World of Gothic Archiv > Rollenspiel
Das Sumpflager #21
Seite 7 von 17 « Erste 3  4  5  6  7  8  9  10  11 Letzte »
19.03.2004, 19:43 #151
RhS_Artifex
Beiträge: 1.331

Längst war der nächste Tag bereits aufgezogen und die Sonne erhellte mit ihren Strahlen das Pyramidental. Von der Ostwand her hörte man nun deutlich ein lautes Schaben und Kreischen, das nur von Sägen, die sich gerade durch meterdicke Balken, oder Stämme Holz fraßen, nebenher ertönten auch deutlich zu vernehmende Hammerschläge immer dann, wenn ein Hammer einen Nagel in harter Arbeit ins Holz getrieben hatte. All dieser Lärm führte dann schließlich dazu, dass ein gewisser Bewohner einer Hütte widerwillig geweckt wurde. Grunzend wälzte sich der Mann in seiner Pritsche hin und her und versuchte wieder einzuschlafen, doch der beständige Lärm verhinderte dies gekonnt, so dass ihm alsdann keine andere Wahl blieb, als vollends wach zu werden und dabei missmutig zu brummeln: "Kann ein ehrenwerter Diener des Schläfers denn nicht seine Ruhe haben ?!"
Da Artifex nun wach war, legte er seine Rüstng an und dachte an den vorigen Abend. Der Lehrmeister und der Schüler hatten gerade das Schleichen auf Marmor eingeübt und Artie war nun dabei Kain dabei zuzusehen, wie er sich alleine machte. Bisher machte er das doch recht zufriedenstellend. Nach einiger Zeit hatte Artie dann bemerkt, dass er müde wurde und sagte Kain daraufhin, dass er nun ins Bett gehen würde und dieser sollte es ihm gleichtun.
Als Artie dann mit dem Anlegen der Rüstung fertig war, verliess er die Hütte und begab sich zur Ostwand des Lagers, wo er bereits eine recht imposant wirkende Stegkonstruktion erblickte. Die Glühwürmchen von gestern nacht hatten aber eifrig gearbeitet, denn das Ergebnis bislang liess sich bereits sehen. Ohne sich von Fleck zu rühren stand Artifex also da und schaute den umherwuselnden Novizen, die doch glatt von stressi und Champ unterstützt wurden. Hier würde er auf seine Schüler warten, sollten diese sich dazu entscheiden sich bei ihm zu melden.
19.03.2004, 21:13 #152
Erzengel
Beiträge: 1.667

Er wusste nicht mehr, was er tun sollte, nachdem Artifex verschwunden war. Langsam zog er einen seiner letzten Stängel aus seiner Tasche und zog vorsichtig daran, während er ihn über die Flamme hielt. Sein länger gewordenes Haar hing ihm im Gesicht, in den Augen, er legte die Kippe beiseite und strich die widerspenstigen Haare fest auf dem Kopf nach hinten, bis zur letzten dunkelbraunen Strähne. Wie er es hasste, wie sie sich im Sommer Richtung Flachs färbten. Er liebte sie im Winter, wenn sie schwarz wie die Nacht waren. Der gerade mal noch halb so lange Krautstängel war eine Stufe hinuntergerollt. Inzwischen hatte er sich irgendwo auf den Vorplatz der Pyramide gesetzt. Viele Erinnerungen kamen auf... Vielleicht sollte er wieder in die Bruderschaft zurück... oder doch in den Zirkel, nur damit er sich an irgendwas orientieren konnte, etwas realem. Nein, eigentlich nur damit er mit jemanden reden konnte, dass sich jemand um ihn kümmerte... Er hasste es so allein zu sein...
Er hörte Grillen... zumindest glaubte er das, wahrscheinlich war es Einbildung... Auf jeden Fall war es Sehnsucht... Er wollte wieder zum Turm. Nein, ans Meer... an den Ozean, an den grauen Strand mit mildem Wetter und tosendem Wind und den leicht bewachsenen Dünen. Er wollte auch zum weißen Strand mit klarem Meer in der Sommerwärme. Wieder zog er kräftig an dem schon fast nur noch bis zu den Fingern reichenden Kippe. Er wollte am allermeisten in die Grasebenen mit den mineralhaltigen Seen und Geysiren... und den heißen Quellen, die ihn so sehr an seinen Turm erinnerten... die isolierte Insel im Nordwesten. Er hatte Necroel damals geschworen, sie würden alle gemeinsam dorthin fahren, wenn Shiva wieder bei ihnen sei... Shiva war tot... Necroel war tot... Ra und Kal auch... ... ...
Sollte er allein dorthin? Als letzter Akt... Zitternd griffen seine Finger nach dem nächsten Stängel. Und er schritt auf die Pyramide zu... bis er da stand, wo er all die Hochsommernächte gestanden hatte, wenn er konnte. Jeden Tag und wartete das er zurückkam, doch er kam nicht, dabei wusste er es ganz genau... Er wollte diesen Sommer nicht wieder einsam und verzweifelt mit Warten verbringen...
19.03.2004, 22:00 #153
Champ
Beiträge: 5.711

