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Das Kastell des ZuX # 27
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29.02.2004, 17:34 #151
meditate
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meditate musste erst einmal nach luft ringen. der da vor ihnen stand, war nicht mehr hilias und er war auch nicht mehr der gehängte.

auf einmal machte alles sinn: die kostbaren roben, in die don und sie gekleidet waren und die dringlichkeit, mit der die dämonen sie in den thronsaal geleitet hatten. vor ihnen stand ein wesen, das neu geboren war aus hilias und dem gehängten - ein wesen beliars. und auf einmal wurde der magierin ihr schwerer fehler bewusst. sie hatte den gehängten unterschätzt und ihre eigene gewitztheit überschätzt. der gehängte war ein ebenbürtiger gegner.

vor ihnen stand ein toter. einer, der schon längst in die hände des meisters gefallen wäre, wenn nicht dieser gehängte ihn ans leben oder besser gesagt, an eine irdische existenz gekettet hatte.

"don, sieh genau hin!"

der meister murmelte nur "nicht jetzt" und gab ihr damit entweder zu verstehen, dass er die situation voll im griff hatte, oder aber, dass es ihm egal war. wie auch immer, don machte ohnehin immer, was ihm grad in den kopf kam. aber er sagte immerhin nichts und beobachtete.

"nicht ungeschickt"

waren die ersten worte, die meditate herausbrachte.

angesichtes der blassgrauen erscheinung, die vor ihnen auf die knie gesunken war, war das zwar eine unnötige bemerkung, aber meditate konnte nicht anders. wenn der gehängte sie also besiegt hatte und damit den armen hilias mit, dann mussten eben stärkere waffen ran.

"du bist sehr verwegen, dass du dich noch einmal in diese mauern gewagt hast. wir hast du den armen toren, der dir seinen körper leihen muss, dazu gebracht, dieses wagnis einzugehen?"
29.02.2004, 17:50 #152
Estragon
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LASS MICH VERDAMMTNOCHMAL VOR! DAS MISTSTÜCK SOLL ES NICHT NOCHMAL WAGEN KÖNNEN,MICH ZU...

Hilias würgte die Stimme des Gehängten in den Hintergrund. Er sah den hohen Magier an. Schweiß bildete sich auf der Stirn des Steinmetzes. Er musste abwägen, wie er beginnen sollte und gleichzeitig den Gehängten zurück halten. "Um auf euere Frage zu Antworten. Ich bin der selbe, den sie gehängt haben. Ich bin Hilias."
Der Magier runzelte nur kurz die Stirn. Mehr Reaktionen war ihm diese Information wohl nicht wert.
Er wandte sich an Meditate. "Ich bin Hilias, My Lady. Traut eueren Augen ruhig. Ich mag ohne Leben sein, doch meine Seele bleibt in diesem Körper..."
BAMM!!!
Die Kopfschmerzen waren übelerregend. Seine Sicht verschwamm, er stolptere vor, als habe ihm ein Hammer auf den Hinterkopf getrofen.
DU WURM! DU WIRST NICHT GEGEN MICH BESTEHEN!!! LASS MICH FREI!!!
Meditate trat erschrocken und unsicher vor. Der Magier rühte keine Finger. Nicht mal seine Augen verengten sich.
Er ist es...Vor Meditate hat er keine Angst mehr...aber dieser Magier da...er macht ihm Angst. Höllische Angst...Oh, Innos diese Schmerzen.
Jetzt war es, als rammte man ihm Eiszapfen in die Zahnwurzeln.
Er erhob sich mühevoll. "Ich habe..nicht viel Zeit! Er will euch wohl...unbedingt sprechen! Aber zuvor eines. Es kommt eine große Gefahr auf uns zu. Ich sah das Kastell brennen. Ich sah Untote, wie sie sich nach Norden aufgemacht haben. Sie sind vielleicht schon in diesem Augenblick unterwegs. ICh..Ich..."
Hilias Knie knickten ein. Der Gehängte war zu stark. Er hatte lange geruht. Seine Kräfte wieder hergestellt. Sein Verstand war schärfer, als je zu vor. Und die Angst beflügelte seine Grausamkeit in ungeahnte Höhen.
Hilias wurde zum letzten Mal in seinem Leben zurück gedrängt. Der Gehängte kam vor. Der Anfang vom Ende. Der Fieberwahn würde hier seinen Höhepunkt finden.
29.02.2004, 18:30 #153
Don-Esteban
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»Eine Gefahr für das Kastell?« Der Magier dachte daran, daß ihn seltsamerweise gerade jetzt irgendetwas nach einiger Zeit wieder in den Thronsaal getrieben hatte. Er dachte, er sei seiner eigenen Eingebung gefolgt, doch vielleicht steckte da mehr hinter, als es den Anschein hatte.
Nun, vielleicht auch nicht. »Nun, du bist also der gehenkte Hilias? Interessant. Oder vielleicht auch nur Schlamperei der Milizen. Wahrscheinlich müßte ihnen mal jemand zeigen, wie man Leute richtig hängt. So daß sie nicht später wieder lebendig durch die Gegend wandelten.«
Doch das war unwichtig, Wichtiger war folgendes: »Du meinst also, von einer Gefashr zu wissen, die das Kastell betrifft? Und was macht dich so sicher? Und was soll mich dazu bewegen, dir zu glauben? Es gibt viele Leute, die meinen, sie müßten andere über irgendwelche düsteren Vorahnungen aufklären. Doch sind fast alle von ihnen entweder arme Verwirrte oder gefährliche Wirrköpfe.«
Er machte eine Kunstpause und sprach dann weiter: »Und noch eine Frage beschäftigt mich: Warum willst du uns warnen? Ich weiß, daß du selber ein Mitglied der Stadtwache bist oder bis vor kurzem, als dich des Schicksals Schlinge «, der Hohepriester fasste sich wie unbeabsichtigt an seinen Hals und strich kurz daran entlang, »zum Stolpern brachte, warst. Warum also, so frage ich dich, sollte jemand wie du das Kastell warnen wollen?«
Ein stechender Blick ruhte für kurze Zeit auf dem Mann, der sicdh als Hilias vorgestellt hatte. »Und doch hast du etwas an dir - oder in dir -, was mich zögern läßt, dich als puren Schwätzer anzusehen. Etwas ist seltsam an dir und wie die Reaktion meiner Schwester im Glauben hier neben mir zeigt, scheinst du ein nicht ganz umbeschriebenes Blatt zu sein. Kennt ihr euch?«
29.02.2004, 18:56 #154
Estragon
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"SChwätzer..." Der Gehängte kicherte irre und hob die Augenäpfel. Sie glänzten tückisch. Die Augen der Hölle.
"Ihr nennt mich Schwätzer...Wer seid ihr eigendlich, Schoßhund der Hexe, das ihr es wagt, sowas zu mir zusagen." Der Gehängte erhob sich zu seiner vollen Große.
"Ich bin nicht der Heerscharen des Königs entkommen, um mich von einem drittklassigen Beliaranbeter erniedrigen zu lassen."
Das Monster war erwacht. Es wusste, das es hier nicht wieder rauskommen würde. Seine Aufgabe, den Steinmetz von seinem Schicksal zu trennen und auf einen anderen Pfad zu führen war vergebens gewesen.
Jetzt gab es nur noch eines zutun. Hilias auch das letzte bisschen an Vertrauen zu nehmen, was zumindestens die Hexe noch für ihn übrig haben könnte.
"Und du..." wandte er sich an die Kokobien der Finsternis.
"Du hast mir lange genug Steine in den Weg gelegt. Ich habe es so satt, deinen großspuhrigen Worten zu lauschen. Jetzt wirst du mir zuhören. Ein für alle Mal."

