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Die Stadt Khorinis # 17
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19.08.2003, 12:03 #376
Realdennis
Beiträge: 279

Dennis flog ein wenig nach vorne als Dûhn ihm auf die Schulter klopfte.
Dennis schaute traurig nach Dûhn.
"Stimmt,es gibt keine Abenteuer."
Dennis dachte an seinen Freund.Er redete sich das immer wieder aus dem Kopf aber es kam ihm bei fast jedem Gespräch in den Kopf.
"Weisst du wo Nanie hingegangen ist?Ich suche ihn schon seit gestern,er war plötzlich verschwunden",sprach Dennis traurig und ein wenig ängstlich."Und du kannst mich gleich ja mal deinen Freunden vorstellen."Er zwang sich ein Lächeln.
Den Rest des Weges gingen sie schweigend bis sie im Hafen ankamen. Die Stadtmiliz stand bei ihren zerbrechlichen Schiffen und befahlen Dennis und Dûhn aus dem Strandgebiet zu verschwinden
19.08.2003, 12:06 #377
Longbow
Beiträge: 4.035

„Oh, sehr schön. Setz dich.“
Der Fremde tat wie ihm geheißen.
„Willst ein Bier?“
„Nein, danke!“
„Gut. Ich bin Longbow, der Hauptmann der Garde und der Wiederaufbauer von Coragorns Taverne. Darf ich nach deinem Namen fragen?“
„Jo, bin Ganzo.“
„Und woher?“
„Von Onars Hof!“
„Na, das ist mir egal. Ich brauch nur endlich mal einen Maurer, um endlich die Taverne hochzuziehen. Also gut, dass du den Auftrag annehmen willst. Brauchst du sonst noch Handwerke? Einen Steinmetz?“
„Jep, so einen brauch ich. Kennst da wen?“
„Nein, hab aber die Suche nach einem ebenfalls auf das Schild am Tor geschrieben. Denke, dass sich da jemand findet. Kennst du Corgarons Taverne?“
„Nein, leider nicht.“
„Kein Problem, ich zeig sie dir.“
Long begab sich mit dem Maurer zum Platz, an dem einst die Taverne stand. Dann fing er an ihm zu erzählen, wie ungefähr er sich den Grundbau vorstellte.
19.08.2003, 12:47 #378
Ganzo
Beiträge: 407

Hm...schien nicht gerade die schwerste Arbeit zu sein...Ein oder zwei Wochen vielleicht, mehr nicht. Doc hwas Ganzo jetzt noch fehlte, war ein Steinmetz. Sicherlich gibt es viele in seiner Söldner-Gemeinschaft. Also beschloss er sich auf Onars Hof umzusehen. Er nahm den Auftrag an und verabschiedete sich von Longbow. Dann machte er sich auf den weg zum Hof.
19.08.2003, 13:40 #379
Xalvina
Beiträge: 1.273

Die Mittagssonne prallte unerlässlich auf Xalvinas Gesicht. Ihr Schlafender Körper regte sich und drehte sich leicht sodass die junge Frau mit dem Rücken auf dem Erdboden lag. Das Licht Innos hatte ihre schwarzen Kleider schnell erwärmt, sodass die Hitze auf ihrem Körper schnell ungemütlich wurde. Langsam öffnete sie blinzelnd ein Auge und sah den hellen blauen Himmel und die strahlende Sonne, die sie unbarmherzig aus ihrem tiefen Schlaf geweckt hatte. Ihre Pupille verengte sich bei dem störenden Licht zu einem kleinen Schlitz, sodass ihre violette leuchtende Augenfarbe zum Vorschein kam. Ihre langen seidigen pechschwarzen Haare waren zerzaust und waren durcheinander gewuselt, sodass sie sich die störenden Strähnen aus dem Gesicht streifte.
Drei große Wolkenfetzen waren am Himmel zu entdecken, die sie nach und nach studierte. Lustlos hangen sie wie Papierstreifen fade am Himmel und taten bei der heutigen Windstille nichts als die blaue Decke mit ihrer weißen Farbe zu zieren.
Ihr Rücken schmerzte. Etwas kratzte unter ihr. Ihre Glieder waren verspannt und die Dame fühlte sich wie ein eingerostetes Uhrwerk. Wie lange hatte sie bloß geschlafen wenn die Sonne bereits die Mittagshöhe erreicht hatte? Erst jetzt, nachdem sich ihre Sinne wiedergefunden hatten, bemerkte sie, dass sie inmitten in einem Busch gelegen hatte. Wie eine Landstreicherin hatte sie in einem Gebüsch geschlafen um von der allgemeinen Menge des Volkes nicht gestört zu werden. Um so mehr wurde es zu einem Lustigen Bild, als plötzlich ein weiblicher Kopf aus dem Busch hervorschoss und dann eine Frau hinaustrat, als wäre es normal, in Büschen zu pennen. Immerhin wurde man nicht so schnell von den ganzen Viechern aufgespürt, die herumlungerten und man hatte ein ruhiges Plätzchen, das zwar nicht bequem wie ein Bett wirkte, aber man den nötigen Schlaf fand.
Sie streifte den Schmutz und die alten Laubblätter von ihrer Kleidung und sah sich um, während sie sich räkelte. Hier schaute niemand zu, also konnte sie sich ausgiebig daneben benehmen, wie es Xalvina passte. Trotzdem schaute sie sich missgelaunt noch mal um, ob sie jemand beobachtete, nahm dann gelassen ihren Dolch, ihre Harfe und den kleinen Lederbeutel mit ihrem Geld aus dem Gebüsch heraus und steckte ihre Waffe in ihren Gürtel, welcher einst einmal ein Seil gewesen ward. Dabei legte sie sanftmütig und vorsichtig ihr geliebtes Instrument in ihre aus Leinen bestehende schwarze Hängetasche, die einen sehr zerflederten Eindruck machte und öffnete sie ihren Lederbeutel. Mit ihrem Lederbeutel in der Hand hob sie vom Boden drei heruntergefallene grüne Äpfel auf, von denen sie einen aß und die anderen für später aufhob, um nicht unnötig Geld auszugeben.

