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Das Kastell des ZuX # 16
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22.01.2003, 01:36 #151
Harald
Beiträge: 3.557

Der Magier war aus bleiernem Schlaf erwacht. Sein erster Gedanke galt dem Refektorium. Schnell erhob er sich und machte sich auf. Richtig, in dieser Hinsicht hatte sich nichts im Kastell verändert. Das Refektorium war noch vorhanden. Er liess sich wie zu alten Zeiten von den Dämonen beköstigen. Nur jetzt brauchte er mehr Proviant. Proviant, das es ihm erlaubte, die neue Gegend zu erkunden. Ein Dämon brachte ihm einen grossen Beutel, der alles lebenswichtige enthielt.

Der Magier verstaute alles in seinem Rucksack, ordnete seine Robe und den Gürtel an dem seine Runen befestigt waren. Ein letzter Blick auf das Kastell, dann entfernte sich der Magier in Richtung Vogelgezwitscher, duftendem Wald und Sonnenstrahlen, wie er sie bisher in der Kolonie nie gesehen hatte. Es dauerte nicht lange und seine Siluette war am Horizont verschwunden.
22.01.2003, 15:57 #152
Inachos
Beiträge: 81

Inachos schob das Buch zur Seite und stand unter dem lautem knacken seines Rückens auf. Dies verstärkte sich nochmal als er sich kräftig streckte. Diese Bücher waren wirklich interessant, aber die ganze Zeit zu sitzen ist auch nicht wirklich angebracht. Er schob den Stuhl wieder an den Tisch und quälte sich selsbt langsam aus seinem Gemach. Er hätte doch eher aufstehen sollen... Vielleicht zwischen dem 8. und 9. Buch ? Mit etwas unbeholfenen Bewegungen machte er sich auf die Suche nach der Engangshalle - Er hatte die Karte des Kastells zwar mehrfach studiert und in seinem Kopf, doch sein Orientierungsinn war so erbärmlich da sselsbt das ihm nicht half.

Unter qualen nahm er die Antwort eines Dämons an, der sich hier wesentlich ebsser auskannte. Vielleicht gewöhnte er sich langsam an den Schmerz, oder er wurde Schwächer. Angenehm war es trotzdem noch lange nicht, und so vermied es Inachos wenn möglich mit ihnen zu sprechen.

Wo war eigentlich sein Bruder ? "Der hatte doch irgendwas erwähnt..." grübelte IInachos vor sich hin. Wie konnte Sazabi auch erwarten das er sich sowas merken könnte während er Zaubern studierte ?

Mittlerweile konnte er wieder aufrecht gehen und hatte auch das gehen wieder weitesgehend unter Kontrolle. Als er in seine Tasche packte fand er doch Tatsächlich einen Zettel.

Ich war mir Sicher, du würdest es vergessen. Ich habe ds Kastell verlassen um ein wenig mehr zu üben.

Gruß, Sazabi


Wie kam sein Bruder nur darauf das er soetwas vergessen würde ?! Darüber musste er aber mal reden. Er beschleunige seine Schritte ein wenig und verließ das Kastell...
22.01.2003, 18:08 #153
Niederer Dämon
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Aus einem Schatten war Schnauben und Flügelschlag zur hören. Der Dämon wartete auf seinen Schüler, ihm die letzte Prüfung abzunehmen und dann ihm den Titel des Lehrmeisters zu verleien. Seine eigene Aufgabe hatte er vollbracht... Morgens lag ein Zettel mit Zeit und Ort der Prüfung vor der Tür des Magiers Zavalon. Eine Art Parcours war in den Trainingshallen aufgebaut. Ruhig und so lässig wie möglich trat endlich Zavalon ein. Er sah sich um, niemand zu sehen. Konfus setzte er einen Fuß nach vorne, als ihn eine Pranke auf der Schulter berührte. Erschreckt drehte er sich um. Seinem Imige treu geblieben erklärte der Dämon dem Magier die Aufgabe "Du bist gekommen deine Ausbildung zu beenden? Absolviere diesen Parcours, dann sehen wir weiter..."
22.01.2003, 18:37 #154
Zavalon
Beiträge: 1.025

Schon jetzt perlten Zavalon schweißtropfen vom Gesicht, Angstschweiß.
Er schluckte und packte seinen Stab aus. Nun zeig was du drauf hast Der Magier sah nach vorne...

Die erste Hürde bestand aus einer zwei Meter hohen Kletterwand, welche er mit Leichtigkeit bestieg. Danach war ein Seil gespannt, denn im Kampf war die Balance unverzichtbar für Manöver. Nun Kisten, welche man nur mit Einsatz einer Hilfe besteigen konnte. Zavalons Training hatte sich gelohnt. Ohne größere Probleme, als die, die ihm sein eigener Kopf machte, überstand er die Hürden.

Zufrieden stellte er sich vor den Dämonen, welcher sofort seinen Stab zog und auf Zavalon zueilte. Voller Freude rannte dieser ihm entgegen. Holz schlug aufeinander. Luft surrte und wieder schlugen Holz auf Holz. Der Dämon wich öfters dank seines kleinen Körpers in die Tiefe aus, um dann mit einem Schlag von unten zu beeindrucken. Etwas war beeindruckt, und zwar das Nervenzentrum des Magiers, welcher benommen zurücktorkelte und dann wieder voran schritt. Während dem Training dachte Zavalon nie daran, die komplizierten Sprungkombinationen jemals gebrauchen zu können, diesmal wusste er wofür.

Der Beschworene drisch schier unerschöpflich auf den Stab Zavalons ein, immer wieder musste dieser parieren oder ausweichen. Ein Hieb auf den Flügel lies ihn aber einsinken, worauf mehrere auf den Kopf des Gegners folgten.

Nun lag Zavalon im Vorteil, er hatte die Schwäche des Dämonen entdeckt...
22.01.2003, 18:43 #155
Niederer Dämon
Beiträge: 5

Erstaunt über das Können eines sterblichen, welches aber natürlich voraussehbar war, steckte nun der Dämon Hiebe ein. Immer wieder sank er ein, die eine afrikanische Möwe mit einer Kokosnuss an den Füßen. Nach einer Weile gebot er dem Magier, einzuhalten. "Du hast dein Können bewiesen, du hast alles gelernt was ich dir beibringen kann, nun liegt es an dir, mehr Erfahrung zu gewinnen. Ich gebe meinen temporären Titel an dich ab." Wortlos verschwand der Dämon zuerst in der Eingangshalle, dann in den endlosen Gängen des dritten Stockes...
22.01.2003, 20:25 #156
Superluemmel
Beiträge: 3.057

Die Verschmelzung mit dem Schwerte
Unbekannter Verfasser

Vielerlei Legenden ranken sich um die Helden aus längst vergangenen Zeiten. Glorreiche Heerführer, welche selbst eine verloren geglaubte Schlacht noch zu ihren Gunsten wendeten, todesmutige Abenteurer, die mehr Gefahren überlebten als normale Menschen Jahre zählen und Meisterschützen, die niemals ihr Ziel verfehlten.
Alle diese heldenhaften Gestalten haben eine Gemeinsamkeit.
Sie führten ihre Waffen wie kein anderer.