Die Magier sahen verdattert drein. Der lange, Dürre, mit den gefährlichen Augen...auf ihn musste der Gehängte aufpassen. Aber mit der Hexe konnte er fertig werden.
"Böse Dinge stehen diesem Land bevor. Der Tod selbst kommt an euer Tor. Ihr werdet ihn einlassen oder im Kampf vergehen, es ist euch überlassen. Ein Entkommen gibt es nicht. Hilias ist mein. Ehr werde ich ihn zur Hölle schicken, als das er diesen Wahn weiter verfolgt."
Der Gehängte spekulierte voll, auf die Unbeherrschtheit der MAgier. Er hoffte, sie würden diesen Körper zu Staub zerblassen. Dann würde sich wenigstens ein Schicksal nmicht erfüllen. Hilias durfte nicht gehen! Der Gehängte hatte alles so sauber eingefädelt, und doch hatte der verdammte Wurm immer weiter auf sein Schicksal zugesteuert. Jetzt würde der Gehängte dem endgültig einen Rigel vorschieben!
29.02.2004, 19:07 #155
meditate
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meditate wollte erst etwas erwidern, merkte aber schnell, dass das völlig unnötig war. nachdem der gehängte sich zu erkennen gegeben hatte, musste sie nur einen kurzen blick auf dons augen werfen und schon sah sie dieses blitzen. don zog in den kampf - und kein wesen der welt konnte mit dons gefährlichster waffe mithalten.

manchmal hatte meditate sogar den eindruck, dass in einem gefecht der argumente, der thesen und antithesen, des geschliffenen wortes und der zynischen wortwahl auch ein beliar nur den kürzeren ziehen konnte.

es war aber auch zu lustig, wenn man sich vorstellte, dass dieser zugegeben gefährliche wurm, den meister des todes mit dem tod bedrohen wollte.

meditate sah mit einem blick auf don, dass sie alles in seinen bewährten händen lassen konnte. so lehnte sie sich gegen den gewaltigen steinernen thron und griff zu dem pokal, den der dämon ihr hingestellt hatte. sie hob das schwere goldene gefäß, prostete don lächelnd zu und entspannte sich.
29.02.2004, 19:22 #156
Don-Esteban
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Der Hohepriester zog belustigt die Augenbraue hoch und verzog den Mund zu einem dünnen, verächtlichen Lächeln.
»Was du nicht sagst!«, meinte er mit gespieltem Erstaunen, nach dem der Wortschwall des kleinen Mannes vor ihm versiegt war.
»Aber das Zuhören mußt du auf jeden Fall noch lernen. Ich habe dich mitnichten einen Schwätzer genannt, aber da du so darauf bestehst und ich nach deinem letzten Monolog selbst erkennen mußte: So sei denn ein Schwätzer, wenn es dich erfreut.«
Die Augenbraue fand wieder an ihren Platz zurück und das dünne Lächeln, das Eingeweihten anzeigte, daß gleich eine Grenze erreicht war, die man besser nicht überschritt, verschwand wieder.
»So höre denn, Unwissender: Du bist hier nicht in einer der schmutzigen Tavernen, in denen du höchstwahrscheinlich dein bisheriges erbärmliches Leben verbracht hast, sondern in der Hochburg der Schwarzmagier. Es wird dir also kein Beifall entgegenbranden, wenn du - und zwar auf recht bemitleidenswerte Art - versuchst, hier die Beschränkungen deines Geistes in armselige Worte zu fassen, wie sie Kennzeichen von dummen, ungebildeten und überaus einfältigen Menschen sind, deren einziger Daseinszweck es ist, anderen, klügeren zu dienen. Und das alles, wie ich annehme, in der irrigen Hoffnung, uns damit zu reizen. Was interessiert den Stier das Summen einer Fliege.«
Hilias öffnete den Mund, doch der Hohepriester wischte den Anflug der Antwort mit einer herrischen Handbewegung beiseite.
»Und höre noch die: Diese sogenannte Warnung, die du uns eben überbracht hast, lese ich tagtäglich in den unerschöpflichen Beständen der Bibliothek in Worten, die um vieles kunstvoller und bedeutungsschwerer sind, als dein Gestammel. Und trotzdem nehme ich sie nicht für bare Münze.«
Seine Stimme wurde eine Nuance lauter, fordernder.
»Also hebe dich hinfort, solange du noch die Wahl dazu hast und sie dir nicht von den Geschöpfen, die diesen Ort bevölkern, abgenommen wir.«
Er schlug seine Robe um sich und hatte vor, den Thronsaal zu verlassen, um diesen Wicht möglichst schnell zu vergessen.
29.02.2004, 19:30 #157
Rhodgar
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Wieviel eine Mütze voll Schlaf doch bewirken konnte! Frisch und munter trippelte Rhodgar die Treppe hinunter, die ihn vom ersten Stock in die Eingangshalle führte. Er explodierte geradezu vor Tatendrang, wollte irgendetwas Großes vollbringen, Wunder tun... nein, das ahtete zuweit aus. Der Punkt war jedoch, dass nichts von den gestrigen Krankheitssymptomen noch da war, der Schwarzmagus fühlte sich erfrischter als je zuvor.
Die letzten Stufen übersprang er übermütig, und landete mit einem Knall auf dem schwarz-weiß gekachelten Fußboden. Nach kurzem Wanken fing er sich wieder, und setzte seinen Weg fort. Ja, mittlerweile war er ins Laufen gekommen, die Geräusche seiner Schritte wurden jedoch größtenteils von dem samtroten Teppich geschluckt, sodass er wenigstens unbemerkt blieb.

