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Im Minental # 5
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20.12.2003, 21:11 #226
Redsonja
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In die Nacht hinein horchend bewegte sich Redsonja sachte durch das Tal. Sie sog die eisige Luft durch die Nase ein und blies wieder dicke Nebelschwaden aus. Die Idee war wirklich ausserordentlich gut gewesen. Ach suchen wir doch einfach mal schnell unseren Lehrmeister hier im Minental. Er wird mich bestimmt am Eingang erwarten. Jetzt war die Banditin aber schon mal hier und konnte bloss auf ihr Glück setzen.
Als ihr Optimismus Redsonja schon beinahe verliess und sie sich schon mit einem Eiszapfen anfreunden wollte tauchte unverhofft eine Gestalt auf einem Felsen mit einem Buch in der Hand auf. "Angroth?" Fragte die Banditin ziemlich unsicher.
20.12.2003, 21:23 #227
Angroth
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Der hohe Söldner sah auf, sah eine junge Frau auf sich zukommen, gekleidet wie jemand vom Hofe der Söldner, doch zweifelsohne eine Frau.
Langsam fragte er sich, wie er in den letzten Monden so anziehungskräftig auf Frauen wirkte, all seine Schüler waren mit Ausnahme von Kaligulas Frauen gewesen. Nicht das ihn das stören würde, aber es war doch ein Punkt der ihm zu denken gab.
So schlug er das Buch zu, sprang von dem Stein und baute sich vor der Fremden auf.
"Wer seid ihr? Woher kennt ihr meinen Namen?"
Misstrauisch sah er sie an.
20.12.2003, 22:50 #228
Lewonarto
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Lewonarto saß in dem Zimmer in der Taverne und starrte aus dem Fenster. Der Sturm von Vorgestern hatte einige Schäden an den Gebäuden hinterlassen, doch keines war in seiner Funktion, also warmen Unterschlupf und Schutz bieten, eingeschränkt. Nachdem der gestrige Tag sehr neblicg gewesen war, konnte man heute sehr weit blicken. Der Bogenschüler hatte den heutigen Teg schon genutzt um seinem Ziel ein guter Bogenschütze zu werden ein bischen näher zu kommen. Sein Lehrmeister war heute verschwunden, er meinte er würde auf ein Schiff gehen, aber ganz hatte Lewonartos einfaches Gemüt das nicht aufnehmen können. Aber er dachte sich das er schon wieder kommen würde. Lewonartos magen knurrte und er holte sich etwas von den mitgenommen Sachen aus seinem Beutel um sich ein kleines Nachtmahl zu bereiten. Er gönnte sich ein Stück der Wurst auf einem großen Stück Brot. Nach dieser kleinen Mahlzeit. Legte er sich ins Bett um an der Matratze zu horchen.
20.12.2003, 23:09 #229
Sazabi
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„Drei Trunkenbolde“, berichtete Sazabi und schüttelte missbilligend den Kopf. „So abgerissen wie sie aussehen, sind es Banditen. Sie scheinen guter Laune zu sein und haben natürlich nichts besseres zu tun, als sich einen hinter die Binde zu kippen. Ausgerechnet inmitten von Orks und wilden Bestien. Schwachköpfe... Sie werden gleich merken, dass Drogen nur Unglück bringen. Im Rausch lassen sie sich mit etwas Magie sicher einschüchtern und dazu überreden, uns etwas Nahrung zu überlassen. Wir werden ihnen Beliars Macht demonstrieren.“ Mit einem, wie er hoffte, düster klingenden Kichern bedeutete der Magier seinem Bruder, ihm zu folgen.

Sie hatten nur wenige Schritte zu gehen, bis sie an den Waldrand gelangt waren. Durch ein dichtes Gebüsch konnten sie drei ärmlich gekleidete Gestalten beobachten, die um ein kleines Lagerfeuer saßen, eine Flasche herumgehen ließen und zotige Lieder von der Sorte, die erst ab 1,5 Promille lustig sind, grölten. Inachos warf seinem Bruder einen fragenden Blick zu, da ihm die Inhalte dieser gesanglichen Meisterleistungen offenbar völlig unverständlich waren. Sazabi seufzte. Er musste schnell handeln, sonst würde sein kleines Brüderlein noch herausfinden, dass die Sache mit den Blümchen und den Bienchen doch nicht ganz stimmte.
Kurzentschlossen murmelte er einen fremdartig klingenden Befehl und deutete dann auf den Boden vor ihm. Mit leisem Rascheln formte sich Staub zu feingliedrigen Beinen, zu Flügeln und zu einem stachelbewehrten Chitinpanzer. Perfekt! Der Magier bedachte sein Werk mit einem stolzen Blick, ehe er es in Richtung Lagerfeuer davonschwirren ließ.