Mir wurde die Ehre zuteil, einer solche Sagengestalt in ihrem Kampf gegen den furchterregenden Oger von Velarien beiwohnen zu dürfen. Es ist offensichtlich, von welchem Manne ich berichte.
Lasset euch von den Erfahrungen berichten, die ich an der Seite von Alkor Trollhauer sammelte.
Ich will an dieser Stelle mein Augenmerk nicht auf den Kampf mit dem Monster an sich richten. Es gibt genügend Lieder und Geschichten, die von dem glorreichen Sieg Alkors über den Oger berichten.
Mir geht es eher um die Art und Weise, wie er seine Klinge führte.

Doch vorerst einige Details zu Alkors Waffe an sich. Es handelt sich um ein schweres Zweihandschwert, die Schneide dürfte in etwa zwei Schritt messen. Offensichtlich ist sie aus einem besonderen Material gefertigt, Alkor war jedoch leider nicht gewillt, mir die Zusammensetzung des Stoffes anzuvertrauen.
Jedoch konnte ich erkennen, dass der Stahl von mehreren feinen Linien durchzogen wurde. Ab und zu kam es mir so vor, als ob die Klinge in einem sanften, inneren Licht pulsieren würde, wenn Alkor sie gegen seinen Feind schwang.
Und ich muss bestätigen, dass ich noch nie einen Menschen gesehen habe, der seine Waffe mit derartiger Perfektion führte.

Mit einer beachtlichen Gewandheit ließ er das wuchtige Schwert auf seinen Gegner niedersausen. Es schien fast, als ob die Waffe ein Teil seiner Selbst wäre. Kein klobiges, todbringendes und sicherlich zentnerschweres Gebilde aus Stahl, sondern eher ein zusätzliches Glied seines Körpers.
Die Waffe musste mindestens zweihundert Unzen wiegen, doch Alkor führte sie, als ob sie gerade einmal ein Viertel davon wiegen würde.

Mittlerweile bin ich mir sicher, dass das Schwert genauso sehr ein Teil Alkors war, wie sein eigener Arm.
Um diese These zu bestätigen, zog ich die Schriften bekannter Magi und Gelehrter zu Rate.
In diesen wird des Öfteren von einer sogenannten "Verschmelzung mit dem Schwert" gesprochen. Dabei handelt es sich um einen Bund mit der Waffe, bei welchem ein Teil der Seele des Trägers auf die Klinge übergeht.
Dieser Bund muss beim Schmieden der Waffe eingegangen werden. Nachdem die Klinge einmal ihre feste Form angenommen hat, ist sie auf ewig mit dem Träger verbunden.
Zudem sollte beachtet werden, dass die Waffe die Eigenschaften des Erschaffers verinnelicht. Dabei scheint sie sich nach dem physischen Zustand des Trägers zum Zeitpunkt ihres Schaffens zu richten.

Bei dieser Verschmelzung waren sich fast alle Schriften einig. Was das Erschaffen einer solchen Waffe anbelangt, wird jedoch selten ein Wort verloren. Einige Male ist von besonderen Schmieden die Rede, deren Einwohner ihre Kunst soweit perfektioniert haben, dass sie in der Lage sind solcherlei Klingen ohne allzu großen Aufwand herzustellen. Es schmerzt mir jedoch, dass ich nicht von den Standorten besagter Schmieden berichten kann.
Das Einzige was ich herausfinden konnte, war ein Verfahren, nach welchem man wohl eine dieser Waffen erschaffen kann. Jedoch konnte ich selbiges nicht austesten, da es in einem Rätsel versteckt ist. Vielleicht habt ihr mehr Glück oder einen schärferen Verstand als ich, in dieser Hoffnung habe ich die Zeilen des Rätsels niedergeschrieben.

Die Substanz der zu schmiedenden Klinge muss aus dem blauen Blute der Erde entnommen werden.
Um die Härte der Schneide zu verstärken, muss auf das erhitzte Blut die zerriebene Schaufel eines Totengräbers gegeben werden, während der Zermalmer des schwarzen Berges den Griff formt.
Zur Aufnahme des Gemüts werden zwei gesäuberte Federn einer Furienkönigin benötigt, welche paralell liegend die Essenz der Klinge bilden.
Zuletzt schmiede man einen Sonnenstrahl im Herzen des Feuers.
Hierbei sei zu beachten, dass die vorigen Schritte ebenfalls dort durchgeführt werden. Zudem muss der Schmied durchgehend mit der Waffe in Kontakt bleiben.



