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[GM] Adanos Vermächtnis #2
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25.12.2003, 17:42 #26
Taurodir
Beiträge: 3.553

"Oh nein, ich werde nicht loslassen. Geschworen hatte ich euch meine Treue, geschworen hatte ich euch, sogar mit meinem Tode euch zu helfen, und nun werde ich nicht davon flüchten, wo die Situation es nun verlangt, an eurer Seite zu bleiben.
Soll es der Tod sein, dann soll es der Tod sein. Doch es besteht Hoffnung. Ich werde nicht allein diesen Felsen hochklettern. Nicht ohne Euch.

Wenn Ihr nun fällt, werde ich auch fallen, denn den Tod einer Gefährten, einer Freundin, werde ich nicht ertragen können.
Greift zu! Nimmt meine Hand, wir werdens schaffen.
Es ist nicht das Ende Xalvina, es ist ein neuer Beginn..
So bitte, vertraut mir" rief er..

Taurodir konnte nun nicht einfach zurückkehren, alleine, ohne sie. Seinen Eid wollte er nicht brechen, und es lag auch nicht mehr nur am Eid. In allen Herzen der Gefährten hatte diese Frau einen Platz gewonnen, und ohne sie würde er und die anderen nirgendswo hingehen.
Ein letztes Mal sammelte der Paladin seine Kraft, und vergaß das Gewicht seiner Rüstung, und blickte ins Gesicht der Magierin. Alles um sich herum wurde vergessen, nur Xalvina befand sich nun für ihn in der Welt. Es galt sie zu retten, für ihn und die anderen.
Auch sah er das Gesicht seiner Geliebten in ihm, es war wie eine Art Prüfung für ihn.

Der Paladin quälte sich, und die Hand gelangte weiter zur schönen Frau. Er achtete nicht mehr darauf, dass es auch für ihn hier nun eng wurde..

Würde sie fallen, dann auch er.
25.12.2003, 18:09 #27
Xalvina
Beiträge: 1.273

„Du bist verrückt. Du wirst mit mir sterben. Warum machst du dies – es ist naiv. Wenn zwei Leben zu retten sind, dann rette hierbei zumindest dein Eigenes. Dann lohnt es für mich zumindest zu sterben, für etwas Gut was ich für euere Menschheit getan habe. Du könntest draufgehen, verstehst du die Situation nicht?

Warum?“

Kurz schwieg sie und sie senkte ihren Kopf. Es sah aussichtslos aus. Noch immer hielt sie sich mit ihrer Linken an der rettenden Hand des Paladins, welcher selbst versuchte sein Eigengewicht, die der schweren Paladinrüstung und nun auch noch ihr Körpergewicht trug. Es musste eine Extreme Belastung für ihn sein mit dieser Situation körperlich als auch seelisch. Wie konnte er damit nur fertig werden? Xalvina wollte nicht dass ein Anderer sein Leben aufs Spiel setzte, doch gleichzeitig fühlte sie sich von einer ungeheueren Schuld belastet. Sie war eine Last. Sie lies sich hängen, obwohl der Paladin trotzdem versuchte sie noch aus der Gefahrenzone zu holen. Sollte sie nicht zumindest versuchen, ihm eine Hilfe zu sein anstatt einer Last. Sie musste es zumindest versuchen irgendwo einen Halt zu finden. Über ihren Kopf lag der Felsenstein an dem sie sich eben noch gestützt hatte zum Greifen nahe, sodass sie versuchte diesen mit ihren Fingerspitzen zu erreichen.

„Aber ich kann dich nicht davon abbringen, deine gottverdammte Moral zu brechen und mich im Stich zu lassen. Warum müsst ihr Innoskrieger immer nur den Helden spielen.“

Die Fee grinste verschmitzt während sie mit einem Unterton von Ironie sprach. Sie versuchte den Felsen über ihr zu erreichen, doch ihre Fingerkuppen rutschten andauernd ab. Bloß nur noch ein kleines Stück…
25.12.2003, 18:24 #28
Xion1989
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Xion stand ruhig da. Er hatte einen angezündeten Stängel Kraut im mund und betrachtete das ganze geschehen. Irgentwie beneidete er die Kämpfer denn gezielt töten konnte er nichtmehr. Langsam aber sicher errinerte er sich an seine alten tage in denen er noch ein begnadeter schwertkämpfer war. Wie gerne würde er jezt einem piraten sein schwert durch den kopf rammen doch das würde wohl nichts werden. Langsam erhob er den Kopf und sah 2 Piraten die ihn wohl nicht sehr mochten. Sie rannten sofort auf ihn zu und schlugen zu doch da war Xion schneller , lag auf dem boden und brach einem mit einem gezielten tritt vors knie das bein. Ruhig schaute er den zweiten an der von Xion kraft leicht verblüfft war. Schnell kam der pirat auf ihn zu und wolte gerade zustechen als er merkte das sein Schwert fehlte. Lächelnt sprach Xion Na? Wo ist den dein Säbelchen?
Gerade wollte der Pirat auf ihn einschlagen als man plötlich etwas spitzes Rötliches aus seinem Hals ragen sah. Tja... Nie den Rücken freihalten.
Xion lies das Schwert mit der Telekinese Rune rechts aus seinem hals gleiten und schaute in die leere des abgetrennten Kopfes. Ruhig schloss Xion die augen und genoss den Blutregen der durch das spritzende Blut aus dem Hals des Piraten stammte. Der andere Pirat mit dem gebrochenen bein schaute nur angeekelt zu Xion. Mit finsterem blick schaute Xion zu ihm und trat einmal auf seinen kopf sodass er zersprang. Nun schritt er langsam zur klippe und beobachtete wie ein Paladin irgentetwas an der klippe machte. Ruhig schritt er auf die Klippe zu und beobachtete wie er Xalvina helt. Stark grinsend schaute Xion die Tiefe klippe runter und warf den stummel seines Krautes hinab. Es flog und flog und flog bis es unten aufklatschte. Ruhig sezte er sich an die klippe und sprach Hui... Ganz schön tief. Man kanst du froh sein das er dich hält und versucht dir zu helfen sonst würd es bald sehr über für dich aussehen.
Lachend zündete sich Xion einen stängel an und genoss den ausblick Xalvina fast fallen zu sehen.
Jeder soll sein schicksal selbst in die hand nehmen weist du das nicht?
Ruhig schüttelte er den kopf und schaute weiterhin zu Xalvina...
25.12.2003, 18:25 #29
Taurodir
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"Es geht nicht darum, den Helden zu spielen. Es geht um das Leben einer Person, die wir alle lieb gewonnen haben. Und dafür lohnt es sich zu kämpfen. Dafür lohnen sich alle Bemühungen, alle Schmerzen. Kommt, wir werden dies schaffen, habt Mut und keine Angst, blickt nicht runter, blickt nach oben. Vergesst die alten Zeiten, denkt an die neuen, die folgen werden.
Reicht mir eure Hand!"

Ein letztes Mal biss der Krieger die Zähne zusammen, und streckte die Hand aus, lehnte sich noch weiter nach unten. Es schien, als würden seine Finger wachsen, denn mehr und mehr näherte er sich der Hand der Magierin, bis sie es geschafft hatten. Ein erleichterndes Gefühl war dies, ihre Hand zu spüren, endlich..

Doch die Last war zu spüren, noch hatten war das Werk nicht vollbracht.
Mit aller Kraft hielt der Paladin die schöne Frau in der linken Hand, und kämpfte sich mit seinen Füßen und seiner rechten Hand nach oben.
Sie würden es schaffen, ans Aufgeben dachte er nicht mehr..

Jeder Schmerz wurde vergessen, der Blick galt nur nach oben, und so versuchte Taurodir auch die Schwere seiner Rüstung und der jungen Frau, die sich feste an seiner Hand hielt, zu vergessen.
Es waren immer wenige Centimeter, die sie hoch gelangte, zum Ziel. Und doch schien es so, als ob sie es schaffen würden...

Die letzte Kraft, die sich in ihm befand, wurde ein letztes Mal gesammelt. Laut brüllte der Krieger, und sein Wille wurde nicht geringer. So schmiss er sich und die Magierin mit letzter Mühe über den Rand dieses Felsens..

Müde lag er dort, und blickte zur Magierin, mit einem leichten Lächeln im Gesicht.

"Hab ich es Euch nicht gesagt?"
25.12.2003, 20:13 #30
Cain
Beiträge: 3.358

Xalvina! Cain nahm seinen Blick von dem Piraten und sah zu den zwei Personen, die keuchend auf der Erde lagen. Taurodir hatte es geschafft. Cain lief auf beide zu und beugte sich über die dunkle Fee.