Sie schlenderte zum Pfad zurück, den sie in der vorherigen Nacht verlassen hatte und ging die wenigen Meter des Hügels herunter, der sie durch ein kleines Waldstück nach Korinis führen sollte. Xalvina kannte den Weg und diese Umgebung allzu gut, sodass sie genau wusste wie sie unbeholfen und sicher in die Stadt gelangen würde, ohne von einer Riesenratte verfolgt zu werden. Diese Bestien hatten ihr schon einmal schlimme Wunden zugefügt, sie schätzte daher ihre Gegner, die sie als zweites Mittagessen ansahen.
Etwas müde auf den Beinen lief sie lustlos den gekennzeichneten Weg entlang und erspähte schnell die großen mächtigen Mauern der Stadt, die sich widerspenstig gegen die Welt stellten, als wollten sie niemanden Fremden hineinlassen. Korinis war in Xalvinas Augen ein seltsamer Ort voller komischer Menschen, die glaubten etwas zu sein. Seitdem die junge Frau sich mit den Paladinen ein heftiges Wortgefecht geleistet hatte, waren sie nicht mehr gut auf sie anzusprechen und umgekehrt ebenfalls. Daher war Xalvina meist eher ein ungebetener Gast, aber sie war offiziell Bürger von Korinis und das konnte man ihr nicht abschlagen. So waren die Stadtwachen gezwungen sie hineinzulassen, jedoch kam es nicht selten vor, dass kleine Streitigkeiten auftraten. Xalvina verübelte es jedoch ihnen nicht, denn ihr Ruf als Gläubige Beliars gab ihr die nötige Ruhe und wurde deswegen oft von vielen gemieden. Und das war auch gut so.

Sie steifte ihre Kapuze des schwarzen Umhangs über den Kopf um sich den vielen Augen zu entziehen, die bereits am Stadttor auf sie warteten und ging schweigsam wie immer hindurch, ohne dass die Stadtmilizen etwas dazu sagten.
Der Marktplatz war heute nicht ganz so voll wie sonst, sodass es Xalvina es ans angenehm empfand zügig quer durch den Platz die wenigen Straßen und Gänge hinunter zum Hafenviertel zu marschieren, ohne von der Seite dumm angemacht zu werden. Es war bisher schon mehrere Vollmonde her, dass sie zuletzt hier gewesen ward, nachdem sie wiedereinmal die ganze Wut des Volkes auf sich geladen hatte. Gleich würde sie das Meer sehen. Endlich. Nach so vielen Nächten durfte sie wieder das Wasser sehen, was sie so sehr liebte. Ihre Gangart wurde dabei schneller, sodass sie mit großen Schritten hinunter eilte und dann schweigend wie in Trance versetzt am Hafen stehen blieb. Die große tiefdunkelblaue Masse sah wie unverändert aus, allerdings wirkte sie heute etwas trüb. Es waren auch keine Fischer zu sehen die irgendwo ihre Beute fingen, nein heute wirkte es etwas trostlos.

Hier im Hafenviertel kannte man die Dunkle Frau bereits sodass nur die wenigsten einen verstohlenen Blick auf sie warfen. Xalvina war das jetzt zweitrangig, denn sie hatte jetzt den Genuss, endlich das Meer zu sehen. Normalerweise war sie Tagsüber nicht so sehr aktiv aber nachdem sie gestern wieder in einem kleinen Puff die ganze Nacht Gesungen hatte, hatte sie endlich das Bedürfnis nach drei Sonnenaufgängen endlich auszuschlafen. Das hatte sie jetzt getan, auch wenn ihr immer noch ein paar Blätter im Haar hingen. Im Hafen wehte eine leichte Brise, sodass die Meerluft als frisch und angenehm empfunden werden konnte.
Sie drehte ab und bog nach links um sich zwischen Gassen, Tür und Angeln zu den Felsklippen zu gelangen, wo sie sich an einem kleinen Stand niederließ und erst einmal den Ausblick genoss. Dabei zog sie unbewusst ihre Eschenharfe aus der Tasche hervor und begann,
ein Lied über das Meer und ihre unentdeckten Welten zu singen.
19.08.2003, 13:43 #380
Dûhn
Beiträge: 290

Zurück am Gasthof war immer noch kein Zeichen von Hîrgalad oder Dragonsword zu sehen.

Naja, ist ja noch früh am Tag.

Ganz in der Nähe befand sich eine Bank die derartig einladend knarzte das Dûhn nicht umhin konnte das knarzen mit seinem Gewicht zu verdoppeln.
"Du wirst wohl noch etwas warten müssen, die Jungs gehen gerade ihren Beschäftigungen nach." gab Dûhn dem, neben ihm sitzenden, Dennis zu verstehen.

"Ruh dich etwas aus, heute Abend wirst du alle Kraft brauchen können..."
Zur Entspannung zückte Dûhn sein langes, rückseitig gezahntes Messer und fing an es mit einem alten Lappen und viel, viel Spucke auf Vordermann zu bringen. Schliesslich sollten die Schwarzmagier nicht denken er wäre ungepflegt!
19.08.2003, 13:56 #381
Heimdallr
Beiträge: 12.421

Der Fürst war zufrieden, zwar konnte er dem seltsamen Robenträger, von dem man nichts des Gesichts sah, immer noch nicht wirklich trauen, doch zumindest konnte er ihn scheinbar für sein Anliegen gewinnen. Jetzt hatte er genügend Zeit um das Schreiben aufzusetzen, außerdem hatte er noch etwas spezielles vor, er wollte auf diesem Wege gleichmal testen, wie sehr er dem Typ wirklich trauen konnte, weswegen er sein Familiensiegel auf dem Brief anbringen wollte.
Seine Schritte lenkten ihn zielsicher auf die Kaserne zu, er wollte zu Lord André, bei ihm glaubte er, würde er die passenden Dinge finden.
Über die Terrasse, die gleich Treffpunkt sein sollte, ging es auf den Innenhof und von da aus direkt weiter zu Lord André's Raum, direkt neben dem Kerker.
Bei Innos, seid gegrüßt Lord André, würdet ihr mir vielleicht etwas Pergament, Tinte und Wachs zur Verfügung stellen, wenn nötig zahle ich auch dafür.
-Was wollt ihr damit?
-Na, etwas schreiben, bitte, es ist wichtig.
-Nun gut, ich habe alles da, ihr könnt einen Teil davon benützten, könnt ihr denn schreiben?
-Ja, diese Gabe lehrte man mir schon in frühen Jahren.

Der Paladin wies einen der Milizin im Raum an, von all dem was er sagte zu holen und das wurde auch schnell ausgeführt.
Der Mann kam wieder und hatte viel zu viel Pergament dabei.
Danke danke, aber soviel brauch ich gar nicht
Der Fürst nahm ein etwa armlanges Stück Pergament und setzte sich dann etwas abseits der Herren an einen Tisch um mit der Tinte einen Text aufzuschreiben.
Dabei musste er kurz daran denken, das er ja gar nicht wusste, ob Alina noch in Khorinis wäre, aber dann dachte er daran, dass sie ja meinte, dass sie so schnell nicht wieder fortgehen würde. Hoffentlich....
Er tunkte die Feder in das Tintenfass und schrieb dann mit langsamen Schwung in der Führung, damit es ja lesbar wurde.