Hier endete der Bericht des unbekannten Autors.
Müde fuhr sich Frost über die vom vielen Lesen geröteten Augen. Dieses Buch hatte sein Interesse geweckt.
Wenn er jetzt noch herausfand, was diese Worte zu bedeuten hatten, könnte er eventuell eine dem Eisbrecher würdige Klinge erschaffen. Momentan stand er jedoch vor einem Problem.
Was sollte dieses Rätsel besagen?
Vielleicht sollte er sich mal mit einem der Magier auseinandersetzen. Der Don wusste doch sonst auch bei jedem anderem Problem eine Lösung (Ob die Nebenwirkungen erwünscht sind, sei hier mal unwichtig), warum nicht auch hierbei?
22.01.2003, 20:33 #157
Tak
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Tak betrachtete etwas entgeistert die steile Klippe, auf der Frosts Blümchen wuchsen. Sie ragte praktisch senkrecht in die Höhe, teilweise sogar überhang, und war an die 20 Meter hoch. Ein Spaziergang würde das sicher nicht werden...
Einfach so hinaufzuklettern konnte er jedenfalls vergessen. Es musste irgend einen anderen Weg geben. Der Waldläufer ließ seinen Blick über die Umgebung streifen, eine andere, recht gut begehbare Klippe befand sich etwa 5 bis 7 Meter von der Blümchenklippe entfernt und fast auf der selben Höhe. Vielleicht ließ sich ja da etwas machen...
Etwas später stand Tak auf der Spitze der eben erwähnten Klippe und betrachtete die Blümchen auf seinem Zielfelsen. Ein vertrocknetes kleines Bäumchen stad auch drauf. Hmm...
Der Gildenlose holte ein langes Seil aus seiner Tasche und baute eine Schlinge vorne ein. Etwas später schwang er das Lasso über seinem Kopf und schleuderte es schließlich auf das Bäumchen. Tja, netter versuch, nur leider verhinderten die dünnen, vertrockneten Äste, dass das seil Halt fand. Grummelnd zog Tak es zurück und überlegte wieder. Einfach so per Schlinge konnte er das ganze vergessen, zum drüberspringen war die Distanz auch zu groß. Irgend jemand musstte das Seil drüben am Baum befestigen...
Zum Beispiel ein Skelett. Der Waldläufer konzentrierte sich kurz, etwas später stand eines neben ihm und starrte ihn aus leeren Augenhöhlen. Solche Spruchrollen waren schon ganz praktisch, allerdings würde er sich bald neue besorgen müssen - nur eine einzige war jetzt noch übrig.
Aber zurück zu den Blümchen. Tak drückte dem Skelett ein Seilende in die Hand, das andere befestigte er auf seiner Seite an einem Baumstamm.
"Sping da rüber und binde das Seil an dem Baum fest." lautete die Anweisung an das Skelett, das magische Wesen nahm auch sofort Anlauf und hüpfte. Leider zu kurz...
Das Skelett grabschte nach der Kante der Klippe und sebelte anschließend in den Abgrund, bis das seil straff war und der Fall ruckartig beendet wurde. Die morschen Knochen des Skelettes wurden auf eine echte Belastungsprobe gestellt, die sie aber gerade so bestanden. Tak brachte das allerdings nicht viel weiter, dass sein Untoter jetzt unter ihm abhing, und so zog er ihn wieder zu sich herauf. Er musste sich irgend etwas anderes ausdenken...
Kurzerhand nahm er dem magischen Wesen das seil wieder weg, packte es an den Füßen und begann das Skelett wie ein Hammerwerfer herumzuschleudern. Dieses sah zwar nicht wirklich begeistert aus, aber was sollte es tun...?
In hohem Bogen segelte der Untote durch die Luft und landete zwischen den ganzen Blümchen, die Tak haben wollte.
"Pflück die Blumen da und wirf sie nach unten!" rief er dem Skelett zu, doch dieses blieb nur stehen und wartete. Verdammt, es führte ja immer nur einen einzigen Befehl aus...
Tak fluchte leise und warf das seil hinüber alles musste man selbst machen. Immherhin war das Skelett so klug, das Seil zu fangen. Es ging zu dem Baum, legte das Seil darum...
...und zerfiel. Der Zauber war vorbei. Tak hielt sich eine Sekunde lang zurück, dann las er einen Stein vom Boden auf und schleuderte ihn in die Richtung des ganz in der Nähe stehenden Kastells (warf allerdings zu kurz, ich will ja kein Hausverbot bekommen).
Eine Schriftrolle hatte er noch, aber die wollte Tak nicht jetzt verwenden. Es gab Situationen da brauchte er sie dringender, er dachte an seinen Kampf gegen den Drachen. Ohne Skelett wäre er hinüber gewesen...
Plötzlich hatte er eine Idee, ob sie klappte würde sich herausstellen müssen, aber immerhin war es eine Idee. Tak sammelte einen mittelgroßen Stein auf und befestigte ihn am Ende des Seils, anschließend schwang er selbiges im Kreis herum. Langsam ließ er das Seil immer länger werden, es beschrieb imer größere Kreise, Tak war schließlich gezwungen, sich selbst um die eigene Achse zu drehen - und schließlich traf des den Baumstamm auf der anderen Seite. Wie eine Peitsche wickelte es sich um selbigen, fast drei Mal. Nachdem sich die Welt vor Taks augen wieder stabilisiert hatte (sich ständig zu drehen war leider häufig mit Schwindelgefühlen verbunden), prüfte er die Festigkeit des Seils - es war zu locker. Jedenfalls für ihn...
Jetzt musste wohl doch das letzte Skelett ran. Nach einem kurzen Beschwörungsritual stand es vor Tak und wurde von diesem auf die Blümchenklippe gescheucht, um dort das Seil am Baumstamm festzubinden. Tak hatte es bewusst vermieden, dem Skelett aufzutragen, die Blumen auzurupfen und ihm zu bringen, da er befürchtete, dass der Zauber wieder mittendrin endete. Und dann stünde er dumm in de Pampa...
So allerdings zurrte das Skelett das seil ordentlich fest und zerfiel anschließend, wärend Tak sich über den Abgrund hangelte. Auf der Klippe angekommen sammelte er alle Blümchen ein die er finden konnte, dann ging es wieder zurück...
Nun ja, fast zumindest. Dummerweise war das vertrocknete Bäumchen doch morscher gewesen als er gedacht hatte, krachend brach es durch, als Tak ungefähr auf halbem Wege nach drüben bammelte. Einen überraschten schrei ausstoßend krachte der Waldläufer gegen die Felswand, das Seil entglitt seinem Halt und er rutschte nach unten. Im letzten Augenblick packte er wieder zu unbd verhinderte gerade so einen Sturz in die Tiefe, der nicht angenehm geworden wäre...
Einen Fluch zwischen den zusammengebissenen Zähnen hervorpressend zog sich Tak wieder hoch, eine mühevolle Arbeit, doch irgendwann hatte er es geschafft. Er machte sich nicht mehr die Mühe, das Seil einzusammeln sondern begab sich sofort ins Kastell, wo er in der Bibliothek nach Frost suchte...
22.01.2003, 21:52 #158
olirie
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Olirie stand nun inmitten des Raumes aus seinem Traum und es war der Geheimraum mit dem Uhrwerk. Doch die Wendeltreppe aus dem Traum war noch nicht vorhanden. Einem Dämon erklärte der Schwarzmagier die Pläne. Der Dämon holte sich sofort Verstärkung und begann dann mit der Arbeit. Die Verstärkung brachte viel, durch sie wurde die Treppe ziemlich schnell fertig. Der Dämon erklärte olirie noch, dass die Treppe magischer Natur sei und desshalb im Erdgeschoß auch nicht auftauchte. Der Schwarzmagier ging die Treppe hinunter und stand nun in dem Gang aus seinem Traum, nur das dieser nicht so gepflegt aussah. Die Fackeln an den Wänden waren unbrauchbar und der Gang lag deswegen in totaler Finsternis. Um die Dunkelheit zu durchbrechen beschwor olirie eine LIchtkugel über seinem Kopf. Nun konnte er den Gang sehen und wusste, wo er überhaupt langging.