Wir waren in großer Sorge um euch! sagte er und lächelte. Das erste mal, dass Cain aus freien Stücken wieder lächelte.
Doch dann wandte er sich zur Seite und sah, wie Fisk mit Siver kämpfte. Dieser Man hatte Xalvina beinahe getötet und nun schlug er sich auchnoch so wacker. Im Moment jedoch war Ruhe. Der Pirat klopfte mit blinder Wut gegen die Mauer aus Eis und Fisk stand daneben und bereitete sich vor.

Was würde noch alles auf sie zukommen? Cain war nur knapp dem Tode entkommen, dadurch dass er sich umbringen wollte und Xalvina währe beinnahe in die unendliche Tiefe gefallen. Die Gruppe musste enger zusammen halten. Sie hatten schon Dark_Cycle verlohren.
Was konnten sie noch tun?
25.12.2003, 20:52 #31
Erend
Beiträge: 4.703

Er hatte es geschafft. Dieser Teufelsbraten eines Paladins hatte es wirklich geschafft, Xalvinas Leben befand sich wieder auf sicherem Fuß, ebenso wie die Dame selbst. Übermütig grinsend sah Fisk zu Silver, welche über die Wendung dieser Ereignisse zwar nicht sehr erfreut schien, doch äußlerich noch immer den selbstsicheren Meuternden spielte. Die goldenen Säbel schräg vom Körper abgewinkelt, ging er auf Fisk zu, welcher sich in Kampfposition begab. Etwas an diesem Piraten stimmte nicht, das merkte er. Und da geschah es wieder: Mit einer Geschwindigkeit, mit der nicht einmal Fisk, ein meisterhafter Akrobat, mithalten konnte stürmte Silver auf den Drachenjäger zu und ließ sogleich von beiden Seiten das schimmerne Edelmetall herabfahren. Fisk blieb nichts anderes übrig, einen dieser beiden Schläge musste Fisk einstecken, und da er gemerkt hatte, dass Silvers Schläge, welche vom linken Arm ausgingen stärker waren als die vom rechten.

Mit einer Bewegung, die einem wuchtigen Herumriss glich, änderte er die haltung seiner Oberkörpers, wobei er den zweiten goldenen Säbel aus den Augen verlor. Silver hatte mit links, wie Fisk es erwartet hatte, zuerst zugeschlagen, sodass Fisk diesen Schlag mit Schwert und Dolch parieren konnte, wobei er es mit einer flinken Bewegung schaffte, Silver die wertvolle Waffe zu entreißen. Doch wie erwartet traf auch die weitere Klinge ein...
Mit einem zischenden Geräusch hämmerte die Waffe auf Fisk ein, größtenteils traf sie auf den erzgeschützten Rücken, doch die Klinge nahe der Parierstange riss in seinen Arm und ließ die rote Flüssigkeit, genannt Blut, auf seine schimmernde Klinge tropfen. Der Drachenjäger schrie auf, ließ sich jedoch nicht von der Verwundung beirren. Mit einer raschen Bewegung wandte er den Dolch in der Hand, holte aus und rammte Silver den Knauf der Waffe mit aller Kraft gegen die schläfe.

Ebenso, wie der Einhandlehrmeister geeschrien hatte, schrie nun auch Silver, wobei sich die Geräusche, die seinen Mund verließen, eher nach dämonischen Gebrächen anhörten, als nach einem Schrei. Fest umklammerte der Pirat seine Schläfe, wobei er nach hinten taumelte, unwissend stets näher dem Abgrund kommend. Beinahe erwartete Fisk, dass der Pirat von alleine stürtzte, doch dies trat nicht ein. Gerade wollte Fisk, welcher nun selbst seinen Dolch zurück in die Scheide gesteckt hatte und seinen Arm umklammerte, dem meuternden Kapitän den Gnadenstoß geben, als dieser seine goldee Klinge erneut erhob. Fisk sah das Edelmetall, wie es herab fuhr und seinem Gesicht immer näher kam. Dann ein Schrei. doch es war nicht Fisk, der jenen ausstieß. Es war Silver, und als der Drachenjäger zur seite sah erkannte er eine Person, welche Silver gegen die schulter stieß, sodass jener das Gleichgewicht verlor und mitsamt seiner Waffe hinab stürtzte in die Dunkelheit.

Keuchend hob seinen Kopf und sah hinauf. Vor ihm stand einer der Männer Silvers, ein jüngerer Pirat, der jene, der sich geweigert hatte Silvers finsteren Befehlen folge zu leisten. Lächelnd reichte er Fisk die Hand, welcher in jene einschlug und sich hinauf ziehen ließ.
26.12.2003, 00:51 #32
Xion1989
Beiträge: 574

Xion schaute ruhig die klippe entlang. Sie hatten es also rauf geschafft... Nicht schlecht dachte er und zündete sich einen weiteren stängel kraut an.Ihm war irgentwie langweilig. So stand Xion auf und schaute zu Xalvina. Mit einer hand in der Tasche und der anderen hängend wühlte er etwas herum und fand auch sein lieblingsstein. Dieser Rubin war Tiefenblau und wenn man ihn lange anschaute dachte man man würde sich in ihm verlieren. Welch ein schöner stein. Zu schade das ich dafür keine verwendung mehr hab...
Stillschweigend schritt Xion zu Xalvina und sprach
Nochmal glück gehabt...
Ruhig glitt Xions hand in Xalvinas Tasche und er lies den edelstein fallen . Schnell zog er die Hand aus der Tasche , streifte leicht Xalvina selbst und schritt weg....
26.12.2003, 11:49 #33
Erzengel
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Geistesabwesend stand er schon die ganze Zeit etwas abseits und starrte mit leeren Augen auf ein ziemlich alt aussehendes Pergament, er selbst wusste nicht ob ein Pirat es verloren hatte oder ob es irgendwie die Jahrtausende hier unten überdauert hatte, aber fest stand, dass es Teil ein Buches, vermutliches ein Tagebuch, gewesen sein muss, so sah der Text zumindest aus...
"Heute ist Wintersonnenwende und endlich habe ich sie getroffen", begann er zum tausendsten mal zu lesen.
"...die Eldar – das Sternenvolk." Ein schöner Name für diese Spezies, doch nur einer von vielen.
"Niemand kann mit ihrer Schönheit mithalten, sie ist so atemberaubend, dass sie nur von der absoluten Reinheit ihrer Seelen übertroffen werden kann. Ich bin so froh diese Wesen einmal gesehen hab zu dürfen. Sie gaben mir köstlich Speis und Trank und Bett. Nach einer langen Wanderung durch den Tempel haben sie mich über einen wunderschönen Fluss gefahren, der wie ein Sternenhimmel glitzert, wenn alles Licht um ihn herum erlischt. Nur draußen ist es noch schöner, dort glänzt in der Nacht das ganze Meer und verschmilzt mit dem Himmel, dass es keinen Horizont mehr gibt." Der Gildenlose erinnerte sich an das Wasser des Flusses und das des Meeres, sie glitzerten nicht, weder Nachts noch Tags, sie waren trüb, verseucht und voll von Tod.
Dunkelheit umfing ihn, er hatte es satt, alles kotze ihn an. Zu lange waren sie nun schon hier unten, zu lange hatte er keine frische Luft mehr geatmet, nur dieses verpestete Gas, es fehlt nur noch ein Funke und er würde explodieren. Dennoch war er erfüllt von Gleichgültigkeit, ein widersprüchliches Dasein, das er trotz dessen schon so oft durchlebt hatte, dass ihn der ewige Kreislauf schon wieder ankotzte. Er wollte weg, einfach weg, egal wohin, nur raus hier.
26.12.2003, 13:19 #34
Xion1989
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Xion war erleichtert. Xalvina hatte anscheinend nichts gemerkt das war auch gut so. So müsste er ihr keine erklärungen abliefern. Schnelln rief er Schau in deine tasche... Darin ist ein geschenk und ging weiter. Stillschweigend rauchte er sich einen stängel Schläferskraut und genoss die stille.
Plözlich durfuhr ihn ein schmerz der dem eines messer ähnelt und glitt durch seinen ganzen körper. Schnell viel er auf die knie und kniff die Augen zusammen. Was zur Hölle ist das?! Unter Schmerzen lag er am boden und keuchte doch er wusste nicht wieso. War es der Edelstein den er abgab? Wollte der Edelstein zurück zu ihm? Er wusste es nicht doch er würde diesen Stein niemals zurück nehmen. Nach einiger zeit klangen die Schmerzen leicht ab doch die kraft zum Aufstehen fehlte ihm.Hilfe wollte er keine doch diese schmerzen waren fast unerträglich. Was sollte er dagegen tun? Ruhig und langsam hohlte er seinenStampfer raus und machte etwas Kraut klein. Dann mischte er Heilkräuter hinzu und drehte sich 5 Stängel. Nun hatte er keine Heilkräuter mehr doch das war es ihm wert. Ruhig und unter Schmerzen rauchte er einen stängl von den Heilkräutern und merkte auch gleich wie der Schmerz nachlies. Puh... Noch einmal glück gehabt aber ich brauche jemanden der mit mir Heilkräuter suchen geht... Stillschweigend stand er auf und suchte jemanden der ihm helfen würde...
26.12.2003, 15:41 #35
Xion1989
Beiträge: 574

