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Das Kloster Innos # 10
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08.12.2003, 16:36 #76
Irock von Elladan
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Leichte wärmende Sonnenstrahlen hatten den Wassermagier am Morgen geweckt. Schönes Wetter hatte an den letzten Tagen geherrscht. Es schien wirklich so, als wolle die Natur noch einmal mit aller Kraft gegen den Winter antreten, doch die Sonne stand bereits tief und es war unausweichlich, die Zeit an ihrem Tun zu hindern. Jedem Menschen, wenn er nicht vollkommen besessen war, war dies bewusst und er versuchte deshalb auch nichts daran zu ändern. Doch das Böse, welches ewige Finsternis schaffen und somit den Tag vollends vernichten wollte, wollte dies nicht wahrhaben. Solange wie Adanos das Gleichnis aufrechterhält, wird keine Seite je allein herrschen.

Der Wassermagier befand sich in seinem Gemach und ließ die drei Runensteine aus dem zweiten Kreis der Magie durch seine Hände wandern. Das Funkeln der Runen zog ihn immer wieder an. So dringend wollte er von der Macht der Steine gebrauchen, es dauerte immer seine Zeit bis er sich wieder losriss und einen anderen Gedanken fassen konnte. Noch hatte er die Prüfung nicht bestanden und darum war ihm ein Nutzen der Magie dieser drei Steine noch nicht gestattet, nur zur Übung und zum Bestehen jedes Zaubers hatte er es gedurft. Doch nun beherrschte er sie und musste nur auf den rechten Zeitpunkt warten. Mittlerweile war es dunkel geworden und die Nacht stand bevor.
08.12.2003, 17:15 #77
Friotane
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Eine eisige Bisse zog unaufhaltsam über den Klosterplatz und erreichte auch noch die hintersten Bänke in der Kirche. Gerade auf einem dieser Bänke wollte sich Friotane ins Gebet vertiefen, was ihm durch die kalten Windstösse die ihm ständig um die Ohren bliessen schwer gemacht wurde. Auch der Versuch daran zu denken, dass ein Feuer Innos in ihm brannte, konnte ihm keine spürbare Wärme geben. Vielleicht musste er nur noch wirklich daran glauben das ihm Innos half und er würde einen Schutzt gegen die kälte haben. Momentan hielt er seine Übung aber eher für schlechten Zeitvertreib. Mit der Zeit begann er Isgaroth zu bewundern, der den ganzen Tag vor dem Schrein sass und so fest ins Gebet vertifft war, dass er wenn man ihn aufsprach, wie von einer Nadel gestochen zusammenzuckte. Na ja, er würde Morgen wieder zurückkehren und hoffte das es ihm dan besser ergehen würde.
Trotz seiner braunen Robe und der Novizenrüstung die er darunter trug frohr es Friotane, als er über den Hof lief. Da konnte ihm auch seine Kaputze die er tief ins Gesicht gezogen hatte nicht helfen. Schnell verliess er den Hof um sich in sein Zimmer zu begeben, wo er das Gespräch mit einigen Novizen suchte.
08.12.2003, 18:18 #78
Sheron J. Spark
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Mit einem sanften Lächeln überquerte Sheron den Vorplatz der Kapelle und blickte den schwer schuftenden Novizen bei der Arbeit zu. Ja lange ist es her, dass er für die Magier und ihren Gott die so dtringenden Tageswerke verrichtet hatte. Lange ist es her, dass er im inneren des Klosters für Innos gearbeitet hatte. Aber eins musste der Wegelagerer sich eingestehen. Er war froh. Froh nicht mehr unentlohnt diesen Dienst begleiten zu müssen. Und froh nicht mehr hier im Kloster zu leben. Denn ja, auch wenn es auf den erste Blick wie ein perfektes Leben aussieht, trügt der Schein gewaltig. Das wusste Sheron...