Jetzt reichte es aber. Er hatte den ganzen Tag damit verbracht, seinen Brüdern mit aller gebotenen Magie beizustehen. Inzwischen war er völlig erschöpft und konnte sich gut vorstellen, dass er bis ans Ende aller Tage keine Kraft mehr aufbringen konnte, noch einmal auch nur einen Funken von Magie zu erzeugen. Die einzige Magie, der er jetzt noch erliegen konnte, war der Schlaf.
Er winkte Stressi noch mal kurz zu, der inzwischen seine Entspannung mit Sumpfkraut gefunden hatte und teleportierte sich das Stück bis auf die Tempelspitze. Dann ging er langsam die Stufen hinunter und schlief nach langer Zeit mal wieder im Tempel.
19.03.2004, 22:11 #154
Sador der Wirt
Beiträge: 391

Der Tag hatte sich ganz gut angelassen. Anfangs hatte Sador ein paar sener Feuerlikörflaschen gegen jede Menge Sumpfkraut vertickt. So hatte sich ein reger Tauschhandel entwickelt. Die Novizen und Brüder waren ganz versessen auf den feurigen Schnaps.
Dafür kochte Sador nun mit wenig Zutaten und viel Sumpfkraut. Das war richtig kostensparend. Im Kopf überschlug er schon den finanziellen Vorteil, den ihm der Feuerlikör-Sumpfkraut-Tausch brachte. Vielleicht sollte man auch Bier damit strecken? Wäre dann so ne Art Sumpfkrautbier.
Sador war beinahe gut gelaunt und grummelte fast gar nicht, wenn ihm jemand ne Bestellung zurief, so sehr war er in Gedanken über diese vielfältigen Möglichkeiten, die das Kochen und Garen mitttels Sumpfkraut brachte. Wer weiß, eines Tages würde vielleicht auch in Sadors Lokal die Sumpfkrautkocherei Einzug halten. Er müßte nur noch billig an möglichst viel von dem Zeug kommen.
»Hey, du da...«, wisperte er einem Novizen zu. »Willst du dir ne goldene Nase verdienen?«
Doch der angesprochene Novize schaute nur mit einem Silberblick vage in Sadors Richtung.
»Ach, vergiss es.« Der Typ würde das Sumpfkraut wohl eher alles selber aufrauchen, anstatt es an Sador weiterzuverkaufen. So grübelte der Wirt weiter.
19.03.2004, 22:36 #155
stressi
Beiträge: 1.158

So ein kleines Bier zum Einschlafen wär ein guter Tagesabschluss.
Als Stressi in die Taverne trat, konnte er erst vor lauter Sumpfkrautrauch nix erkennen und dann machte er plötzlich große Augen.
"Was machst du denn hinter der Theke? Haste dir die Kneipe unter den Nagel gerissen?"
Stressi hatte Sador sofort erkannt. Er hatte oft genug in seiner hapyie gesessen und ne Menge Erz bei ihm gelassen als sie noch alle unter der Kuppel lebten.
Nach dem Kuppelcrash hatte er den alten Wirt ein bisschen aus den Augen verloren, ihn aber eben sofort wieder erkannt.
"Sador, hast du auch noch Amazonenbräu oder gibts das hier auch nicht mehr?"
19.03.2004, 22:50 #156
Sador der Wirt
Beiträge: 391

»Amazonenbräu? Das gibts schon lange nicht mehr. Ich wart ja immernoch, daß mir irgendein tapferer Recke das Rezept dafür bringt. Gefunden unter großen Gefahren und all das Zeug. Aber da kann ich wohl lange warten.«
Der Wirt wirkte aufgeräumt. »Kanns irgendwas anderes sein?« Doch ehe Stressi was sagen konnte, redete Sador schon wieder weiter. Der Sumpfkrautnebel hatte ganz eindeutig auch ihn benebelt. So redselig war er doch sonst nie. »Ob ich mir die Taverne hier einverleibt habe? Nene, noch nicht, erstmal ist das nur eine Aushilfe«, er beugte sich zu dem Baal herüber, »bei der ich aber gut verdiene. Also, was darfs sein? Vielleicht ein Bier, versetzt mit Sumpfkraut zur Geschmackssteigerung?« (Und mit Wasser, zur Biereinsparung. Aber das sagte Sador natürlich nicht.)
19.03.2004, 22:54 #157
stressi
Beiträge: 1.158

"Dann reich mal rüber. Du weißt aber, dass ich immer anschreiben lasse?"
Stressi grinste den Wirt breit an. Er konnte sich noch gut an die sprichwörtliche Gier aus alten Zeiten erinnern. Und der Fall der Barriere hatte daran sicher nichts geändert.
"Wie siehts aus, hab ich Kredit?"
19.03.2004, 23:00 #158
Sador der Wirt
Beiträge: 391

»Kredit? Was soll das denn sein? Nie gehört, das Wort.« Urplötzlich war Sador wieder der griesgrämige Alte, den jeder kannte und liebte.
»Also ich bin ja schon so nett und verlange erst hinterher, nachdem die Leute gegessen und getrunken haben, den Preis. Aber von Kredit halte ich ja nun überhaupt nichts. An Kredit geht nochmal die Welt zu Grunde. Aber nich meine Taverne! Wenn du was trinken willst, dann bezahl. Oder verschwinde.«
Das ging ja nun echt zu weit. Verlangte dieser Kerl doch ernsthaft, daß ihm der Wirt etwas schenkte. Sozusagen. Irgendwie.
Frechheit!
19.03.2004, 23:06 #159
stressi
Beiträge: 1.158