Das bis dahin sowieso schon vorhandene Grinsen vergrößerte sich nochmals um ein Vielfaches, als er um eine Ecke gebogen war, und nach eben jener beinahe mit einem Dämonen zusammgestoßen war, der irgendetwas in seinen Klauen durch den Gang transportierte. Eine Gerätschaft war es, doch blieb der Sinn dieses Stückes dem Schwarzmagier verborgen. Interessierte ihn auch nicht weiter.
Doch war es allemal ein Anreiz, sein Tempo zu verlangsamen, nicht dass er noch etwas wertvolles zerstörte, irgendwo gegen prallte und sich womöglich noch Ärger einhandelte.
So schritt er nur noch voran, und mit gedrosselter Geschwindigkeit war plötzlich auch seine Euphorie wie weggeblasen, und er besann sich erneut auf Tugenden wie Benehmen und Anstand. Nur war er nun in den völlig falschen Korridor gelangt, dies war nicht der Weg zum Refektorium, wo er sich eigentlich hatte hinbegeben wollen. Ein wenig irritiert und orientierungslos blickte er sich um. Hier war er nie zuvor gewesen, doch ging er mit dem guten Wissen im Hinterkopf, dass ihm hier nichts geschehen konnte. Irgendein Wink des Schicksals würde sich ihm schon offenbaren, und ihn aus dieser Situation befreien.

Und dieser Wink äußerte sich sogleich, und zwar in Person Seraphins, der missmutigem Gesichtsausdruck an einer prunkvollen Tür lehnte. Schon komisch, dass sich ihre Wege immer dann kreuzten, wenn gleich darauf irgendetwas passieren würde. Zumindest war das so bislang gewesen, wie Rhodgar amüsiert feststellte. Vielleicht wartete ja nun auch wieder eine Überraschung auf ihn.
"Grüß dich, Seraphin. Was machst du denn hier? Und wo sind Rena, Hilias und das Lama? Solltet ihr nicht alle beisammen sein?"
29.02.2004, 19:45 #158
Seraphin
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Was geschah da drinnen? Welche Dinge wurden besprochen? Und was dass wichtigste war: Warum bei Beliar musste er draußen bleiben?!
Seraphins Inneres wollte fast auseinanderreißen vor Neugierde, außerdem kam er sich langsam blöd vor, als ob es ihn nichts anginge was hinter der Tür besprochen wurde. Wie ein mitteloser Bauer der einer wichtigen Ratsbesprechung nicht lauschen durfte konnte er ledeglich hier stehen bleiben und dieses Gefühl machte ihn rasend. Hilias war nun schon über eine Stunde dortdrinnen, zusammen mit Meditate. Was sie wohl besprachen? Was sie überhaupt taten? Und was...

...bei Beliar machte Rhodgar hier?!

Verblüfft betrachtete er den Umriss seines Freundes, welcher ihn im Halbdunkel, sich nicht bewegend und mit dem schwarzen Mantel getarnt wohl noch nicht entdeckt hatte. Jetzt drehte er jedoch den Kopf und bemerkte Seraphin. Mit schnellen Schritten kam er auf ihn zu.

"Grüß dich, Seraphin. Was machst du denn hier? Und wo sind Rena, Hilias und das Lama? Solltet ihr nicht alle beisammen sein?"

entgegnete sein Freund offenbar gut gelaunt.

"Dasselbe könnte ich dich fragen?!"

gab Seraphin scherzend zurück. Dann setzte er zu einer vernünftigen Antwort an.

"Rena sitzt noch im Innenhof, wo Lama ist weis ich nicht, ich glaube der treibt sich irgendwo mit Ceron rum. Hilias ist dort drinnen zusammen mit... Meditate."

entgegnete er, wohlweislich eine Pause vor dem Namen der Hüterin einlegend, die seinem Freund gar nicht entgehen konnte.

"Er meinte sie hätten irgendetwas wichtiges zu besprechen..."
29.02.2004, 19:50 #159
meditate
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"geh nicht, ich bitte dich."

meditate warf dem don einen blick zu, der tatsächlich bewirkte, dass der meister inne hielt.

"deine visionen vom untergang der welt sind uns nicht fremd, wir kennen sie aus vielen büchern und sagen. sie erschrecken uns nicht, denn wir sind die bastion des dunklen gottes. uns schreckt eher das reich innos.

was willst du tun, du wurm? nur weil du zu erkennen glaubst, dass wir deinen wirt nicht vernichten wollen, heißt das noch lange nicht, dass unsere hände gebunden sind.

ich weiß nicht, wie du es geschafft hast, dich meinen tränken zu entziehen. ich akzeptiere sogar, dass ich einen fehler gemacht habe, aber glaubst du wirklich, ich wiederhole den fehler? so wichtig ist mir hilias nicht. nimm ihn mit und werde glücklich. irgendwann endet alles bei beliar."

meditate funkelte don an und erkannte in seinen augen, dass ihm noch etwas eingefallen war, mit dem er den wurm treffen konnte.
29.02.2004, 19:59 #160
Rhodgar
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Soso, mit meditate war Hilias dort drinnen also. Rhodgar konnte sich noch lebhaft an den Abend erinnern, als die beiden das letzte Mal einander begegnet waren, und der war nicht gerade angenehm verlaufen. Zwar war die Situation nicht eskaliert, doch hatte die ganze Zeit diese besondere Spannung in der Luft gelegen, als zwei Mächte aufeinander getroffen waren. Die der meditate und... stimmt, es war der Gehängte gewesen nicht Hilias (dass zu diesem Zeit wieder der Gehängte dominierte konnte der Schwarzmagier nicht wissen).
Doch trotz allem hörte sich das alles ziemlich abenteuerlich an, denn wie er richtig vermutete musste es wohl eine sehr dringende Sache sein, die die beiden miteinander besprachen, denn normalerweise war meditates Zeit ziemlich kostbar, und viel zu schade um nur einfachen Schäkereien geopfert zu werden.

Auf diese Gedanken hin machte sich soetwas wie spassige Hinterlist in Rhodgar breit. Auf keinen Fall wollte er diese Konversation verpassen. Vielleicht war ja sogar die aufkommende Bedrohung das Thema, und wenn dem so war, dann lohnte es sich allemal, dabei zu sein. Eventuell würden ja noch ein paar Informationen ihren Weg zu seinem Ohr finden, die ihm bislang verborgen geblieben war.
Und somit war es brschlossene Sache. Ein letzter, vielsagender Blick zu Seraphin, und schon zog der Schwarzmagus die Tür leise auf, schlüpfte sofort hindurch und würde von einem überwältigenden Anblick empfangen. Das musste wohl soetwas wie ein Ballsaal sein, so prunkvoll und imposant wie der Raum ausgestattet war. Anfangs noch den Kopf in den Nacken gelegt, um die Deckenmalereien zu bewundern, blickte er nun geradewegs auf das Dreiergespann, welches sich weiter vorne, auf einer Erhebung aufhielt. Erst wollte er seinen Augen nich trauen, doch das Abbild des Don war keineswegs eine trügerische Illusion. Viel konnte man aus seiner Mimik nicht schließen, doch reichte ein Blick um zu begreifen dass es nicht gerade von Vorteil wäre dort hinein zu platzen. So ergriff Rhodgar die Möglichkeit, seinen Körper hinter einer der Säulen zu verbergen, die quasi als Deckenpfeiler errichtet worden waren.

