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[GM] In den Wäldern der neuen Kolonie
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05.04.2002, 21:27 #101
Bullit
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Das Krachen der Bäume war inzwischen ganz nah, der Nordmann sah die Wipfel der Baumrisen der Reihe nach wegknicken. Sie mussten handeln.
"Also gut, ich nehme den Zauber, her damit."

Mit sichtlichem Mißmut griff der Hüne nach der Spruchrolle. Dies war völlig unbekanntes Terrain für den Krieger, er konnte die Runen auf dem Pergament weder entziffern, noch hatte er eine Ahnung wie er dieses magische Artefakt benutzen musste.

"Ähhhm gut, also was muss ich tun?"
05.04.2002, 21:43 #102
Champ
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wow, das sich ausgerechnet der wikinger dafür meldet, damit hatte champ nicht gerechnet. der mann hatte mut, mußte man ihm lassen.
Ok, eigentlich ist es ganz einfach. Halt die Spruchrolle in diese Richtung und konzentriere deinen Geist auf die Rolle. Die Magie tut dann ihr Übriges.
champ kramte seine sturmfaustrune heraus und nickte dem nordmann zu. er konnte beginnen, seinen ersten magiespruch zu wirken.
vorsorglich stellten sich alle anderen hinter die beiden, sie wollten schließlich nicht gleich mit wegfliegen
05.04.2002, 22:30 #103
Bullit
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Der Hüne nickte dem Baal zu, dann wandte er seinen Kopf in Richtung der Wassermassen. Seine Hände fassten das vergilbte Pergament fester, umklammerten es fast wie eine Waffe. Ein seltsames Gefühl beschlich den Hünen, ein leichtes Kribbeln in der Schläfengegend, in den Fingern und Unterarmen, kleine kalte Nadeln, mühelos drangen sie durch die Stahlpaltten der Garderüstung, schienen sich mit dem Blut des Wikingers zu vermengen. Er spürte die Kraft seiner Muskeln fließen, sie strömte auf die Handflächen zu, die Luft um seine Fingerspitzen gegann leicht zu flimmern, ein kalter Hauch spielte um das Gesicht des Nordmannes.

In diesem Augenblick verstand Bullit das Prinzip der Zauberei, er verstand warum es so unendlich schwer war sie zu erlernen. Fansziniert sah er zu wie das Pergament sich selbst auszehrte, erst langsam, dann immer schneller, er spürte die magische Energie, sie floss aus dem Papier in den Körper des Hünen, ergänzte die bereits vorhandene Muskelkraft, veränderte sie auf wundersame Weise. Seine Hände brannten, seine Finger waren gefühllos, als hätte der Gardeführer sie zu lange in den Schnee gesteckt. Die Energie war unglaublich, sie wollte nach draußen, wollte entweichen, der Hüne konnte sie nicht mehr halten.

Kraftvoll stieß er seine Arme nach vorne, öffnete die Handflächen und stellte sich einfach vor wie seine Glieder sich entleerten, wie die Kraft aus ihr herausfließen würde. Es funktionierte.

Die Luft schien zu kristallisieren, ein merkwürdig funkelnder Ball entstand um die Armgelenke des Wikingers, er pulsierte, dann explodierte die Energie, Millionen von glitzernden Eispartikeln schoss ungelenkt nach vorn, die Wucht des Strahls war beträchtlich, Bullit stemmte seine Beine kräftig in die Erde. Doch was musste der Hüne sehen, der Zauber würde sein Ziel verfehlen! Gewaltig fegte das Eis hoch über die Wasserfläche hinweg, wollte sich wohl seinen Weg gen Himmel bahnen.

Plötzlich fegte eine gewaltige Stürmböe über den Krieger hinweg, schien sich um den Eisstrahl zu winden, schloss ihn ein, lenkte ihn gnadenlos nach unten. Spritzend kollidierte Magie mit dem Element des Lebens, binnen Sekunden erstarrten die Fluten zu einer kirstallinen Fläche, einzelne Splitter flogen umher, das Sonnenlicht brach sich in ihnen, ließ die Luft funkeln als sei sie mit Diamanten durchsetzt.

Bullit spürte dieEnerie schwinden, er fühlte wie sich die letzten Reste aus seinem Körper verflüchtigten. Mit einem hohen Zischen versiegte der Kältequell, leicht benommen taumelte der Hüne zurück, schüttelte seinen Kopf, schaute auf seine Handflächen, Erstaunen zeichnete sich auf seinem Antlitz ab. Die Panzerhandschuhe waren unversehrt, nichteinmal ein winziges Eiskörnchen bedeckte das Metall. Ganz im Gegensatz zu der Wasserfläche, welche zu einer wüsten Landschaft der Kälte geworden war, die Wellen waren in den bizarrsten Formen erstarrt, formten seltsame Kunstwerke auf der spiegelnden Fläche.

Langsam realiesierte der Gardeführer was er da gerade getan hatte. Ein waschechter Zauber war aus seinen eigenen Händen geflossen, er hatte tatsächlich magie angewandt. Er war der Größte, ein Held, ein Gott, die Elemente gehorchten ihm. Gerade wollte sich das kanige Gesicht zu einem selbstzufriedenen Grinsen verziehen als die Eisfläche zu brechen begann. Dicke Risse bildeten sich, vereinzelte Brocken sprangen aus ihrer Formation, rutschten über die gefrorene See. Seufzend griff Bullit nach seinem Schwert. Es wäre auch zu einfach gewesen...
05.04.2002, 23:06 #104
Krigga
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Krigga hatte aus seiner erhöhten Position zuerst entdeckt, was die anderen erst später zu sehen bekommen würden. Aus der Tiefe des Wassers tauchte etwas auf, dass er noch nie gesehen hatte.