"Nunja, einen Versuch war es doch wert. Keine Angst. So lange unser Wirt nicht da ist, werd ich eben immer etwas Gold oder Sumpfkraut zum Tauschen einstecken. Reicht das erst mal? Fur einen Schlaftrunk?"
Stressi reichte dem Wirt eine Handvoll fein gedrehter Traumrufe über den Thresen.
"Morgen gibts auch echtes Gold. Obwohl ich davon nicht viel habe. Mir steht der Sinn nicht nach Gold und derlei Tand."
Stressi stürzte den Krug in einem Zug hinunter und stand dann auf.
"gute Nacht Sador. Und ich wünsch dir noch gute Geschäfte. Wann kommt denn Aidar wieder?"
Stressi wartete aber die Antwort gar nicht mehr ab. Er musste ins Bett. Mal sehn, was seine beiden Traumgeister die ganze Zeit ohne ihn gemacht hatten.
20.03.2004, 14:28 #160
Champ
Beiträge: 5.711

Eigentlich wollte er heute nix machen. Es war Wochenende und er hatte noch Muskelkater von gestern. Jedenfalls mentalen Muskelkater, denn körperlich würde der hohe Baal natürlich niemals arbeiten. Aber die Jungs waren so begeistert bei der Arbeit, dass er sich nur schwer entziehen konnte. Alle paar Minuten kam ein Templer an und fragte erneut, wann sie denn anfangen könnten mit den nächsten Bäumen.
Irgenwann hatte Champ dann entnervt aufgegeben.

"Ich komm ja schon. Oh Mann, wäre ich doch bloß im Kastell geblieben.
Ich komme jetzt, aber ich will ein ordentliches Frühstück haben. Speck und Zwiebeln und heißen Tee und von Aidar persönlich serviert. Dann weiß ich wenigstens, dass das Essen was taugt.
Der Tag war diesig und nicht so schön wie gestern. Der Baal musste sich also erst mal einen trockenen Platz suchen, von dem aus er die Baumstämme trotzdem gut transportieren konnte.
Zum Glück war die Steinstufe inzwischen schon beachtlich gewachsen und so fand sich schnell ein trockenes Plätzchen.

"Auf gehts. Legt los!"
20.03.2004, 15:23 #161
stressi
Beiträge: 1.158

Inzwischen hatte die Konstruktion fast die erste Stufe im Felsen erreicht. Wenn sie Glück hatten und der Baumeister keinen Fehler gemacht hatte, dann würden sie heute abend bereits die STege benutzen können, um die erste Stufe zu erreichen. Auf jeden fall waren sie zügig voran gekommen und seit Champ sich endlich wieder aus dem Bett bequemt hatte, war auch der Nachschub an Baumaterial gesichert.
Mit aller Kraft hievte Stressi die nächsten Bretter zum belegen der Stege nach oben. Das war aber auch die einfachere Übung. Die Balken für die Träger waren jedes Mal eine neue Herausforderung für seine telekinetischen Fähigkeiten.
20.03.2004, 19:35 #162
Sador der Wirt
Beiträge: 391

Am heutigen Tag hatte überhaupt niemand auch nur einen Finger gerührt. Naja, außer dieser Stressi. Der konnte wohl nicht anders. Aber ansonsten lagen die Novizen nur faul umher und alle anderen taten es ihnen gleich. Das lag doch hoffentlich nicht an dem Sumpfkraut, das der Wirt reichlich in Essen und Trinken verteilt hatte. Nicht, daß das zu viel gewesen war und nun alle deswegen so total inaktiv waren.
Um den allgemeinen Fleiß machte sich Sador zwar keine Sorgen - was ging der ihn an? Aber wenn niemand arbeitete, würde auch niemand etwas essen und trinken wollen. Insofern ging ihn die Arbeitsmoral dann doch etwas an. Mit hochgezogenen Augenbrauen und die Hände in die Hüften gestemmt sah sich der Wirt um. Die Lederschürze hing ihm über seinem dicken Bauch und der Vollbart stand wirr vom Gesicht ab.
»Na das ist ja eine faule Bagage.« (Er sagte tatsächlich Bagage - ein Wort, das er erst neulich von einem recht vornehm tuenden Reisenden, der vor kurzem eine Nacht in seiner Taverne schlief, gelernt hatte.)
»Jaja, der Sumpf, faul und schlaff wie eh und je.« Sador grinste.
»Was das Sumpfkraut so alles vollbringt...«
20.03.2004, 20:20 #163
RhS_Artifex
Beiträge: 1.331

Jetzt lagen sie alle darnieder und faulenzten was das Zeug hielt. Der Hohe Templer konnte darüber nur den Kopf schütteln, musste allen Anwesenden aber innerlich zugestehen, dass sie bei der Stegkonstruktion bisher doch recht gute Fortschritte gemacht hatten. Mit einem Seufzer auf den Lippen betrachtete er das Bild, das sich ihm darbot einmal genauer. Die Fußung, auch als Fundament bekannt war tief in den schlammigen Morast getrieben worden, der ja nicht besonders tief war. Die Erde darunter verlieh den dicken Stämmen einen doch recht festen Halt. An diese wurden dann querliegende Balken befestigt, wie auch immer, über die querliegenden Balken kamen dann die Planken, auf denen man sich fortbewegen sollte, drauf. An einigen Stellen gingen diese doch recht steil hoch, doch man konnte sie immer noch recht gut begehen. Nach oben hin näherte man sich einer steinernen Stufe, die breit genug war, um Platz für ein weiteres Fundament zu bieten.
Beeindruckend. Meine Sorge aber ist, was uns wohl da oben erwarten mag ?! Nun, bis dahin dauert's ja noch wie's aussieht, aber die Jungs machen sich doch prächtig., dachte der ehemalige königliche Bibliothekar bei sich, bevor er seinen Blick ein wenig weiter schweifen liess. Als er nichts nennenswertes erblickte zuckte er kurz mit den Achsel und wandte sich von dem erhabenen Anblick ab und wandte sich dem Lager zu. Alles was er nun tun konnte, war, auf seine Schüler zu warten. So langsam müssten sie sich sowieso melden.
Eisengitter ... wo soll ich das nur auftreiben ? ... eventuell haben wir doch eines hier herumliegen, oder ? Hmmm, ich denke, dass in der Nähe von Cathal's Schmiede doch so'n Eisengitter war... Wenn ich mir recht bedenke, war da wirklich eines ... Naja, wir werdn es sehen, wenn sich Kain mal melden würde und dann suchen wir das Gitter da mal., der Lehrmeister der Körperbeherrschung fuhr mit den Grübeleien fort, während er auf seine Schüler wartete.
20.03.2004, 21:57 #164
Ormus
Beiträge: 1.028