Liebe Alina,
ich bin seit kurzem wieder in Khorinis.
Ich werde mich wohl die meiste Zeit in der Stadt meinem Schwerttraining widmen.
Ich würde dich so gern wiedersehen, aber du weißt ja, ich hab Lagerverbot. Melde dich doch mal wieder.

gez. Fürst Pergamo.


Nachdem er fertig war, ließ er die Tinte trocknen und holte sich eine brennende Kerze. Als die Tinte schön eingetrocknet war, nahm er das rote Wachsblättchen, das er von dem Lord bekommen hatte und ließ es auf das zusammengerollte Pergament tropfen. Währenddessen nahm er den Siegelring seiner Familie und als genug flüssiges Wachs auf dem Pergament war, presste er das Siegel drauf und ließ es erkalten.
Dann hatte er alles, das fertige Pergament mit dem Siegel.
Mittlerweile war wohl auch die Stunde vorbei und so verabschiedete er sich freundlich vom Lord und ging wieder zurück zur Kasernenterrasse.
Dort war mittlerweile der Robenträger und wartete unter dem einzigen Baum.
So, da bin ich.
-Seh ich, also was ist jetzt der Auftrag?
-Genau, also, kennt ihr noch das Mädchen, das mit mir an der Taverne "Zur toten Harpyie" war, als ihr und euer Freund, ähm Dooon oder Dammm oder so auch da standen?
-Möglich.
-Nun ja, sie befindet sich wahrscheinlich im Sumpflager. Ich habe aber keine Zeit dorthin zu gehen. Übergebt ihr dieses Pergament und das war's. Ich zahle euch fünfzig Goldstücke.
-Hm, dazu müsste ich zurück in den Sumpf. Hm....na gut ich mach's.
-Mein Dank ist euch gewiß. Aber seid gewarnt. Solltet ihr es wagen das Siegel zu brechen oder jemand anderem den Brief zu übergeben, dann werde ich euch eigenhändig erwürgen.
-Alles klar. Wie siehts mit dem Gold aus Fürst?
-25 Münzen jetzt, 25 nach der erfolgreichen Übergabe. Hier.
-Hm, abgemacht.

Er ging wieder zurück zur Kaserne und ließ den Mann alleine, es bestand kein Anlass ihn noch weiter zu beschatten, soviel Vertrauen musste sein, außerdem war seine Warnung nicht nur so dahin gesagt, sondern ernst gemeint, doch bis zur Antwort musste er sowieso noch eine lange Zeit warten und deswegen ging er jetzt weiter zum Marktplatz, er hatte Hunger.
19.08.2003, 13:58 #382
Realdennis
Beiträge: 279

"Entschuldige wenn ich frage,aber welche Beschäftigungen sind das?",fragte Dennis vorsichtig,aber neugierig.
Dennis sah Dûhn mit dem Messer herumspielen und zu putzen,so dass ihm wieder einfiel,dass er ja auch einen neuen Dolch gefunden hatte.
Er nahm seinen silbernden Dolch heraus und erklärte Dûhn,dass er es in seiner Truhe gefunden hatte.
"Ich weiss auch nicht wer es da reingetan hat",sagte Dennis immer noch verwundert,mit einem glitzern in den Augen.
Eine Weile schwiegen sie.
Dann fragte Dennis:"Weißt du wo es hier einen Arzt gibt?Mein Rücken wurde gestern ganz wund gekratzt."
Dennis wartete auf eine Antwort...
19.08.2003, 14:17 #383
Hîrgalad
Beiträge: 354

Nachdem Hírgalad augewacht war, verließ er sein Zimmer. Auf dem Boden fand er die eingeritzte Nachricht von Dûhn. Er musste schmunzeln. Wieviele Leute das wohl noch lesen werden dachte er sich.
Hírgalad verließ das Hotel und sah sich um. Es war warmer Tag, aber die Sonne war hinter vielen Wolken versteckt. Ausserdem wehte ein kleiner Wind. Er wollte gerade in Richtung Hafenviertel losgehen als er den unverkennbaren Umriss Dûhns auf einer Bank ganz in der Nähe entdeckte. Er ging leise auf den Rücken seines großen Freundes zu, der sich mit jemanden unterhielt, der neben ihm saß.

"Einen Arzt brauchst du nicht lange suchen, es sitzt einer neben dir" sagte Hírgalad nachdem er den letzten Satz des Fremden gehört hatte.
"Obwohl seine Heilmittel manchmal etwas ...seltsame... Wirkungen zeigen."
Er zwinkerte seinem Freund, der sich soeben umgedreht hatte zu.
19.08.2003, 14:22 #384
Enzanie
Beiträge: 385

So nun hatte er also einen neuen Auftrag gewonnen, da wollte er zum Amazonenlager und jetzt musste er doch noch mal in den Sumpf. Nun ja, so konnte er wieder etwas verdienen und es war ja wirklich einfach, so ne Botschaft überbringen. Es würde ihn ja schon interessieren, warum der Fürst den Brief nicht selber überbrachte, wenn es so wichtig wäre, dass er es nicht mal öffnen durfte, aber das ging ihn ja eigentlich gar nichts an und so wollte er es dabei belassen, er hatte keine Lust auf Ärger und vorallem nicht, solange er keine Waffe hatte, im Gegensatz zu ihm hatte der Kerl nämlich eine und was für eine, von daher sollte da mal nichts anbrennen.
Das Boot ließ er mal da liegen, nachdem es schon so lange da sicher lag, würde es den einen Tag auch noch schaffen.
Er machte sich wieder auf Richtung Osttor und nahm dafür auch den Weg über die Terrasse, schließlich stand er da noch.
Als er so über die Kaserne schlenderte, musste er wieder an Milizen vorbei, keine schöne Sache, aber andererseits, ja man konnte sagen, sein Bruch im Oberen Viertel müsste schon längst vergessen sein, man würde ihn deswegen nicht mehr einsperren, er durfte sich nur nicht selbst in diesem viertel rumtreiben.
Dann ging er, vorbei an den Händlern am Marktplatz, die lauthals ihre Ware anpreisten und erreichte das Tor durch das er schon gekommen war. Er schritt wieder hindurch und machte sich geradewegs auf Richtung Sumpf, genau wie er gekommen war.
19.08.2003, 14:26 #385
Dûhn
Beiträge: 290

"Seltsam." Dûhn grinste "Ich wünschte ICH würde mal was finden anstatt mir andauernd Sachen zu...äh, ja, genau!" der Reise räusperte sich vernehmlich.