Und so lies der Wegelagerer sich langsam auf eine kleine Sitzbank nieder und dachte über die alten Zeiten nach.Seine Vergangenhait und seine Zukunft. Über das Leben und das Sterben. Über Innos, Adanos und alles was sonst noch von Bedeutung war, in dieser trüben und aussichtslosen Welt...
08.12.2003, 18:35 #79
Rhobar
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Rhobar verbrach den ganzen tag in der Bibliothek des Kloster's,er las Bücher über den Glauben des Schläfers,er hatte gelernt das der Schläfer angeblich ein Erzdämon war,der aber vor einem Jahr von einem unbekanntem Verbannt wurde.Nicht zu fassen,diese Sumpfler glauben an einem Dämon,der dazu auch noch tot ist...das ist grausam,sie eten einen falschen Gott an...
Rhobar wollte aus der Bibliothek,da kam schon der Magier Parlan herbeigerast.Rhobar,der Rat ruft dich,es geht um einen Wassermagier Namen's Irock von Elladan.Schnell. Ohne widerrede begab sich Rhobar aus der Bibliothek und lief zu der Kathedrale.Was könnte er wohl gemacht haben,er ist ein weiser Magier,ich glaub kaum das der Rat in bestrafen will.
So trat Rhobar vor den Altar und sprach zu dem heiligen Rat:Ehrwürdiger Rat,ihr habt mich gerufen?
Das oberste Ratsmitglied Pyrokar erhob sich und sprach mit ernste Stimme:Wir haben dich gerufen,es geht um den Wassrmagier Irock von Elladan ja? Er vertrit die Weisheiten von Adanos mit Ehre und verteilt diese durchs ganze Land,.Nun gut: Der Rat hat sich entschlossen das es Zeit für ihn wird den Rang eines hohen Magiers zu bekleiden,möge Adanos ihn schützen.Ausserdem haben wir entschieden das du ihm diese frohe Botschaft überreichen sollst,fragt nicht wieso,tu es einfach.
Jawohl ehrwürdiger Rat Rhobar nickte zustimmend und lief in einem schnellen tempo zu den Gemächern der Magier,er lief über den Hof und schritt die Treppen zur zweiten Etage hoch,dann lief er zum Zimmer seines Freundes und klopfte an dessen türe...
08.12.2003, 19:05 #80
Irock von Elladan
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Ein leises Klopfen drang in das Gemach des Magus. Doch von wem wurd es verursacht?

"Mit wem habe ich die Ehre? Tretet ein."

Rhobar der Feuermagier trat in den Raum. Irock grüßte ihn freundlich und las aus dem Gesicht des Magier Innos, dass er etwas wichtiges zu berichten hatte.

"Nun, mein Freund. Was treibt euch, der ihr Geweihter Innos seit in mein Gemach?"

Die Worte des Wassermagiers kalngen fragend und nachdenklich zugleich, erschien nicht im geringsten etwas zu ahnen.
08.12.2003, 19:14 #81
Rhobar
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rhobar betrat das Zimmer von Irock und begann mit gelassender Stimme zu sprechen:Hallo,der ehrwürdige rat schickt mich,ich soll dir diese Botschaft überbringen,frag mich nicht wieso,das weiss ich auch nicht.Also: Der Rat hat entschlossen das du ab sofort als Hoher Wassermagier Adanos dienen sollst und das so,wie du es bis her gemacht hast.Herzlichen Glückwunsch Freund!
08.12.2003, 19:22 #82
Irock von Elladan
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Zunächst verfing sich der Blick des Wassermagus und Nachdenklichkeit und dann in ein fröhliches Lächeln. Er erhob sich und sprach so schnell, dass man es kaum verstehen konnte ein paar Gebetszeilen.

"Wahrlich, welch eine erfreuliche Botschaft. Dank sei Adanos und Innos für diese Tat. Ich widme mein Leben ihnen und ich werde die Herren niemals ernttäuschen. Doch nun sagt mir, Rhobar weshalb hat der Rat euch geschickt, an statt mich persönlich zu rufen? Hat es einen symbolischen Grund, der die Zusammengehörigeit von Diener Innos und Adanos zeigt? Ach, das kläre ich in den nächstne Tagen. Da fällt mir ein, das ich sowieso noch ein tiefes Gespräch mit Ulthar zu führen habe, doch lasst uns nun an etwas anderes denken."

Irock schein seltsam, denn er wusste nicht was er tun sollte. Im Inneren war er so aufgefühlt und berührt das ihm jedwede Worte, die es vielleicht noch zu sagen gab fehlten.
08.12.2003, 19:40 #83
Rhobar
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Das frag ich mich auch wieso sie mich geschickt haben,Pyrokar hat auch gesagt ich soll ihn nicht fragen warum sondern einfach machen Rhobar bemerkte das Irock der nun ein hoher Wassermagier irgendwas noch sagen wollte,dies aber nicht getan hat,rhobar beachtete die aber nicht gross und sprach.Mir fällt da was ein,wie wärs wenn wir nach Khorinis gehen und dort deine Beförderung zum hohem Wassermagier feiern? wie wärs?
08.12.2003, 19:46 #84
Irock von Elladan
Beiträge: 1.476

"Ein wunderbarer Einfall. Dann können wir nebenbei auch nach Varas sehen. Sicherlich weiß er noch nicht von meiner Beförderung, da er ja momentan keine Boten unterhält. Oder ist er selbst Auslöser für meine Beförderung? Hat er den Willen Adanos verspürt? Wie dem auch sei, lasst uns nach Khorinis, der Hafenstadt aufbrechen."

Bevor sie losgingen, nahm Wassermagier noch einige wichtige Sachen wie seninen Geldbeutel. Erst dann verließen sie das Gemach und ginen über dne Hof, zum Tor hinaus und verließen somit die heiligen Hallen.
10.12.2003, 01:21 #85
Yori
Beiträge: 657

"Ihr habt recht, den Eispfeilzauber beherrscht ihr schon erstaunlich gut. Aber über den dritten Zauber der Magie Adanos bin ich mir noch nicht ganz sicher, lasst mir noch etwas Zeit für weitere Studien wenn ich soweit bin, werde ich euch rufen lassen!"

