie wäre es wenn ihre eure ehrenwerten Hinterteile zu sinnvolleren Betätigungen als zum Draufsitzen nutzt?", brüllte aPe seinen Gefährten zu und packte das Seil. Ahram und Nienor schienen verstanden zu haben, sie schnappten sich jeder ein Stück Seil und zu dritt zogen sie mit aller Kraft, hoffend, dass am Ende des Strickes ein lebendiger Frost baumelte.

Und tatsächlich, nach einiger Zeit kam Frost's Kopf zum Vorschein, seine Hand schnellte vor und krallte sich an dem Felsspalten fest. Mit vereinten Kräften gelang es den drei Gefährten, den verletzten Krieger gänzlich über den klaffenden Abgrund in Sicherheit zu ziehen.

Sie hatten es überstanden, wie durch ein Wunder waren sie alle noch am Leben, einige schwer verwundet, andere zu Tode erschöpft, aber sie hatten diesen Abschnitt der Reise hinter sich gebracht. Ironia erwartete sie...
11.03.2002, 21:36 #82
Superluemmel
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Mit letzter Kraft hievte sich Frost noch ein Stück weiter nach vorne und vom Abgrund weg. Verschwommen nahm er wahr, wie seine Gefährten auf ihn zueilten und ihm halfen, von dem Abgrund wegzukommen. Frost schaffte es gerade noch, sich auf den Rücken zu wälzen, dann verließen ihn seine Kräfte und Dunkelheit legte sich um seinen Geist.

Nachdem alle wieder vereint waren, beschloss der Rest der Gefährten, diesen Platz als Lager zu benutzen, da inzwischen jeder zu müde zum weiterreisen war und die Felsen zudem noch etwas Schutz vor dem eisigen Wind boten. Gnat übernahm die erste Nachtwache, wurde dann aber nach zwei Stunden von Nienor abgelöst.
12.03.2002, 10:46 #83
Saturas
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Sarevok hielt zwar nicht Wache, war allerdings die ganze Nacht nicht geistig abwesend. Wie immer legte er sich nicht richtig schlafen, sondern lehnte nur an einem Fels an und döste ab und zu ein.

Ihm war nicht klar, weshalb er den Gefährten geholfen hatte, sie gewissermassen mitbeschützt hatte. Im Nachhinein gefiel der düsteren Seele das gar nicht, er selbst wollte das eigentlich nicht. Oder hatte er nur für sich selbst gekämpft? Er konnte es nicht glauben, dass er, eine Gestalt der Unterwelt, sich ohne hinterlistige Absichten oder Sonstiges für jemanden anderen einsetzte.
Er fürchtete, Adanos hätte ihn "geleitet". Ihn schon wieder ein bisschen zurückverwandelt. Doch wie konnte der Gott des Wassers (und des Gleichgewichts) plötzlich die Macht des Todesgottes übersteigen, dessen Willen entgegentreten? Sarevok hoffte, sein Geist und seine Macht würden noch lange bestehen und Beliar würde Adanos noch beseitigen.


Nun war es Mittag, doch fast alle schliefen noch. Sarevok trank gerade einen blauen Trank und Gnat marschierte ein wenig herum, suchte einen passenden Weg, um weiterzukommen.
Heute war das Wetter besser, man sah grosse Flächen blauen Himmels.
12.03.2002, 16:53 #84
Superluemmel
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Kurz nach Mittag erwachte Frost. Als er sich den Schlaf aus den Augen rieb, spürte er, dass sich über den Kratzern, welche die Krallen der Harpyie in seinem Gesicht hinterlassen hatten, bereits eine Kruste aus getrocknetem Blut gebildet hatte. Er schien als letzter aufgewacht zu sein, denn der Rest der Gruppe aß gerade oder unterhielt sich schon wieder angeregt.

Mit ein paar Schritten war Frost an der Seite seiner Gefährten und setzte sich zu ihnen auf den harten Felsboden. Obwohl er nicht besonders hungrig war, aß der Krieger ein paar Bissen Schwarzbrot aus seinem Gepäck und spülte mit einem kräftigem Schluck Wasser aus der Feldflasche nach. Dann kramte Frost in seinem Gepäck herum, um schließlich die Karte des Gebiets, welche er von Don-Esteban erhalten hatte, zu Tage zu fördern. Mit nachdenklichem Gesichtsausdruck studierte er selbige.