"Was die anderen machen? Weis nich so genau. Wohin und Nanie aufgebrochen ist...ich glaub Nanie ist im Sektenlager. Von Dragonsword weis ich nix, der ist einfach so gegangen und Hîrgalad...ah ja, gestatten, Hîrgalad! Hîrgalad, Dennis!"
Dûhn grinste seinem Freund zu.

Ohne eventuelle Widerworte abzuwarten dehte der Riese Dennis Rücken in seine Richtung und hob das arg mitgenommene Hemd seines Patienten.
"Oh mann, wie ist das denn passiert?! Sieht aus als hätte ein Hund versucht dich zu verbuddeln!"

Mit geübten Bewegungen knetete Dûhn einen Klumpen aus Kräutern und Pilzen so lange bis nurnoch eine Braun-Grüne Pampe übrig war. Mit ein wenig Spucke vermischt, presste der Hühne die unapatittliche Brühe in Dennis Rückenwunde, den daraufhin ein jäher Schmerz durchzuckte. Als Dûhn mehrere Streifen Verbandsmateial um Dennis Brust und Rücken schlang verklang der Schmerz bereits zu einem unangenehmen Pochen.

"Tut´s weh? Gut so! Dann fängts an zu heilen!"
Wieder grinste der Hühne Dennis ungeniert an.
"Entschuldige den Schlag auf den Rücken vorhin, konnte ja nicht wissen was du in deiner Freizeit so alles anstellst."
19.08.2003, 14:33 #386
Marquez
Beiträge: 370

Marquez saß auf seinem Bett und gähnte. Die ganze Nacht hatte er friedlich durchgeschlafen. Doch nun hatte ihn ein ungeahnt starker Harndrang geweckt. Nachdem er sich in einer abgeschiedenen Ecke vor dem Osttor erleichtert hatte (nähere Beschreibungen sind hier, denke ich, nicht nötig), ging er wieder zum Markt und besorgte sich ein kleines günstiges Frühstück und ein einfaches Rasiermesser. Er wusste, dass er sich nicht auf dem Gold, dass ihm Rhobar gab, ausruhen durfte, deshalb verbrachte er den Vormittag damit, unauffällig Gesprächen zu lauschen, um mehr über das Land zu erfahren und so auf gute Jagdgebiete und mögliche Handelsrouten zu stoßen.
Er beschloss, seine ersten Gehversuche in der Ebene nordöstlich der Kaserne, die er bei seinem „Ausflug“ am Morgen gesehen hatte, mit der Jagd von einfachen Molerats zu machen. Dafür war natürlich eine Waffe nötig, aber was sollte er nehmen? Der Beratung durch den Waffenhändler auf dem Markt traute er nicht so ganz. Aber schließlich fasste sich Marquez ein Herz und erstand ein mittelgroßes Messer, in etwa so eines, wie es jeder dritte Bürger trug für 8 Goldmünzen.
Er schritt entschlossen durchs Tor und bog dann nach links ab.
19.08.2003, 14:35 #387
Realdennis
Beiträge: 279

"Danke! Nein,ich hatte die Narben schon seit Kind und gestern wurden sie von Wölfen aufgekratzt,AUA!!!"
Dennis zuckte einige Male zusammen,aber nach einer Weile tat ihm der Rücken überhaupt nicht mehr weh,es ist so als wenn nie etwas gwesen wäre.
"Nochmals Danke,und vorhin mit....äähääm....naja...vergiss es einfach
...:) "
Dennis sah erst jetzt ,dass Dûhn einen großen Beutel an seinem Gürtel hatte und bekam seine Sucht etwas zu stehlen.Er redete es sich gerade noch aus,bevor er den Beute genommen hätte.
"EEE...Entschuldige...! Ich wollte nicht,...ich habs einfach...ich kanns nicht unterdrücken "
Von nun an sagte Dennis nichts mehr.
...
19.08.2003, 15:15 #388
Arram
Beiträge: 50

Arr schlenderte umher, frei von Gedanken, auch der Feuermagier war ihm nun egal, er wollte nur seine Zeit genießen. Nuka streunte währenddessen irgendwo in Khorinis herum, wahrscheinlich auf der Suche nach etwas Futter, denn Arram hatte kein Geld und Iglos Fische hingen den beiden mittlerweile zum Halse heraus.
Der Himmel strahlte und die Sonne blendete Arram, sodass er die Augen schließen musste.
Herauf zum Marktplatz sprach ihn eine seltsame Stimme von der Seite an.
“Na? Du siehst aus, als ob du `ne Waffe gebrauchen könntest.“ Der Händler schien sehr sehr zugedröhnt, neben ihm eine Wasserpfeife, in seiner Hand ein wenig Sumpfkraut.
“Klar, hab’ aber kein Geld.“ Eigentlich wollte Arram schon gehen, aber der Mann sprach weiter.
“Naja, kannst sie dir ja auf ‚ne andere Weise verdienen.“ Man könnte fast meinen, der Mann wäre gar nicht anwesend und er würde beim nächsten Reiz platzen. Seine Augen waren glasig und Äderchen stießen hervor.
“Und was soll ich für dich machen?“ Breit grinste er aus seiner eigenen kleinen Welt heraus, als ob Arram einen riesen Witz gerissen hätte und wank ihn zu sich.
“Komm mit, komm mit!“ Er führte Arr in sein Haus, durch ein paar Zimmer in einen Hinterhof, genauso qualmig wie er und sein Stand.
“Nun...“ Sagte er und hielt Arram einen Besen an die Brust, den er „dankend“ annahm.
“Na super, Hoffegen.“ murmelte er.
”Ja los! Keine Müdigkeit vorschützen. Ich will, dass der Hof blitzeblank ist, wenn ich wiederkomme, los.“
Dann ging er zufrieden zurück und putzte die Klingen seiner Ware.
Überall waren Fleischwanzen, sie kamen aus einem großen Loch, aus dem ein paar Steine fehlten.
Schnell schupste er die Wanzen zurück ins Loch und warf den Besen zur Seite, dann nahm er ein paar Steine, die der Mann lagerte und machte das Loch damit zu.
Stolz sah er auf sein Kunstwerk, doch dann sah er, dass neben den Steinen ein paar Schwerter und Bögen lagerten. Ein fieses Grinsen überkam ihn und er schulterte einen der imposantesten Bögen und schnappte sich die schönste Klinge.
Schnell den Hof gefegt und ein unschuldiges Gesicht aufgesetzt und er war bereit.