Ein gewaltiger Krake mit meterlangen Tentakeln duchbrach mühelos die dicke Eisschicht auf der Wasseroberfläche. Der Diamantenregen aus nadelspitzen Eiskristallen stob himmelauf und das Untier ließ ein gieriges Seufzen hören. Der mächtige Kopf erhob sich über die Wasserfläche und darauf stand eine kleine Frauengestalt. Diese kleine Wassernymphe hilt in ihren Händen Bündel von lanzenähnlichen Gebilden, und es sah ganz so aus, als sammelte die kleine Person schon ihre Kräfte.

Die Lanzen sahen gefährlich aus und Krigga war auch der Ansicht, dass das Fräulein sicher wusste, wie man damit umzugehen hatte. Er raste den Baum hinunter um die Gefährten zu warnen und stellte sich dann hinter einen dicken Baum, der noch nicht in der Nähe des Ufers stand.
05.04.2002, 23:18 #105
asmodean
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Scatha sah Krigga der Gruppe entgegenlaufen.Heftigst gestikulierend.Ein Monster,im Wasser,darauf eine Frau mit irgendwas das gefählich aussieht.Paßt auf! Er hatte sogar seinen Apfel weggeworfen und das es soweit kommt,dazu gehörte schon einiges.Der Bogenschütze griff nach seinem Bogen und legte einen Giftpfeil auf,die er zwischenzeitlich sich hergestellt hatte.
Verteilt euch! rief Scatha.Wir geben ein zu leichtes Ziel ab,wenn wir alle zusammen stehen. Daraufhin teilte sich die Gruppe auf.Langsam und vorsichtig näherten sich die Helden dem Wasser.Die Magier hatten ihre Runen bereit.Krigga hatte nun ebenfalls seinen Bogen im Anschlag.
05.04.2002, 23:34 #106
Don-Esteban
Beiträge: 9.734

Der Don hatte schweigend zugesehen, wie der Eissturm davonfegte und die Wasseroberfläche zu Eis werden ließ. Vorher hatte er die grünen Fluten beobachtet und dachte dabei an Mausos, einen fast schon mythischen Jünger des Adanos, der einmal ein Meer geteilt haben sollte, als er auf der Flucht vor dem brennendem Gebüsch des Gottes Innos war. Hinterher hatte er alles aufgeschrieben, aber es gab schon damals genügend, die Mausos für einen ausgemachten Wirrkopf hielten.

Der Don hielt nicht wirklich viel von derartigen Büchern, er hatte sich in den letzten Tagen der Wanderung intensiv mit dem Beschwören beschäftigt, hatte die wichtigsten Werke darüber mitgenommen und sie in den Pause, in denen die Gruppe rastete, versucht zu lesen. Der Verlust von meditate hatte ihn betroffen gemacht und langsam begann dieser Wald, ihm wirklich lästig zu werden. Wie hielt das Krigga nur aus? Der Don zog jedenfalls die gemütliche Kühle der Kastellmauern vor.

Einerseits hoffte der Magier imemr noch, seine Kollegin lebend weiderzufinden, doch andererseits war er auch gespannt, wie sich denn der Körper eines magisch gebildeten Menschen von dem eines normalen Menschen unterschied. Vielleicht war irgendein Organ besonders ausgeprägt. Das fand man allerdings nur durch eine eingehende Untersuchung heraus. Eine Untersuchung mit spitzen Messern... meditate mußte also so oder so gefunden werden.

Doch diese Gedanken waren erstmal unnütz, dnen im Moment teilte sich das eben eingefrorene Wasser gerade wieder und eine Nymphe oder etwas ähnliches kam herangebraust. In den Händen hatte sie keine Blumen und Willkommensgeschenke, sondern eine Art gefährlich aussehende Speere. Der Don machte sich bereit, wenn gewünscht, eine nette Kreatur zu beschwören. Ansonsten wartete er ersteinmal den Lauf der Dinge ab, verschwenden wollte er die wertvollen Spruchrollen des ZuX ja nun auch nicht.
05.04.2002, 23:42 #107
Carthos
Beiträge: 5.043