Sie schienen durch den Steinschlag etwas von dem ursprünglichen Weg abgekommen zu sein. Zwar konnten sie nun etwas durch einen Wald, der sich in der Nähe befinden sollte, abkürzen, doch ihre Route hatte die Gruppe näher an das Orkgebiet herangebracht, als Frost geplant hatte. Nach einiger Zeit faltete der Krieger die Karte wieder zusammen und verstaute sie sicher in seinem Gepäck.

Dann wandte er sich an seine Gefährten : "Wir sind etwas von dem urprünglichen Weg abgekommen. Das macht eigentlich nichts, da wir durch ein nahegelegenes Waldstück abkürzen können, aber wir müssen insofern aufpassen, da wir uns damit ziemlich nahe an das Gebiet der Orks heranwagen. Zudem haben wir bald die Schneegrenze erreicht, das heißt, es wird nochmal um einiges kälter und wir sollten uns nach Möglichkeit eine Höhle zum rasten suchen um dem Schnee zu entgehen."
12.03.2002, 18:46 #85
Nienor
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Nienor schaute sich interessiert den auf die Karte starrenden Krieger an. "Nahe an den Orks?" antwortete sie auf Lümmels Warnung. "Das ist wirklich gefährlich nach allem, was ich gehört habe. Goblins mögen in der Gruppe gefährlich sein, Orks sind schon einzeln oder in kleinen Verbänden gefährliche Gegner nach allem, was ich gehört habe." Sie setzte ein sorgenvolles Gesicht auf. "Wir sollten eng zusammenbleiben und diejenigen an die Spitze stellen, die sich mit dem Fährtenlesen besonders auskennen, damit wir den Orks möglichst aus dem Wege gehen können, falls sie Spuren finden."

Dann wandte sie sich blutfeuer zu und sagte: "Du hast nicht schlecht gekämpft, du hast schon ziemlich viel gelernt und ich glaube, du bist sehr talentiert. Ich hab gesehen, wie du die Harpien abgeschossen hast. Wenn wir mal ein paar ruhige Stunden haben, werde ich wieder mit dir üben." Dann schulterte sie ihr Bündel und meinte: "Wollen wir weitergehen?"
12.03.2002, 19:10 #86
Superluemmel
Beiträge: 3.057

Frost nickte Nienor zu. "Ihr habt vollkommen Recht. Ich werde erstmal die Führung übernehmen. Hinter mir sollte Ahram bleiben, da er denk ich mal ein weitaus besseres Gehör hat. Das Schlußlicht bildet Gnat, damit wir bei einem eventuellen Angriff von hinten wenigstens einen ordentlichen Kämpfer vorne haben."

Nach dieser kurzen Konversation begann die Gruppe, ihr Sachen zusammenzupacken und sich wieder reisebereit zu machen. Langsam aber stetig begannen sie, das Gebirge weiter zu erklimmen. Beinahe bei jedem weiterem Höhenmeter den sie zurücklegten, konnten sie spüren, wie es immer kälter wurde. Diese Seite des Berges war dem Wind zugewandt und so hatten die Reisenden kaum Schutz vor dem eisigem Wind, der schon nach kurzer Zeit kleine Eiskristalle vor sich hertrieb, welche sich wiederrum wie Tausende von kleinen Nadeln in die Haut der Gefährten bohrten.

Frost selbst schlug die Kapuze seines Mantels hoch, um sich wenigstens gegen den eisigen Wind zu schützen. Schon bald stapfte die Gruppe durch leichten Schnee und die Landschaft vor ihnen glich einer einzigen Masse aus Weiß-und Grautönen, welche sich mit dem Himmel zu vermischen schien. Irgendwo ein paar Dutzend Höhenmeter oberhalb der Gefährten waren die dunklen Baumstämme eines Waldes in der Hölle aus Schnee und Eis zu erkennen. Mit Handbewegungen versuchte Frost dem Rest der Gruppe klar zu machen, dass sie etwas schneller gehen sollten um den Schutz des Waldes so bald wie möglich zu erreichen.
12.03.2002, 19:52 #87
Saturas
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Sarevok machte die Kälte so gut wie nichts aus, erstens, da seine Robe (mit dauerhaft raufgeschlagener Kapuze) ihn recht gut davor schützte und zweitens, weil ihm solche äusserlichen Bedingungen, speziell niedrige Temperaturen sowieso nicht störten (aufgrund spezieller Mächte, die ihm bei der Verwandlung verliehen wurden).
Recht kräftezerrend war dieser zwischendurch steile Aufstieg dennoch. Das Wetter hatte sich stark verschlechtert und auch jetzt noch schien es noch immer kälter zu werden.
12.03.2002, 20:15 #88
blutfeuer
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blutfeuer kannte sich mit so eisigen temperaturen eigentlich weniger aus, zumindest gefielen sie ihr überhaupt nicht.

