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Das Land Gorthar
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10.09.2002, 22:24 #176
Scatty
Beiträge: 1.335

An dem Karren angekommen, war anscheinend niemand zu sehen. Entweder hatten sich die weniger schwachen Kämpfer schon zurückziehen können, oder sie waren bei anderen in Sicherheit. Nun gut, ihm sollte es recht sein. Er hätte sie beschützt, mit Freuden, aber so hatte er doch mehr Freiheit. Ein gellender Schrei liess ihn herumwirbeln, und er bekam gerade noch rechtzeitig mit, wie sich ein Armbrustbolzen von hinten durch einen seiner Templerfreunde bohrte, und vorne wieder heraustrat. An der gezackten Spitze hingen Fleischfetzen, und der Templer kippte nach vorne um. Ein lautes Scheppern erklang, als die Rüstung auf dem Boden auftraf. Die verbleibenden Templer schauten sich und Scatty an, und warfen sich dann so schnell wie möglich in je eine andere Richtung. Gerade rechtzeitig, denn der nächste Bolzen rauschte in den hölzernen Karren und der Aufprall resultierte in einem ungesunden Splittergeräusch und drei, in circa einem Abstand von je einem Finger im Holz steckenden Bolzen. Anscheinend benutzte der Armbruster eine Armbrust mit multipler Abschussvorrichtung. Doch Scatty beeindruckte das wenig. Er schoss hinter dem Wagen hervor, seitlich springend, und rollte sich dann geschickt über die Schulter hinter einen anderen Sichtschutz ab, in diesem Falle ein Felsen. Er lugte über dessen Rand, und da sah er ihn: Den Armbruster.

Er schien nicht sonderlich gut gepanzert zu sein, hatte sich jedoch in einer Art Graben verschanzt. Sogar aus dieser Entfernung konnte Scatty plötzlich das Surren und Klacken hören, als sein Widersacher neue Munition nachlegte. Schon legte er wieder an, und Scatty glaubte, nicht ein Zittern beim Schützen zu sehen, und sah schon sein Leben beendet, als sich der Kopf des feindlichen Soldaten in einer Wolke aus Blut und Fleisch vom Rumpf löste, da ein mächtiger Pfeil anscheinend den Hals des Gegners getroffen hatte. Scatty blickte sich um, und sah ganz in der Nähe einen Banditen mit einem mächtigen Bogen kauern. Er nickte und winkte dem Templer zu. Scatty stutzte kurz, musste dann jedoch den Kopf schütteln. Wie ein gemeinsamer Feind doch Brücken zwischen eigentlichen Abneigungen schlagen konnte.

Scatty hebelte sich mit einer Hand über den Stein, und landete direkt vor einem verdutzten Soldaten. Die knieende Position ausnutzend, stieg er mit seinem linken Stiefel auf den gepanzerten Fuss des Soldaten, liess sich dann zurückfallen, und katapultierte sich mit dem Schwung und seinen Händen nach oben, den rechten Fuss ausgestreckt. Ein lautes Klappern ertönte, als sich die Fussspitze des Barbiers direkt unterhalb des dem Soldaten viel zu kurzen Kettenhemds in die Magengrube desselben bohrte. Der bärtige Hüne keuchte, und klappte zusammen wie ein Taschenmesser. Scatty, der schon wieder auf beiden Beinen stand, brachte einen linken Haken auf das ungeschützte Kinn des Kriegers an, worauf dieser rückwärts fiel. Wie in einem Rausch glitt die Feuersbrunst aus ihrer Scheide, und mit einem schmatzenden Geräusch drang die Spitze des kunstvoll geschmiedeten Schwertes in die Kehle des jungen Riesen. Scatty fiel kurz auf die Knie, und musste sich einen grossen Schwall frischen Schweisses von der Stirn wischen. Beim Schläfer, diese Burschen waren hart im Nehmen. Dieser Magengrubentritt, und vor allem der Haken hätten schon ausreichen müssen, um diesen Hurensohn ins Reich der Träume zu schicken. Aber nein, er war noch wach, und nur kurz bewegungsunfähig. Also hatte er ihn töten müssen. Doch nun war kein Gedanke daran zu verschwenden, der Kampf ging schliesslich weiter. Wieder etwas bei Kräften riss der Barbier die Klinge aus dem Hals des Mannes, und lief weiter.
10.09.2002, 22:35 #177
Dexter
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Mit aller Kraft presste der Dexter seinen rechten Hand auf die riesig klaffende wunde in der Schulter...Nicht nur die Pfeilwunde, sondern auch die gewaltige Stichwunde, welche er vor einiger Zeit erfahren hatte, waren nun wieder aufgepltzt...
Der Rote Lebenssaft rann zwischen den Fingern der drückenden Hand hinab,über den Arm und tropfte dann langsam zu Boden...

Und jetzt wo er aus dem Kampfgeschehen heraus war, merkte er erst was für Schmerzen in ihm aufkamen...Das war nicht normal...Nein es stand schlimmer als jemals zuvor für den Dexter...