der erzbaron sah in die richtung in die nun alle blickten. seinen zweihänder packte er wieder auf den rücken und nahm dafür die armbrust in die hand. in geduckter haltung näherte er sich zusammen mit den anderen dem kraken und der wassnymphe. letztere beobachtete er sehr genau, da es so aussah als würde sie gleich einen willlkommensgruss in richtung der gruppe entsenden. hinter einem baumstamm ging er in die hicke und visierte an, wartete allerdings noch auf die reaktion der anderen.
06.04.2002, 00:29 #108
Champ
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jetzt konnten es alle sehn. der krake hatte die größe einer mittleren hütte und seine ellenlangen arme peitschten das ufer. seine riesigen schwarzen tentakeln tasteten sich über den boden und versuchten, irgendetwas zu packen. die arme zogen die bäume aus dem gefrorenen wasser, völlig mühelos.
Die nymphe oder sirene , die wie ein königin auf dem kopf des Untieres ritt, hatte gefährlich aussehende Lanzen in der Hand. Ehe es sich der baal versah holte die dame aus und schleuderte ihm die lanze entgegen. beim flug verwandelte sich das zuerst recht "harmlos" aussehende geschoss in eine gewaltige flammenlanze, die auf ihrem weg eine spur aus feuer zog, die sich auf dem boden unter ihr bildete. das von der lanze herabtropfende feuer setzte teile des grases in brand, aber das sollte die geringste sorge sein. wie sollte man dieser feuerlanze begegnen ?
champ mußte wohl wieder mal etwas wind machen. er aktivierte in sekundenschnelle seine noch in der hand befindliche sturmfaustrune und schleuderte dem feurigen geschoß eine magische windboe entgegen.
auf halben wege trafen sich beide. die feuerlanze nahm nun eine andere route.
06.04.2002, 00:33 #109
asmodean
Beiträge: 1.821

Der Sumpfbewohner hatte sich so gut es eben ging ebenfalls eine Deckung hinter einem umherliegenden Baumstamm gesucht.Er nahm den Bogen hoch,zog die Sehne bis zum Anschlag zurück und liess den Pfeil von der Sehne schnellen.Es war immer wieder ein wunderbares Gefühl,zu erleben,wie die eigene Muskelkraft in Geschwindigkeit und Durchschlagskraft umgesetzt wird.Der Pfeil schoß davon und hatte nach einigen Metern seine Flugbahn stabilisert.Unaufhaltsam näherte er sich seinem Ziel.Mit einer Wucht die die stärkste Rüstung durchschlagen hätte traf er auf sein Ziel: die Krake! Diese bäumte sich wild um sich schlagend auf und die Nymphe oder was es auch war hatte größte Probleme stehen zu bleiben.Nun mußte nur noch das Gift wirken.
Leider hatte Scatha nicht schnell genug geschoßen,den die Nymphe hat ihre "Feuerlanze" schon geworfen,bevor der Pfeil ihr das werfen unmöglich gemacht hätte.Schnell warf sich Scatha in Deckung.
06.04.2002, 00:52 #110
Krigga
Beiträge: 2.321

Der Pfeil hätte den Novizen dennoch getroffen, wenn nicht Krigga herbeigesprungen wäre und sich über den liegenden Scatha gebeugt hätte. Im sprung entfaltete er seinen Schild der Schwerkraft, so dass auch hier die Lanzen ihre Richtung änderten und pfeifend im Wald ihre Brandspur zogen.
06.04.2002, 01:17 #111
Krigga
Beiträge: 2.321

Geschützt durch seinen Schild der Schwerkraft hatte Krigga seinen Bogen gespannt und zielte in Ruhe auf die reitende Lady. Die Entfernung war ein bisschen groß, aber der Pfeil traf sein Ziel. Die DDame kippte ins Wasser und verschwand mit ihrer feurigen Waffe in den Wellen.

Jetzt trauten sich auch die Gardisten wieder hinter den Bäumen hervor. Es wartete ein Schlachtefest auf sie. Krakengehacktes.

Nur sah der Krake nicht so aus, als würde er die Sache kampflos hinnehmen.
06.04.2002, 01:39 #112
meditate
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meditate erwachte und sah vor sich diese eiskalten augen, die sie schon im traum bis in der tod erschreckt hatten. wo war sie? warum sah sie diese augen immer noch, obwohl sie doch eindeutig wach war?

sie versuchte den kopf abzuwenden, um diesen augen zu entgehen, die wie seziernadeln in ihrem gehirn brannten. aber sie konnte den kopf nicht bewegen. irgendetwas hielt sie fest. sie versuchte an den augen vorbei zusehen um etwas von ihrer umgebung zu erkennen. es war dunkel hier. das einzige licht entströmte diesen entsetzlichen augen.

sie versuchte ihren körper zu bewegen, um den augen zu entkommen, aber sie konnte gar nichts bewegen. langsam realisierte sie ihren körperlichen zustand. hände und füße mussten irgendwo befestigt sein. sie zog vorsichtig an den armen und stellte fest, dass sie in stählernen klammern saßen, genauso wie ihre beine. sie war an eine wand genagelt mit hilfe von stählernen schellen. eine solche schelle hielt auch ihren kopf an der wand. und offensichtlich auch den hals. sie war völlig bewegungsunfähig. hätte nicht schon der ring um ihren hals ihr den atem eingeengt, hätte es jetzt die angst getan.
06.04.2002, 01:41 #113
Die Herrin
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Na meine Kleine? Wie gefällt dir das? Das hättest du nicht erwartet, dass ich dich so schnell einfangen kann? Ja, ich habe die besten Jäger der Welt.

Wie konntest du auch nur eine Sekunde annehmen, du könntest mir entkommen oder etwas gegen mich ausrichten? Ich habe deinen Liebsten eingefangen und dass, obwohl er hundert mal mehr Kraft in seinem kleinen Finger hat als du im ganzen Körper. Allerdings sitzt etwas in ihm, dass seine Fähigkeiten fesselt und davon muss ich ihn befreien. Und das wird deine Aufgabe sein, mein Täubchen.