Xion ging langsam durch die gegend denn er musste ja Heilkräuter finden. Das würde ihm spätrer bestimmt sehr nützlich sein. Stillschweigend wandte er sich wieder von der gruppe ab und durforstete die gegend. Nach einiger zeit kam er zu einem kleinen Hügel. Dieser war voll mit Kräutern doch irgentwas beunruhigte Xion.Ruhig schritt er auf den kleinen Hügel als plözlich 3 Warge hinter ihm Standen und Knurrten. Langsam dregte er sich um und beobachtete ganz genau was diese Tiere machten... Langsam nahm er seine WindfaustRune und sammelte seine energie. Mit einem ruck flog eine riesige windböe zu einem Warg und schleuderte ihn in die luft. Als er landete krachte er durch eine Stalaktite und verblutete langsam. Xion war glücklich das merkte man ihm an. Voller eifer lies er mit seiner Pyrokinese Rune den zweiten Wolf verbrennen. nun war nur noch der dritte da... Mit einer windfaust schleuderte er sich in die luft und landete mit beiden füssen auf dem kopf des Warges. Der kopf zerplazte und Xion sammelte die kräuter und gesellte sich zurück zum rest...
26.12.2003, 17:28 #36
Freibeuter Jack
Beiträge: 16

Jack hatte in letztem Moment, der entscheidend gewesen war, jenen besten Freund in den Abgrund gestürzt. Nein er war kein bester Freund mehr, er hatte ihn verraten und der Schock saß noch lange in ihm. Sie hatten zwar nicht die Waffen gekreuzt, aber vielleicht wäre der junge Seemann auch gar nicht dazu fähig gewesen. Vor ihm war fast eine Welt zusammen gebrochen. Seine Welt. Noch gut erinnerte er sich an all diese vielen schönen Stunden an Seite seines „Freundes“. Warum hatte das Silver getan? Wart es nur das Gold, das seinen Verstand genommen hatte und zu einem Wahnsinnigen gemacht hatte? Oder war es die Reise gewesen, die seine Wahrnehmung genommen hatte und all jegliche Moral? Er war ein Mann mit Ehre gewesen. Viel Ehre. Und trotzdem war er in einem fast bemitleidenswerten verwirrten Zustand gestorben. Noch immer konnte es Jack nicht fassen, da nun alles was je sein Leben verband verloren war. Ramiz, der Einarmige Kämpfer, welcher klasse im Kartenspiel gewesen war, lag nun tot neben ihm, Crabis und Erol welche zwar beide nicht viel in der Birne besaßen aber ihn stets zum Lachen gebracht hatten, lagen verdreht und tot auf einem Goldhaufen. Luis war der beste Krautmischer gewesen und Hurrikan – der seinen Namen durch seine Kampfart von der Meute bekommen hatte – war der beste Wettsäufer, dem man auf der Navaric begegnen konnte. Sie waren tot. Mit offenen Augen lagen sie da, meist in einer Blutlache. Jack schmerzte der Anblick, sie waren Silvers treue Männer gewesen. Er war ein toller Mann gewesen. Ein hervorragender Kämpfer. Und jetzt hatte alles ein tragisches Ende genommen.

Er reichte dem fremden Drachenjäger die Hand und zog ihn hoch, doch sein Blick hatte er noch immer auf die Schlucht gerichtet, wo Silver mit einem grässlichen Schrei Kopfüber hinunter gefallen ward. Ehrfürchtig so hatte er noch immer seine Hand am silbernen verzierten Griff seines Degens. Noch eine ganze Weile starrte er in den Abgrund.


„Innos möge Gnade für dich walten, alter Freund.“

Seine Worte waren leise und in einem leisen Gemurmel unter gegangen, denn er hatte seinem toten Freund verziehen. Er wollte es besser machen als er, doch diesmal mit Gerechtigkeit und Ehre, mit der ein wahrer Pirat kämpfte. Doch hier hatten sie genug gekämpft, dass Massaker und Zwietracht sollte die Gruppe nicht noch mal spalten, sie sollten nicht gegen sich selbst kämpfen. Sein Blick ruhte nun auf seine Klinge. Mit ihr würde er kein unnötiges Blut mehr vergießen wollen und wenn nur noch derjenigen, die es verdienten. So benannte der junge Seemann seine Klinge nach seinem alten Freund und begab sich dann nach einigen Schweigeminuten des Alleinseins zur Gruppe, welche offensichtlich verteilt und vereinzelt von allein Seiten nun sich wieder nach dem Kampf fassten. Auch die Schwarzmagierin schien gerade aus der Klemme gerettet worden sein. Respektvoll blickte er den Paladin an, welcher trotz seiner schweren Rüstung die Frau gerettet hatte, die sie alle mit dem Adanos Tempel verband. Jack bewunderte den Paladin für seinen Mut und Kraft und seine Hoffnung, mit der er kämpfte. Er selbst hatte früher immer geträumt selbst ein Streiter Innos zu sein und vielleicht wäre er auch ein guter Kämpfer geworden, doch nun hatte er selbst seine eigene Aufgabe, die er zu bestreiten hatte.

Er sah sich kurz um, doch er interessierte sich nicht für das Gold, was um ihn herum lag. Es war mit Blut besudelt und zwar das seiner besten Kameraden. Dieses Gold war eine Falle für die Gruppe gewesen, ihren Zusammenhalt zu schwächen und beinahe wäre dem Feind gelungen, die Gefährten aufzureiben. Jetzt war ihre Anzahl um die Hälfte geschrumpft, sodass sie nun umso mehr Schwierigkeiten haben würden, den folgenden Kämpfen stand zu halten. Kurz sah Jack in alle Gesichter und wusste nicht was nun sein würde. Sollte er das Wort erheben? Er kannte sie nicht, doch er wagte sich trotzdem die Verschnaufpause nun zu beenden.


„Ähm.. es mag jetzt kein sonderlicher aufbauender Zeitpunkt sein, aber ich denke wir sollten nicht noch länger hier bleiben. Der Feind hat uns alle selbst und jedem eine List gestellt, wir wurden mit unseren eigenen Schwächen konfrontiert und nun… . Es hat uns nichts anderes als verlorene Leben gekostet. Dieser Platz ist verflucht und ich will keine dieser Goldmünzen an mich nehmen, welche mit dem Blut meiner eigenen Freunde befleckt wurde.
Lasst uns – zumindest ich werde mich jedoch nicht davon abhalten meine Ziele durchzusetzen, und deswegen werde ich weitergehen…“

Jack war sich ein wenig unsicher zu den Fremden zu sprechen, doch nach seinen Worten drehte er sich um und ging an allen Schätzen vorbei an die anschließende nahe Felsentreppe, welche in der Wand des Kraters eingeschlagen den Krater wie eine große Wendeltreppe hinab führte und stieg die ersten Stufen hinunter, von denen er noch sehr viele zu gehen hätte.
27.12.2003, 00:42 #37
Erend
Beiträge: 4.703

Prustend ließ sich der Drachenjäger zu Boden sinken und versuchte, die Hand von seiner stark blutenden Wunde zu nehmen. Verächtlich betrachtete er die rote Flüssigkeit, welche nun an seiner Hand klebte und warm an seinem Arm hinab quoll. Sein schwarzes Hemd war Blut getränkt und die Wunde selbst sah abstoßend aus. Grummelnd kramte Fisk mit seiner anderen Hand, welche sich durch die verletzung durch den Dämon an diesem Arm ebenfalls nur beschränkt bewegen ließ, in der mitgeführten Tasche herum und suchte nach dem kleinen Lederbeutel, in welchem der Drachenjäger stets die mitgeführte Arznei aufbewahrte.

Stumm barg er eine Heilpflanze und etwas seraphis, welche er dann auf einen der umherliegenden Steine legte und mit einem weiteren zermürbte, bis sich eine salbenartige Paste bildete. Behutsam ließ der Krieger seinen Zeigefinger durch die Pampe fahren, dann hob er ihn an und verstrich die Paste vorsichtig auf der Wunde. Seine Zähne rammten sich aufeinander und rieben umher, als ein erschütternder Schmerz seinen Arm erpackte und selbst seine Finger taub werden ließ, doch wollte sich Fisk nicht beirren lassen und trug sogleich eine weitere Ladung auf.

