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Das Sumpflager #13
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28.08.2002, 00:54 #26
RhS_Artifex
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Ja sach ma bin ich denn nur noch Luft für die Leutz hier ?!?!?! Der eine meiner Freunde ist sang- und klanglos verschwunden und der andere, Shadow, bei dem ich ja die Meisterschaftsprüfung im Einhandkampf ablegen will scleicht sich an mir vorbei und ich Trottel merke es nicht einmal ... naj gut ... bin halt etwas eingenickt ...

Mit diesen Gedanken stand der Novize brüend auf und merkte wie Shadow bei seinem Laden mit Stressi sprach und dieser sich daraufhin entfernte. Shadow mittlerweise war auf die Traingsplattform der Templer getreten und machte sich für einen Kampf bereit.
Dessen Anmut überraschte Martie abermals und er konnt nur noch gebannt usehen, bis er sich von den Exerzierübungen abwandte,um seinerzeits ein wenig zu meditieren.

Da stand Shadow dann auf und begab sich zum Rand des Sumpflagers, wo er dann Stressi ausmachte. Dann fingen stressi und Shadow mit ihrem Kampf an, der damit endete, dass Shadow als Sieger hervorging, stressi aber mit seinen kongenialen Einfälle sich den Einhandmeisterschaftstitel sichern konnte.

"Bravo ! Ein wahrlich guter Kampf den du da geliefert hast, mein Freund ! Sag kannst Du mich in der Einhandmeisterschaft unterweisen ?", sprach Artifex seinen Freund an.
28.08.2002, 17:13 #27
Samantha
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Die Sonne brannte heiß auf Samanthas Stirn, als sich die junge Frau dem Sumpflager näherte. Sie war erschöpft, hungrig und dreckig. Ihr erster Impuls war es, ins nächste Wasserloch zu hupfen, aber als sie die trübe Brühe sah, legte sich dieser Impuls schnell wieder. Dann lieber dreckig und trocken herumrennen als dreckig und feucht...

Die Wachen an dem kleinen Zubringersteg musterten den Neuankömmling mehr als gewöhnlich. Es war sicher nicht von der Hand zu weisen, dass Samanthas Äußeres hier eine Seltenheit darstellte, aber dass die da gleich so starren musten.
"Seid gegrüßt, Freunde. Sagt, wo bekomme ich hier ein Dach über dem Kopf, was zu essen und etwas sauberes Wasser?", fragte sie geradewegs.
Die beiden Templer blickten sich an und einer der beiden antwortete schließlich: "Am besten geht ihr hinüber auf den Tempelvorplatz. Da wird euch shcon einer helfen. Einfach den Weg dort geradeaus und dann links halten.."

Samantha bedankte sich und folgte den angegebenen Weg. Kurz darauf stand sie auf besagtem Vorplatz und studierte erstmal eingehend den pompösen Tempeleingang.
28.08.2002, 17:30 #28
Arson
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Mit einem dumpfen Laut klatschte der leblose Körper der Blutfliege zu Boden, die dürren Chitinbeinchen zuckten unkontrolliert, kamen schließlich ebenfalls zur Ruhe. Eine grünliche Flüssigkeit sickerte zwischen den organischen Panzerplatten des Insekts hervor, dieselbe Flüssigkeit, die auch Arsons Waffe bedeckte. Dickflüssig tropfte der streng riechende Körpersaft von den langen Stacheln der hölzernen Keule, bildete eine kleine Lache neben den Füßen des jungen Bruders. Schwer atmend blickte er auf den Kadaver des Tieres, ein selbstzufriedener Audruck lag auf seinem schweißnassen Gesicht. Diese Biester hatten es gewagt die kleine Novizengruppe anzugreifen, hatte versucht sie vom Dienste am Schläfer abzuhalten. Ohne zu zögern hatte der ehemalige Farmer nach seiner Waffe gegriffen und ihre animalischen Seelen zu ihrem Schöpfer zurückgeschickt. Der Kampf selbst hatte nicht einmal eine Minute gedauert, nun lagen die zerschmetterten Leiber dreier Fliegen auf dem matschigen Sumpfboden. Arson wusste selbst nicht genau, wie er es gemacht hatte, aber er wusste dass Hyuri nicht ganz unbeteiligt am Geschehen gewesen war.