Du bist wohl die Einzige, die in ihm das Menschlein vernichten kann. Ich kenne deinen Liebsten inzwischen besser als du selbst. Ich habe in seinem Kopf gelesen wie in einem offenen Buch. Er schützt sich mit dem Stück Mensch gegen den Hass. Wenn ich den Hass wecken kann, dann wird der Mensch in ihm sterben. Und dann habe ich ihn. Du wirst einsehen, dass dein erbärmliches menschliches Leben dagegen absolut unerheblich ist. Er ist ein perfektes wesen, Unglaublich schön und kraftvoll, ein vollendetes Geschöpf. Wenn ich den Menschen in ihm getötet habe, wird es keine Hindernisse mehr geben, seine Kräfte zur Vollendung zu bringen. Außerdem finde ich ihn hübsch und will ihn zum Spielgefährten für die Zeit nach dem Sieg über die Menschlein.

Und dir fällt eine besonders schöne Aufgabe zu. Du willst doch sicher auch, dass dein Freund stark, glücklich und ohne diesen Schmerz in der Seele leben kann. Also hilfst du mir, das Menschlein aus seiner Seele zu vertreiben. Ich lese doch in deinem Kopf, dass du ihn gern frei und glücklich sehen willst. Jetzt bekommst du die Chance ihn reich zu beschenken. Er kann durch dich Unabhängigkeit, Schönheit, Glück und Genuss finden, und ich bin mir sicher, dass du mir dabei gern helfen wirst.

Das bisschen Schmerzen wirst du schon aushalten.

Eigentlich solltest du dich freuen und glücklich sein, dass du ihm das größte Geschenk geben kannst, dass man nach eurer Vorstellungsweise einem Geliebten geben kann. Deine Schmerzen werden ihn glücklich machen. Wenn du später schreien wirst, wenn dich die Qualen und Schmerzen um den Verstand bringen wollen, denk einfach daran, deinen Liebsten wird das zu einem vollendeten Wesen machen. Es dient dem Seelenfrieden deines Geliebten. Du wirst sehn, danach ist er viel glücklicher.

Ich wird dir sogar einen Gefallen tun, der dir sicher gefällt. Ich werd dich so lange am Leben lassen, bis du deinen Geliebten in seiner ganzen Dämonenkraft und Dämonenschönheit bewundern kannst.

Es wird dir ja nichts ausmachen, dass er in dir nicht mehr das sehen wird, was er jetzt in dir sieht.

Als Krönung der ganzen Aktion hab ich mir für meine Freundin sogar noch was besonders hübsches ausgedacht. Ich darf dich doch als meine Freundin bezeichen, schließlich wollen wir beide das Gleiche, das Wohl unseres lieben Ahram.

Als Krönung und zum Trost darfst du dann auch durch seine Hand sterben. Gefällt dir das?

Ich denke mal, das wird dir sehr gut gefallen! Ich habe oft gehört, dass Menschen gern aus Liebe sterben wollen, zumindest behaupten sie das immer wieder. Und was kann da schöner sein, als sein Blut und sein Leben durch die Finger des Geliebten verrinnen zu sehn.

Soll ich ihm sagen, dass er sich das liebende Herz aus deiner Brust holen darf? Dann kannst du ihm im Sterben in die Augen sehn – ein schöner Tod für ein Menschlein. Ich weiß, dass dir das gefallen wird. Und Ahram wird es dann auch sehr viel Spaß machen. Er wird es mit Sicherheit genießen. Das sollte dir doch auch ein Trost sein.

Es tut mir auch sehr leid, dass ich dir jetzt auch mal weh tun muss. Du hättest es sicher lieber, wenn Ahram es wäre, der dir die Knochen bricht. Aber so weit sind wir noch nicht. Ich muss den Hass in ihm erst wecken und das kann ich am besten, wenn das Menschlein in ihm sieht, wie du leidest.

Deshalb bist du hier. Ich werde dich so leiden lassen, dass es sehr effektvoll aussieht. Und glaube mir, im Ersinnen körperlicher Qualen bin ich unschlagbar. Ich muss dafür sorgen, dass es wirklich schrecklich aussieht, dann findet die Wandlung deines Freundes leichter und schmerzloser statt.

Und er kann dir eher den Tod schenken, den du dann mit Sicherheit herbeisehnen wirst.

Die Herrin genoss die Angst in den Augen ihrer Beute. Das Mädchen war wirklich putzig! Eine Magierin mit beschränkten Fähigkeiten, die ein paar läppische Zaubersprüche beherrschte. Dieses kleine ängstliche Ding war wirklich leicht zu beeindrucken. Sie sah ja auch ganz niedlich aus, was sich aber bald ändern würde.