Langsam verbreitete sich die wohltuende Wirkung der dahergezauberten Mischung und breitete sich gemächlich über den Arm des Drachenjägers aus, bis jener begann, auch seine Finger wieder zu spühren.
"Das dürfte für eine Weile reichen.." murmelte er, mehr zu sich selbst als zu irgendwem anders und begann, sich gemächlich aufzurichten. Nach ein paar Minuten war alles wieder um Rucksack verstaut und jener fest verschnürt, sodass Fisk, wenn auch angeschlagen, bereit zur Weiterreise war.

Gerade wollte er sich nach Xalvina umsehen und nach der dem Zustand seiner geheimen Geliebten fragen, als er plötzlich ihre Stimme vernahm:
"Wir müssen runter!"
Fisk sah über seine Schulter und erkannte die junge Schwarzmagierin, welche gebückt am Rand der Klippe saß und hinab blickte. Undgläübisch tätigte Fisk einige Schritte bis er hinter ihr stand, dann murmelte er: "Was? Du willst darunter?"
27.12.2003, 01:18 #38
Andor_Elyn
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Andor hatte es geahnt, von Anfang wusste der Waffenknecht, dass dieses Piratenpack nur Unheilbringen würde. Und nun hatte es sich bewahrheitet.
Aber sie hatten es alle halbwegs überstanden, den Wahn von diesem Kapitän Silver.
Der nun tot in diesem Abgrund lag, Goldgier das war das einzige was diese Leute kannten. Die Lust immer noch mehr haben zu wollen als sie alleine schon haben.

Aber nun müsste die Gruppe weiter gehen, sie hatten nicht so viele kämpfe überstanden um jetzt aufzugeben. Unsicherheit konnte man in fast jeden Gesichtern der Gefährten erkenne, aber dieser Ausdruck war auch berechtigt, viel war schon geschehen seit dem sie in Khorinis aufbrachen, vieles was einem im Kopf bleibt und vieles was man gerne nicht gesehen hätte.
Aber so war es halt, das war das Risiko was alle eingegangen waren als sie auf die Navaric stiegen, um sich auf dieses Abenteuer zu begeben.

Mit einem Schmerzvollen Ruck zog sich Andor wieder vom Boden hoch auf dem er nun lag, seine Verletzungen schmerzten immer noch sehr. Sein linkes Bein mit dem er nur kläglich auftreten konnte genauso wie, seine linke Seite von seinem Torso, diese Wunde kam sogar noch von dem Lee angriff am Marktplatz.
Aber nun aufgeben wollte er auch nicht, wenn er schon sterben würde dann würde es auch im Kampf sein und nicht wie eine elende Rate auf einem steinigen nassen Boden, wegen seiner Schmerzen.


„Nun los freunde, weiter geht die Tour durch die Hölle, ich weis meine Worte muntern nicht gerade auf aber fast euch mut bald werden wir es überstanden haben, das Fühle ich!!“
27.12.2003, 14:57 #39
Sly
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Sly stand ebenfalls an dem Krater und sah hinunter. Doch er konnte eine Treppe erkennen die weiter hinunter führte. Schnell sah er sich um , wo man sie betreten könnte. Doch das schien unmöglich, denn entweder im Laufe der Zeit oder beabsichtigt fehlte das Stück, dass sie runterbrachte von ihrem Standpunkt aus. Der ehemalige Söldner sah weiter hinunter. Die Treppe führte spiralförmig in den krater hinein und wie er das bis jetzt beurteilen konnte fehlte nur das Stück bei ihnen, war also wahrscheinlich beabsichtigt entfernt worden. Sly sah sich um , da ragte ein Stein aus dem Felsen. Schnell hatte er das Seil mit einem kräftigen Knoten an dem felsen befestigt und warf das Ende über den Krater. Er selbst hätte diese hilfe wohl nicht gebraucht, doch er zweifelte an, dass die anderen sehr gute Kletterer waren. Also nahm er das seil und hielt es hoch.

"So ein Schnellkurs in Klettern! Ich zeig euch wie ihr da geschickt runterklettern könnt. " Der Söldner wickelte das Seil einige Runden um sein Bein und verharkte es in seinen Händen. "So und um abzubremsen haltet euch einfach fester am Seil fest , dann wird eure geschwindigkeit abgebremst. Sly ging zur Klippe und sprang mit einem beherzten Sprung hinunter. Im fall passte er auf , dass er nicht gegen irgendetwas knallte und so schon war er wenig später geschickt unten angekommen. "[i]So der nächste bitte." Als nächstes kam Xalvina das Seil heruntergerutscht. Sly sah ihr zu wie sie sich dabei anstellte, die Dame machte das garnicht mal so schlecht, doch sie wurde irgendwie immer schneller. "Xalvi langsam könntest du mal etwas bremsen. " Doch das schien ihr nicht ganz zu gelingen und der ehemalige Söldner wusste nicht so recht was er tun sollte, sie würde ein wenig zu feste auf den Boden aufknallen. Sie würde es überleben aber es würde sehr wehtun. Er musste sich etwas einfallen lassen. Er sah sich um , sah zur Wand und grinste. Wenn er den richtigen Zeitpunkt abpassen würde, hätte er eine Chance, dass ganze noch mal gut ausgehen zu lassen. Er brachte sich in position, während Xalvina immer schneller hinunterraßte. Dann lief er an der Wand entlang , sprang in die Luft plazierte dabei seinen Fuß an der Wand und stieß sich erneut ab um noch etwas an höhe zu gewinnen und sprang mit offenen Armen auf Xalvi zu. Er hatte sich nicht verschätzt und konnte sie so packen. Die Magierin schien überrascht von Slys reaktion zu sein und ließ das Seil los. Im fall drehte sich der ehemalige Söldner noch einmal und bereitete sich mental auf den Sturz vor , der ihnen mit sicherheit bevorstand. Dann knallte er auch hart auf den Boden auf. Die Luft entwich seinen Lungen und er keuchte etwas. Stand aber sofort wieder auf um tief durchzuatmen. "Xalvi aufpassen bitte. " keuchte er.

Dann ging es weiter mit den Gefährten , die meisten kamen heil an nur bei Andor sah es etwas kritisch mit dem Bein aus. Der ehemalige Söldner kletterte daraufhin erneut hoch und half ihm einen anderen beinschonenden Knoten anzubringen und half ihm beim herunterklettern so gut es ging. Als auch dieser unten angekommen war löste Sly das Seil vom Felsen und kletterte ein weiteres mal den Felsen herunter. Er hatte keine Probleme damit , da die Wand sehr uneben war und es gute möglichkeiten gab sie herabzuklettern. Unten angekommen ging die Gruppe weiterhin den Weg den es zu gehen galt. Doch sie alle schienen müde und erschopft zu sein und so entschlossen sie sich eine Pause einzulegen auf einem der im Krater angesammelten Plateaus.

Jeder starrte mürrisch vor sich hin und Sy schüttelte nur den Kopf. "Kommt schon leute zieht nicht so mienen. wir schaffen das schon." och die Gruppe sah nur weiterhin deprimiert auf den Boden. Dann würde sich Sly halt mal wieder zum Affen machen.

Er hatte die Laute, die er von anfang an dabei hatte hervorgenommen und begann sie ein wenig zu stimmen. Anschließend nickte er und begann ein Lied zu singen

Ich bin schwul,ich bin jüdisch
und ein Kommunist dazu.
Ich bin schwarz und behindert,
doch genauso Mensch wie du.
Ich bin hochintelligent und doch so doof wie
Sauerkraut
ich bin schön ich bin hässlich
ich bin fett und gut gebaut
Es gibt nichts,nichts,nichts was dich besser macht als mich,denn auch du
hast deine Fehler,deine Fehler
so wie ich.
Und die Fehler sind nichts falsches
sie gehörn zu dir und mir,und wenn
du´s nicht auf die Reihe kriegst,
kann niemand was dafür

Du bist einer von Milliarden und das musst du akzeptieren,du bist einer von Milliarden Ärschen auf der WElt

Deine Werte deine Normen,die Moral
und das Gesetz,sind entbehrlich und
ersetzbar,überflüssiges Geschwätz
Heute gültig,morgen nichtig
übermorgen umgekehrt
was hier richtig oder wichtig ist
woanders ohne Wert
deine Götter deine Kirchen
Glauben ,beten,Religion
heute heilig,morgen Frefel,übermorgen blanker Hohn,und das Geld und der Ruhm und die
Unvergänglichkeit
sind bei näherem Betrachtenür´n Arsch

Du bist nicht der Mittelpunkt des Universums
du bist nur ein Arsch im Raum der Zeit

A E D C D C A G-A E D

Du bist nicht der Mittelpunkt des Universums
du bist nur ein Arsch im Raum der Zeit-
Fic* dich!