Mit trillerndem Pfeiffen kam der Mann wieder sah sich um, ob auch alles sauber sei, und erspähte den Bogen, keineswegs eine Waffe für einen Bürger wie ihn.
“Sag mal, hattest du vor unserem Treffen auch schon diesen Bogen und das Schwert?“
„Ähm... na klar, haben sie die den nicht bemerkt?“
„Her damit du Lump!“
So begann die Verfolgungsjagd, die Klinge war zu schwer um vernünftig damit zu laufen. Also lies er sie kurzerhand fallen, den Bogen wollte er aber um jeden Preis behalten.
Der Händler, so bekifft er auch sein mag, war aber schneller und brachte Arr zu Boden. Schnell nahm er sich den Bogen wieder, legte einen Pfeil auf und drohte:
“Lauf! Und wenn ich dich noch einmal wieder sehe, wird dieser Pfeil in deinem Kopf stecken!“
So schnell, wie er noch nie gerannt war, lief er zum Tor und verschwand im Wald.
...
19.08.2003, 15:21 #389
Heimdallr
Beiträge: 12.421

Der Fürst hatte sich wieder einen Apfel gekauft und ging nun zur Kaserne hoch, er wollte Long nun endlich aufsuchen um mit dem Training zu beginnen. Es war ein schöner Tag, ja wirklich, es war ein schöner Tag und auch in der Stadt merkte man davon etwas, die Händler strallten viel mehr als sonst und man konnte sich von fast jedem ein Lächeln abholen, recht so, wunderbar.
Dann ging es die Treppen wieder hoch und schnurstraks in die Gemächer von Long, doch da war niemand, naja irgendwie klar, dass er am Nachmittag nicht mehr im Bett lag, also ging es wieder weiter, zuerst einmal das Kasernengelände erkunden.
Als er da so suchte, bemerkte ihn ein Milizionär und fragte frech, was er denn suche. Der Fürst legte sein Anliegen nieder und sprach offen von der Suche nach Long, dem Hauptmann, wie er mittlerweile wusste. Der Mann verwies ihn auf einen Teil des Marktplatzes, da wo Coragons Kneipe mal stand. Also erst mal wieder weg vom Kasernengelände, dachte er sich und ging wieder in die entgegengesetzte Richtung.
Als er dann endlich an seinem Ziel war, fand er wenigstens seinen Freund gleich, er stand da und schien irgendwas zu begutachten, naja, ihm war es relativ wurscht, was er da machte, fakt war, dass er trainieren wollte.
Hey Long, sieht man sich auch mal wieder.
-Pergamo, hallo, was treibt dich hierher?
-Na was wohl? Ich bin bereit für die letzte Stufe, ich denke, alles was du mir gezeigt hast zu beherrschen und da du ja ne lange Zeit nicht da warst sollten wir nun endlich weiter machen.
-Ja du hast Recht, ich muss mal sehen, was ich machen kann, wir können uns in einer Stunde auf dem Kasernengelände treffen ok?
-Jepp, bis dann

Er verabschiedete sich und ging schnurstraks zur Kaserne. Dort wollte er die Zeit, die zu überbrücken war, abwarten und weiter trainieren, zwar war er dem Training schon etwas überdrüssig, aber von nichts kommt ja nichts und nur rumsitzen, dazu hatte er weder Lust noch Zeit.
19.08.2003, 15:37 #390
Dûhn
Beiträge: 290

"Über alte Narben musst du mir nichts erzählen!" Dûhn tippte sich auf die Wange und wies damit auf sein, fast schon abstrus, vernarbtes Gesicht hin.

"Tja, scheint so als würde ich in letzter Zeit nur Diebe und Banditen kennenlernen!"
Dûhn lachte rauh.
"Aber mach dir keinen Kopf. Solange du nichts stiehlst muss ich dir auch nicht die Hände brechen..."
Der Riese knirschte mit den Fingerknöchlen und schielte belustigt zu Hîrgalad hinüber.

"Nein, im Ernst. Du bist bei uns willkommen wenn du deine Finger bei dir behälst; will sagen solange du UNS nichts stiehlst. Womit du ansonsten dein Geld verdienst ist mir egal, ich werd nicht nachfragen."
Mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck lehnte sich Dûhn zurück.
"Jeder muss schließlich irgendwie über die Runden kommen."
19.08.2003, 15:55 #391
Tyrian
Beiträge: 8

Jetzt war Tyrian also in der Stadt Khorinis. Die Wachen hatten ihn, sichtlich nicht sehr erfreut darüber, in die Stadt eingelassen. Das erste das er sah, war der Mrktplatz. An verschiedenen Ständen tummelten sich Händler und Leute, um zu kaufen, zu verkaufen und vieleicht auch etwas tratschen, eben der Alltag der Bewohner hier. Langsam ging Tyrian über die gepflasterte Straße, seine Schritte hallten von den hohen Stadtmauern wieder. Tyrian sah sich um, zu seiner rechten stand ein großes, befestigtes Gebäude, mit zwei gegenüberliegenden Treppen als Zugänge. An deren Ende stand ein Mann mit einer Uniform. Wahrscheinlich ein Gebäude der Stadtwache oder soetwas in der Art dachte sich Tyrian. Zur Linken konnte man ein einfaches, zweistöckiges Haus sehen, über dessen Tür ein Schild mit der Aufschrift Hotel zum schlafenden Geldsack hing. Tyrian trat ein und sprach die Frau hinter dem Tresen an:
Hallo, ich bin das erste Mal in Khorinis und suche eine Unterkunft für die Nacht. Wieviel kostet denn ein Zimmer hier?
Die Frau antwortete:
Man kann hier kostenlos übernachten. Die Paladine, die momentan in der Stadt sind, bezahlen die Unterkunft. Einfach die Treppe hoch, da sin die Betten
Erleichtert sagte Tyrian dann:
Vielen Dank. Ich dachte schon, ich würde nichts finden
Tyrian wollte garnicht wissen warum die Paladine die Übernachtung bezahlten, Hauptsache das er hier schlafen konnte. Er ging die Treppe hoch, die ein leichtes Knarren von sich gab und sah sich die Betten an.
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19.08.2003, 16:06 #392
Xalvina
Beiträge: 1.273

Es dauerte nicht lange als sie bemerkte, dass ihr Körper nach den letzten Strapazen ziemlich ausgelaugt war. Ihr Magen knurrte und der Apfel den sie heute schon zu sich genommen hatte, reichte nicht aus. Es war immer ein Kampf ums Hungern aber Xalvina konnte sich kein vernünftiges Essen leisten. 11 Goldmünzen. Das war alles was sie gestern zusammengekratzt hatte, im Vergleich der letzten Mondperiode war das für einen einzigsten Aufenthalt sehr viel. Das Glück des Goldes war Xalvina nicht Hold und es gab auch nichts, was Xalvina hätte verkaufen können um sich etwas Gold anzueignen. Entweder war Xalvina blind, da sie nie etwas fand oder sie hatte wirklich nur Pech. Wobei Pech eher zutraf, denn bisher war ihr Lebenslauf nur eine einstigste Pechsträhne, die sie von dem einem Unglück ins nächste stürzte.