Nun war es geschafft. Die ersten Novizen standen auf der ebene. Endlich war der Steg nach oben. Zwar war alles noch ein bisschen wacklig doch fertig gestellt war der Steg. Die ersten Leute die die Hochebene betraten waren die Leute die Ormus am Anfang zusammengeschart hatte. Darunter waren:Abaddon Kaa-Nem Xion Knörx Sador Veilyn HoraXedus aber auch Leute die später hinzukamen.
Die letzten Tage gestalteten sich als einiger der schwierigsten aber auch als die schönsten die Ormus bis jetzt im Sumpf erlebt hatte. Und nun war es so weit sie standen auf der Hochebene. Wenn Ormus die ebene hätte beschreiben müssen würde er sie als sandig, felsenreich und baumlos beschreiben. Das die ebene baumlos war war ein großes Handicap da dort schließlich ein paar Hütten und viele Sumpfkraut Felder entstehen solllten. "Jetzt geht es wohl richtig los" meinte Ormus zu seinen Mitstreitern. Das erste was her musste war schnell und einfach herzustellende zelte da es ein weiter weg bis hinunter ins Sumpftal war. Die 2. Entscheidung war die Entscheidung zu treffen wer welche aufgaben übernommen werden müssten. Ormus teilte also ein

1.Kochen
2.Wachen
3.Bauarebiter
4.Feldarbeiter

Nun überlegte Ormus weiter was noch passieren sollte. Das erste was er anordnete war das viele Novizen holz auf die ebene bringen sollten. Des Weiteren sollten Wieder ein Paar andere den Steg nach oben ausbauen und festigen. Nun ging er mit ein paar seiner Begleiter die ebene erkunden. Das letzte was er sah war des Knörx und Sador sich über die aufgaben Verteilung beim kochen unterhielten.


knörx posten bitte dannach sador
21.03.2004, 03:47 #165
HoraXeduS
Beiträge: 1.113

Die Hochebene war erreicht. Ein leidlich organisierter Haufen Novizen des Schläfers und solche, die Horaxedus jedenfalls für solche gehalten hatte, hatten es in wenigen Tagen fertiggebracht, einen passablen Steg an die Felswand zu setzen. Zwar gab es noch ein gutes Stück Arbeit, bis ein kompletter, halbwegs komfortabler Aufstieg bis ganz nach oben fertig gestellt sein würde, doch das Grundgerüst im oberen Teil war, wenn man sich nur einigermaßen geschickt anstellte, zumindest begehbar und trug eine erste Gruppe hingebungsvoll balancierender Abenteurer hinauf zu einem Ziel, welches nur einer von ihnen als solches zu identifizieren vermochte: Ein junger Mann mit auffallend blaubraunen Augen, der den Aufstieg auf das befremdlich neuentdeckte Hochplateau nur wenige Schritte vor Horaxedus gewagt und vollbracht hatte, schnaubte kurz, blickte sich einige Augenblicke lang um und murmelte schließlich "Kommt mir bekannt vor." Kein Zweifel, dieser Bursche musste der Novize sein, den sie unten im Lager bereits als 'Veilyn, den Endecker' priesen.

Der Schwarzmagier, durchaus erfreut, hier oben in der Dunkelheit wieder festen, felsigen Boden unter seinen Füßen zu verspüren, ließ seinen Blick sogleich ebenfalls durch die Nacht schweifen. Er sah allerdings überhaupt nichts, denn es war hier oben dermaßen finster, daß man kaum die eigene Nase vor Augen sehen konnte. Interessanterweise konnte Horaxedus in dieser dunklen Nacht dennoch die sehr dünne, mittellange Nase Veilyns ausmachen, doch es war nicht an der Zeit, sich über dieses nasenhafte Phänomen Gedanken zu machen. Vielmehr waren es die Ohren des Magiers, die nun seine Aufmerksamkeit auf sich zogen: Das wahrhaft nervtötende "Klack....Tapp...Klack..." hatte geendet. Nicht, dass es Horaxedus sonderlich freute, doch der mehr als nur unerheblich unsympathische Wirt namens Sador schien seinen Weg auf die neuentdeckte, in Dunkelheit darliegende Hochebene erfolgreich abgeschlossen zu haben. Schade eigentlich.

Eine halbwegs vertraute Stimme brummte durch das Dickicht der störenden nächtlichen Dunkelheit. Es war Ormus, der das Häuflein seiner Getreuen zu orientieren suchte und sie zu eben diesem Zweck in Köche, Wachen, Waldarbeiter und Bauarbeiter unterteilte. Offenbar war der Leiter der Expedition mit dem nötigen Ernst bei der Sache und ordnete die seinen nach ihrem Talent, noch bevor sie ihr Nachtlager aufschlagen konnten.