Er folgte dem Gang und sah von Spinnweben behangene Wände. An einigen lagen auch noch zusammengekauerte Skelette und der Putz riselte teilweise von der Decke. Bald kam er an ein morsches, halb verrottetes Tor auf dem kaum lesbar eingekrazt war, "Gefahr!" Hinter dem Tör hörte olirie Schreie und Gekalpper. Er trug sofort einem Dämonen auf, als allererstes ein neues, stabileres Tor zu errichten. Es sollte allerdings ungefähr einen Meter vor dem bisherigen errichtet werden, damit man für die Bauarbeiten das Alte nicht abnehmen musste. Der Dämon nickte kurz und begann dann sofort mit einigen anderen Dämonen, ein neues Tor zu errichten. Währenddessen ging olirie wieder zurück zur Treppe und sah sich die Räume an, die an dem Gang grenzten. Sie waren in katastrophalem Zustand. Überall lag Gerümpel, es lagen laute Skelette verschiedenster Lebewesen herrum, wahrscheinlich sogar welche von längst ausgestorbenen, und teilweise waren die Räume sogar halb oder gar ganz eingestürzt. In einem Raum sah es sogar aus, wie in der Unterwelt. Geschockt knallte der Schwarzmagier die Tür wieder zu. Welcher Depp hat blos versucht, die Unterwelt nachzubauen? Das fand olirie doch etwas zu gefährlich und er beschloss, den Raum irgendwie dauerhaft zu versiegeln.
24.01.2003, 10:59 #159
Superluemmel
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... eine Inselkette, deren Zentrum im Volksmund auch als "Herz des Feuers" bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um ein Labyrinth aus kleineren Inseln vulkanischen Ursprungs.
Inmitten dieses Irrgartens aus tödlichen Lavaströmen und Riffen, die geradezu darauf warten, einem unvorsichtigem Schiff den Rumpf aufzureißen, liegt ein einsames Eiland, welches aufgrund seiner zentralen Lage und Größe das "Herz des Feuers" genannt wird.
Gerade auf dieses Fleckchen Erde am Rande der uns bekannten Welt zog sich Intherion von Rothenberg mit seiner Lebensgefährtin zurück, um einerseits in Ruhe seinen Studien nachgehen zu können und andererseits den Klauen des Innoskults zu entrinnen.
[...]


Inthoril von Rothenberg....
Sollte das Labor dieses Verrückten das Herz des Feuers aus dem Rätsel darstellen?
Die Vermutung lag nahe.
Frohen Geistes, endlich eine Spur gefunden zu haben, blätterte Frost weiter, in der Hoffnung eine Karte zu besagter Insel zu finden.
Die Seiten flohen unter seinen Finger nur so dahin, schließlich schlug der lederne Einband mit einem dumpfen Geräusch zu.
Keine Spur von einer Seekarte....

"Verdammt...", fluchte der Waffenmeister, stand auf und tigerte ruhelos umher.
"Nun steh' ich hier, ich armer Tor
und bin so klug als wie zuvor!"
Er stand wieder ganz am Anfang.
Zwar hatte er einen Weg gefunden, eine gute Klinge herzustellen, doch warf ihm dieses Rätsel Stein um Stein in den Weg.
Dann blieb er urplötzlich stehen.
"Natürlich...", murmelte er und fuhr sich mit dem Zeigefinger am Kinn entlang.
"Dieser Lichtfänger, von dem Intherion schrieb.... Er hatte die Kraft des Kristalls auf sein Labor fokussiert. Dieses liegt auf einer Insel, die auch "Herz des Feuers" genannt wird...."

Doch wie sollte er an diesen Lichtfänger herankommen? Er hatte nicht einmal eine vage Ahnung, wie ein solcher Kristall aussah, geschweige denn wo sich Intherions Lichtfänger befinden könnte.
Sackgasse.
Wütend stampfte Frost mit dem Stiefel auf.
Aus dem Augenwinkel bemerkte er eine Gestalt, die sich ihm näherte. Wahrscheinlich war sie von dem Lärm angelockt worden.
Frosts Haltung entspannte sich etwas, als er seinen Schüler Tak erkannte. Innerlich hatte er sich schon darauf vorbereitet, sich der Standpauke eines Magiers entgegenzustellen, welcher sich bei seinen Studien gestört fühlte.

Jetzt deuteten jedoch seine Mundwinkel sogar die Anzeichen eines Lächelns an. Frosts Augen funkelten, als er seinen Schüler begrüßte.
"Habt ihr gefunden, wonach ich euch schickte?", fragte er geradeheraus.
"Schnell, reichet mir das Gewächs!"
Während Tak noch in seiner Tasche herumkramte, hatte Frost bereits seine Feldflasche unter dem Mantel hervorgezogen. Mit zitternden Fingern nahm er eine der Pflanzen, die ihm Tak reichte, trennte den Stengel fein säuberlich ab und zerrieb die filzige Blüte zwischen seinen Fingern.
Kaum war der feine Staub in der Feldflasche verschwunden, da blitzte auch schon der Eisbrecher im schwachen Licht der Bibliothek.

"Was tust du Narr?!"
Ohne großen Widerstand ritzte die scharfe Klinge aus Ironiastahl seinen linken Handballen auf. Sogleich quoll ein dicker Strom dunklen Blutes aus der Wunde und wurde von dem gierig offenstehenden Schlund der Feldflasche verschluckt.
Den Schmerz ignorierend presste Frost einen Stofffetzen auf die Wunde, ballte die Hand zur Faust und schwenkte die Flasche in seiner anderen Hand herum, damit sich das Gemisch gut verteilen konnte.