Erst jetzt, nach Beseitigung der Gefahr, kam der Schmerz. Aufstöhnend tastete der junge Mann über seine Brust. Eine längliche Wunde klaffte in der Nähe des Schlüsselbeines, frisches Blut sickerte zwischen der aufgerissenen Haut hervor. Eines dieser Monstren hatte ihn wohl doch erwischt. Langsam streckte der Bruder seinen Körper, schnallte seine Waffe an den Gürtel und blickte zu seinen Kollegen hinüber. Hmmm, irgendwie sahen sie merkwürdig aus. Ihre Köpfe wackelten hin und her, und wieso gaben sie unverständliche laute von sich? Und überhaupt, woher kam dieses nervende Rauschen und Getöse plötzlich?

Arsons Knie knickten ein, haltlos klappte er zusammen und war bewusstlos, bevor sein Kopf den Boden auch nur erreichte...
28.08.2002, 17:43 #29
Shadow-of-Death
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Shadow war nun endlich bereit in das Moor überzusiedeln. Alle Sachen waren gepackt und Shadow begutachtete gerade wie die letzten Sachen auf die drei Boote verladen wurden die er einfach mal konfisziert hatte. Die würde schon niemand vermissen und er würde sie ja in ein par Tagen wieder zurückbringen lassen. Eigentlich würden die ja schon beim nächsten Krauttransport zurückgebracht werden. Shadow war zuversichtlich das alles glatt ablief...

Plötzlich sprach ihn Artie von der Seite an und sein Wunsch zauberte Shadow ein leises Lächeln auf die Lippen. Sein erster Schüler...
”Natürlich kannst du bei mir trainieren. Da du erstens ein Sumpfler und zweitens mein Freund bist natürlich vollkommen kostenlos. Allerdings muss ich für die nächsten tage in den Sumpf. Vielleicht kommst du ja gleich mit und wir machen das dann da. Ansonsten müsstest du warten bis ich dort alles geregelt habe und wiederherkommen kann. Also wie entscheidest du dich?”

Shadow wartete geduldig auf die Antwort seines Freundes und begutachtete nebenbei das Verladen seiner Sachen...
28.08.2002, 17:49 #30
Samantha
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Samantha drehte sich dreimal im Kreis und beschloß dann, sich noch ein bisschen in dem Lager umzusehen. Zum Tempelvorplatz konnte sie immer noch zurück und einen der dort herumstehenden Novizen oder Templer ansprechen. Ihre einzige Sorge war, dass sie sich verirrte. Das wäre schlecht, sowas hatte sie gerade erst hinter sich. Aber wenigstens schien man ihr hier im Lager freundlich gesonnen.
Sie warf nochmal einen letzten Blick auf den Tempel.
28.08.2002, 18:14 #31
Arson
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Nur kurze Zeit später erwachte Arson aus seiner Bewusstlosigkeit. Der Schmerz der Wunde hatte nachgelassen, war zu einem dumpfen Pochen abgeschwollen. Der starke Druck auf seiner Brust verriet ihm, dass man ihm einen festen Verband angelegt hatte, der gelbliche Stoff der Bandagen färbte sich an einigen Stellen bedenklich rot. Langsam und vorsichtig kam der junge Bauer auf die Beine und blickte sich kurz in seiner Hütte um. Weder ein Novize noch ein anderes Mitglied der Bruderschaft leistete ihm Gesellschaft. Nun, wenn sie ihn nicht beobachteten, dann konnte die Verletzung nicht sonderlich schlimm sein.

Einige Sekunden später schritt Arson schon wieder durch das Lager, stetig Richtung Fortuno. Irgendwie hatte er das Bedürfnis einen Stengel Sumpfkraut zu rauchen, sein Kopf fühlte sich seltsam schwer an. Vielleicht sollte er doch lieber wieder umkehren und ein wenig ruhen. Der junge Mann hielt inne, drehte sich um und marschierte den Weg zurück. Mechanisch setzte er einen Fuß vor den anderen, immer darauf bedacht, nicht zu stolpern. Er war müde, er wollte schlafen. Der Pfad schien kein Ende zu nehmen. Wieso war der Boden steingepflastert. Verwirrt blickte Arson auf. Große Steinsäulen umrahmten den beeindruckenden Tempelvorplatz, Templer, Baals und Novizen bevölkerten den weiten Platz für dem geistigen Zentrum des Lagers. Hier hatte der Bruder doch gar nicht hingewollt. Orientierungslos drehte der ehemalige Farmer versuchte der ehemalige farmer sich an den Weg zu erinnern, doch seine Gedanken hatten inzwischen die Konsistenz von Gummi angenommen, eine zähe, Geleeartige Masse die sich durch die gepeinigten Hirnwindungen des Bauernschädels quälte.