die finger waren so steifgefroren, dass sie jetzt nicht einmal einen bogen spannen könnte, die nase war eiskalt, der atem gefror, sobald er den mund verlassen hatte und es war überhaupt eine elende plackerei. innerlich fluchte sie über lümmel, den ausbleibenden frühling, die welt und ihre eigene blödheit, sich auf so ein abenteuer einzulassen.

trotzdem erkannte sie die gefahr als erste, unmittelbar vor ihnen und hoch über ihnen türmte sich ein gewaltiges schneemassiv, dass bedrohlich überhing. auch der schnee hatte eine eigentümliche konsistenz angenommen, der schnee unter ihren schritten klang plötzlich ganz seltsam.

"mit dem schnee ist irgendwas, und das überhängende schneemassiv macht mir angst. wenn es herunter kommt, wird es uns mitreißen und das wird unser sicherer tod."
12.03.2002, 20:18 #89
Nienor
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Nienor erschauerte ein ums andere Mal. Sie mußte sich unbedingt einen ordentlichen Mantel oder Umhang beschaffen. Die Eiskristalle tanzten in unregelmäßigen Bewegungen um die Gruppe und schienen nur darauf zu warten, die ungeschützten Bereiche der Haut zu treffen. Die Mitglieder der Gruppe gingen freiwillig schneller, um den Schutz der Bäume zu erreichen, in dem sie hofften, von dem eisigen Wind verschont zu bleiben. Und tatsächlich schien der Wind nachzulassen, als sie die Bäume erreichten. Schwarz und kahl ragten die Stämme in den Himmel. Schweigend stapfte die Gruppe durch den Wald und horchte gespannt auf jedes Geräusch, das sie erreichte. alles war durch den Schnee und die feuchte Luft gedämpft. Der eigene Atem bildete Wolken vor dem Mund, die durch den hier schwächeren Wind sofort zerstoben.
12.03.2002, 20:45 #90
Superluemmel
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Auch Frost beschlich ein ungutes Gefühl. Der Schnee, durch den er stapfte, war ungewöhnlich weich; beinahe so als wäre er von irgendetwas aufgewühlt worden. Der Krieger wandte sich an Blutfeuer : "Der Schnee ist wahrlich seltsam. Aber macht euch wegen dem überhängendem Schnee erstmal keine Sorgen. Solange es so kalt bleibt, sollte es zu keiner Lawine kommen."Und so kämpften sich die Gefährten weiter durch den Wald. Ab und zu löste sich etwas Schnee von den tief durchhängenden Ästen der Bäume, wenn selbige die schwere Last nicht mehr zu tragen vermochten.

Doch dann explodierte mit einem Mal der Schnee direkt vor Frost und überschüttete die Gruppe mit einem Hagel aus Schneeklumpen. Ein markerschütterndes Brüllen erklang und irgendetwas traf Frost brutalst an der Brust und er wurde davongeschleudert. Im nächsten Moment lag der Krieger ungefähr zwei Meter entfernt mit dem Gesicht im Schnee. Als er benommen den Kopf hob, konnte er durch den aufstiebenden Schnee eine gewaltige Kreatur erkennen. Sie war vom Körper her breiter gebaut als ein Waran, und zugleich um einiges massiger. Weißes, zottiges Fell bedeckte den gesamten körper der Kreatur. Im Moment hatte sie sich auf die Hinterläufe aufgerichtet und ließ wieder dieses furchterregende Brüllen erklingen, während sie gleichzeitig mit ihren Pranken die Luft vor sich zerteilte. Die Pranken endeten in langen, gebogenen Klauen, welche Ähnlichkeiten mit einer Grabschaufel aufwiesen. Als die Kreatur ihr gewaltiges Maul aufriß, entblößte sie dabei mehrere Reihen von langen und offenbar äußerst spitzen Zähnen. Am Unterkiefer waren zwei davon besonders groß und erreichten eine Länge von fast einem ganzen Arm eines ausgewachsenen Menschen. Als sich das Maul wieder schloß, schoben sich diese in eine Einbuchtung des oberen Kieferknochens der Kreatur. In den Augen funkelte der Hunger. Anscheinend hatte dieses Tier schon seit geraumer Zeit nichts mehr zwischen die gewaltigen Beisser bekommen.