zuerst Laut tönte das Kampfgeschrei an die Ohren jenes Mannes, doch mit der Zeit nahm es ab...Sowie die Bilder die die Augen wahrnahmen immer unschärfer wurden...Ja langsam entschwand das Leben aus dem Körper des Mannes...Es würde nicht mehr lange dauern, bis er seinen Wunden erliegen würde und sein Schicksal besiegelt wäre...Doch so durfte es nicht enden...
10.09.2002, 22:35 #178
Champ
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schon zu beginn des kampfes hatte champ sich so weit es ging zurückgezogen. wärend rings um ihn herum wildes kampfgeschrei ansetzte und blut sich mit erde vermengte, zog der baal es vor, sich dabei raus zu halten.
er hielt sich und sein leben für zu wichtig, um es hier aufs spiel zu setzen. es warteten noch andere aufgaben für ihn.
völlig ohne kampf kam aber auch er nicht weg. nur setzte er als gegenmittel seine schlafrune ein. das ging schnell und völlig unblutug vor sich. ausserdem konnte man hinterher die gegenerischen soldaten noch über das eine oder andere militärische geheimnis befragen.
etwas abseits begegnete er dexter, der sich anscheinend vor dem kampf fürchtete und nicht mitkämpfte. der baal war darüber etwas verwundert, sagte aber nichts zu ihm. war immerhin seine sache.
er lag sogar im gras und schlief.
nerven hatte der.
bei genauerem hinsehen fiel dem baal allerdings eine menge blut auf, die den körper herunter rann. der gildenlose schlief also nicht, er war verletzt. und das sogar schwer.
was jetzt, dachte champ. verbluten lassen und nach den reichtümern kucken ? oder lieber heilen und sich dafür bezahlen lassen ?
er entschied sich für die heilung. nachher hatte dexter nicht genug erz dabei, was eigentlich auch losgisch wäre. warum sollte er seine ganzen reichtümer mit in den kampf nehmen ?
der sumpfler nahm seine rune der heilung hervor und begann langsam die wunde mit magie zu verschliessen. ganz allmählich wachte dexter auf.
10.09.2002, 22:47 #179
Samantha
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Samantha erblickte in der Ferne einen Baal, der sich scheinbar ebenfalls dem Kampfgeschehen etwas absonderte. Oder sammelte er nur Kraft für den nächsten magischen Schlag? Sicher fragte er den Schläfer um Rat. Sie sollte ihn nicht stören.

Aber irgendwie war sie neugierig, und etwas langweilig war ihr auch. Sie traute sich noch nicht so recht ins Gemetzel mit ihren dürftigen Kenntnissen. Aber nur zuschaun war auch nicht das Wahre.
Also trat sie neugierig an champ heran.
"Seid gegrüßt. Seid ihr keine große Kämpfernatur?"
Sie kraulte das Eichhörnchen auf ihrer Schulter und blickte den Baal geradewegs an.
10.09.2002, 22:47 #180
Shadow-of-Death
Beiträge: 1.119

Das kurze Schwert zuckte mit blitzartiger Geschwindigkeit vor und drängte den Soldaten zurück. Es würde so oder nicht durch die Rüstung dringen können, doch der Soldat hatte Angst davor das es zu hoch kam. Auch war der Führer des Schwertes nicht gerade sonderlich klein zu nennen. Shadow genoss das Gefühl der Furcht das der Soldat geradezu körperlich ausstrahlte. Ja. Er hatte Angst vor ihm. Und das zu Recht.

Die Klinge wirbelte im Fackelschein herum und schoss nach vorne. Das größere Breitschwert des Soldaten parierte den Hieb mühelos, aber Shadow war darauf vorbereitet und wirbelte herum. Sein linker Ellbogen zuckte hoch und krachte gegen die Schläfe des Mannes die nicht durch den Helm geschützt wurde den diese Soldaten normalerweise trugen. Der Soldat hatte einfach keine Zeit gehabt ihn aufzusetzen. Hätte er sich besser welche genommen...

Der Gegner des Templers taumelte und Shadows Schwert fuhr hoch und schlitzte dem Mann die Kehle auf. Blut schoss hervor und der Entsetzensschrei verwandelte sich in eine nasses Röcheln, als der Sterbende langsam zu Boden glitt.
Shadow nahm ihm schnell sein Breitschwert ab, da sein Kurzschwert einfach eine zu kleine Reichweite hatte, um gegen die wirklich guten Kämpfer zu bestehen. Dann eilte er auch schon weiter Richtung Wagen. Er hatte einen Umweg in Kauf nehmen müssen da der direkte Weg zum Wagen durch dichtes Kampfgetümmel versperrt gewesen war. Da wäre er ohne Rüstung schneller Tod gewesen als ihm lieb war. eigentlich wollte er gar nicht sterben. Er musste zu einer Truppe Templer finden oder zu irgendjemandem aus den anderen Lagern um sich wirksam zu verteidigen.

Doch da sah er plötzlich den Wagen stehen als er um das nächste Zelt ging und eilte schnellen Schrittes darauf zu. Ohne auf seine Umgebung zu achten kletterte er hinein und fand die beiden Hohen Novizen vor, die einen beachtlichen Pfeilvorrat angehäuft hatten und sich nach besten Kräften bemühten diesen zu dezimieren. Alle paar Sekunden schossen sie einen Pfeil ab und legten auch schon den nächsten auf die Sehne. Dann zielten sie kurz und schossen schon wieder. Sie achteten gar nicht auf den Templer so eingenommen waren sie von der Prozedur...

Der Riese achtete aber auch nicht auf sie, sondern öffnete ein geheimes Fach worin seine Rüstung, seine Waffen und allgemein seine Ausrüstung lag, die er nicht offen hatte tragen können. Schnell legte er seine Rüstung an und surrte die Schnallen fest. Dann legte er die Schwertschneiden an und klemmet sich den Zweihänder auf den Rücken. Er war seine letzte Lebensversicherung wenn nichts mehr half. Als alles befestigt war, stieg der Templer mit gezogener Dämonenklinge aus dem Wagen und schaute sich um.

Aber es war keiner da. Alle waren zwischen den Zelten verteilt und Shadow konnte nur noch wenig Kampflärm hören. Doch plötzlich kamen aus einer Zeltgasse seine fünf Hohen Templer aus dem Moor und schaute sich um. Zwei von ihnen hatte kleinere Wunden, aber die waren nicht der Rede wert. Was Shadow dann doch mehr erschreckte waren die drei Templer die er auf dem Platz sah. Tod und mit Schmerzverzerrtem Gesicht lagen sie in ihrem eigenen Blute da. Doch um sie herum lagen auch fünf Leichen von Toras Soldaten. Sie hatten sich wacker geschlagen, waren aber scheinbar umzingelt worden. Sie waren ehrenvoll zum Schläfer gegangen...