Seraphin, der seinen Kopf ein wenig ratlos durch die Tür gesteckt hatte, warf ihm einen Blick zu, der ihm wohl bedeuten sollte, er möge doch so schnell wie möglich wieder zurückkommen, und doch konnte man eine gewisse darin enthaltene Neugier nicht leugnen. Sollte er doch auch erfahren, was hier vor sich ging. Mit einemschelmischen Grinsen winkte der Schwarzjünger dem Weißhaarigen zu, nachdem er sich einige Säulen weiter vorgekämpft hatte, und nun in Hörweite des Geschehens war. Vorsichtig lugte er hinter einer der Konstruktionen hervor, um ja auch nichts von dem Spektakel zu verpassen.
29.02.2004, 20:15 #161
Teufelslama
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Die blauen Augen schlugen langsam auf, Lama fand sich in den weichen Laken eines der Gästezimmer des Kastells wieder, der Mond schien Blutrot hinein, er tat

was?


Ruckartig sprag der noch unbekleidete Waffenknecht auf und trat ans Fenster, es schien so als würde die ganze Insel in Flammen stehen, als würden die Felder mit Blut überschwemmt, was war hier geschehen? Er hörte es als er gerade seine Hose anzog, ein Geräusch. Schlurfen wie das von dutzenden Lahmer, Stöhnen nicht von dieser Welt und ein ... Rasseln.

Lama schloss den Knopf des Beinkleids als das Geräusch sein Zimmer erreichte, die Tür wurde geradezu hinweggesprengt, die Hände hatte er erhoben um die umherfliegenden Splitter vom Gesicht fern zu halten und da strömten sie hinein. Untote, Zombies, ihre Zahl konnte er nicht einmal schätzen der Strom der ins Zimmer lief schien nicht abzureissen. Verzweifelt leistete der Soldat Wiederstand doch konnte er der Masse an kaltem, leblosem Fleisch nichts entgegen setzen. Sie brachen über ihn hinein und das letze was er sah, bevor er endgültig unter den Leibern der Toten beerdigt wurde war ein Schatten, eine schwarze Gestalt die ihn Zahnlos angrinste und dann wieder verschwand.




Ein Schreck, Herzrasen als ob das Herz aus der Brust springen wollte. Schweißgebadet erwachte Lama in seinem Bett. Was in Innos Namen war das nur gewesen? Ein Alptraum, nein dafür war es viel zu real gewesen, er hatte die Hände die nach ihm griffen fühlen können, hatte den fauligen Atem riechen können.


Als er sich wusch und wieder ankleidete war die Panik langsam aufsteigender Wut gewichen. Was ging hier nur vor verdammt? Er hatte nicht vor sich zum Spielball irgendwelcher Mächte machen zu lassen, was auch immer hier vorging, das ging entschieden zu weit.



Wieder in voller Montur stapfte er aus seinem Zimmer heraus und betrat die langen, schmalen Gänge des Kastells, er brachte Abbiegung um Abbiegung hinter sich um nach guten 10 Minuten des Wanderns festzustellen... er hatte sich verlaufen.


"Na super, sowas passiert auch nur mir."

Ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben wo er sich befand ging er weiter, vertraute einfach seinem Gefühl, irgendwo hin würde es ihn schon leiten. Hätte dieser Ceron nur nichts davon gesagt das man besser nicht die falschen Gebiete hier betreten solle sofern man plante am Leben zu bleiben. Immer schneller wurden die Schritte, immer schneller kreisten die Gedanken und dann sah er sie, zwei Gestalten am Ende dieses Ganges.

Seraphin und Rhodgar, Innos sei Dank er hatte bekannte Gesichter gefunden, doch traten die Beiden gerade durch einen großen Torbogen keinesfalls würde er sie entwischen lassen. Wer weiß ob er je wieder auf sich allein gestellt hier hinaus finden würde. Schnellen Schrittes erreichte er die Tür und durchschritt sie. Nun fand er sich in einem majestätischem Saal wieder, man könnte ihn glatt als schön bezeichnen wenn er nicht Beliar geweiht wäre. Nun war er auch nah genug um die ängstlichen Gesichter seiner zwei neuen Freunde zu sehen die wie irre zu ihm winkten und sich hinter einigen der Säulen versteckten.

Es dauerte einige Sekunden bevor er die Situation begriff und geschwind zu den anderen zwei huschte. Was wurde hier nun schon wieder gespielt?
29.02.2004, 20:16 #162
Estragon
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Der Gehängte konnte nur ungläubig auf diese zwei erbärmlichen Schwachköpfe schauen. MAchtvolle Schwachköpfe, doch arrgoant und selbstgefällig. Die Eingenart aller Mächtig. Vielleicht wären die beiden im Stande, noch viel verherrende Übel über Welt zu schütten, wenn man ihn nur genung Zeit ließ.
Der Gehängte konnte nicht anders. Er lachte laut auf. Gewaltige Echolawien breiteten sich aus. Er konnte einfach sein Glück nicht fassen. Warum diese Leute reizen, wenn sie Hilias eh nicht ernst nehmen würden. Das war einfach ein göttliche Komödie.
"Nun, ich habe wohl euere Weisheiten unterschätzt." kicherte der Gehängte und drehte sich zum Ausgang.
"Ich werde euch nicht mehr behelligen. Klammert euch an euer erbärmlichen Bücher, wenn ihr glaubt, mit Eselsohren ausbügeln werdet ihr errettet."
Der Gehängte schritt auf das Tor zu. Dann blieb er auf der Höhe des namenlosen stehen. Nicht weil er wollte...seine Musekeln versagten einfach den Dienst. Nicht einfach so...nicht so...WUT! ZORN! HASS! Es explodiert in ihm wie eine Wassertopf, der zugeschweißt und auf der Feuerstelle zulange gestanden hatte.
Was war das?


Hilias brach mit einem gewaltigen Satz hervor. Der Gehängte wurde dabei tief in das Gefängnis zurück gewissen und dort an einen Kette gelegt, die er selbst einmal gegen Hilias benutz hatte. Den Hass und den Zorn.
Hilias drehte sich zu dem Magier um. "Ihr seid der MEinung, was uns bevor steht, sei nur ein Hirngespinnst? Seid ihr das?" Hilias riss sein Schwert aus der Scheide. Der Magier lächelte müde. Er glaubte wohl, das Hilias sich auf ihn stürzen wolle.