Kaum war das Geschöpf im Feuerschein zu erkennen, sprang auch schon der erste Bandit mit einem Ausruf des Erstaunens auf. Im Halbdunkel konnte er unmöglich erkennen, dass diese Fliege im wahrsten Sinne des Wortes nur aus Haut und Knochen bestand, sonst hätte sch sein Erstaunen wohl schnell in Entsetzen gewandelt.. Seine Kameraden schienen deutlich mehr getrunken zu haben, sie blieben kichernd sitzen. Währenddessen traten die Brüder aus dem Schatten der Bäume. Gekleidet in schwarze Roben, die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen, hätten sie beinahe den von Sazabi erhofften bedrohlichen und magischen Eindruck erweckt. Leider hüpfte der Kleinere der beiden düsteren Gestalten auf und ab, wobei er mit sich überschlagender Stimme seinen Begleiter anfeuerte: „Du schaffst ihn, Saza, lass sie kurz nach links ausweichen, ja, genau, und jetzt stich, ja! Treffer! Ha, dem hast du es aber gezeigt!“ Das ruinierte die mystische Atmosphäre etwas, worüber der Größere auch sofort zu schimpfen begann:
„Wir hätten es fast geschafft, sie einfach durch bedrohliches Auftreten und einen beschworene Fliege zu vertreiben, aber nein, du musst natürlich alles kaputt machen. Wie immer, das war schon im Sandkasten so, als du jedes Mal auf meine Sandburg getreten bist, um zu untersuchen ob nicht eine seltene Pflanze darunter wächst. Ich halt es nicht mehr aus mit dir, elender Nichtsnutz! Ich frage mich wirklich, warum...Was deutest du jetzt schon wieder mit dem Finger dahin? Drei rennende Menschen, die aussehen wie die Kerle, die wir gerade überfallen wollten. Na und? Ist das etwas Ungewöhnliches im Minental? So, und jetzt lass mich weiterreden. Wie gesagt, schon im Sandkasten...“

Minuten später beendete Sazabi endlich seinen Monolog und wandte sich zum Feuer um. „Nanu? Wo sind die Halunken hin?“ Von den drei Trunkenbolden war nichts zu sehen. Von ihren Vorräten größtenteils ebenfalls nicht. Derjenige, der mit der Blutfliege gekämpft hatte, schien deren düsteres Geheimnis erkannt und seine Kameraden gewarnt zu haben. Es gab wohl kaum einen Banditen, der nicht in Angst und Schrecken vor den Schwarzmagiern (um genau zu sein: Vor ihren langweiligen Monologen und ihrer Besserwisserei)in Angst und Schrecken lebte. Also hatten sie ihr Heil in der Flucht gesucht.
Alles, was zurückblieb, waren zwei Schwarzmagier, von denen der Größere leicht verlegen schien, einige Essensreste, Flaschen und ein großes weißes Ei, unweit des Feuers.
20.12.2003, 23:20 #230
Redsonja
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Redsonja lachte Angroth an. Sie war so glücklich ihn doch noch kurz vor dem erfrieren gefunden zu haben. "Mein Exlehrmeister, ich weiss nicht wie gut du ihn kennst, Tuan, hat mich geschickt." Der Drachenjäger schien sogleich zu verstehen, dass Redsonja ihre Ausbildung nun bei ihm fortsetzen wollte, dazu bedrufte es gar keiner langen Erklärungen mehr, worüber die Banditin sehr froh war. Schliesslich konnte sie vor Müdigkeit kaum noch stehen. So beschlossen sie auch erst morgen mit den ersten Uebungen zu beginnen und sprachen stattdessen noch etwas miteinander. Lehrer und Schülerin lernten sich dadurch wenigstens noch etwas kennen.
Angroth schnitt bei der Berurteilung der Banditin eigentlich ziemlich gut ab. Zumindest der erste Eindruck. War das ne Eigenschaft, die Lehrmeister hatten?
20.12.2003, 23:28 #231
Kaligulas
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Kaligulas war ins üben vertieft...Angroth hatte ihm schon den ein oder anderen Kniff gezeigt mit denen es um einiges leichter war mit dem Schweren Einhänder umzugehen... Kalle war so sehr ins üben Vertieft , das er nicht bemerkte wie sein Lehrmeister anfing zu lesen. Erst als der Name Angroth gerufen wurde schreckten die Beiden auf. Irgendwie hatt Kaligulas diese Stimme irgendwo schoneinmal gehört... Er folgte seinem Lehrmeister unauffällig. Es dauerte eine kurze weile bis der Schmied Angroth getroffen hatte...Er unterhielt sich mit einer jungen Frau, die Angroth scheinbar kannte...irgendwo hatte Kalle sie auch schonmal getroffen...er wusste nur nicht genau wo.
21.12.2003, 17:11 #232
Redsonja
Beiträge: 395

Es war bitterkalt und Redsonja zitterte am ganzen Körper. Schlotternd zog sie ihren Umhang noch etwas enger und wickelte sich darin ein. In dieser Position verharrte sie einige Minuten, bevor sie sich endlich durchrang einige Aeste zu sammeln. Mit völlig steifen Fingern öffnete sie das kleine Beutelchen mit dem Zunder und legte trockene Birkenrinden unter etwas Kleinholz. Soblad diese zu glimmen begannen bliess sie ganz sachte hinein, sodass sich langsam kleine Falmmen zu bilden begannen, die sich durch die Kälte wanden und das Kleinholz verschlangen. Langsam entzündeten sich auch die grösseren Aeste und Rauch brannte der Banditin in den Augen. Sie setzte sich trotzdem in der Nähe das Feuers hin und wärmte ihre Hände. Wie sollte sie auch halb erfrohren irgendwelche Uebungen mit dem Schwert machen. Eine wohlige Wärme breitete sich zumindest in der dem Feuer zugewandten Seite ihres Körpers aus. Jetzt wartete sie nur noch darauf, dass ihr Lehrmeister und der andere Schüler auftauchten. Wobei ehrlich gesagt hatte sie es noch gar nicht so eilig wieder vom wärmenden Feuer zu entfernen.
21.12.2003, 19:51 #233
Lewonarto
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Ein eisiger Wind ließ Lewonartos Gliedmaßen eine bläuliche Verfärbung annehmen. Seine Finger waren recht seif gefroren und umklammerten seinen Bogen den er so liebevoll „Bogen“ genannt hatte. Er hatte sich auf einen der kahlen kalten Felsen gesetzt, die den Übungsplatz zu zwei Seiten begrenzten. Eine spitze Kante störte in an seinem Steißbein und er rutsche ein Stück weiter. Doch das war ein Fehler. Denn nun war er in einer Vertiefung im Stein gelandet in der sich gefrorener Schnee gesammelt hatte. Nun hatte er einen durchnässten Hintern. Nun musste er ins Gasthaus um etwas zu trocknen. Er schlich zu den ersten Hütten. Als er dort angekommen war schob er seinen tropfenden Hintern an der Holzwand vorbei, um ja von keinem der Söldner und Drachenjäger gesehen zu werden. Als das Ende der Hüttenwand erreicht war, sprintete er hinüber zur nächsten Hütte, während er eine Spur von Wassertropfen hinter sich herzog. In diesem Moment verließ ein Drachenjäger seine Hütte. Wahrscheinlich um draußen vor der Palisade Snapper oder ähnliches Getier zu jagen. Lewonarto drückte sich schnell wieder an die Wand der Hütte und lächelte den Drachenjäger verlegen an.