Zuvor wollte sie aber noch die Meinung des Menschenmädchens zu der ganzen Geschichte hören. Es interessierte sie schon, warum der Mensch in Ahram so widerstandsfähig war.
06.04.2002, 01:43 #114
meditate
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meditate sah der herrin in die eiskalten augen. so würde sie also sterben. sie hoffte nur, dass sie ahram vorher noch einmal sehen konnte.

sie wollte ihm zu verstehen geben, dass sie an ihn glaube und er solle nicht alle ihre ideale verraten und der herrin auf den leim gehen. wenn er den dämonen in sich wieder erwecken würde, dann wäre ihr opfer umsonst.

sie wollte mit der herrin reden und herausbekommen, warum sie hier sei und was das alles soll. mühsam versuchte sie zu sprechen. der scharfkantige eisenring um ihren hals machte jedes wort zu einer qual. die kanten rissen die haut ihres halses auf und sie spürte, wie das blut über ihre brust zu laufen begann. trotzdem musste sie der herrin etwas sagen.

auch das atmen bereitete große mühe, war der ring doch so eng, dass er kaum luft hindurchließ. trotzdem versuchte sie die worte zu formen und durch ihre trockenen lippen hervorzubringen
06.04.2002, 01:45 #115
Die Herrin
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Du brauchst nicht zu sprechen, mein Herzchen. Ich verstehe jedes Wort, auch wenn du es nur denkst. Erspar dir die Mühe. Das schwächt dich nur, wenn du jetzt schon dein Blut vergießt. Ich brauche deine Kraft, eine Weile musst du schon durchhalten, schließlich will ich dir ein paar nette Dinge antun.

Was willst du wissen, warum ich hier bin? Das war Zufall. Ich war schon immer hier. Ich bin so alt wie dieser Wald und der Wald davor und der Urahn aller Wälder. Ich habe mitangesehen, wie die Menschen gleich einer Seuche über mein Land hergefallen sind und wie eine Seuche will ich sie jetzt wieder vertreiben. Ich habe Jahrhunderte nach Mitteln und Wegen gesucht und jetzt habe ich sie gefunden. Ich habe mir mächtige Wesen geschaffen, ich habe mir die Orks untertan gemacht, eine minderwertige aber starke Rasse und mit diesen Kampfmaschinen werde ich die Menschen von der Erde hinwegfegen. Alle Menschen.
06.04.2002, 01:47 #116
meditate
Beiträge: 6.868

meditate musste trotz der schmerzen grinsen.

hatte die herrin etwa nicht bemerkt, dass sie sich in einem riesigen gefängnis befand? dass die kuppel der barriere verhindern würde, dass sie ihre machtgierigen finger über die erde strecken konnte? niemals würde sie die menschen vernichten. im höchstfall ein kleines erbärmliches Häuflein, das mit ihr in dieser barriere gefangen war.
06.04.2002, 01:49 #117
Die Herrin
Beiträge: 50

Meine teure Freundin, ich muss dich leider enttäuschen. Die Erschaffung der Barriere war für mich ein Glücksfall. Ich hätte mich sonst als nächstes selbst mit der Erschaffung einer solchen netten kleinen Einrichtung eines Labors beschäftigen müssen. Zum Glück haben die Magier des Königs mir diese Mühe abgenommen. Ich habe jetzt hier ein kleines abgeschottetes Versuchsterrain, in dem ich in Ruhe erproben kann, auf welche Weise meine Geschöpfe am erfolgreichsten arbeiten.

Natürlich ist diese Barriere für mich kein Hindernis. Mit einem leichten Pusten könnte ich sie hinwegfegen, wie ein Festzelt nach einem schweren Sturm.

Sei unbesorgt meine schöne Freundin, die Barriere wird fallen, wenn ich so weit bin.

Nun beantworte mir auch mal eine Frage. Wie konnte es dir gelingen, diesen schönen Dämonenmenschen in deinen Bann zu ziehen. Er ist doch nicht für Menschen gemacht? Er ist ein perfektes Geschöpf, eine Kampfmaschine, magiebegabt, schnell und von Natur aus sehr böse. Wie konntest du ihn nur so in deinen Bann schlagen, dass das Stück Mensch die Herrschaft über ihn gewann. Das ist doch paradox.

Die Herrin nahm meditates Gesicht in die Hand und zog es zu sich. Ohne Rücksicht auf die Metallringe um Hals und Stirn brachte sie das Gesicht näher vor ihre Augen und sah durchdringend in sie hinein, als wolle sie tief in meditate alles umwenden, um jeden Gedanken zu durchleuchten. Sie erfuhr die Geschichte um Ahrams Kampf mit dem Dämonen, erfuhr von seiner Zuneigung zu der kleinen Magierin, sah den verzweifelten Kampf des Dämonenmenschen in der Unterwelt und der Hölle und sie erkannte, warum letztendlich immer wieder der Mensch die Oberhand gewann. Es hatte alles mit dem seltsamen, ihr völlig unbekannten Gefühl zu tun, dass die Menschen Liebe nennen. Mit diesem Phänomen musste sie sich noch intensiver befassen.

Plötzlich fühlte sie, dass das Mädchen ihr entglitt. Schnell ließ sie meditate los um festzustellen, dass sie wohl zu sehr an ihrem Gesicht gezogen hatte. Das Mädchen war blau angelaufen. Offensichtlich hatte sie ihr die Luft abgeklemmt. Aber das war egal. Sie musste ohnehin nach ihren Geschöpfen sehn und sie musste sich ansehn, was die anderen Menschlein so treiben.
06.04.2002, 10:10 #118
Ahram
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Durch den wabernden Nebel des Schmerzes sah Ahram etwas rötlich Glühendes auf sich zukommen. Es zischte, ein leicht ziehendes Gefühl machte sich in der Brustgegend breit, vor einigen Tagen hätte das Brandeisen den Dämonenmenschen dazu gebracht zu brüllen, sich in seinen Ketten zu winden. In diesem Augenblick zuckte er noch nichteinmal, seine eisblauen Augen waren auf die Peiniger fixiert, schemenhafte Gestalten, dunkel und massig, Ahrams trübe Pupillen konnten keine Einzelheiten ausmachen, doch er meinte dass man diese Wesen Orks nannte. Sein Geist war schwer, die Gedanken rannen ihm wie zähflüssige Lava durch seine Hirnwindungen, das Gift lähmte seinen gesamten Körper, setzte sich in seinen Nervensträngen fest und verhinderte dass die elektrischen Impulse seines Zentrums korrekt in die Gliedmaßen geleitet wurden.