Mit diesen Worten entließ Yori den Novizen und widmete sich seinen Zweifeln. Er hatte schon immer Zweifeln bezüglich den Wahnsinnszauber gehabt, schwarze Magier zu verwenden war für einen Wassermagier einfach unüblich. Vielleicht hatte die Vision, die er in der Kathedrale beim letzten Beten erfahren hatte, etwas damit zu tun. Es könnte doch möglich sein, dass Adanos ihn damit auf den richtigen Weg bringen wollte und angestrengt dachte Yori nach. Falten bildeten sich auf seiner Stirn und langsam strich er sich über Kinn.
Dabei fiel es ihm auf, dass sein Gesicht schon recht abgekühlt war und mit schnellen Schritten zog es ihn in den Säulen gang. Er stand nun vor dem Treppenhaus und sein Blick wanderte vom Lagerraum zu den hinab führenden Stufen. Die geheime Bibliothek schoss ihm durch den Kopf, vielleicht würde er dort Antwort auf seine Fragen finden! Viele alten Geschichten die nicht in der öffentlichen Bibliothek zu finden waren, lagen dort und unschätzbares Wissen hatte sich dort im Laufe der Zeit angesammelt. Schon bevor er diesen Gedanken zuende gedacht hatte, war er schon über die ersten Stufen hinab gestiegen und verschwand in der dumpfen Dunkelheit des Kellers...

Schon bald wurde das Licht das trüben Wintertages von den Wänden aufgesogen und einzig die knisternden Fackeln erhellten den Weg vor dem Wassermagier. Es gab dafür extra einen Anwärter, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte die Fackeln auszutauschen um so einen stetigen Schein zu ermöglichen. Stufe um Stufe stieg Yori hinab und seine Schritte hallten die Treppe entlang. Wie immer hingen ein paar Staubweben von der Decke, eigentlich hatten sie ja genug Novizen um den Keller zu wischen, aber vermutlich wurden diese Staub- und Spinnweben schon mit Respekt behandelt.
Kurz darauf erreichte er das Ende der Treppe und setzte seinen Fuss in die Kellerhalle. Von hier aus führten mehrere Wege in fast alle Richtungen und einige Türen wurden von hohen Novizen bewacht. Sie waren in ein Streitgespräch vertieft, aber als sie den Magier gemerkten nahmen sie wieder Haltung an und grüßten ihn respektvoll. Aber trotzdem vernahm er ein leichtes Funkeln in ihren Augen, als Novizen Innos respektierten sie die Diener Adanos zwar aber sie schienen trotzdem nicht besonders von ihnen angetan zu sein.
Eigentlich wollte Yori sie zur Rede stellen und eventuelle Vorurteile aus dem Weg räumen, aber er hatte es eilig und so folgte er dem Hauptkorridor bis er vor der geheimen Bibliothek stand. Er nickte den beiden Magiern kurz zu, dann zückte der rechte einen Schlüssel und steckte ihn in das alte Schloss. Aber obwohl es alte und rostig aussah war es doch unaufbrechbar da es durch einen Zauber verschlossen wurde. Die schwere Holztüre schwang mit einem Krächzen auf und gab den Eingang zur geheimen Bibliothek frei.

Bis jetzt war Yori erst einmal in diesem Raum gewesen, damals war er noch Novizen und hatte einen bestimmten Auftrag für einen Magier zu erledigen, der ihn momentan entfallen war. Mit ineinandergesteckten Armen betrat er den Raum und näherte sich sogleich dem vordersten Regal. Obwohl die Bücher und das Regal von Staub bedeckt war, waren die Einbände und die Titel an der Seite gut lesbar, irgendein Novize hatte die Ehre hier alle paar Tage Staub zu wischen. Mit seinem Finger fuhr der die Einbände entlang und zog in Abständen ein paar Bücher heraus, hatten es etwas mit Mythen, unerklärlichen Phänomenen oder alten Legenden zu tun. Natürlich hatte dabei einen Schwerpunkt auf Geschichten bei denen er einen Zusammenhang zu Adanos erkennen konnte und kurz darauf stand er vor dem edlen Buchständer und wühlte sich durch die Schmöker...