Frost stemmte sich auf ein Knie hoch und griff nach seinem Schwert, hielt aber sofort inne, als ein stechender Schmerz durch seine Rippen fuhr.
12.03.2002, 21:06 #91
hoRny aPe
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Der Schock, der aPe blitzschnell von den Füßen aufwärts wie ein zuckender Blitz durch den Körper gefahren war, hatte mittlerweile einem Zustand höchster Konzentration und Anspannung Platz gemacht. Er hatte sich zusammen mit Ahram und Nienor vor dem am Boden liegenden Frost zu einem schützenden Wall aufgebaut, der den Krieger vor einer erneuten, möglicherweise verheerenden Attacke des Schneemonsters bewahren sollte. Die Beine fest auf den Boden gepresst, die Faust das Schwert umklammert und jeden Muskel angespannt, verfolgten die geschätften Augen des Affen jede Bewegung des Biestes, das kreisförmig um die Gefährten herumschlich, hin und wieder die zähne fletschend und Drohgebärden ausstoßend.

aPe ließ seine Klinge blitzschnell zwischen seinen geübten Fingern rotieren, die gleißende Leuchtspuren schienen das Tier sichtlich zu irritieren, es hob hin und wieder die Pranken vor die Augen und stieß gellendes Gebrüll aus. Langsam bewegte sich aPe rückwarts, die Klinge beständig in der Hand schwingend, um den Biest phantomhafte potentielle Bedrohungen vorzugaukeln und es so zu verunsichern. Direkt neben Frost blieb er abrupt stehen und half dem Krieger auf die Beine.
"Alles in Ordnung?", fragte er, den Blick nach wie vor auf die gräiliche Kreatur fixiert, die in diesem Moment ihren Angriff vorzubereiten schien...
12.03.2002, 22:55 #92
blutfeuer
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blutfeuer war etwas seitlich von der kreatur in den schnee gefallen. so befand sie sich außerhalb des kreises, den diese bestie um ihre gefährten zog und überlegte angestrengt, was eine sinnvolle möglichkeit wäre, das tier von den gefährten abzulenken, ohne selbst in gefahr zu geraten.

das tier war so groß und offensichtlich auf schnelle bewegungen im schnee bestens vorbereitet. diesen vorteil könnten sie niemals wettmachen, darum fiel das schwert aus. den bogen konnte sie vergessen, denn sie konnte die finger in dem halberfrorenen zustand nicht mehr bewegen, ein zielen wäre also völlig unmöglich.

gnat hatte sein schwert gezogen, zögerte aber ebenso, denn auch er rechnete sich keine echte chance aus.

blutfeuer sah zu dem seltsamen dunklen mann, der die arme verschränkt hatte und ganz teilnahmslos zusah. der machte keinerlei anstalten zu helfen. blutfeuer fühlte, wie die wut in ihr hochkochte. sie konnte sich nicht merh beherrschen, sprang auf und rannte auf das vieh zu

"komm doch, du blöder fussliger bettvorleger, versuch dich an mir. heyho!!!!"

blutfeuer schrei so laut sie konnte, damit das tier wirklich von ihren kameraden abließ und das tat es auch. es war blitzschnell herumgefahren und rannte auf sie zu. gleichzeitig hatten aber die schreie von blutfeuer ein anderes geräusch ausgelöst. ein tiefes grollendes beben erfüllte die luft und ließ den boden erbeben.

das untier bremste, wendete und rannte plötzlich in eine andere richtung davon.

die gefährten sahen nach oben und was sie sahen, verschlug ihnen den atem.
13.03.2002, 06:45 #93
blutfeuer
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blutfeuer konnte nur noch "laaaaauft" ausrufen, dann riss sie das gewaltige schneebrett, dass die ganze zeit hoch über ihren köpfen gehangen hatte, mit in die tiefe. blutfeuer spürte nur noch, dass von allen seiten schnee war, kein weicher sanfter schnee sondern harter, messerscharfer, zu eisklumpen gepresster tonnenschwerer schnee, der sie mit sich riss und sie unter sich begrub.