Die Herrin hatte ihm seine Kraft genommen, hatte ihn zu einer Puppe gemacht, er vegetierte irgendwo in der Mitte zwischen Leben und Tod, das tückische Mittel hatte seinen Geist angegriffen, hatte die mauern zu Fall gebracht, wo einst wundervolle Erinnerungen den Exmagier vor den Folterungen bewahrt hatten war nun schmerzliche Gleichgültigkeit gepaart mit loderndem Hass. Nur ein einziger Gedanke konnte den Menschen in dem Dämonenkörper vor der Auslöschung bewahren. Der Gedanke an SIE.

Ihr ging es sicher gut, sie war wohlbehütet im Kastell, erfreute sich des Lebens und war frei von Sorgen. Solange es ihr gutging war die Welt in Ordnung.

-...Magierin...Liebste....

Ahrams Augenlider öffneten sich, sein Blick wurde um einen winzigen Deut klarer. Die Folterknechte redeten pausenlos auf ihn ein, ihr Gelächter verfolgte den Verwandelten bis in den Schlaf, falls man den komatösen Zustand noch so nennen konnte, doch er hatte es sich schon lange zur Gewohnheit gemacht ihre Spötteleien nicht einmal mehr zu registieren. Trotzdem hatten ihn diese Worte für kurze Zeit aus seinem entrückten Zustand zurückgeholt. Wussten sie von IHR ? Hatten sie ihr etwas angetan? Wurde sie gefangen gehalten?

In dem von Gift verklebtem Geist begann ein winziger Funke erneut zu glühen, erst nur ganz leicht, dann immer intensiver. Noch konnte er die zähen Fäden des Bösen nicht abwerfen, doch nun nagte die Sorge an Ahrams Gewissen. Niemand konnte sagen, ob diese Sorge den Exmagier befreien konnte, doch sie hatte eine Verbündete, das stärkste aller Gefühle, rein und hell, bis jetzt hatte es durch Nichts und Niemanden ausgelöscht werden können...
06.04.2002, 10:14 #119
Die Herrin
Beiträge: 50

Die Herrin schloss die Augen und konzentrierte sich auf ihre letzte Schöpfung, eine Nymphe mit Feuerlanzen.

Leider verlief die Aktion nicht wie gewünscht. Die menschlichen Magier hatten doch zu ihrem größten Erstaunen mehr Abwehrmöglichkeiten als sie dachte. Sie musste etwas gegen die Abwehr tun. Eine Waffe, die magische Barrieren zu durchbrechen vermochte. Pfeile wären wohl die beste Variante. Pfeile verfehlten auch über weite Distanz ihr Ziel nicht, vor allem wenn sie von Sleen abgeschossen würden. Das war die Lösung.

Die Gardisten waren putzige Labortiere in ihren roten Rüstungen. Interessiert beobachtete die Herrin die Kämpfe der Menschlein.

Sie beobachtete und sie lernte.

Sie erkannte die Emotionen und die Antriebskräfte der Menschen. Sie erfuhr was Schmerz und Liebe und Hass ist. Sie erfuhr, welches die schwachen Stellen und welches die harten Seiten der Menschen waren.

Es war ein guter Entschluss damals, als sie beschloss, die Barriere zu belassen und sie nicht in einem Anfall von Leichtfertigkeit hinwegzuschleudern.

Wie hätte sie sonst so entspannt den Menschen studieren können.

Sie ging zurück in ihr Labor und begann die Pfeile für Sleen zu schaffen. Pfeile, die keine Magier der Welt aufhalten konnte. Mit diesen Pfeilen würde sie auch die Magier töten können.
06.04.2002, 11:26 #120
Bullit
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Mit einem schnellen Satz preschte Bullit aus dem Schutz der Bäume hervor, sein langes Zweihandschwert hielt er fest umklammert. der Blick der blauen Augen ruhten auf dem Kraken, sein ganzes Denken war auf den Gegner fixiert, automatisch suchte er nach Schwachstellen. Wenn er an die Augen herankommen würde wäre das sicher ein Vorteil, doch ein Bogenschütze würde da sicher mehr Erfolg haben.

Seine Jungs würden wie immer in den sauren Apfel beißen und das Monstrum ablenken, dazu waren sie trainiert worden, ihre Aufgabe bestand darin die schwächeren Mitglieder der Gruppe zu schützen. Bullit würde nicht versagen, er hatte bis jetzt erst ein einziges Mal versagt, und dieses Versagen hatte seinen Wikingerbrüdern den Tod und ihm die Gefangenschaft gebracht. Er würde nie wieder einen Fehlschlag akzeptieren.