Oh Hallo! Dich kenn ich noch gar nicht! Neu hier?

Oh mein Gott! Jetzt will der mit mir reden

Äh… ja auch Hallo! Ich bin seid ein paar Tagen hier!

Tropf, tropf, tropf machte das herunter tropfende Wasser, das heruntertropfte.

Und wo schläfst du?

Tropf, tropf, tropf….

Äh ja wo schlaf ich… Äh natürlich weiß ich wo ich schlefe… ich schlofe äh… schluf… schlafe in dem Gasthaus!


Ach! Ist das nicht teuer?

Doch und deshalb muss ich jetzt schnell los damit sich das lohnt.


Denn tropfend nassen hintern an die Wand gedrückt schob sich Lewonarto weiter Richtung Wirtsstube.

Aaaauuuuuaaa! Verdammt! Ein Splitter!

Nun hatte Lewonarto auch noch einen Splitter in seinem Hintern stecken. Jetzt war es ihm genug und er rannte ohne Beachtung irgendwelcher sich-lustig-machender Lees zur Taverne.

Als er alles getrocknet hatte ging er nicht mehr trainieren da er haute schon den ganzen Tag trainiert hatte und er sich nicht mit einem Splitter in seinem Allerwertesten auf einen blöden Pfeil konzentrieren konnte.
21.12.2003, 21:11 #234
Redsonja
Beiträge: 395

Das Feuer knisterte leise vor sich hin, die Flammen verschlangen das Holz und erhellten die nähere Umgebung. Leise Schatten tanzten ringsum. Die anderen beiden streiften wohl irgendwo durch die Gegend und Redsonja sass alleine im Schein des Feuers. Sachte erhob sie sich und zog Shadowsong, streckte ihn waagrecht von sich und durchschnitt die Luft mit schnellen Bewegungen. Plötzlich schlug Metall auf Metall. Redsonja war überrascht, doch nicht völlig aus der Fassung gebracht. Angroth setzte gleich zum Angriff an. Er forderte die Banditin heraus. Sie beliessen es jedoch bei einem kurzen Schlagabtausch, dann hatte er sich wohl das erste Bild ihrer bereits erworbenen Fertigkeiten gemacht und Redsonja konnte sich dem noch unbekannten Mitschüler mal noch vorstellen.
21.12.2003, 23:25 #235
Kaligulas
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Kaligulas hatte sich das kleine Duell zwischen Angroth und seiner neuen "Mitschülerin" interressiert angeschaut... Die junge Frau konnte schon recht passabel mit dem Schwert umgehen aber das konnte der Schmied auch. Kalle lehnte sich im Gedanken an Bily verlohren zurück und betrachtete die Sterne wie sie funkelten...
Wie weit mochten diese Himmelslichter wohl entfernt sein?Der Schmied wusste es nicht...,,Wie es Billy und Dragonia wohl im moment ergeht? Dragonia steht ohl mal wieder bis zum hals in kleineren Problemen aber die wird sie schon alleine schaffen...allerdings Bily..."
Dachte der Schmied und schien am warmen Feuer eingenickt zu sein denn er hatte nicht bemerkt wie seine Mitschülerin plötzlich vor seinen Füßen stand und ihm die Hand entgegen hielt...,,Hallo wir haben uns noch nicht vorgestellt , ich bin Redsonja und du?" Kalle nahm ihre Hand und zog sich daran hoch bis er ebenfalls stand. Merkwürdig, wenn er stand wirkte sie nich ansatzweise so groß... Kaligulas verfluchte leise seine Augen, die nicht sonderlich viel sehen konnten ,,Ich bin Kaligulas, Aber meine Freunde nannten mich immer Kalle also schs dir aus..." Kaligulas nahm nochmals ihre Hand und schüttelte selbige.
22.12.2003, 16:21 #236
Angroth
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Ein wenig abseits vom Feuer hatte sich der Lehrmeister niedergelassen, er brauchte das Feuer nicht um sich warmzuhalten. Gewiss war ihm kalt, doch er hatte gelernt diesem Gefühl zu trotzen und sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Still beobachtete er seine Schüler, die sich am Feuer wärmten. Die Frau, Sonja, sie hatte schon einige kämpferische Fähigkeiten, war auch jederzeit bereit sich zu verteidigen wie er anerkennend feststellen durfte.
Kaligulas war ebenfalls nicht von schlechten Eltern, sie beide schienen ungefähr gleichauf.
Als sie sich einander bekanntgemacht hatten nun sstand der hohe Söldner auf und schritt langsam auf beide zu, sah sie im Feuerschein an. Schneeflocken fielen herab, zuerst wenige von ihnen, dann mehr und mehr, bis das es schwer wurde mehr als dreißig Schritt weit zu sehen.
Die beklemmende Kälte nahm zu, kroch durch die kleinsten Ritze und ließ alles was noch Wärme hatte langsam in die Knie vor der Unbarmherzigkeit ihrer Macht gehen. Zeit, sich mit einigem Kampftraining aufzuwärmen um nicht nachgeben zu müssen.
Noch waren seine Schüler nicht stark genug für eine Art der Übung, die dem Meister gerade in den Sinn gekommen war, doch die Zeit jener sinnvollen Fertigung würde noch kommen.
"Gut, nun wenden wir uns dem Halt der Waffe zu. Früher habt ihr gelernt, sie in einer Hand zu halten, wahrscheinlich die Klingenspitze obenauf und parallel zum Körper. Es wird nun ein wenig anders gehalten."
Sprach´s und senkte das Schwert von der ersten in die nächste Position, hinter den Körper und parallel zum Schienbein, die Schildschulter gesenkt und den Blick abwechselnd auf Sonja und dann auf Kaligulas gerichtet. Dann begann er eine kleinere Kombination, ließ die Waffe dabei auch zwischen den Händen wandern und fügte einige Drehungen und Finten ein. Rasch schnitt der dunkle Schatten durch die weiße Pracht, seine Füße hinterließen vergängliche Spuren in dem wachsenden Schneegestöber.
Er beendete seine kleine Übung mit dem traditionellen Gruß der Ruchká, die Waffe vor die Stirn gehalten, Augen geschlossen.
Nun wandte er sich herum, sah sie wieder an und vollführte die Übung noch einmal ganz langsam, auf dass seine Schritte und Schläge nachvollziehbar wurden.
Als auch dies getan war, steckte er sein Schwert weg, wischte sich einige Strähnen aus dem Gesicht und sprach: "Eure Waffen braucht ihr zunächst nicht. Sicher habt ihr nur auf meine Waffe geachtet, allerdings war das wichtigste an dieser Übung die Kunst der richtigen Schrittfolge. Wer jene nicht beherrscht, der wird nicht weit kommen und bald am kalten Boden der Tatsachen liegen, niedergestreckt von der Klinge des Feindes.
Steckt das Schwert fort und achtet auf meine Schritte, versucht sie nachzuvollziehen. Dazu könnt ihr die ungefähre Richtung der Schläge ahmen, allerdings ohne das schwere Schwert, sondern nur im Geiste."