Shadow kam bei den fünf Hohen Templern an und diese erklärtem ihm das sich einige Soldaten wohl bis zur Stadt durchschlagen wollten. Shadow reagierte entschlossen und die Sechs Krieger machten sich auf den Weg um den Soldaten den Fluchtweg abzuschneiden. Ein einzelner Soldat kam plötzlich aus einem Zelt gestürmt und wurde im nächsten Moment vom Druck eines magischen Sturms erfasst und zu boden geschleudert. Die Klinge von Shadows “Silberblitz” drang dem Soldaten kurz in die Kehle und schon ging es weiter. Shadow verschwendete keinen weiteren Gedanken an den qualvoll verendenden Krieger. Er musste andere Soldaten töten...

Schließlich kamen sie am Außenrand des Zeltlagers an und sahen eine Gruppe von Soldaten ca. 20 Meter vor sich rennen. Okay. Sie versuchten zu rennen was sich mit den schweren Rüstungen aber nicht so gut bewerkstelligen ließ und sie recht langsam vorankamen. Shadow lächelte und die fünf Templer holten ihre Armbrüste vom Rücken. Nach wenigen Sekunden waren sie geladen und die Entfernung wurde abgeschätzt. Das reinste Strohpuppenschießen nur mit beweglichen Zielen...

Die Armbrüste gaben ihr typisches “Klang” von sich als die Bolzen nach vorne schossen und im Nu die Strecke zurücklegten. Einer ging vorbei und bohrte sich in den Boden, doch die anderen vier trafen und bohrten sich in Rücken, Nacken oder Beine. Egal welches Körperteil, einige waren ausgeschaltet und die Templer luden nach während Shadow mit seiner leichteren Rüstung hinter hersprintete. Seine Kondition war perfekt und die Bolzen flogen ca. einen Meter an ihm vorbei und ließen nur einen Mann auf den Beinen.

Shadow zog seinen Zweihänder und holte den Soldaten in wenigen Sekunden ein. Dieser bemerkte den Templer erst im letzten Moment und versuchte noch sein Schwert zu ziehen. Doch Shadow ließ seine Zweihänder niederfahren und trennte den Waffenarm sauber vom Rumpf. Ein hysterisches Kreischen entrang sich der Kehle des Soldaten und er starrte ungläubig und mit entsetzten auf seinen Armstumpf. Seine andere Hand fühlte nach dem fehlenden Körperteil, aber sie fand es nicht. Shadow hob seinen Zweihänder noch einmal und ließ ihn krachend auf den Schädel des Mannes niederfahren.

Knochensplitter flogen durch die Gegend und Gehirnmasse blieb an der Klinge hängen als der Körper zusammensackte und die Schreie verstummten. Shadow ignorierte die Verwundeten die mit Bolzen in Beinen oder im Rückgrat daniederlagen und sich nicht rühren konnten. Sie würden entweder verbluten oder dem Feind als Verletzte zur Last fallen. In den nächsten Wochen würden sie auf keinen Fall kämpfen können...

Mit weiten, schnellen Sprüngen rannte der Templer zurück und schnaufte leicht als er wieder bei den Hohen Templern ankamen, die auf weitere Anweisungen warteten.
”Los- Zurück zu dem großen Platz. Ich schätze sie werden versuchen sich dort zu sammeln. Es ist der logischste Anlaufpunkt. Lasst eure Armbrüste gleich mal geladen und achtete auf andere Fernkampfschützen. Und nun los.”

Die Gruppe wandte sich nun um und verschwand wieder zwischen den Zelten. Die Schlacht war noch nicht zu Ende...
10.09.2002, 22:53 #181
Dexter
Beiträge: 3.037

Langsam öffnete der Waldläufer die Augen...Langsam kehrte das Leben zurück in seinen Körper...Langsam konnte er seinen arm wieder bewegen...Was war das?Verdutzt blickte er auf einen dieser Baals und sah wie dieser mit einer Rune in der hand auf seine Wunde einwirkte...Da erkannte er Champ...Er hatte ihm das Leben gerettet...Danke dir..Ohne dich wäre ich nun warscheinlich in den Tiefen von Beliars Reich sprach er zu dem Baal, und verschwand dann mit seiner Waffe, dem Terrotes zurück in den Kampf...
10.09.2002, 23:01 #182
Champ
Beiträge: 5.711

champ schaute von dexter auf und geradewegs in die augen von samantha. sie war es, die ihn angesprochen hatte.
just in dem augenblick sprang dexter wie von einer tarantel gestochen auf und rannte weg.

"Na toll, jetzt hauen mir schon die Patienten ab, ohne zu bezahlen. Aber was solls, den seh ich wieder."
dann wandte er sich wieder der jungen novizin zu.
"Ja stimmt. Ich hab für das Gemetzel dahinten nicht viel übrig. Bin vielleicht zu feige dafür, wer weiß ? Wie gehts deiner Rüstung ? Soll ich sie dir nähen ? Ich müsste in meinen Arzneisachen auch irgendwo was zum Wundenvernähen haben."
10.09.2002, 23:06 #183
Samantha
Beiträge: 12.569

Verwundert blickte Samantha dem flüchtigen Patienten hinterher und warf dann einen skeptischen Blick auf den Baal. Hätte sie ihn besser doch nicht ansprechen sollen? Wer weiß, am Ende würde sie in Kürze genauso flüchten wie dieser Waldläufer..