Damit hörte sein Lied auf. Die meisten sahen ihn etwas verstört und verdetter an aber das interessierte ihn nicht. Sie waren immerhin nicht mehr schlecht gelaunt
27.12.2003, 18:19 #40
Erzengel
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Sanfter Wind fuhr ihm durchs Haar und unweigerlich wurde er daran erinnert wie Necroels Hand früher als er noch jünger war immer dasselbe getan hatte... war das vielleicht er Grund für seine Windverbundenheit. Das bloße Klammern an verlorene Erinnerungen die niemals wiederkehren konnten? Er wusste es nicht, wie er so vieles nicht wusste... Unwissenheit hatte sich oft genug als Schwäche herausgestellt, hatte er deswegen seine Zeit im Kastell fast ausschließlich in der Bibliothek verbracht? Eigentlich war es auch egal, seine Gedanken kreisten um die sogenannten Eldar oder vielmehr wollte er sich damit ablenken, doch die Gedanken flogen in Wahrheit wild umher und verstrickten sich wie so oft in waghalsigen Spekulationen, Theorien wie sie merkwürdigerweise dennoch zum Großteil bestätigt wurden, wenn auch mündlichen oder von Visionen... Stütze er sich nicht auf jene Aussagen bräche sein gesamtes Bild von sich selbst zusammen und es würde wieder von vorn beginnen und zu den bisherigen wäre ein weiterer noch größerer Kreislauf gestoßen, der sich alle umringt und dazu verdammt ewig von neuen zu beginnen. Nein, seine wenige Lebenskraft verbat ihm ein solches Denken, stattdessen zog es sich in die Einöde des Alleinseins zusammen. Einsam und doch von so vielen Menschen umgeben das es kaum zu ertragen war, so war es damals und jetzt, nur unterschieden in der Zahl der Menschen, also wieder ein Kreislauf. Warum überhaupt verbat er sich selbst derartiges Denken, wenn es doch egal war, denn das Schicksal ließ seinen Tod nicht eher zu, bevor seine Bestimmung erfüllt sei... Nein halt, seine Bestimmung wurde in Gorthar vor einigen Monaten von Jeromé offenbart, stütze sich also auf eine Aussage, dessen Richtigkeit allein durch ein paar alte Bücher in seinem Turm im Norden bestätigt wurde. Mochte es Ausrede sein sich selbst nicht erlösen zu können sprich aus Angst? Doch blieb die Frage Angst wovor? Vor Schmerz, vor Tod? Er zögerte... Doch jenes Zögern schien eine Antwort zu erübrigen.
27.12.2003, 23:41 #41
Squall_L
Beiträge: 1.067

Squall war erleichtert als er sah das sie es geschafft hatten, doch was die anderen Drumherum machten konnte und wollte er nicht verstehen. Die mussten doch auch alle verrückt sein, der eine Xion machte blöde Scherze statt zu helfen und so ein anderer Typ sang ein völlig Sinnfreies Lied, das alles machte ihn krank.

Langsam fragte er sich warum er das hier tat warum setzte er sein Leben für ein Haufen Spezialisten wie er sie nannten aufs Leben, die waren doch alle nicht mehr ganz bei der Sache diese Dunkelheit hatte ihnen wohl den Verstand geraubt. Er konnte es langsam wirklich nicht mehr glauben.

Aber das Beste kam dann noch sie wollten nun diese Klippe auch noch hinunter. Das war alles zu viel für ihn. Er wünschte sich nur noch zu Hause im Kastell zu sein, was würde er dafür geben wieder in seinem Bett zu schlafen und nicht auf den harten Steinboden, was würde er für ein warmes Mahl geben. Squall war klar dass das hier eine Art Alptraum sein musste denn das alles konnte nicht war sein.

Wollte Beliar ihn testen? Wollte er schauen wann er ausrasten würde? Wollte er wissen wann er aufgeben würde? Oder hatte er Beliar verärgert? Mal wieder ein paar Fragen die ihn keiner beantworten konnte. Sebastian setzte sich auf den Boden und lies seinen Kopf in den Schoß fallen, er schloss seine Augen und wartet darauf das ihn endlich jemand aufweckt.
28.12.2003, 00:27 #42
Jabasch
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Dunkelheit, soweit das Auge reichte. Wie lange wanderten sie nun eigentlich schon durch dunkle Höhlen, Jabasch hatte aufgehört die Zeit zu zählen die sie bereits hier unten verbrachten. Nur die Fackeln die sie dabei hatten spendeten etwas Licht, aber die Reise ging langsam wirklich an die Substanz. Das ganze gekämpft, zuerst gegen Untote, dann gegen Ork und nun gegen ihre scheinbaren Verbündeten, obwohl Jabasch über ihr ableben nicht sonderlich trauerte. Das einzige was ihm sorgen machte war, sie alle wieder zurück zubringen. Jetzt wo Silver nicht mehr war, musste er wohl das Schiff sicher in den Hafen von Khorinis steuern, was er aber auch gerne tat.
Aber bevor sie die Heimreise antreten konnten mussten sie noch etwas erledigen, das weshalb sie das Schicksal hierher geführt hatte. Keiner wusste was sie dort unten erwartete, trotzdem stiegen sie die Stufen immer weiter ab.
Langsam schritt der Milizsoldat neben Taurodir her, vor ihm war die Schwarzmagierin die ihnen allen voranging.

Immer weite gingen sie hinab, und ihre Schritte schallten von den Wänden wieder, bis sie die letzen Stufen der Spiralförmigen Treppe hinter sich brachten. In der Mitte auf dem Boden lag der Tote Silver, in seiner Blutlache und neben ihm lag sein Degen.
Jack zuckte zusammen als er den toten sah, doch die Gefährten schenkten ihm keine weitere Beachtung. Viel mehr starrten sie auf den großen unterirdischen Tempel welcher sich hier unten aus dem Felsen zeigte.
Jabasch blieb einen Moment stehen und betrachtete die unglaubliche Baukunst, viele kleine Statuen waren auf Sockeln über dem Eingang und bewachten ihn wohl. Auch waren dort viele
Schriften eingemeißelt, in einer für den Milizsoldaten unbekannten Schrift.
Aber das erstaunlichste war wohl der Gewaltige Durchgang der in einen ziemlich großen Raum führte, alle konnten spüren das sie ihrem Ziel sehr nahe gekommen waren...
29.12.2003, 04:03 #43
Xalvina
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Schweigend hatte die Fee sich erhoben, als jener Paladin sie mit allen Kräften und trotz seiner Handicaps mit seinem Gewicht, Ihrem und seiner schweren Rüstung hochgezogen hatte. Xalvina hatte nicht mehr damit gerechnet, die Situation war aussichtslos gewesen und die Mission – wenn man von einer Mission reden durfte – war sowieso zum Scheitern verurteilt gewesen. Bereits als sie den Tempel betraten, hatte der Ärger begonnen, bereits als sie überhaupt die Seereise auf sich genommen hatten, war der Feind bereits auf dem Laufenden gewesen. Immer wenn sie versucht hatten eine Verschnaufpause sich zu gönnen, so attackierte sie der Feind sie von neuem und immer mehr waren Menschen gestorben. Die mitgenommene Crew Silvers hatte bis auf einen einzigen Mann hier nicht überlebt, obwohl die Dämonenbeschwörerin sich sicher war, dass noch draußen jene vereinzelte Männer – welche nicht durch die hinabführende Windeltreppe des Eingangs gestiegen waren – am Leben waren. Doch nun war ihr Kapitän tot. Er war ein seltsamer Mann gewesen. Ein Pirat. Er hatte vom Gold geträumt – was hätte sie anders erwarten können? Doch erst diese aussichtslose Reise und der immer mehr bedrückende Zustand auf der Seele hatten ihn Wahnsinnig gemacht.