dass die gefährten sofort nach ihren schreien losgerannt waren und dadurch dem hauptstrom der lawine entkamen, konnte blutfeuer nicht mehr sehen. die gruppe wurde zwar noch mitgerissen, konnte sich aber an der oberfläche halten und sich vor dem abhang abfangen, in dem die eis- und schneemassen donnernd verschwanden.
13.03.2002, 13:50 #94
Superluemmel
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Hustend und keuchend kam Frost wieder auf die Beine. Due Wucht mit der die Lawine ihn von den Beinen gerissen hatte, schien zweien seiner schon angeschlagenen Rippen den Rest gegeben zu haben, denn seine Brust schien nur noch aus brennendem Schmerz zu bestehen. Doch im Moment hatte der Krieger andere Probleme als ein paar gebrochene Rippen.

Ein paar Meter neben ihm richteten sich ein paar der anderen wieder auf. Frost fiel sofort auf, dass Blutfeuer fehlte. Als er sie zuletzt gesehen hatte, war sie hinter der Gruppe gewesen und ungleich näher an der heranrasenden Schneelawine. Sie sah so aus, als ob sie einfach mitgerissen wurde....

Frost brüllte zu dem Rest der Gruppe und über das Tosen des Windes hinweg : "Verdammt, wo ist Blutfeuer?! Wenn sie verschüttet wurde, wird es nicht lange dauern bis sie entweder erfroren oder erstickt ist! Los, schnell, sucht sie!"

Sofort begann Frost, die Lage abzuschätzen. Blutfeuer müsste eigentlich ein Stück hinter der Gruppe sein, wenn sie nicht vollkommen mitgerissen wurde und mit in dem Abgrund verschwunden war. Ohne weiter zu Zögern begann Frost, mit bloßen Händen an der Stelle, an der er Blutfeuer vermutete, den Schnee hinwegzuschaufeln.
13.03.2002, 13:57 #95
Saturas
Beiträge: 3.217

Die Situation war nun wirklich angespannt...
Sarevok bemühte sich, möglichst vorsichtig aus dem Schnee heraus zu kommen, um die Schneemasse nicht wieder in Fahrt zu bringen. Er war immerhin knapp bis Brusthöhe eingegraben.
Die Sitaution von blutfeuer tat ihm sehr leid, hoffentlich würden sie sie finden. Er selbst hielt das fast nicht aus, wie konnte er nur so mitfühlend sein und allen helfen? Er war wütend über die Tatsache, und, dass er nichts daran ändern konnte, so nett zu sein. Adanos würde schon noch den Zorn Beliars zu spüren bekommen...
Vorsichtig marschierte er nun durch den tiefen, festen Schnee weiter nach unten, um nach "Teilen" von blutfeuer, die evtl. aus dem Schnee ragten, Aussschau zu halten.
13.03.2002, 16:13 #96
Burath
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Schwärze..nichts als die pure Dunkelheit in dieser eisigen Kälte, der Hauch des Todes, Vernichter allen Lebens. Kleine feine Nadelspitzen die ihm in die Haut stachen. Unendliche Qualen die kein Ende fanden.
Die Finger halb gefroren und steif wie ein lebloses Stück Holz das tot und seelenlos den Boden des Waldes zierte. Das Klappern der Zähne. Der einzige Laut in dieser tödlichen Ruhe. Panik vermochte seine Gedanken zu vernebeln, alles zu begraben was Ruhe und Konzentration möglich machte. Der Geschmack von Blut in seinem Munde brachte den Glauben an das Leben zurück. Die süße, warme Flüssigkeit des Lebens. Nein. Hier würde er nicht sterben. Mit aller ihm gebliebenen Kraft spannte er die erschlafften Muskeln und schlug wild um sich. Das eiskalte Wasser des verschmlozenen Schnees vermischte sich mit dem salzigen Schweiß der ihm nun über die Stirn lief und brachte abermals eine schauriges Gefühl von Wärme und Kälte zugleich. Der beengende Hohlraum in dem er sich befand wurde größer und größer. Nun konnte er seine Beine zur Hilfe nehmen. Mit schmerzhaftem Aufstöhnen streckte er seine Glieder und trat gegen das weiße Gefängniss. Nicht einmal das sterbende Gefühl in seinen Füßen konnte sein Ziel beeinträchtigen. Alles war fixiert auf eines..die Freiheit. Immer wieder und immer wieder schlug das Metall seiner Rüstung gegen die Wand aus Eis. Ein nasskalter Nebel umgab ihn und brannte in den Augen die er sowieso nur noch zu Schlitzen geformt zu öffnen vermochte. Endlich. Ein Riss der die Rettung bedeutete. Der harte Schnee brökelte und gab auf einmal einen grellen Lichtschein preis. Die plötzliche Wärme der Sonne brannte auf seiner Haut wie Feuer. Mehrere Minuten vergingen bis er es wagte seine blutunterlaufenden Augen zu öffnen und seine Umgebung zu betrachten. Alles wirkte neblig verschleiert und trat ihm in grauen Farbtönen entgegen. Die Zeit blieb fast stehen. Seine Blicke wanderten ruhig über die wild schaufelnden Gefährten. Erst jetzt gewannen seine Gedanken wieder an Klarheit. Wie ein Blitz fuhr er in die Welt der Lebenden zurück. Die Rückkehr brachte ebenfalls auch die beißenden Schmerzen der Kälte zurück und ließen ihn schmerzvoll aufstöhnen. Er war wieder da. Der Gardist, der Mensch und das Leben in ihm. Plötzlich ertönten Schreie die an ihn gerichtet zu sein schienen. Leicht verzerrt aber verständlich. Er hörte die Worte Blutfeuer und begraben ... schon hatte er verstanden und rannte an einen Fleck der noch nicht von einem der Abenteurer bearbeitet wurde. Wie ein Wilder grub er seine Hände in den Schnee und schauffelte soviel beiseite wie seine Hände konnten. In seiner Raserei bemerkte er gar nicht wie kalt gewordenes Blut an seiner nassfunkelnden Rüstung hinuterlief und unter ihm eine breit Blutlache bildete die sich in dem feuchten Schnee nur umso schneller in alle Richtungen ausbreitete.
Eine große Platzwunde zierte seine Stirn. Erst als einige Tropfen der rot austretenden Flüssigkeit an seiner Nasenspitze heruntertropfte bemerkte er sie. Völlige Ignoranz war das einzige was er der kleffenden Wunde entgegen brachte. Immer wieder schlugen die metallbesetzten Handschuhe in den Schnee bis plötzlich ein roter Haarschopf erkennbar war. Ich glaube ich habe sie brachte er nur heiser hervor und grub weiter...
13.03.2002, 16:28 #97
Saturas
Beiträge: 3.217