Und so zeigte er beiden noch einmal seine Schrittfolge, wartete darauf, das seine Schüler sie versuchten.
22.12.2003, 22:15 #237
Redsonja
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Diese Uebung gefiel der Banditin. Es erinnerte sie an Tanzen. Etwas Eleganz anstelle das blinden drauflosprügelns schadete zudem keines Wegs. Bei Angroth schienen die Schritte von alleine zu passen und sie hatte noch ein schönes Stück Arbeit vor sich, doch das würde schon werden. Koordination, das Zusammenspielen des ganzen Körpers, Tuan hatte auch immer wieder betont, wie wichtig das sei. Schwert und Kämpfer mussten eins werden. Redsonja konnte sich mit dem zweiten Gedanken noch nicht anfreunden. Er war aus ihrer Sichtweise einfach übertrieben. Sie glaubte nicht daran, dass sie sich jemals mit einem Schwert vereinen konnte, doch sie liess sich immer wieder gerne eines Besseren belehren. Trotzdem geriet sie in eine richtige Euphorie und vergass die stechende Kälte um sich herum vollkommen. Zuerst versuchte sie Angroths Bewegungen zu kopieren, dann überliess sie das Kommando ganz ihrem Gefühl. Dabei atmete sie ruhig und gleichmässig ein und aus.
23.12.2003, 11:13 #238
Kaligulas
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Es sah aus als würde Angroth seinen Schülern das Tanzen beibringen.
Angroth, der die Übung perfekt beherrschte , Redsonja ,die ihren Lehrmeister grazil nachahmte und der tolpatschige Kaligulas der erst nach einigen Anläufen schaffte die Übung vernünftig zu machen.

,,Ich weiß ja das dies der Schwertbeherrschung dient, aber das es noch so schlimm wird...?" dachte sich der Schmied und vermisste sein Schwert in der Hand.
Die Drei standen dort im Schnee und übten...und übten...naja vielmehr übten Redsonja und Kalle. Angroth korrigierte nur zeitweilig die Bewegungen seiner Schüler...
Als es anfing zu Stürmen, bat Angroth die beiden mit in seine Hütte zu kommen. Dort würden sie sich ein wenig aufwärmen können. Erleichtert sahen sich die zwei Lehrlinge an, nicht das sie die Kälte gestört hätte...der Schnee war nur ein wenig unangenehm im Nacken...
Und so ginden die drei Gefährten im gänsemarsch in richtung Angroths Hütte. Angroth ging voran ,er kannte den Weg am besten , danach Redsonja und als Schlusslicht Kalle.
In der Hütte angekommen , wurde ersteinmal ein wärmendes Feuer entzündet und sie hingen ihre Sachen alle eersteinmal an irgendeinen Platz damit ja nichts verlohren ging. Danach machte Angroth mit ein wenig hilfe seiner Schüler eine heisse Suppe für alle und sie unterhielten sich bis spät in die Nacht...