Sie blickte an ihrer Rüstung hinab, die sie nach der Peitschennummer wieder übergezogen hatte.
"Also eigentlich ist sie noch heil, bis auf einen kleinen Riss hier an der Schulter. Ich war wohl zu stürmisch vorhin mit dem Schwert. Achja, und der Saum hat etwas Blut abbekommen, aber das läßt sich bei Gelegenheit leicht wieder rauswaschen."
10.09.2002, 23:09 #184
Thorus
Beiträge: 1.508

Thorus stand ganz vorne bei der Schlacht gegen Kaszan Toras' Soldaten. Das Blut seiner Gegner spritzte Thorus auf die Rüstung und sein Schwert glitt dem Gegner tief ins Fleisch.Thorus und seine Gefolgschaft kämpften hart gegen die Soldaten.Sie kämpften sich Reihe um Reihe durch die Legionen Kaszans,aber die Schlacht war noch lange nicht vorrüber.Einige Gardisten mussten schon verletzt zurückbleiben, doch Thorus hatte ihnen versprochen das er nur mit einem Sieg nach Hause kommen würde.Allein der Ehre wegen...und natürlich damit die Sicherheit in der Kolonie weiterhin gewährleistet werden konnte.Für dieses Ziel kämpften nicht nur Sie...sondern Sie kämpften zusammen mit den anderen Lagern Seite an Seite.Zusammen. Dieser Gedanke trieb ihn immer mit neuer Kraft nach vorn und er dachte nicht einmal an einer Niederlage,es kam für ihn einfach nicht in Frage.
10.09.2002, 23:14 #185
haiopei
Beiträge: 1.705

Haiopei und Stahlfräse wurden immer stärker statt schwächer. Der Pulz schoss in die höhe und die beiden kämpften immer weiter. Sie lockten einen nach dem anderen einzeln zu sich und brachten ihn zu Boden. Es klappte auch ganz gut bis 3 von den Soldaten aufeinmal auf die beiden zukahmen. Jetzt konnten sie entweder wie Feiglinge weglaufen oder sich den Soldaten stellen und so hart sie konnten weiterkämpfen. Beide entschlossen sich zu bleiben und wenn es sein musste bis in den tod zu kämpfen. Der erste Soldat war nun bei ihnen angekommen und sie griffen ihn sofort an. Der Soldat versuchte auszuweichen doch das hielt er nicht lange durch und die Schwerter der Schatten schnitten tiefe Wunden in sein Fleisch. Nach mehreren harten Schwerthieben der beiden ging er dann zu boden doch nun standen die beiden anderen vor ihnen. Haiopei hatte den Soldat schnell erledigt da dieser schon etwas verletzt war. Jetzt ging er zu Stahlfräse und half ihm doch noch bevor er bei ihm ankahm wurde der Stahlfräse nach hinten geworfen Haiopei rannte jetzt so schnell er konnte denn der Söldner setzte schon zum letzten Schlag an doch Haiopei konnte es noch gerade verhindern. Stahlfräse blieb verletzt auf dem Boden liegen und nun ging der Soldat auf Haiopei los der Schatten konnte nicht mehr schnell genug ausweichen und wurde auch zu Boden geschmissen. Nun setzte der Soldat sein Schwert grinsend an die Kehle des Schattens. Haiopei war fast sicher das er jetzt sterben würde doch dann hörte er ein Schwert durch das Fleisch des Soldaten schneiden und dieser fiel nach hinten. Haiopei stand auf und sah das Mohammed es war der ihm das Leben gerettet hatte er hatten dem Soldaten im letzten augenblick die Kehle aufgeschlitzt......
10.09.2002, 23:15 #186
Wardrag
Beiträge: 773

Wardrag hatte inzwischenmehrere Zelte durchsucht, und stellte fest das dieses Alkoholhaltige Getränk hier sher verbeitet war. Inzwischen hatte er 7 Flaschen, und viel mehr wollte er auch nicht mitnehmen, wer weiß was er noch alles nützliches hier finden würde... Es war schon ziemlich riskant, die einzellnden Zelte zu durchsuchen, schließlich könnte in einem diese Zelte ja auch noch ein Soldat sein, der so wie sein erster Gegner sein Geld sichern wollte. Nun war er in einem Zelt das etwas ärmlich aussah, doch fand er etwas sehr nützlichliches : Einige Blätter Papier und 4 Holzkohlestifte. Sorgsam packte er seinen neusten Fund in den Beutel. Er beschloss auch hier ein wenig zu warten, würde wieder ein unvorsichtiger es wagen, möglicherweise ohne Helm, hier hereinzukommen... ?
10.09.2002, 23:20 #187
stressi
Beiträge: 1.158

Der Tanz mit Schwertern und Äxten, der nach dem Tanz der Gaukler begonnen hatte, war eine Herausforderung für den Magieneuling. Er hatte es sich so schön vorgestellt, mit seiner Magie die Bösen einzuschläfern, aber das dauerte irgendwie zu lange und er konnte sich in dem Gemetzel nicht richtig konzentrieren.
Also befestigte er die Peitsche wieder am Gürtel und griff zum Schwert. Jetzt würde seine Waffe zum ersten Mal wirklich Blut trinken können.
Stressi war nicht umsonst Schwertmeister geworden. Er würde die Freiheit seiner Freunde und natürlich seine eigene zu verteidigen wissen.

Moment mal, hatte er grad das Wort Freiheit gedacht? die Leute, die da reihenweise fielen und den Boden mit ihrem Blut düngten waren doch auch nur Gefangene der Barriere wie er selbst!
Warum töteten sich hier Gefangene untereinander? Was wollten die Leute hier auf der anderen Seite des Fjordes eigentlich? Hatte sie schon mal jemand befragt?

Stressi war plötzlich nicht mehr in der Lage sein Schwert in einen fremden Körper zu versenken. Er musste nachdenken.
So zog er sich langsam aus dem Getümmel zurück und lief zu einem Hügel in der Nähe, auf dem er auch Baal Champ, und natürlich selbst hier - unmittelbar neben Sterben und Tod - neben dem netten Mädchen Samantha entdeckte.
Stressi griff zum Schwert. Irgendwann würde er sich mit dem Baal wohl schlagen müssen. Aber es war zu früh. Erst musste er die Kunst der Magie mindestens genauso gut beherrschen.
Langsam ließ er das Schwert wieder in die Scheide gleiten.
10.09.2002, 23:34 #188
Yenai
Beiträge: 1.478

Mit, dank den vielen überquerten Bächen, eiskalten Füßen gingen Blutfeuer und Yenai weiter den Bergen entgegen. Während die Amazone es schaffte, trotz der erschwerten Bedingungen noch aufrecht und stolz zu laufen, trottete der Buddler mit gesenktem Kopf hinterher Entweder war diese Frau wirklich kein bisschen erschöpft, oder sie wusste ihre Erschöpfung meisterhaft zu verbergen. Er würde sie wohl mal fragen müssen, wie sie das machte, er würde seinen Buddlerkollegen sicher imponieren können, wenn nach einem langen Arbeitstag alle die Köpfe hängen ließen und Yenai ihnen als einzigstes stolz und aufrecht ein Vorbild gab.