Sie schaute auf den Lächelnden Taurodir, dem die eiskalte Schönheit – welche zwar nun auch nicht unbedingt sauberer und nicht so zerzauster wie die anderen aussah – kein besonderes Dankwort fand, da dieses Wort nicht viel ausdrücken konnte was sie aussagen wollte. Doch huschte ein leises flüsterndes „Danke“ über ihre vereisten Lippen, welche sich trotz der Eiskristalle auf ihnen zu einem Lächeln zogen. Das war das einzige Mal in ihrem Leben, dass sie je wirklich aus ihrem Herzen zu einem ihr fremden Mann lächeln konnte, doch so schnell dieses Lächeln gekommen war, umso war es auch schon wieder verschwunden.
Umso mehr machte sie sich Sorgen um die Verfassung ihrer noch übrig gebliebenen Gruppe. Sie wirkten nicht mehr so mutig und kraftvoll, wie sie sie am Anfang der Reise angetroffen hatte. Das Lächeln auf ihren Gesichtern war verblasst, die Augen funkelten nicht mehr hoffnungsvoll und abendteuerlustig, sondern sie waren matt geworden. Der Mut wat entwichen und in Wirklichkeit war es alles nur noch eine Frage des seelischen Leidens, wann auch sie die letzte Hoffnung verloren. Xalvina war sich umso mehr sicher. Sie würde hier unten wahrscheinlich ihr Leben verlieren, doch erst diese Lage hatte ihr eins im Leben erst beigebracht, was sie hätte niemals erfahren hätte.

Die Schwarzmagierin hatte hinunter in den Krater geschaut und hätte sie die freie Wahl gehabt, dann hätte sie abgelehnt, dort hinunter zu steigen. Aber hatten sie denn je eine Wahl gehabt? Sie konnten sich nicht ihren Weg aussuchen, und wenn dass ihr Schicksal war, dann musste sie dies auch so annehmen. Sie hatte eingewilligt als sie damals nach Khorinis aufgebrochen ward, bereits in der stürmischen Nacht, als sie das Buch aufgeschlagen hatte. Mürrisch starrte sie entschlossen hinab und verkündete knapp und bündig, dass sie trotz allen doch hinunter mussten, als sie jemanden neben sich treten sah. Zunächst sah sie nur flüchtig hin, doch dann sah sie dass es Fisk war, der sich neben sie stellte und hinunter schaute. Kurz musterte sie ihn, als sie sah, dass er nun noch mehr verletzt war als vorher. In ihrem eisigen Gesicht – wobei man hier wirklich davon ausgehen konnte, da Eiskristalle auf ihren Haaren, Augenwimpern und Lippen klebten und ihr Gesicht beinahe fast Grau geworden war – bildete sich eine Spur von Sorge. Es waren frische Wunden. Blut strömte. Wie lange würde dies sein Körper noch aushalten, wenn er jetzt schon geschwächt war. Sie sah auf seine Schulter wo sein Verband kläffte. Er war vergiftet. Und nun auch noch mehrmals verwundet. Sein Körper wurde auf Dauer die Körpertemperatur senken – und der Drachenjäger würde nicht an Blutungen sondern an dem Kältetod sterben.

Er würde diese Reise nicht überleben.
Nicht so.

Chancen gab es kaum. Und sie wäre bereits schon gestorben wenn die Gefährten nicht gewesen wären. Kopfschüttelnd sah sie ihn an doch sie mied ihn in seine Augen zu schauen, da sie es nicht ertragen konnte. Nicht mit dieser Situation. Nicht mit diesem Ausblick auf diese grausame Zukunft. Aber es gab keine Wahl.

So lies sie sich auch von Sly überreden, den heiklen Kletterzug zum Treppenanfang durchzumachen, wobei sie später stur und bockig behauptete, dass sie sich alleine helfen konnte und ihr rasanter Abstieg reine Absicht gewesen war. Sie wollte nicht von allen wie eine Porzellanpuppe behandelt werden, welche bei jeder kleinsten Gefahr zerbrechen konnte. Sie war lange genug in ihrem Leben alleine gewesen und sie musste sich immer auf sich selbst verlassen. Da brauchte sie keine fremde Hilfe (obwohl das nicht stimmte). Das wusste sie selbst, aber sie gab es nicht zu, da es ihr Stolz als Einzelgängerin und Schwarzmagierin einfach nicht erlaubte.

Trotzdem lief sie neben dem verwundeten Drachenjäger die endlosen Treppen hinab, die beinahe nicht enden wollten. Immer tiefer war es hinab gegangen und immer mehr zeigte sich ihre Erschöpfung durch das ewige Treppenlaufen. Zumindest konnten sie ja immerhin herab gehen und mussten nicht bergauf. Aber ein großer Trost war es nicht. Xalvina wusste dass sie nur ein einziges Mal diese Treppe entlang gehen würde – auch wenn in dieser langen Zeit kein Feind in Form von den seltsamen Fledermäusen her zeigte. Dennoch blickte sie immer nachdenklich und leicht besorgt in sein unterkühltes Gesicht. Er fror mehr als sie, zudem dass seine Rüstung zerstört ward und trotzdem tat er eisern daran, sich keine Schwäche nicht anmerken zu lassen. Sie verstand ihn eigentlich gar nicht. Warum machte er das immer noch mit? Nach all den Wunden, Schmerzen und Leiden ging er trotz seiner zunehmenden Schwäche weiter und immer weiter. Was gab ihm bloß die Kraft dazu? War es ein eiserner Wille den er – und nicht nur er sondern die verbliebenen Gefährten führten? Noch immer schmerzte es in ihrer Seele sie alle in diese Situation gebracht zu haben. Es war ihr Problem gewesen. Und nun würden andere Menschen mit ihr sterben. Er würde sterben.

Xalvina verstand sich selbst nicht mehr ganz.

Warum machte sie sich Sorgen um ihn? Sollte sie sich nicht eher um ihre eigenen Probleme kümmern? Sie verstand ihr eigenes Selbst nicht mehr warum sie seine Nähe suchte. Warum – das war ihre Lieblingsfrage, doch es gab keine Antwort darauf. Trotzdem suchte sie stumm und still beim monotonen Absteigen in die wohlgemerkte Hölle mit ihrer rechten Hand und den vereisten Fingerkuppen die Seine auch wenn sie nicht wusste ob er dies überhaupt noch spürte.


Der Abstieg war fast endlos gewesen, als sich der Nebel tief unten im hellen Blauen Licht lichtete und in dem riesigen Durchmesser dieses Kraters eine gefrorene Vulkanlandschaft zeigte, auf der sich in der Mitte von all dem auch noch ein seltsames altes Gebäude stand, was sie fast ein wenig an ihr vertrautes Kastell erinnerte. Aber es war anders. Und trotz der Entfernung wirkte es bereits schon Riesig in seiner Gestalt. War das der Punkt wo ihr Schicksal sein sollte? Ganz so unrecht hatte die Fee nicht, als sie diese seltsame Landschaft aus altem Lavagestein überquerten. Doch das eigentliche Beeindruckende war, die seltsame Lava selbst die unter ihnen in Flüssen strömte. Sie war hellblau – und sie wirkte wie eine gefährliche Masse. Noch nie hatte sie eine solche Lava gesehen – wenn überhaupt. Das würde ihr niemand glauben, wenn sie diese Geschichte erzählen würde. Aber warum sollte sie es denn auch? Die Dämonenbeschwörerin schüttelte nur den Kopf. Zumindest war geklärt woher das Blaue Licht herkam.

In dem Ruinentempel – wobei es witzig war, dass ich ein Tempel im Tempel befand - selbst gab es keine Stockwerke zu den seltsamen verlassenen Türmen hoch oben, stattdessen gingen sie einen Gang hinab, wo es eigentlich im Gegensatz zu Warm immer zunehmend Kälter wurde. Es gab keine Wege. Nichts. Nur ein Tunnelgang den sie immer weiter herab schritten – welcher mit einer anderen Überraschung endete. Sie landeten in einen großen Kreisrunden Saal, welcher fast identisch mit der Eingangshalle des Tempels weit oben ähnelte, nur dass es keine hohe Decke oder Kronleuchter gab. Genauso wie keine Labyrinthgänge. Nein. Stattdessen gab es etwas anderes. Auf dem Runden Mosaikkreis wo die seltsame Schlange mit den Köpfen abgebildet ward, stand jemand, der nun sichtbar wurde las sie hinein traten. Es wirkte klein und etwas dürr von der Gestalt, doch es schien sich zu bewegen. Irgendjemand zog bereits das Schert.

Doch als sich die gezauberten Lichtkugeln näherten, wurde sichtbar was für eine Gestalt sie sahen. Es war keine Gefährliche Kreatur. Auch keine verzauberte Statur. Nein.
Stattdessen stand eine lebendige harmlose Gestalt in einem zerfetzten dunklen Kapuzenmantel vor ihnen, dessen Arme und dunkles Gesicht wie Baumstammrinden erinnerten, obwohl in der Hand etwas hielt, was selbst Xalvina erstaunte. Der Silberne Stab. Ihr silberne Stab, den Silver in die Tiefe geschleudert hatte.