Taks entgeisterte Blicke nicht weiter beachtend schlug der Waffenmeister seinen Mantel etwas zurück, beugte sich leicht nach hinten und ließ den Inhalt der Feldflasche auf seine Rüstung tropfen.
Gierig wie Sand nach einer langen Trockenperiode sog der mattschwarze Hornpanzer die Flüssigkeit auf.
Jeder Tropfen wurde von einem leichten Schwindelgefühl begleitet. Als der letzte Tropfen in der Schwärze des Panzers verschwand, konnte sich Frost kaum noch auf den Beinen halten.
Psychedelisch anmutende Nebelschwaden trieben vor seinen Augen umher, die Bücherregale neigten sich nach links, nur um sich dann mitten in der Bewegung in die entgegengesetzte Richtung zu krümmen.
Übelkeit kämpfte sich seinen Weg in Frosts Speiseröhre hinauf, konnte nur mühsam niedergerungen werden. Eine seltsame Taubheit erfüllte seinen Geist, wie in Trance ließ er sich in den Sessel sinken.
Gegen die drohende Ohnmacht ankämpfend, schloss Frost die Augen.
"Lasst mich für einen Augenblick allein", brachte er trotz allem erstaunlich ruhig hervor.
24.01.2003, 22:12 #160
olirie
Beiträge: 1.642

Um die Tür sinvoll zu verschließen, schmierte olirie sie als erstes mit einer dicken Schicht Lehm ein. In den Lehm spritzte er eine Mischung aus geschmolzenem Erz, Gold und Silber, die ein Dämon für ihn vorbereitet hatte, ein und gab der Versiegelung dadurch mehr Halt. Dann verkleidete er die Versiegelung mit ein paar Brettern und diese befestigte er mit Hilfe der Lösung an den vier Ecken an der Wand im Türrahmen. An die Bretter nagelte er dann noch ein Silberschild mit der Aufschrift "Betreten auf eigene Gefahr" und schon war nicht mhr viel übrig von der Tür. Doch das reichte dem Schwarzmagier nicht, das Schild und die bisherige Versiegelung würden niemals ausreichen, um neugierige abzuschrecken. Er musste noch weiter gehen. Er musste das Loch für die Tür in der Wand zumauern. Als er das getan hatte, sah man nur noch an der Stellung der Steine, das dort einst mal eine Öffnung war. Olirie fand das allerdings immernoch zu offensichtlich und einladend. Er verhängte die Steinformation kurzerhand mit einem großen Wandteppich. Dieser verdeckte vollkommen, dass an der Stelle jemals so etwas wie eine Tür war und wenn doch irgendwann einmal jemand die Tür wieder öffnet, könnte olirie sagen, er habe sein möglihstes gegeben, um jeden neugierigen aufzuhalten.

Nach dem der Raum nun verschlossen war, konnte der Schwarzmagier sich um die anderen Räume kümmern. In einem fand er eine Flasche mit einer seltsamen Flüssigkeit drin. Er roch dran und taumelte benommen zurück. Was war da blos für ein Zeug drin? Als er sich genauer umguckte, fand er in einer Kammer mehrere Kisten von dem Zeug. Er nahm die eine Flasche, die er gefunden hatte mit. Die wollte er in seinem Labor mal genauer untersuchen.

In seinem Labor ging olirie zu dem gemauerten Tisch und füllte erstmal eine Petrischale mit der Flüssigkeit auf. Dann nahm er eine Fackel und wollte sie gerade vorsichtig an die Flüssigkeit halten, als ihm einfiel, dass er besser eine Schutzbrille aufsetzen sollte. Als der das unbequeme Ding auf der Nase hatte, ging er einige Schritte zurück und streckte seinen Arm lang aus. In seiner Hand hielt er eine Fackel. Diese erreichte gerade so die unbekannte Flüssigkeit. Das seltsame Zaug fing sofort Feuer und sandte eine riesige Stichflamme gen Decke aus. Auf der Decke bildete sich ein dicker schwarzer Fleck. Das sah nicht gerade gut aus, also lies olirie, sobald die Flüssigkeit ausgebrannt hatte, eine Metallplatte an der Stelle insallieren. Nur für den Fall, das soetwas noch einmal passieren würde. Der Schwarzmagier wollte schließlich keinesfalls, dass das Kastell vegen ihm ausbrannte.
25.01.2003, 21:49 #161
olirie
Beiträge: 1.642

Aus dem Labor ging olirie ins Refektorium. Im Refektorium bestellte er sich etwas Trollfleisch, mit Pilzsoße und etwas Spinat. Zur Verzierung sollten Petasillie und Tomaten dabei sein. Für einen speziellen Duft sollte etwas Zitronenmelisse sorgen und als Getränk sollte ein Glas Wein seviert werden. Ein paar Minuten nach der Bestellung erschien auch schon das gewünschte. Doch olirie staunte, als der Tisch vor ihm zusammenbrach. Denn statt einer Mahlzeit, die in einen normalen menschlichen Magen passen würde, lag vor ihm auf den Resten des Tisches ein halber zubereiteter Troll, der nur darauf wartete, verspeist zu werden. Doch eine Frage stellte sich olirie, wie haben die Dämonen es geschaft, das Ungetüm in den Ofen zu bekommen? Das war doch unmöglich, oder war im Kastell überhaupt etwas unmöglich? Olirie schüttelte den Kopf, was kümmerte es ihn, wie die Dämonen einen halben Troll in den Ofen bekommen, solange sie nicht das Kastell zerstören und er eine gute Mahlzeit hatte. Also begann er auch, Teile des halben Trolls zu verspeisen. Doch bald schon kapitulierte er vor dem Ungetüm und verließ das Refektorium in Richtung seines Zimmers.

In seinem Zimmer zog olirie seine Robe aus und hing sie über den Stuhl. Dann zog er seine Schlafrobe über und legte sich ins Bett. Dann pustete er noch die Kerze auf seinem Nachttisch aus und das Zimmer wurde dunkel. Doch schon wieder plagte ihn eine Frage, seit wann hatte er einen Nachttisch? vorher standen an der Stelle die Kisten, doch nun, wo der Platz frei war, wurde der Nachttisch wohl an der Stelle platziert. Olirie hatte sich im Refektorium richtig satt gegessen und konnte nun auch gut einschlafen.
26.01.2003, 13:57 #162
shark1259
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Er fühlte sich seltsam diesen Morgen. Naja, eigentlich war es ja gar nicht mehr morgen. Die Mittagszeit war schon vorbei, und doch war er gerade aufgestanden. Am letzten Abend hatte lange in der Bibliothek gestörbert und gehofft er würde den Lehrmeister der Schwarzen Magie dort antreffen, doch er hatte kein Glück gehabt. Heute wollte er es einmal im Refektorium versuchen, denn es war doch irgendwie ein Ort an dem man die wichtigen Personen traf. Und außerdem hatte er gehört das Olirie nicht ungern etwas zu sich nahm.

Er stand also auf, verrichtete seine morgendliche Pflege und machte sich auf den Weg ins Refektorium. Vielleicht würde er auch Zloin treffen. Der wollte doch auch Magie lernen...
Im Refektorium angekommen sah er sich erstmal um. Es war nicht besonders voll hier und er sag weder Zloin noch Olirie. Doch vielleicht würden sie noch kommen. Er wünschte sich erstmal etwas zu Essen her und aß sich satt.
26.01.2003, 14:08 #163
Zloin
Beiträge: 998

Zloin betratt das Kastell und schnupperte zuerst die heimeliche Luft.
Er schaute sich um und bemerkte, dass alles so war wie es vor seiner Abreise war.