"Seht und lernt!" Hilias trat in die Mitte des Saales zurück. Der Magier schaute ihm neugierig nach. Sein Blick besagte, das er nicht beeindruckt sein würde. Doch Meditate schien da schon ehr die Überraschungen gewohnt zu sein, die man mit Hilias so erleben konnte.
"Was hast du..." fragte sie, doch Hilias achtete nicht auf sie. Er hatte es schon einmal beweisen müssen. Doch diesmal würde wohl mehr nötig sein, um diese Sturhäls zu überzeugen.
Er rammte die Klinge in seine Brust. Schwarzes Blut spritzte zähflüssig hervor, wurde grau und pulvrig.
Er drehte sich zu dem Magier. "Und nun, verehrter Magier. Sagt mir, als Diener des Gottes über den Tod....ist es nicht üblich, das ich jetzt sterben müsste?"
Zum ersten Mal sah man wirklich eine Spuhr der Verunsicherung auf dem Antlitz des Magiers.
Hilias ließ ihnen keine Zeit, irgendeinen Trick dahinter zu vermuten. Er riss das Schwert raus, grauer Staub erhob sich. Begann zu glühen. Dort diesaml nicht mehr goldscheinend, sonder finsterrot.
Es hängte von meiner Stimmung ab...dachte Hilias verblüfft.
Díe Magier sahen die Funken nach, wie sie wild durch einander wirbelten. Nicht sanft wie früher, sondern zornig, mit zackigen Bewegungen.
"Und jetzt hört. Der Geist, der mich bewohnt, versucht euch zu täuschen und mich von meinem Schicksal abzuhalten. Ein Schicksal das anscheind mit der Magierin Renata teile. Auch sie hat Visionen. Auch sie erkennt die Gefahr. Das graue Heer wird kommen. Es wird euch wegfegen, wie der Feuersturm das Grass der Prärie."
Hilias machte sich zum Ausgang auf. "Und ihr werdet nicht bestehen können..." sagte er über die Schulter. "Wenn ihr mich nicht glauben wollt, suche ich selbst einen Weg."
Er schritt auf das Tor zu.
29.02.2004, 20:17 #163
Seraphin
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Überrascht hatte er Rhodgar hinterher geblickt. Und warum eigentlich nicht, er tat schließlich das einzig Richtige. Wieso sollte er Draußen bleiben? Dieser letzten Wink von dem Schwarzmagier beendete seine Grübeleien. Schließlich hatte er für Hilias sein Leben riskiert, warum sollte er dann nicht über sein weiteres Schicksal Bescheid wissen? Zu dem er so auch noch die Gelegenheit bekam die Hüterin in Aktion zu sehen... auf andere Art und Weise. Sein Freund hatte sich mittlerweile ein paar Säulen weiter nach vorne gekämpft und auch Seraphin schlich nun, noch eine Spur vorsichtiger als der junge Schwarzmagus, in den prunkvollen Saal. Einen Moment konnte er nur über die wunderschönen Wände, Einrichtung und die unendlich weit im Dunkel liegende und trotzdem auf seltsame Art, immer noch zu erkennende Decke des Raumes staunen. Dann besann er sich jedoch wieder und zog seine Blicke von all der Pracht um zu erfassan was dort vorne geschah. Hilias schien nicht alleine zu sein, neben ihm und Meditate war auch noch eine dritte Person anwesend. Für einen Moment stockte Seraphin. Dieser Magier dort vorne... hatte lange weiße Haare, genau wie er. Es war derselbe, den er schon damals auf der Hochzeit dieses Lees gesehen hatte. Macht strahlte von ihm aus, unfassbare Macht und gleichzeitig eine Kälte die ihn schaudern ließ. Doch hinter diesen beiden Attributen verbarg sich eine gewaltige Intelligenz die vielleicht schon die ersten Brücken zum Wahnsinn schlug, wenn man manchen Geschichten im Kastell Glauben schenken konnte. Der Körper war von eher unscheinbarer Statur, schlank und hochgewachsen, aber es ging eine Aura von ihm aus, die mindestens genauso dunkel und intensiv war wie die der Hüterin. Vorsichtig arbeitete auch Seraphin sich weiter vor, bis er schließlich auf derselben Höhe war wie Rhodgar und mit dem Schatten der Säule verschmolz. Den Rücken an das kalte Material wechelte er einen schnellen Blick mit seinem Freund, bevor er sich endgültig regungslos ins Dunkle drückte und aufmerksam den weiteren Worten lauschte die da kommen sollten.
29.02.2004, 20:51 #164
Don-Esteban
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Der Magier, gerade zum Weggehen bereit, hatte innegehalten, als Hilias seinen Dolch zückte und ihn sich in den eigenen Leib rammte. Hatte er es so eilig, zu Beliar zu kommen.
›Halte ein‹, wollte der Magier rufen, ›halte ein und wirf dein Leben nicht weg, denn Beliar alleine entscheidet, wann es Zeit ist, es sich zu nehmen.‹ Doch es war zu spät. Doch dann geschah das Erstaunliche:
Der Getroffene stürzte nicht, gurgelnd im Todeskampf, zu Boden, um dort sein nutzloses Leben auszuhauchen. Er blieb stehen und grinste den Magier frech an. Aus seiner Wunde strömte das Blut, doch erreichte es nicht den Boden. Augenblicklich, als es mit der Luft im Thronsaal in Berührung kam, verwandelte es sich in Staub, grauen, feinen Staub, der zu Boden rieselte und von einem leichten Luftzug, der durch die eben kurz von irgendwem geöffneten Portale verursacht wurde, weggeweht wurden.
Der Magier starrte noch auf die seltsame Wunde, die sich langsam wieder schloß, als Hilias schon weiteredete.
»Ob du tot sein müßtest? Vielleicht bist du es schon längst, doch Beliar will dich aus irgendeinem Grunde nicht. Vielleicht hast du noch etwas zu erledigen, vielleicht will er dich jedoch auch aus einem anderen Grund nicht, vielleicht bist du gezeichnet und er lehnt dich ab, so daß du hier noch unter uns wandelst.«
Er verstummte und schaute auf Hilias, der sich eben den Dolch wieder aus seinem Körper zog.
»Solch ein seltsames Schauspiel habe ich wahrlich noch nicht gesehen und ich habe doch schon so viel erfahren. Es gibt doch immer wieder Dinge zwischen Himmel und Erden, die uns bisher unbekannt waren.«
Doch er blieb trotzdem skeptisch.
»An deiner Glaubwürdigkeit ändert das allerdings nichts, doch geb ich dir einen guten Rat. Und der ist nicht umsonst doch ganz kostenlos, wie es sonst nicht die Art des Kastells ist.«
Er war näher herangetreten, ganz dicht kam er Hilias, als er weitersprach. »Vielleicht hat dein Zustand etwas mit deinen Vorahnungen zu tun. Suche die Quelle deiner Gedanken, den Ursprung der Worte, die du hier verlauten ließest. Vielleicht wird sich dann der Sinn deines Zustandes erklären und du kannst endlich in Beliars Reich eingehen.«
Und damit war diese seltsame Audienz beendet und der Hohepriester des ZuX, Vertreter Beliars auf Erden, Willensbekunder des Dunklen Gottes und Gebieter über seine menschlichen Heerscharen, mochten sie auch klein an Zahl sein (an Macht waren sie deswegen um so größer), verließ den Thronsaal.
29.02.2004, 23:07 #165
meditate
Beiträge: 6.868

bevor die hüterin sich ihrem meister anschloss, reichte sie hilias oder dem schrecklichen mitbewohner noch eine kleine dose, in der sich eine einzige kleine arznei befand.