"Ähm, Ormus", begann Horaxedus in die durchaus erquickliche Schwärze vor sich zu sprechen, "ich eigne mich wirklich nicht zum Koch. Wenn ihr aus meinem Kampfstab nutzen ziehen wollt, teilt mich zur Wache ein." Ein Grinsen des Sumpflers war binnen Sekunden festzustellen. Und so richtete sich der Magier auf einen nächtlichen Wachdienst ein, der ihm auf dieser unbekannten Anhöhe als durchaus ernstzunehmende Aufgabe anmutete. Und man konnte sich dabei mit dem Kampfstab in der Hand prima um das Aufstellen eines provisorischen Lagers herumdrücken. Sollten das doch die Baals erledigen, diese Schlaumeier der "Beweg-all-dieses-Holz-allein-mit-der-Kraft-Deiner-Gedanken-Kinese".
21.03.2004, 10:31 #166
Erzengel
Beiträge: 1.667

Mürrisch näherte sich der Gildenlose der neuentdeckten Hochebene, nun da ihn endlich ein Novize darauf aufmerksam gemacht hatte. Mit geballten Fäusten stand er nun seinem Lehrmeister gegenüber. Das wäre ja jetzt auch zu viel gewesen ihm etwas davon mitzuteilen!!! War ja nur irgend so ein dahergelaufener Schüler, den man ewig vor seiner Hütte stehen lassen konnte. Drei mal atmete er tief durch... Ganz ruhig... Man könnte es als Ausdauertraining ansehen... Er wollte sich schon wieder umdrehen, sich irgendwo hin begeben, wo ihn niemand hörte und wo er schreien könnte, so laut er nur wollte, doch mit dem Anblick der aufgehenden Sonne verblasste sämtliche Wut. Langsam kam er auf seinen Lehrmeister zu und begrüßte ihn mit einem Erwache. Kurz sah er nach oben und erblickte dabei den schon neulich gesehenen Stoff jener bekannten Robe... War das jetzt Einbildung? Mit ratlosen, aber nicht ratsuchenden, Blick wandte er sich wieder seinem Lehrmeister zu.
21.03.2004, 13:44 #167
RhS_Artifex
Beiträge: 1.331

"Auch dir ein erwache Kain !", murmelte der Hohe Templer dem jungen Gildenlosen zu, während er sich die jüngst erreichte Hochebene genauer begutachtete. Eines musste man ihr jedenfalls lassen, sie war sehr weit und breit, es sollte also doch genug Platz für einige Tabakfelder, oder was auch immer die Novizen hier anzubauen planten, sein. Er selbst war sich jedoch sicher, dass die Ebene bald vom Lager in Beschlag genommen sein wird und dass auch hier dann mehrere Wachen stehen werden müssen. Kopfschüttelnd dachte er dann über die aufwendige Logistik nach, die erst mal bewältigt werden musste, bevor sie sich auch nur hier seßhaft machen konnten, schließlich war das Plateau, so weit das Auge reichte, bar jeglichen Bewuchses der sich als vernünftige Holzquelle hernehmen liess. Aber die Novizen würden schon wissen was sie da taten, schließlich war ja ein gewisser Ormus der Anführer dieses Unternehmens.
Im Moment hatte dies jedoch nichts mit seinem Lehrprogramm bezüglich des Schülers, der nun vor ihm stand, zu tun. "Ein wunderbarer Anblick, nicht wahr Kain ?", fragte der Lehrmeister der Körperbeherrschung, als er sich an den Klippenrand stellte und ins Pyramidental hinabblickte.
Man konnte das gesamte Tal in seiner Länge mit einem einzigen Blick erfassen. Die Bäume bedeckten zwar einen recht großen Teil der Tals, doch hie und da liess sich das Dach einer Hütte, oder ein Steg der sich durch den Morast schlängelte, erblicken. Die Pyramide stand erhaben wie eh und je da und der marmorne Untergrund des Trainingsplatz der Templer glänzte leicht im sengenden Sonnenlicht.
"Es wird Zeit, dass wir dann mal eine deiner letzten Übungen durchziehen, denn bald wirst du für die Prüfung bereit sein, also folge mir." Geschickt und behende bewegte sich Artifex über den oberen Teil der Stegkonstruktion, die noch vollendet werden musste, und begab sich nach unten. Am Fusse des Aufgangs wandte er sich dann nach rechts und durchquerte das Tal auf der Suche nach Cathals Schmiede. Die Stunde der Wahrheit war nun gekommen.
Tatsächlich, wie er es sich gedacht hatte, befand sich hinter Cathals Schmiede ein großzügig bemessenes, eisernes Gitter, welches eine Grube im Boden überspannte. Soweit Artifex es feststellen konnte wurde diese Grube offensichtlich zur Speicherung von Wasser genutzt, denn in der Mitte des Gitters war ein kleines Loch eingelassen, welches groß genug war um einen großen Kessel mit Wasser füllen zu können. Die Maschen des Gitters waren etwa 3 Zoll breit und boten genug Trittfläche für die Füsse eines Menschen.
Probeweise begab sich der Lehrmeister auf das Gitter um zu testen, ob es sein Gewicht tragen konnte. Es tat. Nun ging der ehemalige königliche Bibliothekar einen Schritt weiter und sprang einmal auf und ab. Ein recht lautes Scheppern war die Folge. Zufrieden grinste der Hohe Templer und schritt das Gitter einmal auf und ab und stllte sicher, dass es auch Geräusche von sich gab, wenn man sich normal darüber hinweg bewegte. Letzten Endes wandte sich der Lehrmeister der Körperbeherrschung dann an Kain und liess einen kurzen Monolog von der Zunge : "Sicher wunderst du dich, mein Schüler, warum wir uns nun hier befinden. Lass dir gesagt sein, dass deine heutige Aufgabe das Schleichen auf einem Eisengitter umfasst, denn schließlich kann es ja mal vorkommen, dass du dich unbemerkt in eine Burg schleichen musst und dabei über weitläufige Flächen von Eisen, oder Eisengittern bewegen musst. Um das zu bewältigen gibt es einige Punkte zu beachten, die ich dir jetzt mal vorführen werde. Pass gut auf, denn ich werde es dir nur einmal zeigen."
Nachdem der Monolog als solcher dann abgeschlossen war, widmete Artifex dann seine Konzentration dem Eisengitter. Er ging leicht in die Knie und setzte sachte seinen rechten Fuss auf das Gitter. Der Fuss landete mit der Ferse zuerst auf dem eisernen Gittermaschen und übte dabei etwas Druck aus, nachdem kein Geräusch provoziert worden war, rollte er den Fuss dann langsam nach vorne ab, wobei er stets darauf achtete, dass sein Gewicht gleichmäßig und in Schüben auf den rechten Fuss verlagert wurde, bevor er dann mit dem linken fortfuhr. Alsbald hatte der Lehrmeister dann mehrere Schritte getätigt, denen gegenüber das Gitter nicht reagierte und stumm blieb.
Zufrieden mit sich richtete Artifex sich dann auf und blickte Kain an: "Nun bist du dran mein Junge, zeig mir, ob du meine Vorführung auch verstanden hast." entwich es deutlich hörbar seinen Lippen und er lächelte leicht dabei.
21.03.2004, 13:56 #168
Nicolei
Beiträge: 145