Eine verschwommene Gestalt tauchte in Arsons Blickfeld auf, ein schwarzer Schatten, konturlos, doch nichtsdestotrotz der einzige Anker in der schwindenen Welt aus chaotischen Sinneseindrücken. Unsicher taumelte der Bruder einige Schritte auf den Menschen zu, doch die sanfte Hand des Schlafes war zu stark. Gnadenlos griff sie nach dem Geist des jungen Mannes, hüllte ihn in ihr dunkles Tuch aus Müdigkeit. Der zähe Gedankenfluss versiegte fast völlig, auch der letzte Rest an Kraft wich aus dem verletzten Körper, und Arsons Universum verlor sich abermals in Finsternis.
28.08.2002, 18:30 #32
Samantha
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Der Tempel imponierte ihr wirklich, ob man da rein durfte? Aber da die Krieger alle so brav davorstanden war dies wohl nicht der Fall. Zu schade aber auch. Naja vielleicht ließe sich da ja mal was einrichten...

Jetzt wollte sie sich aber mal das Lager ansehn. Vielleicht fand sie ja eine leere Hütte oder etwas ähnliches.
Gerade drehte sich Samantha um und wollte losstapfen, als ihr ein junger Mann entgegentorkelte. Instinktiv streckte sie die Arme vor und fing seinen Sturz ab, aber er war einfach zu schwer und so sank sie mit ihm zu Boden.
Entsetzt bemerkte sie die blutigen Verbände.
"Was ist mit ihnen? hallo?", sie klopfte dem Bewußtlosen leicht an die Wange, "Sie müssen aufwachen, na kommen Sie schon..."
Unnachgiebig tätschelte sie weiter. Was nun? Wiederbelebung? Aber er atmete ja noch. Hilfesuchend schaute sie sich um, aber scheinbar hatte keiner den Vorfall bemerkt.
Sie schaute wieder hinab auf den jungen Mann.
28.08.2002, 18:59 #33
Arson
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Arson dämmerte in einem merkwürdigen Zustand zwischen Wachen und Schlafen. Die Welt hatte sich dem pochendem Rhythmus seiner Brustwunde angepasst, Bilder kamen und gingen un unregelmäßigem Abstand. Der Geist des jungen Mannes hatte den Bezug zur Realität verloren, er wusste nicht mehr wo er war, was genau ihn ausmachte, seinen Namen, sein Erscheinungsbild, alles war verschwunden. Von irgendwoher schien eine Stimme zu ihm zu sprechen. Ihr Tonfall klang aufgeregt, doch Arson fand sie eher beruhigend. Sie vertrieb die Einsamtkeit und die Stille dieses Dämmerzstand, leistete ihm Gesellschaft im schwarzen Nichts der Welt zwischen Traum und Wirklichkeit. Er könnte ihrem Klang ewig lauschen....
28.08.2002, 19:35 #34
Samantha
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Och wieso konnte der denn nicht aufwachen..
Samantha schaute sich nochmals nach Helfern um und in diesem Augenblick kamen, endlich, ein paar Novizen herbei, die auf die beiden am Boden kauernden Gestalten aufmerksam geworden waren.
"Schnell, er scheint schwer verletzt zu sein", äußerte Samantha besorgt.
Gemeinsam mit den Novizen schaffte sie es schließlich, den jungen Mann hochzuhieven und in eine nächstgelegene Hütte zu schleppen. Dort ließen sie ihn auf ein Bett sacken und beäugten ihn kritisch. Einer wurde schließlich ausgesandt um einen Fachkundigen Magier herbeizuholen.
Samantha setzte sich auf die Bettkante und wartete.
28.08.2002, 23:46 #35
RhS_Artifex
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"Ach du willst ins Moor ?! Man hat mir gesagt, mein Freund, dass du der neuer Verwalter ds Blutfliegenmoors wirst ! Mann, herzlichen Glückwunsch !!! Was deine Frage betrifft .... Tja, ich komm mit !!!! Will ja schließlich unseren Aussenposten auch mal sehen !!", erwiderte Artifex ganz aufgeregt.