Tief über solche und ähnlich wichtige Dinge nachgrübelnd, bemerkte er die Gefahr erst viel zu spät: Plötzlich gab der Boden unter ihm nach und er rutschte mit einem lauten Aufschrei in eine Fallgrube, vermutlich für Razoren oder ähnliches Getier vorgesehen. Glücklicherweise hatte der Fallensteller keine angespitzten Holzpfähle am Boden der Grube angebracht, das wäre das Ende des ahnungslosen Buddlers gewesen. Allerdings gab es auch so einige Probleme, da anscheinend eine Moleratfamilie auf Wohnungssuche ihr bescheidenes Heim errichtet hatte. Den zwei fast ausgewachsenen Kindern und der Gemahlin des Hausherrn passte es überhaupt nicht, als von ein Mensch sie beim Mittagessen störte, indem er mit der Tür ins Haus fiel und dann auch noch Vater Molerat einen schnellen Tod durch Zerquetschung bereitete. Kurz gesagt: Innerhalb von zwei Sekunden hatten sich drei fette rosa Riesenratten ihre Zähne tief in die Buddlerhose und das darin befindliche Bein versenkt. Yenai jaulte gequält auf und drosch mit seiner Dornenkeule auf die Angreifer ein, wobei er allerdings durch die Enge der Fallgrube behindert wurde.

Glücklicherweise hatte Blutfeuer die gute Idee ihn an den Händen zu packen und nach oben zu ziehen. Ganz schaffte sie es nicht, da der Buddler währenddessen weiter versuchte, die Molerats zu treffen. Also ließ sie ihn aus anderthalb Metern Höhe wieder fallen, was den Nebeneffekt hatte, dass ein weiteres der Biester einen 80kg Mann auf den Kopf bekam. Mit blutigen Bissstellen an den Beinen und einer etwas lädierten Hose schaffte Yenai es dann, auch Mutter Ratte das Lebenslicht durch einen Volltreffer auf den Kopf auszublasen. Das letzte verbliebene Junge stellte daraufhin kaum mehr ein Problem dar. Stolz auf seine Leistung, reichte der Buddler die Beute nach oben, wo Blutfeuer die schmackhaftesten Stücke herausschnitt und mitnahm. Yenai wurde mithilfe eines Seils aus seiner Gefangenschaft befreit und es konnte weiter gehen, den Bergen entgegen.
10.09.2002, 23:35 #189
Champ
Beiträge: 5.711

schade. keine extravorstellung.
wenn die rüstung nicht genäht werden müsste, dann musste sie wohl auch nicht. ausserdem wurden beide durch den ankommenden stressi sowieso unterbrochen.
champ lies sich nichts anmerken und beglückwünschte beide zu der gelungenen peitschennummer vorhin.

"Lasst und von hier das Ende des Kampfes abwarten. Dannach werd ich wohl noch jede Menge neuer Patienten bekommen. Irgendwo in dem Feldlager muß ich mir eine Art Lazarett einrichten. "
schade, dass scatty nicht in der nähe war. der hätte ihm bei der arbeit nachher helfen können
10.09.2002, 23:43 #190
blutfeuer
Beiträge: 5.016

blutfeuer und yenai gingen immer weiter an dem bachbett entlang, dass wohl der hauptfluss kam. nachdem ihre beiden gefährten verschwunden waren, wurde es immer stiller um die beiden. nur schafe waren hier zu sehen und große schwarze vögel, die über ihnen kreisten.

plötzlich sahen sie vor sich eine kleine strohhütte, aus deren türöffnung dicker qualm drang. beide rannten sofort los. das sah auch ziemlich gefährlich aus.

"yenai, wir brauchen wasser, schnell!" der buddler rannte zum wasser und füllte einen bocksbeutel, während blutfeuer in die strohhütte vordrang. beißender qualm verhinderte jede sicht und so musste blutfeuer sich auf ihren instinkt verlassen. diese arbeit nahmen ihr allerdings die eigenen füße ab, denn sie stolperte über etwas, das offensichtlich ein mensch war. vor schreck atmete das mädchen tief ein und fühlte sofort, dass das ein fehler war. sie packte die beine und begann diese zur tür zu ziehen, während der qualm in ihrer lunge brannte wie feuer. gerade als sie die tür erreicht hatte, bekam sie auf einmal einen dicken schwall wasser ins gesicht und raubte ihr auch noch das letzte stückchen kraft. blutfeuer sank auf den menschen, den sie grad zum ausgang zog und es schwanden ihr die sinne.
10.09.2002, 23:45 #191
Scipio Cicero
Beiträge: 1.638