Nicolei musste sich ein paar Tag von der Arbeit ausruhen

Nicolei wachte auf zugedeckt auf einem Bett in der Taverne auf als Liva ihn mit Wasser bespritzt hatte. „ Was bei Innos soll das?“ „Jetzt reg dich nicht so auf es ist sehr spät!“ „scheiße ich wollte heute mit dem Haus fertig werden“ „eben..............“
Nicolei rannte sofort aus dem Zimmer nahm seinen Mantel und ging zur Baustelle.
Er Fang gleich an er sägte und baute. Endlich das Haus war fertig es war schöner als das im Wald. Es gab einen Balkon mit Blick auf den Sumpf und Liva konnte vom Baum aus dem Tempel sehen er setze sich an die Tür und ruhte sich aus. Er sah einen Ast die eine Gabelung ein Stück weiter draußen. „ Was hältst du davon wenn ich eine kleine Plattform auf die Gabelung setze........“ Liva unterbrach ihn. „Um da zu meditieren?“ „genau“
Nicolei nahm das restliche Holz und Baute eine schmale weg und eine Runde Plattform. Er nahm dann noch zwei Kerzen und stecke sie in die Einkerbungen. Liva war gerade dabei die Sachen von ihnen zu nehmen und zum Haus zu schaffen als er sah es fehlen noch Betten.
Nicolei schrie zu Liva“: Liva ich muss weg ich Brauch noch Holz für die Betten!“
Liva gab Nic nur ein Zeichen er rannte den weg vom Haus runter. Da kam ihm eine Idee:
„man könnte doch ein Holz Stab nehmen und ihn bei der Tür rechts herunter führen lassen so als Abkürzung das man nicht immer runter gehe muss“

Nicolei nahm sein Floss schwamm zu einigen guten Bäumen. Dort sah er einen geeigneten ast und nahm in gleich mit.

Er sägte dann auch gleich die Bretter klein für die Betten. Er kam mit dem Floss an land er nahm zuerst die Bretter und Brachte sie Hoch er sägte und machte, es war fertig.
Nicolei schwitzte und starrte in den Sumpf als Liva kam und sagte:“ Es ist toll „
Liva drehte ihn um zu zügelte mit ihm er wurde leicht rot. Liva wandte sich dann ab und ging ins Haus. Nicolei stand immer noch rot da. Er konnte sich wider fassen.

Er ging zum Floss und nahm den riesigen Ast als ein paar Novizen ihn sahen halfen ihm. Er rannte hoch und die Novizen stemmten den Ast hoch und hielten ihn für ne weile das Nic des Ast fest machen konnte. Er Baute auch gleich ein halb rundes Loch und er nahmen noch Bretter die übrig geblieben sind und schleifte sie rund. Er Benutztete sie auch gleich als Nicolei unten ankam schrie er wie ein Wolf den man am Schwanz packt. Er hatte 20 Spreißel in jeder Hand Liva rannte runter und brachte ihn in sein Bett wo sie ihm ein Holz Stück in den Mund steckte und jeden Spreißel einzeln raus. Die Spreißel waren sehr Tief im Fleisch Liva machte noch etwas Alkohol drüber. Liva blieb bei ihm.
21.03.2004, 14:05 #169
Erzengel
Beiträge: 1.667