Vor Urzeiten, als die Magie noch jung und die Glaubenskriege noch das Land verwüsteten, lebte der Wassermagier Xoras, einer der größten Vertreter Adanos der jemals unter der Sonne Innos lebte. Er hatte sein Leben ganz und gar Adanos verschrieben und als einer der wenigen beherrschte er die berüchtigte Adanos Magie, die weit weniger verbreitet war als die Innos. Durch seine Predigen war er überall im Volk beliebt und wurde von fast allen geliebt, aber wer geliebt wird wird auch gleichzeitig irgendwo gehasst und so kam es, dass der höhere Stand und der Stadthalter schon bald seine Beliebtheit fürchteten und den Plan fassten ihn zu beseitigen.
Sie heuerten einen Dieb, der sich genauso auf anschleichen wie auch auf das Bogenschiessen verstand und boten ihm 2000 Goldstücke für den Tod des Wassermagiers. Natürlich war die Kunde von der Macht der Magier weit übers Land gekommen und jeder wusste wie mächtig die Magier waren, aber die gewaltige Summe an Goldstücken liessen die Zweifeln des Diebes schon bald zerbröckeln. Geldgier trieb den Dieb dazu auf den Vorschlag des Stadthalters einzugehen und bereitete sich auf die Tat vor.
Er beobachtete die Gewohnheiten Xoras und nach kurzer Zeit fand er heraus, dass dieser immer Abends die Stadt verliess um ein Tier zu jagen und es Adanos zu opfern. So kam es dass er eines Abend in einem Gebüsch in der Nähe des Stadttores auf der Lauer lag und mit einem vergifteten Pfeil auf den Magier wartete. Pünktlich wie der Sonnenzyklus kam dieser aus dem Stadttor geschritten und schlug den Weg in das Dickicht ein. Der Dieb hatte sich versichert, dass die Stadtwache nichts von der geplanten Tat mitbekommen könnten und nachdem der Wassermagier dem Versteck des Diebes vorbeigegangen war, legte dieser seinen Pfeil auf und spannte den Eschenholzbogen. Mit einem Satz war er aus dem Gebüsch gesprungen und zielte an dem Pfeil entlang nach dem Kopf des Wassermagiers.
Doch stand einfach nur dort und sah ihn ganz ruhig an. Er schien es gespürt zu haben, dass er in Gefahr war und hatte einen Meuchelmörder wohl schon erwartet. Aber seine Hände waren leer, kein Schutzschild umringte seine Gestalt, keine Rune lag griffbereit um den törichten Dieb zu bestrafen.
"Schieß ruhig deinen Pfeil ab, solange Adanos seine schützenden Hände über mich hält wird er mich nicht erreichen. Denn nur er ist mein Heer und sollte meine Zeit wirklich abgelaufen sein und ich meine Aufgabe auf Erden wirklich schon beendet haben, dann soll es so sein." Rief ihm Xoras ruhig zu und verunsicherte den Schützen etwas. Dies war sein erstes Ziel, das keine Anstalten machte wegzulaufen aber er liess sich nicht durch irgendwelche Reden einschüchtern und nur einem geöffneten Auge zielte er an dem Pfeil entlang und löste langsam seine Finger. Die Finger hatten den Pfeil schon fast freigelassen, als sich die Umrisse des Magiers auflösten und Xoras vor den Augen des Diebes verschwamm. Dieser kniff jene zu und schüttelte kurz seinen Kopf, aber nachdem er seine Augen wieder öffnete sah er 3 Wassermagier entgegen die ihm ruhig entgegen sahen. In Panik zielte er auf den mittleren entließ den vergifteten Pfeil der mit einem Zischen davon schoss. Doch anstatt den Magier zu treffen und dessen Gewand zu durchbohren, löste sich jener in einem leichten Nebel auf und der Pfeile sauste in den Wald davon.
Voller Panik zitterte sein ganzer Körper wie Espenlaub und liess den Bogen erbeben. Fluchend griff er im Köcher nach einem weiteren Pfeil, aber bevor er ihn auch nur auflegen konnte sah er ein eisiges Geschoß auf ihn zu jagen und kurz darauf war ihm schwarz vor Augen...
In diesem Zustand hörte er immer wieder die Worte "Gehe in die Stadt und bekenne deine Tat, dann wird dir vergeben werden" und als er schliesslich auf den Waldboden liegen wieder zu sich kam, stürmte er zum Marktplatz und schrie wie Verrückter herum und berichtete allen von seinem Erlebnis. Die wütende Menschenmenge forderte beim Stadthalter den Kopf des Mörders und um nicht auch selber aufzufliegen gab er ihren Rufen nach.
Seit jenem Tag ist der Wassermagier nie wieder in der Stadt gesehen worden, vermutlich hatte er gewusst wer seinen Tod gefordert hatte und ging dann auf Reise...
10.12.2003, 12:59 #86
Friotane
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Die Sonne stand hoch am Himmel, so das nur die Kirche es vermochte, einen Schatten zu werfen. Trotz des strahlend blauen Himmel, der heute über Khorinis lag, war es eisig kalt und Friotane war froh um seine braune Robe, die er über der Anwärter-Rüstung trug. Während er am Morgen mit einigen Schriften, das Wissen über die Götter vertiefte, hatte er sich nun seiner eigentlichen Aufgabe gewidmet und verrichtete zum Wohl des Kloster alltägliche Arbeiten.
Wie es ihm Parlan angeordnet hatte, half er einigen Novizen ihm unbekannte Kräuter zu pflücken, aus denen die Magier anschliessend, mit der ihnen von Innos oder Adanos verliehenen Kraft, mächtige Tränke zur heilung von Wunden machten.
10.12.2003, 13:08 #87
Sheron J. Spark
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Mit einem bibern stapfte Sheron an den kleinen Beeten des Klosters , welche genau wie der Rest des Insel unter dickem, weißen Frost verborgen waren, vorbei in Richtung Lagerhalle. Es war ein eisig kalter Tag heute und trotz seines dicken Ledermantels fror der Wegelagerer wie ein kleines Kind, wenn man es nackt in den Schnee schmeist.Aber nun gut. Auch wenn es dem Leeler nicht gefiel, da musste er durch. Zumindest noch 2 Tage, denn die brauchten seine Wunden noch zum verheilen, hatte Pedro ihm mitgeheilt. Noch 2 Tage, bis er endlich wieder durch die Wälder und Steppen der Insel ziehen konnte, um seinen Durst nach Abenteuer und Wissen zu stillen...
10.12.2003, 19:57 #88
Rhobar
Beiträge: 996