Mitten in der Nacht wachte Kaligulas auf und war Schlagartig hellwach. Draussen stürmte es immernoch und das Feuer war schon fast heruntergebrannt. Er legte einige neue Holzscheite auf die verkohlten reste und bliess sachte in die Glut, die darauf sofort anfing zu leuchten wie die Lava eines vulkans und Funken sprühte. Im Raum wurde es allmählich etwas heller und Kaligulas konnte sich ein wenig umsehen... Angroth war zu Bett gegangen und Redsonja war vor dem Feuer eingeschlafen. Irgendwie sah sie Kaligulas' verblichener Liebe ähnlich. Kaligulas verwarf die alten Gedanken an die Vergangenheit sofort und suchte sein Gepäck. Als er es gefunden hatte machte er sich ersteinmal an die Pflege seiner Schwerter ,,Wenn du lange an deiner Waffe guttun willst pflege sie auch!" hatte Dragonia einal gesagt. An diese Worte hielt er sich nun...
23.12.2003, 13:52 #239
Kaligulas
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Am nächsten Morgen war Kaligulas schon früh wach. Die Sonne war noch lange nicht aufgegangen und so nahm er sich ene Fackel , seine Schwerter und begab sich nach Draussen um zu üben...
Der Sturm hatte sich beruhigt und nun lag draussen so hoch Schnee dass der Schmied probleme hatte vernünftig zu gehen...
Als er einen halbwegs schneefreien Platz gefunden hatte, fing er an zu üben...ganz in ruhe. Er steckte die Fackel in den Schnee und ging alle Übungen die er bisher gelernt hatte ob nun von Dragonia oder Angroth durch.
Als der Morgen graute ging er zurück in die Hütte, machte Frühstück für alle drei und weckte die anderen beiden...
23.12.2003, 21:25 #240
Redsonja
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Redsonja hatte genüsslich mit den anderen beiden gefrühstückt. Eine muntere Plauderei entschtand, dann brachte Angroth mit einem herausfordernden Training wieder ernst ins Leben der beiden Schüler. Ziemlich müde, aber zufrieden mit sich selbst verliess Redsonja das Haus des Lehrmeisters und trat ins Freie hinaus. Obwohl es schon tiefe Nacht war erhellte der Schnee die Landschaft. Am Himmelszelt leuchteten die Sterne um die Wette und eine dünne Mondsichel spendete ihr Licht. Der frische Pulverschnee wirbelte leicht auf, als die Banditin sich einen Weg durch die beinahe unberührte Schneedecke bahnte. So sanft und leise. Ein leichte rauschen war zu hören, sonst nichts. In diesem Augenblick schien die ganze Welt in Frieden und Eintracht zu sein.
Immer diese Illusionen. In jedem Moment konnte ein Ork hinter den Bäumen hervorstürmen und sich auf die junge Frau stürzen, ihr der Himmel auf den Kopf fallen... die Auswahl war gross, doch wer dachte bei einer Stimmung wie dieser an solche möglichen und unmöglichen Gefahren?
Die Banditin liess sich sachte auf den Rücken in den Schnee fallen, der sie weich einbettete. Zu ihrer Verwunderung war es nicht mal besonders kalt, dann schaute sie zu den Sternen hoch und verlohr sich in der Vorstellung zu ihnen hoch zu schweben. Frei wie ein Schmetterling über der Erde zu kreisen und auf alles hinab zusehen. Hier unten war sie so winzigklein und konnte nicht mal über das Tal hinaussehen. Doch trotz allen Gedanken genoss Redsonja die Stille und die Einsamkeit dieser Nacht.
24.12.2003, 00:53 #241
Kaligulas
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Kaligulas hatte nach diesem eh schon harten Tag noch weiter bis spät in die Nacht geübt und war ein wenig im Minental herumgekommen...Nun gin er mit schweren Schritten in richtung Angroths Hütte...der schwere Einhänder auf seinem Rücken schien mehr zu wiegen als ein Fass Komabier... Der Schmied musste darüber nachdenken dass er innerhalb der nächsten Tage wieder kurz zurück zum Hof musste... er hatte noch eine Bestellung auszuhändigen und sich zumindest noch einige seiner Lebensmittel mitzunehmen. "Pong" Kalle war so sehr im Gedanken verlohren gewesen, das er die Hütte komplett übersehen hatte und soeben gegen die Tür gelaufen war... Er hielt sich den Kopf und trat so leise es möglich war ein. Angroth schlief, aber Redsonja war nicht da ,,Sie wird sich schon selber zu helfen wissen..." Dachte sich Kalle , legte seine Waffen ab , hängte den Umhang zum trocknen auf und legte sich Schlafen...auf das der nächste Tag wieder Anstrengung mit sich brechen würde...
25.12.2003, 21:47 #242
Redsonja
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Heute hatte sie Redsonja frei genommen, war durch den frischen Schnee gewatet und hatte die Umgebung erkundet. Irgendwo zwischen Schnee und Eis konnte sie es jedoch doch nicht lassen noch einige lockere Übungen zu machen.
Gegen Abend kehrte sie jedoch wieder zur Hütte das Lehrmeisters zurück, da es draussen langsam eisig wurde und ihre Kleidung dem Winter noch nicht vortrefflich angepasst worden war. Eigentlich hatte sie sich in Khorinis bei ihrem letzten Besuch etwas kaufen wollen, doch war sie in arge Schwierigkeiten geraten, sodass sie die Stadt überstürzt hatte verlassen müssen. So blad würde sie sich nicht mehr in den Machtbereich der Garde wagen. Sie war sich sicher, dass sie von diesem Kano wiedererkannt werden würde und der hatte ihr Versprechen bestimmt noch nicht vergessen. Es war ja schon Wunder genug, dass sie noch lebte.
26.12.2003, 13:32 #243
Angroth
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Einige Tage waren vergangen, seit Angroth seinen Schülern das letzte Mal genauere Anweisungen für ihren Werdegang auf den Weg gegeben hatte, dem wollte er nun eine neue hinzufügen und die wachsende ratlosigkeit fortfegen. Alle waren sie schon wach, jedoch getrauten sich Sonja und Kaligulas nur selten hinaus in die Kälte. Auch dies sollte sich ändern, denn wenn ein meisterlicher Krieger schon vor der Kälte des Winters in die Knie ging, dann besaß er keine große Überlebenschance draußen in der wirklichen Welt.
Also erhob der Lehrmeister sich von seinem Bett und schlug die Tür auf, ließ den Winter ein. Eine Schneewehe nutzte ihre Gelegenheit, in das Haus zu dringen und stürmte hinein, bedeckte alles mit ihrer glänzend weißen Pracht; nur um kurz darauf zu schrumpfen, selbst in die Knie gezwungen von der Wärme des Kaminfeuers.
"Lang genug haben wir uns ablenken lassen vom Winterschnee, es ist an der Zeit das wir unsere Übungen fortführen." er sah Sonja an, die allem Anschein nach von der Kälte doch ein wenig zu stark beeinträchtigt wurde. So erbarmte er sich, warf ihr sein Schlaffell zu und sprach: "Hier, zieh das über."
Dann trat er voran hinaus, atmete die klare Luft ein, die ihm Tränen in die Augen trieb. Als seine beiden Schüler sich auch endlich hinausgewagt hatten, erklärte ihr Lehrmeister ihnen das Tagwerk: "Zunächst werden wir einige Zeit laufen, nach Möglichkeit zweimal um das Tal herum." er hörte ungläubiges Stöhnen und musste grinsen, "Danach werden wir noch einmal unsere Schrittkünste verbessern. Wer von euch das Gefühl hatte, ans Tanzen erinnert zu werden, dem kann ich nur gratulieren. Wahrlich gibt es eine enge Verbindung der Kampfkunst und des Tanzens, beide Künste streben nach Perfektion, beide Künste sind der Inbegriff von Eleganz. Wenn ihr euer Schwert beherrscht, dann beherrscht ihr die Kunst des Klingentanzes. Eure Waffe ist euer Leben im Kampf, macht euch mit ihr vertraut. Lernt das Schwert kennen, jedes reagiert anders in verschiedenen Situationen. Ihr habt keinen größeren Verbündeten im Kampf als euer Schwert, ihr müsst euch darauf verlassen können, dann wird es euch auch nicht enttäuschen. Und nun ab!"
So wandte er sich herum und lief den Hügel der Befestigung hinab ins Tal, seinen Körper zu ertüchtigen.
27.12.2003, 00:08 #244
Kaligulas
Beiträge: 1.076