Aufmerksam hatte er seinen Lehrmeister beobachtet, doch er war sich nicht sicher, ob er auch wirklich alles bemerkt hatte. So hatte er fast überhaupt nicht auf die Haltung des Oberkörpers und der Arme geachtet, da er es wohl im vorherigen Moment noch für zu nebensächlich hielt, dabei wusste er doch, dass der gesamte Körper harmonieren musste, um die Vollendung zu erreichen. Vorsichtigen Schrittes setzte er den ersten Fuß auf das Eisengitter und bemerkte sogleich die Anfälligkeit des Metalls, Geräusche wiederzugeben. Wie sein Lehrmeister Artifex zuvor, setzte er auf und rollte lautlos nach vorne ab, doch seine Vorstöße waren nicht so gleichmäßig, wie die seines Meister, entsprechend langsamer kam er voran.
21.03.2004, 15:07 #170
stressi
Beiträge: 1.158

Jetzt fand Stressi, dass er seinen Teil zur Erweiterung des Lagers und seiner Handelsmöglichkeiten getan hatte.
Der Aufstieg über den Steg war lebensgefährlich, denn die Bohlen, Balken und Bretter waren zunächst nur sehr provisorisch befestigt worden und schwankten bedrohlich. Aber das sollte den Baal nicht mehr sonderlich stören. Die Hauptarbeit war getan und die Terrasse war erreicht.
Langsam schlenderte er zwischen den Novicen hindurch, die erschöpft unter den Bäumen rasteten, die sich hier in die Felswand gekrallt hatten. Erstaunlich, dass die hier genug Nahrung fanden, um zu so beachtlicher Größe heranzuwachsen.
Die Terrasse war eigentlich nicht breit, zog sich aber über eine beträchtliche Länge am Felsen entlang. Also, wenn der Boden ein bisschen besser wäre, dann könnte man hier schon einiges ernten. Obwohl das angesichts der Steine und des Staubs schwer vorstellbar war. Warum bei Beliar, hatten sie diese schwere Arbeit eigentlich gemacht? Hier gab es nix zu holen?
Wo war nur Champ? Eigentlich war es an der Zeit, wieder ans Kartenspiel zurück zu kehren.
21.03.2004, 16:47 #171
Champ
Beiträge: 5.711

Die Sonne guckte durch die dicken kahlen Äste der dicken kahlen Bäume und zeichnete seltsame Lichtermuster auf die Erde. Champ war erschöpft und schrecklich müde. Außerdem schmeckte das Essen nicht. Aidar war nicht da und Sador geizte mit den Zutaten.
Als Stressi in die Nähe kam, sprach er ihn an, ob sie nicht endlich wieder ins Kastell zurückkehren wollten.

"Ich hatte gerade so ein gutes Blatt. Ich finde, wir haben genug getan. Lass uns hier verschwinden."
Champ wartete die Antwort nicht mal ab, sondern verschwand schneller als Stressi guken konnte, in einer blauen Wolke.
21.03.2004, 20:03 #172
stressi
Beiträge: 1.158

Stressi war noch mal kurz im Tempel gewesen und hatte sich von seinen Traumgeistern verabschiedet. Die waren zwar etwas maulig, aber die verstanden ja auch nix vom Kartenspielen. Mit seinem Bündel unter dem Arm teleportierte sich der Schwertransportmeister aus dem Sumpf.
21.03.2004, 20:54 #173
knörx
Beiträge: 440

Als es Knörx endlich geschafft hatte, den großen und sperrigen Haufen Gerünpel den ganzen Stag hochzuschleppen, war er schweissgebadet und bekam auch prompt einen kleinen Kreislaufkollaps, der ihn mächtig zum Taumeln brachte. An meiner Kondition muss ich noch arbeiten, ging es ihm durch den Kopf und er wischte sich mit einem Lappen den Schweiss von der Stirn. Leider etwas zu spät bemerkte Knörx, dass der Lappen recht schmutzig war, da er ihn zuvor zum Säubern des Kochtopfes benutzt hatte. Der Dreck hatte sich prima mit dem Schweiß vermischt und einen dicken, dunkelbraunen Streifen über seine Stirn gezogen.
"Ach du heiliger Kochlöffel!" rief er und rannte sogleich zur nächten Wasserpfütze, um sich die ungewollte Kriegsbemalung abzuwischen. Dass die Pfütze leider nicht aus Wasser, sondern aus einer fettig schleimigen Substanz bestand, merkte Knörx erst, als er einen kleinen Schluck davon in den Mund bekam.
"Pfui deibel!" schrie er und spuckte wie besessen die ölige Pampe aus und spühlte immer wieder mit Wacholder nach. Über sein Gesicht amchte sich Knörx erstmal keine Gedanken mehr, viel wichtiger war herauszufinden, was er da gerade geschluckt hatte.
"Hm..." seufzte Knörx, während er die glänzende Pfütze betrachtete, die am Fuss eines der weinigen niedrigen Bäume lag, die auf dem Plateau wuchsen. Die Baumart kam Knörx bekannt vor, er versuchte angestrengt sich daran zu erinnern, wann er das letzte Mal so eine Pflanze gesehen hatte. Dann fiel ihm wie Zwiebelringe vom Schälmesser: Es handelte sich hierbei um dieselbe Gattung von Bäumen, die auch in den Steppen seiner Heimat wuchsen. Aber was waren nochmal die besonderen Eigenschaften dieser Bäume? Also, sie wuchsen vorwiegend in Steppen, die Früchte sind Nüsse mit einer fast undurchdringlichen Schale, die RInde ist porös, sodass oft der ölige Harz entweicht...
Das ist es! Die Pfütze vor dem Baum war eine Ansammlung von ausgelaufenem Harz, den der Baum von sich gegeben hat. Und was war das Besondere an dem Harz? Angestrengt ließ Knörx die Gedanken um die Bedeutung von dem Harz für sein Vol kreisen. Und da fiel es ihm auch schon wieder ein: Der Harz war ein Arzneimittel, das gegen den Stich von Blutfliegen half. Aber zusammen mit Alkohol wirkt er innerhalb weniger Tage TÖDLICH!!!!!
"Verdammter Mist!" schrie Knörx und versuchte, den Harz wieder hervorzuwürgen, aber da kam nichts. Was sollte er bloß tun?
Fiebrig dachte Knörx darüber nach, wie man die Wirkung dieser tödlichen Mischung neutraliesieren könnte. Das einzige, was da helfen könnte, wäre ein Gegengift. Hm, welches könnte man da nur nehmen? Wenn das Harz die Wirkung von Blutfliegenstichen vernichtet, dann könnte Blutfliegengift auch die Wirkung von dem Harz beseitigen. Ein Versuch war es wert. Aber wo sollte er das nur herbekommen? Am besten, er fragte jemanden danach.
Knörx blickte sich um. Die nächste Person war der neue Wirt, Sador war anscheinend sein Name. Also sprach Knörx ihn an:
"Erwachet! Hättet ihr vielleicht etwas Blutfliegengift bei euch? Oder wüsstet ihr, wo ich das bekommen könnte?"
Gespannt wartete Knörx auf die Antwort des Wirtes, da sein Leben womöglich davon abhing.
22.03.2004, 07:43 #174
_Jamal
Beiträge: 2.142