Etwas benommen richtete sie sich auf und klopfte den Sand von ihrem schmutzigen Mantel und schlug die Kapuze über den Kopf. Heute war ihr irgendwie nicht nach spielen zumute und sehnte sich eher nach etwas neuem. Bisher war sie mit ihrer Suche nach Wissen nicht sehr weit gekommen und allmählich musste Xalvina sich Gedanken machen, was aus ihr werden sollte. Gewiss würde sie nicht bis zu ihrem Lebensende nur als Belustigung der Besseren Gesellschaft dienen und von den Resten leben wollen.
Sie steckte ihre Harfe weg und suchte wieder den gepflasterten monotonen Steinweg des Hafenstegs auf wobei sie wieder den kleinen Hügel hoch ging, um wieder in die Stadt Korinis zu gelangen.
Heute waren seltsame Menschen unterwegs, von dem unterschiedlichsten Größen und Aussehen. Ihre Gesichter spiegelten oft eine seltsame Vergangenheit nieder sodass es nicht selten war, dass die Dunkle Frau einfach nur die Menschen beobachtete und ihnen zuhörte. Aber im Allgemeinen hatten die meisten Bürger nur dieselben Sorgen, die wegen des Bürgerkriegs anfielen.

Beinahe wäre Xalvina gegen einen Ritter marschiert, der ihr nur noch ein paar böse Worte zufluchte. Das hatte sie nicht mit Absicht getan und lief am Marktplatz entlang, wobei sie die Kaserne der Stadtmiliz sah. Sie mochte die meisten Milizen nicht aber manchmal schaute sie einfach bei ihren regulären Schwertkämpfen zu, die sie elegant meisterten. Genau das tat Xalvina in Moment indem sie leise die Treppen hochging und zu dem Vorplatz der Kaserne angelangte.
Es waren nicht viele Leute anwesend, aber ihr fiel schon gleich jemand ins Visier, der im Gegensatz zu den Stadtmilizen anders aussah. Sie blieb unter dem Tor im Schatten stehen um so wenig aufsehen wie möglich zu erregen, denn sie wollte nur ein unbekannter Zuschauer sein, der es nicht Wert war, beachtet zu werden...
19.08.2003, 16:23 #393
Heimdallr
Beiträge: 12.421

Wieder und wieder zerschnitt das Schwert die luft, es heulte und man spürte dabei den Durst, der Durst nach Blut, noch war er gestillt, doch wie lange, das fragte er sich sicherlich zurecht. Aber es war nicht mehr erstrangig, er hatte sein Schwert unter Kontrolle nciht wie einst, als das Schwert ihn kontrollierte. Eigentlich war es total langweilig was er hier machte, die ganzen Griffe, all das kannte er schon, hatte er immer und immer wieder geübt und nun war das ganze echt langweilig geworden, doch er wusste, nur durch ständiges Training konnte seine momentane Leistung auch gehalten werden. Und so zerschnitt das Schwert weiter die Luft.
Er musste dabei an Long denken, gleich sollte er ja kommen und dann hoffentlich wieder etwas neues berichten, ihm etwas lehren, was er noch nicht kannte, nicht so simples Zeug wie jetzt, wobei es auch einmal schwer war.
Er musste auch an den Rekruten denken, mit dem er einst trainiert hatte, mittlerweile war er ihm bestimmt schon längst weit über aber was machte das schon, er würde sich nicht drängen lassen, er hatte Zeit, zwar nicht ewig, aber er hatte Zeit. Ruhig und stetig sollten die nächsten zwei Wochen von dannen gehen, ja zwei Wochen hatte er für das zweite Training mit dem Hauptmann der Miliz angesetzt, danach wollte er spätestens fertig sein, es war zwar nicht schlecht, aber immer und immer wieder zu trainieren, das war nicht sein Leben, er wollte irgendwann auch zurück nach Gorthar in die Bibliothek, zurück zu seinem Mentor und er wollte auch zu Alina.
Mitten ins Training vertieft bemerkte erst gar nicht und dann nur langsam, wie eine neue Person an der Kaserne ankam. Doch es war nicht der Hauptmann, es war eine Person, ja es war eine Frau. Nachdem er sein Training stoppte, schaute er sich die Person näher an. Lange schwarze Haare, zerlumpte Kleidung und schlankes Auftreten.
Man konnte meinen, es war ein Mädchen vom Lande, zumindest fiel ihm das als erstes ein.
Irgendwie wirkte die Frau noch sehr jung, aber ohne das Gesicht zu sehen konnte er das nicht beurteilen. Aber er beschloss einmal zu der Frau zu gehen und sie anzusprechen, was sie denn hier mache.
Als der Fürst auf die Frau zukam, schrak diese hoch, doch bevor sie gehen konnte oder gar eine Waffe ziehen, blieb er stehen. Er wollte der Frau ja keine Angst machen.
Seid gegrüßt, darf ich fragen was ihr auf dem Kasernengelände macht, ich habe euch hier noch nie gesehen!
19.08.2003, 16:47 #394
Xalvina
Beiträge: 1.273

Xalvina hatte nicht damit gerechnet, dass der Mann, denn sie bei seinen Schwertübungen beobachtet hatte, sie registriert und ansprach. Meist übersahen die Menschen sie, sodass auch hier die Dame gerechnet hatte, dass es ähnlich verlaufen wäre. Aber anscheinend spielte das Schicksal ihr einen Streich.
Sie bemerkte, dass sie in Augen anderer nicht besonders wohl und ordentlich gekleidet war, aber es war deren Sache, als was die Menschen Xalvina ansahen.

Der Mann schien vom Leben gekennzeichnet sein, sie sah es aus seinen Augen und seinem Gesicht heraus an. Seine Art und seine Stimme machten ihn zu einem Fremden wie jedermann aber gewiss nicht wie der einen normalen Stadtmiliz, denn dann nach sah er nicht aus.