Nach der relativ kleinen Wanderung begab er sich ins Refektorium, da er jetzt ein ganzes Wildschwein verdrücken konnte.
Er sah, dass sein Kolleg Shark schon ein Tisch resserviert hatte und gerade eine Suppe schlürfte, deshalb wollte sich Zloin zu ihm gesellen.
Zloin liess sich eine Weizensuppe mit Pilzen servieren und ein Glas Wein. Einige Sekunden stand es auf dem Tisch.
Er redete ein wenig mit Shark und erzählte ihm, dass er beim Grossbauern war und bei einem seinen Söldner eingekauft hatte.
"Was hast du denn gekauft?", fragte Shark.

Zloin zog eine längliche, hölzerne Pfeife heraus. Sie war dünn und ging nicht stark nach unten sondern war eher horizontal gebogen.
Das kleine Gefäss, wo man den Tabak einfüllt war klein und fast ein wenig dreieckig.
Er nahm vom harmlosen Apfeltabak und stopfte voll.

"Willst du?", fragte Zloin.
Shark nahm die Pfeife und probierte, allerdings bekam ihm das nicht unbedingt gut und er fing an zu husten. Danach versorgte Zloin seine Wundersachen wieder und widmete sich wieder seiner Suppe.

Nach einigen Minuten kam olirie ins Refektorium hinein.
"Schau, das ist doch olirie, nicht wahr?", flüsterte Zloin Shark zu, welcher nickte.

Zloin stand auf und ging zu Olirie.
"Ich grüsse euch, hoher Schwarzmagier. Man sagte uns, ihr währet es, welcher uns der Anfang der schwarzen Magie beibringen soll! Könnt ihr das bestätigen?"
26.01.2003, 14:51 #164
olirie
Beiträge: 1.642

Olirie hatte gut ausgeschlafen und auch schon wieder Hunger bekommen, obwohl er sich am vorherigen Tag etwas übergessen hatte. Doch erstmal stieg er aus seinem Bett und zog die Schlafrobe aus. Er griff nach seiner Alltagsrobe, doch da bemerkte er, das über dem Stuhl eine neue hing. Nicht mehr seine alte Schwarzmagierrobe, sondern die Robe eines Hohen Schwarzmagiers. Das fand er fast unglaublich, er freute sich, wie ein kleines Kind. Sofort zog er die schöne Robe über und betrachtete sich. Er fand, sie stand ihm gut. Dann nahm er seinen Gürtel und schnallte ihn um und verließ sein Zimmer in Richtung des Refektoriums.

Als der Hohe Schwarzmagier das Refektorium betrat, kam sofort ein Magier auf ihn zugelaufen und fragte ihn, ob er ihn in die Anfänge der MAgie einweisen könnte. Ganz perplex antwortete olirie, "Ja, klar, warum auch nicht? Aber erst gedenke ich noch etwas zu speisen." Der Hohe Schwarzmagier setzte sich zu den beiden Magiern an den Tisch und bestellte sich etwas von dem Rest vom letzten Tag, natürlich wiederaufgewärmt. Als Getränk bestellte er etwas Wein. Und schon bald kam das erwünschte, doch die Dämonen hatten anscheinend schon wieder die Menge falsch eingeschätzt, denn vor olirie erschien ein viertel Troll und eine Flasche Wein. Auf den Troll zeigend sagte er, "Gestern wurde mir noch ein halber Troll serviert, das kann doch kein Mensch essen, ich hatte auch nur recht wenig vom Troll verspeisen können, die Küchendämonen müssen dringend mal lernen, wieviel ein normaler Mensch essen kann. Also, wollt ihr etwas abhaben, ich hab hier mehr als genug Trollfleisch." Der Hohe Schwarzmagier grinste die beiden Magier an und füllte sich etwas vom Trollfleisch af den Teller, dazu noch etwas von der Pilzsoße und natürlich noch eine gegrillte Tomate.
26.01.2003, 15:05 #165
shark1259
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Etwas verwirrt starrte Shark das riesige drumm Troll an. Aber er mochte Troll gern und aß deshalb ein wenig mit. Doch nach kurzer Zeit hatte er genug. Nicht weil es ihm nicht schmeckte sondern weil er ja zuvor schon eine Suppe zu sich genommen hatte.

"Ich bin übrigens Shark. Und dies hier ist mein Freund Zloin. Wir sind noch nicht lange Magier, aber wären geehrt wenn ihr uns die schwarze Magie beibringen könntet."

Shark war ein wenig nervös, auch wenn er es nie zugegeben hätte. Doch er wollte seinen zukünftigen Lehrer einen möglichst guten Eindruck übermitteln. Ob es ihm gelang wusste er selbst nicht recht.
Lange, schon bevor er damals in die Barriere geworfen worden war und sich dem Zirkel angschlossen hatte, wollte er Magie erlernen. Und nun war er schon sehr nahe dran. Er hatte schon viele Bücher über Magier gelesen und hatte sie immer bewundert und sie um ihre Mächte beneidet. Und wahrscheinlich würde er bald auch zu einem richtigen Magier. Und er würde sogar noch die schwarze Magie erlernen. Die Mächtigste.
Wieder aus seinen Gedanken zurückkehrend wandte er sich an Olirie, der noch immer an dem Troll aß:
"Wann gedenkt ihr mit der Ausbildung anzufangen?"
26.01.2003, 15:27 #166
olirie
Beiträge: 1.642

"Erfreut, euch kennen zu lernen. Ich heiße olirie. Greift ruhig noch zu, vom Troll ist noch genug für alle da." Der Hohe Schwarzmagier beförderte einen großen Brocken Fleisch in seinen Mund und zerkaute ihn. Der wunderbare Geschmack breitete sich über seine Zunge aus. Die Zeit schien stehen geblieben zu sein. Olirie konzentrierte sich fast nur noch auf das Stück Trollfleisch in seinem Mund. Doch dann war es zerkaut und er schluckte es runter. Er konnte spüren, wie der Brocken seine Speiseröhre runterlief. Das Fleisch war nun zwar aus seinem Mund verschwunden, doch der Geschmack war vorerst geblieben.