Scipio kämpfte so gut er konnte. Die Soldaten waren starke Gegner doch nicht unbesiegbar. Seit gut 2 Minuten kämpfte er mit einem etwas größerem von ihnen. Er war stark und verließ sich nur darauf. das musste man ausnutzen. Er stand mit gespreizten Beinen da um wohl nicht leicht umzufallen. Das war der Sieg für den Banditen.
Der Soldat schwang wieder mit viel Schwung aber Scipio konnte ausweichen und sprang ihm dabei zwischen den Beinen durch. Der bandit drehte sich nichtmal um und stach nur nach hinten. Ein kurzer Schrei und der Soldat fiel zu Boden.
Die nächsten kamen schon. Drei Stück. Der Banditenführer hatte keine Chance. Er nahm die Beine in die Hand und verschwand ind er Menge.
Vielleicht Zehn Meter entfernt sah er Raven und Argos. Schnell kämpfte er sich zu ihnen durch.
Hallo ihr beiden. Etwas dagegen wenn ich schnell zu euch flüchte. Dann sah er den fast lehren Köcher von Argos.
Hier nimm meine Pfeile. Du hast sie nötiger und ich benutze heir sowieso mein Schwert. Das sind schon noch einige. Damit müsstest du die ganze Sache hier noch überleben. Schleßlic musst du mich noch zum Meister im Bogeschießen ausbilden.
Argos lächelte kurz und nahm die Pfeile entgegen.
Dann kam auf die drei ein weiterer Soldat zu. Zu dritt war er aber schnell erledigt.
Falls dir die Pfeile doch noch ausgehen kannst du meinen Dolch benutzen. Hast ja nichts für den Nahkampf.
Scipio wartete die Antwort nicht ab und drückte Argos den Dolch in die Hand. Nochein kurzes nicken und der Banditenbführer begab sich auf die Suche nach Charos.
Nach einigen Minuten und zwei weiteren toten Soldaten, mit der Hilfe eines Banditen den Scipio allerdings nicht kannte, fand er ihn auch.
Hallo Charos. Wie gehts so?
Beide schmunzelten nur. Charos hatte gerade einem der Soldaten den Kopf abgeschnitten.
Ich werd mich etwas in deiner Nähe aufhalten. Alleine kann ich nur schwer gegen die Soldaten bestehen.
11.09.2002, 00:09 #192
Yenai
Beiträge: 1.478

Stolz stand der Feuerwehrmann Yenai mit einem entleerten Beutel vor Blutfeuer. Er hatte sie sicher vor dem Flammentod gerettet, ohne das sie brannte. Eine echte Leistung, das hatte noch keiner geschafft. Doch anscheinend war seine Gefährtin ohnmächtig, da half nur eins, das wusste der Buddler instinktiv: Kaltes Wasser über den Kopf und dann Mund-zu-Mund-Beatmung! Er kippte den Rest Wasser aus seinem Beutel, was sie leider schon aufweckte. Sie öffnete die Augen, blieb aber noch liegen. Aber das war sicher nur eine Täuschung, ohne Mund-zu-Mund-Beatmung konnte sie gar nicht aufwachen. Also öffnete er ihren Mund ein wenig und drückte seine Lippen auf die ihren. Das Resultat war eine schallende Ohrfeige durch eine urplötzlich hellwache Amazone. Benommen taumelte Yenai zurück, womit hatte er das nur verdient? Er hatte doch nur helfen wollen...

Beleidigt wandte er sich dem zweiten Opfer zu, dann würde er halt diesem Kerl seine Hilfe angedeihen lassen. Erst mal hieß es wieder Wasser holen, davon schüttete er einen Teil über den Kopf und ein wenig in den Mund des Opfers. Ein leises Stöhnen und ein Husten entrag sich der Kehle des Mannes. Was konnte man da nur tun? Hilfesuchend wandte sich der Buddler zu seiner Begleiterin um, doch diese holte gerade Luft für eine Strafpredigt. „Komm, wir müssen diesen armen Menschen retten! Schnell!“ schnitt er ihr das Wort ab. „Wir haben keine Zeit zu verlieren es geht um Leben und Tod.“ Jedenfalls vermutete er das einfach mal so.
11.09.2002, 00:10 #193
Mohammed
Beiträge: 1.062

Der Schatten fühlte sich nicht gerade wohl, als er sah, wie schon wieder ein Soldat, der nur loyal seine Befehle befolgte, wie er es ja auch tat, nach ein paar Zuckungen dahin schied. Doch das war tausend mal besser, als die Gewissheit seine Freunde nie wieder sehen zu können. Mit einem kaum erkennbarem Lächeln half er ihnen wieder auf die Beine und statotterte: "Oh, man... Bin i..ch froh euch hier zu .. sehen. In .. diesem Gemetzel hätte so..nst was passieren könen mit euch." Mohammed verharrte einige Momente ohne sich zu bewegen, ließ seinen Blick über die Schnittwunden schweifen, die sich Stahli zugezogen hatte und fuhr dann fort: "So wie's Aussieht musst du jetzt die Zähne zusammenbeissen. Was andres kann ich dir leider auch nicht raten. Wir müssen jetzt unsere gesamten Kräfte mobiliesieren und weiterkämpfen. Ich und Haio passen schon auf dich auf!" Die Schatten nickten sich nur stumm zu und rissen nur Sekundenbruchteile darauf ihre Klingen in die Höhe um herannahende Schwertschneiden vor dem durchtrennen ihrer Knochen zu hindern. Das Krachn und Klirren von Metall, das Pfeifen der durch die Luft sausenden Pfeile und die schrillen Schreie sterbender Söldner oder deren Gegner nahm der Schatten kaum noch war. Alle seine Sinne galten dem Kämpfen. Wie besessen ließ das Trio seine Schwerter auf den sie bedrohnden Söldner einhageln. Angespannt rasten Mohammeds Augen hin und her, jede Bahn der generischen Klinge verfolgend. Doch von drei Seiten konnte sich der Untertan des Herzogs nicht lange schützen. Unbarmherzig drangen die harten, kalten und blutverschmierten Klingen in sein Gewebe ein. Muskelstränge wurden durchtrennte und warmes Blut lief in kleinen Rinsaalen aus etlichen Wunden seines Körpers. Ein heiseres "Warum? ... Wozu?" waren die letzten Worte die neben dem vielen Blut aus dem Mund des Untergebenen von Toras drangen. Mohammed verbannte aufkommende Vorwürfe so schnell sie aufkamen auch wieder aus seinem Kopf. Diesr musste frei sein, um best möglich in Einklang mit seinem Schwert zu kommen... Diesmal würde Toras nicht so einfach davon kommen. Diesmal nicht! Allen aufgestauten Aggressionen ließen die Schatten nun ununterbrochen freien Lauf. Entschlossen rammten sie Ihre Schwerte in die Körper ihre Todfeinde und ließen deren Knochen splittern...
11.09.2002, 00:15 #194
.chr!S
Beiträge: 2.857

Die ersten Schnittwunden auf dem Gesicht und am Boderarm machten sich breit. Der Atem und der Puls rasten als der erste Krieger vor Chris in die Knie fiel und sich nichtmehr rührte. Die Überraschung schien als würde sie geklappt doch die Kämpfer dieses Kaszan Thoras waren wiederstandsfähiger als zuvor erwartet, dachte sich der Krieger als er wieder eine Streitmacht dessen Ausschalten wollte und auch so in einem verhängnisvollen Kampf gezogen wurde.