"wenn du nicht mehr weiter weißt, mein freund, dann nimm das zu dir. vielleicht führt es dich ans ziel all deiner wünsche."
01.03.2004, 17:45 #166
Estragon
Beiträge: 507

Hilias betrachtete enttäuscht die kleine Dose, die er von der Magierin überreicht bekommen hatte.
Die Hüterin hatte mit ihrem Kastellkollegen den Thronsaal verlassen, ohne Hilias Freunde zu beachten, die sich an den Türen gedrängt hatten.
Hilias wog die Dose in der rechten, ballte seine Faust um sie und wollte sie schon auf der Erde zerschmertern...doch er besahn sich. Er war hier her gekommen, um Antworten zu erhalten. Doch gab man seinem Feind antworten, die man selber vielleicht gar nicht wusste?
Er musste darauf vertrauen, das Innos alles so geplant hatte.
Denoch hatte er Angst. Angst etwas falsches zu machen...oder die seinen ins Verderben zu stürzen.
Er sah zur Tür. Rhodgar und Seraphin standen da und schien zu zögern. Was hatten sie alles mitgehört? Wie viel hatten sie davon verstanden, wo doch Hilias selbst nicht mehr Klarheit gewonnen hatte, als zuvor.
Lama lehnte in lässig gegen den Rahmen der Tür und blickte fragend auf Hilias. Was nun? sagte dieser Blick.
Ja, was nun? Hilias wünschte sich, das irgendjemand kam, und ihm erklärte, was zutun war. Das jemand ihm genau sagte, was zutun sei und was noch kommen würde. Doch so lief das Spiel wohl nicht. Er stapfte entweder in die ungewisse Finsternis, doch verging auf der Stelle stehend, ohne je versucht zu haben, aus diesem Dunkel einen Weg zu finden.
Es gab nur zwei Art von Entscheidungen. Die, sich zu entscheiden und die, es nicht zutun.
Letzteres war nicht die Art des Steinmetzes. Er holte tief Luft. Der erste Schritt einer langen Reise.
Er stürmte auf den Ausgang zu. "Lama, komm. Wir gehen. Hier finde ich keine Antworten. Nur mehr Fragen. Wenn du mir immer noch folgen willst, ist es jetzt an der Zeit zu gehen."
Lama nickte fest. Er schien froh zu sein, endlich etwa etwas tun zu dürfen.
"Wo hin wird es gehen?" fragte er knapp.
"Das weiß ich nicht. Doch die Zeit wird es zeigen. So oder so."
01.03.2004, 18:01 #167
Estragon
Beiträge: 507

Vier Männer schritten die dunklen Gänge des Kastells entlang. Der eine war klein und breit, sein Antlitz schien irgendwie die Farb verloren zu haben. Doch seine Augen brannten vor Entschlossenheit und Tatendrang. Hilias, ehmaliger Steinmetz und Waffenknecht der Garde Innos. Dunkel Mächte hatten ihn auf diesen Weg getrieben.
Daneben lief ein ungleich größer, aber dünner Mann der Miliz. Lama, ebenfalls Waffenknecht. Ihn knüpfte gleich zwei Versprechen an den Weg seinen Glaubensgefährten Hilias.
Dahinter liefen zwei finstere Gestalten. Rhodgar und Seraphin, Schwarzmagier des Katells. Ihre Beziehung zum Schicksal Hilias war ungleich kompliezierter, als das des Lamas, doch auch ihre Motive waren stark.
So schritten die Männer über den kalten Boden. Hart schlugen ihre Solen auf, verbissen schauten ihre Gesichter. Aufbruch und Tatendrang lagen auf ihren Gesichtern. Es gab Dinge zutun, von denen noch keiner der Vier nur die geringste Vorstellung hatte. Doch eines war für alle klar. Etwas stand bevor.
Hilias schritt weit aus. Einer der MAgier schloss zu ihm auf.
"Hilias? Wohin wollt ihr jetzt gehen? Was gedenkt ihr nun zutun?"

"Das Leben suchen...aber nicht für mich!" sprach der Steinmetz mit rätselhafter Stimme und erreichte die Eingangshalle. An der großen Statur angekommen, warf er seine ganze Habe an Gold oder anderen Werttümern, die er nicht mehr benötigte, in die Schahle. Nur seine Pfeife und das Rauchkraut behielt er für sich, sowie den Funkenwerfer, seine Waffen und seine beiden Mäntel.
"Lama, wenn du mir folgst, weiß ich nicht, ob du je wieder kommen wirst."
Der Waffenknecht lächelte bitter. "Kanns endlich los gehen oder willst du weiter reden schwingen?"
Hilias nickte erleichtert. "Von euch will ich mich verabschieden, meine Freunde. Ihr ward..."
Die Magier sahen Hilias entsetzt an. "Ihr wollt alleine gehen?" sprachen sie fast gleichzeitig.
01.03.2004, 18:06 #168
Ceron
Beiträge: 379

Ceron war es leid sich in den Schatten des Kastells zu verstecken, nun in der Nacht konnte er ja genauso gut in den Innenhof gehen. Der Lehrling bewegte sich also leise an den Kastellwänden entlang, wie ein Dieb, der unentdeckt bleiben wollte, kurz danach erreichte er den Innenhof, wenig später fand er sich auch schon unter der Esche wieder. Er war nicht alleine, die Magierin Rena war auch da, aber das störte wenig, da sie ihn in dieser Dunkelheit sowieso nicht hätte erkennen können. So brauchte Ceron auch seinen Schleier nicht zu tragen, langsam zog er den Stoff von der Haut und atmete tief ein. Er spürte wie die vom Klima etwas feuchte Luft sich in seinen Lungen absetzte um wenig später auch schon wieder mit einem wohltuenden Stöhnen hinausbefördert zu werden. Ceron liebte die Nacht, der Tag war auf seine Art schön, doch der Ruhe und Stille der Nacht konnte er nicht das Wasser reichen.