Nach einem langen Marsch kamen sie schliesslich am Kloster an,die beiden betraten das Kloster und schritten so durch die Pforte des Klosters.o.k,am besten wir gehen in die Kirche,dort sprechen wir mit dem Rat und das wärs auch schon.
so schritten die beiden über den Stein bepflasterten Weg in die Kathedrale,dort wurden sie auch schon vom Rat erwartet,Rhobar lief zu ihm undschaute zu Irock,dieser ging auf eine bank und liess sich dort nieder,rhobar selber begab sich zum Altar und kniete sich vor diesem nieder.Pyrokar,der oberste des Rats begann zu sprechen.Innos zum Grusse Feuermagier Rhobar,nun wir der Rat wollen wissen ob du ewas herausgefunden hast über Vatras. Ehrwürdiger Pyrokar,ich muss sie leider entäuschen,ich hab ncihts herausgefunden,jedoch kann ich bestätigen das Vatras nicht mehr in der Stadt ist,mehr weiss ich auch nicht...jedoch spüre ich eine Veränderung in der Magie bei mir,ich spüre wie Innos langsam die Macht über die Runen erhält und Adanos zurückgedrängt wird,ich hab zwar kein Problem damit,jedoch ist es ungewöhnlich.Wisst ihr mehr darüber ? Tatsächlich spüren wir auch eine Verändrung,sowohl bei uns so wie bei dem Rest hier im Kloster die magiebegabt sind,jedoch wissen wir auch nciht,es könnte sein das sich eine Veränderung bald ereignen wird.Nun,du hast im Moment genug getan Rhobar,kehr in deine Gemächer und ruhe dich aus,falls wir wieder deine Hilfe benötigen,werden wir dich rufen lassen.Möge Innos und Adanos dich beschützen.
Rhobar verabschiedete sich vom Rat und lief nach hinten zu Irock,er verabschiedete sich von ihm und begab sich dann in seine Gemächern...
11.12.2003, 11:10 #89
Sheron J. Spark
Beiträge: 733

Mit frischem Gemüt und gutgelaunter Dinge hob Sheron seinen Körper von der kleinen, holzigen Britche und lies mit einem lauten Gähnen verkünden, dass er erwacht war. Es war der Morgen des 5ten Tages, seit er hier eingetroffen war, und selbst die Götter schienen zu Wissen was das bedeutete. Zumindest nach dem absolut schlechten Wetter zu urteilen. Es war der Morgen an dem Sheron die erlaubniss hatte das Kloster zu verlassen. Und so tat er wie ihm gehiesen wurde. Ein kurzer Abstecher im Vorratsraum, aus welchem er sich einen kleinen Nahrungsvorrat mitnahm, und dann mit kleinen aber schnellen Schritten hinaus aus der Pforte des heiligen Klosters, zurück in die "normale" Welt...
11.12.2003, 18:25 #90
Irock von Elladan
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Ein Hoher Wassermagier war Irock nun. Sehr lange hatte er auf diese Ehre gewartet und vor einigen Tagen hatte sie man ihm zuteil werden lassen. Ein kleines bisschen stolz für diese hohe Erwählung regte sich in ihm. In seinen Gebeten hatte er Adanos gedankt und sich für seinen neuen Rang vorbereitet.

Nun hatte er eine hohe Stufe seines Lebens im Einklang mit der Magie erreicht. So eröffneten sich viele neue Wege, die er einschlagen konnte wann immer es ihm beliebte. Eine große Macht hatte er in den vielen Monaten der absoluten Hingabe zu seinem Glauben gesammelt, denn das war eben jenes was einen Magier unterschied vom gemeinen Volk.

Am vorigen Tag war Irock zusammen mit Rhobar aus Khorinis wiedergekehrt. Sie hatten Vatras leider nicht sprechen können, doch sicherlich würde es für seine Abwesenheit eine Erklärung, wie für alle normalen Dinge geben.
13.12.2003, 00:44 #91
Scipio Cicero
Beiträge: 1.638

Mitten in der Nacht klopfte eine dunkle Gestalt an die Tore des Klosters. Die Novizen, die den Eingang bewacvhten wunderten sich zwar, dass zu so später Stunde noch jemand hier her kam, doch trotzdem öffneten sie dem fremden Wanderer und ließen ihn ein.