Der Nordmann brüllte der Bestie einen donnernden kampfschrei entgegen, dann stieß er seinen massigen Körper vom Boden ab, Asgard hatte er hoch über den Kopf erhoben. Die Tentakel preschten heran, riesige Fleischmassen, lang und tödlich, sie schienen nur aus gewaltigen Muskelsträngen zu bestehen. Einem silbernen Blitz gleich schlug die Stahlwaffe in das weiße Fleisch, die Wucht des Krakenangriffs riss Bullit sein Schwert fast aus den Händen, doch die gepanzerten Pranken des Hünen umklammerten den Griff zwei Schraubstöcken gleich, so kam die mächtige Klinge frei, riss eine tiefe Kerbe in den Fangarm, dunkles Blut sprudelte aus der Wunde auf den Boden. Der gardeführer hatte keine Zeit sich seines Erfolgs zu erfreuen, schon kam ein weiteres Tentakel auf ihn zu, fegte über den Boden, Gras, Moss und Erdbrocken wurden aus ihrem Bett gerissen, flogen wild umher.

Bullits Kniegelenke knickten ein, sein Hirn arbeitete auf Hochtouren, schätzte Geschwindigkeit und Entfernung des heransausenden Fleischgerges ab. Noch ein Stück...jetzt! Die Spannung der dicken beinmuskeln entlud sich binnen Sekundenbruchteilen, der massige Kriegerkörper wurde wuchtif nach vorn geworfen, flog über den Greifarm hinweg. Hart schlug der Wikinger auf dem Boden auf, rollte sich ab, entging so einer weiteren Attacke des Kraken. Aus den Augenwinkeln sah er wie seine Jungs gegen das Untier vorgingen, Bolzen schlugen krachend in den schwammigen Körper ein, Schwerter wurden kraftvoll gegen die langen Tentakel geschwungen. Die Gardisten machten ihre Sache gut, doch würden sie trotzdem unterliegen, würden sie nicht bald von ihren Gefährten unterstützt...
06.04.2002, 12:34 #121
Burath
Beiträge: 3.896

Plötzlich surrten drei Bolzen aus dem Nichts kommend auf den riesigen Kraken zu, durchschnitten die Luft mit einem lauten Surren und bohrten sich dann tief in das dunkle Fleisch des Monsters. Vier Gestalten standen in einer Reihe etwas abseites der restlichen Gruppe, pressten die Armbrüste gegen die Schultern und zielten auf diese tödliche Gefahr. Doch soviele Bolzen auch durch die Luft schossen, einen wirklich großen Schaden verursachten sie nicht. Schwerter wurden blankgezogen. Gnat hob die Hand, wartete einen Moment dann senkte er diese in einer ruckartigen Bewegung und schon preschte der kleine Trupp nach vorne, warf sich gegen die wild umherschwingenden Pranken und versuchten diese mit einer Kombination aus Ausweichen und harten Schlägen zurückzudrängen.

Ein Tanz wirbelnder Klingen entstand. Gnat tauchte unter einer ankommenden Pranke hindurch, presste die Beine etwas weiter auseinandner um so einen möglichst festen Stand zu bekommen und wirbelte das Schwert in einem mächtigen Zug nach oben wobei er alle Kraftreserven einsetzte die sein Körper noch besaß. Eine Dunstwolke aus Krakenblut vernebelte die Luft und kleine Fetzen der ledrigen Haut wirbelten umher. Seine Arme schmerzten von diesem enormen Kraftaufwand doch bis er die Zähne zusammen. Hier durften sie keine Schwäche zeigen sondern mussten alles einsetzen was sie hatten.

Neben sich bemerkte Gnat den Gardistenführer wie dieser Asgard elegant aber kraftvoll gegen die Fangarme der Krake einsetzte.
Flüchtige Blicke trafen sich. Gnat grinste Bullit kurz an dann er wirbelte er bereits zum nächsten Angriff herum ...
06.04.2002, 16:43 #122
Bullit
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Metall blitzte rötlich in der Sonne, blitzartig schoss die Klinge herab, zerschnitt Muskelstänge, Nervenfasern und Adernnetze, grub sich tief in den zuckenden Tentakel, als der kraken den Arm wieder hob baumelte die vordere Partie nur noch an einigen Hautfetzen in der Luft, kaltes Blut pulsierte in kräftgen Stößen aus dem Stumpf, ergoss sich auf die Erde, machte den Waldboden rutschig. Gierig sog Bullit die Luft in seine Lungen, senkte das Schwert einige Zentimeter, gönnte sich ein paar Sekunden der Ruhe.

Um ihn herum griffen die Gardisten mit aller Härte an, Bolzen zischten durch die Luft, schlugen hart in dem riesenhaften Körper ein. Hinter den dicken Stämmen der Bäume legten die Bogenschützen auf das Monstrum an, immer wieder sirrten die Pfeile auf den Kraken zu, fügten ihm tiefe Einschusswunden zu.