Den Schwertern wurden einiges abverlangt und bei jedem Gnadenstoß Tropfte das Blut vom aufgeheitzen Stahl als wäre es gefärbtes Wasser. Wieder griff den Banditen einer dieser Krieger an mit welchen er nun länger zu tun hatte.
Das Schwert glitt durch die Luft als würde es sie in Stücke schneiden wollen doch dann kam was kommen musste. Das Schwert glitt Chris bei einem Schlag gegen die Metalrüstung aus der Hand und somit hatte er nurnoch den Dolch mit welchem er wohl nicht gewinnen würde.
Auf den Boden schauend und doch auf die Schläge des Kriegers aufzupassen viel nicht leicht als dieser wieder zuschlug und Chris eine Rolle zu einer Leiche machte, sich das Schwert packte und es dem Angreifer durch die Wadden zog.

Nun lag der Angreifer vor dem Krieger und der Bandit nahm das Schwert, setzte es an und machte einen schrei mit welchem er den Gnadenstoß verteilte.
11.09.2002, 00:35 #195
blutfeuer
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dann würd ich mal sagen, mach schnell mund-zu-mund-beatmung. das ist doch dein mittel der wahl, du lustmolch!

blutfeuer hatte den alten mann angesehn. dessen mund stand weit offen und die drei sehr langen gelben zähne stachen scharf aus dem mund empor. speichelfäden liefen ihm in den ungepflegten struppigen bart und man roch trotz des Qualmes, dass der schäfer mit seinen schafen oder ziegen in einer hütte hauste.

mühsam rappelte sie sich auf und sah den frechen buddler fordernd an

"los, mach jetzt mund-zu-mund-beatmung bei dem mann. ich will mit ihm reden! aber schnell!"

blutfeuer ließ die hand langsam aber gut sichtbar zu ihrem schwert wandern.
11.09.2002, 01:05 #196
Yenai
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Jetzt war keine Zeit für Heldentaten. Es ging ums nackte Leben, das war kein Spiel mehr. Er blickte sich gehetzt um. Ahh, das Hüttendach, aus dem immer noch Qualm stieg war frei. Eine einmalige Gelegenheit. Flink wie ein Buddler auf der Flucht kraxelte auf die Hütte, die seinem Gewicht gerade noch so stand hielt.
„Wenn dir nich nach Kontaktaufnahme mit mir ist, probiers doch mal mit dem hier.“ Yenai deutete auf den bewusstlosen Mann mit dem grauenhaften Mundgeruch.

Hoffentlich bemerkte Blutfeuer nicht, dass er hier oben ein leichtes Ziel für ihre Bogen war. Vielleicht würde sie ja dieses eine Mal nachgeben, aber es bestand herzlich wenig Grund zur Hoffnung.
11.09.2002, 09:04 #197
blutfeuer
Beiträge: 5.016

blutfeuer starrte dem wieselflinken yenai nach

"dann ist es wohl doch nicht so weit her mit deiner menschenfreundlichen rettungsaktion? wie verhält sich das denn jetzt mit der rettung wertvollen menschenlebens? wenigstens die nummer mit dem wasser hättest du ja abziehen können. dann hätte ich nur den part mit der beatmung übernehmen müssen. du bist einfach ein feigling. bleib auf der hütte und versuch da oben zu überleben. ich wird mich des opas hier annehmen."

blutfeuer sah sich suchend um und fand neben einer feuerstelle eine schüssel. mit dieser ging zum wasser und kam kurz darauf wieder. sie goss dem schäfer das wasser ins gesicht und stellte dabei zu ihrem größten erstaunen fest, dass der buddler nicht mehr auf dem dach saß. dafür hörte sie aber aus der noch immer qualmenden hütte klägliche jammerlaute. vorsichtig und mit angehaltenem atem kroch sie also nochmals in die hütte und erkannte ein großes loch in der angekokelten decke, durch die gerade der rauch abzog. auf dem boden lag yenai und jammerte kläglich vor sich hin.

"hat das dach dich nicht mehr tragen wollen? denk aber ja nicht, dass ich das jetzt tue. wenn du dir was gebrochen hast, lass ich dich gnadenlos zurück. ich will auf den gletscher."

sie sah sich in der hütte um und entdeckte außer einem großen berg leicht angekokelter schafsfelle nichts von bedeutung, was sich zu retten lohnte. auf dem schaffellstapel lag eine alte pfeife, die offensichtlich die ursache des wohnungsbrandes war. der stapel mit den schafsfellen hatte irgendwann feuer gefangen und qualmte jetzt vor sich hin, weil das wasser von yenai zwar die flammen gelöscht, nicht aber den qualm und den gestank bekämpft hatte.

blutfeuer packte zunächst yenai an den füßen und zog ihn aus der hütte, danach waren die felle dran, die sie in die gegend schleuderte. danach wandte sie ihre aufmerksamkeit wieder dem schäfer zu, der gerade gewaltig zu husten begonnen hatte.