"Aber warte noch kurz ich hol nur schnell meine Sachen." Mit diesen Worten lief der Novize zu seiner Hütte und klaubte seine wichtigsen Sachen zusammen. Sein Schwert von Aulando, eine Schlafrolle und etliche andere Sachen die man halt so braucht im Alltagsleben.

So vorbereitet verließ er seine Hütte ab und eilte zu Bootssteg, wo Shadow noch wartete und kletterte in eines der Boote.

"So ich bin bereit, es kann losgehen !", rief Artie seinem Freund zu.

Shadow sprang seinerseits in eines der Boote und gab das Kommando zum Aufbruch und so glitten die vollbepackten Boote in den Fjord hinaus. Bald konnte man nur noch das leise Plätschern der eintauchenden Ruder hören, bis es auch von Rauschen der Brandung verstummt wurde.
Die boote nahmen nun Kurs auf das Blutfliegenmoor.
29.08.2002, 11:20 #36
stressi
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Stressi stand vor dem Magiertempel des Schläfers und war sich sicher, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen war, um dieses Gebäude zu betreten. Zögernd ging er die Stufen hoch und wurde auch prompt von den Wachen angehalten mit der Bemerkung, dass er heir gewiss keinen Zutritt hätte.
Hilflos sah Stressi sich um. Das war doch aber nicht in Ordnung. Er hörte den Schläfer fast rufen, obwohl das auch ein leises Schnarchen aus den Tempelhallen sein konnte.
Aber die Wächter ließen sich nicht umstimmen. Es war auch weit und breit kein Baal zu sehen, der ihm einlass gewähren konnte.
29.08.2002, 11:45 #37
Arson
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Ein einzelner Lichtstrahl durchbrach das unendliche Meer aus Finsternis, genährt von unbekannten Energien wuchs er mit rasender Geschwindigkeit, wurde zu einer gigantischen Supernova aus schmerzender Helligkeit, zwang den erschöpften Geist aus seinem tranceartigen Dämmerzustand zu erwachen.

Langsam öffnete Arson seine Augenlider, blinzelte müde in das durch die Ritzen des Holzdaches fallende Sonnenlicht. Der modrige Geruch des Sumpfes stieg ihm in die Nase, ein würziges Kräuteraroma hatte sich hinzugemischt, bildete so eine beruhigende, seltsam erfrischende Duftnote. Der ehemalige Bauer horchte in sich hinein, erforschte seine Gliedmaßen, seine Brust, seinen gesamten Körper. Verschwommen erinnerte er sich an den Kampf mit den Blutfliegen, an die verhängnisvolle Wunde und den pochenden Schmerz. Dieser war überraschenderweise fast völlig verschwunden, allein ein brennendes Ziehen in der Brustgegend verriet dem jungen Bruder dass seine Verletzung noch nicht vollständig geheilt war. Dies war jedoch lediglich eine Frage der Zeit.

Arson wagte es seinen Kopf zu drehen, um sich in der kleinen Hütte umzusehen. Der kleine Raum hatte sich nur leicht verändert, der einfache Holztisch war übersäht mit den verschiedensten Kräterresten, eine flache Tonschale und ein offensichtlich benutzter Stößel lagen auf der runden Platte. Die Waffe des ehemaligen Farmers, der Blutfliegenstachel, wie ihn der Händler Dekust genannt hat, lehnte an der Hüttenwand in der Nähe der Schlafmatraze. Achja, und auf dem Schemel saß eine junge Frau.

Der Bruder ließ sich zurücksinken, schloss die Augen und wollte noch ein wenig dösen. Es dauerte nur zwei Sekunden, da fuhr er wie vom Blitz getroffen auf und starrte verwundert auf das weibliche Wesen neben ihm. Was beim Schläfer machte eine Frau in seiner Hütte?! Der junge Mann musterte das zierliche Geschöpf eingehend und musste sich gestehen, er hatte selten ein schöneres Mädchen erblickt. In seinem Heimatdorf hatte es nur wenige Frauen gegeben, die meisten davon waren nicht in seinem Alter. Dieses Wesen hier übertraf auch das bezaubernste Exemplare aus der alten Heimat. Arson kämpfte die beginnende Unruhe nieder, versuchte seinen Puls zu beruhigen. Er diente dem Schläfer, eine Frau durfte ihn nicht so ohne Weiteres aus dem Gleichgewicht bringen. Der braungebrannte Bauer neigte seinen Kopf, blickte dem Mädchen respektvoll in die Augen.