Sie verdrehte leicht den Kopf als sie sanft einen Schritt zurück trat und war überrascht für seine Freundlichkeit gegenüber ihr, da die letzte freundliche Auseinandersetzung schon etwas länger her ward, als es heute Xalvina lieb ist. Doch sie wollte ihn nicht lang warten lassen und antwortete mit einer etwas freundlichen Stimme, die zwar kühl und kalt klang, aber gewiss nicht den Eindruck machte, als sei sie immer missgelaunt oder garstig.


Ich habe euch beobachtet mein Herr. Ihr seid wahrhaftig ein Kämpfer zu sein. Allerdings seit ihr nicht immer hier, denn auch ich habe euch noch nicht an manch Sonnentagen auf diesem Platz vorgefunden.

Ihr Gesicht war vom Schatten verdeckt und ihre Umrisse waren daher nur schlecht zu erkennen, aber es war es wenig von Bedeutung.
19.08.2003, 17:04 #395
Heimdallr
Beiträge: 12.421

Der Fürst hatte die Stimme vernommen, sie klang genau so, wie er sich das vorgestellt hatte, woher kannte er das nur, irgendwie....ja, das erinnerte ihn an...nein doch nicht, nun ja, nach kurzer Verwunderung ging er etwas näher zu der Frau, noch immer konnte er ihr Gesicht nicht sehen, da sie den Kopf immer noch gebeugt hielt und der Schatten sein übriges tat, doch er wollte das Gesicht sehen und deswegen kniete er nieder und nahm vorsichtig den Kopf der Frau und hielt ihn nach oben.
Zuerst hatte sich die Frau, oder doch eher das Mädchen erschreckt, aber dann schien sie zu merken, dass er nichts böses wollte, denn sonst hätte er schon längst einen Dolch in der Hand, bzw. der Kehle von ihr gehabt. Das Gesicht war jung, faltenfrei, kein Zweifel, sie war niemals älter als 25.
Dann überlegter er was er denn machen sollte, er kannte sie schließlich nicht und wollte ihr auch nicht zu nahe treten, doch die Frage nach dem Namen schien ihn nicht zu persönlich zu sein.
Long ließ weiter auf sich warten, wahrscheinlich dauerte es bei ihm wieder länger, naja ihm war's Recht, seine neue Bekanntschaft interessierte ihn mehr. Vorallem was sie sagte war interessant. Nach der Aussage war sie schon länger hier gewesen, doch irgendwie konnte er das nicht glauben, er hatte lange in Khorinis gelebt, kannte fast jeden, sie wäre ihm aufgefallen, vorallem auf dem Marktplatz.

Ihr seid nicht von hier, stimmts. Ach übrigens, wie ist denn eigentlich euer Name. Darf ich mich vorstellen, Fürst Pergamo.

Er schaute dem Mädchen weiterhin in die Augen, er war gespannt, was sie antworten würde, denn er war sich nun immer sicherer, dass sie nicht von hier war.
19.08.2003, 17:12 #396
Kommander-Kater
Beiträge: 92

Nanie konnte nun schon über den Baumkronen, die wehenden Flaggen der Stadt sehen. Er ging weiter. Ein kühler Wind welcher wie fast immer von mehr Aufzog wehte in sein Gesicht. Sein kurzes braunes Haar wurde ein bisschen nach hinten gekämt. Er hörte die Vögel zwitschern, die in den Baumkronen saßen. Nanie war nun fast an den Toren angekommen, als er merkte das etwas fehlte. Er blieb stehn und dachte nach. Er packte an seinen Gürtel, der war noch dran. Sein Lederbeutel in dem nicht einmal 30 Münzen klimperten war ebenso noch Ort und Stelle. Er dachte noch mal ganz angestrengt nach. Dann viel ihm ein was nichtmehr so war wie vor kurzem. Er bekleidete sich nicht mehr mit der luftigen Bürgerkleidung, sondern mit einer Rüstung. Denn wenn der Wind wehte, flatterten die Ärmel immer in der Luft und bließen sich auf. Doch die maßgeschneiderte Rüstung ließ das nicht zu. Nur die Haare vom Wolfsfell wiegten sich ein bisschen im den Windböhen. Nun ging er an den Stadtwachen mit einem grimmigen Blick vorbei. Er konnte diese nicht ausstehen, was auch so seine Gründe hatte. Besonders das sie ihm das Geschäft in der Stadt erschwerten. Nun ging der Ex-Sträfling über den Marktplatz und bald gelangte er zur Herberge, wo seine Freunde noch verweilten, falls sie nicht wo anders hin aufgebrochen sind...
19.08.2003, 17:15 #397
Tyrian
Beiträge: 8

Tyrian trat aus dem Hotel heraus und schlenderte die Straße entlang. Als er sich so umschaute, fiel ihm ein seltsam aussehender Mann der auf dem Kasernengelände stand und mit einer jungen Frau sprach, ins Auge. Er sah anders aus als die Stadtbewohner und er trug eine seltsame Rüstung, die anscheinend schon viele Kämpfe und Strapazen mitgemacht hatte. Aber schon nach einigen Sekunden ging Tyrian ohne noch länger daran zu denken weiter. Er hatte Durst, und auch wenn es nicht mehr so heiß wie am Mittag war, er spürte immernoch die Wärme. Schon seit der Ankunft hatte er den Bierstand am Ende der Straße bemerkt, und jetzt schien die richtige Gelegenheit zu sein, sich mal ein schönes, kühles Bier zu gönnen. Zugegeben, kühl schien es nicht mehr zu sein, denn die Krüge standen ja anscheinend schon länger hier in der Hitze. Tyrian holte schon mal seinen Geldbeutel heraus, der sich unangenehm leer anfühlte. 40 Goldmünzen wahren es immerhin, für ein Bier sollte das allemal reichen. Umso erleichterter war er dann, als er hörte, dass das Bier an diesem Stand ebenfalls kostenlos sei. Und so nahm sich Tyrian ein Bier und setze sich auf eine im Schatten gelegene Bank und nippte genüsslich an dem Bierkrug.
19.08.2003, 17:38 #398
Xalvina
Beiträge: 1.273

Erstaunt über sein Verhalten blickte sie mit einer Grazie zu ihm herab, der sich bemühte, ihr Gesicht zu erkennen. Warum tat ein Mann seiner Art so etwas? Was war an ihrem erbärmlichen Zustand oder ihrem Gesicht so einzigartiges, dass es den ihr unbekannten Fremden veranlasste, aus seiner Stellung zu gehen um ihr Gesicht erblicken und in ihre Augen sehen zu können?
Das verwirrte selbst die sonst nicht aus der Fassung zu bringende Xalvina, die daher eine Geste machte und ihre Kapuze abzog, sodass ihre langen schwarzen Haare herunterfielen fast den Boden erreichten. Ihre Hautfarbe war gebräunt aber es vermittelte anderen einen fremdartigen Eindruck, den Xalvina stammte wie der Fremde es bereits erkannte, nicht wirklich von Korinis.