"he, alter mann, was hast du nur gemacht? warum hast du deine hütte in brand gesteckt? wenn wir nicht zufällig vorbei gekommen wären, stünde es jetzt aber schlecht um dich."

sie richtete den mann in eine sitzende haltung auf und schnauzte yenai an

"nun hilf ihm doch endlich mal. stütze ihn und klop ihm auf den rücken, wenn du ihn schon nicht beatmen wolltest."

yenai näherte sich vorsichtig und auf allen vieren der erbosten amazone und versuchte, wenigstens einen minimalen sicherheitsabstand zu ihr einzuhalten. nichts wünschte er sich in dem moment mehr, als mit haiopei oder stahlfräse den platz getauscht zu haben. was hatte ihn bloß geritten, überhaupt mit diesem satan in verlockender gestalt mitgegangen zu sein?
11.09.2002, 09:06 #198
blutfeuer
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während yenai den alten aufrichtete und ihm den rücken abklopfte, begann blutfeuer ihn auszufragen.

"sag mal väterchen, kennst du dich hier am gletscher aus? sicher doch, wenn du hier deine schäfchen hast.

ich habe gehört, dass der gletscher aus eis besteht. ist der so was wie eine rutschbahn oder wie soll ich mir das vorstellen? eine frau hat uns gesagt, dass man den betreten kann aber dass es gefährlich ist. kannst du uns darüber etwas sagen? außerdem haben wir gehört, dass ein gewisser kaszan toras auf den gletscher geklettert ist. weißt du darüber etwas? was er da macht und was das überhaupt für ein Typ ist, dieser brutale mörder?"

der schäfer starrte blutfeuer plötzlich aus vor anstrengung blutunterlaufenen augen an:

"wieso brutal und mörder? kindchen, ich werd dir mal was sagen. kaszan toras ist ein volksheld. ich kann mir nicht vorstellen, dass du in gorthar auch nur einen menschen finden könntest, der ihn nicht liebt und verehrt. er wird in liedern besungen und die mütter benennen ihre kinder nach ihm. er hat unserem volk frieden und wohlstand gebracht und wir lieben ihn mehr als den herzog. seit wir in dieser verdammten barriere gefangen sind, hat er uns stetig alle feinde von hals geschafft. seine präsenz ist unser garant für den frieden. also was soll das geschwätz von einem mörder. er ist soldat und soldaten sind nun mal dazu da, den frieden mit der waffe zu schützen. nichts anderes macht kaszan toras.

was er im gletscher genau macht, kann ich dir nicht sagen, aber da du nun mal mein leben gerettet hast, will ich dir erzählen, was ich weiß.
11.09.2002, 09:07 #199
blutfeuer
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es gibt eine alte legende, nach der tief im gletscher begraben ein wertvolles magisches ding existiert. der besitzer dieses magischen artefakts ist in der lage, jede macht der welt zu bezwingen. das heißt, er kann frieden bringen oder krieg, ganz wie es ihm beliebt. viele glücksritter haben im verlauf der jahrhunderte versucht, sich dieses zauberdings zu bemächtigen, aber aus dem ewigen eis ist kaum jemals einer zurückgekehrt. die legenden sagen, es ist nie einer zurückgekehrt, aber das kann ich nicht glauben, denn woher sollten wir sonst wissen, dass es dieses zauberding überhaupt gibt.

allerdings werden es wohl wirklich nicht viele zurückgeschafft haben, denn das gebirge, dass den gletscher trägt heißt luszkanzacken nach den schrecklichen ungeheuern, die im ewigen eise hausen. sie haben die farbe des immerwährenden schnees und bewegen sich in und mit dem schnee. man sieht sie immer erst dann, wenn das eigene blut den schnee rot färbt.

ich selbst bin schon einigen dieser ungeheuer begegnet. sie sind so groß wie zwei männer und ihre langen krallen zerteilen einen menschen mit einem schlag in zwei teile. leider auch schafe. im winter kommen sie manchmal aus dem gletscher in die tiefebene und holen sich in meiner herde ihre beute. allerdings machen sie das nur bei dichtem schneetreiben, weil sie wohl ohne schnee und eis nicht überleben können. es gibt viele legenden über die bestien, dass sie intelligent wären und dass sie auf dem göttersitz ihre burg besitzen. der göttersitz ist unser höchster gipfel, der, auf dem der gletscher seinen ursprung findet und von dort aus nach dem fruchtbaren land greift.

wer einen luszkan sieht, überlebt die begegnung höchst selten und deshalb ist unser general wohl auch mit so einer starken, gut bewaffneten gruppe in den gletscher gegangen."
11.09.2002, 09:09 #200
blutfeuer
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erschöpft hielt der schäfer inne und trank mit hastigen schlucken aus der schale mit wasser, die ihm blutfeuer hingehalten hatte.

"was ist so ein gletscher denn überhaupt? ich habe gar keine vorstellung, erzähl doch mal und auch was über die biester. unverwundbar werden sie ja wohl nicht sein."

"ein gletscher ist eine der tückischsten erfindungen innos, die er in die welt gesetzt hat. offensichtlich um uns zu prüfen! ein gletscher ist millionen jahre altes eis, auf das immer neuer schnee fällt, das riesengewicht presst den schnee zu einem sehr harten eis und unter dem enormen druck wird das eis schließlich ganz tief unten wieder zu wasser. das ist der bach, an dem wir gerade sitzen. den gletscher selbst kann ich schwer beschreiben. den muss man schon selbst erleben. er ist schrecklich und wunderschöne. und sehr gefährlich.

das kilometerdicke eis ist von zahllosen spalten durchzogen, die oft von neuem schnee zugedeckt sind und der gletscher ist aus eis, also gnadenlos menschenfeindlich, weil enorm kalt.

man kann ihn nur mit spezieller kleidung betreten und man muss enorm vorsichtig sein. denn neben den spalten lauert der luszkan. wer die spalten überlebt, der hat das eismonster noch lange nicht überlebt."


blutfeuer hatte der erzählung aufmerksam gelauscht. das war genau das abenteuer, dass ihr kreislauf jetzt brauchte. sie würde den gletscher und seine monster überleben. auf jeden fall kam es auf einen versuch an.
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