Nach dem Laufen war Kalle so geschafft das er ersteinmal eine Weile verschnaufen musste...Sonja ging es scheinbar nicht anders, allerdings musste sie weniger verschnaufen , da sie nur ihr relativ leuichtes Schwert mit sich führte. Kaligulas hingegen hatte sein Kurzschwert am oberschenkel festgeschnallt und zusätzlich noch seinen schweren Einhänder auf dem Rücken... Angroth im gegensatz zu den Beiden schien den Lauf wie einen Spatziergang weggesteckt zu haben...er war nicht erschöpft, ganz im gegenteil er sien eher erfrischt zu sein...Der Schmied versuchte sich sein erstaunen nich anmerken zu lassen und machte die weiter folgenden Übungen mit...auch wenn sie nicht leicht waren aber was nicht umbringt macht einen härter...
27.12.2003, 18:28 #245
Zloin
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Zloin hatte es endlich geschafft. Vor ihm ragte steil der Berg hinauf. Es war der graue und trostlose Berg der Harpyien. Angeblich hauste auch der Felsendrache. Dieses Gerücht wollte Zloin aber wieder schnell vergessen, da er sonst wohl schreiend davon rennen würde.
Ab jetzt war wieder mal körperliche Aktivität angesagt. Er fasst den Stock, der jetzt wohl sein bester Freund war. Der Weg war schmal und nicht für Passanten ohne stählerne Nerven gemacht. Ein falscher Tritt und man fiel mehrere Meter nach unten. Wer das überlebte, war ein echter Glückspilz. Zloin war noch nie ein Glückspilz gewesen und so musste er doppelt aufpassen und schauen wo er hintratt.

Gekrächze war von oben zu hören. Die Harpyien etwarteten den Magier anscheinend schon. Welche Freunde und Gastfreundschaft. Wenn sie nur wüssten, was der Mensch im Schilde führte. Das Geheule liess Zloin das BLut in den Adern gefrieren und als er auf einem besser passierbaren Weg ankam pochte sein Herz wie wild. Ein Art Echse schaute grimmig zur Holzbrücke. Sie war mit einem roten Panzer ausgestattet und hatte ein Gesicht voller Stacheln und Schuppen. "Ein Diener der Drachen" murmmelte Zloin und versteckte sich hinter einem Felsen. Die Gestalt drehte sich um und zückte seinen Säbel. Hatte Zloin etwa wieder einmal laut gedacht? Er haute sich mit der Faust auf die Stirne. Er war ein Tollpatsch! Die Echse hatte keinen gewöhnlicher Säbel, Zloin hatte sowas noch nie gesehen. Er war vorne total rund. Die Klinge war viel grösser und schwerer als der Griff. Ein Wunder, dass dieses Biest seine Waffe überhaupt halten konnte.
Das Grunzen und Schnauben des Echsenmenschen kam immer näher. Was konnte Zloin nur tun? Er musste das Viech sofort ablenken und nahm einen grossen Steinbrocken und warf ihn in die entgegengesetze Richtung.
Die Echse drehte sich zuckartig um und ging in die Richtung, aus welcher der Aufschlag erklang.
Zeit zum verschwinden dachte Zloin und rannte was das Zeugs hielt. Bald hatte er die Brücke passiert und sass an die Wand. Er musste sich erstmal stärken. Er erwartete oben nicht gerade die Gastfreundschaft, wie er sie im Kastell immer hatte. Gott, vermisste er seine Freunde und sein Heim. Er war schon lange unterwegs, aber für das was er danach hatte, lohnte es sich allemal, hier den Kopf zu riskieren.