Auch Rena schien diese Gefühle zu teilen, sie sass jedenfalls regungslos da und blickte in den offenen Sternenhimmel, oder schlief sie sogar? Ceron konnte und wollte es momentan gar nicht wissen. Zusammen genossen sie die Einsamkeit.
01.03.2004, 18:38 #169
Rhodgar
Beiträge: 1.307

Es hatte eine kleine Zeit gedauert bis Rhodgar überhaupt realisiert hatte, was dieser verrückte Kerl vorhatte. Alleine wollte er sich durchs Land schlagen, um dann schließlich irgendwann am Ziel anzukommen, und dort vernichtend geschlagen zu werden? Für wie dumm hielt Hilias die Schwarzmagier eigentlich? Es stand jawohl außer Frage, dass sie ihn auf diesem Abenteuer, in welch Gefahren es sie auch immer führen würde, begleiteten. Diese Tatsache war eigentlich nichtmal die Gedanken wert, die Rhodgar immoment an sie verschwendete. Weder ihm noch Seraphin käme es in den Sinn, den Waffenknecht alleine von dannen ziehen zu lassen. Schließlich konnte man nicht leugnen, dass sie doch auf eine seltsame Weise an diesen Mann gebunden waren. Ein unsichtbarer Bund hatte sich geschlossen, in dem Moment als die Telekineserollen Wirkung gezeigt hatten, und ihn somit vor dem sicheren Tod durch Ersticken (wenn der Strick ihm nicht gleich das Genick gebrochen hätte) gerettet hatten. Soetwas war kostbarer als so mancher Schatz, wertvoller als vieles Gold. Soetwas nannte man wohl Freundschaft. Und überhaupt, wieso sollte das Lama eine Chance auf eine Menge Spass und Monster haben, und die beiden SChwarzjünger nicht? Rhodgar war sich sicher, dass er mindestens mit seiner Magie eine Hilfe sein konnte, wenn nicht gar mit mehr. Vielleicht wurde ja irgendwann ein kluger Kopf benötigt, in solch einer Situation würde er selbstverstädnlich auch sein Bestes geben. Gleichermaßen dachte er von Seraphin, woraus letztenendes folgte, dass beide ihn gleichzeitig an den Schultern packten, er rechts, und sein Kollege links. Die Lippen zu einem aufmunternden Grinsen gerichtet, ließ er Hilias wissen, dass die beiden dies alles keineswegs akzeptieren würden.

"Ihr glaubt doch wohl nicht ernsthaft, dass wir euch alleine ziehen lassen? Soviel wie wir durchgemacht haben, was kann denn da noch groß geschehen? Ihr könnt tun was ihr wollt, doch werdet ihr allerzeit die schützenden Hände Beliars an eurer Seite wissen."

Seraphin unterstrich alles mit einem feierlichen Nicken. Noch immer ließen die beiden nicht von den Schultern des Rotbaarts, und würden es wohl auch nicht tun, solange er nicht Zustimmung preisgegeben hatte.
01.03.2004, 18:56 #170
Estragon
Beiträge: 507

TRänen der Hochachtung und des Stolzes traten in die Augen des Steinmetzes. Er schaut zu Boden, damit es nicht so auffiel und räusperte sich.
Dann sah er auf. "Ich danke euch, meine Freunde. Ihr habt viel für mich getan und ich werde im Jenseits nur gutes über die Günstlinge des dunklen Gottes zu berichten wissen. Und wenn sie mich dafür raus schmeißen, kann ich gleich im Schattenreich eueres Meisters ein gutes Wort für euch einlegen."
Darüber lachten die Magier herzlich. Hilias bot die Hand vor, Rhodgar und Seraphin legten ihr drauf. Lama trat hinzu, schaut die Magier etwas misstrauisch an, dann zuckte er die Schultern. Er war ein zu offener Mensch, als das er Groll gegen sie hegen konnte, und schlug ebenfalls ein.
"Ich danke euch, meine Freunde." sagte Hilias feierlich. "Kein Verrat, kein Feind und nicht einmal der Tod soll unser Bündnis brechen können." sagte er langsam. "Wir sind ein Ketf. So sagte mien Großmutter immer. Wir sind eine Gruppe, die an das gleiche Schicksal gekünft sind. Seraphin runzelte leicht die Stirn, Rhodgar nickte verstehend, Lamas Augen leuchteten voll wildem Tatendrang. Hilias Augen waren matte, rohglühende Steine in einem toten Gesicht. Er wusste nicht, was ihn erwartete. Doch es würde furchtbar werden. Gerade zu schrecklich, wenn es stimmte, was ihm seine Visionen offenbart hatten.
"Wir haben viel zu sehen und noch mehr zutun. Halten wir uns ran. Ich will noch vor Anbrich der Dunkelheit..."
WAMWAMWAM
Hilias wandte den Kopf zum Kastelltor. Die Magier hoben ihre Köpfe, Lamas Hand wanderte schnell zum Griff seines Schwertes.
Da drausen war etwas und es verlangte Einlass.
Hilias trat der Schweiß in den Nacken. Ein dicker Knoten pulisierte in seinem Hals. Eine unbestimmte Gewissheit, von großen Ereignisen, die ihren Lauf nehmen würden, machte sich in seinem Herzen breit.
"Was immer durch diese Tore kommen mag, seid wachsam..." raunte Hilias und bewegte sich auf die riesigen Flügeltüren zu. Die drei flogtem ihm dicht auf.
Am Tor angekommen, nickte Hilias Seraphin zu. Der hob die Hand und sprach etwas in die kalte Luft der Eingangshalle, worauf sich die Flügeltüren lautlos und geschmeidig öffneten.
Hilias sah in die nächtliche Finsternis. Eine Gänsehaut jagte die nächste.
Was wartete dort auf sie. In der Finsternis, durch die ihr Pfad verlief.
01.03.2004, 19:10 #171
Veltrin
Beiträge: 35

Veltrin hatte drei Mal gegen die großen Tore gehämmert und das Geplapper der zwei Geister, die in Schädeln gefangen waren, schnell als harmlos, also belanglos abgetan.
Die Türen öffneten sich schleppend. Veltrin sah eine große Eingangshalle vor sich.
Und vier dumm gaffende Ölgötzen. Veltrin sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen an.
"Na da schau einer an. Was die in Khorines nicht alles reinlassen?" knasterte er mit tiefem Bass und drängte ohne weitere Worte durch die Gruppe durch.
"Hey..." kam ein schwacher Protest, doch Veltrin hatte keine Zeit mit den vier Witzfiguren zu vergeuden. Er holt den schwarzen Stein unter seinem schwerem Kettenhemd hervor und schritt in die Richtung, in der sich der Leuchtimplus zu verstärken schien.
Dort entlang? Nein, doch ehr da...Ja da war es richtig.
Veltrin schritt hart aus, durchquerte die Gänge und kam eine große Tür. Dort hinter würde es sein. Sein erstes Ziel. Mit einem Tritt sprengte er die Türen auf und betrat eine großen Hof. Ein Baum stand in Immergrüner Pracht in der Mitte. Darunter zwei Gestalten. Veltrin schritt auf die zwei Personen zu. Die vier Würstchen vom Eingang waren ihm gefolgt und schien den Mut wiedergefunden zu haben.
Veltrin bewegte sich mit fließenden Bewegungen, als ihm plötzlich einer der Männer aus der Eingangshalle den Weg versperrten.
"Wer bei Beliar seid ihr und was wollt ihr?" donnerte es. Veltrin lächelte schief.
"Sieh an! Es lebt...und spricht sogar."
01.03.2004, 19:19 #172
Ceron
Beiträge: 379