"Der Schläfer sei mit dir meine Schwester. Warst du es die mich hierhergebracht hat? Verzeih, ich kann mich nicht entsinnen...oh, und mein Name ist Arson, es ist mir eine Ehre."

Der von Hyuri Gezeichnete lächelte leicht verlegen.
29.08.2002, 13:06 #38
stressi
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Stressi saß auf den Stufen vor dem Tempel und wartete. Aus dem Tempel kamen immer wieder Baals und Stressi stellte sich ihnen in den Weg, aber niemand sprach ihn an.
Leider war es ein ungeschriebenes Gesetz, dass niemand einen Baal ansprechen durfte, es sei denn, er riskiere sein Leben.
Irgendwann wickelte Stressi seine Peitsche auf und wartete. Der nächte Baal, der an ihm vorbeigehen würde war fällig. Er würde ihn schon dazu bringen, mit ihm zu sprechen.
Als Cor Kalom ohne aufzusehen an ihm vorbei die Stufen emporstieg, ließ Stressi die Peitsche lautlos gegen dessen Füße schnellen. Der Baal spürte die seltsame Bewegung, strauchelte leicht und blickte dann auf.
29.08.2002, 13:09 #39
Cor Achanjati
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"Was bei Beliar war das? Dabei kann man ja hinschlagen."
29.08.2002, 14:04 #40
stressi
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Das war der Moment, auf den Stressi gewartet hatte. sofort sprang er auf und pflanzte sich vor dem Baal auf.

"Ihr habt mich angesprochen? Ihr wolltet mir sicher mitteilen, dass ich euch in den Tempel folgen soll. Richtig so? Ich bin Stressi. Seit geraumer Zeit Novice des Schläfers. Ich will unbedingt die Magie unseres Gottes erlernen, um ihm noch besser dienen zu können. Und ich fühle eine Berufung."
29.08.2002, 14:11 #41
Cor Achanjati
Beiträge: 81

"Stressi also, Stressi? hmm, da war doch was!"

Der Baal musterte den jungen Mann eine Weile und dann schien er einen Entschluss gefaßt zu haben.

"Ich habe von dir gehört. Du warst bei den Schwarzmagiern, die dich verurteilen wollten. Ich kenne den Fall, er ist mir von Baal Champ vorgetragen worden. Du hast Mut und Umsicht bewiesen und du bist nicht ausgerissen, was du durchaus hättest tun können.
Ich bin einverstanden. Ich ernenne dich hiermit zum niederen Baal. Du darfst ab jetzt den Tempel betreten und die Magie des Schläfers erlernen."

Damit wandte der Baal sich von Stressi ab und betrat den Tempel.
29.08.2002, 14:21 #42
stressi
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Stressi stand sprachlos da und sah dem Baal fassungslos hinterher. Der hatte ihn soeben zum Niederen Baal befördert, und ihn in den Tempel eingeladen.

"Ich danke euch, ich werde mich der Ehre und der Verpflichtung stets bewusst sein."

Stressi machte vor Freude einen Luftsprung und rannte dann die Tempeltreppe auf den Händen herunter. Seine Beine streckte er dem Himmel entgegen und dabei jauchzte er aus voller Kehle. Jetzt würde er sich zwar erst mal lächerlich machen, aber er würde das schon hinbekommen. Zuerst musste er in die Taverne und feiern. Danach würde er sich den Tempel erschließen.
Er holte aus seiner Kiste einen vollen Erzbeutel und beschloss, in der Taverne einen auszugeben.
Leider fand sich dort nicht mehr die nette, korpulente Köchin und es gab wie früher nur Scavenger- und Moleratkeule, aber was solls. Hauptsache es ergab eine gute Grundlage fürs trinken.
29.08.2002, 14:23 #43
Samantha
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Samantha hatte den Kopf gegen die Wand gelehnt gehabt und gedöst. Die anderen Sumpfler waren bereits wieder gegangen, nachdem ein Magier nach dem Bewußtlosen geschaut und ihm ein paar Salben verabreicht hatte. Während dieser ganzen Zeit hatte der Mann in diesem Schwebezustand verharrt. Jemand mußte bei ihm bleiben bis er aufwachte, und da Samantha eh keinen anderen Ort zum Hingehen hatte, war sie hiergeblieben.