"Was? Ähm, wann ihr anfangen könnt? Sobald ich mit dem Essen fertig bin, werden wir in die Bibliothek gehen." Oliries neue Schüler sahen nun sehr glücklich aus. Es kam dem Hohen Schwarzmagier schon fast so vor, als würden sie ihn anstrahlen.
26.01.2003, 15:35 #167
Zloin
Beiträge: 998

Zloin war auch sehr glücklich! Er schnitt sich ein grosses Stück Troll ab und legte es in seine Suppe und ass das ganze auf.

Zloin wurde es fast ein wenig übel. Trollfleisch war nicht gerade seine Leibspeise. Er schob den Suppenteller vor sich weg und blickte nun zu olirie.

In ein paar Wochen konnte Zloin wieder ein wenig mit seiner verlernten Fähigkeit umgehen - der Magie. Er freute sich ungemein darauf und träumte schon davon:

Ein gefährlicher Räuber bedroht einen Bauern, er solle ihm sein ganzes Geld geben oder...
Zloin schaute natürlich zu und kam dem kleinen Streit näher.
"Lass ihn in ruhe.", sagt Zloin ganz gelassen.
"He du Weichei! Das ist nicht dein Krieg! Lass mich ihn Ruhe, oder du spürst meine Axt", brüllt ihn den Räuber an und hob seine rostige Axt.
"Willst du das meinem Dämon erzählen?" Zloin hebt die Hand und führte eine wilde Bewegung aus. Darauf hin fiel dem Räuber das Herzen in die Hose und nahm die Beine in die Hand. Schneller als der Wind es erlaubte war er über alle Berge.


Zloin nickte - so sollte das aussehen!

Nach einer viertel Stunde waren alle wieder übersatt und gemeinsam verliessen sie das Refektorium und betratten einen Augenblick später die Bibliotheke
26.01.2003, 15:55 #168
olirie
Beiträge: 1.642

In der Bibliothek angekommen, wies olirie jedem der beiden einen Platz zu, der noch nicht besetzt war. Die beiden Tische standen nabeneinander. Der Hohe Schwarzmagier sagte zu ihnen kurz "Wartet" und verschwand dann zwischen den Bücherregalen.

Zwischen den Bücherregalen suchte olirie die Standartwerke der Sprüche der ersten Stufe. Vorerst würden die Bücher für Licht und Schattenflamme genügen. Das Lehrbuch für das Beschwören eines Blutfliegenskelettes könnte er ihnen in einer Woche hinlegen. Von jedem Buch brauchte olirie allerdings zwei Ausgaben, damit sich seine Schüler nicht darum kloppen mussten, wer jetzt in welchem Buch lesen dürfe.

Mit einem nicht zu klein geratenen Stapel Bücher ging er zu den Tischen seiner beiden Schüler und gab jedem eine Hälfte des Stapels. Dann erklärte er, " dies sind die Lehrbücher für die Zauber Licht und Schattenflamme. Für diese zwei Sprüche habt ihr eine Woche Zeit zum erlernen. in genau einer Woche lege ich euch das LEhrbuch für den Zauber Schattenflamme hin und in genau zwei Wochen ist der Prüfungstermin. Teilt euch diese Woche gut ein, denn ihr müsst nicht nur die Bücher studieren. Es ist auch wichtig, dass ihr etwas prktisches Training macht. Dafür könnt ihr in die Übungsräume gehen. Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch ruhig an mich wenden."
26.01.2003, 16:13 #169
shark1259
Beiträge: 1.033

Shark sah den Stapel von Büchern an. Doch er war nicht erstaunt, er hatte vermutet dass es einiges zu lesen war. Doch das machte ihm eigentlich nichts aus. ER las gern und wenn dabei sogar noch soetwas praktisches wie Magie herauskommt, war das natürlich eine wunderbare Sache.
Er sah sich die Bücher ein wenig genauer an: Sie waren eigentlich alle recht schön gestaltet.
Shark nahm sich vor, dass er mit dem Lichtzauber anfing und dann erst Schattenflamme üben wollte. Denn Schattenflamme würde sicher um einiges schwerer zu erlernen sein als Licht. Er würde gleich anfangen über Licht zu lesen. Er konnte es kaum erwarten, es zum ersten mal zu wirken. Noch nie hatte er Magie gewirkt. Er war schon sehr gespannt wie es sich anfühlen würde. Shark war selten so glücklich gewesen. Dieser Olirie schien ja ein ganz netter und guter Lehrer zu sein.

Shark sah zu seinem Freund und Magier Kollegen Zloin hinüber. Auch er sah froh aus und auch er sah sich schon die Bücher ein wenig genauer an.
"Jetzt wirst du bald wieder Magie wirken können, mein Freund." ,grinste Shark ihm zu.
"Ich bin froh, dass wir es gemeinsam schon in so kurzer Zeit, so weit geschafft haben. Ohne dich wäre es wahrscheinlich nicht einmal annähernd so schnell gegangen"

Und zu Olirie gewandt sagte er noch:

"Dank gebührt euch, Hoher Schwarzmagier. Wir werden sie sicher nicht enttäuschen und werden die Zaubersprüche bis in zwei Wochen beherrschen. Danke noch einmal."
26.01.2003, 16:20 #170
Zloin
Beiträge: 998

Da Shark sich schon das Lehrbuch über den Lichtzauber unter den Nagel gerissen hatte, nahm sich Zloin das Buch über die Schattenflame.
Er öffnete das ledereingebundene Buch und begann auf der ersten Seite zu lesen.

Es war sehr schwierig geschrieben und man verstand beim ersten Durchlesen nur "Latrine".
Zloin musste das erste Kapitel zweimal lesen, bevor er verstand über was in diesem Kapitel geschrieben wurde.

Nach einigen Viertelstunden hatte Zloin einen sturmen Kopf und liess sich daher eine Pfeife mit richtigem Tabak geniessen.
Er stopfte seine Pfeife, und ging angesichts des Anstands, nach draussen in die Wildniss zu rauchen. Es beruhigte ihn ein wenig.
26.01.2003, 17:44 #171
olirie
Beiträge: 1.642

Olirie sah noch kurz zu, wie sich seine Schüler auf die Bücher stürzten und ging dann wieder zu den Bücherregalen, um sich selbst eines zu nehmen. Erst fand er nichts vernünftiges, doch dann fiel ihm eins ins Auge, das interessant zu sein schien. Der Titel war, "Psychologisches Lehrbuch für Lehrer". Als Beschreibung stand auf dem Einband:
Fangen Sie gerade eine Karriere als Lehrmeister an? Sind Sie sich unsicher, ob sie das richtige und beste für ihre Schüler tun? Verstehen Sie ihre Schüler nicht? Dann ist dieses Buch genau das, was Sie brauchen. Doktor Klariz erklärt in diesem Buch die durchschnittspsychologie von Schülern. Folgen sie einfach den Anweisungen und ihre Schüler werden in Windeseile den Stoff erlernen, den sie zu vermitteln versuchen.