Wer seid ihr, Fremder? Was wollt ihr so spät noch hier?
Mein Name ist Scipio Cicero. Ich bin ein Söldner unter General Lee und hier hergekommen, weil ich lediglich etwas in der Bibliothek nachlesen will. Ansonsten werd ich nicht weiter auffallen, das versichere ich euch.
Nun gut. Dann heißt euch der Orden hiermit willkommen. Ihr müsst jedoch eure ganzen Waffen abgeben, bevor ihr weiter in die geheiligten Hallen des Klosters vordringen dürft.
Meine ganzen Waffen?
Alle! Wir dulden nicht die auch nur die winzigste Möglichkeit einer Bedrohung für die Mitglieder unseres Ordens. Das versetht ihr doch sicher...
Ich befürchte viel mehr IHR versteht nicht, guter Mann. Versteht mich nicht falsch, ich will eurem Orden nichts böses, doch mein Schwert ist etwas Besonderes für mich. Ein ungewöhnliches Band verbindet mich damit und ich lege es ungern ab.
Eure Krieger-Spinnereien interessieren mich nicht sonderlich. Nehmt es mir nicht übel, aber ich habe nicht nur Befehle, sondern auch persönliches interesse daran, hier für Ordnung und völlige Sicherheit zu sorgen.
Wenn ich dieses Schwert hier bei euch lasse, ist es als würde ich einen Teil von mir selbst hier lassen. Bitte versteht doch...
Zwingt mich nicht dazu euch aus dem Kloster verweisen zu müssen. Dass ihr unsere Regeln so widerwillig befolgt, wirft wirklich kein gutes Licht auf euch, Fremder.
Na gut. Ich will keinen Ärger haben. Verzeiht meinen Dickschädel, es tut mir leid. Natürlich werd ich tun, was ihr von mir verlangt. Alles was ich will ist in die Bibliothek.
Gut, warum denn nicht gleich so? Und macht euch keine Sorgen, ich bin nicht nachtragend.

Etwas zögernd nahm der Söldner seine Armbrust vom Rücken und löste den Windfetzer mitsamt dessen Scheide von seinem Gürtel. Etwas grob riss ihm diese der Novize aus der Hand. Er entsprach wirklich nicht der Vorstellung eines frommen Bettbruders.
Ohne weitere Worte zu wechseln führte er Scipio zur Bibliothek des Klosters und ließ ihn dort allein.
Zuerst noch etwas verwirrt nahm der Söldner nach kurzer Suche ein Buch zur Hand, suchte sich ein gemütliches Plätzchen und begann zu lesen. Zwar fand er bis jetzt noch nicht das, was er eigentlich gesucht hatte, doch uninteressant war diese Bibliothek sicher nicht. Das würde noch eine lange Nacht werden...
13.12.2003, 14:08 #92
Host
Beiträge: 277

Ungewöhnlich. Wirklich höchst ungewöhnlich. Normalerweise war Host der einzige, der hin und wieder ganze Nächte in der Bibliothek verbrachte und bis in den späten Nachmittag des folgenden Tages nichts anderes tat außer lesen. Heute jedoch befand sich noch jemand in der Bibliothek und schien verzweifelt nach etwas zu suchen. Was es war konnte der Novize von seinem Platz aus jedoch nicht sehen. An Magie schien der Mann jedoch nicht allzu sehr interessiert zu sein, was schon allein die edle, schwarze Rüstung zeigte, die seltsamerweise nicht einmal den Kerzenschein zu spiegeln schien. Dieser Kerl musste ein erfolgreicher Abenteurer sein, ein gestandener Krieger. Genau das, was Host seit langer Zeit suchte.

Monatelang verschlang der Novize jetzt schon sämtliche Bücher in der Bibliothek und besonders die Bücher über Dämonen und schwarze Magie, die hier leider viel zu selten aufzufinden sind, hatten es ihm angetan. Man musste den feind kennen und der erklärte Feind dieses Klosters ist Beliar mit all seinen Schergen. Wenn er auch zugeben musste, dass diese Seite der Magie ebenfalls ungeahnte Möglichkeiten bot. Trotzdem Widerstand der Novize jeglichen Versuchungen und lernte ohne auch nur auf die Idee zu kommen, einigen der Rituale nachzugehen, einfach weiter. Seine Studien waren schon weit fortgeschritten, sofern es mit dem wenigen Material zu dem Thema möglich war, doch was ihm fehlte war ein Gespräch mit jemanden der einen Dämonen wirklich gesehen hatte. Vielleicht hatte er ja mit diesem Kerl dort Glück.