Sie nickte nur leicht, wobei ihre Haare sich im leichtem Wind wie eine Feder bewegten.


Meine Herkunft gilt einer fremden Welt Myrthanas, so weit fort von Korinis, dass sie für viele Lebenden niemals erreichbar sein wird. Ich habe dieses Land nicht freiwillig ersucht aber ich kenne meine Gründe nicht mehr, die mich auf diese Insel verschlugen. Es ist ein Fügung des Schicksals, dass entschied mich hierher zu schicken.

Sie ging in die Hocke um ihn ebenfalls besser in die Augen sehen zu können, sodass sie in gleicher Höhe schauen konnten. Dabei fiel ihr Haar zu einem Bund auf den kalten Steinboden.

Ich habe viele Namen mein Herr. Dunkle Frau, Rabenmutter, Unheilige Schwester. Sogar bei den Orks besitze ich schon ein Gesicht,
aber nennt mich Xalvina, dem Spiegelbild - so wie die Magier mich nennen.

Vielleicht machte Xalvina jetzt einen etwas schauderhaften mysteriösen Eindruck, aber das sollte so sein, denn anders kannten die Menschen sie nicht und ihr Ruf haftete wie ein Klebeband an ihr. Aber sie wollte dem Mann die Fragen beantworten, welche er ihr stellte, auch wenn sie nicht ganz eindeutig waren.
19.08.2003, 17:58 #399
Heimdallr
Beiträge: 12.421

Das Mädchen faszinierte ihn, sie hatte etwas das er nicht kannte, vielleicht lag es daran, dass sie, wie selber sagte, aus einem fernen Land sei, auf jeden Fall nicht aus Khorinis, dass hatte er sofort gemerkt und doch Recht gehabt. Als sie ihre Kapuze abzog sah man erst die ganze Haarpracht des Mädchens, lange, tiefschwarze Haare, ein Jammer, dass sie es unter einer häßlichen Kapuze verbarg, das erinnerte ihn sehr stark an Fatalis, den er ja heute erst wieder getroffen hatte, auch der war so ein Vogel, tief eingehüllt, nichts vom Gesicht zu sehen.
So sah sie wirklich viel schöner aus und so machte es auch noch mehr Freude sich mit ihr zu unterhalten.
Die Namen die sie dann aber nannte, waren ein Gegenbild von der bisherigen Meinung, die er bis jetzt von ihr hatte. Die Namen waren erst wenige Sekunden gesprochen, da musste er an einen Diener Beliars denken und wenn das Mädchen tatsächlich mit Orks zu tun hatte, dann war dies mehr als bedenklich. Er als Diener Innos konnte es nicht glauben, aber noch war ja nichts klar.
Er musste kurz schlucken, doch dann schaute er ihr wieder tief in die Augen, er wollte nicht glauben, dass dieses hübsche Ding Beliar diente, das konnte nicht sein, auch wenn die Aufwartung durchaus dafür gesprochen hätte, aber er lehnte die Denkweise ab.

Und wenn schon, lasst die Menschen doch sprechen wie sie wollen, Xalvina ist ein viel schönerer Name als zum Beispiel Rabenmutter, findet ihr nicht? Aber bei dem Namen, habt ihr etwa Kinder, oder ist das nur eine Redewendung von Leuten, die euch nicht wohl gesinnt sind?
Wenn ihr mir das nicht verraten wollt, dann müsst ihr das nicht.
Aber lasst uns doch etwas gehen, ich würde euch gerne zum Abendmahl einladen, leider ist Coragons Kneipe zerstört worden, Kardiffs Kneipe ist dreckig und voll. Ich würde vorschlagen ich kaufe etwas am Marktplatz und wir gehen dann in die "Tote Harpyie". Was meint ihr?
19.08.2003, 18:21 #400
Xalvina
Beiträge: 1.273

Der Fürst Pergamo wollte sie zum Essen einladen? Zunächst glaubte sie sich verhört zu haben, aber wenn er mit ihr wirklich den Abend in einer Gaststätte zu Tisch mochte, konnte es ihr hungriger Magen nicht abschlagen. Eine Mahlzeit zu Tisch wie ein feiner Bürger - das würde diesen Tag gewiss zu einem Besonderen Ereignis machen, den sie in den nächsten Mondperioden nicht vergessen würde.
Ihr Mantel rutschte leicht zu ihren Ellebogen herab, sodass man schnell ihre zerbrechliche zierende Form ihres Körpers erblicken konnte, aber trotzdem wusste man, dass auch sie vom Leben gekennzeichnet wurde, wenn sie von Orks und Bösen Anschuldigungen sprach.


Ich besitze weder Reichtümer noch Geld um mir ein Abendmahl zu gönnen, verzeiht mir mein Herr wenn ich durch Geldmangel nichts leisten kann, aber ich begleite euch gern, wenn dies euer Wille ist.
Ich besitze keine Kinder, denn es ist mir nicht vergönnt ein Leben in Frieden zu verbringen, denn meine Vergangenheit ist von Niederlagen und Strapazen geprägt. So bin ich doch ein Spielball des allgemeinen Volkes, die meine Art und Dasein ächten und meine Aktivitäten in Frage stellen. Ihr seid ein Gläubiger Innos, so wollt ihr etwa mit einer Tochter Beliars verkehren? Ich warne euch vom Spott der Gesellschaft.

Doch werde ich euere Fragen jederzeit beantworten, denn ich scheue nicht meine Identität zu verbergen, so wie ich den Tod nicht fürchte.

Sie ließ kurz eine kleine Pause sodass sie ausatmete und sich erhob als wäre nichts gewesen. Dabei strich sie wieder ihre Haare aus dem Gesicht und lächelte ein wenig. Ihre Stimme, die eben hart und kühl geklungen hatte, wurde wieder sanfter und freundlicher.

Ich bin Barde, ich singe und musiziere und wenn ihr nichts dagegen habt werde ich mich nicht scheuen am Abend meinen Publikum und euch miteingeschlossen etwas vorzuspielen.
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