Ceron wurde aus seinem einsamen Traum gerissen, Licht es kam Licht zu ihm auf den Hof. Schnell warf sich Ceron den Schleier über, Ende mit der Einsamkeit zu zweit, zu dritt geht das aber nicht wenn einer mit solch einem harschen Schritt herumtrampelt.
Auch schon sein Eintritt, wahrlich ein Eintritt dieser Mann hatte das Tor aufgetreten, hier war kein sicherer Ort mehr für Ceron.

Dem sich nähernden Mann stellte sich jedoch einer der Magier in den Weg, aus der Ferne konnte Ceron nicht erkennen wer es war. Dieser Mann schien jedoch nicht darauf einzugehen, er wollte an dem Zirkelmagier vorbei. Ceron rutschte ein wenig näher zu Rena, welche das Spektakel auch verfolgte. Am Ende saß er schon neben ihr, irgendwie dachte er es sei das beste zusammenzubleiben, wer weiss ob da nicht noch mehr solch unbekannte und unerwünschte Gestalten den Hof betreten.
01.03.2004, 19:31 #173
Renata
Beiträge: 455

Das leise Rascheln der Blätter in der Baumkrone über ihr war seit einer ganzen Weile das einzige Geräusch. Sehr beruhigend. Balsam für überstrapazierte Nerven. Warum musste gerade jetzt so ein Tumult da vorn am Eingang zur Halle aufgeführt werden? Eine Menge Leute schienen auf die Esche zuzustürmen, sich gegenseitig behindernd und in den Weg stellend.

Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte die Magierin das Spektakel mit Neugierde bertracht, aber heute war ihr der Aufruhr dort - zuviel Aufruhr. Vielleicht drehte die Gruppe ja ab. Mit der Hoffnung wandte sie ihren Blick wieder dem Sternenhimmel zu. Doch die Hoffnung wurde nicht erfüllt. Angeführt von einem energisch ausschreitenden Fremden hielt die Gruppe weiterhin auf den Baum zu und verursachte dabei zuviel Lärm, um weiter ignoriert werden zu können.
01.03.2004, 19:46 #174
Seraphin
Beiträge: 318

"Ja, wie ihr seht... und im Gegensatz zu euch weiß es sich zu benehmen und ist in der Lage ein Tor auf normale Art und Weise zu öffnen. Geschweige denn sich vorzustellen, zu Fragen ob man erwünscht ist und... überhaupt wer seid ihr eigentlich, verdammt?!"

donnerte Seraphin hervor, während er neugierig den Körper des Fremden musterte, der sich auf ziemlich einfache und doch recht wirkungsvolle Art und Weise Einlass verschafft hatte. Ein wenig respektvoll wanderte sein Blick über die schwere Plattenrüstung des Hühnen, die breiten Schultern und den gewaltigen Speer den er auf dem Rücken trug. Doch dann viel ihm ein das er dem Eindringling genauso wenig Respekt entgegen bringen musste wie dieser ihm und den Anderen, also genau genommen gar keinen. Trotzdem war er schwer verwundert und auch irgendwie beeindruckt das dieser Kerl mit einem Tritt das doch Recht massive Tor zum Innenhof aufgestoßen hatte. Allgemein war er verblüfft von diesem Verhalten. Verdammt was glaubte der eigentlich wo er war?! Normale Bürger trauten sich noch nichtmal freiwillig hier hin und dieser Typ maschierte einfach in das Kastell und brachten den heiligen Hallen des Zirkel ungefähr soviel Respekt entgegen wie einer toten Fleischwanze. Seraphins Augen wurden schmal und er richtete erneut das Wort an seinen Gegenüber.

"Also sprecht, wer immer ihr auch seid!"

zischte er leise. Gleichzeitig sah er aus den Augenwinkeln wie Rhodgar den Fremden einmal umrundete, die Rune schon in der Hand und neben ihm Stellung bezog. Sein Freund schien diese Beleidigung ebenso wenig dulden zu wollen wie er und gespannt wartete er auf die Reaktion des Fremden, während er sich sicher war um ihn herum das schlagen unzähliger unsichtbarer Flügelpaare zu spüren...
01.03.2004, 19:59 #175
Veltrin
Beiträge: 35

"Oh verzeihe mir, das ich meine gute Kinderstube vergass, aber ich habe werde Lust noch Zeit, mich gegenüber einem dürren Klappergestell wie dir zu rechtfertigen. Ich will deinem Hort nicht böses. Ich muss nur etwas überprüfen."
Er sah sich nicht um, das war gar nicht notwendig. Die Augen des MAgiers vor ihm spiegelten genug, das er erkennen konnte wie ihn die anderen drei Bursch versuchten, zu umringen.
"Und der Rest von euch hält die Füße still, dann bin ich sofort verschwunden. Ohne das irgendetwas passiert ist."

So drängte sich der Krieger an dem Magier vorbei. Wieder hafteten seine Augen auf dem schwarzen Stein. Das violette Leuchten wurde stärker, schneller. Dann stand es still. Aus dem mattschwarzem Oval war ein hellleuchtendes Kleinod geworden.
Veltrin hob den Blick. Er kniete sich nieder. Sah die Frau an. Sie war es also. Das erste Medium. Der Fokus Beliars. Der Wille der Vernichtung. "Verzeiht mir, werte Dame. Das muss alles ungelaublich verwirrend für euch sein, aber erlaubt mir euch etwas zu fragen."
Die Frau sah ihn aus misstrauischen Augen an. "Mein Name ist Veltrin und ich bin ein weitgereister Krieger aus dem Südwesten Gorthras. Ich will euch fragen, hattet ihr in letzter Zeit üble Träume? Visonen vielleicht?"
Die Frau sah Veltrin aus entsetzten Augen an. "Ich will euch nichts böses, glaubt mir. Aber ich bin hier um euch zu erklären, was mit euch geschieht."
Die Frau blickte über Veltrin Schultern. Der Krieger drehte sich um, doch konnte nichts erkennen, aus einem rotbärtigem Musekelpacket, das wegen der blassen Hautfarbe, wohl zulange in Höhlen gehaust hatte.
"Lass mich euch erklären, warum ich hier bin. Bitte."
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