Sarevok hatte Gnat nur schwer verstanden, der zischende Wind trug alle Worte hinfort bei einem gewissen Abstand.
Schnell stapfte er in grösster Müshseligkeit zum Gardisten hinauf, dem seine Rüstung war an einigen Stellen wie beklebt von Schnee. Wie bei ihm selbst auch. Kaltes Metall und Schnee-Eis vertragen sich anscheinend gut, dachte sich der in schwarz gehüllte Magier.
Er schlug mit seinen Eisenhänden (ob es nun doch nur Handschuhe waren, ist unklar) in den unendlich tiefen Schnee, doch zu zweit kamen sie recht gut voran.
Sarevok hätte sich selbst sein Schwert ins Herz rammen können für seine Hilfsbereitschaft und Gutmütigkeit. Doch er liess es noch immer einfach über sich ergehen.
Mit der Zeit wurde mehr von blutfeuers Körper freigelegt, sie war es tatsächlich! Doch alles war blau vor Kälte, grössere Verletzungen waren noch keine zu entdecken. Sie mussten sie einfach so schnell wie möglich aufwärmen. Wenn sie nur schon ausgegraben gewesen wäre...
13.03.2002, 16:54 #98
Nienor
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Als Nienor sah, daß die anderen blutfeuer gefunden hatten und sich jetzt um ihre Rettung aus dem Schnee bemühten, machte sie sich an die arbeit, ein kelines Feuer zu entfachen. In der Nähe befand sich eine Fichte, deren Zweige tief auf den Boden reichten und so ein Bereich unter ihnen fast frei vom Schnee war. Diesen Platz wählte Nienor, um mit Feuerstein und Zunder ein paar trockene Äste, die sie von der Fichte brach, anzuzünden. Bald knisterten die trockenen Nadeln vom Vorjahr und kleine Flammen bleckten über das Holz. Schnell legte sie noch etwas nach und dann brannten auch größere Zweige und das Feuer verbreitete wohlige Wärme.