Bullit drehte sich nach hinten.
"Zielt auf die Augen!"
Dasnn packte der Wikinger sein Schwert fester, atmete ein letztes mal tief durch, die Muskeln spannten sich und der krieger stürzte sich wieder in die Schlacht.
06.04.2002, 20:52 #123
Carthos
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na drak kam aus der deckung des baumstammes gestürmt. die armbrust hatte er mittlerweile weggepackt und seinen zweihänder wieder in die hände genommen. hier war rohe gewallt gefragt da halfen keine kleinen bolzen. er rannte geradewegs auf die krake zu. aus den augenwinkeln sah er einen der grossen tentakel, der sich auf den baron zubewegte. allerdings schien der eigentümer dieses dings nicht genau zu wissen wohin er damit schlagen sollte, was dem baron eine gute möglichkeit bot um eine attacke zu starten. er hielt sein schwert fest in beiden händen holte weit aus und schlug mit aller kraft zu. blut spritzte durch die luft als die klinge das fleisch durchschlug. ein lautes schreihen der krake war zu hören, während der baron immer weiter auf den tentakel einschlug. plötzlich holte das vieh aus und traf den baron mit voller wucht an der brust. durch die wucht des schlages flog na drak einige meter zurück und landete im matsch. mit einem stöhnen rappelte er sich wieder auf und trat behutsam wieder an den egner heran, das schwert fest in den händen haltend. erneut holte die krake zu einem schlag aus doch der baron konnte diesmal ausweichen, zog dabei sein schwert nach oben und schlug erneut zu. diesmal zerfetzte es den arm der krake und das abgehackte stück fiel zu boden.
kampfeslustig blickte der baron das vieh an das auch von den anderen mitstreitern mächtig eins auf die rübe bekam.
so baby jetzt ist der rest von dir dran
07.04.2002, 03:47 #124
Burath
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Die Gardisten forderten ihre letzten Kraftreserven, schlugen mit eisernem Willen auf das riesenhafte Monster ein und teilten es nach und nach in kleine Stücke. Dunkles Blut sprudelte im weiten Umkreis um das Kampfgeschehen und der Boden wurde von diesem getränkt. Die Kämpfer sahen nicht mehr so aus als würden sie gegen ein Monster kämpfen.. eher als wären sie gerade aus einem Schlammbad zurückgekehrt. Doch nicht die Gardisten schwächelten. Diese waren im wahren Blutrausch. Adrenalin pumpte hastig durch ihre Adern und brachte sie zu Hochleitungen, zu unerschöpflicher Kraft. Das Bild bestand lediglich aus silbern funkelnden Klingen und Pranken die wild umherflogen, meist nur noch die Stümpfe. Nein die Gardisten waren es wahrlich nicht die nachgaben .. dafür aber das Monster. Immer weiter wurde es zurückgedrängt, verlor an Kraft und Raum. So vergingen Minuten ... langezogen wie eine Ewigkeit doch war jede Sekunde ein kampf ums Überleben. Auf beiden Seiten. Doch das Ende war nah...
Mit einem Male senkten sich die Tentakeln des Kraken und er selbst
erschlaffte. Die mächtigen Schwerter wurden abschließend in voller Sicherheit in den leblosen Körper des Fleischberges gerammt dann erlagen auch die Gardisten der Erschöpfung und ließen sich in den schlammigen Boden fallen. Ein Grinsen und erfreuter Gesichtausdruck
war trotzdem von jedem Gesicht abzulesen. Sie hatten es geschafft, einen weiteren Sieg errungen und das ohne Verluste. Ein Sieg der die Motivation rasant herauf brachte...
07.04.2002, 10:52 #125
Bullit
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Die Sonne erhob sich über die gewaltigen Baumwipfel, blinzelte freundlich zwischen den dicken Stämmen hindurch, kündigte den Beginn eines neuen Tages an.

Bullit saß auf den weichern Waldboden, sein breiter Rücken war an einen der Holzgiganten gelehnt, die gepanzerte Rechte war um den stählernen Schwertgriff geschlosssen, in der linken Pranke hielt er eine Flasche Wasser, die er von Zeit zu Zeit an den Mund führte. Kleine Lichtflecken spiegelten sich auf der schweren Rüstung, zeichneten faszinierend wogende Muster auf das rötliche Leder.

Bis jetzt waren sie gut vorangekommen, die Gefahren die sich ihnen in den Weg gestellt hatten waren alle minderwertiger Natur, noch hatten die Menschen nicht einen Verlust hinnehmen....wenn man davon ausging dass die Hüterin des Kastells noch lebte.

Der Hüne fuhr sich mit der Hand über den blonden Schädel. Hoffentlich würden sie den Turm rechtzeitig erreichen, und hoffentlich würden sie einen Weg finden diese riesenhaften Krieger zu besiegen. Ihr erster Zusammenprall hatte ihm nicht gerade Mut gemacht, diese Monstren verfügten über Kräfte die das Menschenmögliche bei weitem übertrafen. In einem Zweikampf würde selbst der beste Schwertmeister deutlich unterliegen.

Langsam kam Bewegung in die Truppe, die Gardisten erhoben sich, Schwerter wurden mit schleifenden Geräuschen aus den Scheiden gezogen, Flaschen geöffnet, die Magier wurden mit leichten Fußtritten geweckt, die Kämpfer nötigten sie aufzustehen.
"Wir müssen weiter. Wenn wir nicht etwas schneller vorankommen können wir gleich aufgeben. Meditate und dieser Dämon könnten gerade in dieser Sekunde aufs Schlimmste gefoltert werden, wir können uns keine trödeleien erlauben also los, Abmarsch!"
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