Das klang interessant. Olirie ging mit dem Buch zu einem der Sessel und machte es sich gemütlich. Dann begann er im Buch zu lesen.
26.01.2003, 19:29 #172
Zloin
Beiträge: 998

Nach der kleinen Entspannung ging Zloin wieder in die Bibliothek.

Er nahm sein Buch über die Erlernung der Schattenflamein die Hand begann mit dem zweiten Kapitel.
Es wurde erklärt, was die Schattenflame überhaupt ist.

Gespannt las er das Buch und erfuhr schliesslich auch, für was Runen zu gebrauchen waren.
Ab und zu legte er sein spannedes Buch wieder zur Seite und ging ein paar Schritte laufen, damit er wieder einen klaren Kopf hatte. Er wusste, wenn er zuviel hintereinander lesen würde, dass er dann nichts mehr aufnehmen konnte. Darum ging er ab und zu schnell spazieren.

Nach den kleinen Pausen ging er aber immer wieder eifrig das Buch lesen.
26.01.2003, 19:56 #173
Tak
Beiträge: 3.270

Tak saß im Refektorium und schlug das Buch aus dem Hort des Feuerdrachens auf, das Buch mit dem ebenso schlichten wie sonderbaren Titel Arkane Bionik. Schon desöfteren hatte der Waldläufer in der letzten Zeit dieses Werk studiert, und er war immer wieder erstaunt, was man so alles tun konnte mit magischem Erz...
Angeblich konnte man die Lebensenergie von größeren Lebewesen - etwa ab Wolfsgröße - in diesen Erzbrocken speichern und diese aufgeladenen Gesteine dann als Energiequelle benutzen (dass diese Behandlung zum Tod des Lebensenergiespenders führte war für Tak ziemlich nebensächlich). Die magische Energie des aufgeladenen Erzes wirkte belebend, aber in großen 'Dosen' auch mutierend...
Besonders interessant für Tak waren die äußerst anschaulich geschilderten Experimente, die der Verfasser mit aufgeladenem Erz durchführte - so hatte er zum Beispiel einem einem Menschen den Kopf eines Wolfes auf die Schultern gesetzt, dank der Lebensspendenen Kraft des Erzes überlebte die Kreatur fast eine Woche lang. Leider aber war so viel Energie dafür nötig, dass diese sich letztendlich schädlich auf den Organismus der Schöpfung auswirkte, das Wesen begann sich zu verändern. Fast stündlich hatte es irgendwann ein neues aussehen, bis es von den durch seinen Körper tobenden, ungezügelten magischen Energieen förmlich zerrissen wurde.
das Lesen dieser Zeilen zauberte ein Lächeln auf Taks Lippen, alle, die ihn kannten, wussten, dass das kein gutes Omen war. Der Waldläufer blätterte langsam um...
26.01.2003, 20:08 #174
Superluemmel
Beiträge: 3.057

Doch gerade als sich Tak der nächsten Seite widmen wollte, fiel ein Schatten über ihn.
"Steht auf, es wird Zeit dass wir eure Lektionen weiterführen. Folgt mir."
Frost stand wie aus dem Boden gewachsen hinter seinem Schüler. Sein Gesicht wurde wieder fast vollständig von dem Schwäre spendenden Schatten seiner Kapuze verdeckt, als er sprach war seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern.
Und dennoch, es war als ob der Krieger binnen weniger Minuten an Kraft gewonnen hätte. Sein Blick war seltsam klar, ein Ausdruck der schon seit Monaten nicht mehr zu sehen gewesen war.

Ohne auf die Reaktion seines Schülers zu warten, drehte sich Frost herum und verließ die Bibliothek.
Auf seinem Weg zum Tor kam er an der bittend dastehenden Dämonenstatue vorbei. Wie von Geisterhand klimperten fünf Goldstücke in die erwartungsvoll erhobene Schale und begannen schon nach wenigen Augenblicken, sich in Luft aufzulösen.
Mit derselben Lautlosigkeit, mit der sich der Waffenmeister fortbewegte, schwangen auch die großen Flügeltüren des Kastells auf und gaben den Weg in die Nacht frei. Zügigen Schrittes bahnte sich Frost seinen Weg ins Tal.
"Wisst ihr zufällig, was der Zermalmer eines schwarzen Berges sein könnte?", fragte er schließlich seinen Schüler.
"Es handelt sich um ein Rätsel dessen Lösung von... sagen wir essentieller Bedeutung für mich ist."
Ein paar Sekunden lang schwieg der Gildenlose, dann zitierte er die Passage aus dem Buch.
"Die Substanz der zu schmiedenden Klinge muss aus dem blauen Blute der Erde entnommen werden.
Um die Härte der Schneide zu verstärken, muss auf das erhitzte Blut die zerriebene Schaufel eines Totengräbers gegeben werden, während der Zermalmer des schwarzen Berges den Griff formt.
Zur Aufnahme des Gemüts werden zwei gesäuberte Federn einer Furienkönigin benötigt, welche paralell liegend die Essenz der Klinge bilden.
Zuletzt schmiede man einen Sonnenstrahl im Herzen des Feuers."
26.01.2003, 20:25 #175
Tak
Beiträge: 3.270

"Hab ich schonmal erwähnt dass ich Rätsel nicht ausstehen kann?" knurrte Tak und folgte Frost fast ebenso lautlos wie dieser voranschritt.
"Tja, Zermalmer des schwarzen Berges... Man kann jetzt natürlich einen schwarzen Berg suchen - einen Vulkan zum Beispiel - aber ich denke es ist eher im übertragenen Sinne zu verstehen. Vielleicht meinen sie ein Tier, ein großes, schwarzes Tier. Einen Schattenläufer oder - noch wahrscheinlicher - einen schwarzen Troll. Ja, das ist möglich..."
Eine weile gingen die beiden Gildenlosen schweigend nebeneinander her, und obwohl er Rätsel hasste, überlegte Tak noch immer. was könnte mit dem Zermalmer gemeint sein? Ein Material, das schwarze Trolle umbringt? Eine Waffe, die schwarze Trolle umbringt? Ein Schmied, der schwarze Trolle umbringt? Oder... die Zeit? Doch was für ein Material sollte das sein? Was für eine Waffe? was für ein Schmied? Und wie sollte die Zeit einen Griff formen?
Tatsächlich, Tak hasste Rätsel...
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