Jetzt hob sie vorsichtig den Kopf und drehte ihn in Richtung des Erwachten.
"Oh, du bist wach. Das freut mich. Ich habe mir schon Sorgen gemacht. Du bist auf dem Tempelvorplatz zusammengebrochen und warst seitdem ohne Bewußtsein. Ich habe dich mit ein paar Novizen hergebracht. Diese Wunde sieht nicht gut aus."
Sie stand von dem Schemel auf und trat zu Arson ans Bett.
"Aber es hat sich schon ein Magier um dich gekümmert. Mit ein bisschen Bettruhe und Schonung heilt das sicher bald wieder zu. ..achja, ich bin Samantha."
Sie lächelte ihn freundlich an.
29.08.2002, 14:26 #44
Mentanor
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Spät am Mittag wird Mentanor wach.Ist es wirklich schon so Spät?? Was hat er sich gestern nur wieder für ein Zeug gegönnt?? Fortuno sagte es sei Grüner Novize,dem war wohl nicht so.Es wird zeit das er sich mal wieder zum Tempelvorplatz begibt und den Worten der Baals lauscht.Als er seine Hütte verlässt rennt er beinah den Händler Brach über den Haufen.

Brach:"Langsam Bruder,warum hast du es so eilig??"
Mentanor:"Ich muss schnell zum Tempelvorplatz,ich war schon lange nicht mehr da.Die Baals werden bestimmt langsam Sauer."
Brach:" Das ist doch langweilig.Ich hätte eine Aufgabe für dich wenn du interesse hast."
Mentanor:"Sicher,an Arbeit bin ich immer interssiert.Worum gehts??"
Brach:"Im Alten Lager wartet ein Konvoi mit Waren für Dekusts Laden.Es ist mir Lieber wenn jemand aus dem Sumpf dabei ist,damit auch alles hier ankommt.Du brauchst nichts weiter zu tun als den Konvoi zu begleiten.
Mentanor:"Hört sich nicht schlecht an.In nehme die Aufgabe an.Wie siehts mit der Bezahlung aus??"
Brach:"Darüber unterhalten wir uns wenn du zurück bist.Ich werde dich angemessen bezahlen.Jetzt mach dich auf den Weg,die warten schon."

Was Mentanor Brach nicht erzählt hat,er darf sich nicht im Alten Lager sehen lassen.Aber ein versuch ist es wert.Mit seiner Glatze und den Tätowierungen erkennt in vieleicht keiner mehr,also macht er sich auf denn Weg.Völlig erschöpft kommt er am Südtor an.Er ist den ganzen weg gerannt um den Tieren nicht über den Weg zu laufen.Jetzt erstmal verschnaufen und dann ohne sich was anmerken zu lassen durchs Tor gehen.Es scheint zu funktionieren.Die Torwachen haben ihn nicht erkannt.Am Nordtor stehen auch schon die Karren,von einigen Gardisten bewacht.

Mentanor:"Seid gegrüßt.Brach schickt mich.Ich soll euch ins Sumpflager begleiten."
Gardist:"Das wurde auch Zeit.Länger hätten wir nicht gewartet.Ich bin doch nicht Gardist geworden um eure Waren zu bewachen."
Mentanor:"Jetzt bin ich hier und wir können uns auf den Weg machen."