Ohne lang zu zögern stand er auf, legte das Buch, das er gerade fertig gelesen hatte zurück an seinen Platz, ließ seine sämtlichen Notizen achtlos liegen und ging auf den dunkel gekleideten Mann zu.
Seid mir gegrüßt, Fremder. Mein Name ist Host, ich bin ein Novize des Klosters. Mir scheint ihr seid ein gestandener Abenteurer, demnach wollte ich euch fragen, ob ihr mir vielleicht dabei helfen wollt meine Studien zum Abschluss zu bringen.
Der Mann reagierte erst nicht, legte jedoch dann sein Buch zur Seite.
13.12.2003, 14:24 #93
Scipio Cicero
Beiträge: 1.638

Leise seufzte der Söldner, als er sich etwas aufrechter hinsetzte. Hoffentlich wollte der Novize jetzt nicht von großen Taten hören und erzählen, dass er selbst mal ein großer tapferer Krieger werden wollte, wie die Ritter in den Märchen und Sagen. Tja, er würde es bald wissen.
Mein Name ist Scipio Cicero, Söldner unter General Lee und man kann sagen, dass ich ein Abenteurer bin. Auf jeden Fall hab ich bereits die eine oder andere Reise hinter mir. Wie allerdings könnte ich euch helfen? wie gesagt bin ich NUR ein Krieger und kein gelehrter, weiser Mann.
In der Tat wusste Scipio nicht, wie er die, wahrscheinlich magisch orientierten, Studien seines Gegenübers bereichern sollte und er glaubte nicht daran, dass dieser Bettbruder etwas über den Kampf studierte. Natürlich konnte sich der Krieger auch irren, aber so zumindest war seine Meinung über die Angehörigen des Klosters.
13.12.2003, 14:38 #94
Host
Beiträge: 277

Zwar sagte er nichts dergleichen, doch wusste Host genau, dass dieses Gespräch seinem Gegenüber irgendwie nicht gerade willkommen war. Trotzdem wollte der Novize seine Chance ergreifen und nicht wegen solcher Nichtigkeiten erneut lange Zeit darauf warten, dass ein fähiger Krieger seinen Weg ins Kloster findet.

Ich weis auch noch nocht genau ob ihr mir helfen könnt, ich nehme es lediglich an. Es hängt ganz davon ab, was ihr auf euren Reisen, wie ihr sie nennt, bereits alles durchstehen musstet. Also sagt mir bitte, Scipio Cicero, habt ihr jemals in eurem Leben einen Dämon gesehen, vielleicht sogar gegen ihn gekämpft?

Zu Hosts Verwunderung begann der Söldner zu lachen und das ziemlich ausgiebig. Schien als hätte er wirklich etwas interessantes zu erzählen...oder dieser Kerl ist doch nur ein dahergelaufener Möchtegern Abenteurer und würde sich nicht im Traum mit einem Dämon abgeben. Eins von beiden.
13.12.2003, 14:51 #95
Scipio Cicero
Beiträge: 1.638

Nach wenigen Sekunden fing sich Scipio wieder und immer noch breit grinsend fuhr er fort.

Ihr interessiert euch also für Dämonen, richtig?
Der Novize, der anscheinend sogar noch kleiner war als der Söldner selbst, nickte kurz.
Gut, gut. Da bist du sogar an den richtigen geraten. Von Dämonen weis ich ziemlich viel. Eigentlich sogar mehr als mir lieb ist. Was genau willst du denn hören? Ich kann dir wirklich eine Menge sagen, besonders eine kleine Geschichte um eine Zitadelle im Land Gorthar sollte dich interessieren.
15.12.2003, 15:39 #96
Host
Beiträge: 277

Host war hocherfreut zu hören, dass der Söldner anscheinend mehr wusste, als er vermutet hatte. Bald würde er in der Lage sein ein kleines Buch darüber zu schreiben, das alles zusammenfasst, was er über Dämonen und schwarze Magie in Erfahrung bringen konnte.
Dann mal sehen, was dieser Krieger wirklich wusste.

Sagt mir einfach alles, was ihr wisst. Vor allem will ich wissen, was das besondere an den jeweiligen Dämonen war, die ihr bisher gesehen habt. Und erzählt bitte auch, was in dieser Zitadelle vorgefallen ist, von der ihr gesprochen habt. Ich habe Zeit, also lasst am besten auch keine Details weg. Fangt ruhig an.

Erwartungsvoll machte es sich der Novize bequem und stellte sich schon einmal darauf ein, sich vieles merken zu müssen. Das allerdings war er eigentlich schon gewohnt.
15.12.2003, 16:28 #97
Irock von Elladan
Beiträge: 1.476

Ein kalter und verregneter Tag ging allmählich zu Ende. Irock saß in einem weichen gepolsterten Stuhl vor dem Kamin, der sich in seinem Gemach befand. Ein warmes Getränk, das sich der gemacht hatte, bekräftigte die ausgestrahlte Wärme der Flammen im Kamin.

Auf dem Tisch, auf der anderen Seite des Zimmers vor dem Fenster lagen einige Bücher, die der Kleriker am Tage studiert hatte. Seine Gelehrtenstube war sehr gemütlich, das stellte er immer wieder fest. Viele interessante Sammlungsstücke und vorallem Schriften wurden hier gehortet.