Und erst jetzt hob die Gestalt sein Gesicht,
als die stechenden Augen aus der Kapuze heraus schauten:

Der fahrende Händler.
29.12.2003, 13:38 #44
Erend
Beiträge: 4.703

Argwöhnisch musterte der schwächelnde Drachenjäger den alten, dürren Mann, welcher ihn auf jene Reise gelotzt hatte. Stumm trat Fisk etwas näher an ihn heran, wobei er jetzt erst verspührte, das Xalvina seine Hand umfasst und gewärmt hatte, und eine unglaubliche Kälte umpfing ihn, als er jene losließ. Musternd ließ er seine Augen über den zerlumpten Mantel, die stechenden Augen und die langen, krakligen Finger fahren. Zweifellos war es die gleiche Person, welche er auch auf Khorinis getroffen hatte. Khorinis. Diese gottverdammte Insel. Zwar hatte der Drachenjäger einige Wunden davon getragen, und auch seine Seele war durch die dämonische Vergiftung sehr mitgenommen, doch war er durchaus in der Lage zu sprechen. Und so lange er diese Gabe noch besaß, wollte er sie nicht unbenutzt lassen. Stumm schritt er auf den knorrigen Händler zu, wobei er versuchte, seine innerliche Schwäche zu verbergen. Das einzigste, was auf sein großes Leiden hinwies, waren die kleinen Atemwölkchen, welche von seinem Mund wesentlich schneller aufstiegen als von denen seiner Gefährten.

Nichts desto trotz erreichte Fisk als erster den Händler, da sich niemand anders daran versucht hatte. Behutsam schleifte er sich bis kurz vor den alten Mann, bis die weiß-grauen Wölkchen, die ihren Mündern entwichen, sich zwischen den Gesichtern der beiden trafen. Ein weiteres Mal holte Fisk tief Luft, bis die Kalte Substanz seine komplette Lunge mit einem weichen, kühlen Gefühl ausgestattet hatte. Kurz überlegte er über jene Worte, welche er nun mit der Kraft, die ihm nun noch zur Verfügung stand, aussprechen wollte:
"Was macht ihr hier? Wieder an unserer Bestimmung manipulieren??". Ein verächtlicher Ton nahm in seiner Stimme überhand, vorallem bei letzterem Satz. Und diese Wut war durchaus gerechtfertigt. Schließlich hatte Fisk diese Reise einzig aus dem Grund weiter begleitet, um Xalvinas Leben zu schützen. Doch hatte die Prophezeihung ihm das gesagt, das etwas besonderes wegen eben dieser Person geschehen würde. Und Fisk hatte die ganze Zeit geglaubt, das mit dieser Veränderung sein Tod gemeint war. Warum lebte er dann noch?
29.12.2003, 14:27 #45
Alter Händler
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„Ihr seid weit gekommen Krieger und Magier – Auserwählte.“

Seine Stimme klang krächzend und rau – doch war sie laut und deutlich im ganzen Großen dunklem Saal zu hören, welches nur von den magischen Lichtkugeln der Magier erhellt wurde, die um die Köpfe der Gefährten schwebten. Noch immer hielt der alte finstere Händler in seinen knotigen Händen den silbernen glänzenden Stab. Er erntete hasserfüllte Blicke, als jene Menschen ihn sahen, genauso wie der Drachenjäger, der vor ihm stand. Sie hatten viel durchgemacht und wirkten von ihrer Reise ausgezerrt – dabei hatte diese Reise noch gar nicht mal begonnen!

„Ich habe euch bereits hier erwartet, damit ihr euer Schicksal erkennen sollt, was euere Zivilisation erwartet...“

Er wartete auf wütende Schreie, warum man sie denn soweit hinunter getrieben hatte, was der Sinn dieser Reise war und weshalb sie hier waren. Doch das würden sie bald erkennen.

„Die Götter haben sich den Krieg geschworen. Beliars Zorn ist größer dem je. Er hat sich abgewendet um seine finsteren Pläne zu verwirklichen. Das Tier ist stark geworden – stark um den Menschen nun untertan zu machen. Das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit auf der Wage zwischen Leben und Tod ist zerstört,


denn das Schwert ruht nicht mehr.


Ich nehme an, ihr wollt den Grund für euere wahre Reise erfahren, auch wenn ihr es jetzt noch begreifen könnt...“
29.12.2003, 19:21 #46
Erend
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"Verrate uns unsere Bestimmung, bevor wir uns zur Umkehr beschließen!"

Entfuhr es dem verletzten Drachenjäger, welche noch immer eine seiner Hände sich auf die entstandene Wunde presste, während aus der anderen die Wärme, die durch die Hand dr jungen Schwarzmagierin gewirkt worden war, entfloh. Kurze Atemzüge stieß der Drachenjäger nun aus, zwar war das Blut um die Wunde getrocknet und verhinderte weiteren Austritt der wertvollen Flüssigkeit, doch schmerzten die Wunden, vorallem die, die Fisk durch den Drachenjäger erlitten hatte, sehr. Kurz glitt der Blick des Kriegers von dem alten Händler ab und musterte die Umrisse des Tempels, in welchem sie sich nun befanden. Ein Tempel im Tempel. Zunehmend faszinierte ihn diese Tatsache, doch blieb ihm nicht lange Zeit, noch einmal über all diese Bauwerke zu staunen, denn der alte Händler riss die Aufmerksamkeit des Mannes wieder auf sich. Stur musterten die grau-grünen Augen Fisks die seines Gegenübers, welche leer und unergründlich wirkten. Irgendetwas stimmte nicht...
29.12.2003, 20:21 #47
Erzengel
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Der Alte hatte echt Nerven hier aufzutauchen, der Gildenlose war sich nicht der einzige, der ihm nun gerne umgebracht hätte, doch sein Verstand, oder vielmehr der Teil, der noch vom Wahnsinn verschont war, riet ihm, sich das für später aufzuheben, ebenso seine neugierigen Fragen. Wer oder was mochte er wohl sein? Einer der letzten vom alten Volk, das hier einst lebte oder Wächter dieses Tempels? Auf jeden Fall kein Mensch, allein hätte kein Mensch es bis hier her geschafft, es sei denn er war Schwarzmagier oder diente Beliar anderweitig, wobei man als Schwarzmagier dem Fürst des Todes ja nicht direkt diente, da einer Diener für gewöhnlich irgendwie bezahlt wurde, was ja den Unterschied zum Sklaven ausmachte und bei Feuer- und Wassermagiern war das Magie, welche ihnen geschenkt wurde, doch Beliar schenkte den Dämonenbeschwörern die dunkle Magie ja bekanntlich nicht, sondern lieh sie ihnen nur, war eben ein alter Geizkragen. Zumindest irgendwie so hatte er es in Erinnerung... Er sollte sich weniger auf das zu verlassen, was er sich selbst aus Einzelteilen zusammengebastelt hatte, so wie eben das über die Schwarzmagier, er konnte es ja wenigstens einmal versuchen...
Der Vorstoß des Drachenjägers war nicht weiter verwunderlich, man spürte deutlich die Spannung in der Luft, Wut war die vorherrschende Emotion und doch hier und da ein wenig Erleichterung in ihren Gesichtern. Doch jenes große Bauwerk interessierte ihn selbst weit mehr als der Händler. Langsam näherte er sich dem Gebäude, er spürte eine deutliche Vibration seines Schwertes, die gesuchte Klinge konnte nicht mehr weit sein.
29.12.2003, 23:02 #48
Cain
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Stille herschte für Cain. Das einzige was er hörte war Blut, dass zu Boden tropfte. Sein eigenes Blut. Viel hatte er verlohren davon und es war kein Heiler da. Doch er beschwerte sich nicht. Er selbst hatte sich diese Wunden zugelegt und wenn sie seinen Tod bedeuteten hatte er es sich selbst zu verschulden.
So lange jedoch versuchte er mit der gruppe hinzuhalten. Es wurde Kälter. Der Tod wird uns alle ereilen, wenn wir so weitermachen wie bisher. sagte der blasse Wassermagier und ein leises Stöhnen war zu vernehmen, als er sich die Hand vo die Wunden presste, die direkt nebeneinader waren. Doch habe ich etwas geschworen und wenn ich dabei sterbe. jedoch waren seine Worte an niemanden gerichtet. Es waren laut ausgesprochene Gedanken.
Wieder ging es Treppen hinunter und Cain hasste sie inzwischen. Treppen schien es hier im Tempel genug zu geben und wenn Cain an den Rückweg dachte schauderte es ihn.
Seine Füße waren wie Eisklötze und er fühlte sie nun schon lange nichtmehr. Er nutzte jede kurze Pause um sie zu massieren um ihnen wieder ein wenig Leben einzuhauchen.
Ich habe keine Angst vor dir. Komm ruhig und hol mich. sagte Cain wieder ziellos und sah an die nicht sichtbare Decke des nun großen Raumes, der erschienen war. Er meinte den Tod. Cain hatte sich schon vor längerer Zeit mit dem Tod abgefunden und es machte ihm nichts aus, wenn er hier sterben würde. vieleicht würde es ihmja sogar gut tun...
Doch dann erblickte er etwas, das ihn aus seiner Gedankenwelt riss.
Diese gebrechliche gestalt.. Er kannte sie. Und als der alte Mann auchnoch anfing zu reden war sich Cain sicher. Es war der alte Händler, der sie alle auf diese Todbringende Reise geschickt hatte.
Wegen eures Auftrages ist ein treuer Diener des Gottes, den wir Retten sollen gestorben. Hass regiert meine Gedanken.. sagte Cain und schüttelte gleichzeitig den Kopf, alsob er selbst nicht glauben konnte, was er gerade gesagt hatte.
Wärmendes Blut kroch Cains Bein hinunter und scheknte den Füßen hin und wieder kurz Wärme. Was würde er für ein paar Schuhe geben?
Nichts! sagten seine Gedanken, doch seine Füße sagten etwas anderes. Du dienst Adanos und er wird dich in Schutz nehmen! entfurh es wieder seinen Gedanken. Adanos ist tot! kahm wieder ein gedanke hervor. Cains Kraft schwindelte. Er hate seine Gedanken nichtmehr unter kontrolle, doch wehrte er sich dagegen auch nicht.
Immernoch starrte er den Händler an.
30.12.2003, 15:26 #49
Alter Händler
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„Dunkle Mächte – entsandt aus den Reihen der mächtigsten Diener Beliars haben begonnen das Weltbild von Innos Menschen und dem untertänigen Tier Beliars zu verändern. Die Monster haben den Befehl erhalten, die Menschen mit allen Mitteln anzugreifen. Untote und längst vergessene Dämonen sind wieder auferstanden, dunkle Relikte bereits verloren geglaubt, befinden sich nun in den Händen der vollkommen Beliar fixierten abtrünnigsten Menschen und Schwarzmagiern.