Der Gardist gibt den Befehl zum losmarschieren.Bis jetzt ist der Konvoi gut durchgekommen,aber auf halber Strecke kreuzen 2 Wölfe ihren Weg.Die Gardisten stürmen auf die Tiere los und machen sie dem Erdboden gleich.Sowas hatte er noch nicht gesehen.Eine gute möglichkeit den Tieren Fell und Zähne abzuziehen.Nach diesem kleinen Zwieschenstop geht die Fahrt weiter und kurze zeit später kamen sie am Sumpflager an.Ein Problem gab es noch,die Karren konnten nicht ins Lager fahren weil die Wege zu schmal sind.Mentanor sagte dem Gardisten das er hier warten solle und er Brach darüber informiert.Er läuft durch das ganze Lager um Ihn zu suchen.Hätte er in mal gefragt wo er Ihn finden kann.
29.08.2002, 14:40 #45
Arson
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Samantha also. Arson schob seinen Körper in eine sitzende Haltung und begutachtete die strammen Bandagen, welche mit offensichtlich Fachkundigkeit um seine Brust gewickelt waren. Der ehemalige Bauer hoffte, dass die Wunde bald verheilt sein würde, immerhin wurde er draußen im Sumpf auf den Krautfeldern gebraucht. Der Blick des Bruders wanderte wieder zu seiner Helferin hinüber.

"Ich danke dir für alles, was du für mich getan habt Samantha. Ich stehe in deiner Schuld. Wenn du also irgendwann einen guten Rat oder einen starken Arm benötigst, so wäre es mir eine Freude dir behilflich zu sein. Sag, bist du in das Lager der Bruderschaft gekommen, um dich uns anzuschließen, oder führen dich andere Gründe in den Sumpf?"
29.08.2002, 14:57 #46
Samantha
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"Ich bin gerade erst in dieses Gefängnis geworfen worden und ein paar finsteren Gestalten entkommen, die mich irgendwohin verschleppen wollten. Am liebsten würde ich also hierbleiben. Das Lager gefällt mir, besonders dieser Tempel. Du weißt nicht zufällig ob man da hineindarf?"
Sie schaute Arson hoffnungsvoll an.
"Von außen sieht der jedenfalls enorm vielversprechend aus. Was betet ihr dort eigentlich an? Wer beschützt euch?"
29.08.2002, 15:14 #47
Arson
Beiträge: 687

Ahh, eine neue Schwester. Arsons Herz machte einen erfreuten Sprung. Sie wollte etwas über das Lager und die Bruderschaft wissen. Der junge Mann richtete sich noch ein Stück weiter auf.

"Die Bruderschaft dient dem Schläfer. Er ist der wahre Gott. Innos, Adanos und Beliar sind reine Spottgestalten im Vergleich zu seiner Macht. Er wird uns alle aus diesem riesigen Gefängnis erretten, das hat er unserem Meister, Yberion, in einer Vision offenbart. Er und die restlichen Baals sind die geistigen Führer dieses Lagers. Sie verkünden die lehren des Schläfers und traten des öfteren sogar in Kontakt mit ihm. Welcher Wassermagier kann von sich behaupten, die Stimme Adanos' zu hören? Natürlich müssen wir uns in dieser Welt des Verbrechens ausreichend schützen. Dafür sorgen die Templer, mächtige Krieger und wahre Diener des Glaubens. Sie sorgen für unsere Sicherheit."
Arsons Miene hatte einen verträumten Ausdruck angenommen.
"Weißt du, mein Ziel ist es eines Tages selbst ein Templer zu werden und unser Lager zu verteidigen. Ich kann mir keinen ehrenvolleren Dienst am Schläfer vorstellen, das Handwerk eines Baals würde mir nicht liegen...ich war mein Leben lang Bauer, und bin körperliche Anstrengung gewohnt."
Der junge Bruder sah Samantha fest in die Augen.
"Und den Tempel solltest du auf jeden Fall meiden. Nur Baals und Templer dürfen ihn betreten, den Novizen ist es strengstens untersagt, es sei denn, man erhält die Erlaubnis eines Baals. Die bekommt man allerdings nur sehr selten, habe ich gehört. Du musst wissen, ich bin selbst auch erst seit einigen Wochen in der Bruderschaft und kenne mich noch nicht allzu gut hier aus."