Nach einiger Zeit schleppte sich der Magier in sein Bett und fiel alsbald auch in angenehme Träume. Die ihn von der Beschäftigung des Tages erholten.
15.12.2003, 17:23 #98
Ramirez
Beiträge: 120

Ramirez ging auf dem Kloster Innenhof hin und her, denn ihm war langweilig, er wusste nicht was er tun sollte. In letzter Zeit hatte er ab und zu mal etwas für die magier gemacht, z.B. Kräuter gesammelt oder Tränke aus der Stadt geholt. Doch in letzter Zeit haben die Magier keine Wünsche mehr, die ein Anwärter des Ordens ausfüllen könnte. also ging der Anwärter hin und her. Zu seinem Pech fing es auch noch etwas zu regnen. "Heute kann auch wirklich nichts mehr schief gehen", dachte sich Ramirez. Als er schon etwas nass war guckte er sich um und sah ein paar neue Gesichter im Kloster. Die hatte er noch nie gesehen, anscheinend war er zu sehr konzentriert an die Arbeit der Magier rangegangen das er das nicht bemerkt hatte.

Nach 15 Minuten später hörte der Regen auch wieder auf und Ramirez ging zum Magier Parlan. Er fragte den Magier was er machen könnte oder ob der Magier einen Job für den Anwärter hatte. Parlan hatte Ramirez eine lange Zeit beobachtet und gemerkt das er noch gar nicht mit dem Schwert umgehen konnte. Also sagte Parlan zu ramirez das er den Hohen Magier Joni aufsuchen sollte, denn der Hohe Magier war der Einhandlehrmeister des Ordens. Ramirez lies sich das kurz durch den Kopf gehen und bedankte sich bei Parlan und machte sich auch prompt auf die Suche nach dem hohen Magier Joni.


Nach einiger Zeit setzte Ramirez sich auf eine Bank auf dem Innenhof und überlegte wo er anfangen sollte zu suchen. Denn er kannte den hohen Magier gar nicht und wusste auch nicht so recht wie er aussah. Er dachte sich denn, das er einfach jeden Hohen Magier fragt denn er trifft.
16.12.2003, 13:42 #99
Carthos
Beiträge: 5.043

Jedesmal wenn er die große Brücke vor dem Kloster betrat, wurde ihm etwas mulmig in der Magengegend. Der Blick von der Brüstung reichte tief hinunter zu einem kleinen See und scharfen Felskanten.
Das Kloster selbst lag auf einem schroffen Felsen, welcher mitten aus dem See in den Himmel ragte. Verteidigungstechnisch gesehen war dieses bauwerk ideal, da es kaum Angriffsfläche bot. Die Stadt hingegen lag direkt unter einer einer hohen Klippe und lag förmlich auf dem Präsentierteller.
Carthos bemerkte die drei wachehaltenden Novizen schon von weitem und trat an denjenigen heran, welcher der Brücke am nächsten stand.

Seid gegrüßt, könnt ihr mir sagen an welchen Magier ich mich wenden muss bei Fragen über die Kultur der Diener Innos' ?
16.12.2003, 15:41 #100
Shakuras
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Aus der Mitte des Pentagramms schossen urplötzlich grelle Lichtspeere gen Himmel und lichteten diesen.Die heiligen Strahlen durchbrachen und zerissen regelrecht die düstere Wolkendecke.Mehr und mehr Strahlen hetzten auf den verhangenden Firmamenten zu und mehr und mehr Platz schufen diese für die goldene Kugel, dessen Velangen es doch war, die Erde und dessen Bewohnern zu beglücken mit ihrem Lichte und ihrer Gnade.

Doch die Hoffnung ward nicht lang.Die Zauber- und Sonnenstrahlen verloren sich in der Weite und ein neuer düsterer Schleier legte sich über die Grenzenlosigkeit.Das Licht war für diese Zeit nicht auserwählt worden.Der Winter, der sich durch Kälte, Tod und Finsternis - aber auch durch eine gewisse Art von Pracht kennzeichnete, lag in den Krallen Beliars.So hatte es der Schöpfer bestimmt.

Der Greis, der nur spährlich bekleidet war, trat aus dem fleuchendem Scheine.Müde trug er sich zum Kloster.Sein Blick richtete sich gen Schrein, doch Isgaroth war nicht dort und betete.Stirnrunzelnt, da diese Beschaffenheit höchst ungewöhnlich war, schleppte er sich zum Hause Innos'.Er ließ die Brücke hinter sich und ... sah Lord Carthos, der wohl soeben das Wort an die Novizen gerichtet hatte.

"Wie kommen wir zu dieser Ehre? Schon lang sah ich keinen Streiter Innos' mehr in diesem Heime.", sprach Shakuras lauthals.Der Greis machte einen erbärmlichen Eindruck.Seine Haare, die er sonst so pflegte, waren total zerzaust.Seine Augen sahen rot ummalt aus und er trug schon einen beachtlichen Bart.Die heilige, hohe und nun auch höchst dreckige Robe war total zerissen und gab mehr Preis, als sie sollte.
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