Zloin öffnete den Proviantsack und rock am Ziegenkäse. "Wurgh. Übel... übel. Das sowas überhaupt produziert wird und im Lavaturm angeboten wird. Eine Schande... tz" und warf den Käse über die Klippe in den tobenden Fluss, der vom uralten Turm Xardas' hinunter ins Meer führte.
Der Schwarzmagier blieb lieber noch bei seinem lieblings Wanderungsessen: dem einfachen, guten Apfel! Er stärkte und schmeckte gut.
27.12.2003, 18:59 #246
Angroth
Beiträge: 2.494

Ein weiterer Tag harten Trainings war vergangen, und vielleicht merkten seine Schüler es nicht, aber Kaligulas und Sonja wurden besser und besser, das spürte Angroth.
Das Lauftraining sollte sich zum festen Bestandteil der Lehrzeit wandeln, denn was nützte die beste Technik, wenn der Arm unter ihr ermüdete, der Atem nicht mehr fließen wollte? Zu gut wusste es der hohe Söldner. In dem langsam schmelzenden Schnee auf dem Sammelplatz des Lagers stand er, seinen Schüler hatte er bis jetzt kaum Beachtung geschenkt.
Die eigenen Techniken im Schwertkampf durften nicht einschlafen, darüber war sich der Schwertmeister im klaren, und so übte er sich selbst mit seinem Schwerte Glaubenshüter, das die letzte wirklich existierende Erinnerung an seine Zeit als Templer im Dienste des Schläfers mimte. Und doch wollte er die treue Waffe nicht aufgeben, war sie doch immer treu im Gefecht geblieben. Die Verbindung zwischen Hand und Griff war stark, die Klinge gehorchte dem Befehl des erfahrenen Kriegers.
Viele Fußspuren zierten den Boden in einem einzigartigen Muster des Todes dort wo Angroth entlanggewirbelt ward.
Da er mittlerweile auch seinen Körper immer besser beherrschte, fügte er in seine Kombinationen einige ungewöhnliche Bewegungen ein; und so flog er ein ums andere Mal kontrolliert durch die Luft, ein Sturm aus Stahl und Kraft, bevor er elegant wieder auf beiden Füßen landete nur um sogleich einige weitere tödliche Streiche zu führen. Immer schneller bewegte er sich, steigerte die Geschwindigkeit seiner Schläge unermüdlich, trieb sich immer härter an. Lange dauerte es, bis er seine Übung beendete und sich zu einer einzelnen Wache an das fröhlich knisternde Lagerfeuer stellte. Das Flackern der Flammen glitzerte bezaubernd auf dem kristallinen Schnee, ein unvergleichliches Bild.
Der Krieger atmete tief die kühle Luft ein, die alles in ihrem Griff hielt und seufzte dann, hing mit seinen Gedanken in fernen Gefilden und bei jenen, die er in sein einsam werdendes Herz geschlossen hatte.
27.12.2003, 19:41 #247
Kaligulas
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Die Übungen des Tages waren hart gewesen und die drei saßen nun am Feuer und liessen die ereignisse der letzten Tagen Revue passieren und ruhten sich derweil aus... Die beiden schüler hatten riesige Fortschritte gemacht so schien es zumindest, obwohl Kaligulas sich gegenüber Angroth immernoch mikrig vorkam. Sein Lehrmeister schien so erhaben und doch so erreichbar zu sein...Kalle phantasierte über seinen Lehrmeister und sein könnenals er langsam einschlief...
27.12.2003, 23:47 #248
Redsonja
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Die Banditin ärgerte sich. Eigentlich wäre genau das Laufen ihr Gebiet gewesen. Schliesslich war zu beginn ihres Aufenthalts hier auf der Insel laufen ihr halber Lebensinhalt gewesen und jedes Mal wenn sie Irgendetwas gequält hatte, dann hatte sie sich mit Laufen so lange geschunden, bis die Gedanken wenigstens für kurze Zeit der Ermüdung gewichen waren. Gestern hatte ihr jedoch das Atmen Mühe bereitet und sie war einfach nicht vom Fleck gekommen. Ihre Glieder schienen schwerer als Normalerweise gewesen zu sein.
Auf jeden Fall ärgerte sie ihre verhältnismässig magere Leistung. Doch immerhin hatte sie sich trotz allen Beschwerden durchgekämpft. Nach den Uebungen fühlte sich Redsonja jedoch um einiges matter als gewöhnlich und legte sich ziemlich bald schlafen. Mitten in der Nacht erwachte sie. Das Atmen viel ihr eher schwer. Sie setzte sich langsam auf und erhob sich von ihrer Nachtstätte. Sie suchter irgendeinen Kessel aus Angroths Sortiment, füllte ihn draussen mit Schnee und hängte ihn über das Feuer. Sich selbst platzierte sie neben der Feuerstelle. Von dort beobachtete sie, wie der Schnee langsam zu schmelzen begann, bis er ganz geschmolzen war. Irgendwann begann das Wasser auch zu brodeln, sodass Redsonja einige Kräuter hineinwerfen konnte. Kurze Zeit später nippte sie genüsslich an dem wohlschmeckenden Gebräu. Das heisse Getränk breitete eine wohltuenden Wärme in ihrem Körper aus. Etwas später versuchte die Banditin wieder zu ihren Träumen zurückzufinden. Sie hoffte bloss, dass sie sich nur eine unbedeutende Erkältung und nichts Ernsthafteres eingefangen hatte.
28.12.2003, 01:45 #249
Dark-Druid
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Dunkelheit hatte sich wie eine große Glocke über das Minental und die Welt davor gelegt, vom wolkenlosen Himmel leuchteten silbrig glänzende Punkte herab, die große, fahl schimmernde Sichel hing hoch am Firmament. Eine glitzernde Schicht aus kaltem Weiß verbarg den öden Boden und die kargen, kahlen Äste der blattlosen Bäume, der Schnee hatte sein wallendes, geschwungenes Gewand darüber ausgebreitet.