Schon langsam verstrichen die Tage und keiner blieb verschont, an welchem Zhao nicht am Säulenplatz verbracht hätte, ohne von seinem Lehrmeister unterrichtet zu werden. Stundenlang, meist den gesamten Tag nutzte er um möglichst viel in der Kunst des Schleichens zu erlernen. Es war keine sonderlich schweißtreibende Arbeit, Anstrengung oder was auch immer, trotzdem aber verlangte es an höchster Präzision, Konzentration und einer Handvoll Geschick. Bei Schleichaktionen, so hatte der Novize gelernt, musste eine enorm hohe Anzahl von Dingen bedacht werden. Man durfte den Blick nicht nur starr und waghalsig auf sein Ziel gerichtet haben, sondern hatte auch zu bedenken was der nächste Schritt seie, wie man am leichtesten weiterkomme, wo es einem am besten gelingen könnte in einer extremen Situation rasch, unbemerkt und sicher davonzukommen oder sich zu verstecken. Es war eine wahrlich große Reihe an Dingen, die man bedenken musste, doch mehr dazu ein klein wenig später.
Während der Einzelgänger seine Übungen vollzog und weiter und weiter darauf zielte, sich in dieser Fähigkeit zu bessern, saß sein Mentor meist gelangweilt und des Öfteren in einer seiner Spezialpositionen an eine der kalten Säulen angelehnt, beobachtete seinen Schüler und rauchte zwischendurch auch einen der selbstinnureinerhandgedrehten Pufferjoints; wie üblich. Doch der grüne Krautkopf konnte noch viel mehr, als nur dazusitzen, als hätte er Hemoriden. Auch brüllte er ab und zu meist so laut auf, dass Zhao hätte meinen können, die Säulen würden zittern. Dies geschah meist, wenn der Novize eine seiner Bewegungen nicht richtig ausführte, sich nicht wirklich auf die Umgebung konzentrierte oder nachfragte, ob er vielleicht doch mal aufs Klo gehen dürfte. Mit der Zeit prägte Zhao sich es auch schon ein und so geschah es, dass er vor jedem Training, in den allerhäufigsten Fällen, schon vor Sonnenaufgang hinter die Büsche ging um naja, ihr wisst schon…
Am heutigen Tage wurde von seiner Schleichlehrmeisterhaftigkeit Scatty beschlossen, ein etwas anderes Training anzustreben. Er befahl seinem Schüler Zhao sich einen Platz auszusuchen, an dem er ungestört seine Ruhe davontragen hätte können, sich dort nieder zu legen und versuchen in sich zu gehen. Geistiges Training seie, so meinte der Grünling, mindestens genauso wichtig wie die körperliche Ausdauer und Kontrolle. Und Zhao stimmte dem zu, denn er hatte schon in der Lehre bei Pang Tong davon mitbekommen, dass es nicht nur gilt, äußerlich eine starke Schale aufzubauen. So begab sich der junge Novize und verlies den Sumpf in nordwestlicher Richtung, um einen abgelegenen Platz zu suchen.
22.03.2004, 15:28 #175
Xion1989
Beiträge: 574

Xion lief ruhig umher denn er wollte den Sumpf genau unter die Lupe nehmen. Es interesierte ihn sehr was hier so abging denn immerhin musste er den leuten ja noch Kraut verkaufen. Er tat nichts lieber denn wenn jemand kraut kaufte würden er und Xion kriegen was die beiden wollten. Aber das war jezt nebensache denn in erster Linie suchte er hundder. Stillschweigend schritt er umher und fand ihn auch bald.

Guten tag meister. Ich wollte dich darum bitten mir nun die lezte , Die Kontroll Rune beibringst. Ich warte schon eine ganze weile darauf und meine arbeit häuft sich. Naja ich will dich jezt nicht mit einzelheiten nerven also sollen wir Trainieren?
Seite 7 von 17 « Erste 3  4  5  6  7  8  9  10  11 Letzte »