Arson überlegte einen Moment. Sollte er ihr von Hyuri erzählen? Vielleicht war es das Beste, wenn sie über den Berserkergeist in seinem Schädel Bescheid wüsste. Doch andererseits kannte der ehemalige Farmer die mißtrauschen, verächtlichen Blicke derjeniger, die um seine wahre Natur wussten. Warum eine Freundschaft zerstören, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte? Arson lächelte.
"Wenn du möchtest rede ich mit Meister Orun, auf dass er dich anspricht. Es ist Framden verboten mit den Baals zu reden, bevor sie dich nicht von sich aus angesprochen haben. Er könnte dich in die bruderschaft aufnehmen."
29.08.2002, 15:26 #48
Samantha
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Samantha hatte sich den Schemel vors Bett gerückt und aufmerksam gelauscht. Der Schläfer. Das war es also, das heilige Wesen des Sumpfes, der barmherzige Retter in ihrer Not, der ihr Einlass gewährt hatte.
Ihre Wangen fingen an zu leuchten, als sie wieder zu Arson sprach.
"Der heilige Schläfer! Er war es also, der mir Unterschlupf geboten hat in meiner Not. Ich möchte ihm für immer danken, ihm dienen und ihn ehren. Bring mich zu diesem Baal, mein Freund, sobald es euch wieder besser geht. Ich will dem Sumpf mein Leben geben."
Sie war richtig ins Schwärmen geraten. Mit verhangenem Blick schaute sie auf einen Punkt oberhalb des jungen Mannes an der Wand, bis sie schließlich merkte wie abwesend sie war. Verwirrt blinzelte Samantha und richtete ihren freundlichen Blick wieder in die Augen Arsons.
"Übrigens, muss ich mich dann für einen Bereich entscheiden? Ich weiß nämlich noch nicht ob mir die kriegerische oder diese andere Seite mehr zusagt. Aber ich kann mit Einhändern umgehen, kann ich mich mit dieser Fähigkeit hier nützlich machen?"
29.08.2002, 15:38 #49
Arson
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Arson lächelte. Samanthas Eifer erfreute ihn. Auch sie schien der Schläfer aus der Not errettet zu haben, um sie schließlich hierher zu führen. Sie würde sicherlich hervorragend in die Bruderschaft passen.

"So sei es, ich brigen dich zu Meister orun, sobald meine Füße mich wieder tragen. Und sei unbesorgt, es steht einem jeden Mitglied frei, den körperlichen oder den geistigen Pfad des Schläfers zu wählen. Deine Fähigkeiten mit dem Schwert wären, würdest du sie zur perfektion bringen, sicher ein guter Grundbaustein für eine Berufung zur Templerin, doch auch so mancher Baal versteht die Klinge tanzen zu lassen. In der Anfangszeit wirst du als Schwester und später als Novize jedoch erst einmal den Lehren der Baals lauschen und die Bruderschaft durch Arbeit in der Sumpfkrautverarbeitung unterstützen. Wir leben vom Sumpfkraut, es ist unser wertvollstes Gut, da wir es mit den anderen Lagern gegen Lebensmittel und allerlei andere Dinge tauschen. Du wirst es schon bald selbst probieren können, es öffnet den Geist und ermöglicht es den Baals mit dem Schläfer in Kontakt zu treten. Es gibt zahlreiche Schritte in der Produktion des Krautes. Da wären einerseits die Stampfer, welche die Sumpfpflanzen zerkleinern. Dann gibt es die Alchemistenhelfer, die es potionieren und rollen. Eine andere Tätigkeit ist die des Händlers, doch dort werden zumeist nur Novizen eingesetzt. Ich selbst arbeite draußen um Sumpf, bei den Erntern. Dies ist die gefährlichste Tätigkeit, doch die Arbeit selbst ist nicht so eintönig wie zum Beispiel das Stampfen oder das Rollen. Die Entscheidung, welcher Arbeit du zugeteilt wirst, entscheidet für gewöhnlich ein Baal, in diesem Fall Meister Orun. Keine Sorge, du wirst das Leben hier mögen."
29.08.2002, 15:50 #50
Samantha
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Samantha spielte mit einer Locke herum und musterte den junge Mann. Neben seinem gelblichen Verband sah man deutlich die Muskeln hervortreten, er würde sicherlich mal ein guter Kämpfer werden. Wenn sie da ihre eigenen Ärmchen sah... ein bisschen Training würde bestimmt guttun, sie würde sich sofort nach der Aufnahme um einen Stampf- oder Erntejob bewerben.

"Dann ruh dich mal schön aus, damit wir bald zu diesem Baal Orun gehen können", sie zwinkerte. Diese Ungeduld, entsetzlich. Eine große Schwäche von ihr.
"Bekomme ich dann auch ein Dach über den Kopf und ein Schwert? Neue Klamotten würde mir auch nicht schaden..." Sie schaute an ihrem zerfetzten Kleid hinab.
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