Eine Gruppe, bestehend aus vier Leuten, schälte sich, im Schein einer brennenden Fackel, aus den nächtlichen Schatten, Rüstungen und Mäntel eng um den Körper geschlungen, suchend, sich vor der kriechenden Kälte zu schützen. Nur wenn man genau hinsah, entdeckte man die kräftige Gestalt, die, einen schwarzen, weiten Mantel tragend, beständig und beinahe lautlos einige Schritte vor den vier übrigen Menschen herschritt, die Hand an den Schwertknauf zu ihrer Linken gelegt. Schwarzes, langes Haar hing strähnig auf seine breiten Schultern herab, hüllte die markigen Gesichtszüge in einen immerwährenden, fast unnatürlich wirkenden Schatten. Die schmalen Lippen des Kriegers waren ausdruckslos, die einheitlich dunklen, scharfen Augen auf einen Punkt in der Ferne konzentriert.
Schwach zeichneten sich die schwarzen Konturen des Gebirges gegen den Himmel ab. Dort war ihr Ziel. Die Krone Erk’Hakras lag dort versteckt. Laut der Karte, die er von Gar’Margo erhalten hatte, war sie in einer Höhle, knapp unter dem Gipfel eines Berges, eingeschlossen worden und diese Höhle galt es nun zu suchen.

Plötzlich schnellte die behandschuhte Linke des Kämpfers nach oben, hieß den anderen anzuhalten. Misstrauisch blickte er sich um, die Augen zu engen Schlitzen zusammengekniffen. Leise schabend glitt Trauerschatten aus seinem ledernen Gewand, fand schließlich, die schwarze Klinge drohend erhoben, festen Halt in Druids Hand.

Völlig lautlos näherte er sich einem schneebedeckten Busch in der Ferne. Sofort fielen ihm die langgezogenen Robbspuren auf, die hier im Schnee zu finden waren, ein leises, kaum sichtbares Lächeln stahl sich auf seine blassen Lippen.
Mit einem Mal schnellte seine Hand nach unten, ein dumpfer Aufschlag ertönte aus dem dichten Gestrüpp des Gewächses.
Ein gut gebauter Mann kam zum Vorschein, als Druid ihn packte und am Kragen in die Höhe zog, ein dünner Blutfaden lief aus seinem Mundwinkel. Drohend schmiegte sich der schwarze Stahl der Klinge an seinen Hals.
„Was treibt Ihr hier?!“, hallten die Worte des Bemantelten durch den ruhigen Wald...
28.12.2003, 02:21 #250
Marquez
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»GANZ RUHIG!«, schrie Marquez den Mann, panisch mit den Beinen strampelnd, an. Aus der Entfernung hatte dieser Muskelberg, der ihn da am Kragen hatte, nicht mal halb so muskelbergig ausgesehen, doch jetzt ließ er ihn einfach mal so am ausgestreckten Arme verhungern – und das, obwohl er nicht einmal größer war.
»Ganz ruhig, ich bin unbewaffnet!«, fuhr er nach einigen vergeblichen Versuchen, den Fängen seines Gegenübers zu entkommen, fort. »Das heißt... Augenblick bitte...« Ein schneller Griff zu seinem Gürtel folgte und noch im selben Moment sank dieser samt seinem Schwert zu Boden. »So, jetzt bin ich aber unbewaffnet. Du kannst mich also ohne Probleme wieder runterlassen, ok?«
Marquez lächelte den Mann unschuldig an, in der Hoffnung, er würde seiner Bitte nachkommen, doch als dieser nun begann, die Klinge ein wenig nachdrücklicher gegen den Hals des Banditen zu pressen, kehrte die Panik, die schon fast wieder verflogen war, schlagartig zurück.
»Hey! Ganz ruhig, verdammt!«, winselte er schon fast stimmlos vor Angst. »Ich will euch nichts tun. Sehe ich etwa gefährlich aus? Es gibt außerdem eine ganz einfache und simple Erklärung dafür: Ich habe euch auf dem Hof belau... äh, zufällig zugehört – hey, nicht so fest, ja? Also dachte ich mir mal, ich gehe euch nach und frage, ob mich einer von euch nicht in der Kunst der... Körperbeherrschung... ausbilden, äh... könnte?«
Der letzten Worte waren fast unhörbar und Marquez kniff nun mit einem letzten Stoßgebet die Augen zusammen.
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