Jetzt kamen auch die anderen mit der leblosen blutfeuer an. Sie legten sie nahe an das Feuer, so daß sie die Wärme spüren mußte, ohne sich zu verbrennen. Nienor taute etwas Schnee in einem Becher über dem Feuer und gab ann ein paar getrocknete Blätter hinein. Dieses Gebräu flößte sie blutfeuer ein, die aber nur spuckte und hustete. Doch nach den ersten Schlucken trank sie wirklich und schlug dann die Augen auf. Wahrscheinlich schmeckte dieser Tee zu scheußlich, als daß sie noch länger so tun konnte, als ob sie ohnmächtig wäre. Nienor lächelte glücklich, weil blutfeuer wieder hergestellt war. Jetzt konnte sie bald weiter ihre Streiche mit aPe, Ahram und dem Rest anstellen.
13.03.2002, 17:09 #99
Superluemmel
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Frost fiel ein Felsen vom Herzen, als er sah, dass Blutfeuer noch am Leben war. Auch Gnat war wieder aufgetaucht. Doch dann zog Frost mit einem Mal erstaunt eine Augenbrauen hoch, als ihm jetzt erst auffiel, dass dieser heftig am Kopf blutete. Schnell holte der Krieger einen Verband aus seinem Gepäck und tröpfelte ein paar Tropfen eines Heiltranks darauf. Dann reichte er Gnat den Verband. "Drückt das auf die Wunde. Dann sollte sie zumindest bald aufhören, weiter zu bluten."

Dann suchte Frost ein paar trockene Decken, um die Lawinenopfer zu wärmen. Ihm selbst ging es bis auf die gebrochenen Rippen soweit ganz gut, aber jeder Atemzug wurde zur Qual und von einem rasselndem Geräusch begeleitet. Wenigstens war seine Kleidung nicht durchnässt, da seine Rüstung aus Dämonenpanzerplatten die Feuchtigkeit in sich aufsog. "Ich hoffe mal, dass dieses Viech von vorhin nicht mehr zurückkommt. In unserem jetzigen Zustand wäre das nicht unbedingt vorteilhaft."
13.03.2002, 19:11 #100
Burath
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Die Stunden vergingen ohne das kleinste Anzeichen von Ärger oder Gefahr. Die Nacht legte sich über das Gebirge und ein starker Nebel
durchzog die freie Ebene. Einige Schleier verliefen sich zwischen den Bäumen und tauchten den Wald in ein mystisches, geheimnissumwobenes Bild. Stumm saßen die Abenteuer im Kreis um das kleine Feuer und verarbeiteten das Geschehene. Jeder für sich alleine und schweigsam.
Ein Schock fürs Leben. Niemand war je in solch eine Situation geraten. Eine vielleicht wertvolle Erfahrung für jeden Einzelnen.
Alle saßen sie still und lauschten dem Knacken des Feuers. Nur Gnat stampfte über den kniehohen Schnee auf der Suche nach seiner Armbrust die er hier irgendwo verloren haben musste. Mit seiner Linken drückte er ständig den Verband an seinen Kopf, mit der freien Hand schauffelte er den Schnee beiseite. Seine Finger zogen etwas hinterher. Endlich hatte er das gefunden wonach er gesucht hatte. Zufrieden grinsend zog er seine Waffe aus dem Schnee und schüttelte sie kräftig um sie so von dem nassen Schnee zu befreien. Wieder tropfte etwas Blut auf seine Nase. Vielleicht sollte er die Wunde nähen lassen. Am besten wäre wohl Nienor geeignet. Den klobigen Kämpfern wollte er sein Gesicht nicht anvertrauen. Immerhin sollte keine große Narbe zurüchbleiben. Er würde sie einfach mal fragen.
Leise schritt er zur keinen Gruppe und beobachtete die einzelnen Personen wie sich sich in ihren Decken einhüllten um so dem beißend kalten Sturm gewappnet zu sein. Er selbst trug nur seinen breiten, schwarzen Umhang. Dieser und seine schwere Rüstung reichten aus um diese Kälte auszuhalten. Dazu kam noch das harte Training und die Abhärtung eines Gardisten. Hatte es also doch noch etwas Gutes schmunzelte er. Vorsichtig schritt er an Blutfeuer vorbei, die zusätzlich noch seine Decke abbekommen hatte, zu Nienor und kniete sich vor sie. Würdest du mir einen Gefallen tun? fragte er leise...
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