Nach langer Zeit des Wartens hat Beliar nun durch die Tatsache der Offenbarung die Chance ergriffen und eine Schwachstelle gesucht, um sein Teuflisches Werk ungehindert und im Schatten seines Rivalen auszuarbeiten, bevor er aufgehalten werden konnte. Also suchte er einen Ort, wo niemals Innos oder seine Menschen hinblicken würden. Und er fand ihn.


Ithuria - Der Tempel der Meere.“


In jenem Moment als er das Wort Ithuria aussprach, erleuchtete fast in erschreckender Weise jener silberne lange Stab kurz auf, als es sich selbstständig rasant mit einem mehrfachen Drehen in der Luft in der gleichmäßigen Höhe über den Platz flog und vor der Gruppe unerwartet in einer wagrechten Position stehen blieb. Jedoch glänzte der darin enthaltene seltsame Kristall, als würde eine pulsierende Energie diesen durchströmen. Noch immer lag der seltsame mysteriöse Stab, welcher gerade zu einem Eigenleben erwacht war, in der Luft und schien in dieser Anhöhe von mindestens einem Meter über dem Erdboden zu bleiben.

Während dies jedoch geschah schien der Boden mit der Einlassung des Kreisrunden Mosaikbildes und der seltsamen Mehrköpfigen Schlange nachzulassen, sodass der Drachenjäger von diesem Boden zurückweichen musste und sich zurück zur Gruppe gesellte, die ebenso fassungslos blickte wie er. Doch der Boden splitterte sich nur im Kreisrunden eingelassenen Boden des Mosaikbildes...

So schoss ein erstes blaues Licht aus den Rissigen Gesteinen welche nun hinausragten, bis unerwartet weitere Lichtstrahlen des hellen blauen Lichts aus dem Boden heraus leuchteten. Mehrere Geistergestalten sausten flüchtig heraus und flogen über die Köpfe der Gefährten hinfort in die dunkle Decke, als der Boden in diesem Kreisbild nachließ und gesamt nach unten wegfiel.

Doch der Händler stand immer noch dort in der Mitte.
In der Luft.

Unter ihm war eine kurze Windeltreppe zu erkennen, während man unten einen Kahn sah, der in einer seltsamen leichtbläulichen Masse schwamm. Doch es war keine Lava, wie man zunächst annahm sondern es wirkte wie ein Fluss aus derselben Masse, aus denen die Geister bestanden. Das Boot musste in der Luft sein, und doch schwamm es. In dieser Schlucht schien in der endlosen Tiefe einige unterschiedliche flache Ebenen an den Seiten zu geben, doch irgendetwas bewegte sich darauf. Doch das beeindruckende war das seltsame Getriebe welches sich ebenfalls an den felsigen Seiten dieser tiefen Schlucht befand. Es wirkte wie ein anfängliches Uhrwerk, einem riesigen Getriebe das sich entlang wandte und tatsächlich bewegte.

Fast gespenstisch für jemanden, der dies sah...


„Unter uns befindet sich eine riesige Energiequelle, welche das Gefüge und das Uhrwerk der Meere antreibt, die sich im Herzen von Ithuria und der Ozeane befindet. Die Dunklen Mächte Beliars haben diese Quelle Adanos Macht für ihre Zwecke genutzt und die Substanz der Energiequelle verändert. Nur Menschen mit starker Lebensenergie können die Energiequelle zerstören und sie wieder mithilfe des Stabes in ihre Ursprungsform herstellen. Es könnte euch euer Leben kosten...

Dieser Kahn wird euch zu dem Herzen dieses Tempels führen.


Geht und seht euerem Schicksal entgegen welches euch in naher Zukunft erwartet, denn ihr habt keine Wahl. Ihr müsst euch stellen, sonst haben die Menschen bereits ihren Kampf mit dem Tier verloren, bevor er überhaupt begonnen hat.“

Mit diesen Worten schien seine Gestalt schleiherhaft und durchsichtig zu werden, als ein helles blaues Licht ihn ummanntelte und er in einer Form einer großen leuchtenden blauen Lichtkugel sich nach oben hin auflöste, sodass nur noch ein kurzzeitiger glänzender blauer Sternenstaub aus feinsten blauen Lichtern überblieb, die sich ausbreiteten und auflösten...
30.12.2003, 20:58 #50
Erzengel
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Inzwischen ignorierte er den Greis und die anderen, sein Blick war auf die Pforte jenes eigenartigen Gebäudes gerichtet. Schon bald stand er vor ihr und versuchte sie mit aller Kraft zu öffnen, doch die mächtigen Tore bewegten sich kein Stück. Schließlich rammte er sein Schwert zwischen die Flügel und hebelte sie auf. Es war viel größer, als es von Außen den Anschein hatte, das Ende des Ganges, der sich ihm nun eröffnet hatte, war nicht in Sicht. Langsam schritt er mit der rechten Hand den Hexenstahl fest umklammert an den unzähligen Statuen und Verzierungen vorbei. Rechts uns links Gold soweit das Auge reichte, doch Reichtum interessierte ihn nicht, nicht in diesem Moment, seine volle Aufmerksamkeit galt dem Ende des Gangs...
Schließlich stand er dort und es gab drei Wege. Von jeder war nur ein Blick nötig um die für ihn richtige Tür zu wählen, geradeaus und rechts waren es Blöcke aus massivem Stein links auch, doch dort war ein deutlicher Spalt zu erkennen. Zu sehr ähnelte alles dem Grund des heiligen See Adanum, wo er das Windschwert gefunden hatte. Er schob das Hexenschwerte mit einem Ruck in den Schlitzt und sah zu, wie sich feine Linien von ihm Rissen gleich über den Stein zogen und schließlich den Weg freigaben. Die Luft war alt und stickig, doch er konnte seinen Blick nicht von der bläulich schimmernden Klinge abwenden, um nach Skeletten oder anderem zu sehen. Rund herum standen wieder fünf Säulen zu einem Pentagramm angeordnet, von jeder ging eine Kette aus, die das Schwert fesselte. Wie in Belzusia versuchte legte er eine Hand um den freiliegenden Griff der Schneide, doch statt dass die Ketten sie freigaben, zuckten feine Blitze und stießen ihn zurück. Einen Moment schloss er die Augen.

"Wie ihr wollt", munkelte er leise und durchtrenne mit seiner Klinge einen Stein nach dem anderen. Wieder zuckten Blitze und dennoch machte er weiter. Gerade wollte er auch die Ketten durchschneiden, da versteinerten sie und zerfielen zu Staub. Hastig hob er das blaue Schwert auf und rannte zurück zu den anderen. Das war zu einfach und viel zu schnell, irgendetwas würde sicher noch kommen.
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